Blogartikel

16min. Lesezeit

Wie Digitale Optimierung Zusatzeinnahmen steigert

Wie Marken ihren Gewinn mit sinnvollen Zusatzangeboten jenseits ihres Kerngeschäfts steigern können

Warum Personalisierung, Timing und Customer Experience dabei entscheidend sind

Wie sich schlecht getimte, zu generische oder reibungsreiche Pop-Ups entlang der Customer Journey vermeiden lassen

Wie Testing, AI und Echtzeit-Personalisierung Unternehmen dabei helfen, Nebenerlöse zu steigern

Zusatzeinnahmen sind zum zentralen Wachstumstreiber geworden

Zusatzeinnahmen oder Nebenerlöse bezeichnen Umsätze, die außerhalb der Kernprodukte oder Kerndienstleistungen eines Unternehmens entstehen. Für den künftigen Geschäftserfolg wird dieser Zusatzumsatz wichtiger denn je.

Das gilt besonders für Marken aus Tourismus, Gastronomie und E-Commerce. Da inzwischen 63 % der Reisebuchungen über Mobilgeräte erfolgen, gibt es viele Gelegenheiten, Nutzern passende Zusatzangebote zu machen. Diese Umsätze sind entscheidend für Profitabilität und langfristiges Wachstum.

Bei den Zusatzeinnahmen geht es nicht nur darum, mehr zu verkaufen. Relevante Add-ons können die Customer Experience verbessern. Wenn einem Kunden bei einer Flugbuchung zum Beispiel mehr Beinfreiheit angeboten wird, soll das nicht einfach nur einen zusätzlichen Verkauf auslösen. Das Angebot kann dessen Reise noch komfortabler und angenehmer machen.

Damit solche Zusatzangebote funktionieren, braucht es gezielte Optimierung, etwa durch Personalisierung.

In diesem Artikel zeigen wir, was Zusatzumsätze sind, wie das Prinzip funktioniert und wie Optimierungssoftware wie AB Tasty Marken dabei unterstützt, zusätzliche Umsatzpotenziale zu erschließen und weiterzukommen. 

Was sind Zusatzeinnahmen? Eine kurze Definition mit großer geschäftlicher Wirkung

Zusatzeinnahmen sind alle Umsätze, die eine Marke außerhalb ihres Kernprodukts oder ihrer Kerndienstleistung erzielt.

Ziel ist es, Produkte und Services anzubieten, die den ursprünglichen Kauf ergänzen. So entstehen Nebenerlöse durch Extras, Upgrades oder passende Zusatzkäufe.

Apple ist zum Beispiel vor allem für Laptops, Smartphones und Tablets bekannt. Verkauft das Unternehmen Zubehör zu diesen Produkten, etwa eine Laptophülle oder einen Eingabestift für Tablets, erzielt es Zusatzeinnahmen.

Die folgende Tabelle zeigt weitere gängige Beispiele für Nebenerlöse:

Branche / AnlassBeispiel für Zusatzeinnahmen
AirlinesGebühren für Aufgabegepäck, Sitzplatzauswahl und WLAN an Bord.
HotelsUmsätze aus Minibar, Parkgebühren und Zimmer-Upgrades.
KinosVerkauf von Popcorn, Getränken und Sitzplatz-Upgrades.
FreizeitparksVerkauf von Fast-Lane-Pässen, Erinnerungsfotos und Verpflegungspaketen.

 

Nebenerlöse können aus optionalen Services entstehen, die ein Unternehmen seinen Kunden vor, während oder nach dem eigentlichen Kauf anbietet. 

Warum sind Zusatzeinnahmen wichtig?

Zusatzeinnahmen sind wichtig, weil Marken damit Umsätze jenseits ihres Kernprodukts oder ihrer Kerndienstleistung erzielen und so die Profitabilität des gesamten Geschäfts steigern können.

