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Next Level Analytics: Google BigQuery Integration

AB Tasty und Google BigQuery haben sich zusammengeschlossen, um eine nahtlose Integration zu ermöglichen. Diese erlaubt es Kunden mit umfangreichen Datensätzen, auf Erkenntnisse zuzugreifen, zu automatisieren und datengesteuerte Entscheidungen zu treffen, um ihre Experimente voranzutreiben.

Wir haben schon oft darüber gesprochen, wie komplex es ist, Daten zu verstehen, um dein Testprogramm zu unterstützen. Wenn Unternehmen mit riesigen Datensätzen zu tun haben, müssen sie einen agilen und effektiven Weg finden, um diese Informationen zur Bereicherung ihrer Testing Performance und zur Ermittlung von Mustern, Trends und Erkenntnissen zu nutzen.

Mehr erreichen mit Datenanalyse

Google BigQuery ist eine vollständig verwaltete Cloud-Data-Warehouse-Lösung, die eine schnelle Speicherung und Analyse großer Datenmengen ermöglicht. Diese serverlose Plattform ist hochgradig skalierbar, kosteneffizient und darauf zugeschnitten, Unternehmen bei der Analyse umfangreicher Datensätze zu unterstützen, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

Mit Google BigQuery können Nutzer mühelos komplexe analytische SQL-Abfragen ausführen und dabei die integrierten Funktionen für maschinelles Lernen nutzen.

Durch die Integration mit AB Tasty’s Experience Optimization Platform, können Kunden mit großen Datensätzen BigQuery zum Speichern und Analysieren großer Mengen von Testdaten verwenden. Durch die Nutzung der Funktionen von BigQuery kannst du Datenanalyseprozesse rationalisieren, Experimentierzyklen beschleunigen und Innovationen effektiver vorantreiben.

Im Folgenden findest du einige der vielen Vorteile der Integration von Google BigQuery in AB Tasty, die dir dabei helfen, deine Prozesse zu verbessern:

  • BigQuery als Datenquelle

Mit der Integration von AB Tasty können bestimmte Daten von AB Tasty regelmäßig an dein BigQuery-Set gesendet werden. Jeder Data Ingestion Task hat einen Namen, eine zeitliche Häufigkeit für den Datenabruf und eine SQL-Abfrage, um die benötigten Daten zu erhalten. Diese Informationen helfen bei der Erstellung von zielgerichteten Anzeigen und Botschaften und erleichtern es, die richtigen Personen zu erreichen.

  • Zentrale Speicherung von Daten aus AB Tasty

Die Integration von AB Tasty und BigQuery vereinfacht außerdem die Kampagnenanalyse, da keine SQL- oder BI-Tools mehr benötigt werden. Dein Dashboard zeigt einen klaren Vergleich von Metriken auf einer einzigen Seite an, was die Effizienz steigert. Du kannst BigQuery für die Analyse von Experimenten nutzen, ohne das Reporting in AB Tasty zu duplizieren, und so das Beste aus beiden Plattformen herausholen. Integriere deine komplexen Metriken und Segmente, indem du unseren angereicherten Ereignisdatensatz abfragst und Ereignisdaten mit wichtigen Geschäftsdaten aus anderen Plattformen verknüpfst. Ob durch Web oder Feature Experimentation, es bedeutet genauere Experimente in großem Umfang, um das Unternehmenswachstum und den Erfolg zu fördern.

  • Machine Learning

BigQuery kann auch für Machine Learning bei Testprogrammen genutzt werden und hilft dir, Ergebnisse vorherzusagen und deine spezifischen Ziele besser zu verstehen. BigQuery bietet dir KI-gesteuerte prädiktive Analysen für die Skalierung personalisierter Multichannel-Kampagnen, frei von komplexen Attributionen oder Unsicherheiten. Greife auf Segmente zu, die sich dynamisch und in Echtzeit an das Kundenverhalten anpassen, um flexible, personalisierte und datengesteuerte Marketingstrategien zu entwickeln, die in deine Experimente einfließen.

  • Verbesserte Segmentierung und umfassender Einblick

Durch die Fähigkeit von BigQuery, Verhalten zu verstehen, kannst du besser segmentieren. Die Datensegmentierung ermöglicht die Kategorisierung von Nutzern auf der Grundlage verschiedener Attribute oder Verhaltensweisen. Mit Daten, die aus Experimenten an BigQuery gesendet werden, kannst du personalisierte Inhalte oder Funktionen erstellen, die auf bestimmte Benutzergruppen zugeschnitten sind und so das Engagement und die Conversion Rate optimieren.

Der größte Vorteil dieser Integration ist letztendlich das gemeinsame Reporting – vollautomatische und umsetzbare Experimentation Reports sowie die Möglichkeit, Daten aus anderen Quellen einzuspeisen, um ein vollständiges Bild zu erhalten.

Eine fortlaufende Partnerschaft

Diese Integration erfolgt, nachdem Google AB Tasty im letzten Jahr zum offiziellen Google Cloud Partner ernannt und uns auf dem Google Cloud Marketplace zugänglich gemacht hat, um die Transaktionen auf dem Marktplatz zu optimieren. Wir sind auch vollständig in Google Analytics 4 integriert. Wir waren außerdem sehr erfreut darüber, nach dem Google Optimize Sunset als einer der bevorzugten Anbieter für Experimentation von Google genannt zu werden.

Wir arbeiten weiterhin eng mit dem Tech-Giganten zusammen, um unseren Kunden zu helfen, weiter zu wachsen. Mehr über diese Integration erfährst du hier.

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„Find your Better“: AB Tasty’s neue Brand Identity

Ein Hoch auf die Veränderung

Wer sich verändert, dem geschieht Gutes. Und genau das haben wir getan.

Durch Veränderung erzielen wir Fortschritt.
Durch Veränderung finden wir das gewünschte „Bessere“.
Durch Veränderung wagen wir mehr.

Heute ist ein wichtiger Tag in unserer Unternehmensgeschichte. Richtig cool, dass wir dir heute unsere aktualisierte Markenidentität vorstellen können. Wir beginnen eine neue Ära, die unser fortwährendes Engagement für „Test and Learn“ besser mit unserer Position in Einklang bringt. Wir positionieren uns als Partner, der gemeinsam mit anderen Marken Ideen noch weiter vorantreibt und sie auf neue Höhenflüge schickt.

In den mehr als 13 Jahren, die wir in der Branche tätig sind, haben wir dynamische Veränderungen auf dem Markt erlebt. Marken verstehen jetzt die Bedeutung und die Auswirkung einer kontinuierlichen Experience Optimization. Der boomende Experimentiersektor hat unsere erfolgreichsten Quartale nach den strategischen Technologie-Akquisitionen befeuert. Neben unserem gestärkten KI- und Personalisierungsportfolio ist uns klar geworden, dass das, was uns einzigartig macht, unsere Mitarbeiter sind. Und unsere Mitarbeiter sind es, die unsere Kunden glücklich machen.

Zeit für Tasty Talk

Vielleicht hast du schon einige Änderungen bei AB Tasty bemerkt – und wir meinen nicht nur unsere neuen Markenfarben.

„Experimentation-Blau“ und „Crashtest-Gelb“

Auch wenn unsere lebendige visuelle Identität vielleicht überraschend wirkt, ist das Rebranding viel mehr als nur ein „kosmetisches Makeover“. Wir haben unsere Entscheidungen bei jedem einzelnen Schritt sehr bewusst getroffen.

In den letzten 14 Monaten haben wir einige aufregende technologische Neuerungen in unsere Plattform integriert: 

  • Im Oktober 2022 sahen wir einen großen Bedarf am Markt für mehr Personalisierung und übernahmen ein Unternehmen, das sich auf Recommendation- und Search-Lösungen spezialisiert hat.
  • Im Juni 2023 haben wir unser Personalisierungsangebot erweitert, um Teams dabei zu helfen, besser auf ihre verschiedenen Zielgruppen einzugehen und auf einem höheren Niveau zu konkurrieren. Wir haben eine emotionsbasierte Personalisierungstechnologie erworben, die unser Portfolio bereichert und erweitert.
  • Anschließend haben wir diese Plattformen mit unserer eigenen API-basierten Experimentier-, Personalisierungs- und Weblösung vereinheitlicht.

Gut Ding will Weile haben. Das beste Beispiel dafür ist unsere einheitliche Plattform, die alles bietet, was Marken für eine umfassende Experience Optimization benötigen. Wir können jetzt – mit unserer neuen Markenidentität – mit Stolz für alles werben, was wir sind, was wir sein können und was wir sein wollen.

Dieser strategische Wandel war der logische, für uns einzige Weg, den wir nach unserer enormen Wachstumsphase einschlagen konnten.

Neuer Look, gleiche Hingabe

Eines hat sich nicht geändert – und das ist unsere Hingabe für unsere Kunden. Sie stehen für uns im Mittelpunkt und werden es auch immer bleiben.

Alles, was wir getan haben, wird noch besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt. Die Vereinheitlichung unserer Produkte in einer harmonischen Plattform ermöglicht endlose Optimierungsmöglichkeiten, und unser Messaging spiegelt unseren Human Touch und die führende Expertise wider.

Wir sind die Optimierungspartner, die mutige Ideen in die Welt tragen.

Unsere Markengeschichte

Unsere Kunden müssen anders sein, nicht nur besser. Und dafür brauchen sie einen Partner, der sie bei der Optimierung ihrer Prozesse unterstützt. Unser Engagement für den Kunden-Support wird auf G2 immer wieder gewürdigt und ist etwas, was unsere Kunden sehr schätzen. Unser Team und das Maß an Unterstützung, das wir unseren Kunden bieten, waren schon immer und werden auch in Zukunft das sein, was AB Tasty einzigartig macht. Deshalb verankern wir uns im Herzen der Unternehmenskultur, um mutige Ideen von innen heraus zu fördern.

Wie können wir das erreichen? Indem wir uns auf unsere drei Säulen als Fundament konzentrieren.

  1. Unser Human Touch: Unsere Mitarbeiter sind das Wichtigste – sie verleihen unserer Technologie Leib und Seele. Wir bauen Verbindungen zu unseren Kunden auf, indem wir über oberflächliche Beziehungen hinausgehen und tiefgreifende Partnerschaften mit Kundenverständnis eingehen.
  2. Unsere außerordentliche Expertise: Wir untermauern mutige Ideen mit Daten und Know-how. Als Branchenführer sind wir immer einen Schritt voraus und lernen durch unsere „Test and Learn“-Kultur ständig dazu. Wir machen jeden Schritt bewusst und nicht zufällig, indem wir mutige Ideen risikofrei machen.
  3. Unser verbindendes Produkt: Unser Produkt verbindet Teams, Plattformen, Tools und Partner. Wir transformieren Kulturen und verändern die Art und Weise, wie unsere Kunden arbeiten und denken. Wir arbeiten als ein Team mit einer Vision und gemeinsamen Zielen.

All das tun wir, damit unsere Kunden das nächste Level erreichen können. Wir machen ihren nächsten Schritt zu unserer nächsten Herausforderung. Wir geben ihnen den Mut und den Anstoß, den sie brauchen, um mehr zu wagen. 

Fazit

Jeder nächste Schritt sieht für unsere Kunden, Unternehmen und Menschen anders aus. Deshalb sorgen wir für den Mut und die Überzeugung, ihn zu gehen.

Wir helfen unseren Kunden MEHR ZU WAGEN.

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Client-Side vs. Server-Side A/B-Testing: Wann solltest du zu serverseitigen Tests übergehen?

Wenn Unternehmen mit dem Experimentieren beginnen, experimentieren sie zunächst vielleicht mit kleinen Änderungen auf ihrer Website, wie z. B. dem Design eines CTA und anderen kleinen Änderungen, um zu untersuchen, wie sie funktionieren und welche Auswirkungen sie auf wichtige KPIs wie die Conversion Rate und Transaktionen haben.

Mit zunehmender Reife eines Experimentierprogramms ist es jedoch wahrscheinlicher, dass sich Unternehmen mit anspruchsvolleren Arten von Tests befassen wollen, die mehr Fachwissen und ein fortschrittlicheres Tool erfordern.

Das ist der Zeitpunkt, an dem viele Unternehmen bereit sind, den Schritt von client- zu serverseitigen Experimenten zu wagen.

In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit dem Thema Client-Side vs. Server-Side A/B-Testing und gehen der Frage nach, wann der richtige Zeitpunkt für den Umstieg auf serverseitige Tests gekommen ist. Darüber hinaus erörtern wir die Bedeutung dieser Art von Tests, indem wir die verschiedenen Szenarien skizzieren, in denen serverseitige Experimente besser geeignet sind.

Diese Inhalte erwarten dich in diesem Blogartikel:

Client-Side vs. Server-Side A/B-Testing

Was sind die Vorteile von serverseitigen Tests?
Omnichannel-Experimente
Verbesserte Leistung
Unendliche Testmöglichkeiten

Wann ist es sinnvoll, zu serverseitigen Tests überzugehen?

Serverseitige Tests und Feature Flags

Fazit: Client-Side vs. Server-Side A/B-Testing – Der Kontext zählt

Client-Side vs. Server-Side A/B-Testing

Bevor wir uns näher mit dem serverseitigen Testen befassen, wollen wir kurz auf die Unterschiede zwischen Client-Side und Server-Side A/B-Testing eingehen, um zu verstehen, warum du beide Arten von Tests benötigst, wenn sich dein Experimentier- und Optimierungsprogramm weiterentwickeln soll.

Bei clientseitigen Tests erfolgt das Experimentieren auf der Client-Seite durch JavaScript, das im Browser ausgeführt wird. Mit clientseitigen Tools kannst du also Variationen deiner Seiten erstellen, indem du den Inhalt änderst, der von deinem Server an die Benutzer im Webbrowser gesendet wird. Der Benutzer erhält dann eine Variante des geänderten Inhalts auf der Grundlage deiner Targeting-Regeln.

Einfach ausgedrückt: Die gesamte Arbeit findet dank JavaScript auf der Ebene des Browsers statt. Aus diesem Grund eignen sich clientseitige Tests in der Regel am besten für „oberflächliche“ Änderungen wie Layout, Design und Farben, um deren Leistung und Auswirkungen auf wichtige KPIs zu messen.

Beim serverseitigen Testen findet die gesamte Arbeit auf der Serverebene und nicht im Browser statt. Mit anderen Worten: Es ist dein Server, der einem Benutzer die geänderte Variante zufällig sendet. Folglich arbeitet das Experimentierwerkzeug auf dem Server und nicht in den Browsern deiner Benutzer. 

Einer der größten Vorteile von clientseitigen Tests besteht vielleicht darin, dass sie einfach zu implementieren sind und keine besonderen Fachkenntnisse erforderlich sind, um diese Tests auf dem Frontend der Website durchzuführen.

Aufgrund ihrer fortschrittlichen Funktionen erfordern serverseitige Tests dagegen technisches Fachwissen und Programmierkenntnisse, so dass in der Regel Entwickler die Tests im Backend durchführen.


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Was sind die Vorteile von serverseitigen Tests?

Bevor wir darauf eingehen, wann du serverseitige Tests einsetzen solltest, werden wir auf einige ihrer Vorteile eingehen, um ihre Use Cases besser zu verstehen.

Omnichannel-Experimente

Clientseitige Lösungen sind in der Regel auf Geräte mit Webbrowsern beschränkt, sei es auf dem Desktop, dem Handy oder dem Tablet. Das bedeutet, dass du keine Experimente auf mobilen Apps oder verbundenen Geräten durchführen kannst.

Serverseitige Lösungen hingegen ermöglichen es dir, über mehrere Kanäle hinweg zu experimentieren, einschließlich mobiler Apps, was deinen Spielraum erheblich erweitert und dir zahlreiche Möglichkeiten für A/B-Tests über Webbrowser hinaus eröffnet, sodass du alle Bereiche abdecken kannst.

Verbesserte Leistung

Einer der vielleicht größten Vorteile von serverseitigen Tests ist das Ausbleiben des Flickering-Effekts, der bei clientseitigen Lösungen oft ein großer Nachteil ist.  

Der Flickering-Effekt tritt auf, wenn die Originalseite geladen und durch die Testvariante ersetzt wird, und wird normalerweise vom Benutzer wahrgenommen.

Im Gegensatz zu clientseitigen Tools, die das Hinzufügen eines JavaScript Tags zu deinen Seiten erfordern, musst du dieses Tag bei serverseitigen Tools nicht hinzufügen. Das liegt daran, dass die Experimente auf dem Server gerendert werden, bevor sie an den Client weitergegeben werden, so dass die gesamte Hauptarbeit auf der Serverebene stattfindet und auf der Client-Seite nicht auffällt. 

Mit anderen Worten: Bei einem serverseitigen Test wird die Variation vom Server abgerufen und an den Browser des Benutzers übermittelt. Folglich finden keine Änderungen am Frontend oder Browser statt, so dass es keinen Flickering-Effekt gibt.

Unendliche Testmöglichkeiten

Deine Teams haben bei serverseitigen Tests viel mehr Möglichkeiten, da sie alle Aspekte deiner Website ändern können.

Da serverseitige Tests vom Backend Server gerendert werden, kannst du komplexere dynamische Inhalte testen, während dies bei clientseitigen Tests nicht so einfach möglich ist und die Benutzerfreundlichkeit beeinträchtigen kann. 

