Setzen Sie bei Personalisierung auf Prioritäten und stellen Sie so die beste User Experience sicher

Die Priorisierung von Kampagnen ist sozusagen ein Ranking-System, mit dem Sie auf einer Prioritätenskala von 1 bis 10 angeben können, welche Kampagnen BesucherInnen zuerst sehen sollen, wenn sie für mehrere Kampagnen in Frage kommen.

Durch diese Priorisierung können Sie verhindern, dass Ihren BesucherInnen auf derselben Seite zu viele Kampagnen und somit zu viele Messages angezeigt werden. Denn das könnte eine schlechte User Experience, das Risiko widersprüchlicher Messages und eine Verzerrung Ihrer Kampagnenanalyse mit sich bringen.

Wie hilft Ihnen dieses Feature bei der Umsetzung Ihrer Strategie zur On-Site-Personalisierung?

Die Antwort liegt darin, wie AB Tasty die Kampagnen anzeigt, die Sie auf der Plattform starten.

Lassen Sie uns zunächst in Erinnerung rufen, wie das Tag funktioniert und wie Kampagnen getriggert werden.

⭐ Erinnerung an die Auswahl der BesucherInnen und die clientseitige Technologie

Der AB Tasty-Tag wird auf jede Seite Ihrer Website platziert. Wenn ein(e) BesucherIn die Seite aufruft, prüft der Tag:

  • ob auf dieser Seite gezielte Test- oder Personalisierungskampagnen durchgeführt werden
  • und wenn ja, ob das Targeting der Kampagne den oder die BesucherIn „akzeptiert“, d. h.:
    • ob er oder sie zu dem in der Kampagne gewählten UserIn-Segment gehört (in Berlin ansässig, vom Handy aus auf der Seite, usw.)
    • und ob er oder sie die spezifischen Trigger-Regeln erfüllt (mindestens 5 Seiten besucht, kommt von Google, usw.)

Der oder die BesucherIn sieht also alle Kampagnen (Test- und Personalisierungskampagnen), wenn er oder sie zur Zielgruppe zählt und die Seiten besucht, die von diesen Kampagnen betroffen sind.

Mit anderen Worten, Ihr(e) BesucherIn kann unter Umständen eine unbegrenzte Anzahl von Kampagnen sehen (je nachdem, was Sie gelauncht haben), mit all den Nebeneffekten, Visuals und Analysen, die diese Überladung beinhaltet.

Der Tag ist also ein wirksames Tool, das genau das auslöst, was es auslösen soll. Als Sicherheitsmaßnahme und um anzugeben, was ohne Einschränkung ausgelöst und was hingegen eingeschränkt werden soll, hilft Ihnen Ihr neues Priorisierungstool, zwei Arten von Kampagnen zu erkennen.

Kampagnen ohne Prioritäten

Standardmäßig haben Ihre Kampagnen keine Priorität, mit anderen Worten alle Kampagnen werden ausgelöst, wenn der oder die BesucherIn den Targeting-Regeln entspricht, d.h.:

  • Er oder sie befindet sich auf der richtigen Seite Ihrer Website – in der von Ihnen definierten Zielgruppe
  • Er oder sie gehört zu dem von Ihnen gewählten BesucherInnensegment (Segment)
  • Er oder sie hat sich so verhalten, wie es in Ihrer Trigger-Regel definiert wurde (Trigger)

Diese uneingeschränkte Exponierung eignet sich perfekt für Kampagnen, die keine starke visuelle Wirkung haben (z. B. zusätzliche Informationen in der Beschreibung Ihrer Produktseiten) oder für Kampagnen, die unbedingt von allen gesehen werden sollen (Banner zur Erinnerung an die gesetzlich vorgeschriebenen Daten für einen Schlussverkauf).