Indem Unternehmen ihre Einnahmequellen mit zusätzlichen Produkten und Services erweitern, können sie zugleich die Customer Experience durch Upgrades oder Zusatzleistungen verbessern.

Gerade in Tourismus und E-Commerce spielen Zusatzumsätze deshalb eine große Rolle. Add-ons, Reise-Upgrades und ergänzende Käufe können die Profitabilität deutlich steigern.

shopping cart

Warum Wachstum bei Nebenerlösen von der Customer Experience abhängt, nicht nur vom Angebot

Zusatzangebote schaffen nicht nur zusätzliche Umsätze. Sie können das gesamte Kundenerlebnis aufwerten.

Denk an ein Konzert deiner Lieblingsband oder ein Spiel deines Lieblingsteams. Ein Lieblingsgetränk oder ein neues T-Shirt als Souvenir kann das Erlebnis bereichern und dazu beitragen, dass der Tag länger im Gedächtnis bleibt.

Das Problem: Marken konzentrieren sich oft stärker darauf, was sie anbieten, als darauf, wie sie es anbieten.

Nebenerlöse sollen für zusätzliche Umsätze sorgen. Deshalb versuchen Airlines zum Beispiel, Sitzplatz-Upgrades, Entertainment-Services oder Treue-Abonnements zu verkaufen.

Wer dabei jedoch zu viele Upsells in die Customer Experience packt, erzeugt schnell Reibung, Ermüdung oder sogar Misstrauen. Genau deshalb ist Personalisierung so wichtig. Schlechtes Timing, irrelevante Empfehlungen oder überladene Interfaces können die Performance von Zusatzangeboten verschlechtern, statt sie zu verbessern.

Kunden reagieren deutlich eher auf Zusatzangebote, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt kommen, nützlich sind und zu ihren Bedürfnissen passen. Personalisierung schafft dafür die Grundlage.

Optimierung hilft Marken, das richtige Gleichgewicht zwischen Umsatzwachstum und User Experience zu finden.

Wo Marken ihre Chancen auf Zusatzeinnahmen liegen lassen

Das Potenzial für Zusatzeinnahmen ist groß. Trotzdem gelingt es Marken oft nicht, Zusatzangebote so zu gestalten und auszuspielen, dass sie sich nahtlos in das Erlebnis einfügen und für Kunden einen echten Mehrwert schaffen.

Die folgende interaktive Übersicht zeigt einige der häufigsten Fehler, die Unternehmen daran hindern, das Potenzial von Nebenerlösen voll auszuschöpfen:

Add-ons icon

Zu viele Add-ons

Zu viele Zusatzangebote auf einmal können Nutzer überfordern und sie davon abhalten, überhaupt einen Zusatzkauf abzuschließen.

Pop-ups icon

Pop-Ups kommen zu spät

Wenn Extras erst sehr spät in der Customer Journey auftauchen, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer diese Zusatzprodukte oder Services kaufen.

Generic messaging icon

Zu generische Botschaften

Wenn die Ansprache nicht zum Nutzer passt, bleibt für ihn oft unklar, welchen konkreten Vorteil das zusätzliche Produkt hat.

Personalization icon

Zu wenig Personalisierung

Wer die Absicht von Reisenden oder Käufern nicht berücksichtigt, verliert Relevanz und erschwert nachhaltiges Wachstum bei Zusatzeinnahmen.

Hidden value icon

Verborgener Mehrwert

Unklare Preise oder eine schwache UX können den wahrgenommenen Wert eines Zusatzprodukts senken und Nutzer vom Kauf abhalten.

Missed moments icon

Verpasste Momente

Wer den richtigen Zeitpunkt für ein Angebot nicht erkennt, verpasst besonders kaufstarke Momente für zusätzliche Conversions.

Selbst sehr attraktive Zusatzangebote können deshalb unter ihren Möglichkeiten bleiben, wenn die umgebende User Experience unnötige Reibung erzeugt.