Mit anderen Worten: Du kannst viel komplexere Tests erstellen, die über den Rahmen von UI- oder kosmetischen Änderungen hinausgehen und eine völlig neue Welt des Experimentierens eröffnen. 

Mit solchen tiefgreifenden Experimentiermöglichkeiten können Teams alle Facetten eines Produkts gründlich testen, um seine Funktionalität zu validieren, z. B. die zugrundeliegenden Funktionen, Algorithmen und Backend-Logik.

Im nächsten Abschnitt zeigen wir dir diese verschiedenen Use Cases, bei denen du die Durchführung von serverseitigen Tests in Betracht ziehen solltest.

Wann ist es sinnvoll, zu serverseitigen Tests überzugehen?

Wie wir bereits erwähnt haben, werden serverseitige Tests in der Regel dazu verwendet, fortgeschrittene Tests durchzuführen und tiefgreifende Experimente innerhalb deines Tech Stacks durchzuführen, um die Funktionsweise eines Produkts gründlich zu untersuchen.

Einfach ausgedrückt, ermöglichen serverseitige Testlösungen Teams die Durchführung robusterer und sicherer Experimente, die sich auf die Änderung der Produktfunktionen konzentrieren

Hier sind einige Anwendungsfälle, in denen serverseitige Tests gegenüber clientseitigen Tests zu empfehlen sind:

  • Führe Experimente auf deiner mobilen App durch

Wie bereits erwähnt, besteht einer der Hauptvorteile des serverseitigen Testens darin, dass es Omnichannel- und plattformübergreifende Experimente ermöglicht.

Da clientseitige Lösungen auf JavaScript und Cookies angewiesen sind, ist es nicht möglich, sie zum Testen nativer mobiler Apps zu verwenden und du bist auf Geräte beschränkt, die über einen Standard-Webbrowser verfügen.

Das bedeutet, dass du für die Durchführung von Experimenten mit deiner mobilen Anwendung eine fortschrittlichere serverseitige Testlösung benötigst, um mit den Technologien für mobile Apps umzugehen, die komplexer sind und sich erheblich von den Webtechnologien unterscheiden. 

Da das serverseitige Testen sowohl für Webanwendungen als auch für mobile Apps funktioniert, kannst du außerdem denselben Test mit denselben Variationen durchführen, unabhängig davon, welcher Kanal verwendet wird. Auf diese Weise kannst du die Daten der einzelnen Kanäle vergleichen und das Benutzererlebnis an den verschiedenen Customer Journey Touchpoints entsprechend optimieren.

Wenn du schließlich Feature Flags verwendest, um serverseitige Tests für mobile Apps durchzuführen, kannst du die mühsame und zeitaufwändige Genehmigung im App Store umgehen. Vereinfacht gesagt, kannst du mit Feature Flags Funktionen aus der Ferne ein- oder ausschalten, ohne den Code erneut in den App Stores bereitzustellen und auf die Genehmigung zu warten oder darauf warten zu müssen, dass alle Änderungen zur gleichen Zeit fertig sind, um deine eigenen Änderungen zu veröffentlichen.

  • Teste deine Suchalgorithmen

Serverseitige A/B-Tests sind effizient für das Testen von Änderungen auf tieferer Ebene, die mit dem Backend und der Architektur deiner Website zusammenhängen.

Dies ist der Fall bei Suchalgorithmen, die Änderungen an deinem bestehenden Code erfordern. E-Commerce-Websites greifen in der Regel auf serverseitige Tests zurück, um sicherzustellen, dass Kunden ihre Website problemlos durchsuchen und das gewünschte Produkt finden können. 

Suchalgorithmen sind also der Schlüssel dazu, dass Kunden das gesuchte Produkt finden, indem sie ein nahtloses Sucherlebnis bieten, das sie schließlich zum Kauf veranlasst.

Du kannst z. B. testen, was den Kunden in den Suchergebnissen angezeigt wird, ob dies auf der Grundlage des Preises, der Beliebtheit oder der Bewertungen geschehen soll oder ob du Produkte auf der Grundlage dessen priorisieren solltest, was Kunden in der Vergangenheit gekauft/gemerkt/angesehen haben. 

Mit serverseitigen Tests kannst du solche komplexen Szenarien und Regeln erstellen, um deinen Kunden personalisierte Empfehlungen zu geben und ihre Sucherfahrung auf deiner Website zu optimieren. Diese sind mit clientseitigen Lösungen schwieriger zu testen, da die Suchseiten auf der Suchanfrage basieren und daher dynamisch gerendert werden.

Daher bieten serverseitige Tests umfassendere Möglichkeiten und ermöglichen es dir, mit mehreren Algorithmen zu experimentieren, indem du den vorhandenen Code änderst.


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  • Optimiere deine Produktempfehlungen

In ähnlicher Weise kannst du mit serverseitigen Tools mehrere Produktempfehlungsalgorithmen testen, die in der Regel unten auf den Produktseiten zu finden sind, um zu messen, welche Arten von Layouts die meisten Verkäufe generieren oder den durchschnittlichen Bestellwert erhöhen. Ist es z. B. besser, ähnliche Produkte, die beliebtesten Produkte oder die zuletzt angesehenen Produkte zu empfehlen?

Solche Empfehlungen basieren auf einer Vielzahl von Kriterien, wie z. B. dem Browserverlauf, deinem eigenen PIM-System (Product Information Management) und anderen Datenquellen. Serverseitige Tests ermöglichen es dir, diese verschiedenen Algorithmen zu testen, um die beste Auswahl an empfohlenen Produkten zu ermitteln.

  • Teste datenschutzrelevante Seiten

Serverseitige Tests eignen sich hervorragend zum Testen von Seiten, bei denen die Datensicherheit von entscheidender Bedeutung ist, da sie gewährleisten, dass die Daten innerhalb des Servers sicher bleiben, ohne dass man sich um eine Sicherheitsbedrohung sorgen muss.

Dies ist ideal zum Testen von E-Commerce-Zahlungsseiten oder für Bankanwendungen oder andere Webseiten oder Anwendungen, die sensible Daten enthalten.

Du kannst auch Feature Flags verwenden, um eine neue Zahlungsmethode an einer Untergruppe von Nutzern zu testen und zu sehen, wie sie sich anpassen, bevor du sie für alle anderen einführst.

  • Bestimme die ideale Formularlänge

Dies ist besonders wichtig für SaaS-Unternehmen, die sich auf Formulare für kostenlose Testversionen und Demoanfragen verlassen, um Informationen von ihren Besuchern zu sammeln. Daher müssen sie die beste Länge für solche Formulare ermitteln, ohne dabei Abbrüche zu riskieren, aber dennoch in der Lage zu sein, alle erforderlichen Informationen über einen potenziellen Kunden zu erfassen. 

Serverseitige Tests sind in diesem Szenario der richtige Weg, da deine Formulare direkt mit der Struktur deiner Datenbank verknüpft sind. Wenn ein Feld obligatorisch ist, kannst du es nicht mit JavaScript ausblenden, da die Validierung des Formulars serverseitig fehlschlägt.

Daher sollte die Prüfung der Länge und Komplexität eines Formulars, die sich am positivsten auf die Conversion Rate auswirkt, serverseitig erfolgen.

Dies gilt auch für andere Websites, die solche Formulare von Besuchern verwenden, wie z. B. Hotelreservierungs- oder Versicherungsseiten. Beachte, dass verschiedene Sektoren je nach Art und Zweck der zu erfassenden Informationen unterschiedliche und mehr oder weniger Informationen benötigen.

  • Teste die Grenze für den kostenlosen Versand

E-Commerce-Unternehmen sollten in der Lage sein, den Bestellwert zu ermitteln, ab dem ein kostenloser Versand möglich ist. Dies ist wichtig, da die Versandkosten eine der Hauptursachen für Warenkorbabbrüche sind.

Da die Versandkosten einer der ausschlaggebenden Faktoren für die Kaufentscheidung eines Kunden sind, sollten Unternehmen verschiedene Schwellenwerte für den Warenkorb testen, um die optimale Grenze für den kostenlosen Versand herauszufinden und so die Transaktionsraten zu verbessern.  

Da die Versandkosten in der Regel dynamisch vom Backend Server gerendert werden, musst du sie serverseitig testen. Alle vorgenommenen Änderungen sollten sich auf alle folgenden Schritte auswirken und sollten serverseitig verwaltet werden.

  • Validiere deine Funktionen

Serverseitige Tests ermöglichen dir die Durchführung von Funktionstests, um deine Produktfeatures zu validieren, indem du Variationen deiner Features an verschiedene Benutzergruppen ausrollst, um deren Leistung zu bewerten, bevor du eine allgemeine Freigabe vornimmst. 

Mit Hilfe von Feature Flags kannst du serverseitige A/B-Tests durchführen und deine Benutzer segmentieren, indem du sie zu der einen oder anderen Variante leitest. Wenn mit einer Variante etwas schief geht, kannst du diese leicht wieder rückgängig machen, indem du das Flag deaktivierst, bevor es die Benutzererfahrung weiter beeinträchtigt. 

Anhand des Feedbacks dieser Nutzer kannst du dann deine Features optimieren und sie für alle Nutzer freigeben, in der Gewissheit, dass sie den Kundenanforderungen entsprechen.

Serverseitige Tests und Feature Flags

Die beste Möglichkeit, serverseitige Tests durchzuführen, sind Feature Flags. Durch die Entkopplung von Bereitstellung und Veröffentlichung kannst du serverseitige A/B-Tests durchführen, indem du neue Funktionen an eine kleine Gruppe von Benutzern ausrollst. Anschließend kannst du die Leistung dieser Benutzergruppe messen, bevor du sie für alle anderen Benutzer einführst.

Serverseitige Tests erfordern zwar technisches Fachwissen und Programmierkenntnisse, sind aber nicht nur für technische Teams relevant. Häufig arbeiten nicht-technische Mitarbeiter mit Produktteams zusammen, um Experimente zu definieren, die dann von den Entwicklern durchgeführt werden. Sobald ein Experiment implementiert ist, kann es in der Regel über ein Dashboard gesteuert, überwacht und analysiert werden.

Mit der richtigen Feature-Management-Lösung können alle Teams eines Unternehmens mit Hilfe eines einfach zu bedienenden Dashboards serverseitige Tests durchführen, ohne dass es zu technischen Problemen kommt.

Fazit: Client-Side vs. Server-Side A/B-Testing – Der Kontext zählt

Letztendlich ist es wichtig zu wissen, dass es nicht darum geht, ob serverseitig besser ist als clientseitig. Es handelt sich um zwei sich ergänzende Ansätze und für welchen sich ein Unternehmen entscheidet, hängt davon ab, welcher Ansatz für seine Optimierungs- und allgemeinen Geschäftsziele besser geeignet ist.

Mit anderen Worten: Die eine Art des Testens ersetzt die andere nicht. Es kommt darauf an, welche Art von Experimenten du durchführen möchtest und welche Art in dem jeweiligen Kontext besser geeignet ist und welche Teams die Experimente durchführen möchten – Marketingspezialisten bevorzugen und verwenden häufiger clientseitige Tests, während Produktmanager und Entwickler sich in der Regel für serverseitige Tests entscheiden. Es hängt auch von den Ressourcen ab, die Unternehmen zur Verfügung haben, und vom Reifegrad ihrer Optimierungsprogramme.

Um sicherzustellen, dass deine Website optimiert ist und ein nahtloses Benutzererlebnis bietet, ist es wichtig, beide Testtechniken zur Hand zu haben, um in einer wettbewerbsorientierten digitalen Welt zu bestehen. 

Beide Arten von Tests sind unverzichtbar, wenn es darum geht, großartige Produkte zu entwickeln, die maximale Einnahmen bringen. Der Schlüssel liegt darin, beide zusammen einzusetzen, um die Produktivität zu steigern und eine maximale Wirkung zu erzielen.

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Mobile App Deployment: Wie Teams Feature Flags gezielt nutzen können

Im digitalen Zeitalter können sich Unternehmen nicht mehr nur auf die Optimierung für den Desktop konzentrieren, zumal immer mehr Verbraucher ihre mobilen Geräte nutzen, um Websites zu besuchen und Einkäufe über Apps zu tätigen.

Da es jedoch Millionen von Apps gibt, sind der Wettbewerb und die Ansprüche und Erwartungen der Verbraucher so hoch wie nie zuvor. Das bedeutet, dass deine App in einem überfüllten Markt herausstechen muss.

Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Entwicklung mobiler Apps nicht demselben Prozess folgt wie die einer Website App.

In diesem Artikel gehen wir auf die Herausforderungen beim Mobile App Deployment – also der Bereitstellung und Veröffentlichung von mobilen Apps – ein und erläutern, wie du mithilfe von Feature Flags optimierte Mobile Apps erstellen kannst, die den Bedürfnissen deiner Kunden entsprechen.

 

Diese Inhalte erwarten dich in diesem Blogartikel:

Die Herausforderungen beim Mobile App Deployment

Der Wert von Feature Flags für die Bereitstellung und Freigabe mobiler Apps

Wie kannst du Feature Flags beim Mobile App Deployment verwenden?

Mobile Feature Flags: Use Cases
Use Case 1: Decathlon
Use Case 2: EDF
Use Case 3: Ornikar

Fazit: Feature Flags – Das ultimative Tool für Mobile App Deployment und bessere mobile Erlebnisse

 

Die Herausforderungen beim Mobile App Deployment

Mobile Entwicklungsteams sind besonders anfällig für Bugs und lange, langwierige Veröffentlichungszyklen.

Kurz gesagt gibt es zwei Hauptprobleme, wenn es um die Freigabe oder Aktualisierung von Funktionen für mobile Anwendungen geht:

  1. Du musst warten, bis die App-Stores die Freigabe erteilen (was einige Zeit dauern und die Veröffentlichung erheblich verzögern kann).
  2. Danach musst du warten, bis die Nutzer die Aktualisierung manuell aus dem Store herunterladen (was ebenfalls viel Zeit in Anspruch nehmen kann).

Betrachten wir zum Beispiel folgendes Szenario: Du arbeitest an einem Update für deine mobile App. Du gibst es schließlich frei, um dann festzustellen, dass du einen Fehler übersehen hast, der zum Absturz deiner App führt.

In der Zeit, in der du ein neues Update mit einer Fehlerbehebung veröffentlichst, auf die Veröffentlichung im App Store wartest und darauf wartest, dass die Benutzer das Update herunterladen, riskierst du den Verlust einer beträchtlichen Anzahl von Benutzern.

Entwickler und Techniker von Mobilgeräten sind mit einem solchen Szenario nur allzu vertraut. 

Daher kann es ein mühsamer und langwieriger Prozess sein, bis eine Version genehmigt wird. Nach der Genehmigung muss jede fehlerhafte Version korrigiert werden und den App-Store-Genehmigungsprozess von neuem durchlaufen, was zu weiteren Verzögerungen führt. 

Obwohl sich die Überprüfungszeit in den letzten Jahren verbessert hat, kann es zu weiteren Verzögerungen kommen, wenn deine App nicht den Prüfungsrichtlinien des App Stores entspricht. Dies bedeutet, dass du keine Echtzeit-Updates für die Produktion bereitstellen kannst, wie dies bei Web Apps der Fall ist.

Vereinfacht gesagt, ist der Prozess des Mobile App Deployments nicht so einfach wie die Bereitstellung von Web Apps. 

Im Gegensatz zu Web Apps, die automatisch aktualisiert werden, sobald Besucher auf die Website zugreifen, müssen Benutzer eine Aktualisierung der mobilen App in ihrem Store herunterladen, um die neueste Version zu erhalten.  Da sich die Updates nach dem Überprüfungsprozess stapeln, hast du keine Kontrolle darüber, ob die Nutzer die neuesten Versionen herunterladen. 

Daher kann die Bereitstellung von Updates für mobile Apps im Vergleich zu Web Apps mehr Zeit in Anspruch nehmen. Und in einer Zeit, in der die Kunden immer das Beste verlangen, ist es nicht machbar, sie so lange auf ein Update warten zu lassen, vor allem, wenn es sich um einen Fehler handelt, ganz zu schweigen von der Bereitstellung einer neuen App-Version, sobald der Fehler behoben ist.  

In der modernen Softwareentwicklung, in der eine kontinuierliche Bereitstellung unerlässlich ist, um wettbewerbsfähig zu bleiben und die sich schnell ändernden Anforderungen der Kunden zu erfüllen, müssen die Teams auf eine andere Lösung zurückgreifen, um eine höhere Veröffentlichungsfrequenz zu erreichen.


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Der Wert von Feature Flags für die Bereitstellung und Freigabe mobiler Apps

An dieser Stelle kommen Feature Flags ins Spiel.

Im Gegensatz zu clientseitigen Tests, bei denen sich die Experimente auf Webbrowser konzentrieren, geben Feature Flags den Teams die Möglichkeit, serverseitige Experimente über mehrere Kanäle, einschließlich mobiler Apps, durchzuführen.

Feature Flags ermöglichen es Teams, Funktionen für Benutzer ihrer Wahl zu aktivieren oder zu deaktivieren, um Risiken und negative Auswirkungen zu minimieren.

Das bedeutet, dass du Funktionen aus der Ferne ein- oder ausschalten kannst, ohne den Code erneut in den App-Stores bereitzustellen und auf die Genehmigung zu warten oder darauf warten zu müssen, dass alle Änderungen zur gleichen Zeit fertig sind, um deine eigenen Änderungen zu veröffentlichen. Auf diese Weise kannst du Code bereitstellen, wann immer du willst.

