MythbusterSEO (Search Engine Optimization) und CRO (Conversion Rate Optimization) konkurrieren nicht miteinander, sie gehen miteinander einher.

Für die meisten digitalen Vermarkter geht es bei SEO darum, Sichtbarkeit in einem bestimmten Markt zu gewinnen: was als Nächstes in Bezug auf Verkäufe und Conversions geschieht, ist nicht wirklich auf SEO bezogen.

SEO ist jedoch in den letzten Jahren sehr viel komplexer geworden, zum Teil weil Google Änderungen an ihren Algorithmen vorgenommen hat, um neue Ranking-Faktoren wie mobile Nutzerfreundlichkeit, Seitenladedauer und allgemeine Benutzererfahrung zu berücksichtigen.

Seit 2018 umfasst SEO eine Vielzahl digitaler Marketingfaktoren, die tatsächlich zur Verbesserung von Conversions und Umsätzen beitragen können.

Ohne weitere Umschweife zeigen wir Ihnen hier 6 Möglichkeiten, um Ihre SEO Strategie an Ihre Bemühungen zur Conversion Rate Optimierierung anzupassen.

Gestalten Sie SEO für jeden Schritt Ihres Sales Funnels

Jeder gute SEO Spezialist wird Ihnen Folgendes sagen: Traffic für jeden Preis macht in 2019 keinen Sinn. Es geht darum, qualifizierte Besucher mit echter Kaufabsicht zu gewinnen.

Denken Sie darüber nach: hätten Sie lieber monatlich 100.000 Besucher mit einer 0.5%-igen Conversion Rate oder 50.000 Besucher mit einer 2%-igen Conversion Rate?

Der erste Fall mag zwar für das Selbstbewusstsein eines Marketers förderlich sein, doch sollten Sie die zweite Situation anstreben: Sie könnte Ihrem Unternehmen monatlich den doppelten Umsatz bringen.

Um mehr qualifizierten Traffic auf Ihre Webseite zu bringen, sollten Sie eine Trichter-basierte SEO Strategie implementieren, die sich auf jeden einzelnen Schritt Ihres E-Commerce Sales Funnels fokussiert.

Your sales funnel might look like this (AIDA)
So könnte Ihr Sales Funnel aussehen (AIDA)

Hat man bereits Erfahrung im digitalen Marketing, weiß man vermutlich, dass Besucher verschiedene Absichten haben: manche Besucher kennen Ihre Website, manche kennen Ihre Produkte, und andere wissen gar nichts darüber.

Der Punkt ist: gehen Sie niemals davon aus, dass Ihre Besucher automatisch zu Kunden werden, wenn Sie einmal auf Ihrer Landing Page gelandet sind.

Als Marketer sollten Sie also einen SEO-Funnel entwerfen, der qualifizierte Besucher dazu bringt, jeden Schritt Ihres Sales Funnels zu durchlaufen.

Reagieren Sie auf „Top-of-the-Funnel Queries“

An dieser Stelle beziehen wir uns auf allgemeine Anfragen: potenzielle Besucher haben Fragen, die möglichst umfassend und aufschlussreich beantwortet werden müssen.

Dazu müssen Sie Ihren Markt unter die Lupe nehmen, um Top-of-the-Funnel-Abfragen (TOFU-Abfragen) zu identifizieren.

Diese Suchanfragen unterscheiden sich je nach Branche: es dreht sich alles darum, Bedürfnisse und Fragen zu identifizieren.

TOFU example for bike-related shops
TOFU Beispiel für Fahrrad-Shops

In diesem Beispiel suchen potentielle Besucher nach Fahrrädern, die Ihren Bedürfnissen entsprechen: diese potentiellen Käufer wissen nur nicht, welche Art von Fahrrad sie kaufen sollen.

Es ist Ihre Aufgabe, sie mit relevanten Informationen zu versorgen, um ihre offenen Fragen zu beantworten.