Der typische Verlauf einer Customer Journey für Zusatzangebote 

So sieht der typische Prozess aus, wenn Marken Zusatzangebote präsentieren und Nutzer entweder zum Kauf bewegen oder davon abhalten:

  1. Kernfokus der Customer Journey: Marken gestalten die Experience rund um das Hauptprodukt oder den Hauptservice, etwa Flug, Ticket oder Abonnement. Alles Weitere gilt als zweitrangig.
  2. Späte Add-ons: Zusatzprodukte werden erst im Checkout oder nach dem Kauf eingeführt. Dadurch sind sie weniger sichtbar und erhalten weniger Aufmerksamkeit, denn viele Nutzer wollen den Kaufprozess an diesem Punkt einfach abschließen.
  3. Fragmentierte Touchpoints: Extras wie Upgrades, Merchandise oder Add-ons verteilen sich auf unterschiedliche Schritte oder Plattformen. Das Erlebnis wirkt dadurch nicht zusammenhängend und schwerer zu navigieren.
  4. Kaum emotionaler Bezug: Add-ons erscheinen als reine Upsells statt als Teil des Erlebnisses. Kunden verbinden sie deshalb nicht automatisch mit einer besseren Experience.
  5. Fehlender Kontext: Relevante Extras werden in Momenten mit hoher Kaufabsicht übersehen, etwa bei Buchung, Vorfreude, Nutzung oder Rückblick.
  6. Schlechtes Timing und geringe Relevanz: Angebote erscheinen, wenn sie nicht zur aktuellen Haltung des Kunden passen, zum Beispiel erst nach dem ursprünglichen Kauf statt vor dem Checkout. Das senkt Conversion und wahrgenommenen Wert.
  7. Verlorenes Umsatzpotenzial: Wenn die Customer Journey für Zusatzangebote nicht als durchgängiges Erlebnis gestaltet ist, nehmen Kunden optionale Extras oft nicht wahr, selbst wenn sie einen echten Mehrwert bieten würden, etwa WLAN auf einer Geschäftsreise. Dadurch gehen Umsätze verloren und das Erlebnis wirkt weniger ansprechend, ob bei Reisen, Live-Events oder im E-Commerce.
macbook pro against yellow background

Wie Optimierungssoftware Zusatzeinnahmen entlang der Customer Journey steigert 

Weil Zusatzangebote häufig erst gegen Ende des Kaufprozesses auftauchen, sind sie für Marken nicht immer leicht richtig umzusetzen. Genau hier kann Optimierungssoftware wie AB Tasty helfen, Nebenerlöse zu steigern.  

Iberojet: Den Such-Funnel an die Nutzerabsicht anpassen

Schon die erste Interaktion entscheidet mit darüber, ob Reisende im Kaufprozess weitergehen. Ein gutes Praxisbeispiel liefert die spanische Reiseagentur Iberojet. Das Team stellte sich die Frage, ob die Standardreihenfolge der Tabs im Such-Widget auf der Startseite, „Urlaubspakete“ versus „Rundreisen und Fernreisen“, wirklich optimal war.

Statt auf ein statisches Layout zu setzen, nutzte Iberojet AB Tasty, um die Reihenfolge der Tabs dynamisch an den bisherigen Suchverlauf des jeweiligen Nutzers anzupassen. Diese kleine, absichtsbasierte Personalisierung führte zu 25 % mehr Klicks auf den „Suchen“-Button und reduzierte unnötige Tab-Wechsel um 22 %. Das zeigt, wie viel Potenzial selbst kleine personalisierte Anpassungen auf der Startseite freisetzen können.

Wachstum beginnt mit Wissen: Teste, wie du Zusatzeinnahmen fördern kannst

Wachstum ist schwer, wenn du nicht weißt, was deinen Erfolg antreibt oder ausbremst.

A/B Testing und Multivariate Testing helfen dabei, Zusatzerlöse nachhaltiger zu steigern. Beide Methoden ermöglichen es, Platzierung, Design, Botschaften, Pakete und Timing von Angeboten systematisch zu vergleichen.