Lies mehr dazu: Was ist Remote-Konfiguration in der App-Entwicklung?

Auf diese Weise kannst du deine App auf der Grundlage des Feedbacks deiner Nutzer kontinuierlich und in Echtzeit aktualisieren, ohne ein Update an den App Store zu senden oder auf dessen Genehmigung zu warten. Außerdem kannst du nach und nach neue Funktionen freigeben, ohne dass die Nutzer ständig ihre App-Version aktualisieren müssen.

Mit Feature Flags können Mobile-Entwickler in der Produktion sicher mit einer vordefinierten Zielgruppe testen und Funktionen mit einem Kill Switch deaktivieren, falls Probleme auftauchen. Die Entwickler können dann daran arbeiten, das Problem zu lokalisieren und zu beheben, bevor sie die Funktion für alle Benutzer freigeben.

 

Wie kannst du Feature Flags beim Mobile App Deployment verwenden?

Feature Flags können nicht nur von Entwicklern, sondern auch von Produkt- und Release-Managern verwendet werden, um das mobile Erlebnis auf verschiedene Weise zu optimieren.

Hier sind einige Beispiele für den Einsatz von Feature Flags in mobilen Anwendungen:

  • A/B-Testing: Mit Feature Flags kannst du deine Nutzer in Untergruppen aufteilen, wobei jede Gruppe von Nutzern eine andere Variante der Funktion erhält. Auf diese Weise kannst du testen und feststellen, welche Variante am besten abschneidet und an alle Benutzer verteilt werden sollte. Einfach ausgedrückt: A/B-Tests ermöglichen dir, wertvolles Live Feedback von deinen Nutzern zu sammeln, so dass du fundierte Entscheidungen über die Optimierung deiner Funktionen und Produkte treffen kannst.
  • Gezielte Rollouts: Teams können Feature Flags verwenden, um ihre Ideen zu testen, indem sie ihre Funktion schrittweise einführen und nur einer begrenzten Anzahl von Nutzern einen “Early Access” zur App gewähren, z. B. durch Betatests. Auf diese Weise kannst du die Begeisterung für die neue Funktion wecken und die Auswirkungen auf diese ausgewählten Nutzer überwachen. Gezielte Rollouts ermöglichen es den Teams, fundiertere Entscheidungen darüber zu treffen, was zu optimieren ist, und die App auf der Grundlage des Live-Nutzerfeedbacks fein abzustimmen.
  • Personalisierung: Feature Flags sind eine großartige Möglichkeit, das Erlebnis für verschiedene Arten von Nutzern zu personalisieren, anstatt ein einheitliches Erlebnis für alle Nutzer zu bieten. Indem du die Funktionen änderst, die bestimmte Benutzer erhalten, kannst du das Benutzererlebnis in mobilen Apps auf einzelne Benutzer oder Benutzersegmente abstimmen. So kannst du z. B. je nach Land, in dem sich der Nutzer aufhält, ein einzigartiges Erlebnis bieten.
  • Rollback/Kill Switch: Das wirklich Einzigartige an Feature Flags ist, dass sie Teams in die Lage versetzen, fehlerhafte Updates schnell wieder rückgängig zu machen. Durch einfaches Deaktivieren des entsprechenden Feature Flags kannst du einen Fehler beheben, ohne den langwierigen App-Store-Review-Prozess zu durchlaufen.

Mobile Feature Flags: Use Cases

Wir haben bisher vor allem darüber gesprochen, wie Feature Flags beim Mobile App Deployment eingesetzt werden können. Sie sind aber auch eine großartige Möglichkeit, das Risiko bei der Bereitstellung und beim Testen mobiler Websites zu verringern, insbesondere wenn es um tiefgreifende Änderungen geht, die mit der Backend-Architektur verbunden sind, wie z. B. das Testen neuer Zahlungsmethoden.

Dies lässt sich mit einer Feature-Flagging-Plattform leicht bewerkstelligen, auf der Teams mit einer benutzerfreundlichen Plattform, die von allen Teams genutzt werden kann, regelmäßige Releases sicher bereitstellen können. 

Nehmen wir zum Beispiel an, du hast zwei Zahlungsfunktionen entwickelt: eine für den Desktop und eine für das Handy. Bevor du ein vollständiges Release veröffentlichst, möchtest du sie mit einer kleinen Gruppe von Early Adopters testen, um die Auswirkungen zu überwachen und die Nutzungsrate zu bestimmen.

Mit AB Tasty kannst du ganz einfach einen Anwendungsfall für das Umschalten von Funktionen in deinem AB Tasty Konto erstellen und den KPI auswählen, den du beobachten möchtest, in diesem Fall wären das die Klicks auf den Button „Zur Kasse gehen“ und dann „Conversion Rate“ als Unter-KPI.

Anschließend kannst du zwei Szenarien definieren: eines zur Aktivierung der Funktion auf dem Desktop und ein anderes zur Aktivierung auf mobilen Geräten. Du konfigurierst dann das Flag, das die neue Zahlungsmethode für jedes Szenario aktiviert, wie im Bild unten bei „Scenario mobile“ auf dem Dashboard zu sehen ist.

Mit AB Tasty kannst du ein Szenario speziell für mobile Geräte definieren. (Quelle: Screenshot von der AB Tasty Plattform für Feature Experimentation & Rollouts)

Als Nächstes sehen wir uns Beispiele aus der Praxis an, wie AB Tasty Kunden Feature Flags für mobile Tests verwenden:

Use Case 1: Decathlon

Decathlon, ein französischer Sportartikelhändler mit mehr als 2.000 Filialen in 56 Ländern, wollte die Platzierung von CTAs testen, um deren Wirkung auf allen Geräten, einschließlich Mobilgeräten, und Produktübersichtsseiten, auch Product Listing Pages (PLPs), mit Hilfe von Feature Flags zu messen.

In der ursprünglichen Version, die unten zu sehen ist, wollte das Team von Decathlon APAC eine frühere Platzierung des „In den Warenkorb“-Buttons auf Mobilgeräten auf der Hauptseite unterhalb des Produktbildes testen, um einen positiven Rollout zu gewährleisten und den Uplift zu messen. In der ursprünglichen Version mussten die Nutzer erst auf das Produkt klicken, um zur Produktdetailseite zu gelangen, bevor sie diesen Button sehen konnten.

Decathlon testete für die mobile Version das Hinzufügen eines Warenkorb-Buttons direkt auf der Produktübersichtsseite. (Quelle: Screenshots von Decathlon)

Mit der zuverlässigen Lösung von AB Tasty war das Team in der Lage, die Auswirkungen dieser neuen Funktion auf die Conversions zu testen. Die Änderung der CTA-Platzierung erwies sich als Erfolg und führte zu einem Anstieg der Transaktionsrate um 10,37 % und einem Anstieg des durchschnittlichen Bestellwerts um 11,27 $.

Use Case 2: EDF

EDF (Electricité de France) ist seit über 70 Jahren der größte Stromlieferant in Frankreich. Das Team von EDF wollte die Zahl der Online-Abonnements und -Anrufe über seine App erhöhen.

Insbesondere wollten sie die Auswirkungen einer Änderung des CTA-Designs in der App überwachen. Durch die Verwendung von Feature Flags zur Erhöhung der Sichtbarkeit der CTAs konnte das Team die Auswirkungen auf die Klicks für Online-Abonnements bzw. -Anrufe bei EDF-Beratern messen (und steigern).

Das Team führte einen A/B-Test durch, bei dem der CTA für das Abonnement vor einem orangefarbenen Hintergrund und der CTA für den Anruf vor einem grünen Hintergrund angezeigt wurde. Sie fügten auch Text hinzu, um die Öffnungszeiten zu kommunizieren.

EDF testete die Auswirkungen einer Änderung des CTA-Designs in seiner App. (Quelle: Screenshots von EDF)

Der Anruf-CTA war derjenige, der positivere Ergebnisse lieferte und es dem Team ermöglichte, mehr qualifizierte Leads zu generieren und die Zahl der Anrufe mit EDF-Beratern zu erhöhen.

Mit einem Anstieg der Anrufe um 20 % konnte das Team dann zuversichtlich eine angepasste Variante in der App entwickeln und einführen, bei welcher der neue Anruf-CTA besser sichtbar war.             


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Use Case 3: Ornikar

Oft sind A/B-Tests eine todsichere Methode, um potenzielle Verzerrungen zu beseitigen, und können ein Unternehmen davor bewahren, in eine Optimierungskampagne zu investieren, die ansonsten viel wertvolle Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen würde.

Das war der Fall bei Ornikar, einer Fahrschulplattform in Frankreich mit mehr als 2,5 Millionen Kunden. Das Team wollte den Startbildschirm seiner App überarbeiten und musste herausfinden, welche Änderungen beibehalten und welche verworfen werden sollten.

Das Team richtete einen A/B-Test auf AB Tasty ein, um das bestehende Karussell mit vier Slides und zwei CTAs (linkes Bild) durch einen neuen Startbildschirm mit den Vorteilen von Ornikar, einer neuen CTA-Anordnung und einem detaillierteren Karussell (rechtes Bild) zu ersetzen.

Ornikar testete eine neue Variante des Startbildschirms seiner App. (Quelle: Screenshots von Ornikar)

Der Test wurde über einen Zeitraum von drei Wochen durchgeführt. Nach einer Woche stellte das Team fest, dass die neue Variante nicht so gut funktionierte wie erwartet. Daher pausierte das Team den Test, passte den CTA an und führte den Test erneut zwei Wochen lang durch.

Die Ergebnisse waren nach zwei Wochen immer noch negativ und das Team beschloss, den neuen Startbildschirm nicht in Betrieb zu nehmen.

Dank der Flexibilität der AB Tasty Plattform war das Team in der Lage, innerhalb eines kurzen Zeitraums schnelle Iterationen vorzunehmen. Vor allem konnte Ornikar den Verlust von Konversionen und die Verschwendung von Zeit und Ressourcen vermeiden und die negativen Auswirkungen minimieren, indem es den neuen Startbildschirm zunächst testete, bevor es ihn für alle seine Nutzer einführte.

 

Fazit: Feature Flags – Das ultimative Tool für Mobile App Deployment und bessere mobile Erlebnisse

Wie wir gesehen haben, sind Feature Flags ein leistungsfähiges Tool, mit dem Teams in einem Unternehmen mehr Kontrolle über mobile Tests und Veröffentlichungen haben und gleichzeitig Risiken reduzieren können.

Feature Flags unterstützen dich nicht nur beim Mobile App Deployment und geben dir die volle Kontrolle über die Veröffentlichung neuer Funktionen trotz der Genehmigungsprozesse im App und Play Store, sondern ermöglichen es den Teams auch, ihre mobilen Anwendungen zu optimieren und das Benutzererlebnis zu personalisieren. Sie ermöglichen dir auch, Funktionen häufiger zu veröffentlichen und schnelles Feedback von deinen wichtigsten Nutzern zu erhalten.

Angesichts der zunehmenden Nutzung mobiler Geräte und der Millionen von Apps, mit denen du konkurrieren musst, ist es von entscheidender Bedeutung, die bestmögliche Benutzererfahrung auf mobilen Geräten zu bieten. Die Durchführung von Experimenten und die Verwendung progressiver Rollouts mit Feature Flags sind der Schlüssel zur Bereitstellung optimaler und großartiger mobiler Erlebnisse.

Die Verwendung einer Plattform eines Drittanbieters für Feature Flags erleichtert das Ein- und Ausschalten von Funktionen und die Fernkonfiguration deiner Flags direkt von der Benutzeroberfläche aus. Indem du alle deine Feature Flags in einem benutzerfreundlichen Web Dashboard kontrollierst, stellst du sicher, dass du mit den wichtigsten Best Practices Schritt hältst, um erfolgreich zu sein und dich von der Konkurrenz abzuheben.

Blogartikel

10min. Lesezeit

Digitales Consumer Engagement: Aktiviere deine mittelständische Zielgruppe

Eine der größten Herausforderungen für mittelständische Unternehmen ist es, die Besucher deiner Website zu binden und damit digitales Consumer Engagement zu erreichen. Du hast deine Marke so weit aufgebaut, dass du eine beträchtliche Anzahl von Besuchern hast, bist aber auf der Suche nach der richtigen Strategie, um deine passiven Besucher in zahlende Kunden zu verwandeln.

Wenn du eine große Anzahl passiver Besucher hast, ist es von entscheidender Bedeutung, sie zum Handeln zu bewegen, um deine Geschäftstätigkeit zu steigern, deine Business-Ziele zu erreichen und Loyalität zu schaffen.

Wie kannst du diese Besucher ansprechen, nachdem du fleißig daran gearbeitet hast, Traffic auf deine Website zu bekommen?

In diesem Artikel beantworten wir diese brennende Frage mit einigen praktischen Strategien zur Verbesserung deiner Conversions.

Diese Inhalte erwarten dich in diesem Blogartikel:

Was sind passive User?
Wie du passive User identifizierst
Warum du deine Zielgruppe ansprechen musst

Wie man Besucher mit Widgets anspricht
Sende Alerts und Benachrichtigungen mit einem Pop-up
Nutze Geotargeting-Banner
Vermeide übermäßige Nutzung
Teste, was funktioniert und was nicht

Vorteile beim digitalen Consumer Engagement mit Widgets
Fördere Conversions
Erhöhe die Warenkorbgröße
Baue Loyalität auf

Fazit: Binde deine digitale Zielgruppe ein

Was sind passive User?

Passive User sind Besucher auf deiner Website, die nicht tätig werden.

Sie durchlaufen zwar einige Inhalte auf deiner Website, verlassen sie aber wieder, bevor sie sich positiv auf deine Conversion Rate auswirken.

Sie stöbern einfach nur auf deiner Website, statt Formulare auszufüllen, Newsletter zu abonnieren, auf CTAs zu reagieren oder einen Kauf zu tätigen.

Wie du passive User identifizierst

Um passive User anzusprechen, musst du sie identifizieren.

Website-Analyse-Tools wie Google Analytics können dir helfen, diese User zu identifizieren, indem sie bei der Analyse des User-Verhaltens Muster erkennen.

Mit Analysetools kannst du sehen:

  • Welche Seiten eher passive Besucher anziehen
  • Wie viele passive Besucher deine Website verzeichnet
  • Welche Seiten aktive User anziehen
  • Welche Aktionen auf den einzelnen Seiten durchgeführt werden
  • Wie viel Zeit die Besucher auf jeder Seite verbringen
  • Woher deine Besucher kommen
  • Und vieles mehr

Hinweis: Viele Analysetools bieten mehr Kennzahlen als du verwalten kannst. Mit anderen Worten: Es ist leicht, sich im Meer der Daten und Kennzahlen zu verlieren. Es ist entscheidend, wichtige KPIs zu ermitteln, um das Verhalten deiner User konsequent zu messen.

Wenn du sie richtig analysierst, können dir diese Informationen helfen, das User-Verhalten zu verstehen und zu erkennen, was die Besucher zum Handeln motiviert. Sobald du diese Motivatoren identifiziert hast, kannst du eine Strategie entwickeln, um ähnliche Taktiken auch auf anderen Seiten mit Blick auf ein konsistentes Consumer Engagement anzuwenden.

Das Verhalten deiner digitalen Kunden zu erkennen und zu verstehen, ist der erste Schritt, um deine Conversion-Ziele zu erreichen.


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Warum du deine Zielgruppe ansprechen musst

Die Konversion von passiven Besuchern in zahlende Kunden ist entscheidend für den Erfolg. Eine höhere Conversion Rate bedeutet mehr Umsatz und Wachstumschancen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Um deine Zielgruppe anzusprechen, musst du sie anhand der Daten verstehen, die du über ihr Verhalten sammelst. Die gesammelten Informationen helfen dir, Best Practices zu entwickeln und Richtlinien für deine zukünftigen Bemühungen aufzustellen. Ganz zu schweigen davon, dass du auch sehen wirst, was nicht funktioniert.

Wenn du diesen ersten Schritt zum Consumer Engagement erfolgreich hinter dir hast, kannst du gleichzeitig für ein nahtloses und attraktives digitales Kundenerlebnis sorgen.

Ganz gleich, ob dein Ziel darin besteht, mehr Leads auf deiner Landingpage zu konvertieren, die Conversion Rate deines Sign-Up-Formulars zu erhöhen, den Bekanntheitsgrad deiner Marke zu steigern oder Besucher dazu zu bringen, Artikel in den Warenkorb zu legen: Du musst deine Zielgruppe erobern, um diese Ziele zu erreichen.

Wenn dein Unternehmen die Conversion Rate steigert, wächst parallel dazu auch der Ruf deiner Marke. Ein guter Ruf zieht neue Kunden an und sorgt für weitere Markentreue.

Nun stellt sich die Frage, wie du deine User im mittleren Marktsegment ansprichst.

Wie man Besucher mit Widgets anspricht

Leider kann dein digitales Consumer Engagement nicht von heute auf morgen maximiert werden. Auf der Grundlage deiner Verbraucherforschung auf deiner Website musst du einen Plan erstellen, um deine digitale Customer Journey zu optimieren.

Anreize wie Rabatte, kostenlose Testversionen oder exklusive Angebote sind eine gute Möglichkeit, passive Besucher einer Website anzusprechen. So gibst du den Usern einen Grund, aktiv zu werden.

