Warum Produktmanager Feature Flags in ihre Agile Roadmap einfügen sollten

Wenn man eine Agile Roadmap erstellt, kann man sich leicht verirren.

Wenn Sie bei der Planung zu sehr ins Detail gehen, erhalten Sie am Ende eine Roadmap, die sich zwar „Agil“ nennt, sich aber eher wie eine traditionelle Wasserfall-Roadmap darstellt. Wenn Sie jedoch nicht genügend planen, erstellen Sie nur das Skelett einer Roadmap, das Sie in verschiedene Richtungen laufen lässt, ohne jemals etwas Sinnvolles zu erreichen.

All das überrascht uns nicht – der richtige Ansatz liegt irgendwo dazwischen. Sie halten die Dinge locker, flexibel und iterativ. Aber Sie setzen auch ein Leuchtfeuer, das Sie durch jeden Ihrer Sprints zu einem wirkungsvollen Ziel führt.

Erfahrungsgemäß ist ein „Leuchtfeuer“, das für eine fundierte Agile Produkt-Roadmap sorgt und Ihre Produkte in die richtige Richtung bringt, eine simple Funktion – das Feature Flag.

Es ist nichts Ausgefallenes. Es ist nicht auffällig. Und es wirkt nicht übermäßig strategisch. Aber wenn Sie Feature Flags richtig verwenden, dann bleibt Ihre Agile Roadmap auf die Ergebnisse fokussiert, auf die es ankommt, ohne Sie auf einen festen Weg festzunageln. Und hier sind die Gründe, weshalb.

Grundprinzipien: Der wirkliche Vorteil von Agil verglichen zu Wasserfall 

Es scheint dieser Tage eine gegebene Tatsache zu sein: Wenn Sie als Produktmanager (vor allem im Technologiebereich) arbeiten, dann werden Sie eine Art Agile Methode anwenden. Eventuell haben Sie im Rahmen Ihrer Aufgaben noch nie mit einer Wasserfall-Roadmap gearbeitet, geschweige in ihrer bisherigen Laufbahn eine entwickelt.

Wenn ja, kann man sich sogar die Frage stellen, warum Wasserfall-Roadmaps überhaupt entwickelt wurden. Die Methodik ist langsam. Sie ist starr. Undurchsichtig. An der Oberfläche wirkt sie jedenfalls der Agilen Roadmap unterlegen. Aber wenn Sie etwas tiefer gehen, gibt es einen Bereich, in dem Wasserfall Agil übertrumpft. Ein Wasserfall-Modell passt genauer in den traditionellen Kontext eines Großunternehmens als ein Agiles Modell.

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Product Managers (vor allem im Bereich Technologie) folgen in der Regel einer agilen Methode

Wir sprechen hier nicht über Konzerne, die Ingenieurtechnik an erste Stelle setzen, wie zum Beispiel die größten Tech-Unternehmen. Diese Unternehmen wurden von Entwicklern gegründet, die Agil in ihre DNA integriert haben. Wir sprechen über die restlichen Unternehmen in der Welt, die großen traditionellen Akteure in jeder Branche, deren IT-Abteilungen als Erste Wasserfall-Modelle erstellt haben.

Die Wasserfallmethode passt genau in die Geschäftsabläufe dieser breiter aufgestellten Konzerne weltweit. Das Wasserfall-Modell sammelt Geschäftsanforderungen in einer einmaligen Standardphase und meißelt sie bei einem konkreten Projekt in Stein ein. Es unterteilt das Projekt in einen klaren, sauber definierten Plan. Und zum Schluss wird der Erfolg dieses Projekts daran ausgemacht, inwieweit die Leader des Projekts die Meilensteine im Projektplan erreicht und ob sie die Voraussetzungen des Projekts rechtzeitig und im Rahmen des Budgets erfüllt haben.

