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Der umfassende A/B Testing-Guide

Der umfassende A/B-Testing-Leitfaden
Der umfassende A/B Testing-Guide

Unser umfassender Guide liefert dir fundierte Einblicke von Experten, damit du die Performance deiner Website optimieren und bessere Nutzererlebnisse entwickeln kannst.

A/B Testing, auch Split Testing genannt, ist ein Verfahren, bei dem zwei unterschiedliche Versionen einer Website oder Funktion getestet und miteinander verglichen werden. Damit kannst du herausfinden, welche besser abschneidet.

So funktioniert es: Die Versionen A und B werden den Nutzern nach dem Zufallsprinzip angezeigt – ein Teil sieht die erste Version, der Rest die zweite. Anschließend wertest du die Ergebnisse beider Varianten statistisch aus, um festzustellen, welche bei Klicks, Konversionsraten und anderen zentralen Kennzahlen besser performt.

Damit kannst du die Hypothese überprüfen, die du zu Beginn des Experiments formuliert hast. Anhand der Ergebnisse deines A/B-Tests kannst du diese Hypothese anschließend annehmen oder verwerfen. Ein A/B-Test kann zwei sehr ähnliche Versionen vergleichen, die sich nur in einem kleinen Detail unterscheiden. Genau diese kleine Änderung kann jedoch einen erheblichen Einfluss auf Nutzerinteraktion und Konversionsraten haben.

A/B Testing Produktempfehlungen mit zwei verschiedenen Sneaker-Darstellungen

Arten von A/B Tests

A/B testing types

Je nach deinen konkreten Anforderungen und Zielen kommen unterschiedliche Arten von A/B-Tests infrage.

1. Klassischer A/B-Test

Bei diesem Test werden zwei Varianten deiner Seiten unter derselben URL ausgespielt, um mehrere Versionen desselben Elements miteinander zu vergleichen.

2. Split-Test

A/B-Test und Split-Test werden manchmal synonym verwendet, doch es gibt einen wesentlichen Unterschied: Bei einem Split-Test liegt die veränderte Variante unter einer anderen URL. Der Traffic wird zwischen der Kontrollversion auf der ursprünglichen URL und den Varianten auf einer anderen URL aufgeteilt (diese neue URL bleibt für die Nutzer verborgen).

3. Multivariater Test (MVT)

Dieser Test misst die Auswirkungen mehrerer Änderungen auf derselben Webseite, um daraus abzuleiten, welche Kombination von Variablen unter allen möglichen Kombinationen am besten abschneidet. Ein solcher Test ist in der Regel komplexer als die anderen Verfahren und erfordert ein erhebliches Traffic-Volumen.

Hier erfährst du mehr darüber, wie du den richtigen A/B-Test auswählst → 

Serverseitige und clientseitige A/B-Tests

Das zentrale Unterscheidungsmerkmal bei diesen Techniken: wo dein Test tatsächlich ausgeführt wird.

A/B Test clientseitig vs. serverseitig

Beim clientseitigen A/B Testing findet das Experiment über JavaScript im Browser des Nutzers statt. Die Seitenvarianten werden direkt im Browser erzeugt. So kannst du visuelle Elemente und Änderungen an der Benutzeroberfläche testen, die Nutzer auf ihrem Bildschirm sehen und mit denen sie interagieren.

Beim serverseitigen A/B Testing wird der Test dagegen auf dem Webserver ausgeführt, noch bevor die HTML-Seiten im Browser des Nutzers gerendert werden. Die Varianten werden direkt vom Server ausgeliefert. Die Nutzer interagieren also mit den aktualisierten Inhalten, ohne dass ihr Browser die Änderungen überhaupt registriert.

Wenn du serverseitig arbeitest, kannst du Optimierungskampagnen direkt in der Backend-Architektur und unmittelbar im Code durchführen. Dadurch eröffnen sich weitreichende Möglichkeiten.

Die Herausforderung beim clientseitigen Testing

Clientseitiges Testing setzt ein Cookie in deinem Browser, um dich wiederzuerkennen. Wenn du die Website erneut besuchst, erinnert sie sich an dich und zeigt dir dieselbe Version wie beim ersten Besuch. In einer Welt, die sich zunehmend in Richtung cookieloser Nutzererlebnisse bewegt, kann das problematisch sein.

Auch die Performance ist eine Herausforderung.

Clientseitiges Testing basiert auf JavaScript-Snippets, die von einem Drittanbieter geladen und ausgeführt werden müssen, damit die Änderungen greifen. Dadurch kann es zu einem Flackereffekt kommen – auch FOOC (Flash of Original Content) genannt. Das beeinträchtigt die Nutzererfahrung und kann die Aussagekraft deines Experiments gefährden. Hier erfährst du, wie du den Flackereffekt vermeidest.

Serverseitiges Testing identifiziert Nutzer anhand eindeutiger Nutzer-IDs, die du im Backend nach deinen eigenen Vorgaben verwaltest – etwa über Nutzerdatenbanken für eingeloggte Nutzer, Session-IDs oder als letzte Option über Cookies.

Warum clientseitiges A/B Testing weiterhin wichtig ist

Clientseitiges Testing lässt sich einfach einrichten, insbesondere für nicht technische Teams. Du gewinnst wertvolle Erkenntnisse, wie du das Nutzererlebnis anpassen und optimieren kannst, ohne viel Zeit oder Geld zu investieren.

Für kleine Änderungen – etwa an visuellen Elementen oder der Benutzeroberfläche – kann clientseitiges Testing vollkommen ausreichen. Sobald deine Anwendung jedoch komplexer wird, solltest du auch tiefgreifendere Testmethoden in Betracht ziehen.

Warum serverseitiges A/B Testing tiefer geht

Feature-Flag-Benutzeroberfläche, die Toggle-Optionen für das Testen einer Produktdetailseite zeigt

Lange Zeit haben Marketingteams vor allem clientseitiges Testing genutzt, um Experimente an den Frontend-Funktionen einer Website durchzuführen. Webanwendungen sind jedoch immer komplexer geworden und erfordern anspruchsvollere Ansätze, die sich in erster Linie auf das Backend konzentrieren.