Statt sich auf Annahmen zu verlassen, können Unternehmen herausfinden, was Käufer tatsächlich dazu bewegt, Zusatzprodukte und Services zu wählen. So werden neue Hebel für Nebenerlöse sichtbar. 

Vertrauenssignale sichtbarer machen und Conversions steigern

Vertrauen ist bei Online-Reisebuchungen ein entscheidender Faktor. Wenn wichtige Sicherheitssignale wie Preisgarantien oder Rund-um-die-Uhr-Support zu weit unten auf der Seite versteckt sind, können Kunden zögern und den Checkout abbrechen.

In einem Experiment testete ein Reiseanbieter, ob ein zentrales Vertrauensbanner mit Preisversprechen und 24/7-Kundensupport weiter oben auf der Seite besser funktioniert als am Seitenende.

Die frühere Sichtbarkeit dieser Vertrauenssignale in der Customer Journey ließ die Transaktionsrate um 35 % ansteigen. Wenn Reisende auf „Buchen“ klicken sollen, müssen wichtige Vertrauenssignale von Anfang an sichtbar sein.

Zusatzangebote personalisieren: Für mehr Relevanz und weniger Ablenkung

Einer der häufigsten Gründe gegen Zusatzprodukte oder Services ist fehlende Relevanz.

Hier kommt Personalisierung ins Spiel, insbesondere Echtzeit-Personalisierung. Sie reagiert darauf, was ein Nutzer genau in diesem Moment möchte.

Wenn Marken erkennen können, welches Angebot für einen Nutzer während seines Besuchs besonders relevant ist, lassen sich passendere Zusatzangebote ausspielen. Dadurch wirken diese Angebote nicht aufdringlich, sondern hilfreich.

Unser aktueller Mobile Booking Friction Report zeigt, warum dieser personalisierte und frühzeitige Ansatz so wichtig ist. In unserem Benchmark großer europäischer Airlines zeigte keine der sechs untersuchten Fluggesellschaften auf der Ergebnisseite Preise inklusive Steuern. Wenn solche „Preisüberraschungen“ erst später in der Customer Journey auftauchen, leidet das Markenvertrauen und Warenkorbabbrüche werden wahrscheinlicher.

Da inzwischen 80 % des Traffics für Flugbuchungen über Mobilgeräte kommt, reichen generische User Experiences nach dem Gießkannenprinzip nicht mehr aus. Mit Echtzeit-Personalisierung können Marken transparente und relevante Zusatzangebote dynamisch ausspielen, Reibung reduzieren, Vertrauen stärken und wichtige Conversion Rates schützen.

Reibung bei Add-ons und Upgrades reduzieren

Wer mit Nebenerlösen erfolgreich sein will, sollte Zusatzoptionen möglichst einfach darstellen.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Preise klar kommunizieren
  • Vorteile verständlich erklären
  • Auswahlprozesse übersichtlicher und ansprechender gestalten
  • unnötige Komplexität entfernen, die zu Abbrüchen führt

Je einfacher Zusatzangebote präsentiert werden, desto größer ist die Chance, dass Nutzer diese Produkte oder Services tatsächlich auswählen. 

Vertrauen aufbauen und gleichzeitig Zusatzeinnahmen steigern

Nebenerlöse sind nicht nur eine Chance für mehr Umsatz. Zusatzangebote können auch Vertrauen schaffen und die Markentreue stärken.

Sie geben Marken die Möglichkeit, transparent zu kommunizieren, Sicherheit zu vermitteln und den Wert eines Angebots klar zu zeigen. Vertrauen und Umsatzwachstum gehen hier Hand in Hand.

Über den Checkout hinaus optimieren und langfristige Umsatzchancen nutzen

Zusatzeinnahmen beginnen und enden nicht mit einem einzigen Zusatzprodukt oder Service. Ein guter Ansatz schafft eine fortlaufende Reihe sinnvoller Möglichkeiten für weitere Käufe.