Wie kannst du ein solches digitales Consumer Engagement auf mittelständischer Ebene erreichen? Mit Widgets.

Widgets sind die besten Werkzeuge für die Optimierungsstrategie deiner Website, da sie wenig bis gar keinen Code benötigen. Der Einsatz flexibler, optisch ansprechender und wirkungsvoller Komponenten wie Widgets ist ein besonders einfaches Mittel, um das digitale Consumer Engagement zu erhöhen.

Hier ein paar Ideen und Tipps, wie du Widgets implementieren kannst, um das Engagement zu steigern:

Ein Exit Intent Pop-up ist ein beliebtes Widget, das auf deiner Seite eingerichtet werden kann, um deine Besucher zurückzuhalten, bevor sie die Seite verlassen. Wenn du wichtige Informationen einblendest, die dein Besucher vielleicht verpasst hätte, gibst du ihm eine weitere Gelegenheit, deine Botschaft zur Kenntnis zu nehmen.

Le Slip Français, ein französischer Bekleidungshersteller, zeigte am Valentinstag ein saisonales Exit Pop-up an, mit der Ankündigung einer kostenlosen Lieferung, was zu einem Anstieg der Klicks um 22 % führte.

slip français alert pop-up banner

Mit einem Exit Intent Pop-up kannst du auf eine kostenlose Lieferung hinweisen. (Quelle: Eigene Darstellung am Beispiel von Le Slip Français)

Nutze Geotargeting-Banner

Wenn du in mehreren Regionen vertreten bist, musst du deine Kommunikation differenzieren. Mit standortbezogenen Bannern kannst du deine Chancen auf eine Conversion maximieren, indem du die richtige Botschaft an die richtigen digitalen Verbraucher am richtigen Ort sendest.

Diese Art von Widget kann auf vielfältige Weise eingesetzt werden, z. B. indem du ein individuell anpassbares Banner erstellst, das Rabatte oder Dienstleistungen im nächstgelegenen Shop anbietet und den User so dazu verleitet, deinen Standort aufzusuchen.

Vermeide übermäßige Nutzung

Es ist wichtig, dass du dir über die richtige Zeit und den richtigen Ort für deine Informationen Gedanken machst. Versetze dich in die Lage deiner digitalen Zielgruppe und frage dich, welche Informationen verlockend und welche überwältigend wären.

Es ist wichtig, bei deinen Botschaften Freiräume zu schaffen, damit die Besucher nicht mit zu vielen Pop-ups und Bannern überschüttet werden. Auch wenn du aus verschiedenen Gründen Rabatte anbietest, solltest du es nicht übertreiben.


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Teste, was funktioniert und was nicht

Jede Zielgruppe ist einzigartig. Was bei dem einen Unternehmen funktioniert, muss bei dem anderen nicht funktionieren.

Deshalb sind A/B-Tests deiner neuen Ideen wichtig, um herauszufinden, was deiner Zielgruppe gefällt. Ohne Tests können deine persönlichen Vorlieben und Abneigungen einer datengestützten Entscheidungsfindung in die Quere kommen. Nur durch Experimente kannst du ohne grundlegende Annahmen herausfinden, was bei deinen Kunden gut ankommt.

Willst du deine Kunden mit Widgets locken und A/B-Tests auf deiner Website nutzen? AB Tasty ist eine erstklassige Plattform zur Optimierung der User Experience, mit der du für bessere digitale Erlebnisse sorgen kannst – und zwar schnell. Von Experimenten bis zum Hinzufügen von Widgets kann diese Lösung dir helfen, deine Zielgruppe zu aktivieren und das digitale Consumer Engagement zu erhöhen, um deine Conversions zu steigern.

AB Tasty Demo Banner

Vorteile beim digitalen Consumer Engagement mit Widgets

Wenn du deinen Besuchern zusätzliche Möglichkeiten bietest, sich mit deiner Website zu beschäftigen, kann das deinem Unternehmen eine Reihe von Vorteilen bringen:

Fördere Conversions 

Mit dem Besuch deiner Website haben deine Besucher bereits ihr Interesse an deinen Produkten bekundet. Jetzt müssen sie davon überzeugt werden, dass sich deine Produkte oder Serviceleistungen lohnen, damit sie den Funnel weiter durchlaufen.

Finde mit verschiedenen Taktiken heraus, was die Entscheidungsfindung deiner digitalen Kunden beeinflusst:

  • Ein Countdown-Timer weckt die Begeisterung der digitalen Verbraucher. Wenn du die Besucher auf einen bevorstehenden Preisnachlass hinweist, entsteht ein Gefühl der Dringlichkeit, das ihnen hilft, schnell eine Entscheidung zu treffen.
  • Zusätzlicher Social Proof auf deinen Produktseiten ist eine beliebte Taktik auf Knappheit und Dringlichkeit hinzuweisen, die im Marketing viel genutzt wird, um die Aufmerksamkeit auf bestimmte Produkte zu lenken. Wenn du die Besucher wissen lässt, dass Gleichgesinnte ebenfalls am betreffenden Produkt interessiert sind, beruhigt sie das Gefühl, zu wissen, dass sie nicht die Einzigen sind.

NYX Cosmetics hat zum Beispiel das Social-Proof-Banner-Widget von AB Tasty auf seinen Produktseiten genutzt, um ein gewisses Begehren auszulösen. NYX hat diesen Test ohne Programmierkenntnisse erstellt und konnte die Transaktionsrate im Vergleich zur ursprünglichen Version verdoppeln.

nyx social proof

Social-Proof-Banner-Widgets können den Kaufwunsch eines Produkts noch verstärken. (Quelle: Eigene Darstellung am Beispiel von NYX Cosmetics)

Erhöhe die Warenkorbgröße 

Ein weiterer Vorteil, der sich aus dem digitalen Consumer Engagement auf deiner Website bietet, ist die Steigerung der durchschnittlichen Warenkorbgröße.

Mit dem Hinzufügen von Widgets, die deinen Kunden ergänzende Produkte zu ihren Einkäufen vorschlagen, regst du sie aktiv dazu an, mehr in ihren Warenkorb zu legen. Gleichzeitig lenkst du ihre Aufmerksamkeit auf die Vorteile, die sich ihnen bieten.

Lass Nicht-Abonnenten wissen, dass sie für einen Rabatt in Frage kommen, wenn sie ein Upgrade durchführen, oder mach einen kostenlosen Versandrabatt mit einem hinzugefügten Fortschrittsbalken sichtbar.

Decathlon, ein französischer Sportartikelhändler, hat mit den benutzerfreundlichen Widgets von AB Tasty einen Fortschrittsbalken implementiert. Mit diesem besonderen „Geschenk“, d. h. dem kostenlosen Versand für Kunden, bei denen der Fortschrittsbalken vollkommen ausgefüllt ist, konnte das Unternehmen einen Anstieg der Transaktionsrate um 10 % verzeichnen.

Decathlon progress bar

Der Einsatz eines Fortschrittsbalken macht die Spanne bis zum kostenlosen Versand sichtbar. (Quelle: Eigene Darstellung am Beispiel von Decathlon)

Baue Loyalität auf 

Mit zunehmender Marktsättigung wird es immer schwieriger, Loyalität aufzubauen. Nach dem Kauf solltest du dich darauf konzentrieren, die Loyalität deiner Kunden zu stärken und neue Markenbotschafter zu gewinnen.

Eine Strategie zur Steigerung der Loyalität ist die Implementierung von Widgets, um Informationen über die Erfahrungen der Kunden in Form einer Pop-up-Umfrage zu sammeln. Ein Exit Pop-up ist eine gute Möglichkeit, die Aufmerksamkeit deiner Kunden zu wecken, solange ihnen der Transaktionsprozess noch präsent ist.

Unicef, eine Organisation der Vereinten Nationen, die weltweit humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe für Kinder leistet, nutzte ein Iframe-Widget, um schnell Informationen über die Erfahrungen ihrer digitalen Kunden zu sammeln, und erhielt in kurzer Zeit über 300 Antworten.

unicef survey

Durch ein Iframe-Widget kannst du deine Kunden zu ihrer Erfahrung auf deiner Website befragen. (Quelle: Eigene Darstellung am Beispiel von Unicef)

Fazit: Binde deine digitale Zielgruppe ein

Wenn du nur wenige interaktive Elemente hast, gibt es nichts, was die Besucher zum Bleiben auf deiner Website verleiten könnte. Das bedeutet, dass du am Ende mehr passive Kunden hast.

Mit einfach zu bedienenden Widgets dagegen kannst du die Aufmerksamkeit deiner Kunden wecken und ihnen den nötigen Anstoß geben, sich mehr mit deiner Website zu beschäftigen. Wenn du deine digitalen Kunden dazu bringst, von passiv auf aktiv umzuschalten, wird sich das positiv auf die KPIs auswirken, die dir am wichtigsten sind.

Wenn du die Konversionsrate erhöhen, die Größe der Warenkörbe steigern oder die Kundenbindung stärken willst, sind Widgets die perfekte Ergänzung für deine Roadmap zur Optimierung.

Blogartikel

9min. Lesezeit

Wie generative KI deine Experimentation Roadmap verbessern kann

Künstliche Intelligenz ist schon seit Jahrzehnten ein immer wiederkehrendes Thema. KI ist aber keine Science Fiction mehr, sondern Realität.

Seit OpenAI im November 2022 seine eigene Form der generativen KI – ChatGPT – auf den Markt gebracht hat, wird überall auf der Welt unaufhörlich über die beeindruckenden Fähigkeiten dieser Technologie gesprochen. Besonders faszinierend ist, zu sehen, wie einfach man nach der Interaktion mit diesem Bot, der aus Deep-Learning-Algorithmen zur Verarbeitung der natürlichen Sprache besteht, Ergebnisse erhalten kann.

Selbst Google zog schnell nach und startete ein neues und experimentelles Projekt, Bard, um seine eigene Suche zu revolutionieren. Durch die Nutzung der Leistung generativer KI und der Kapazität großer Sprachmodelle versucht Google, neue Maßstäbe für seinen Suchprozess zu setzen.

Angesichts des rasanten Wachstums dieses technologischen Fortschritts in den letzten Monaten ist es an der Zeit, über generative KI im Zusammenhang mit A/B-Tests und Experimenten zu sprechen.

Ob du neugierig bist, wie sich KI auf deine Experimente auswirkt, oder ob du dich inspirieren lassen möchtest … wir werden über einige unserer Ideen zur Nutzung von KI für A/B-Tests, Personalisierung und Optimierung der Conversion Rates diskutieren.

Diese Inhalte erwarten dich in diesem Blogartikel:

Was ist generative KI?

10 generative KI-Anwendungen für A/B-Tests
1. Homepage optimieren
2. Ergebnisse der Experimente analysieren
3. Optimierungshindernisse empfehlen
4. Kundenrezensionen
5. Chatbots
6. Übersetzung
7. Google Adwords
8. Personalisierung
9. Produktbeschreibungen
10. Nutzerverhalten vorhersagen

Ist generative KI eine Quelle für Wettbewerbsvorteile bei A/B-Tests?

Fazit: Generative KI für A/B-Tests verwenden

Was ist generative KI?

Generative KI ist ein Typ der künstlichen Intelligenz, bei der die Programmierung nicht begrenzt ist, und die daher neue Inhalte generieren kann (siehe ChatGPT). Statt sich an einem bestimmten, bereits vorhandenen Datensatz zu orientieren, lernt die generative KI aus der Indizierung umfangreicher Daten, legt dabei gleichzeitig den Fokus auf Muster und nutzt Deep-Learning-Techniken sowie neuronale Netzwerke, um auf Grundlage des Erlernten wie vom Menschen gemachte Inhalte zu erstellen.

Die Art und Weise, wie Algorithmen Ideen erfassen, ähnelt der Art und Weise, wie Menschen sich von früheren Erfahrungen inspirieren lassen, um etwas Einzigartiges zu schaffen. Aufgrund der großen Datenmengen, die zum Aufbau von Lernfähigkeiten der generativen KI verwendet werden, ist sie in der Lage, ähnlich qualitativ hochwertige Antworten wie die eines Menschen zu geben.

Allerdings müssen einige Bedenken adressiert werden:

  • Verzerrte Informationen: Künstliche Intelligenz ist nur so gut wie die Datensätze, mit denen KI trainiert wird. Wenn also die zum Training verwendeten Daten verzerrt sind, können „Ideen“ entwickelt werden, die ebenso verzerrt oder fehlerhaft sind.
  • Verbreitung von Fehlinformationen: Es gibt viele Bedenken in puncto Ethik der generativen KI und der Weitergabe von Informationen, die direkt aus der KI stammen. Am besten sollten alle von der KI erstellten Inhalte überprüft werden, um die Verbreitung falscher oder irreführender Informationen zu vermeiden.
  • Eigentum am Inhalt: Da mit KI generierte Inhalte nicht von einem Menschen erstellt werden, kannst du – ethisch gesehen – auf diese Inhalte den Anspruch stellen, es sei deine eigene Idee? In gleicher Weise könnte dieselbe Idee auch woanders mit einem ähnlichen Prompt generiert werden. Hier stellt sich die Frage von Urheberschaft und Eigentum.
  • Daten und Datenschutz: Datenschutz ist immer ein wichtiges Thema. Mit den neuen Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz wird der Umgang mit Daten noch schwieriger. Es ist immer am besten, die Verwendung sensibler Informationen mit jeder Form von generativer KI zu vermeiden.

Wenn diese Einschränkungen beachtet werden, hat generative KI das Potenzial, Prozesse zu rationalisieren und unsere Arbeitsweise zu revolutionieren – so wie es die Technologie in der Vergangenheit immer gemacht hat.


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10 generative KI-Anwendungen für A/B-Tests

In der Welt der A/B-Tests sind wir sehr daran interessiert, wie man diese technologischen Durchbrüche für Experimente nutzen kann. Wir haben ein Brainstorming zu einigen Ansätzen durchgeführt, um den Prozess der Revolutionierung digitaler Kundenerlebnisse zu überarbeiten und letztendlich Zeit und Ressourcen zu sparen.

Wie jeder andere auch, haben wir uns gefragt, wie generative KI die Welt des Experimentierens sowie unsere Kunden beeinflussen könnte. Hier einige Ideen, konkrete und abstrakte, wie künstliche Intelligenz unserer Branche helfen könnte:

DISCLAIMER: Vergewissere dich vor dem Hochladen von Daten auf eine KI-Plattform, dass du die Datenschutz- und Sicherheitspraktiken verstanden hast. KI-Modelle bemühen sich zwar um die Einhaltung von Datenschutzstandards, aber das Risiko von Datenlecks besteht immer. Schütze immer deine vertraulichen Informationen. 

1. Homepage optimieren

Deine Homepage ist wahrscheinlich das Erste, was deine Besucher sehen. Deshalb ist Optimierung der Schlüssel, um deinen Mitbewerbern einen Schritt voraus zu sein. Wenn du einen schnellen Vergleich der Inhalte deiner Homepage mit denen deiner Mitbewerber ziehen möchtest, kannst du diese Informationen in die generative KI einspeisen und ihr so die Basis für das Verständnis bieten. Sobald deine KI mit Informationen über deine Mitbewerber gefüttert wurde, kannst du eine Liste der Best Practices anfordern, um neue Tests für deine eigene Website durchzuführen.

2.  Ergebnisse der Experimente analysieren

Berichte und Analysen sind äußerst wichtig, wenn du in deiner Roadmap zum Experimentieren vorankommen möchtest. Sie sind aber auch sehr zeitintensiv. Durch das Erheben einer Zusammenfassung der Testprotokolle kann generative KI dabei helfen, wichtige Erkenntnisse hervorzuheben, deine Ergebnisse zusammenzufassen und möglicherweise sogar zukünftige Schritte vorzuschlagen. Im Idealfall kannst du sowohl deine A/B-Test-Hypothese als auch die Ergebnisse eingeben, um deinen Denkprozess und deine Organisation zu zeigen. Nachdem die KI diesen spezifischen Denkprozess und die gewünschten Ergebnisse erkannt hat, kann sie bei der Erstellung neuer Testhypothesen oder Vorschläge helfen.

3. Optimierungshindernisse empfehlen

Generative KI kann dir helfen, Prioritäten im Rahmen deiner Bemühungen zu setzen und die wichtigsten Hindernisse für deine Conversion Rate zu identifizieren. Durch das Hochladen nicht sensibler Leistungsdaten deiner Website, die du auf deinen Analyseplattformen gesammelt hast, kann KI den nötigen Einblick in deine Leistung erhalten. Ganz gleich, ob die KI dir vorschlägt, deine Title-Tags zu aktualisieren oder die Bilder auf deiner Homepage zu komprimieren, sie kann schnell erkennen, wo die größten Einbrüche zu verzeichnen sind, und dir Bereiche zur Optimierung vorschlagen.

4. Kundenrezensionen

User Feedback ist deine eigene Fundgrube für Optimierungsvorschläge. Einer der großen Vorteile der KI, die wir bereits kennen, ist, dass sie große Datenmengen schnell verstehen und zusammenfassen kann. Durch das Hochladen von Kundenrezensionen, Umfragen und anderem Kundenfeedback in die Datenbank kann die generative KI dir dabei helfen, detaillierte Zusammenfassungen der Pain Points, Vorlieben und Zufriedenheit deiner User zu erstellen. Je detaillierter deine Bewertungen sind, desto besser wird die Analyse ausfallen.

