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Conversion Optimierung

Farben und Schriftarten, die Ihre Conversions verbessern

by Sonia Hofmann
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Anmerkung:  Dies ist ein Gastbeitrag von George Mathew.

Ein viel zu häufig übersehenes Stellrad bei der Optimierung von Online Conversions sind  Farben und Schriftarten. Farben beeinflussen unmittelbar Emotionen  – manche Farben verbessern nachgewiesen die Stimmung. Conversion Optimierung durch die richtige Nutzung von Farben ist ein Kapitel für sich.

Wie kann ich Farben richtig nutzen?

Die Bekleidungsbranche macht es vor: Sie nutzen auf ihren Websites Farben, um Nutzer zu leiten und Conversions zu unterstützen. Die gezielte Nutzung von Farbwelten vermittelt beispielsweise den Unterschied zwischen Mode für junge Menschen oder Business Kleidung. Es ist verblüffend zu sehen, wie Farben und Layout Informationen innerhalb weniger Momente vermitteln können.

Farben, die Vertrauen erzeugen

Im anonymen E-Commerce ist Vertrauen ein Schlüsselfaktor. Facebook – bekanntermaßen eine der größten Websites der Welt – nutzt durchgehend einen hellblauen Farbton. Abgesehen von der Tatsache, dass Blau eine augenfreundliche Farbe ist, ist Blau als vertrauensbildend anerkannt. Für Facebook, das zum großen Teil dafür genutzt wird, Persönliches – oder sogar Geheimnisse – auszutauschen, scheint der vertrauensbildende Faktor positiv zu wirken.

In einer Umfrage wurden Probanden gebeten, Farben zu wählen, die sie mit einem bestimmten Begriff assoziieren. Die Studie lieferte eindrucksvolle Ergebnisse zur Empfindung von Farben:

  • Vertrauen: Wie in früheren Studien erhoben, verbindet die Mehrheit der Menschen mit dem Begriff „Vertrauen“ die Farbe Blau (34%), gefolgt von Weiß (21%) und Grün (11%).
  • Sicherheit: Auch hier gewann Blau (28%), gefolgt von Schwarz (16%) und Grün (12%).
  • Geschwindigkeit: Eindeutiger Gewinner: Rot (76%)
  • Preisgünstigkeit: Die meisten Menschen verbinden mit günstigen Preisen die Farbe Orange (26%), gefolgt von Gelb (22%) und Braun (13%).
  • Hochwertigkeit: Schwarz (43%) und Blau (20%) machen das Rennen.
  • High Tech: Schwarz (26%) und Grau (23%)
  • Zuverlässigkeit: Blau (43%) und Schwarz (24%) sind vornan.
  • Mut: Für Mut stehen Lila (29%), Rot (28%) und Blau (22%).
  • Angst: An erster Stelle Rot (41%), an zweiter Schwarz (38%)
  • Spaß: Hier steht Orange (28%) vor Gelb (26%) und Lila (17%).

Bestätigt wird die Auswirkung von Farben durch einige Fallstudien: Die App CareLogger ist eine Gesundheits- und Fitness-App. Zur Anmeldung gab es bisher einen grünen Call-To-Action Button. Im Test gegen eine rote Variante zeigte sich eine Steigerung der Conversion-Rate von 34% durch den roten Button.

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Gleichsam erging es Performable: Die Änderung eines Call-to-Action Buttons von Grün zu Rot brachte eine Conversion-Steigerung von 21%. Ist also Rot besser für Conversions als Grün? Die Antwort lautet nein. Jede Seite ist – genau wie ihre Nutzer – einzigartig. Diese Elemente müssen getestet und geprüft werden, um festzustellen ob für Ihre Seite ein positiver Effekt erzielt werden kann.