Wir empfehlen daher, folgende Kampagnen nicht zu priorisieren:

  • alle Kampagnen, die Ihre Website korrigieren sollen (Patch, Gewinnervariante nach einem A/B-Test usw.)
  • alle Kampagnen, die keine Überexponierung oder Konflikte erzeugen

Das Problem bei Konflikten und Überexponierung

Wenn Sie für eine vollständig personalisierte User Experience 10 verschiedene Personalisierungen auf Ihrer Homepage starten, die 10 Segmente Ihrer Zielgruppe ansprechen, laufen Sie Gefahr, dass einige Ihrer BesucherInnen mehrere Kampagnen gleichzeitig sehen. Einfach weil nicht immer sichergestellt werden kann, dass die Segmente vollkommen unabhängig voneinander sind.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel:

  • Segment 1: VIP-Cookie-Inhaber
  • Segment 2: In Berlin geolokalisiert

VIP UND Berlin-BesucherInnen sind Teil beider Segmente und werden wahrscheinlich sowohl Kampagnen sehen, die VIPs ansprechen, als auch Kampagnen, die sich an BerlinerInnen richten.

Erstes Problem: verschlechterte User Experience

Zu viele Botschaften können verwirren. Personalisierung muss sich auch weiterhin mit dem Anspruch der UX vereinbaren lassen, ein einfaches und intuitiv verständliches Interface zu bieten. Da die verständlichsten sowie klar lesbaren Botschaften die Besten sind, können Ihre Personalisierungskampagnen eine Menge „Geräusche“ erzeugen, die sich auf Ihre Strategie und auf die Leistung Ihrer Website negativ auswirken: das möchten wir vermeiden.

Beispiel: 2 Modals, die gleichzeitig getriggert werden und den Bildschirm wie aufdringliche Pop-Ups überladen.

überladener Bildschirm

 

Zweites Problem: widersprüchliche Botschaften

Dieser Fall tritt – wenn auch selten – ein, wenn zwei getriggerte Messages (z. B. ein Modal auf der einen und ein Banner auf der anderen Seite), Werbebotschaften oder Botschaften über die gebotenen Vorzüge anzeigen, die Ihre Zielgruppensegmente überzeugen sollen. Wenn ein oder eine UserIn gleichzeitig mehreren Zielgruppensegmenten angehört (sucht nach „Vintage“ und ist InhaberIn einer KundInnenkarte), besteht die Gefahr, dass ihr oder ihm beim Check-Out zwei Sonderangebote angezeigt werden, die nicht zwangsläufig miteinander vereinbar sind: eines bezieht sich auf Vintage-Produkte, das andere auf die KundInnenkarte.

widersprüchliche Botschaft beim Check-Out 

Mit der Priorisierungsregel von AB Tasty reagieren

Wie Sie sehen, ist die Priorisierung von Kampagnen absolut unumgänglich, wenn Sie eine fortgeschrittene Personalisierungsstrategie fahren und mehrere personalisierte Botschaften für Optimierungszwecke verwenden.

Ein konkretes Beispiel für die Prioritätensetzung von Personalisierungskampagnen

Stellen wir uns für unser Beispiel aus dem „realen Leben“ eine E-Commerce-Website vor, die folgende Botschaften senden möchte:

  • Kampagne 1: Allen BesucherInnen einen Rabatt von 20 % anbieten, wobei ein Banner auf der gesamten Website getriggert wird
  • Kampagne 2: Kölner KundInnen auf der Warenkorbseite zur Eröffnung des neuen Geschäfts einladen
  • Kampagne 3: Haftungsausschluss der Website in die Fußzeile einfügen (auf allen Seiten)
  • Kampagne 4: Allen VIPs zusätzlich zu den 20 % Rabatt einen weiteren Rabatt von 10 % anbieten (Modal auf der Homepage)
  • Kampagne 5: Newsletter-Anmeldung bei allen boosten, die während ihrer Sitzung mindestens 15 Seiten der Website besucht haben (wird möglicherweise auf allen Seiten ausgelöst)

Zunächst einmal müssen wir in der Lage sein, die potenziellen Probleme aufgrund des gleichzeitigen Launches all dieser Kampagnen zu identifizieren. Mit nur 5 Kampagnen ist es relativ einfach, potenzielle Reibungspunkte zu erkennen. Stellen Sie sich aber das gleiche Szenario mit dem 10-Fachen an Kampagnen vor. Da werden die Dinge dann schnell unüberschaubar.