Serverseitiges Testing eignet sich für komplexere Experimente. Die Umsetzung erfolgt direkter und ermöglicht Tests über den gesamten Technologie-Stack hinweg. Auf diese Weise kannst du Experimente durchführen, die tiefer in die tatsächliche Funktionsweise eines Produkts eintauchen.

Wer nutzt welchen Ansatz?

Clientseitige Lösungen erfordern in der Regel keine technischen Vorkenntnisse, weil sie den Experimentier-Code selbst erzeugen. Besonders beliebt sind sie bei Marketingteams, die sie zur Optimierung der Konversionsrate einsetzen.

Serverseitige Lösungen setzen dagegen technisches Wissen und Programmierkenntnisse voraus, weil die Experimente in den Code integriert und anschließend ausgerollt werden müssen.

Marketing- und Produktteams können solche Lösungen trotzdem nutzen: Nicht technische Teams definieren die Experimente für serverseitige Tests und Entwickler setzen sie um. So entsteht eine enge Zusammenarbeit und ein wirklich agiler Workflow. Die Experimente lassen sich anschließend über ein Dashboard überwachen und auswerten.

9 Vorteile serverseitiger Tests

1. Minimaler Flackereffekt

Da die Experimente nicht im Browser gerendert werden, sind sie für den Nutzer weniger erkennbar. Die Ladezeit der Seite wird kaum beeinträchtigt, und der sogenannte Flackereffekt wird vermieden – also der Moment, in dem zunächst die Originalseite geladen und anschließend durch die Testvariante ersetzt wird. Dieses Flackern ist für Nutzer häufig sichtbar.

2. Volle Kontrolle über den Code

Mit serverseitigem Testing hat dein Technikteam die vollständige Kontrolle über den serverseitigen Code und kann Experimente ohne Einschränkungen umsetzen.

3. Alles im Backend testen

Einer der wichtigsten Vorteile: Während sich mit clientseitigem Testing nur das Erscheinungsbild und die Bedienung deiner Website testen lassen, kannst du mit serverseitigem Testing alles im Backend prüfen – zum Beispiel Algorithmen und Backend-Logik. Grundsätzlich lässt sich damit jede Backend-Komponente deiner Anwendung testen.

4. Omnichannel-Experimente

Serverseitiges Testing ist nicht auf Websites beschränkt. Du kannst damit auch kanalübergreifende Experimente durchführen, beispielsweise in mobilen Apps und E-Mails. Bei den Geräten und Plattformen, die du testen kannst, gibt es praktisch keine Grenzen.

5. Anwendungsfälle für serverseitiges Testing

Serverseitiges Arbeiten ermöglicht deutlich anspruchsvollere Tests. Solche erweiterten Test- und Experimentiermöglichkeiten gehen weit über Änderungen an Benutzeroberfläche oder Design hinaus. Hierbei geht es hauptsächlich um die Gestaltung oder Platzierung zentraler Elemente auf einer Webseite. Serverseitige Test reichen außerdem über Website-Tests hinaus und eröffnen eine völlig neue Welt der Experimentation, mit der du auch Produkte oder mobile Apps optimieren kannst.

6. Mobile Apps testen

Beim clientseitigen Testing bist du auf Geräte mit einem standardmäßigen Webbrowser beschränkt. Dadurch kannst du keine A/B-Tests in nativen mobilen Apps oder auf vernetzten Geräten durchführen.

Mit einer serverseitigen Lösung spielst du A/B-Tests aus, sobald das Gerät mit dem Internet verbunden ist. Gleichzeitig kannst du die Identität des jeweiligen Nutzers zuordnen.

Nutze serverseitige Experimente mit Feature Flags, um mehrere Tests parallel durchzuführen und unterschiedliche Versionen deiner mobilen App auszurollen. Du kannst messen, welchen Einfluss eine Änderung oder Aktualisierung hat und wie gut sie die Erwartungen deiner Kunden erfüllt. Für eine bestimmte Funktion lässt sich prüfen, wie sie sich auf Nutzer und Umsatz auswirkt. Teste neue Funktionen schnell und passe wenig erfolgreiche Varianten ebenso schnell an.

Mit einer über Feature Flags umgesetzten Remote-Konfiguration aktualisierst du deine App auf Basis des Nutzerfeedbacks kontinuierlich und in Echtzeit, ohne auf eine Freigabe im App Store warten zu müssen.

7. Effizienz von Algorithmen testen

Wie bereits erwähnt, eignen sich serverseitige A/B-Tests besonders gut, um tiefgreifende Änderungen am Backend und an der Architektur deiner Website zu testen.

Teste zum Beispiel verschiedene Algorithmen, die Besucher in Kunden verwandeln: Die Algorithmen empfehlen potenziellen Kunden Produkte, die für sie interessant sein könnten. In diesem Szenario kannst du mehrere Algorithmen miteinander vergleichen und untersuchen, welcher davon auf Grundlage unterschiedlicher Produktempfehlungslogiken zu höheren Konversionsraten und mehr Umsatz führt.

Serverseitiges Testing eignet sich außerdem für Tests von Suchalgorithmen auf einer Website. Solche Tests lassen sich mit clientseitigen Lösungen nur schwer durchführen, weil Suchseiten auf der jeweiligen Suchanfrage basieren und deshalb dynamisch gerendert werden. Serverseitiges Testing ermöglicht umfassendere Tests und Experimente mit mehreren Algorithmen. Dafür veränderst du einfach den bestehenden Code.

8. Preisstrategien testen

Mit serverseitigem Testing testest du komplexe oder weitreichende Änderungen, ohne auf JavaScript angewiesen zu sein – beispielsweise unterschiedliche Preismodelle oder konkrete Preisänderungen.

Teste zum Beispiel verschiedene Versandkosten, die üblicherweise serverseitig berechnet werden. Mithilfe von Feature Flags aktivierst du eine neue Zahlungsmethode zunächst nur für einen Teil der Nutzer, um zu beobachten, wie sie angenommen wird. Erst dann entscheidest du, ob du sie für alle ausrollst.

Bei sensiblen Daten ist serverseitiges Testing besonders geeignet, weil die Informationen intern und sicher auf dem Server verbleiben. So reduzierst du potenzielle Sicherheitsrisiken.