5. Chatbots

Chatbots sind ein beliebtes Mittel, um mit Website-Besuchern zu kommunizieren. Da die generative KI ein umfangreiches Sprachmodell ist, kann sie schnell Konversationsskripte, Prompts und Antworten generieren, um deine Zeit für Brainstorming zu reduzieren. Du kannst KI auch nutzen, um von deinem Chatbot bereits geführte Gespräche zu filtern und zu analysieren, und dann feststellen, ob es Lücken in der Konversation oder Verbesserungsmöglichkeiten bei der Interaktion mit Kunden gibt.

6. Übersetzung

Sprachbarrieren können eine Marke mit Niederlassungen in mehreren Regionen einschränken. Ganz gleich, ob du Übersetzungen für deine Chatbots, CTAs oder längere Texte brauchst, generative KI kann für Übersetzungen in Echtzeit sorgen und Zeit sparen, um deine Inhalte in allen von deiner Marke betroffenen Regionen zugänglich zu machen.

7. Google Adwords

Beschleunige Brainstorming-Sitzungen, indem du mit generativer KI mit verschiedenen Textvarianten experimentierst. Auf der Grundlage der von dir gegebenen Prompts kann KI eine Reihe von Ideen für zielgerichtete Keywords und für die Erstellung von Texten mit einem bestimmten Tonfall zur Verwendung mit Google Adwords liefern. Achtung: Kontrolliere unbedingt alle vorgeschlagenen Keywords, um ihre Intention zu überprüfen. 

8. Personalisierung

Personalisierter Inhalt kann mit künstlicher Intelligenz schnell skaliert werden, um Varianten derselben Botschaften zu erstellen. Wenn du Texte, Empfehlungen, Produktvorschläge und andere Botschaften auf der Grundlage früherer Nutzerinteraktionen und demografischer Daten der Verbraucher anpasst, kannst du das Engagement deiner digitalen Kunden erheblich steigern.


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9. Produktbeschreibungen

Die beste Formulierung zu finden, um zu beschreiben, warum dein Produkt es wert ist, gekauft zu werden, kann zu einer Herausforderung werden. Mit generativer KI kannst du bei deinen Produktbeschreibungen ehrgeiziger werden und verschiedene Textvarianten testen, um herauszufinden, welche Version für deine Besucher am vielversprechendsten ist.

10. Nutzerverhalten vorhersagen

Auf Grundlage historischer Daten aus dem Nutzerverhalten kann die generative KI das Verhalten vorhersagen und so dazu beitragen, dass du die nächsten A/B-Tests antizipieren kannst. Die Anpassung deiner Tests an Muster und Trends in der Interaktion der User kann dir helfen, bessere Experimente durchzuführen. Wichtig ist zu beachten, dass die Vorhersagen auf Muster beschränkt sind, die durch frühere gesammelte und hochgeladene Kundendaten interpretiert werden. Generative KI ist besser, wenn sie als Werkzeug und Hilfe bei der Entscheidungsfindung eingesetzt wird, als wenn sie die alleinige Entscheidungskraft ist.

Die umfassende Nutzung von künstlicher Intelligenz ist ein neues und sich rasant entwickelndes Thema in der Tech-Welt. Wenn du KI in Zukunft nutzen möchtest, musst du dich mit ihren Möglichkeiten vertraut machen.

Vergiss nicht, die von KI generierten Fakten und Informationen zu überprüfen, genauso wie die Daten sorgfältig zu kontrollieren, bevor du sie hochlädst. Generative KI in Verbindung mit deinen internen Experten und Teamressourcen kann zur Verbesserung der Ideenfindung und Effizienz beitragen. Die Qualität des Outputs generativer KI kann jedoch nur so gut sein wie das, was du hineinsteckst.

Ist generative KI eine Quelle für Wettbewerbsvorteile bei A/B-Tests?

Die gute Nachricht ist, dass diese Technologie für jeden zugänglich ist – von großen Branchenführern wie Google bis hin zu Start-ups mit begrenztem Budget. Die nicht ganz so gute Nachricht ist jedoch, dass sie für jeden zugänglich ist. Mit anderen Worten: Generative KI ist nicht unbedingt eine Quelle für Wettbewerbsvorteile.

Eine Technologie allein schafft noch keinen Mehrwert für ein Unternehmen. Vielmehr sind es die Menschen, die für einen Mehrwert sorgen, und die diese Technologie zusammen mit ihrem eigenen branchenspezifischen Wissen, ihren Erfahrungen, ihren Fähigkeiten zur Datenerfassung und -interpretation sowie ihrem Verständnis der Kundenbedürfnisse und -probleme einsetzen.

Wir wollen hier nicht behaupten, dass generative KI ein Ersatz für von Menschen entwickelte Ideen ist, aber diese Technologie kann definitiv dazu verwendet werden, deine bereits vorhandenen Fähigkeiten zu ergänzen und auszubauen.

Fazit: Generative KI für A/B-Tests verwenden

Ob im Bildungswesen, in der Werbung oder in der Codierung – alle Branchen beginnen, die Auswirkungen dieser neuen Softwareentwicklungen zu erkennen. Die Nutzung von „großen Sprachmodellen“ wird immer beliebter, da diese Algorithmen Ideen generieren, lange Textformen zusammenfassen, Einblicke geben und sogar in Echtzeit übersetzen können.

Richtiges Experimentieren und A/B-Testen sind das A und O, um dein Publikum anzusprechen, können aber viel Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen, um erfolgreich zu sein. Wenn generative KI dir Möglichkeiten bietet, Zeit zu sparen und deine Prozesse zu rationalisieren, ist es vielleicht an der Zeit sie einzusetzen, auch wenn sie eine nicht mehr ganz geheime Waffe ist. In der heutigen wettbewerbsintensiven digitalen Umgebung sollte die kontinuierliche Verbesserung deiner Online-Präsenz ganz oben auf deiner Agenda stehen.

Möchtest du mit der Optimierung deiner Website beginnen? AB Tasty ist eine erstklassige Plattform zur Optimierung der User Experience, mit der du für bessere digitale Erlebnisse sorgen kannst – und zwar schnell. Von Experimenten bis hin zur Personalisierung kann diese Lösung dir helfen, deine Zielgruppe zu aktivieren und zu engagieren, um deine Conversions zu steigern.

AB Tasty Demo Banner

Blogartikel

15min. Lesezeit

Wie du mit geringem Traffic im Rahmen der CRO umgehst

Wenn die Besucherzahlen deiner Website nicht so hoch sind wie erhofft, ist das kein Grund, deine Ziele bei der Conversion-Rate-Optimierung (CRO) aufzugeben.

Mittlerweile hast du sicher bemerkt, dass die meisten Tipps zur CRO auf Websites mit einem hohen Traffic zugeschnitten sind. Zum Glück bedeutet das aber nicht, dass du deine Website nicht auch dann optimieren kannst, wenn du weniger Besucher hast.

De facto kann jede Website optimiert werden – Du musst nur deine Optimierungsstrategie an deine einzigartige Situation anpassen.

In diesem Artikel greifen wir folgende Punkte auf:

 

CRO-Analogie

Um diesen Artikel besser verstehen zu können, beginnen wir mit einer Analogie. Stell dir vor, statt zwei Varianten zu messen und einen Gewinner zu ermitteln, messen wir die Leistung von zwei Boxern und schließen Wetten ab, wer die nächsten 10 Runden gewinnt.

Wie können wir also auf den Sieger setzen?

Stell dir vor, dass Boxer A und Boxer B beide Newcomer sind, die keiner kennt. Nach der ersten Runde musst du deine Wahl treffen. Im Endeffekt wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit auf den Boxer setzen, der die erste Runde gewonnen hat. Die Entscheidung mag riskant sein, wenn der Vorsprung des Siegers gering ist. Du kannst deine Entscheidung letztlich jedoch nicht auf einer anderen Grundlage treffen.

Stell dir nun vor, dass Boxer A als Champion bekannt ist und Boxer B ein Herausforderer ist, den du nicht kennst. Dein Wissen über Boxer A bezeichnen wir als PriorInformationen, die du bereits hast und die deine Entscheidung beeinflussen.

Aufgrund dieses Priors oder Vorwissens ist es wahrscheinlicher, dass du in den nächsten Runden auf Boxer A setzt, selbst wenn Boxer B die erste Runde mit einem äußerst kleinen Vorsprung gewinnt.

Zudem wirst du den Boxer B nur dann als voraussichtlichen Sieger wählen, wenn er die erste Runde mit einem großen Vorsprung gewinnt. Je größer der Prior ist, desto größer muss der Vorsprung sein, um dich zu überzeugen, deine Wettentscheidung zu ändern.

Kannst du mir folgen? Wenn ja, sind die folgenden Abschnitte leicht zu begreifen und du wirst verstehen, woher diese „95 %-Schwelle“ kommt.

Kommen wir nun zu den Tipps für die Optimierung deiner Website mit geringem Traffic.

 

1. Die Lösung des Problems: „Ich erreiche nie die 95 %ige Signifikanz“.

Das ist die häufigste Klage, die man über CRO für Websites mit geringem Traffic und für Seiten mit geringem Traffic auf größeren Websites hört.

Bevor wir uns diesem häufigsten Problem widmen, sollten wir zunächst die Frage beantworten, woher diese „goldene Regel“ der 95 % stammt.

Ursprung der 95 %-Schwelle

Beginnen wir unsere Erklärung mit einer sehr einfachen Idee: Was wäre, wenn Optimierungsstrategien vom ersten Tag an angewandt würden? Wenn zwei Varianten ohne Vorgeschichte gleichzeitig erstellt würden, gäbe es keine „Original“-Version, die von einem Newcomer herausgefordert werden könnte.

Dadurch wärst du gezwungen, von Anfang an die beste Version zu wählen.

In diesem Fall könnte jeder kleine Leistungsunterschied für die Entscheidungsfindung gemessen werden. Nach einem kurzen Test wirst du dich für die Variante mit der höheren Leistung entscheiden. Es wäre keine gute Strategie, die Variante mit der geringeren Leistung zu wählen, und zudem wäre es unklug, auf einen Schwellenwert von 95 % zu warten, um einen Gewinner zu ermitteln.

In der Praxis erfolgt die Optimierung jedoch erst lange nach dem Start eines Unternehmens.

In den meisten Situationen im echten Leben gibt es also eine Version A, die bereits existiert, und einen neuen Herausforderer, die Version B, die erstellt wird.

Wenn der neue Herausforderer, Version B, „auf die Bühne tritt“ und der Leistungsunterschied zwischen den beiden Varianten nicht signifikant ist, ist es für dich kein Problem, Version B nicht zum Gewinner zu erklären.

Statistische Tests sind symmetrisch. Wenn wir also die Rollen vertauschen und A und B im statistischen Test vertauschen, wirst du feststellen, dass das Original nicht deutlich besser als der Herausforderer ist. Die „Unschlüssigkeit“ des Tests ist symmetrisch.

Warum setzt du also am Ende eines nicht eindeutigen Tests 100 % des Traffics auf das Original und erklärst damit implizit A zum Sieger? Weil du drei Vorannahmen hast:

  1. Version A war die erste Wahl. Diese Wahl wurde vom ursprünglichen Ersteller der Seite getroffen.
  2. Version A wurde bereits implementiert und ist technisch vertrauenswürdig. Version B ist in der Regel ein Mockup.
  3. Version A verfügt über viele Daten, die ihren Wert beweisen, während Version B ein Herausforderer mit begrenzten Daten ist, die nur während der Testphase erhoben werden.

Die Punkte 1 und 2 bilden die Grundlage einer CRO-Strategie, so dass du über diese beiden Vorannahmen hinausgehen musst. Punkt 3 erläutert, dass Version A über mehr Daten verfügt, die ihre Leistung belegen, was erklärt, warum du der Version A mehr vertraust als der Version B: Version A hat Daten.

Jetzt verstehst du, dass diese 95 %-Vertrauensregel eine Möglichkeit ist, ein großes Vorwissen zu erklären. Und dieser Prior stammt meist aus historischen Daten.

Wenn du also eine Seite mit geringem Traffic optimierst, sollte der Schwellenwert deiner Entscheidung unter 95 % liegen, weil dein Prior bei A aufgrund des Traffics und des höheren Alters schwächer ist.

Der Schwellenwert sollte entsprechend dem Traffic festgelegt werden, der vom ersten Tag beim Original vorlag. Das Problem bei dieser Methode ist jedoch, dass wir wissen, dass die Conversion Rates nicht stabil sind und sich im Laufe der Zeit ändern können. Denke an die Saisonabhängigkeit – z. B. der Ansturm am Black Friday, Urlaubstage, die erhöhte Aktivität in der Weihnachtszeit, usw. Wegen der saisonalen Schwankungen kannst du die Leistungen in verschiedenen Zeiträumen nicht vergleichen.

Aus diesem Grund berücksichtigen Praktiker nur Daten für Version A und Version B, die im gleichen Zeitraum erhoben wurden, und legen einen hohen Schwellenwert (95 %) fest, um den Herausforderer als Gewinner zu akzeptieren, um einen hohen Prior gegenüber Version A zu formalisieren.

Was ist ein angemessener Schwellenwert für geringen Traffic?

Es ist schwierig, eine genaue Zahl im Auge zu haben, da diese von deiner Risikobereitschaft abhängt.

Gemäß dem Hypothesenprotokoll solltest du im Voraus einen Zeitrahmen für die Datenerhebung festlegen.

Das bedeutet, dass die „Stopp“-Kriterien eines Tests kein statistisches Maß sind oder auf einer bestimmten Zahl basieren. Die „Stopp“-Kriterien sollten einem endenden Zeitrahmen entsprechen. Sobald der Zeitraum beendet ist, solltest du die Statistiken betrachten, um eine angemessene Entscheidung zu treffen.

AB Tasty, unsere Software zur Optimierung der Customer Experience und zum Feature Management, verwendet das Bayessche Framework, das einen Index der „Gewinnchancen“ erzeugt, welcher eine direkte Interpretation ermöglicht – anstelle eines p-Werts mit einer sehr komplexen Bedeutung.

Mit anderen Worten, der „Index der Gewinnchancen“ ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte Variante besser als das Original ist.

Eine 95 %ige „Gewinnchance“ bedeutet also, dass die gegebene Variante mit 95 %iger Wahrscheinlichkeit der Gewinner sein wird. Dabei wird davon ausgegangen, dass wir kein Vorwissen oder besonderes Vertrauen in das Original haben.

Der Schwellenwert von 95 % ist auch ein Standardkompromiss zwischen dem Prior beim Original und einer bestimmten Risikoakzeptanz (es hätte auch ein Schwellenwert von 98 % sein können).

Obwohl es schwierig ist, eine genaue Zahl zu nennen, können wir eine grobe Größenordnung für den Schwellenwert angeben:

  • Neue A- und B-Varianten: In einem Fall, in dem sowohl Variante A als auch Variante B neu sind, könnte der Schwellenwert bei nur 50 % liegen. Wenn es keine Daten über die Leistung der Varianten in der Vergangenheit gibt und du eine Entscheidung über die Implementierung treffen musst, ist selbst eine 51 %ige Chance auf Erfolg besser als eine 49 %ige.
  • Neue Website, geringer Traffic: Wenn deine Website neu ist und einen besonders geringen Traffic aufweist, hast du wahrscheinlich einen besonders geringen Prior bei Variante A (in diesem Fall die ursprüngliche Variante). In diesem Fall ist ein Schwellenwert von 85 % angemessen. Denn wenn du das Wenige beiseite lässt, was du über das Original weißt, hast du immer noch eine 85 %ige Chance für die Auswahl des Gewinners und nur eine 15 %ige für die Auswahl einer Variante, die dem Original gleichwertig ist. Das Risiko, dass sie schlechter abschneidet, ist geringer. Je nach Kontext kann eine solche Wette also durchaus Sinn ergeben.
  • Ausgereiftes Unternehmen, geringer Traffic: Wenn dein Unternehmen schon länger besteht, aber immer noch wenig Besucher zählt, sind 90 % ein vernünftiger Schwellenwert, da der Prior über das Original noch relativ klein ist.
  • Ausgereiftes Unternehmen, hoher Traffic: Bei einem hohen Prior oder einer großen Menge an Daten bei Variante A wird ein Schwellenwert von 95 % empfohlen.

Der ursprüngliche Schwellenwert von 95 % ist viel zu hoch, wenn dein Unternehmen einen geringen Traffic aufweist, da die Wahrscheinlichkeit gering ist, diesen Wert zu erreichen. Demzufolge wird deine CRO-Strategie wirkungslos sein und eine datengestützte Entscheidungsfindung wird unmöglich.

Wenn du AB Tasty als Experimentierplattform verwendest, erhältst du einen Bericht, der die „Gewinnchance“ zusammen mit anderen statistischen Informationen über deine Experimente enthält. Ein Bericht von AB Tasty enthält auch das Konfidenzintervall für den geschätzten Gewinn als wichtigen Indikator. Die Grenzen um den geschätzten Gewinn werden ebenfalls nach dem Bayesschen Prinzip berechnet, d. h. sie können als bestes und schlechtestes Szenario interpretiert werden.

Die Bedeutung der Bayesschen Statistik

Jetzt verstehest du die genaue Bedeutung des wohlbekannten 95 %-igen „Signifikanzniveaus“ und kannst geeignete Schwellenwerte für deinen speziellen Fall wählen.