 

Schritt 1: Entdecken

Lassen Sie uns zunächst die Kampagne in der Liste identifizieren, die immer und für alle angezeigt werden sollte, unabhängig von den Begebenheiten und dem Verhalten der UserInnen auf der Website:

Kampagne 3: Haftungsausschluss der Website in die Fußzeile einfügen (auf allen Seiten).

Diese Kampagne sollte auf der linken Seite des Bildschirms bleiben, ohne priorisiert zu werden. Um diese Kampagne zu sehen, müssen Ihre BesucherInnen lediglich den Targeting-Regeln (wo, wer, wann) der Kampagne entsprechen.

Schritt 2: Filtern

Für andere Kampagnen, die möglicherweise im Konflikt stehen, können Sie den Filter „Kampagne“ verwenden.

Dazu wählen Sie eine Ihrer Kampagnen aus. Wir nehmen an, Sie entscheiden sich für die wichtigste, z. B.:

Kampagne 4: Allen VIPs zusätzlich zu den 20 % Rabatt einen weiteren Rabatt von 10 % anbieten (Modal auf der Homepage)

Zielseiten: Homepage

Segment: VIPs

Diese Kampagne bietet VIPs einen zusätzlichen Vorteil und löst vermutlich Käufe aus. Also ist sie wichtiger als andere Botschaften.

Wenn Sie diese Kampagne als Referenz für Ihren Filter wählen, können Sie mit einem Klick feststellen, welche Kampagnen unter den gleichen Bedingungen wie Ihre Kampagne 1 ausgelöst werden: auf denselben Seiten UND mit denselben BesucherInnen.

In unserem Fall ergibt der Filter folgende Ergebnisse:

Kampagne 4: Ihre Referenz, erscheint jetzt in grüner Farbe auf ihrem Bildschirm beim Segment: VIPs

Seiten: Homepage

  • ❌Kampagne 2: Kölner KundInnen auf der Warenkorbseite zur Eröffnung des neuen Geschäfts einladen
    Diese Kampagne erscheint nicht in den Ergebnissen, da sie die Seite des Warenkorbs und nicht die Startseite als Zielseite hat
  • ✅ Kampagne 3: Haftungsausschluss der Website in die Fußzeile einfügen (auf allen Seiten)
    Die Kampagne ist auf alle Seiten ausgerichtet, einschließlich der Homepage. Also richtet sie sich an das Segment Alle BesucherInnen wozu natürlich auch die VIPs gehören.
  • ✅ Kampagne 1: Allen BesucherInnen einen Rabatt von 20 % anbieten, wobei ein Banner auf der gesamten Website getriggert wird.
    Die Kampagne ist ebenfalls auf die gesamte Website ausgerichtet (einschließlich der Homepage). Und das Segment Alle BesucherInnen umfasst zwangsläufig VIPs.
  • ✅ Kampagne 5: Newsletter-Anmeldung bei allen boosten, die den Newsletter nicht abonniert haben und während ihrer Sitzung mindestens 15 Seiten der Website besucht haben
    Die Kampagne richtet sich an alle Seiten, einschließlich der Homepage, und ist nicht auf ein bestimmtes UserInnen-Segment, sondern auf alle BesucherInnen ausgerichtet. Der Trigger ist „mindestens 15 Seitenaufrufe“. Wenn die 15. Seite der Sitzung des oder der VIP-BesucherIn jedoch zufällig die Homepage ist (was durchaus vorkommen kann), wird er oder sie sowohl dieses Modal als auch die Referenzkampagne 4 sehen. Das Risiko ist zwar minimal, dass es zu einem Konflikt kommt, aber durchaus real.