9. Nach Bedarf auswählen – oder beides nutzen

Welche Testmethode du wählst, hängt von deinen Zielen und Anwendungsfällen ab. Du kannst beide Ansätze auch kombinieren, um die Produktivität zu steigern und die größtmögliche Wirkung zu erzielen.

AB Tasty bietet beispielsweise eine clientseitige Funktion, mit der Marketingteams Conversions optimieren können. Zusätzlich gibt es eine serverseitige Funktion, mit der du die Funktionalität deiner Produkte und Services verbessern kannst. Eine ausführlichere Gegenüberstellung beider Testarten mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen findest du in diesem Artikel. Du erfährst hier, wie sich die digitale Transformation mit client- und serverseitiger Optimierung vorantreiben lässt.

Für welche Arten von Websites ist A/B Testing relevant?

Jede Website kann von A/B Testing profitieren, denn jede Website hat einen bestimmten Zweck – und dieser Zweck lässt sich messen. Ob du einen Onlineshop, eine Nachrichtenseite oder eine Website zur Leadgenerierung betreibst: A/B Testing kann dich auf unterschiedliche Weise unterstützen. Ganz gleich, ob du deinen ROI verbessern, die Absprungrate senken oder deine Konversionsrate erhöhen möchtest – A/B Testing ist eine äußerst relevante und wichtige Methode im Marketing.

1. Leads

Im Vertrieb bezeichnet der Begriff „Lead“ einen potenziellen Kunden. E-Mail-Marketing eignet sich besonders gut, um Leads mit weiteren Inhalten zu entwickeln, den Dialog fortzuführen, Produkte vorzuschlagen und letztlich den Umsatz zu steigern. Durch A/B-Tests von E-Mails sollte deine Marke nach und nach Trends und allgemeine Faktoren erkennen, die zu höheren Öffnungs- und Klickraten führen.

2. Medien

Im Medienumfeld ist eher von „redaktionellem A/B Testing“ die Rede. In Branchen, die eng mit der Presse zusammenarbeiten, besteht die Idee hinter A/B Testing darin, den Erfolg einer bestimmten Inhaltskategorie zu prüfen. Du kannst beispielsweise testen, ob bestimmte Inhalte optimal zur Zielgruppe passen. Anders als im obigen Beispiel erfüllt A/B Testing hier eine redaktionelle und keine vertriebliche Funktion. Das Testen von Inhaltsüberschriften ist in der Medienbranche weit verbreitet.

3. E-Commerce

Im E-Commerce soll A/B Testing erwartungsgemäß messen, wie erfolgreich eine Website oder eine kommerzielle Online-Anwendung ihre Produkte verkauft. Anhand der Anzahl abgeschlossener Verkäufe wird ermittelt, welche Version besser abschneidet. Besonders wichtig sind dabei die Startseite und die Gestaltung der Produktseiten. Es ist aber auch sinnvoll, sämtliche visuelle Elemente zu berücksichtigen, die am Abschluss eines Kaufs beteiligt sind. Dazu gehören zum Beispiel Buttons und CTAs.

Was solltest du per A/B-Test prüfen?

Teste die Elemente, die deine Konversionsraten direkt beeinflussen – von CTA-Buttons und Formularen bis zu Landingpages und Preisen. Jede Ausgangssituation ist anders. Statt dir eine vollständige Liste aller denkbaren Testelemente zu geben, zeigen wir dir einen Rahmen, mit dem du die wichtigsten Bereiche für deine A/B-Tests identifizieren kannst.

Die wichtigsten Elemente für A/B-Tests:

1. Titel und Überschriften

A/B Testing: Beispiel Vorher-/Nachher-Vergleich von Header-Designs auf einer Website

Teste unterschiedliche Verknüpfungen zwischen Seiten und biete mehrere Möglichkeiten zur Conversion an. Probiere aus, ob Zahlungs- und Lieferinformationen besser zusammengefasst oder getrennt dargestellt werden sollten.

Erstelle klare und kompakte Formulare. Teste zum Beispiel andere Feldbezeichnungen, entferne optionale Felder oder verändere die Position und Formatierung der Felder, etwa durch Linien oder Spalten.

A/B testing example comparing call-to-action button placements

Der Call-to-action-Button entscheidet, ob ein Kunde den nächsten Schritt geht. Teste Farbe, Text, Position und Formulierung – etwa „Kaufen“, „In den Warenkorb“ oder „Bestellen“ –, um deine Konversionsrate zu steigern.

Die Struktur deiner Seiten – von der Startseite bis zu den Kategorieseiten – sollte besonders sorgfältig gestaltet sein. Teste zum Beispiel ein Karussell, feste Bilder oder andere Banner.

Überdenke deinen Aktionsplan, um zusätzliche Gewinne zu erzielen. Wenn du beispielsweise Produkte für eine bestimmte Zielgruppe verkaufst, könntest du dein Angebot durch zusätzliche Produkte oder ergänzende Services erweitern. Konkretere Ideen, die auf den individuellen Customer Journeys deiner Website-Nutzer basieren, findest du in unserem E-Book zur digitalen Customer Journey und in unserer Use-Case-Sammlung mit erfolgreichen A/B-Test-Beispielen.

A/B Testing Beispiel Vergleich Landingpage-Layout vorher und nachher

Landingpages zur Lead-Generierung sind wichtig, um Nutzer zu einer Handlung zu bewegen. Beim Split Testing werden unterschiedliche Seitenversionen verglichen, beispielsweise verschiedene Layouts oder Designs.

Nutze unterschiedliche Algorithmen, um Besucher in Kunden zu verwandeln oder den Warenkorbwert zu erhöhen – etwa über ähnliche Artikel, besonders häufig gesuchte Produkte oder Artikel, die den Nutzern gefallen könnten.

A/B-Tests für Preise sind anspruchsvoll, weil du dasselbe Produkt oder dieselbe Dienstleistung nicht einfach zu unterschiedlichen Preisen verkaufen kannst. Deshalb brauchst du bei der Prüfung der Konversionsrate ein durchdachtes Vorgehen.

