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5 E-Commerce-Merchandising-Strategien mit Beispielen

Im riesigen und wettbewerbsintensiven Universum des E-Commerce reicht es nicht, einfach nur tolle Produkte anzubieten. Dein Online Shop ist wie eine Bühne, und wie du deine Produkte präsentierst, entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Hier kommt E-Merchandising ins Spiel – die Kunst und Wissenschaft, deinen Kunden eine Einkaufserfahrung zu bieten, die so geschmeidig ist wie Seide und so fesselnd wie ein Blockbuster.

Egal, ob du Erstbesucher begeistern oder treue Kunden immer wieder inspirieren möchtest – mit den richtigen Merchandising-Strategien wird aus deinem digitalen Schaufenster ein Erlebnis, das Lust auf mehr macht.

Bereit, loszulegen? Hier sind fünf E-Commerce-Merchandising-Strategien, untermauert mit realen Beispielen, die dir helfen, eine Einkaufserfahrung zu schaffen, die wirklich begeistert.

1. Branding und Startseiten-Messaging: Dein digitaler erster Eindruck

„Beurteile ein Buch nicht nach seinem Einband“ – ein toller Ratschlag für das echte Leben, aber im E-Commerce funktioniert das nicht so ganz.

Deine Startseite ist mehr als nur eine Landing Page – sie ist das Aushängeschild deines Online Shops und sollte richtig Eindruck machen. Sobald jemand auf deiner Seite landet, sollte klar sein, wer du bist, wofür du stehst und wie du das Leben deiner Kunden besser machen kannst.

Warum das wichtig ist:

  • Der erste Eindruck zählt. Eine überzeugende Startseite verwandelt neugierige Besucher in interessierte Käufer.
  • Wiederkehrende Besucher wollen Neues und Relevantes sehen, nicht immer denselben alten Content.

Profi-Tipps:

  • Erzähle deine Geschichte selbstbewusst: Deine Markenbotschaft sollte im Mittelpunkt stehen. Ein kraftvoller Slogan oder eine prägnante Überschrift bringt deine Essenz auf den Punkt.
  • Testen, testen, testen: Nutze A/B-Testing, um herauszufinden, welche Botschaften bei deiner Zielgruppe am besten ankommen.
  • Zeig, was du kannst: Nutze Social Proof wie Testimonials und Kundenbewertungen, um sofort Glaubwürdigkeit aufzubauen.

Praxisbeispiel: Startseite

JOTT, ein französischer Bekleidungshersteller, stellte fest, dass die Absprungrate auf seiner Startseite höher war als erwartet. Da der erste Eindruck entscheidend ist, führten sie einen No-Code-A/B-Test mit der Experience Platform von AB Tasty durch, um herauszufinden, ob eine Umgestaltung des Startseiten-Layouts die Interaktion verbessern würde.

Indem sie die Produktkategorien in den Above-the-Fold-Bereich verschoben haben und die einzelnen Produktdarstellungen weiter nach unten platzierten, erzielten sie eine 17,5 % höhere Klickrate auf die Produktkategorie-Blöcke. Diese Optimierung reduzierte die Absprungrate und führte mehr Nutzer tiefer in ihre Shopping Journey , wodurch die gesamte Interaktion verbessert wurde.

2. Gruppiere Produkte sinnvoll: Kuratiere wie ein Profi

Hast du schon mal ein Geschäft betreten und dich von der Auswahl erschlagen gefühlt? Genau das kann auch online passieren. Produkte in durchdachte Gruppen zu bündeln, schafft Klarheit statt Chaos und hilft Kunden, schneller das zu finden, was sie suchen – oder vielleicht sogar etwas zu entdecken, von dem sie nicht wussten, dass sie es brauchen.

Warum das wichtig ist:

  • Kuratierte Produktgruppen vereinfachen das Einkaufserlebnis, sodass Kunden schnell finden, was sie suchen.
  • Sie animieren außerdem zum Stöbern – und das kann den Warenkorbwert steigern.

Profi-Tipps:

  • Werde kreativ mit deinen Produktgruppen: Bleib nicht nur bei den Basics. Denke um die Ecke – probiere saisonale Themen, Trendartikel oder sogar Influencer-Picks aus.
  • Nutze Daten clever: Analysiere Kaufmuster, um Produktgruppen zu erstellen, die wirklich zu den Vorlieben deiner Kunden passen.
  • Setze Highlights: Verwende Banner oder Pop-ups, um zeitlich begrenzte Angebote oder Neuheiten hervorzuheben.