Einer der Gründe, warum die Änderung der Farbe funktionierte, ist schlicht der stärkere Farbkontrast des Buttons. Wäre das gesamte Website-Layout in rot gehalten, würde ein roter Button nicht hervorstechen. Kontrast ist also ein weiterer Faktor, der beim Test-Setup in die Gedanken mit einfließen sollte. Es empfiehlt sich nicht, mit den Änderungen zu weit zu gehen. Eine gute User Experience ist stets das Ziel. Schlechte Schriften, aufdringliche, knallige Farben oder Flash Websites verderben eine gute User Experience.

So nutzen Sie Typografie zur Conversion-Optimierung

Typografie ist zu häufig ein Stiefkind des Webdesigns. Alle Online-Texte sind generell in ein und derselben Typo geschrieben – ein Design-Stellrädchen, das zu oft vernachlässigt wird.

Das Wichtigste zuerst: Online Leser mögen größere Schriftarten! Das Lesen am Bildschirm ist schon anstrengend genug. Große Schriftarten machen das Leben leichter. Gleichermaßen sind Sans-Serif Schriftarten die am meisten Verbreiteten. Es gibt jedoch Alternativen.

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Diese Daten stammen aus einer Studie von Michael Martin. Die Daten von 2013 zeigen die Entwicklung gegenüber der ersten Erhebung im Jahr 2009.

Martin erkennt interessante Entwicklungen – aber auch Gleichheiten – im Schriftenvergleich der Top von 2009 und 2013 für die Top 50 Websites. Serif ist die favorisierte Schriftart für Fließtext, die Tendenz für Überschriften geht jedoch hin zu einer 50/50 Verteilung von Serif und Serif-losen Schriftarten. Das ist eine deutliche Änderung gegenüber 2009. Eine Möglichkeit ist, dass Web-Autoren experimentieren wollen und Schriftarten variieren, um Conversions zu optimieren. Es ist auch ein toller Weg, um die eigene Website aus dem Web-Einheitsbrei hervorzuheben.

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Der neue Standard sind Webfonts (2013), die weg vom bisherigen Standard gehen. Die dennoch häufigsten Einzelschriftarten sind Georgia und Arial.

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Im Jahr 2009 waren die klassischen Schriftarten noch die meist verbreiteten. Ein Aspekt ist hier natürlich die Browser-Unterstützung neuer Schriftarten, die ältere Browser nicht mitbringen. Zudem ist Ladezeit für zusätzliche Schriftarten nötig und verlangsamt Websites.

Halten Sie den Zweck im Auge

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Wahl der Schriftart ist deren Anwendung. Hier ein Beispiel.

Wissenschaftler forschten Hunderte von Jahren danach, was dem Universum seine Masse gab. Obwohl Materie aus Elektronen, Protonen und Neutronen bestand, war keiner dieser Aspekte für die Masse zuständig. Als Forscher im CERN endlich Erkenntnisse über den entscheidenden Partikel (das „Higgs Boson“) gefunden hatten, präsentierten Sie die Ergebnisse mit der unter Schriftart-Kennern geächteten Schriftart „Comic Sans“.

Den größten Durchbruch des letzten Jahrhunderts im Bereich der Physik auf Comic Sans zu präsentieren, sorgte für viele Lacher in der Internet-Gemeinde. Zusammenfassend kann man sagen: „Gerne hätten wir unseren Fokus und Erstaunen auf eine bahnbrechende physikalische Erkenntnis gerichtet – leider ist uns Comic Sans dazwischen gekommen.“

Fazit

Farben und Schriftarten können zweifelsohne einen großen Impact auf Conversions haben. Beobachten Sie Trends und nutzen Sie Ihr Layout, um Ihre Conversions zu erhöhen. Sie haben jetzt sicherlich einige Ideen für tolle A/B Tests!

Über den Autor: George ist ein britischer Blogger und Schriftsteller. Er verfasst bereits seit fünf Jahren Online-Fachbeiträge zum Bereich SEO und Marketing. Hier stellt er sich und seine Arbeit vor.

Seien Sie Ihren Mitbewerbern immer eine Conversion voraus!


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