Anmerkung der AB Tasty Redaktion: Dies ist ein Gastbeitrag von Umesh Kumar, Digital Marketing Spezialist bei Designhill,Â ĂŒbersetzt aus dem englischen Original.
Das A/B Testing richtig zu verstehen und anzuwenden, ist kein Hexenwerk. Es geht lediglich darum, zwei unterschiedliche Varianten einer Website gegeneinander zu testen und herauszufinden, welche bei Ihrem Publikum besser ankommt. Nachdem Sie einen A/B Test durchgefĂŒhrt haben, werden Sie feststellen, dass Sie nun viele neue User zu Ihrer Kundschaft dazu zĂ€hlen dĂŒrfen.
Das A/B Testing ist sicherlich die beste Methode, um Ihre Conversion Rates zu steigern. Wie ein Artikel auf CrazyEgg.com zeigte, kann der Einsatz einer korrekten Testing-Methodik die Conversion Rate um bis zu 300 Prozent steigern. Umso erstaunlicher ist es, dass die Mehrheit im Marketing immernoch gar kein A/B Testing einsetzt. Sie glauben das nicht? Hier ein paar Zahlen:
- In den meisten GeschÀftsbereichen liegt die Conversion Rate zwischen 1% und 3%. (Quelle: truconversion.com)
- Die meisten Unternehmen investieren im Schnitt 92 Dollar, um einen neuen Website-Besucher zu gewinnen, aber lediglich 1 Dollar, um diesen in einen Kunden zu verwandeln. (Quelle: tweakyourbiz.com)
- Nur 22% aller Unternehmen sind mit ihrer Conversion Rate zufrieden. (Quelle: Semrush.com)
- 44% aller Firmen setzen A/B Testing ein, um ihre Conversion Rate zu steigern. (Quelle: Unbounce.com)
- 85% im Marketing möchten sich der Conversion Rate Optimierung intensiver widmen. (Quelle: Truconversion.com)
In Anbetracht dieser Statistiken wundert es nicht, dass das A/B Testing bei vielen noch keine Anwendung findet. Doch wie genau optimiert man denn Conversions mit A/B Testing? Die Antwort ist recht einfach: Warum nicht einfach das tun, was erfahrene Marketer bereits machen? Schauen Sie sich dazu die A/B Testing Erfolgsrezepte Anderer ab.
UnabhĂ€ngig von der Art Ihres Produktes oder Services, können Sie von anderen Anbietern sehr viel lernen. Um Ihnen dabei zu helfen, haben wir 5 starke Case Studies fĂŒr Sie gesammelt, die Ihnen in Sachen Hypothesenfindung und KundenverstĂ€ndnis auf die SprĂŒnge helfen sollen. Sie können aus diesen Case Studies wertvolle Learnings ziehen, die sich mit jedem A/B Testing Tool umsetzen lassen.
Case Study 1: Conversions um 11,5% gesteigert durch HinzufĂŒgen von FAQs, Statistiken und Social Proof auf der Website
Wer: Kiva.org, eine innovative Non-Profit Organisation, ermöglicht Unternehmern und Studenten verschiedener LĂ€nder mit geringem Einkommen, im Internet Geld zu leihen. Kiva hat einen A/B Test durchgefĂŒhrt, um die Anzahl der Spenden von Erstbesuchern auf der Landingpage zu erhöhen.
Hypothese: Den Usern mehr Informationen bereit zu stellen, wird die Anzahl der Spenden erhöhen.
Ergebnis: Die Spendengaben konnten um 11,5% gesteigert werden, nachdem eine Infobox mit Trust-Elementen unten auf der Landingpage platziert wurde.
Version A â Original: (links)
Version B: Mit Infobox (FAQs, Statistiken und Social Proof)