Praxisbeispiel: Produktgruppen

Balibaris, eine führende französische Marke für Herrenmode, überarbeitete ihre E-Commerce-Strategie, indem sie die Produktpräsentation intelligent an die Vorlieben und das Verhalten der Kunden anpasste. Durch die dynamische Sortierung von Produkten und das Hervorheben von Bestsellern und saisonalen Artikeln konnte Balibaris die Conversion Rate im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern – und das ganz ohne spezielle Aktionen. Dieser strategische Schritt verbesserte nicht nur das Online-Einkaufserlebnis, sondern erhöhte auch den Gesamtumsatz, während das Digital-Team mehr Zeit für wichtigere Projekte hatte.

3. Produkte mit visuellem Merchandising präsentieren: Lass deine Bilder sprechen

Im E-Commerce gilt: Ein Bild sagt mehr als tausend Klicks. Visuelles Merchandising bedeutet nicht einfach, ein paar Produktfotos hochzuladen – es geht darum, eine emotionale Verbindung zu schaffen, die Kunden am liebsten direkt durch den Bildschirm greifen lassen würde. Hochwertige Bilder, Videos und sogar virtuelle Anproben können deine Produkte zum Leben erwecken und zeigen, wie sie perfekt ins Leben deiner Kunden passen.

Warum das wichtig ist:

  • Visuelle Inhalte entscheiden über Kauf oder Absprung. Sie helfen Kunden, sich das Produkt realistisch in ihrem Alltag vorzustellen.
  • Lifestyle-Bilder und Videos erzeugen Emotionen. Je stärker die emotionale Verbindung, desto wahrscheinlicher landet das Produkt im Warenkorb.

Profi-Tipps:

  • Setze auf High-Definition: Investiere in erstklassige Fotografie, die deine Produkte aus jedem Winkel perfekt in Szene setzt.
  • Erzähl eine Geschichte: Nutze Lifestyle-Bilder oder Videos, um zu zeigen, wie deine Produkte im echten Leben verwendet werden.
  • Biete Abwechslung: Überlege, Videos oder 360-Grad-Ansichten hinzuzufügen, um Kunden ein immersiveres Erlebnis zu bieten.

Praxisbeispiel: Visuelles Merchandising

Galeries Lafayette, eines der bekanntesten französischen Kaufhäuser, wollte das Online-Einkaufserlebnis verbessern, indem sie die Wirkung verschiedener Produktbildstile testeten. Sie verglichen Standard-Packshots mit hochwertigen Bildern, auf denen Models die Produkte tragen.

Die Ergebnisse waren beeindruckend: Die hochwertigen Bilder steigerten nicht nur die Klicks um 49 %, sondern erhöhten auch den durchschnittlichen Bestellwert (AOV) um 5,76 €, was ein potenzielles Plus von 114.000 € an Gewinn bedeutete. Dieser Wechsel zu qualitativ hochwertigen visuellen Inhalten fand bei den Kunden großen Anklang, sodass Galeries Lafayette beschloss, Premium-Bilder auf der gesamten Website zu priorisieren. Das führte zu einer deutlichen Verbesserung der Nutzerinteraktion und der Verkaufszahlen.

4. Effektive Suchfunktion implementieren: Hilf deinen Kunden, ihr perfektes Match zu finden

Wenn ein Kunde genau weiß, was er will, sollte ihm nichts im Weg stehen – schon gar nicht eine schlechte Suchfunktion. Eine optimierte Site-Suche wirkt wie ein persönlicher Einkaufsberater und führt Kunden blitzschnell genau zu dem, was sie suchen.

Warum das wichtig ist:

  • Kunden, die die Suchfunktion nutzen, haben oft eine klare Kaufabsicht. Eine leistungsstarke Suche sorgt dafür, dass sie ihr Wunschprodukt schnell finden.
  • Eine effektive Suche kann gelegentliche Stöberer in Käufer verwandeln, indem sie relevante Produkte sichtbar macht.