Bieten Sie aufschlussreiche Hinweise in der Mitte des Funnels

Zu diesem Zeitpunkt entwickeln potentielle Besucher eine ernsthafte Kaufabsicht: sie sind daher für Ihr Unternehmen äußerst wertvoll.

Middle-of-the-Funnel (MOFU) Besucher kommen mit einer Kaufabsicht: Sie wissen, dass sie etwas kaufen werden; sie wissen nur noch nicht was und von wem.

Schauen Sie sich die Ergebnisse für „Beste Gitarre für…“ an: Gitarristen suchen nach Gitarren, die zu einem bestimmten Musikstil passen.

In diesem Beispiel wäre es Ihre Aufgabe, Content zu erstellen, dass die folgenden Abfragen beantworten: “Top 10 Gitarren für Jazz Spieler; die besten Elektro-Gitarren für Metal…”

Sobald der Content erstellt wurde, müssen Sie tolle Produktseiten erstellen, um Besucher in begeisterte Kunden zu verwandeln.

Überzeugen Sie zukünftige Käufer am Bottom-of-the-Funnel

Wenn wir von “Bottom-of-the-Funnel” sprechen, sprechen wir von potenziellen Käufern, die wiederholt Ihre Webseite besucht haben, Ihre Produkte kennen und fast bereit sind, etwas bei Ihnen zu bestellen.

Dieser finale Schritt ist wesentlich, da es einen wichtigen Meilenstein für Ihre Conversion Rate Optimierung darstellt.

Um diese potenziellen Käufer zu konvertieren, müssen Sie alle notwendigen Suchanfragen beantworten, um sie bei ihrer Entscheidung zu bestärken.

Einige der häufigsten Bedenken von E-Commerce Nutzern sind:

  • Fracht- und Versandkosten
  • Kundenservice
  • Verpackung
  • Farben, Größen und kundenspezifische Aufträge

An dieser Stelle bieten Kundenbewertungen und Testimonials eine effektive Lösung: diese versorgen Ihre Besucher mit aufschlussreichen Erkenntnissen von Kunden.

Denken Sie an mobile Nutzerfreundlichkeit

Seit Google ihren Mobile First Index eingeführt hat, wurde die mobile Erfahrung ein Hauptfaktor, um Ihre Rankings zu bestimmen.

Einfach gesagt: Google rankt Ihre Website nun auf Basis der mobilen Erfahrung, die diese bietet, u.a.:

  • Wie schnell Ihre Webseite lädt
  • Wie optimiert Ihre Bilder sind
  • Wie lange Ihre Besucher bleiben
  • Wie viele Seiten Ihre Besucher sich anschauen

Indem Sie die mobile Erfahrung Ihrer Webseite verbessern, werden Sie gleichzeitig Ihr SEO Ranking sowie Ihre Conversions verbessern.

Da Sie nun wissen, dass mehr als 50% des gesamten Traffics über mobile Geräte kommt, sollten Sie jetzt anfangen, Ihre Webseite für mobile Anwendungen zu optimieren.

Als Erstes wird die Verbesserung Ihrer mobilen Erfahrung helfen, Sie höher in den Suchmaschinenergebnissen zu ranken: dies wird mehr qualifizierte Besucher auf Ihre Website bringen.

Eine fertige mobile Webseite wird Ihnen helfen, mehr Kunden zu konvertieren: dies wird Ihren Umsatz erhöhen.

Kurz: mobile Nutzerfreundlichkeit hat einen Punkt erreicht, an dem es einen positiven Kreislauf gibt: ein höheres Ranking in den Suchergebnissen führt zu mehr Kunden, die besser konvertieren und somit noch mehr neue, qualifizierte Besucher anziehen.2

Unterschätzen Sie niemals die Ladezeit einer Seite

Die Ladezeit ist besonders wichtig, wenn es um SEO geht.

Google hat kürzlich ein Update für den neuen Ranking-Algorithmus geplant: Jetzt werden Websites bestraft, die lange Ladezeiten aufweisen.