Was können Sie aus diesem Test mitnehmen?
Stellen Sie sicher, dass Ihre Landingpage alle Fragen, die Ihre User haben könnten, beantwortet. In dem Fallbeispiel hat die Infobox gewĂ€hrleistet, dass das Unternehmen sich und seinen Service ausreichend erklĂ€rt und die User mit Statistiken absichert. Das hat das Vertrauen der User in den Anbieter gestĂ€rkt und die Seite viel vertrauenswĂŒrdiger gemacht.
Case Study 2: Um 2,57% gesteigerte Ăffnungsrate und um 5,84% gesteigerte Click-Through-Rate (CTR) durch geĂ€nderte Betreffzeile
Wer: Designhill.com, eine der schnellst wachsenden Direkt-Crowdsourcing Plattformen, verbindet KĂŒnstler und Kunstbegeisterte. Kurz vor Weihnachten sollte eine E-Mail-Kampagne gestartet und die Click-Through-Rate gesteigert werden.
Hypothese: Den Titel des Blogartikels ohne Handlungsaufforderung in der Betreffzeile zu erwĂ€hnen, wĂŒrde die Click-Through-Rate erhöhen.
HeiĂt konkret: In die Betreffzeile wurde âDie Top 10 SEO-Strategien fĂŒr Startups in 2015â geschrieben anstatt: âLesen Sie unseren neuesten Artikel â Die Top 10 SEO-Strategien fĂŒr Startups in 2015â.
Ergebnis: Dem Anbieter gelang es, die CTR um 5,84% und die Ăffnungsrate um 2,57% zu steigern.

Was können Sie aus diesem Test mitnehmen?
Ihre Betreffzeile ist bei E-Mail-Kampagnen der erste BerĂŒhrungspunkt mit Ihren Zielkunden. Sie muss daher ansprechend sein und zum Klick anregen. Ihr Angebot kann noch so gut sein – wenn User Ihre Mail nicht einmal öffnen – ergibt sich Ihnen nicht die Chance, dieses dem Kunden zu prĂ€sentieren. FĂŒhren Sie Ihre Wortwahl mit Bedacht durch, um die Ăffnungsrate und Click-Through-Rate so hoch wie möglich zu gestalten. Doch nicht nur starke Betreffzeilen spielen eine Rolle. Auch Ihr Logo und Ihre Kontaktdaten mĂŒssen innerhalb der E-Mail gut sichtbar sein. Call-to-Actions und andere Links mĂŒssen gut platziert sein.
Case Study 3:Â 49% gesteigerte CTR durch Text im Call-to-Action Button
Wer: Fab ist eine Online-Community zum Privatverkauf von Kleidung, Haushaltsware, Accessoires und SammlerstĂŒcken.
Hypothese: Wenn der âZum Warenkorb hinzufĂŒgenâ-Button verstĂ€ndlicher gestaltet wird (durch das HinzufĂŒgen von Text anstatt der Verwendung eines Symbols) werden mehr User ein Produkt in den Warenkorb legen.
Ergebnis:Â Die CTR konnte um 49% gesteigert werden.
In der Grafik sehen Sie, dass die Originalversion der Seite (ganz links) einen kleinen roten Button verwendete, auf dem ein „+“ Zeichen zum Einsatz kam. Die zwei anderen getesteten Versionen (Mitte und ganz rechts) arbeiten mit Text. Die erste Version davon konnte den 49% Uplift erzielen.

Was können Sie aus diesem Test mitnehmen?
In bestimmten FĂ€llen spricht ein Text User gezielter an als ein Bild. Das ist immer dann der Fall, wenn die Handlungsaufforderung besonders klar sein soll. Arbeiten Sie daher mit deutlichen CTAs, die Ihren Kunden auf die SprĂŒnge helfen.
Ein CTA, den Ihre Kunden nicht verstehen, macht wenig Sinn. Sie mĂŒssen sofort verstehen, welchem Zweck der Button dient.
Case Study 4: Conversion Rate durch Bild im Hintergrund um 7,46% gesteigert.
Wer: Ein Anbieter wollte herausfinden, ob ein Website-Hintergrund mit Bild besser funktioniert als ein schwarzer Hintergrund.
Hypothese: Der Einsatz eines Bildes im Hintergrund kann mehr Conversions generieren als ein einfacher schwarzer Hintergrund.
Ergebnis: Die Conversion Rate des Hintergrundes mit Foto lag bei 25,14% im Vergleich zu den 7,68% des schwarzen Hintergrundes.