A/B Testing Beispiel Vergleich Produktbilder auf E-Commerce Websites

Bilder sind ebenso wichtig wie Texte. Variiere die Größe, die Ästhetik und die Platzierung deiner Fotos, um herauszufinden, was bei deinen Zielgruppen am besten ankommt.

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So führst du einen A/B-Test durch

A/B Test Traffic-Verteilung zeigt Standard- und dynamische Optionen

A/B Testing ist ein strukturiertes Verfahren, mit dem zwei Versionen einer Webseite, App oder Marketingmaßnahme verglichen werden, um festzustellen, welche besser abschneidet.

Hier findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen erfolgreichen A/B-Test:

1. Definiere deine Hypothese

Beginne mit einer klaren, überprüfbaren Hypothese. Sie formuliert eine Vorhersage darüber, wie sich eine bestimmte Änderung auf deine wichtigste Kennzahl auswirkt. Ein Beispiel: „Wenn wir die Farbe des CTA-Buttons in Orange ändern, steigt die Klickrate.“ Eine starke Hypothese gibt deinem gesamten Experiment eine Richtung und sorgt dafür, dass sich dein Team auf messbare Ergebnisse konzentriert.

2. Wähle die zu testende Variable aus

Verändere jeweils nur eine Variable, zum Beispiel eine Überschrift, einen Button oder ein Bild. Wenn du ein einzelnes Element isolierst, kannst du eindeutig erkennen, wodurch ein Unterschied in den Ergebnissen entstanden ist. Werden mehrere Änderungen gleichzeitig getestet, lassen sich die Erkenntnisse schwer zuordnen.

3. Erstelle deine Varianten

Entwickle zwei Versionen:

  • A (Kontrollversion): die ursprüngliche Version.
  • B (Variante): die Version mit der geplanten Änderung.

Alle anderen Elemente sollten identisch bleiben, damit deine Ergebnisse zuverlässig sind und sich eindeutig auf die getestete Änderung zurückführen lassen.

4. Teile deine Zielgruppe auf und starte den Test

Teile deine Zielgruppe nach dem Zufallsprinzip auf, sodass jede Gruppe nur eine Version sieht. Nutze ein A/B-Testing-Tool, um eine faire Verteilung sicherzustellen und Verzerrungen zu vermeiden. Achte außerdem auf eine ausreichend große Stichprobe und eine angemessene Testdauer – in der Regel mindestens zwei Wochen –, damit Unterschiede im Nutzerverhalten berücksichtigt werden.

5. Miss und analysiere die Ergebnisse

Verfolge, wie jede Version im Hinblick auf die von dir gewählte Kennzahl abschneidet, zum Beispiel bei Conversions, Klicks oder Verkäufen. Prüfe mit statistischen Verfahren, ob der Unterschied signifikant ist und nicht nur zufällig zustande kam. Die meisten A/B-Testing-Plattformen bieten Dashboards und Rechner, die dir bei der Interpretation der Daten helfen.

6. Setze die erfolgreiche Version um

Zeigt dein Test einen eindeutigen Gewinner, rollst du die erfolgreiche Änderung für alle Nutzer aus. Sind die Ergebnisse nicht eindeutig, kannst du eine neue Hypothese oder Variable testen. Dokumentiere deine Erkenntnisse, damit sie in zukünftige Experimente einfließen.

Wichtige Tipps für wirksame A/B-Tests

  • Teste für eindeutige Ergebnisse immer nur eine Variable gleichzeitig.
  • Stelle sicher, dass deine Stichprobe groß genug ist, um statistische Signifikanz zu erreichen.
  • Lass Tests lange genug laufen, um typisches Nutzerverhalten abzubilden.
  • Dokumentiere deinen Prozess und deine Erkenntnisse für zukünftige Optimierungen.

A/B Testing und Konversionsoptimierung

Konversionsoptimierung und A/B Testing helfen Unternehmen, ihre Gewinne zu steigern, indem sie mit demselben Traffic mehr Umsatz erzielen. Angesichts hoher Akquisitionskosten stellt sich die Frage: Warum solltest du nicht das Maximum aus deinen bestehenden Besuchern herausholen?

A/B Testing nutzt Daten, um Hypothesen zu validieren und bessere Entscheidungen zu treffen. Das allein reicht jedoch nicht aus. A/B Testing-Lösungen helfen dir zwar, Ideen statistisch zu überprüfen, liefern aber kein vollständiges Bild des Nutzerverhaltens.

Das Nutzerverhalten zu verstehen, ist entscheidend, wenn du deine Konversionsraten verbessern möchtest. Deshalb solltest du A/B Testing mit weiteren Datenquellen kombinieren. So lernst du deine Nutzer besser kennen und kannst vor allem stärkere Hypothesen für deine Tests entwickeln.

Mit diesen Datenquellen erhältst du ein vollständigeres Bild:

1. Webanalytics-Daten

Auch wenn diese Daten das Nutzerverhalten nicht erklären, können sie Konversionsprobleme sichtbar machen, etwa einen Warenkorbabbruch. Außerdem können sie dir bei der Entscheidung helfen, welche Seiten du zuerst testen solltest.

2. Ergonomie- beziehungsweise Usability-Analyse

Solche Analysen ermöglichen es dir, mit vergleichsweise geringem Aufwand zu verstehen, wie Nutzer deine Website erleben.

3. Nutzertest

Nutzertests sind zwar durch die Größe der Stichprobe begrenzt, können aber eine Fülle an Informationen liefern, die mit quantitativen Methoden nicht verfügbar wären.

4. Heatmaps und Sitzungsaufzeichnungen

Diese Methoden machen sichtbar, wie Nutzer mit Elementen auf einer Seite oder über mehrere Seiten hinweg interagieren.

5. Kundenfeedback

Unternehmen sammeln große Mengen an Rückmeldungen ihrer Kunden, zum Beispiel über Bewertungen auf der Website oder Fragen an den Kundenservice. Diese Erkenntnisse lassen sich durch Umfragen zur Kundenzufriedenheit oder Live-Chats ergänzen.