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass dieser Ansatz nur mit der Bayesschen Statistik funktioniert, da frequentistische Ansätze statistische Indizes (wie p-Werte und Konfidenzintervalle) liefern, die eine völlig andere Bedeutung haben und für die erklärte Logik nicht geeignet sind.

 

2. Sind die Statistiken bei kleinen Zahlen gültig?

Ja, solange man den Test nicht abhängig vom Ergebnis abbricht.

Denke daran, dass laut Testprotokoll der einzige Grund für den Teststopp das Ende des Zeitrahmens ist. In diesem Fall sind die statistischen Indizes („Gewinnchancen“ und Konfidenzintervall) wahr und brauchbar.

Du denkst jetzt möglicherweise: „Okay, aber dann erreiche ich selten das Signifikanzniveau von 95 % …“

Vergiss nicht, dass der Schwellenwert von 95 % nicht in allen Fällen die magische Zahl sein muss. Bei einem geringen Traffic ist deine Website wahrscheinlich noch nicht alt. Wenn du dich auf den vorherigen Punkt beziehst, kannst du einen Blick auf unsere vorgeschlagene Skala für verschiedene Szenarien werfen.

Wenn du als neueres Unternehmen mit geringerem Traffic zu tun hast, kannst du sicherlich zu einem niedrigeren Schwellenwert (wie z. B. 90 %) wechseln. Der Schwellenwert ist immer noch höher, weil man in der Regel mehr Vertrauen in ein Original als in eine Variante hat, da sie schon länger verwendet wird.

Wenn es sich um zwei völlig neue Varianten handelt, ist es am Ende des Testzeitraums einfacher, die Variante mit den höheren Conversion Rates auszuwählen (ohne eine Statistik zu verwenden), da es kein Vorwissen über die Leistung von A oder B gibt.

 

3. Gehe „weiter nach oben“

Manchmal ist das Traffic-Problem nicht auf eine Website mit geringem Traffic zurückzuführen, sondern auf die betreffende Webseite. Normalerweise befinden sich Seiten mit geringem Traffic am Ende des Funnels.

In diesem Fall ist es eine gute Strategie, an der Optimierung des Funnels näher am Einstiegspunkt der Nutzer zu arbeiten. Möglicherweise gibt es mit einer optimierten digitalen Customer Journey noch mehr aufzudecken, bevor das Ende des Funnels erreicht wird.

 

4. Ist die CUPED-Technik real?

Was ist CUPED?

CUPED bzw. „Controlled Experiment Using Pre-Experiment Data“ ist ein neues Schlagwort in der Welt der Experimente. CUPED ist eine Technik, die angeblich bis zu 50 % schnellere Ergebnisse liefert.  Für Websites mit geringem Traffic natürlich sehr verlockend.

Funktioniert CUPED wirklich so gut?

Nicht ganz, und zwar aus zwei Gründen: zum einen aus organisatorischen Gründen und zum anderen wegen der Anwendbarkeit.

Die organisatorische Einschränkung

Was oft vergessen wird, ist, dass CUPED für Controlled Experiment Using Pre-Experiment Data steht.

In der Praxis beträgt der ideale Zeitraum für „Daten vor dem Experiment“ zwei Wochen, um eine Zeitersparnis von 50 % zu erreichen.

Bei einem klassischen 2-Wochen-Test behauptet CUPED also, dass du den Test in nur einer Woche beenden kannst.

Um jedoch die Ergebnisse richtig einschätzen zu können, benötigst du zwei Wochen Daten aus der Zeit vor dem Experiment. Du musst also drei Wochen Zeit haben, um CUPED zu implementieren und die gleiche Genauigkeit wie bei einem klassischen 2-Wochen-Test zu erzielen.

Ja, du hast richtig gelesen. Letztendlich brauchst du drei Wochen, um das Experiment durchzuführen.

Das bedeutet, dass es nur dann sinnvoll ist, wenn du bereits zwei Wochen Traffic-Daten gesammelt hast, die nicht für Experimente genutzt werden. Selbst wenn du zwei experimentlose Wochen in die Planung deiner Experimente integrieren kannst, um Daten zu sammeln, wird dies den Traffic für andere Experimente blockieren.

Die Anwendbarkeitsbeschränkung

Zusätzlich zu der organisatorischen/2-wöchigen Zeitbeschränkung gibt es zwei weitere Voraussetzungen, damit CUPED effektiv ist:

  1. CUPED ist nur auf Besucher anwendbar, die durch die Website sowohl in der Zeit vor dem Experiment als auch währenddessen navigieren.
  2. Diese Besucher müssen dasselbe Verhalten hinsichtlich der zu optimierenden KPI zeigen. Die Daten der Besucher müssen zwischen den beiden Zeiträumen korrelieren.

Du wirst im folgenden Abschnitt sehen, dass CUPED durch diese beiden Einschränkungen für E-Commerce-Websites praktisch nicht möglich und nur für Plattformen anwendbar ist.

Kehren wir zu unserem Beispiel der Experimentiereinstellungen zurück:

  • Zwei Wochen Daten aus der Zeit vor dem Experiment
  • Zwei Wochen Experimentdaten (von denen wir hoffen, dass sie nur eine Woche dauern, da eine Zeitersparnis von 50 % erwartet wird)
  • Das Optimierungsziel ist eine Transaktion: Erhöhung der Anzahl von Conversions.

Einschränkung Nr. 1 besagt, dass wir die gleichen Besucher vor dem Experiment und währenddessen haben müssen, aber die Customer Journey eines Users im E-Commerce dauert in der Regel nur etwa eine Woche.

Mit anderen Worten, die Wahrscheinlichkeit, dass dieselben Besucher in beiden Zeiträumen die Website besuchen, ist sehr gering. In diesem Zusammenhang ist nur ein sehr begrenzter Effekt von CUPED zu erwarten (bis hin zum Anteil der Besucher in beiden Zeiträumen).

Einschränkung Nummer 2 besagt, dass die Besucher das gleiche Verhalten hinsichtlich der Conversion (den zu optimierenden KPI) aufweisen müssen. Offen gestanden, diese Bedingung wird im E-Commerce einfach nie erfüllt.

Die Conversion im E-Commerce findet entweder während des Pre-Experiments oder während des Experiments statt, aber nicht bei beiden (es sei denn, deine Kunden kaufen häufig mehrmals während des Experimentierzeitraums ein).

Das bedeutet, dass es keine Chance gibt, dass die Conversions der Besucher zwischen den Zeiträumen korrelieren.

Zusammenfassend gesagt: CUPED ist zur Optimierung von Transaktionen auf Websites im E-Commerce einfach nicht geeignet.

In der wissenschaftlichen Originalarbeit wird dies klar hervorgehoben, aber der Beliebtheit halber wird diese Technik in der Testbranche falsch dargestellt.

Tatsächlich – und das ist in der wissenschaftlichen Literatur klar dargelegt – funktioniert CUPED nur bei mehrfachen Conversions für Plattformen mit wiederkehrenden Besuchern, die dieselben Aktionen durchführen.

Ausgezeichnete Plattformen für CUPED wären Suchmaschinen (wie Bing, auf der diese Technik erfunden wurde) oder Streaming-Plattformen, die User täglich besuchen und dieselben wiederkehrenden Aktionen ausführen (ein Video abspielen, auf einen Link in einer Suchergebnisseite klicken, usw.).

Selbst wenn du versuchst, eine Anwendung von CUPED für den E-Commerce zu finden, wirst du feststellen, dass dies nicht möglich ist.

  • Man könnte versuchen, die Anzahl der gesehenen Produkte zu optimieren, aber das Problem von Einschränkung 1 bleibt bestehen: eine sehr geringe Anzahl von Besuchern wird in beiden Datensätzen vorhanden sein. Und es gibt noch einen noch fundamentaleren Einwand – dieser KPI sollte nicht allein optimiert werden, da du sonst möglicherweise dazu beiträgst, dass Besucher zwischen den Produkten zögern.
  • Du kannst nicht einmal versuchen, die Anzahl der von den Besuchern bestellten Produkte mit CUPED zu optimieren, da die Einschränkung Nummer 2 immer noch gilt. Der Kauf kann als unverzüglich betrachtet werden. Daher kann er nur in dem einen oder in dem anderen Zeitraum stattfinden – nicht in beiden. Wenn keine Korrelation des Besucherverhaltens zu erwarten ist, ist auch kein CUPED-Effekt zu erwarten.

Schlussfolgerung über CUPED

CUPED eignet sich nicht für Websites im E-Commerce, bei denen eine Transaktion das Hauptziel der Optimierung ist. CUPED ist nicht dein Geheimrezept, das dir hilft, dein Unternehmen zu optimieren – es sei denn, du bist Bing, Google oder Netflix.

Diese Technik ist sicherlich ein Schlagwort, das schnell Interesse weckt, aber es ist wichtig, das Gesamtbild zu sehen, bevor man CUPED in seine Roadmap aufnimmt. Marken im E-Commerce sollten daran denken, dass diese Testtechnik nicht für ihr Unternehmen geeignet ist.

 

Optimierung für Websites mit geringem Traffic

Marken mit geringem Traffic sind immer noch erstklassige Kandidaten für die Website-Optimierung, auch wenn sie sich möglicherweise an einen anderen Ansatz anpassen müssen, der nicht so traditionell ist.

Ob die Optimierung deiner Webseiten bedeutet, eine Seite zu wählen, die im Funnel weiter oben anzutreffen ist, oder ob du eine etwas niedrigere Schwelle wählst – entscheidend ist, dass die Optimierung kontinuierlich verläuft.

Möchtest du mit der Optimierung deiner Website beginnen? AB Tasty ist die branchenführende Plattform zur Optimierung der User Experience, mit der du schnell für ein umfassenderes digitales Erlebnis sorgen kannst. Von Experimenten bis hin zur Personalisierung kann diese Lösung dir helfen, deine Zielgruppe zu aktivieren und sich zu engagieren, um deine Conversions zu steigern.

 

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Blogartikel

4min. Lesezeit

Die Zukunft der digitalen Personalisierung: EmotionsAI by AB Tasty

Wir bei AB Tasty wissen, wie wichtig es ist, dass Sie Ihre Zielgruppe individuell ansprechen können. Wir wissen auch, dass bis zu 80 % der VerbraucherInnen mit höherer Wahrscheinlichkeit einen Online-Kauf bei Marken abschließen, die personalisierte Kundenerlebnisse bieten.

Wir haben intensiv daran gearbeitet, Unternehmen die Möglichkeit zu geben, Website-Inhalte, Produktempfehlungen und Werbeangebote auf der Grundlage individueller Benutzerpräferenzen, Verhaltensweisen und demografischer Daten dynamisch anzupassen.

Wir stellen jedoch fest, dass Personalisierungsstrategien nach wie vor schwierig umzusetzen sind und den NutzerInnen oft das Gefühl geben, von den Marken nicht verstanden zu werden. Mit dem Ziel, ein reibungsloses und optimiertes Erlebnis für alle BesucherInnen zu bieten, muss der Personalisierungsansatz auf den emotionalen Bedürfnissen jedes Einzelnen basieren, um Engagement zu schaffen. Diese Bedürfnisse sind jedoch besonders schwer zu identifizieren.

Die Rolle der Emotionen

Marken müssen verstehen, warum BesucherInnen die Entscheidung treffen, den Kaufprozess weiter zu verfolgen, um ihre Erwartungen bestmöglich zu erfüllen. Es ist jedoch bewiesen, dass die Mehrheit dieser Entscheidungen eher emotional als rational begründet ist.

Emotionen haben also einen großen Einfluss auf den gesamten Kaufprozess. Jeder Besucher und jede Besucherin ist einzigartig und wird von unterschiedlichen Erfahrungen beeinflusst. Manche Menschen lieben es, wenn ihnen alle Informationen und Optionen angeboten werden, während andere lieber eine minimalistische Gestaltung mit Fotos statt Worten bevorzugen. Alle BesucherInnen haben ihre eigenen emotionalen Bedürfnisse, die man erfolgreich identifizieren, verstehen und schließlich erfüllen muss, um ein Erlebnis zu gestalten und anzubieten, das zum Erfolg führt.

Wie kann man also die emotionalen Bedürfnisse jedes Besuchers und jeder Besucherin erkennen und für alle BesucherInnen optimale digitale Erlebnisse schaffen? Wie können Sie datengetriebene Entscheidungen treffen, um die emotionalen Bedürfnisse Ihrer BesucherInnen zu erfüllen?

Und schließlich: Wie lässt sich das digitale Erlebnis entsprechend den unterschiedlichen Wünschen jeder einzelnen Person optimieren?

Der nächste Schritt in der digitalen Personalisierung: AB Tastys EmotionsAI

Hunderte von Verhaltensmustern decken die emotionalen Bedürfnisse Ihrer KäuferInnen auf und trainieren unseren EmotionsAI-Algorithmus

Wir bei AB Tasty lieben es, die Grenzen digitaler Erlebnisse aufzubrechen. Deshalb freuen wir uns, unsere jüngste Akquisition vorstellen zu können. Mit EmotionsAI können Sie mit einzigartigen, personalisierten Botschaften für jeden Besuchertyp experimentieren, ihre Bedürfnisse anhand von Daten verstehen, Tests durchführen, um effektive Botschaften zu identifizieren und personalisierte Journeys zu erstellen, die auf bestimmte emotionale Bedürfnisse abzielen.

Diese Technologie, die früher unter dem Namen Dotaki bekannt war, basiert auf jahrelanger psychografischer Modellierung, Customer Journey Mapping und KI-Technologie in Kombination mit Echtzeit-Interaktionen auf Websites und der Gerätenutzung.

Marken nutzen EmotionsAI und AB Tasty bereits, um:

  • die emotionalen Bedürfnisse der Zielgruppe zu verstehen, um ihre Experience Optimization Roadmap mit effektiven Botschaften, Designs und CTAs zu unterstützen, die ihre BesucherInnen ansprechen
  • mehr gewinnbringende Varianten zu erhalten, indem sie mithilfe von Analysen herausfinden, was für welches emotionale Bedürfnis funktioniert
  • Kampagnen durch Targeting auf der Grundlage emotionaler Bedürfnisse im AB Tasty Audience Builder zu personalisieren

Kundensegmentierung nach emotionalen Bedürfnissen

EmotionsAI kann Ihnen helfen zu verstehen, welche Besuchertypen sich auf Ihrer Website befinden. Wenn es sich beispielsweise um „wettbewerbsorientierte“ BesucherInnen handelt, werden diese stark auf Social Proof oder Hinweise auf frühere Verkäufe oder begrenzte Produktbestände reagieren. Wenn BesucherInnen als „sicherheitsbedürftig“ eingestuft werden, suchen sie ein klares, sicheres Zahlungssystem mit Rückversicherungen während des gesamten Prozesses. Pragmatische BesucherInnen, die auf der Suche nach „Dringlichkeit“ sind, möchten den schnellsten Weg zum Abschluss nehmen, mit möglichst wenigen Hindernissen.

Ergebnisse

Sobald Sie in der Lage sind, BesucherInnen mit EmotionsAI zu segmentieren, können Sie damit beginnen, gewinnbringende Varianten einzusetzen, um ihre spezifischen Bedürfnisse zu erfüllen. Sie können sofort erkennen, wann eine Variante das emotionale Bedürfnis eines Teils der Zielgruppe anspricht.

Die Auswirkungen auf die Erfolgsquote der Tests sind beeindruckend: Mit EmotionsAI ist es möglich, bei dreimal mehr A/B-Tests eine signifikante Auswirkung auf den Umsatz zu erkennen. Dies eröffnet die Möglichkeit, auf einfache Weise eine Personalisierung zu implementieren, die auf das relevanteste Kriterium abzielt: Emotionen.

Darüber hinaus ermöglichen es die emotionalen Segmente, zu erkennen, welche Phasen der Online Journey nicht gut genug auf die emotionalen Bedürfnisse der Zielgruppe eingehen und ein Defizit aufweisen. Daraus ergeben sich Ideen für künftige Tests, z. B. das Hinzufügen eines Hinweises zur Bestätigung in einer Phase des Kaufvorgangs.

Wir haben bei früheren KundInnen einen massiven Anstieg der Umsätze festgestellt. 60 % der getesteten Varianten zeigen signifikante geschäftliche Auswirkungen für mindestens ein EmotionsAI-Segment. Darüber hinaus wurden bei den Zielgruppen pro Personalisierungskampagne mit EmotionsAI durchschnittliche Umsatzsteigerungen von 5 bis 10 % verzeichnet.

Seien Sie der Zeit voraus und machen Sie den nächsten Schritt in Sachen Experience Optimization indem Sie die emotionale Personalisierung mit EmotionsAI meistern. Nutzen Sie lernende Algorithmen, um das Kundenverhalten zu erfassen und so vorhersagbare Käuferprofile zu erstellen, um Ihre Zielgruppe zu erreichen.

EmotionsAI ist ein KI-gestütztes Segmentierungstool von AB Tasty, das eine bessere Personalisierung und höhere Konversionsraten ermöglicht.

Sie möchten tiefer in das Thema der Erlebnisoptimierung auf Basis emotionaler Bedürfnisse eintauchen? Dann melden Sie sich zu unserem anstehenden Webinar an!