Was können Sie aus diesem Test mitnehmen?
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, das wissen Sie. Menschen lieben visuelle Reize und Ihre Seite ist der ideale Ort, um diese einzusetzen und fĂŒr Ihre Produkte sprechen zu lassen. Ein Foto Ihres Produktes oder Services im Hintergrund Ihrer Seite darzustellen, lĂ€sst Conversion steigern, da die User so besser visualisieren können, was sie fĂŒr ihr Geld bekommen. Bilder erregen die gesteigerte Aufmerksamkeit Ihrer Besucher und helfen, diese in Kunden zu verwandeln.
Case Study 5: 256% mehr Leads durch Landingpage optimiert fĂŒr mobile EndgerĂ€te
Wer: Rasmussen College, ein privates College und eine Public Benefit Corporation, wollte die Anzahl der Leads durch Pay-Per-Klick Traffic auf der mobilen Website erhöhen.
Hypothese: Eine neue mobil optimierte Website zu bauen wird die Conversions erhöhen.
Ergebnis: Die Conversions stiegen um 256% an, nachdem die mobile (responsive) Seite erstellt wurde.

Was können Sie aus diesem Test mitnehmen?
Hammad Akbar, GrĂŒnder der TruConversion.com sagt, dass âbei einer unangenehmen mobile Erfahrung und einer zu geringen Nutzerfreundlichkeit fĂŒr mobile EngerĂ€te, 48% der User annehmen, dass dem Unternehmen das GeschĂ€ft egal sei.“ Eine responsive Website verbessert die UX deutlich. Wenn Sie keine Kunden verlieren wollen, muss Ihre Seite so gestaltet sein, dass keine User wegen zu langer Ladezeiten abspringen. Halten Sie das Design fĂŒr mobile User einfach und fĂŒhren Sie nur die wichtigsten Informationen an. Versuchen Sie auf verschiedene Weisen, die Navigation auf Ihrer Seite ĂŒber mobile EndgerĂ€te so einfach wie möglich zu gestalten, zum Beispiel durch Drop Down MenĂŒs.
Fazit
Nach diesem Artikel sind sie hoffentlich inspiriert, eigene A/B Tests anzugehen. Es ist verblĂŒffend, einfach mal zu sehen, was die eigenen Kunden mögen – und nicht mögen. Die vorgestellten Fallstudien und ihre Ergebnisse sind jedoch individuelle FĂ€lle und geben keine Auskunft darĂŒber, dass sich gleiche Resultate auch auf Ihrer Website einstellen. Finden Sie selber heraus, wie sie Ihre Website und Marketingkampagnen so effizient wie möglich gestalten!
In dem Sinne: fröhliches Testing!
Lesen Sie unseren A/B Testing Guide
Ăber den Autor: Umesh Kumar ist ein Digital Marketing Spezialist und bei Designhill tĂ€tig, dem schnellst wachsenden Custom Design Marketplace. Seine Online-Marketing Karriere begann 2008 und seither dreht sich fĂŒr ihn alles um das Internet-Business, die Website-Entwicklung, Social Networks, Lead-Generierung, Suchmaschinenoptimierung und -marketing. Zudem liebt er das Bloggen und mit Anderen seine Erfahrung, Tipps und Tricks zu den Trends der digitalen Welt zu teilen. Vernetzen Sie sich mit ihm hier: Facebook | Twitter | Google+



































