So findest du Ideen für A/B-Tests

Starke Ideen für A/B-Tests entstehen, wenn du Konversionsprobleme und Nutzerverhalten wirklich verstehst. Diese Analysephase ist wichtig. Nur so formulierst du Hypothesen, die Ergebnisse liefern.

Entwickle starke Hypothesen

Eine korrekt formulierte Hypothese ist der erste Schritt zu erfolgreichem A/B Testing. Jede Hypothese sollte:

  • ein klares Problem mit nachvollziehbaren Ursachen benennen,
  • eine Lösung für dieses Problem vorschlagen,
  • ein Ergebnis prognostizieren, das mit einem messbaren KPI verknüpft ist.

Beispiel: Wenn dein Registrierungsformular eine hohe Abbruchrate hat, weil es zu lang wirkt, könntest du folgende Hypothese testen: „Wenn wir optionale Felder entfernen und das Formular verkürzen, steigt die Zahl der erfassten Kontakte.“

Dieses Format stellt sicher, dass deine A/B-Tests datenbasiert, messbar und auf deine Ziele in der Konversionsoptimierung ausgerichtet sind.

Kennzahlen im A/B Testing: So ordnest du die Zahlen richtig ein

A/B-Tests beruhen auf statistischen Methoden. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, welcher statistische Ansatz sich für die Durchführung eines A/B-Tests eignet und wie Du daraus die richtigen Schlussfolgerungen ableitest, um Deine Geschäftskennzahlen zu erreichen.

Welches statistische Modell solltest du wählen?

Wenn es um statistische Signifikanz geht, nutzen A/B-Tester in der Regel zwei zentrale Ansätze: den frequentistischen Ansatz und den bayesianischen Ansatz.

1. Frequentistischer Ansatz

Der frequentistische Ansatz basiert auf der Beobachtung von Daten zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die Ergebnisse können erst am Ende des Tests analysiert werden. Wenn du einen A/B-Test mit diesem Ansatz konzipierst, bestimmst du die Gewinner-Variante ausschließlich anhand der Ergebnisse genau dieses einen Experiments.

2. Bayesianischer Ansatz

Der bayesianische Ansatz ist deduktiv und stärker prognoseorientiert. Deshalb kannst du Ergebnisse bereits vor dem Ende eines Tests analysieren. Dieser Ansatz kombiniert Informationen aus früheren Experimenten mit den aktuellen Daten des neu durchgeführten Tests und leitet daraus eine entsprechende Schlussfolgerung ab. Eine ausführlichere Erklärung zu den beiden Ansätzen und ihren Unterschieden findest du in unserem Artikel zum frequentistischen und bayesianischen Ansatz.

Statistische Signifikanz im A/B Testing verstehen

A/B tests Statistische Signifikanz

Statistische Signifikanz bedeutet, dass ein Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zufällig entstanden ist, sondern auf eine bestimmte Ursache oder einen Trend zurückgeht. Sie beschreibt das Konfidenzniveau (P), mit dem der Unterschied zwischen Kontroll- und Testvariante nicht dem Zufall zugeschrieben wird. Dieses Konfidenzniveau wird aus einer Reihe von Beobachtungen abgeleitet und gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein ähnliches zukünftiges Experiment mit anderen Daten dasselbe Ergebnis erzielen würde.

Das Ziel ist es, genügend Daten zu sammeln, um auf Grundlage der Ergebnisse verlässliche Prognosen treffen zu können. Anders gesagt: Stelle sicher, dass die getesteten Webseiten ausreichend Traffic erhalten.

Was bedeutet das konkret?

Ein A/B-Test gilt als statistisch signifikant, wenn eine geringe Wahrscheinlichkeit besteht, dass das Ergebnis zufällig entstanden ist. Im A/B Testing wird üblicherweise eine statistische Signifikanz von 95 Prozent angestrebt, also ein p-Wert unter 0,05, um verlässliche Ergebnisse zu gewährleisten.

Die Nullhypothese

Im A/B Testing geht die Nullhypothese davon aus, dass zwischen zwei Variablen kein Unterschied besteht. Ein Beispiel: „Eine Änderung der Größe des CTA-Buttons hat keinen Einfluss auf die Klickrate.“

Erreicht dein Test statistische Signifikanz, verwirfst du die Nullhypothese. Damit hast du gezeigt, dass die Änderung tatsächlich einen Unterschied bewirkt hat.Wichtig: Beende Tests nicht vorzeitig, nur weil die Ergebnisse gut aussehen. Lass sie lange genug laufen – in der Regel mindestens vier bis sechs Wochen –, um natürliche Schwankungen im Traffic zu berücksichtigen und verlässliche Daten zu sammeln. Ein zu früher Abbruch kann Verzerrungen verursachen und zu falschen Schlussfolgerungen führen.

Hier erfährst du mehr über statistische Signifikanz im A/B Testing

So liest du die Ergebnisse deines A/B-Tests (und wie du sie nutzt)

Bevor du einen Test startest, brauchst du ein klares Ziel. Möchtest du die Konversionsrate steigern? Möchtest du die Interaktion erhöhen? Möchtest du mehr Umsatz erzielen? Dein Ziel bestimmt alles Weitere – von den Kennzahlen, die du verfolgst, bis zur Art und Weise, wie du deine Ergebnisse interpretierst.

So kannst du die angezeigten Daten sinnvoll einordnen.

1. Beginne mit den richtigen Kennzahlen

Für A/B Testing brauchst du Analytics, die unterschiedliche Kennzahlentypen erfassen und zugleich eine Verbindung zu deinem Data Warehouse herstellen können. Nur so gewinnst du tiefergehende Erkenntnisse. Welche Kennzahlen du konkret verfolgst, hängt von deiner Hypothese und deinen Geschäftszielen ab. Der folgende Rahmen ist jedoch ein guter Ausgangspunkt:

Primäre Erfolgskennzahlen

Diese Kennzahlen messen die Auswirkungen auf deine wichtigsten Ziele direkt:

  • Konversionsrate: der Anteil der Besucher, die eine gewünschte Handlung abschließen, zum Beispiel einen Kauf, eine Anmeldung oder das Absenden eines Formulars
  • Klickrate (CTR): der Anteil der Klicks auf einen bestimmten Link im Verhältnis zur Gesamtzahl seiner Einblendungen
  • Umsatz pro Besucher: der durchschnittliche Umsatz, der mit jedem Unique Visitor erzielt wird
  • Durchschnittlicher Bestellwert (AOV): der Betrag, den Kunden im Durchschnitt pro Transaktion ausgeben