Mit Optimierungssoftware können Marken Momente vor und während der Reise sowie bei Wiederholungskäufen verbessern. So tragen Zusatzangebote langfristig auch zur Markentreue bei.

 

blue puzzle piece yellow background

Nebenerlöse mit intelligenten Entscheidungen erhöhen, nicht nur mit Testing

Die richtige Strategie für Zusatzeinnahmen besteht heute nicht mehr aus einzelnen isolierten Experimenten. Entscheidend ist ein nahtloses, intelligentes System, das früh erkennt, was Reisende brauchen, bevor sie überhaupt danach fragen. Klassisches Testing zeigt, wo ein Button am besten platziert ist. AI-gestützte Empfehlungen und Visual Merchandising helfen zusätzlich dabei zu bestimmen, was in einem Angebot enthalten sein sollte, damit es konvertiert.

Viele generische Engines zur Personalisierung stoßen im Reiseumfeld jedoch an Grenzen. Warum? Reiseentscheidungen sind für Nutzer oft emotional. Eine allgemeine E-Commerce-Engine kann Produkte auf Basis einfacher Browser-Cookies empfehlen. Bei Flugbuchungen braucht es dagegen einen deutlich robusteren, branchenspezifischen Ansatz.

Um gute Conversion Rates zu erzielen, ohne Reisende zu überfordern, müssen Anbieter anhand von Buchungsparametern in Echtzeit, Streckenmerkmalen und Nutzerabsicht personalisieren.

Zusatzeinnahmen mit AB Tasty steigern

Mit AB Tasty können Marken das zum Beispiel so umsetzen:

  • Streckenbasierte Personalisierung: Statt jedem Nutzer dasselbe generische Lounge-Angebot per Pop-up zu zeigen, können Airlines Angebote dynamisch an Flugdauer und Ziel anpassen. Auf einem Nachtflug von Madrid nach Buenos Aires kann etwa zusätzliches Gepäck oder ein Premium-Sitz priorisiert werden. Ein Geschäftsreisender auf einem 45-minütigen Inlandsflug sieht dagegen eher ein Angebot für Fast-Track-Sicherheitskontrollen, das seine Reisezeit weiter verkürzt.
  • Dynamische Preispakete: Statt den Bildschirm mit mehreren separaten Zusatzangeboten zu überladen (was laut unserem Airline Mobile Booking Friction Report erheblich zur Ermüdung mobiler Nutzer beiträgt), können Anbieter mithilfe der Segmentierung von AB Tasty Zusatzleistungen in gezielten Paketen zusammenfassen. Nutzer mit einem „entscheidungsfreudigen“ Buchungsprofil, die Flüge schnell auswählen, können zum Beispiel direkt auf der Ergebnisseite ein vorkonfiguriertes „Reisepaket“ aus Gepäck und Sitzplatzauswahl erhalten. Das nutzt die hohe Kaufabsicht und stärkt das Vertrauen bei der Entscheidung.
  • Intent-basierte Produktsuche: Dieser Ansatz hat bei Iberojet bereits deutliches Conversion-Potenzial gezeigt. Das Unternehmen ordnete Tabs im Such-Widget auf Basis früherer Suchaktivitäten eines Reisenden dynamisch neu an. So wechselte Iberojet von statischer zu adaptiver Personalisierung und zeigte relevante Rundreisen zuerst. Das Ergebnis: 25 % mehr Suchvorgänge und 22 % weniger Reibung durch unnötige Tab-Wechsel.
  • Vertrauen als Conversion-Treiber: Bei hochpreisigen Reisebuchungen ist Kostentransparenz besonders wichtig. Reiseanbieter, die zentrale Vertrauenssignale wie Preisgarantien und 24/7-Kundensupport früher sichtbar machten, erzielten einen Anstieg von 35 % bei den Transaktionen. Wenn Kunden sich sicher fühlen und keine versteckten Preisüberraschungen erwarten, steigt auch die Bereitschaft, margenstärkere Zusatzleistungen zu buchen.