Sie sehen also, bei der Wasserfall-Methode geht es nicht wirklich darum, das effektivste, effizienteste oder am besten überprüfbare System zu erstellen, sondern darum, dass die Produktentwickler und -manager für ein großes, schwerfälliges Unternehmen sinnvoll vorgehen.

Ein neuer Ansatz – die Agile Methode – war nur möglich, weil sie außerhalb dieses traditionellen Kontexts eines Großunternehmens entwickelt wurde. Die Gründer waren in der Lage, das gesamte Konzept zu überdenken, wie Produktmanagement aussehen könnte, wenn man tief verwurzelte Prozeduren von Großkonzernen aus der Gleichung entfernen würde. Und genau hier haben sie sich etwas einfallen lassen: Produktmanagement würde eine größere Wirkung erzielen, wenn man sich nicht mehr nach dem richtet, was ein Konzern möchte, sondern sich darauf konzentriert, was User in der realen Welt möchten.

Genau das ist die wirkliche Innovation der Agilen Roadmap verglichen zur Wasserfall-Roadmap. Sind es nicht Schnelligkeit und Effizienz, auf die jeder fixiert ist? Es ist die einfache, aber wirksame Tatsache, dass eine Agile Roadmap den Fokus des Produktmanagers wieder auf den User legen lässt.

Und die meisten der auf Kernnutzer gerichteten Aktivitäten im Rahmen der Agilen Methode erfolgen während des Feature Release Management und werden mit dem richtigen Feature Flag Tool umgesetzt.

Ein kurzer Vorbehalt: Ja, Auswirkungen auf das Unternehmen spielen für die Agile Methode eine Rolle

Bevor wir weiter gehen, müssen wir einen Punkt klarstellen.

Wenn wir sagen, die Wasserfall-Methode passt sich gut an den Kontext von Großunternehmen an, dann meinen wir den operativen Kontext dieser Unternehmen. Wir meinen nicht, dass ein Wasserfallansatz der beste Weg ist,  Geschäftsergebnisse zu liefern. In den meisten Fällen liefern diese großen Wasserfall-Projekte schlechte Ergebnisse, weil zwischen den ersten gesammelten Anforderungen und dem Abschluss des Projekts Monate – oder sogar Jahre – liegen können. Währenddessen verschiebt sich oftmals die Angleichung des Projekts an die User und sogar seine Realisierbarkeit, wodurch die Chancen einer sinnvollen Auswirkung auf das Unternehmen verringert werden.

Eine fachgerecht entwickelte und geführte Agile Roadmap hingegen bleibt während des gesamten Lebenszyklus des Projekts auf die User abgestimmt und liefert konkrete, messbare und nachvollziehbare Ergebnisse. Feature Release Management und Feature Flags können diese enge Verbindung zwischen User-zentrierter Entwicklung und Verbesserung von KPIs unterstützen. Wie? Das werden wir jetzt sehen.

Feature Release Management: Das Herzstück jeder effektiven Agilen Roadmap

Aus der Perspektive einer auf den User zentrierten Angleichung sind Feature Releases der Kernpunkt, der eine Agile von einer Wasserfall-Roadmap unterscheidet.

Ja, die Agile Methode stellt sich in vielen Aktivitätsbereichen anders als die Wasserfall-Methode dar. Agile Roadmaps unterteilen die Entwicklung in Sprints und sorgen insgesamt  für kürzere, flexiblere und reaktionsschnellere Entwicklungszyklen als bei Wasserfall-Entwicklungszyklen. Aber Agile Entwicklungszyklen erfolgen immer noch in einem „Keller“. Das Team zieht sich nach wie vor zurück und arbeitet die beste Idee aus, wie seine neue Lösung aussehen sollte. In sich gibt es in einem agilen Entwicklungszyklus nichts, was User-zentrierter ist als bei einem Wasserfall-Entwicklungszyklus – es sind die Feature Releases, die hier ins Spiel kommen.