Ergänzende Indikatoren

Diese Kennzahlen liefern Kontext zur Nutzerinteraktion und zu Mustern innerhalb der Customer Journey:

  • Verweildauer auf der Seite
  • Absprungrate
  • Seiten pro Sitzung
  • Muster in der Customer Journey

Technische Performance

Diese Kennzahlen sind entscheidend, um ein reibungsloses Nutzererlebnis sicherzustellen:

  • Ladezeit
  • Fehlerraten
  • Darstellung und Bedienbarkeit auf Mobilgeräten
  • Browserkompatibilität

Praxistipp: E-Commerce-Unternehmen konzentrieren sich meist auf kaufbezogene Kennzahlen, während B2B-Unternehmen eher Kennzahlen zur Lead-Generierung priorisieren, etwa abgeschlossene Formulare oder Demo-Anfragen. 

2. Testergebnisse lesen: ein konkretes Beispiel

Angenommen, du testest einen CTA-Button. Dann siehst du unter anderem folgende Werte:

  • Anzahl der Besucher, die jeweils eine Version gesehen haben
  • Klicks auf jede Variante
  • Konversionsrate, also der Anteil der Besucher, die geklickt haben
  • statistische Signifikanz des Unterschieds

Bei der Analyse der Ergebnisse solltest du:

  • die Werte mit deiner Ausgangsbasis vergleichen, also mit Version A beziehungsweise der Kontrollversion
  • nach einer statistisch signifikanten Verbesserung suchen – mehr dazu weiter unten
  • die praktische Bedeutung der Verbesserung berücksichtigen
  • prüfen, ob die Ergebnisse mit anderen Kennzahlen übereinstimmen: Hat sich die Absprungrate verändert? Oder die Verweildauer?

Best Practices für A/B Testing

Mit den folgenden Best Practices führst du verlässliche A/B-Tests durch und vermeidest typische Fehler:

1. Stelle die Zuverlässigkeit deiner Daten sicher

Führe mindestens einen A/A-Test durch, um zu prüfen, ob der Traffic tatsächlich zufällig verteilt wird. Vergleiche die Kennzahlen deiner A/B Testing-Lösung außerdem mit deiner Webanalytics-Plattform, um sicherzustellen, dass die Werte in einer vergleichbaren Größenordnung liegen.

2. Führe zuerst Akzeptanztests durch

Prüfe vor dem Start, ob der Test korrekt eingerichtet wurde und die Ziele richtig definiert sind. So sparst du später Zeit, die du sonst mit der Interpretation fehlerhafter Ergebnisse verbringen würdest.

3. Teste jeweils nur eine Variable

Isoliere die Wirkung jeder einzelnen Variable. Wenn du gleichzeitig sowohl die Position als auch die Beschriftung eines CTA-Buttons veränderst, kannst du nicht erkennen, welche Änderung den Effekt verursacht hat.

4. Führe jeweils nur einen Test durch

Vermeide es, mehrere Tests parallel laufen zu lassen, insbesondere auf derselben Seite. Andernfalls lassen sich die Ergebnisse nur schwer interpretieren.

5. Passe die Zahl der Varianten an dein Traffic-Volumen an

Viele Varianten bei geringem Traffic führen dazu, dass Tests sehr lange dauern. Je niedriger der Traffic ist, desto weniger Versionen solltest du testen.

6. Warte auf statistisch verlässliche Ergebnisse

Triff keine Entscheidung, bevor dein Test nicht mindestens 95 Prozent statistische Zuverlässigkeit erreicht hat. Andernfalls könnten die Unterschiede zufällig und nicht durch deine Änderungen entstanden sein.

7. Lass Tests lange genug laufen

Auch wenn ein Test schnell statistische Zuverlässigkeit erreicht, solltest du die Stichprobengröße und Unterschiede zwischen einzelnen Wochentagen berücksichtigen. Lass Tests mindestens eine Woche, idealerweise zwei Wochen, laufen und strebe pro Version mindestens 5.000 Besucher und 300 Konversionen an.

8. Erkenne, wann du einen A/B-Test beenden solltest

Wenn ein Test sehr lange braucht, um eine Zuverlässigkeit von 95 Prozent zu erreichen, hat das getestete Element wahrscheinlich keinen relevanten Einfluss auf die gemessene Kennzahl. Beende den Test und nutze den Traffic für ein anderes Experiment.

9. Miss mehrere Kennzahlen

Lege eine primäre Zielkennzahl fest, anhand derer du zwischen den Versionen entscheidest, und ergänze sie durch sekundäre Ziele für eine umfassendere Analyse. Miss zum Beispiel Klickrate, Warenkorbquote, Konversionsrate, durchschnittlichen Warenkorbwert und weitere Kennzahlen.

10. Dokumentiere Marketingmaßnahmen während des A/B-Tests

Externe Variablen können Ergebnisse verfälschen. Kampagnen zur Traffic-Akquise bringen häufig Nutzer auf die Website, deren Verhalten vom üblichen Muster abweicht. Erkenne solche Nebeneffekte und begrenze ihren Einfluss.

11. Segmentiere deine A/B-Tests

Es ist nicht immer sinnvoll, sämtliche Nutzer zu testen. Wenn du beispielsweise unterschiedliche Formulierungen von Kundenvorteilen hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Registrierungsrate prüfst, solltest du neue Besucher ansprechen und nicht bereits registrierte Nutzer.

Warum solltest du A/B-Tests durchführen?

A/B Test Ergebnisse Dashboard zeigt Transaktionsarten und Growth-Kennzahlen

Die einfache Antwort lautet: Mithilfe von A/B Testing ersetzt du Vermutungen durch echte Erkenntnisse. Statt darüber zu rätseln, welche Überschrift, welches Design oder welcher CTA am besten funktioniert, testest du es und findest es heraus.

Darum ist Testing heute keine Nice-to-have mehr, sondern ein Must-have. Du entwickelst so dein Unternehmen weiter.