Blogartikel

6min. Lesezeit

Neues Kapitel für Flagship: Zusammenführung mit der AB Tasty Website

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Flagship by AB Tasty im Zuge unserer fortlaufenden Strategie der Optimierung Ihres Zugriffs auf die Experimentier- und Personalisierungstools von AB Tasty nun in die Marke und in die Website von AB Tasty integriert wird.

Dies bedeutet nicht, dass Ihre beliebten Rollout- und Feature-Management-Tools verschwinden. Es bedeutet vielmehr, dass wir ein neues, aufregendes Kapitel für AB Tasty aufschlagen, mit dem Ziel, alle unsere Features an einem Ort und unter einem Namen zur Verfügung zu stellen.

Wir haben die Websites von AB Tasty und Flagship zusammengeführt. Alle Ressourcen und Landing Pages, die zuvor auf der Flagship Website (flagship.io) gehostet wurden, können nun an einem Ort auf der AB Tasty Website (abtasty.com) gefunden werden.

Diese Entwicklung bringt mit sich, dass der Name Flagship nicht mehr weitergeführt wird und somit in den „Ruhestand“ geht. Wir fühlen uns zwar ein wenig nostalgisch gegenüber dem alten Namen, aber das Ziel ist es, den Zugang zu den AB Tasty-Lösungen und -Funktionen zu vereinfachen und sie miteinander zu verbinden, um unser Versprechen einzulösen, Ihre Go-to-Plattform für die Verbesserung und Optimierung der Customer Experience zu sein.

Wenn Sie Fragen dazu haben, was diese Änderung für Sie bedeutet, sind Sie hier genau richtig. Im Folgenden gehen wir auf die Änderungen, hilfreiche Links und Ressourcen sowie einige allgemeine FAQs ein.

Wie immer steht Ihnen unser Team an AB Tasty Magic Makers zur Verfügung, um alle zusätzlichen Fragen zu beantworten, die im Laufe der Zeit auftauchen könnten. Wenn Sie nach dem Lesen dieses Artikels noch weitere Fragen haben, zögern Sie nicht, uns eine E-Mail an contact_de@abtasty.com zu schicken, und wir werden diese Seite bei Bedarf aktualisieren.

Wie hängen AB Tasty und Flagship zusammen?

AB Tasty und Flagship waren schon immer ein und dasselbe Unternehmen, nur mit unterschiedlichen Namen für die serverseitigen und clientseitigen Lösungen.

Die Experimentier-Suite von AB Tasty ermöglicht es Marken, clientseitige A/B-Tests und Personalisierungen durchzuführen, um ein umfassenderes digitales Erlebnis zu bieten und die Konversionen zu steigern.

Flagship by AB Tasty wurde ebenfalls entwickelt, um durch risikofreies Feature-Management, serverseitige Experimente und Personalisierung umfassende Erlebnisse zu bieten, die zu Konversionen führen. Wie gesagt, dasselbe Unternehmen, nur unterschiedliche Ansätze, um Marken dabei zu helfen, ihren KundInnen das beste Erlebnis zu bieten.

Was meinen Sie, wenn Sie von Zusammenführung sprechen? Wird die Flagship-Website für immer verschwinden?

Ja, alles auf der Flagship-Website (flagship.io) ist auf die AB Tasty-Website (abtasty.com) umgezogen. Das bedeutet, dass alle Links zu bestehenden Landing Pages und Ressourcen auf AB Tasty umgeleitet werden, und alle neuen Ressourcen werden von nun an direkt auf AB Tasty veröffentlicht. Sie können ganz einfach auf Ressourcen wie E-Books, Blogs, Leitfäden und mehr zugreifen, indem Sie oben auf den Menüpunkt Ressourcen klicken oder dem Link hier folgen.

Warum führen wir die Websites und Namen von Flagship und AB Tasty zusammen?

Von Anfang an haben wir uns auf das konzentriert, was wir am besten können, nämlich unseren KundInnen die Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie brauchen, um ihre Ideen zu validieren und gleichzeitig die Wirkung zu maximieren, das Risiko zu minimieren und die Markteinführung zu beschleunigen.

Marketing- und Technikteams arbeiten heute enger zusammen als je zuvor, um neue Funktionen auf den Markt zu bringen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Unser kundenorientierter Ansatz bedeutet, dass wir unsere Funktionen leichter zugänglich machen und Ihnen die Tools zur Verfügung stellen möchten, die Sie für all Ihre Experimente und Personalisierungsanforderungen benötigen. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, Flagship in die AB Tasty-Website zu integrieren und es als AB Tasty’s Feature Experimentation and Experience Rollouts zu positionieren, anstatt als separate Lösung.

Viele unserer clientseitigen KundInnen sind mittlerweile so weit mit ihren Experimenten, dass sie fortgeschrittene Experimente durchführen und erweiterte Funktionen einführen. Für unsere KundInnen, die bereit sind, mit serverseitigen Experimenten zu beginnen, macht es diese Änderung viel einfacher und schneller, alle Informationen und den Support, den sie für alle unsere Features benötigen, einschließlich unserer serverseitigen Funktionalität, an einem Ort zu finden.

Was geschieht mit all den Ressourcen (Blogbeiträge, Leitfäden, E-Books usw.) auf Flagship.io?

Wie bereits erwähnt, sind die Flagship-Inhalte jetzt migriert und alle Links von Flagship.io sind auf AB Tasty umgeleitet. Von dort aus können alle unsere Ressourcen, von Leitfäden bis hin zu Blogbeiträgen und E-Books zu den Themen Feature Management, Experimente und mehr, auf der AB Tasty-Website gefunden werden.

Sie werden schnell merken, dass Sie hier ganz einfach auf Ihre Lieblingsinhalte zugreifen können, wenn Sie nach den Themen „Rollouts“ und „Feature Experimentation“ filtern (Hinweis: Dies ist aktuell nur auf der englischen Seite möglich, die deutschen Inhalte werden aber zeitnah folgen).

Wie kann ich mich bei meinem Flagship-Konto anmelden? Und wo kann ich auf die Dokumentation und die SDK-Bibliotheken zugreifen?

Sie können auf Ihre Konten zugreifen, indem Sie abtasty.com besuchen und auf den „Login“-Button in der oberen rechten Ecke klicken.

Alle unsere Dokumentationen und SDKs haben die gleichen Links wie bisher. Sie können sie über die folgenden Links aufrufen:

Wie wird sich die Zusammenführung auf die bestehenden KundInnen von Flagship und AB Tasty und die Unterstützung, die sie erhalten, auswirken?

Alle unsere KundInnen, unabhängig davon, ob sie AB Tasty oder Flagship oder beides nutzen, werden davon nicht betroffen sein. Sie können unsere Plattform weiterhin für all Ihre Bedürfnisse rund um das Experimentieren nutzen, ohne dass sich etwas ändert.

Ebenso können Sie erwarten, dass Sie das gleiche Maß an Unterstützung erhalten und Zugang zu dem gleichen engagierten Team für client- und/oder serverseitige Experimente haben wie bisher.

Wie immer wird Ihr CSM Sie rechtzeitig informieren, wenn es Änderungen an der Plattform gibt.

Wie wird sich die Zusammenführung auf neue KundInnen auswirken? Wo kann ich mich für eine Demo für AB Tasty’s Feature Experimentation und Rollouts anmelden?

Wenn Sie neu sind und AB Tasty’s Feature Experimentation oder Experience Rollouts ausprobieren möchten, klicken Sie auf das Banner unten oder auf den „Demo anfragen“-Button oben rechts auf der Seite, um herauszufinden, wie serverseitige Experimente Ihr Unternehmen positiv beeinflussen können.

Ein ganz besonderes Dankeschön geht an unsere KundInnen und unsere PartnerInnen für die Unterstützung bei dieser spannenden Entwicklung von AB Tasty. Ihr Feedback und Ihre Unterstützung tragen dazu bei, wichtige Änderungen wie diese zu gestalten, und wir sind dankbar dafür.

Haben Sie weitere Fragen zu Flagship und AB Tasty? Schicken Sie uns eine E-Mail an contact_de@abtasty.com und bleiben Sie dran für weitere spannende Updates und Informationen, die in Zukunft kommen werden!

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Blogartikel

20min. Lesezeit

AB Tasty’s JavaScript-Tag: Performance und Berichtanalyse

Hallo! Ich bin Léo, Produktmanager bei AB Tasty. Ich bin unter anderem für unser JavaScript-Tag zuständig, das derzeit auf Tausenden von Websites unserer KundInnen läuft. Wie Sie sich denken können, ist meine Roadmap voll von Themen rund um Datenerfassung, Datenschutz und… Performance.

Im heutigen Artikel geht es um die Performance von JavaScript-Tags, das Monitoring von Open-Data und um MitbewerberInnen. Los geht’s!

Untersuchung der Performance

Da die Performance in den letzten Jahren ein großes und heißes Thema geworden ist, vor allem dank der Einführung der Core Web Vitals von Google, haben mein Team und ich uns sehr auf dieses Thema konzentriert. Wir haben eine Menge Dinge verändert, viele Teile unseres Tags verbessert und hervorragende Meilensteine erreicht. Viele unserer NutzerInnen haben uns ihre Zufriedenheit darüber bestätigt. Ich habe bereits eine (lange) Reihe von Blogartikeln darüber verfasst. Aber leider nur auf Französisch. 😊🥖

Von Zeit zu Zeit werden wir von MitbewerberInnen auf einen bestimmten Leistungsbericht aufmerksam gemacht, der uns auf der Grundlage verschiedener Kennzahlen als leistungsschwach erscheinen lässt. Einige MitbewerberInnen behaupten, dass sie bis zu viermal schneller sind als wir! Und das stimmt auch, ich meine, das ist es, was der Bericht zeigt.

Sie können sich sicher vorstellen, wie verheerend dies für das Image meines Unternehmens sein kann und wie schwer es für unser Sales-Team sein kann, wenn KundInnen diese Karte ziehen. Dies ist besonders ernüchternd für mich und mein Team nach all der Arbeit, die wir in den letzten Jahren in diesem Bereich geleistet haben.

Obwohl das das erste Gefühl war, das ich hatte, als ich diesen Bericht sah, weiß ich mit Sicherheit, dass unsere Leistung hervorragend ist. Nach der Veröffentlichung mehrerer Projekte und Optimierungen haben wir enorme Verbesserungen erreicht. Heute zeigen alle Benchmarks und Audits, die ich auf den Websites unserer KundInnen durchführe, eine sehr gute Performance und einen geringen Einfluss auf die berühmten Core Web Vitals.

Auch ist es sehr selten, dass sich KundInnen über unsere Leistung beschweren. Das kann natürlich vorkommen, aber meistens verschwinden alle Zweifel nach einem kurzen Gespräch, einigen Erklärungen und Hinweisen zu den Best Practices in Sachen Optimierung.

Aber der Bericht ist doch noch da, oder? Vielleicht übersehe ich also etwas. Vielleicht betrachte ich nicht die richtige Metrik. Vielleicht habe ich nur KundInnen geprüft, bei denen alles in Ordnung ist, aber es gibt eine Vielzahl von KundInnen, die sich nicht beschweren, dass unser Tag ihre Website drastisch verlangsamt.

Ein einfacher Weg, dem zu begegnen, wäre zu sagen, dass wir mehr mit unserem Tag machen als unsere MitbewerberInnen.

Ist CRO das Gleiche wie Analytics?

Im Bericht (ich verspreche, dass ich weiter unten ausführlich darüber sprechen werde 😄) werden wir in der Kategorie Analytics zusammengefasst. Conversion Rate Optimization ist jedoch nicht dasselbe wie Analytics. Ein Analysetool sammelt nur Daten, während wir Kampagnen aktivieren, Personalisierungen durchführen, Widgets implementieren, Pop-ins hinzufügen und vieles mehr. In diesem Sinne ist unser Einfluss höher.

Lassen Sie uns über unsere MitbewerberInnen sprechen: Auch wenn wir die beste Lösung auf dem Markt haben (😇), machen unsere MitbewerberInnen mehr oder weniger das Gleiche wie wir, indem sie die gleiche Technik mit den gleichen Einschränkungen und Problemen verwenden. Daher ist es legitim, uns mit denselben Metriken zu vergleichen. Es mag zwar stimmen, dass wir ein bisschen mehr leisten als sie, aber das sollte letztlich nicht den vierfachen Unterschied in unserer Performance erklären.

Damals und bevor ich mich in die Details vertieft habe, nahm ich die Ergebnisse des Berichts mit einer gewissen Demut auf. Mein Ehrgeiz war es daher, die Daten zu durchforsten, die Websites zu analysieren, auf denen das Tag unserer MitbewerberInnen läuft, und herauszufinden, was sie besser machen als wir. Wir nennen das Retro-Engineering, und ich finde es sinnvoll, da es uns helfen kann, schnellere Websites für alle zu haben.

Mein Anliegen bestand also darin, gemeinsam mit meinem Management herauszufinden, wo wir ein Leistungsleck hatten, und dieses zu beheben, um unsere durchschnittliche Ausführungszeit zu verringern und näher an unsere MitbewerberInnen heranzukommen.

Doch zuerst musste ich die Daten analysieren. Und, wow, darauf war ich nicht vorbereitet.

Der Bericht

Der Bericht ist ein Datensatz, der monatlich von The HTTP Archive erstellt wird. Hier ist ein Zitat aus ihrer „About“-Seite:

„Successful societies and institutions recognize the need to record their history – this provides a way to review the past, find explanations for current behavior, and spot emerging trends. In 1996, Brewster Kahle realized the cultural significance of the Internet and the need to record its history. As a result he founded the Internet Archive which collects and permanently stores the Web’s digitized content.“

n addition to the content of web pages, it’s important to record how this digitized content is constructed and served. The HTTP Archive provides this record. It is a permanent repository of web performance information such as size of pages, failed requests, and technologies utilized. This performance information allows us to see trends in how the Web is built and provides a common data set from which to conduct web performance research.“

Jeden Monat wird ein Lighthouse-Audit für Millionen von Websites durchgeführt und ein Datensatz mit den Rohergebnissen erstellt.

Da es sich um ein Open-Source-Projekt handelt, kann es von jedem genutzt werden, um Daten zu visualisieren und den Zugang zu dieser Art von Daten zu erleichtern.

Genau das hat der Erfinder von Google Lighthouse, Patrick Hulce, getan. Auf seiner Website GitHub stellt er eine schöne Visualisierung dieses riesigen Datensatzes zur Verfügung und ermöglicht es jedem, die Details in verschiedenen Kategorien wie Analytics, Ads, Social Media und mehr zu erkunden. Wie ich bereits erwähnte, finden Sie die CRO-Tools in der Kategorie Analytics.

Die Website ist vollständig Open-Source. Die Methodik ist bekannt und zugänglich.

Was stimmt also nicht mit dem Bericht?

Nun, technisch ist daran nichts auszusetzen. Wir könnten es enttäuschend finden, dass der Datensatz nicht automatisch jeden Monat aktualisiert wird, aber das Repository ist Open-Source, so dass dies von jedem, der motiviert ist, übernommen werden kann.

Allerdings werden die Daten dabei nur auf schicke Art und Weise angezeigt und bieten keinerlei Einblicke oder tiefgreifende Analysen dieser. Jeder Fehler oder jede Unstimmigkeit bleibt verborgen und könnte dazu führen, dass einem Dritten im Vergleich zu anderen eine schlechte Performance zugeschrieben wird, obwohl dies nicht unbedingt der Fall ist.

Ein Problem, das jedoch nicht mit dem Bericht selbst zusammenhängt, ist der Schwachpunkt, den ein Durchschnittswert mit sich bringen kann. Auch das ist etwas, dessen wir uns alle bewusst sind, das wir aber gerne vergessen. Wenn man zehn Leute nimmt, von denen neun 800 Euro im Monat verdienen, aber eine Person 12 Millionen Euro im Monat verdient, dann könnte man zu dem Schluss kommen, dass alle im Schnitt 1,2 Millionen Euro im Monat verdienen. Statistisch gesehen ist das zwar korrekt, aber es wirkt doch ein wenig falsch, oder? Wir kommen gleich darauf zurück.

Mit diesem Wissen war es an der Zeit, mir die Hände ein wenig schmutzig zu machen. Gemeinsam mit meinem Team haben wir den gesamten Datensatz vom Februar 2023 heruntergeladen, um unsere eigene Prüfung durchzuführen und zu verstehen, wo unsere Leistungslecks lagen.

Übrigens ist das Herunterladen des gesamten Datensatzes etwas, das wir seit etwa eineinhalb Jahren regelmäßig tun, um unsere Entwicklung zu beobachten. Diesmal habe ich jedoch beschlossen, mir insbesondere den Bericht vom Februar 2023 genauer anzuschauen.

Die Analyse

In diesem Datensatz finden wir die vollständige Liste der gecrawlten Websites, auf denen AB Tasty läuft und die Auswirkungen, die unser Tag auf sie hatte. Um noch genauer zu sein, haben wir die exakt gemessene Ausführungszeit unseres Tags in Millisekunden.

Dies ist, was wir extrahiert haben. Die verpixelte Spalte steht für die URL der Website. Die letzte Spalte ist die Ausführungszeit in Millisekunden.

Anhand der Rohdaten konnten wir eine Reihe nützlicher Kennzahlen berechnen.

Bitte bedenken Sie, dass ich weder Mathematiker noch Statistik-Experte bin. Meine Methodik mag seltsam erscheinen, aber sie ist für diese Analyse geeignet.