Profi-Tipps:

  • Optimiere Filter & Facetten: Ermögliche es Kunden, Suchergebnisse gezielt nach Größe, Farbe oder Preis zu filtern.
  • Biete intelligente Fehlererkennung: Sorge dafür, dass deine Suche Tippfehler und Synonyme erkennt – denn jeder vertippt sich mal.
  • Setze auf Autocomplete: Schlage während der Eingabe beliebte Suchbegriffe vor, um Kunden die Suche zu erleichtern.
  • Vermeide Sackgassen: Zeige bei Null-Treffer-Seiten Alternativen oder verwandte Produkte an, statt eine leere Seite anzuzeigen.

Praxisbeispiel: Suchfunktion

VAN GRAAF, ein internationaler Modehändler, erkannte die Notwendigkeit, ihre Online-Suchfunktionalität zu verbessern, um den hohen Standards ihrer stationären Geschäfte gerecht zu werden. Durch die Integration von AB Tasty konnte VAN GRAAF die Customer Journey auf ihrer E-Commerce-Seite erheblich verbessern. Die Ergebnisse waren beeindruckend: Online-Bestellungen über die Suche stiegen um 30 %, die Conversion Rate erhöhte sich um 16 %, und der durchschnittliche Bestellwert (AOV) legte um 5 % zu. Zudem stieg der Umsatzanteil durch die Suche um 4,3 %. Diese Transformation verbesserte nicht nur das Einkaufserlebnis, sondern reduzierte auch den Aufwand des Teams für die Verwaltung der Suchfunktion, wodurch mehr Zeit für andere wichtige Optimierungen blieb.

5. Cross Selling und Upselling im Warenkorb: Die Macht der Empfehlung

Du hast es geschafft, ein Produkt in den Warenkorb eines Kunden zu bringen – jetzt hast du die Chance, noch ein paar Vorschläge zu machen. Cross Selling und Upselling sind subtile, aber effektive Methoden, um den Wert jedes Kaufs zu steigern, indem du Kunden Artikel anbietest, die zu ihrer Auswahl passen.

Warum das wichtig ist:

  • Personalisierte Empfehlungen können den durchschnittlichen Bestellwert steigern und Kunden das Gefühl geben, dass du sie wirklich „verstehst“.
  • Es ist eine Win-Win-Situation – Kunden entdecken weitere tolle Produkte, und du verzeichnest mehr Umsatz.

Profi-Tipps:

  • Personalisierung ist alles: Nutze KI, um Produkte basierend auf dem Warenkorbinhalt oder Käufen ähnlicher Kunden vorzuschlagen.
  • Nutze Bundle-Angebote: Zeige Produkte, die oft zusammen gekauft werden, als Set an, um mehr Verkäufe zu fördern.
  • Teste die Platzierung: Experimentiere damit, wo du die Empfehlungen platzierst – auf Produktseiten, im Warenkorb oder sogar während des Checkouts.

Praxisbeispiel: Cross Selling und Upselling

Figaret, ein französischer Premium-Hemdenhersteller, steigerte seine Online-Verkäufe erheblich durch die Integration personalisierter Produktempfehlungen. Durch die strategische Platzierung von Empfehlungselementen auf Produktseiten und im Warenkorb erzielte Figaret beeindruckende Ergebnisse: 6 % der Besucher nutzten diese Empfehlungen, die zu 10 % des Gesamtumsatzes der Website beitrugen. Zudem gaben diese Nutzer im Durchschnitt 1,8-mal mehr aus als diejenigen, die die Empfehlungen nicht wahrnahmen. Dieser Ansatz erhöhte nicht nur die Kundenbindung, sondern sorgte auch für ein signifikantes Umsatzwachstum.

Den Erfolg im E-Merchandising messen: Triffst du ins Schwarze?

Du hast viel Arbeit investiert, aber wie erkennst du, ob deine E-Merchandising-Strategien tatsächlich funktionieren? Den Erfolg zu messen bedeutet nicht nur, die Verkaufszahlen zu betrachten. Es geht darum zu verstehen, wie jedes Element deiner Strategie zum großen Ganzen beiträgt.

Wichtige Kennzahlen:

  • Website Traffic: Behalte im Blick, woher deine Besucher kommen und was sie auf deiner Seite machen.
  • Conversion Rate: Das ist der Prozentsatz der Besucher, die tatsächlich einen Kauf abschließen – eine deiner wichtigsten Kennzahlen.
  • Verkaufsdaten: Analysiere den Gesamtumsatz, den durchschnittlichen Bestellwert und die Einnahmen aus spezifischen Merchandising-Strategien.
  • Durchschnittliche Warenkorbgröße: Verfolge, wie viele Artikel Kunden pro Einkauf kaufen, um die Effektivität von Cross Selling und Upselling zu bewerten.