1. Verwandle mehr Besucher in Kunden

Kleine Änderungen können große Ergebnisse bringen. A/B Testing zeigt dir, welche Version deiner Seite, E-Mail oder Kampagne Menschen tatsächlich zum Handeln bewegt – sei es zu einer Anmeldung, einem Kauf oder einem Klick.

Tausche eine Überschrift aus. Verschiebe einen Button. Formuliere deinen CTA neu. Solche Anpassungen mögen klein wirken, können aber Konversionen und Umsatz deutlich beeinflussen. Durch Tests findest du heraus, was funktioniert – und kannst genau davon mehr umsetzen.

2. Sorge dafür, dass sich Menschen auf deiner Website wohlfühlen

Wenn Besucher nicht finden, was sie brauchen, verlassen sie die Website. Und zwar schnell. A/B Testing hilft dir, Reibungspunkte zu erkennen und zu beseitigen.

Wenn deine Website leichter zu navigieren und ansprechender ist, bleiben Menschen länger. Die Absprungrate sinkt. Die Interaktion steigt. Du gewinnst mehr loyale Kunden. Genau darin liegt der Nutzen.

3. Hör auf zu rätseln. Starte mit datenbasierten Erkenntnissen.

Warum solltest du darüber spekulieren, welches Design gewinnt, wenn du es testen kannst? A/B Testing ersetzt Bauchgefühl durch belastbare Belege.

Du verlässt dich nicht länger auf Meinungen oder Intuition. Stattdessen vergleichst du zwei Versionen direkt miteinander und lässt das tatsächliche Nutzerverhalten zeigen, was funktioniert. So triffst du smartere und schnellere Entscheidungen.

4. Verbessere deine Position in den Suchergebnissen

Suchmaschinen belohnen Websites, die Menschen tatsächlich gerne nutzen. Mit A/B Testing kannst du genau die Signale optimieren, auf die es ankommt – etwa Klickrate, Verweildauer auf der Seite und Absprungrate.

Ein besseres Nutzererlebnis kann zu einer besseren SEO-Performance beitragen. Teste dich Schritt für Schritt zu besseren Rankings und mehr organischem Traffic.

5. Teste ohne unnötiges Risiko

Eine große Änderung ohne vorherigen Test auszurollen? Das ist ein Glücksspiel. Mit A/B Testing kannst du Ideen zunächst in kleinerem Umfang ausprobieren und beobachten, was passiert, bevor du dich vollständig festlegst.

Das ist ein sicherer und smarter Weg zu Innovation. Du vermeidest kostspielige Fehler und gewinnst bei jeder Änderung mehr Sicherheit.

6. Werde kontinuierlich besser

A/B Testing ist keine einmalige Maßnahme. Es ist die Methode, mit der du das Nutzerlebnis immer weiter verbesserst – Kampagne für Kampagne und Seite für Seite. In schnelllebigen Märkten gewinnen die Teams, die testen und sich anpassen. Du konzentrierst deine Energie auf Maßnahmen, deren Wirkung belegt ist, und gehst immer weiter.

Was sind die häufigsten Fehler beim A/B Testing?

A/B Testing ist eine wirkungsvolle Methode, um herauszufinden, was funktioniert. Allerdings nur, wenn du deine Experimente richtig durchführst. Die folgenden neun häufigen Fehler solltest du vermeiden, damit dein Team mit Zuversicht testen und verlässliche Ergebnisse erzielen kann.

1. Testen ohne klare Hypothese

Tests ohne konkrete Frage oder Hypothese führen zu zufälligen Experimenten und unzuverlässigen Ergebnissen. Lege deshalb immer fest, was du herausfinden möchtest und warum, bevor du einen Test startest.

2. Tests zu früh beenden (oder zu spät)

Wenn du Tests unmittelbar nach einem positiven Zwischenergebnis beendest oder unbegrenzt weiterlaufen lässt, können die Resultate verzerrt werden. Warte, bis statistische Signifikanz erreicht und eine ausreichende Datenmenge vorhanden ist, bevor du Schlussfolgerungen ziehst.

3. Zu viele Änderungen gleichzeitig testen

Wenn du in einem einzigen Test mehrere Elemente veränderst, lässt sich nicht erkennen, welche Änderung das Ergebnis verursacht hat. Teste jeweils nur eine Variable oder nutze multivariates Testing, wenn du Kombinationen untersuchen möchtest.

4. Stichprobengröße und statistische Signifikanz ignorieren

Entscheidungen auf Basis zu weniger Daten können zu falsch positiven oder falsch negativen Ergebnissen führen. Nutze einen Stichprobenrechner und warte auf statistische Signifikanz, damit deine Resultate verlässlich sind.

5. Die Zielgruppe nicht segmentieren

Wenn Ergebnisse nicht nach Nutzersegmenten analysiert werden – etwa neue gegenüber wiederkehrenden Besuchern oder mobile gegenüber Desktop-Nutzern, können wichtige Erkenntnisse im Verborgenen bleiben. Segmentiere deine Daten, um zu verstehen, wie unterschiedliche Gruppen reagieren.

6. Externe Faktoren übersehen

Saisonalität, Marketingkampagnen oder technische Probleme können Testergebnisse beeinflussen. Berücksichtige solche externen Einflüsse immer und vermeide Tests in ungewöhnlichen Zeiträumen.

7. Nur eine Kennzahl betrachten

Die Optimierung auf einen einzelnen KPI, etwa Klicks, kann andere wichtige Kennzahlen wie Conversions oder Nutzerzufriedenheit beeinträchtigen. Verfolge deshalb auch sekundäre Kennzahlen, um unerwünschte Folgen zu erkennen.

8. Ergebnisse nicht dokumentieren oder daraus lernen

Wenn du Testaufbau, Ergebnisse und Erkenntnisse nicht festhältst, riskierst du, Fehler zu wiederholen oder Chancen zur Verbesserung zu verpassen. Dokumentiere jeden Test und nutze die Erkenntnisse für künftige Experimente.