Da Google nun Webseiten auf Basis ihrer mobilen Version rankt, muss die Ladezeit einer Seite von der mobilen Perspektive betrachtet werden.

Hier sind 2 kostenlose Tools, die Ihnen bei der Diagnose von Problemen mit der mobilen Geschwindigkeit helfen:

Die Verbesserung der Ladezeit wird Ihnen viele Vorteile bringen:

  • Sie verringern Ihre Bounce Rate
  • Sie erhöhen die Seitenaufrufe
  • Sie erhöhen die Conversions

Mit dem neuen Algorithmus wird die Verbesserung der Seitengeschwindigkeit jetzt auch dazu beitragen, dass Sie ein höheres Ranking erreichen (oder zumindest vor Google-Strafen schützen).

Könnten Sie Ihre User Experience verbessern?

Heutzutage bedeutet die Verbesserung von SEO auch die User Experience zu verbessern.

Als Anfänger können Sie einen Blick auf diese 3 wichtigen Faktoren werfen, um jegliche Probleme bei der User Experience zu identifizieren, die Ihre Website daran hindern könnte, mehr Besucher zu generieren:

Probleme mit der Seiten-Navigation

Zu viele defekte Links und 404-Fehler sollten ein Zeichen dafür sein, dass auf Ihrer Website etwas schief läuft.

Die Verwendung eines SEO-Crawler Tools wie Screaming Frog ist ein guter Anfang, um fehlerhafte URLs zu ermitteln, die die Benutzerfreundlichkeit Ihrer Website beeinträchtigen könnten.

HTTPS Protokoll

Die Anzeige eines HTTP Protokolls ist äußerst wichtig, da Google angefangen hat, Webseiten zu bestrafen, die dies nicht tun.

Abgesehen davon, dass Sie Ihrem Ranking möglicherweise schaden, wird das Nicht-Anzeigen eines HTTPS-Protokolls von den meisten E-Commerce-Käufern als schlechtes Signal gesehen: Es schafft einfach kein Vertrauen.

Betriebsbereiter Touchscreen

Erinnern Sie sich, was wir über die Relevanz von mobiler Anwenderfreundlichkeit gesagt haben?

Obwohl einige Websites effektiv eine mobile Version ihrer Website anzeigen, vergessen manche oft zu testen, wie Schaltflächen, Seiten und Benutzer mit Inhalten auf Touchscreen-Geräten interagieren.

Wenn Sie Ihre Webseite für den mobilen Gebrauch optimieren, achten Sie auf das Gesamterlebnis mit dem Touchscreen: Ihr Ziel sollte es sein, so nah wie möglich an die Benutzererfahrung nativer Anwendungen heranzukommen.

Bringen Sie Ihre A/B Testing Bemühungen mit SEO zusammen

Conversion Rate Optimierung macht nur dann Sinn, wenn Sie für qualifizierte Besucher optimieren. Dies erklärt, warum SEO und CRO sich so gut ergänzen.

Während Sie einen A/B Test laufen lassen, nehmen Sie sich etwas Zeit, um Ihren Traffic unter die Lupe zu nehmen:

  • Wer sind Ihre Besucher? (Käufer Persona)
  • Was wollen sie? (Intention)
  • Was kaufen sie? (Verhalten)

Wenn Sie diese 3 Faktoren (Persona, Intention, Verhalten) identifiziert haben, werden Sie in einer deutlich bequemeren Position sein, um Inhalte passend zu Ihrem Sales Funnel zu generieren.

Sobald dieser Content erstellt und veröffentlicht ist, führen Sie A/B Tests durch, um die besten Layouts, Designs und Strukturen herauszufinden, die die meisten Conversions liefern werden.

Erinnerung: qualifizierter Traffic und CRO gehen Hand in Hand, um mehr Umsatz für Ihre E-Commerce-Site zu generieren.

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