Profi-Tipps:

  • Setze Benchmarks: Vergleiche deine Kennzahlen mit Branchenstandards, um zu sehen, wo du stehst.
  • Nutze Analysetools: Plattformen wie Google Analytics oder Matomo bieten dir Einblicke, wie Besucher mit deiner Website interagieren.
  • Bleib am Ball: Gib dich nicht mit „gut“ zufrieden – strebe nach „besser“. Überprüfe regelmäßig deine Daten und passe deine Strategien an, um kontinuierlich Fortschritte zu machen.

Fazit: Ausprobieren und Verbessern – Das Herzstück von E-Merchandising-Strategien

E-Merchandising ist keine Aufgabe, die man einmal erledigt und dann vergisst  – es ist eine kontinuierliche Reise aus Testen, Lernen und Optimieren. Die besten Strategien entwickeln sich im Laufe der Zeit weiter, während du immer mehr über deine Kunden und den Markt lernst. Hab also keine Angst davor, zu experimentieren, Risiken einzugehen und vor allem immer nach Verbesserung zu streben. Jeder Test, jede Anpassung und jede Veränderung bringt dich einen Schritt näher an einen Online Shop, der nicht nur die Erwartungen deiner Kunden erfüllt, sondern übertrifft.

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1,000 Experiments Club: Ein Gespräch mit Chad Sanderson von Convoy

Chad Sanderson analysiert die erfolgreichsten Arten von Experimentation basierend auf Unternehmensgröße und Wachstumsambitionen

Für Chad Sanderson, Head of Product – Data Platform bei Convoy, sind die Rolle von Daten und Experimenten untrennbar miteinander verbunden.

Bei Convoy leitet er das End-to-End-Team für die Datenplattform, das u. a. die Bereiche Data Engineering, Machine Learning, Experimentation und die Data Pipeline umfasst – sowie zahlreiche weitere Teams, die alle dazu beitragen, dass Tausende von Transportunternehmen ihre Fracht effizienter verschicken können. Diese Rolle verschafft ihm einen umfassenden Überblick über den gesamten Prozess, von der Ideenfindung über die Entwicklung bis hin zur Umsetzung.

Dadurch hat Chad eine Perspektive, die den meisten Praktikern verwehrt bleibt: den End-to-End-Prozess der Experimentation – von der Hypothese über die Definition von Daten, die Analyse und das Reporting bis hin zu den Finanzkennzahlen am Jahresende. Im Gespräch mit Marylin Montoya, VP Marketing bei AB Tasty, teilte er daher einige seiner Erkenntnisse über die Disziplin der Experimentation und die Herausforderungen bei der Identifikation vertrauenswürdiger Kennzahlen.

Einführung von Experimentation als Disziplin

Experimente, trotz all ihrer Anerkennung, sind noch immer ein relativ neues Feld. Es ist schwierig, umfangreiche Sammlungen von Fachliteratur oder einen akademischen Ansatz zu finden (auch wenn Ronny Kohavi einige Gedanken zu diesem Thema niedergeschrieben hat). Außerdem wird Experimentation nicht als eigenständige Disziplin der Datenwissenschaft angesehen, insbesondere im Vergleich zu Bereichen wie Machine Learning oder Data Warehousing.

Auch wenn es hier und da einige Tipps in Blogs gibt, fehlt es häufig an fundiertem technischem Wissen und bewährten Praktiken, um eine Plattform aufzubauen, eine Metrikbibliothek zu erstellen und die richtigen Kennzahlen systematisch auszuwählen.

Chad beschreibt die Zugänglichkeit von Experimenten als zweischneidiges Schwert. Viele Unternehmen wenden nicht die gleiche Strenge an wie in anderen Bereichen der Datenwissenschaft, weil es leicht ist, mit einem Marketingansatz zu starten. Doch mit dem Wachstum des Unternehmens steigen auch die Reife und die Komplexität der Experimente. Genau dann ist die Fachliteratur zu Plattformentwicklung und Skalierung jedoch spärlich, was dazu führt, dass das Feld unterschätzt wird und es schwierig ist, die richtigen Profile zu rekrutieren.