9. Tests ohne genügend Traffic oder Conversions durchführen

A/B Testing benötigt eine Mindestmenge an Daten, damit die Ergebnisse gültig sind. Erhält deine Seite nicht genügend Traffic oder Conversions, kann der Test zu lange dauern oder niemals statistische Signifikanz erreichen.

Beispiele für A/B Testing

Hier findest du erprobte Beispiele echter Unternehmen, die mit Experimenten Conversions, Umsatz und Kundeninteraktion gesteigert haben. Jeder Test zeigt, was verändert wurde, warum die Änderung relevant war und welche messbaren Auswirkungen sie hatte.

Mode und Bekleidung: GANNI vereinfacht den Checkout und steigert die Konversionsrate

Ganni a/b Test

Unternehmen: GANNI, eine dänische Mode- und Lifestyle-Marke, die für umweltfreundliche Produkte und Inspiration für den Alltag bekannt ist.

Die Herausforderung: GANNI stellte bei Nutzern der internen Suche einen deutlichen Rückgang der Konversionsrate um 34 Prozent fest. Das deutete auf Reibungspunkte im Checkout-Prozess hin.

Der Test: Im ursprünglichen Checkout mussten Nutzer ihre E-Mail-Adresse eingeben, bevor sie weitere Informationen zum Bezahlvorgang sehen konnten. GANNI testete, ob sich der E-Mail-Schritt mit dem Informationsschritt zusammenlegen ließ, und entfernte unnötige visuelle Elemente, die Nutzer ablenkten.

Ergebnisse:

  • +2,76 % Konversionsrate
  • +10,1 % mehr Nutzer, die den Lieferschritt erreichten
  • +12 % durchschnittlicher Bestellwert

Lies die vollständige GANNI Case Study →

2. Tourismus & Gastronomie: AI-gestützte Innovation erfolgreich validiert

sncf a/b test

Unternehmen: OUI.sncf (jetzt: SNCF Connect), Frankreichs führende digitale Reiseplattform mit mehr als drei Millionen Besuchen pro Tag und 190 Millionen verkauften Tickets pro Jahr.

Die Herausforderung: Das Team, das für die Optimierung der Konversionsrate verantwortlich war, hatte einen AI-gestützten „Exploration Assistant“ entwickelt – einen Algorithmus, der Besuchern mit einem hohen „Interessen-Score“ personalisierte Reisevorschläge macht. Doch würde diese Funktion tatsächlich zu mehr Buchungen führen?

Der Test: Mit AB Tasty führte das Team einen statistisch belastbaren A/B-Test durch. Damit wurde gemessen, ob Besucher, die den AI-gestützten Exploration Assistant nutzten, häufiger konvertierten als Besucher, die nicht damit interagierten.

Ergebnisse:

  • +2,49 % Klickrate
  • +61 % höhere Konversionsrate auf mobilen Endgeräten
  • +33 % höhere Konversionsrate auf dem Desktop

Lies die vollständige OUI.sncf Case Study →

3. Einzelhandel und E-Commerce: Wonderbox optimiert die Customer Journey

Wonderbox a/b test

Unternehmen: Wonderbox, ein führender Anbieter von Erlebnisgeschenken und Geschenkboxen.

Die Herausforderung: Wonderbox wollte die Customer Journey verbessern und sowohl die Konversionsrate als auch den durchschnittlichen Warenkorbwert steigern.

Der Test: Wonderbox führte A/B-Tests für verschiedene Elemente der Website durch, darunter den Checkout-Prozess und die Produktdarstellung. Ziel war es, Reibungspunkte zu erkennen und den Weg zum Kauf zu optimieren.

Ergebnisse:

  • +9 % Konversionsrate
  • +2 % durchschnittlicher Warenkorbwert

Lies die vollständige Wonderbox Case Study →

4. Luxus und Kosmetik: Maison Francis Kurkdjian (LVMH) steigert Conversions mit Empfehlungen

LVMH

Unternehmen: Maison Francis Kurkdjian, eine Marke für Luxusparfüms.

Die Herausforderung: Die Marke wollte ihre Konversionsrate erhöhen, indem sie Käufern passendere Produktempfehlungen ausspielte.

Der Test: Maison Francis Kurkdjian nutzte A/B Testing, um Platzierung und Inhalte von Produktempfehlungen auf zentralen Seiten zu optimieren.

Ergebnisse:

  • Der durchschnittliche Warenkorbwert stieg, insbesondere bei neuen Kollektionen.

Lies die vollständige Case Study zur Maison Francis Kurkdjian →

Eine A/B-Testing-Software auswählen

Die Auswahl des optimalen A/B-Testing-Tools ist schwierig.

Wir empfehlen dir natürlich AB Tasty. Neben einer vollständigen A/B-Testing-Lösung bietet AB Tasty eine Software-Suite zur Optimierung deiner Conversions. Außerdem kannst du deine Website anhand zahlreicher Targeting-Kriterien und Zielgruppensegmente personalisieren.

Damit wir das Thema dennoch vollständig behandeln und dir möglichst viele wertvolle Informationen für die Auswahl eines Anbieters geben, findest du hier einige Artikel mit Softwarebewertungen, die dich bei der Wahl deines A/B-Testing-Tools unterstützen:

Weitere Formen des A/B Testings

A/B Testing ist nicht auf Änderungen an den Seiten deiner Website beschränkt. Du kannst das Prinzip auf sämtliche Marketingaktivitäten anwenden, zum Beispiel auf die Traffic-Gewinnung über E-Mail-Marketingkampagnen, AdWords-Kampagnen, Facebook Ads und vieles mehr.

Ressourcen, mit denen du dein Wissen über A/B Testing vertiefen kannst:

Für diese Blogs empfiehlt sich ein Lesezeichen:

Fazit

Beim Testing geht es nicht um Perfektion, sondern um Fortschritt. Jedes Experiment bringt dich näher an das heran, was tatsächlich funktioniert. Beginne mit einer klaren Hypothese, isoliere jeweils eine Änderung und lass das reale Nutzerverhalten deinen nächsten Schritt bestimmen. Ob du eine Überschrift oder einen Algorithmus testest, das Ziel bleibt dasselbe: schnell lernen, mutig weiterentwickeln und kontinuierlich mehr erreichen.

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Häufig gestellte Fragen