Beim Wasserfall-Modell werden neue Produkte und Features vollständig entwickelt und für alle User gleichzeitig veröffentlicht, mit einem großen Paukenschlag, nach einer langen Entwicklungszeit. Bei einer Agilen Roadmap können – und sollten – neue Produkte und Features wesentlich schneller veröffentlicht werden.

Genau das macht den funktionalen Unterschied aus und die Agile Methode User-zentrierter als das Wasserfallmodell. Mit einem schnellen und effektiven Feature Release Management können Sie:

  • Ihren Usern immer die höchste Priorität einräumen
  • die Daten Ihrer User und ihr Feedback regelmäßig erfassen
  • aktuelles Feedback als Orientierung für Ihre Entwicklungszyklen nutzen
  • den Zyklus wiederholen, um das Feedback der User in der nächsten Runde von Feature- und Produkt-Updates richtig zu verankern.

Wenn Ihre Entwicklung User-zentriert bleiben soll, dann ist es äußerst wichtig, Feature Release Management effizient in Ihre Agile Product-Roadmap zu integrieren Produkt-Roadmap. Und so wird‘s gemacht.

5 wichtige Elemente, die in Ihre Agile Release Planung integriert werden sollten 

Sagen wir es klipp und klar – es gibt eine Menge guter Dinge, die Ihnen Aufschluss über die technischen Details geben, wie Feature Release Management in eine Agile Roadmap strukturiert werden kann – welche Aktivitäten in welcher Reihenfolge berücksichtigt und wie sie im Rahmen einer größeren Planung zeitlich eingeteilt werden müssen.

Wir möchten uns nicht auf ausgefahrene Gleise begeben. Stattdessen wollen wir unsere Diskussion darauf richten, wie wir sicherstellen können, dass Feature Releases soweit wie möglich User-zentriert bleiben. Im Folgenden führen wir die wichtigsten Elemente auf, die in jede Ihrer Feature Releases einfließen sollten, damit diese zu einem entscheidenden, wiederkehrenden Touchpoint zwischen Ihnen und Ihren Usern werden.

1. User Segmentierung

Grundsätzlich müssen Sie mit Vorsicht entscheiden, welche User-Zielgruppen die neue Feature- und Produkt-Release als Erstes erhalten (und testen) sollen. Auf einer tieferen Ebene kann dann im Rahmen des Feature Release Managements in jedem einzelnen Schritt die Segmentierung der User erfolgen. Sie können die Erfahrung mit Ihren neuen Produkten und Features für jedes einzelne Segment personalisieren, auf die es getestet wird. Sie probieren verschiedene Versionen der einzelnen neuen Produkte und Features mit verschiedenen Segmenten aus. Während der Tests können Sie Features schnell für die Segmente ausschalten, die nicht besonders auf sie ansprechen. Und Sie können die laufende Entwicklung Ihrer Produkte und Features danach richten, welchem Segment sie am besten gefallen.

2. Messung der KPIs

Wie Sie den Erfolg der Produkte oder Features auch messen, Sie müssen ihn beziffern und diese Kennzahlen während jeder Release – in Echtzeit – messen. Auf diesem Weg verfolgen Sie zwei Ziele. Erstens können Sie sich so ein genaues, objektives Bild darüber machen, welche Produkte und Features bei welchem Segment Erfolg hat (und ob Sie während der einzelnen Sprints in der Entwicklung tatsächlich ihre Performance verbessern oder nicht). Zweitens können Sie so konkrete, messbare und nachvollziehbare Ergebnisse für Ihr Unternehmen vorweisen, um sowohl über den Erfolg Ihrer neuesten Entwicklung berichten und eine sinnvolle Begründung für robustere Rollouts vorlegen zu können.