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Wann kleinskalige Experimente die beste Wahl sind

Wenn du ein Unternehmen in gigantischem Maßstab bist – wie Microsoft oder Google mit unterschiedlichen Geschäftseinheiten, Datenquellen, Technologien und Abläufen – ist die Einführung neuer Features oder Änderungen ein extrem riskantes Unterfangen. Jeder Fehler könnte Millionen von Nutzern betreffen. Stell dir vor, ein Bug würde versehentlich in Microsoft Word oder PowerPoint eingeführt werden: Die Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis wären verheerend.

Der beste Ansatz für solche Unternehmen ist ein vorsichtiger, kleinskaliger Experimentierprozess. Das Ziel besteht darin, schnelle Maßnahmen zu ergreifen, Probleme in Echtzeit zu erkennen und sie umgehend rückgängig zu machen.

Andererseits sieht der Ansatz völlig anders aus, wenn du ein Startup in einer Phase des Hyperwachstums bist. Diese kleineren Unternehmen müssen ihren Investoren in der Regel zweistellige Wachstumsraten mit jeder neuen Funktion vorweisen. Das bedeutet, dass ihre Maßnahmen darauf abzielen, die positive Wirkung der Funktion und die Nachhaltigkeit ihres Erfolgs zu beweisen.

Mach Kennzahlen zu deinen vertrauenswürdigen Verbündeten

Jedes Unternehmen hat sehr unterschiedliche Kennzahlen, je nachdem, was es erreichen möchte. Es ist entscheidend, genau zu definieren, was du willst, bevor du mit dem Experimentieren beginnst und dein Programm aufbaust.

Eine wichtige Frage, die du dir stellen solltest, ist: Was ist den Entscheidungsträgern wichtig? Was möchte die Führungsebene erreichen? Dies ist der Schlüssel, um die richtigen Kennzahlen zu definieren, die dein Unternehmen tatsächlich in die gewünschte Richtung bewegen. Chad empfiehlt, dies zu tun, indem du zwischen Frontend- und Backend-Kennzahlen unterscheidest: Erstere sind leicht verfügbar, letztere eher weniger. Client-seitige Kennzahlen, die er als Frontend-Kennzahlen bezeichnet, messen beispielsweise den Umsatz pro Transaktion. Alle Kennzahlen führen letztlich zum Umsatz, was an sich nicht unbedingt schlecht ist. Allerdings bedeutet das, dass alle Entscheidungen auf Umsatzwachstum basieren und weniger darauf, die Skalierbarkeit oder den tatsächlichen Erfolg einer Funktion zu beweisen.

Chad rät, mit den bestehenden Messproblemen zu beginnen, daraus eine Experimentierkultur aufzubauen, das System zu entwickeln und schließlich eine Plattform auszuwählen.


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Was kannst du noch aus unserem Gespräch mit Chad Sanderson lernen?

  • Unterschiedliche Anforderungen an Experimente in Engineering und Marketing
  • Aufbau einer Experimentierkultur von oben nach unten
  • Die Nachteile bei der Skalierung von MVPs
  • Warum Marketer die Vorreiter der Experimentation sind
Über Chad Sanderson

Chad Sanderson ist Experte für digitale Experimente und Analysen im großen Maßstab. Er ist Produktmanager, Autor und Redner, der Vorträge zu Themen wie fortgeschrittene Experimentanalyse, die Statistik digitaler Experimente, kleinskalige Experimente für kleine Unternehmen und mehr gehalten hat. Zuvor war er als Senior Program Manager für Microsofts KI-Plattform tätig. Davor arbeitete Chad im Experimentation-Team von Subway als Personalisierungsmanager.

Über den 1,000 Experiments Club

Der 1,000 Experiments Club ist ein von AB Tasty produzierter Podcast, der von Marylin Montoya, VP of Marketing bei AB Tasty, moderiert wird. Begleite Marylin und das Marketing-Team, wenn sie sich mit den erfahrensten Experten in der Welt des Experimentierens zusammensetzen, um Erkenntnisse darüber zu sammeln, was nötig ist, um erfolgreiche Experimente zu entwickeln und durchzuführen.

Kennst du diese Folge schon?

Wenn nicht, wirf doch gerne direkt einen Blick in unseren letzten Artikel zur Podcast-Episode mit Ronny Kohavi, mit dem wir darüber gesprochen haben, warum Scheitern eigentlich eine gute Sache ist.