Nachhaltiges Wachstum bei Nebenerlösen entsteht, wenn intelligente, fluglinienspezifische Funktionen mit einem menschenzentrierten Ansatz zusammenkommen. So wird aus einem Funnel voller Reibung Schritt für Schritt ein stimmiger Teil der Buchungsreise.

Wie Marken mit AB Tasty aus Nebenerlösen smarte Umsätze machen

Lange behandelten Marken aus Tourismus, Gastronomie und E-Commerce Nebenerlöse wie eine zusätzliche Checkliste am Ende des Buchungs-Funnels. Zusatzangebote waren eher ein nachträglicher Transaktionsschritt: ein statisches Pop-Up für Gepäck, eine generische Checkbox für Reiseversicherungen oder ein störender Upgrade-Screen direkt vor der Zahlung.

In einem Mobile-First-Markt, in dem 80 % des Traffics für Flugbuchungen über Mobilgeräte kommt, werden generische Upsells mit viel Reibung jedoch nicht nur ignoriert. Sie können Warenkorbabbrüche sogar begünstigen.

Unsere Benchmark-Analyse großer europäischer Airlines zeigt die Auswirkungen schwacher Echtzeit-Personalisierung. Ryanairs „mehr ist mehr“-Ansatz zwingt Nutzer zum Beispiel durch sechs separate Screens für Zusatzleistungen. Das überfordert und erzeugt noch mehr Reibung. Der gegenteilige Ansatz ist erfolgreicher: Lufthansa und SWISS erzielten deutlich höhere Conversion Rates, indem sie Zusatzleistungen auf einem einzigen, klar strukturierten Screen mit eindeutigen Optionen zum Überspringen zusammenfassten.

Die Erkenntnis ist klar: Zusatzleistungen sollten eher ein Dialog mit dem Kunden sein als eine reine Transaktion.

AB Tasty hilft Marken, generische Layouts nach dem Gießkannenprinzip hinter sich zu lassen und einen intelligenten, conversion-orientierten Buchungs-Funnel mit gezielten Optimierungsfunktionen aufzubauen. So können unsere Personalisierungstools dabei helfen, Nebenerlöse wirksamer zu steigern:

Echtzeit-Personalisierung und absichtsbasierte Buchungsprozesse mit Evi AI

Statt jeden Nutzer durch dieselbe sechsstufige Upgrade-Abfolge zu schicken, können Marken Echtzeit-Personalisierungs-Tools wie AdaptiveCX und EmotionsAI nutzen, um den Buchungsweg dynamisch an die Nutzerabsicht anzupassen.

Beispiel: Das spanische Reiseunternehmen Iberojet stellte auf dem Such-Widget der Startseite deutliche Drop-Offs fest. Statt ein statisches Layout auszuspielen, änderte das Unternehmen mit AB Tasty die Reihenfolge der Such-Tabs dynamisch auf Basis des unmittelbaren Browserverhaltens. Diese einfache, absichtsbasierte Personalisierung führte zu 25 % mehr Klicks auf den „Suchen“-Button und reduzierte unnötige Tab-Wechsel um 22 %.

Zielgruppensegmentierung nach emotionaler Absicht mit EmotionsAI

Bei der Entwicklung einer guten Personalisierungsstrategie geht es häufig darum, Nutzer danach zu segmentieren, warum sie kaufen, und nicht nur danach, was sie kaufen.

Mit dem hauseigenen Tool EmotionsAI von AB Tasty können Reiseanbieter Nutzer anhand ihrer emotionalen Absicht unterscheiden und Zusatzangebote entsprechend anpassen.