3. Governance

Sie brauchen in gewisser Hinsicht eine formalisierte Möglichkeit, um anhand der produzierten Daten Entscheidungen zu treffen. Wann schalten Sie ein Feature ein oder aus und für wen? Wann führen Sie das Produkt oder Feature für neue Segmente ein? Wann kann ein Produkt oder Feature Ihrer gesamten User Community bereitgestellt werden? Um diese Entscheidungen treffen zu können, müssen Sie bereits zuvor definiert haben, was einen Erfolg ausmacht (siehe „KPIs“), mit festgelegten Prozeduren, um die Daten der Release Performance in Echtzeit, aber auch nach der Release zu überwachen und entsprechend reagieren zu können.

4. A/B Testing

Wir wissen, ja, wir wissen … Sie haben es kommen sehen. Jedes Mal, wenn Sie Zielgruppen segmentieren, mehrere Variationen von Produkten und Features testen und reichliche Mengen von User-Daten aus der realen Welt erheben, machen Sie die Bühne für mehrere A/B-Tests frei. Mit umfassenden A/B-Tests während jeder einzelnen Feature Release schalten Sie zahlreiche Sackgassen in der Entwicklung aus und grenzen die Liste der tragfähigen „nächsten Schritte“ für den nächsten Sprint ein.

5. Automatisierung

Wenn Sie diese vier Elemente einfließen lassen, dann wird Ihr Feature Release Managementprozess relativ schnell relativ komplex. Wenn Sie aber das richtige Tool zur Automatisierung möglichst vieler dieser Elemente – und ihrer internen Prozesse – wählen, dann können Sie die meisten einsatzfähigen Elemente beiseitelassen und sich während der Feature Releases in aller Ruhe zurücklehnen und sich darauf konzentrieren, fundierte Entscheidungen vor, während und nach jeder Release zu treffen.

Eine Menge, woran man denken muss, da stimmen wir Ihnen zu. Wenn Sie aber jedes dieser fünf Elemente in Ihren Feature Release-Prozess integrieren, dann stellen Sie sicher, dass jeder dieser kritischen Touchpoints Sie so nah wie möglich an Ihre User bringt und bleiben lässt.

Und Gott sei Dank gibt es eine Funktion, in der jedes dieser Elemente integriert ist und sie zu einer praktischen und mühelosen Gewohnheit in Ihrer Agilen Roadmap macht: Feature Flags.

Auf den Punkt gebracht: nutzen Sie Feature Flags

Wir werden uns hier kurz fassen. Mit Feature Flags können Sie nur eine Sache tun — Features ein- und ausschalten, mit einem einzigen Klick auf Ihr Dashboard, ohne Ihre Codebasis anpassen zu müssen. Das scheint nicht viel zu sein, aber einfach bedeutet nicht oberflächlich, sondern viele Möglichkeiten, jedes dieser oben aufgeführten Elemente eines User-zentrierten Feature Release Managements einfach zu bedienen.

Mit dem richtigen Feature Flag Tool können Sie:

  • durchdachte Kontrollen in Echtzeit darüber durchführen, welche User-Segmente die neuen Produkte und Features erhalten.
  • Kern-KPIs an Ihre Releases anfügen und sofort Produkte und Features entfernen, die nicht performen, und gleichzeitig die Release der Produkte und Features erweitern, die einen Volltreffer landen.
  • Ihre Ergebnisse in Echtzeit überwachen (und handeln).
  • Komplexe A/B Tests einfach durchführen und entsprechend handeln.
  • Feature Flags mit einer vollständigen Reihe von Feature Release-Funktionen bündeln, um alles auf einer einzigen und höchst automatisierten Plattform unter Dach und Fach zu bringen.

Wir haben an jede dieser Funktionen gedacht, als wir unsere eigene Feature Flag-Funktion und Release Management Plattform Flagship entwickelt haben. Wenn Sie sie für einen Testlauf verwenden und sehen möchten, wie einfach sich Hauptaktionen von Feature Flagging, Feature Release Management und User-zentriertem Agile Produktmanagement in Ihre Roadmap integrieren lassen, schreiben Sie uns einfach kurz an!

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