👉 Dieses Beispiel zeigt, dass Kampagne 4 gegenüber den  Kampagnen 1 und 5 priorisiert werden sollte.

👉Wie wir gesehen haben, kann die Kampagne 3 jederzeit und für alle ausgelöst werden, weil sie nicht nur unbedenklich ist und keine Konflikte mit anderen Kampagnen verursacht, sondern auch von jedem gesehen werden soll (da es sich um eine Botschaft mit einer rechtlichen Frage handelt).

👉Bei Kampagne 2 ist die Festlegung der Priorität gegenüber Kampagne 1 nicht notwendig: Sie richtet sich nicht an dieselben Seiten.

Schritt 3: Priorität festlegen

Nachdem Sie nun die Kampagnen identifiziert haben, die priorisiert werden müssen, können Sie wie folgt vorgehen:

  • Lassen Sie die Kampagne 3 bei den nicht priorisierten Kampagnen
  • Legen Sie Kampagne 4 als Priorität 1 fest
  • Legen Sie für die Kampagnen 1, 2 und 5 die Priorität 2 fest
Heads up!

Die soeben beendete Beispielübung basiert auf einer Referenzkampagne, hier Kampagne 4. Es ist auch interessant, diese Übung (Filtern und anschließende Entscheidungsfindung) mit anderen Kampagnen als Referenz zu wiederholen (z. B. 1, 2 oder 5) und die Regel für die Prioritätenfestlegung genauer zu definieren, zum Beispiel die 3 Kampagnen mit der Priorität 2 zu trennen und sie mit anderen Prioritätsstufen (Priorität 3 und 4) neu aufzuteilen.

Fazit

Mit dem Priorisierungsmodul können Sie die Anzahl der Kampagnen, die Sie gleichzeitig auf Ihrer Website einspielen, deutlich erhöhen.

Hier ein paar Tipps, wie das Priorisierungsmodul sinnvoll eingesetzt werden kann:

  • Beschränken Sie die Anzahl der Kampagnen pro Prioritätsstufe:
    BesucherInnen, die auf einer Seite eine PX-Stufe auslösen, sehen potenziell alle Kampagnen dieser Priorität auf der Seite, auf der sie sich befinden.
  • Bei jeder neuen Seite beginnt die Überprüfung der Prioritätsregel wieder bei Null: BesucherInnen, die auf ihrer ersten Seite eine Kampagne der Priorität 3 gesehen haben, wird möglicherweise auf der zweiten Seite ihrer Sitzung eine Kampagne der Priorität 1 angezeigt. Seien Sie also wachsam und denken Sie an die „Exponierung pro Seite“.
  • Denken Sie an Ihre A/B-Tests: Auch wenn die Strategie und die Roadmap nicht dieselben sind, achten Sie darauf, eine getestete Seite nicht zu personalisieren, oder überprüfen Sie, dass sich Ihre Message nicht auf die Testergebnisse auswirkt.
  • Im Grunde genommen bleiben die besten Personalisierungskampagnen unbemerkt. Die wirksamsten Botschaften sind die, die am unaufdringlichsten sind, weil sie das Unterbewusstsein Ihrer BesucherInnen ansprechen und ihr Erlebnis nicht beeinträchtigen. (Stellen Sie sich dasselbe Erlebnis im wirklichen Leben vor, wenn Sie in einem Geschäft von lauten und aggressiven Durchsagen buchstäblich umgehauen werden … Sie würden das Geschäft sofort verlassen!). Daher raten wir Ihnen, eine überzeugende und qualitative Personalisierungsstrategie zu entwickeln, bevor Sie mehrere Botschaften aufsetzen. Weitere Informationen.
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