  • Durchschnittliche Ausführungszeit

Dies ist die erste Metrik, die ich erhalte – der rohe Durchschnitt für alle Websites. Dieser Wert ist wahrscheinlich sehr ähnlich, wenn nicht sogar gleich dem, der von der Website thirdpartyweb.today verwendet wird. Wir haben bereits über den Nachteil eines Durchschnitts gesprochen, dennoch ist es ein interessanter Wert, den man im Auge behalten sollte.

  • Mittelwert der oberen und unteren Hälfte

Anschließend teile ich den Datensatz in zwei Hälften. Wenn ich 2.000 Zeilen habe, bilde ich zwei Gruppen mit jeweils 1.000 Zeilen. Die „obere Hälfte“ und die „untere Hälfte“. Auf diese Weise erhalte ich einen Überblick über die Websites, bei denen wir am schlechtesten abschneiden – im Vergleich zu den besten. Dann berechne ich den Durchschnitt für jede Hälfte.

  • Differenz zwischen den beiden Hälften

Die Differenz zwischen den beiden Hälften ist wichtig, da sie die Ungleichheit innerhalb des Datensatzes zeigt. Je geringer die Differenz ist, desto weniger Extremwerte gibt es.

  • Anzahl der Websites mit einem Wert über 6.000 ms.

Hierbei handelt es sich lediglich um eine interne Kennzahl, die wir verfolgen, um uns ein mittelfristiges Ziel zu setzen, nämlich 0 Websites über diesem Wert zu haben.

  • Entwicklung des letzten Datensatzes

Ich berechne die Entwicklung zwischen dem letzten Datensatz, der mir zur Verfügung steht, und dem aktuellsten. So kann ich sehen, ob wir uns generell verbessern, und wie viele Websites aus der Tabelle verschwinden oder hinzukommen.

Die Ergebnisse

Das sind die Ergebnisse, die wir erhalten:

Hier sind die entsprechenden Schaubilder:

Dies ist die Entwicklung zwischen Oktober 2022 und Februar 2023:

Achtung: Es handelt sich um eine logarithmische Skala! Die Daten sind von links nach rechts nach der Ausführungszeit im Februar 2023 sortiert.

Die Zahlen sprechen für sich. Aber wenn ich eine allgemeine Schlussfolgerung ziehen kann, dann die, dass wir in den ersten sechs Monaten enorme Verbesserungen erzielt haben und danach aufgrund feinerer Anpassungen etwas nachließen (das berühmte 80/20-Pareto-Prinzip).

Nach dem anfänglichen Rückgang sind jedoch zwei Kennzahlen von Bedeutung.

Zunächst einmal nähert sich die Differenz zwischen den beiden Hälften sehr stark an. Das bedeutet, dass wir nicht mehr viele potenzielle Lecks in Sachen Performance haben (Funktionen, die zu einem abnormalen Anstieg der Ausführungszeit führen). Das ist unser erster aktueller Erfolg.

Dann zeigt die Entwicklung, dass sie im Allgemeinen, abgesehen von den schlechtesten Fällen, stabil bleibt oder abnimmt. Das ist ein weiterer aktueller Erfolg.

Detaillierte Betrachtung

Was ich Ihnen soeben mitgeteilt habe, sind die Rohergebnisse, ohne einen Blick auf die Details jeder Zeile und jeder durchsuchten Website zu werfen.

Wie es jedoch so schön heißt, steckt der Teufel im Detail. Schauen wir uns das etwas genauer an.

Konzentrieren wir uns auf die Websites, auf denen AB Tasty mehr als sechs Sekunden für die Ausführung benötigt.

Sechs Sekunden mögen viel klingen (und das sind es auch), aber vergessen Sie nicht, dass die Prüfung eine Low-End-CPU simuliert, die nicht repräsentativ für ein durchschnittliches Gerät ist. Es zeigt vielmehr das Worst-Case-Szenario.

Im Bericht vom Februar 2023 sind es 33 Websites, bei denen dies der Fall ist. Dies entspricht einer durchschnittlichen Ausführungszeit von 19.877 ms. Ich habe schnell festgestellt, dass:

  • 27 davon von demselben AB Tasty-Kunden stammen
  • einer von ihnen abtasty.com und die Gesamtausführung von Ressourcen, die von *abtasty.com stammen, offensichtlich sehr hoch ist 😊
  • zwei weitere ebenfalls von einem einzigen AB Tasty-Kunden stammen

Schließlich gibt es nur 5 KundInnen auf dieser Liste (aber immer noch 33 Websites, verstehen Sie mich nicht falsch).

Fassen wir nun die beiden KundInnen mit Duplikaten in Gruppen zusammen, um zu sehen, wie sich das auf den Durchschnitt auswirkt. Der Kunde mit 27 Dubletten hat auch Websites mit einer Ausführungszeit von weniger als 6.000 ms., aber ich werde sie vorerst ignorieren (um die Sache zu vereinfachen).

Für jeden dieser beiden KundInnen berechne ich den Durchschnitt aller ihrer Duplikate. Für den ersten Kunden beträgt das Ergebnis 21.671 ms. Für den zweiten beträgt das Ergebnis 14.708 ms.

Außerdem nehme ich abtasty.com heraus, da es nicht relevant ist.

Mit der neuen Liste sind wir von 1.223 ms. für den Durchschnitt der gesamten Liste auf 1.005 ms. gesunken. Damit haben wir unseren Durchschnitt gerade um mehr als 200 ms. verbessert! 🎉

Moment, was? Sie löschen einfach die schlechtesten Websites. Natürlich verbessern Sie sich dadurch…

Ja, das stimmt. Das ist Schummeln, ganz klar! Aber der Sinn dieses Artikels ist es, zu zeigen, dass die Daten eben nicht alles sagen.

Lassen Sie uns zunächst darüber sprechen, was mit diesem Kunden passiert, der 27 Dubletten hat.

Das gleiche Tag wurde auf mehr als 50 sehr unterschiedlichen Websites eingesetzt! Möglicherweise sind Sie nicht sehr vertraut mit AB Tasty, daher lassen Sie mich erklären, warum das ein Problem ist.

Es kann sein, dass Sie mehrere Websites mit dem gleichen Layout haben (das ist oft der Fall, wenn Sie verschiedene Sprachen haben). Es macht Sinn, auf diesen verschiedenen Domains das gleiche Tag zu verwenden, um die gleichen Anpassungen auf allen auf einmal ausrollen zu können. Dies ist nicht die optimalste Art und Weise, aber derzeit ist es die einfachste Möglichkeit, dies mit unserem Tool zu tun.

Wenn Ihre Websites jedoch alle unterschiedlich sind, macht es absolut keinen Sinn, dies zu tun. Sie werden viele Kampagnen erstellen (in diesem Fall Hunderte!), die fast nie auf der Website ausgeführt werden (weil es nicht die richtige Domain ist), aber dennoch zumindest teilweise im Tag enthalten sind. So wird dieses also seine Zeit damit verbringen, Hunderte von Kampagnen zu überprüfen, die keine Chance haben, ausgeführt zu werden, weil die URL nur selten gültig sein wird.

Wir arbeiten zwar an einer Möglichkeit, dieses Verhalten zu unterbinden (da wir Alternativen und bessere Möglichkeiten haben), aber es wird Monate dauern, bis dies aus dem Bericht verschwindet.

Hinweis: Wenn Sie damit beginnen, AB Tasty zu verwenden, wird man Ihnen nicht dazu raten, dies zu tun. Folglich wird die Performance Ihres Tags viel besser sein als das.

Auch hier habe ich mir nicht die Zeit genommen, alle doppelten Domains zusammenzufassen, da dies keinen Sinn macht. Das Ziel war es, zu zeigen, dass es einfach ist, eine bessere Leistung zu zeigen, wenn wir Anomalien ausschließen, die nicht repräsentativ sind. Wenn wir in dem oben genannten Fall nur eine Domain behalten würden, könnten wir uns eine Verbesserung unserer Gesamtleistung um mehr als 200 ms. vorstellen.

Ich habe den offensichtlichsten Fall genommen, aber ein kurzer Blick auf den Rest der Daten hat mir noch weitere Beispiele gezeigt.

Die Zahlen der MitbewerberInnen

Vor dem Hintergrund dessen, was wir oben diskutiert haben und angesichts der Tatsache, dass unsere Ergebnisse aufgrund einer einzigen Anomalie schlechter aussehen können, als sie tatsächlich sind, habe ich begonnen, die Zahlen unserer MitbewerberInnen zu untersuchen, um zu sehen, ob sie die gleiche Art von Problem haben.

Ich sage es noch einmal: Ich will damit nicht sagen, dass wir besser (oder schlechter) als unsere MitbewerberInnen sind, darum geht es mir nicht. Ich versuche Ihnen lediglich zu zeigen, warum Statistiken genau analysiert werden müssen, um Fehlinterpretationen zu vermeiden.

Beginnen wir mit einem Vergleich der Zahlen von AB Tasty vom Februar 2023 mit den gleichen Kennzahlen für einen der MitbewerberInnen.

Competitor's figures

Im Allgemeinen sehen sie ein bisschen besser aus, oder? Ein besserer Durchschnitt und sogar der Mittelwert für beide Hälften ist besser (der für die untere Hälfte ist deutlich besser!).

Allerdings ist der Unterschied zwischen den beiden Hälften enorm: 24! Bedeutet das, dass je nach Verwendung die Auswirkung des Tags um das 24-fache erhöht werden kann?

Wenn ich sie ein wenig ärgern wollte, würde ich sagen, dass sie beim Testen des Tags auf ihrer Website vielleicht eine ausgezeichnete Leistung feststellen, aber wenn sie anfangen, es intensiv zu nutzen, könnten sie ernsthafte Leistungseinbußen erleben.

Aber das wäre nur eine Interpretation eines sehr kleinen Teils dessen, was die Daten aussagen.

Außerdem haben sie mehr als doppelt so viele Websites, die über der 6.000 ms.-Marke liegen (noch einmal: dieser Schwellenwert ist eine interne Referenz von AB Tasty). Und das unter Beibehaltung der Dubletten im Datensatz von AB Tasty, über die wir gerade gesprochen haben! Auch sie haben Duplikate, aber nicht so viele wie wir.

Eine erste (voreilige) Schlussfolgerung wäre, dass sie mehr Websites haben, die sich stark auf die Performance auswirken, aber gleichzeitig sind die Auswirkungen im Gesamten geringer.

Da ich nun weiß, dass wir in unserem Fall mehrere KundInnen haben, die Dubletten haben, wollte ich überprüfen, ob unsere MitbewerberInnen das gleiche Problem haben. Und das ist der Fall – und zwar im großen Stil.

Von den 2.537 analysierten Websites gehören 40 % zu ein und demselben Kunden. Dies entspricht 1.016 Subdomains der gleichen Domain.

Wie wirkt sich das auf ihr Ergebnis aus?

Nun, ihr Kunde nutzte die Lösung zum Zeitpunkt der Datenerfassung nicht (ich habe das selbst überprüft, indem ich einige der Subdomains besucht habe). Das bedeutet, dass das Tag überhaupt nichts getan hat. Es war zwar vorhanden, aber inaktiv.

Die durchschnittliche Ausführungszeit dieser 1.016 Zeilen im Datensatz beträgt 59 ms!!! 😭 Sie hat außerdem einen Höchstwert von 527 ms. und einen Minimalwert von 25 ms.

Ich brauche wohl nicht zu erklären, warum diese „Anomalie“ ihren Durchschnitt interessanterweise nach unten zieht, oder?

Bei den 1.016 Subdomains handelt es sich keineswegs um gefälschte Websites. Ich unterstelle diesem Mitbewerber nicht, dass dieser absichtlich geschummelt hat, um besser dazustehen – ich bin sicher, dass dies nicht der Fall ist. Es ist einfach ein sehr schöner Zufall für ihn, ob er sich dessen bewusst ist oder nicht.

Vergleichen wir abschließend den Durchschnitt unserer beiden Datensätze, nachdem wir diese 1.016 Subdomains entfernt haben.

AB Tasty liegt bei 1.223 ms. (unveränderter Datensatz), während dieser Mitbewerber jetzt bei… 1.471 ms. liegt.

Sie haben sich von 361 ms. besser auf 248 ms. schlechter entwickelt. Ich habe Ihnen gesagt, dass ich die Zahlen sagen lassen kann, was ich will. 🙂

Ich hätte noch viel mehr über diese Datensätze zu sagen, aber ich habe nicht alle Analysen durchgeführt, die man hier hätte machen können. Um ehrlich zu sein, habe ich bereits zu viel Zeit damit verbracht.

Ich hoffe jedoch, dass es mir gelungen ist, zu zeigen, dass ein und derselbe Datensatz auf viele verschiedene Arten interpretiert werden kann.

Was können wir aus all dem schließen?

Das erste, was ich sagen möchte, ist: TESTEN SIE ES.

Unsere Lösung ist sehr einfach zu implementieren. Sie setzen das Tag einfach auf Ihrer Website ein und führen ein Audit durch. Zum Vergleich können Sie das Tag eines anderen Tools auf Ihrer Website platzieren und die gleiche Prüfung durchführen. Führen Sie sie mehrmals unter denselben Bedingungen durch und vergleichen Sie. Ist das zweite Tool auf Ihrer Website besser? Gut, dann wird es für Ihren speziellen Fall wahrscheinlich besser funktionieren.

Sagt ein willkürlicher Bericht im Internet, dass eine Lösung besser ist als eine andere? Gut, das ist eine Ansicht, aber Sie sollten entweder die Daten analysieren, um sie zu hinterfragen, oder ihnen nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken. Wenn Sie die Zahlen einfach so akzeptieren, wie sie angezeigt (oder schlimmer noch: beworben) werden, könnten Sie einen wichtigen Teil der Geschichte übersehen.

Ist die Performance von AB Tasty schlecht?

Nein, das ist sie nicht. Die meisten unserer KundInnen haben sich noch nie über die Leistung beschwert und einige sind sehr dankbar für die jüngsten Verbesserungen, die wir in diesem Bereich vorgenommen haben.

Es gibt also KundInnen, die sich beschweren?

Ja. Das liegt daran, dass AB Tasty manchmal, je nach dem wie es genutzt wird, eine geringere Performance haben kann. Aber wir stellen Tools zur Verfügung, mit denen Sie alles direkt von unserer Plattform aus optimieren können. Wir nennen dies das Performance Center. Es ist ein ganzer Bereich innerhalb der Plattform, der Ihnen zeigt, welche Kampagne Ihre Performance beeinträchtigt und was Sie tun können, um sie zu verbessern. Befolgen Sie einfach die Anweisungen, dann klappt das schon. Das ist eine sehr innovative und einzigartige Funktion auf dem Markt, und wir sind sehr stolz darauf.

Allerdings muss ich zugeben, dass einige wenige KundInnen unrealistische Erwartungen an die Leistung haben. AB Tasty ist ein JavaScript-Tag, das DOM-Manipulationen, asynchrone Überprüfungen, Datenerfassung und viele andere komplexe Dinge durchführt. Natürlich hat dies einen größeren Einfluss auf Ihre Website als ein einfaches Analysetool. Das Ziel für Sie ist es, sicherzustellen, dass die Auswirkungen der Conversion-Optimierung größer sind als die Kosten, die Sie in Bezug auf die Performance haben. Und das wird der Fall sein, unabhängig davon, welches CRO-Tool Sie verwenden, es sei denn, Sie nutzen ein serverseitiges Tool wie z. B. Flagship von AB Tasty.

Ich bin davon überzeugt, dass wir eine noch schnellere Website anstreben sollten. Ich bin sehr besorgt über meine Auswirkungen auf die Umwelt und versuche, meine Geräte so lange wie möglich zu nutzen. Mein Smartphone ist sieben Jahre alt (und ich steige gerade auf ein „neues“ um, das zehn Jahre alt ist), und mein Laptop ist auch nicht mehr ganz neu. Ich weiß also, dass eine langsame Website eine echt Frustrationsquelle sein kann.

Abschließende Bemerkungen

Ich kann Ihnen versichern, dass wir uns bei AB Tasty voll und ganz der Verbesserung unserer Performance verschrieben haben, weil unsere KundInnen dies von uns erwarten, weil ich persönlich motiviert bin, dies zu tun, und weil dies eine sehr spaßige und interessante Herausforderung für das Team ist (und auch, weil mein Management mich darum bittet 😅 ).

Ein großes Lob geht auch an das HTTP-Archiv, das eine sehr wichtige Arbeit leistet, indem es all diese Daten sammelt und sie vor allem mit allen teilt. Ein großes Lob an Patrick Hulce, der sich die Zeit genommen hat, eine sehr interessante Website zu bauen, die den Menschen eine visuelle Darstellung der Daten des HTTP-Archivs bietet. Hut ab vor allen, die sich für ein besseres, schnelleres und sichereres Web einsetzen, oft unentgeltlich und weil es das ist, woran sie glauben.

Möchten Sie unser Tool selbst testen? AB Tasty ist eine umfassende Plattform für Experimente, Content-Personalisierung und KI-gestützte Empfehlungen, die mit den Tools ausgestattet ist, die Sie benötigen, um Ihren KundInnen ein besseres digitales Erlebnis zu bieten – und das in kürzester Zeit. Mit eingebetteter KI und Automatisierung kann diese Plattform Ihnen helfen, Omnichannel-Personalisierung zu erreichen und Ihre Marken- und Produkterfahrungen zu revolutionieren.

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