So kann EmotionsAI Nebenerlöse unterstützen:

  • im Segment „Bewusster Planer“: Das Tool zeigt früh im Funnel Vertrauenssignale, Optionen zum CO₂-Ausgleich und flexible Reiserücktrittsversicherungen, damit sich Nutzer bei ihrer Entscheidung sicherer fühlen.
  • im Segment „Schnäppchenjäger“: Bündelt Zusatzleistungen wie Gepäck und Priority Boarding in einem rabattierten Paket und zeigt es in Momenten mit hoher Kaufabsicht. So können preisbewusste Käufer mehr auswählen, ohne dass der Screen überladen wirkt.

AI-gestütztes Merchandising und smartes Sortieren

Zusatzangebote funktionieren schlechter, wenn sie für Käufer auf dem Weg durch den Buchungs-Funnel ablenkend wirken. Mit der „One Platform“ sowie „Commerce“ und „Intelligent Recommendations“ bietet AB Tasty Marken eine zentrale Plattform, um ein besseres Timing, eine bessere Platzierung und passendere Sortieralgorithmen für ihre Websites zu finden.

  • Beispiel: Statt zufällige Add-ons zu empfehlen, nutzen Online-Reiseagenturen (OTAs) unsere Sortieralgorithmen, um zielortspezifische Zusatzangebote dynamisch anzuzeigen, etwa Mietwagen in Vororten oder Flughafentransfers in Großstädten. Tests solcher personalisierten, hochrelevanten Bundles können den durchschnittlichen Bestellwert (AOV) deutlich steigern und zugleich den Checkout übersichtlich halten.

Deployments und Rollouts mit geringem Risiko

Einen Buchungsprozess neu aufzubauen oder eine Preisstruktur für Zusatzleistungen zu ändern, ist für Entwicklungsteams mit erheblichen Risiken verbunden. Mit Feature Management von AB Tasty können Produkt- und Engineering-Teams neue Layouts für Zusatzangebote schrittweise in der Produktionsumgebung ausrollen.

  • Use Case: Ein großer Reiseanbieter wollte testen, ob ein Vertrauensbanner mit Preisgarantien und 24/7-Support weiter oben auf der Seite Reibung bei Preisüberraschungen reduziert. Mithilfe von Feature Flags wurde die Änderung zunächst nur für kleine, kontrollierte Segmente ausgerollt. So ließ sich belegen, dass das neue Layout die Transaktionsrate um 35 % steigerte, bevor es global ausgerollt wurde. Das reduzierte das Risiko beim Launch erheblich.

Dein nächster Schritt für smartere Umsätze

Zusatzeinnahmen wachsen, wenn du das digitale Erlebnis als Werttreiber behandelst und nicht als Hindernis.

Mit AB Tasty erhalten Marken eine zentrale Plattform, auf der Marketing-, Produkt- und Entwickler-Teams mutig experimentieren, kontextbezogen personalisieren und bei jedem Besuch nachhaltige, margenstarke Umsätze fördern können.

Fazit: Bessere Optimierung führt zu mehr Zusatzeinnahmen

Denke daran: Wachstum bei Nebenerlösen hängt von Relevanz, Timing, Vertrauen und Experience Design ab.

Smartere Optimierung und gute Zusammenarbeit können die Zusatzeinnahmen für nahezu jedes Unternehmen steigern.

Mit Optimierungsplattformen wie AB Tasty können Marken jeden Schritt der Customer Journey für Zusatzleistungen testen und verbessern. So werden Nebenerlöse zu einer verlässlichen Einnahmequelle.

Marken, die Zusatzangebote als wertvolles Erlebnis und als Investition betrachten statt als lästige Herausforderung, verbessern nicht nur eine klassische Verkaufstaktik. Sie schaffen bessere Voraussetzungen, um über ihre bisherigen Umsatzziele hinauszuwachsen.

Bereit, deine Customer Experience für Zusatzleistungen gezielt weiterzuentwickeln? 

FAQs

Du hast noch Fragen zu Zusatzeinnahmen? Hier findest du die wichtigsten Antworten.

Profile Image