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Code Freezes: Sind sie für agile Produktmanager noch relevant?

In der Peak Season, was den Traffic angeht, wird häufig das Thema „Code Freeze“ angesprochen, um den außergewöhnlich hohen Traffic in dieser Zeit zu bewältigen.

Code Freezes mögen heutzutage wie ein veraltetes Konzept erscheinen, ein Überbleibsel aus der Zeit, als starre Wasserfallmodelle die einzige Option für die Produktentwicklung und Releases waren.

Das ganze Konzept, die Produktion zu stoppen und Releases zu verzögern, nur um Bugs und andere funktionale Probleme zu testen, hat keinen Platz mehr im modernen agilen Produktmanagement und in DevOps-Praktiken, bei denen der Code in jeder Phase des Entwicklungsprozesses getestet und überprüft wird.

Zumindest scheint dies der allgemeine Konsens in vielen technischen Teams zu sein.

Aber ist das wirklich so? Wenn man erstmal an der Oberfläche der häufigsten Argumente gegen die Integration von Code Freezes in das agile Produktmanagement kratzt, erscheinen sie dann immer noch veraltet?

In diesem Artikel gehen wir auf die drei Hauptargumente ein, die gegen die Integration von Code Freezes in dein agiles Produktmanagement sprechen, und wir zeigen auf, wo diese Argumente nicht zutreffen, um dir zu helfen, eine bessere Entscheidung zu treffen, ob du Code Freezes in die Arbeitsabläufe deines Unternehmens integrieren solltest oder nicht.

Was ist ein Code Freeze?

Beginnen wir zunächst damit, was ein Code Freeze eigentlich ist, um zu verstehen, ob es in der modernen Softwareentwicklung noch einen Platz hat.

Ein Code Freeze ist eine traditionelle Praxis unter Entwicklern, die Änderungen oder die Veröffentlichung neuen Codes zu stoppen, um die Stabilität der Website oder App während eines bestimmten Zeitraums zu gewährleisten. Ein Code Freeze wird in der Regel in Zeiten implementiert, in denen ein höherer Traffic als normal erwartet wird, insbesondere bei E-Commerce-Websites in der Peak Season.

Was bedeutet das? In traffic-starken Zeiten im E-Commerce unterlässt du vorübergehend sämtliche Änderungen an der Website. Jegliche Änderungen mit Auswirkung auf die User Experience während der Peak Season können letztlich zu einem Verlust an Conversions und Gewinn führen.

Mit anderen Worten: Ein Code Freeze wird durchgeführt, um sich vor möglichen Fehlern zu schützen, die durch die zusätzliche Belastung der Website entstehen.

Betrachten wir ein praktisches Beispiel: Die Entwickler beschließen, eine neue Code-Änderung während des „Black Friday“ einzuführen, an dem der Traffic besonders hoch ist, da die Kunden auf der Suche nach den besten Angeboten sind. Es stellt sich jedoch heraus, dass es einen Fehler gibt, mit dem sie nicht gerechnet hatten. Während die Entwickler versuchen, das Problem zu beheben, kommt es zu Ausfallzeiten auf der Website, was zu Umsatzeinbußen führen kann, da die Kunden ihre Einkäufe nicht abschließen können.

Um dieses Worst-Case-Szenario zu vermeiden, verhängen die Entwickler stattdessen eine Code-Freeze-Zeit, in der keine weiteren Code-Änderungen vorgenommen werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass eine Website bis zum Ende der Zeit mit hohem Traffic-Aufkommen ohne Probleme funktioniert.

Was beinhaltet eine agile Methodik?

Im Folgenden werden wir die Idee hinter dem agilen Konzept erörtern, um besser beurteilen zu können, ob es mit Code Freezes vereinbar ist, bevor wir die häufigsten Argumente gegen diese Methode untersuchen.

Die agile Methodik zielt darauf ab, Projekte in regelmäßig wiederkehrende Zyklen, sogenannte Sprints, aufzuteilen, und wird weitgehend durch das Feedback der Kunden bestimmt. Dies hilft den Teams, den Verbrauchern schnell einen größeren Wert zu liefern.

Mit anderen Worten: Diese Methodik fördert die kontinuierliche Iteration und Verbesserung von Produkten und Tests während des gesamten Software Development Life Cycles.

Durch die Aufteilung der Entwicklung in Sprints wird die Zykluszeit verkürzt, was die Markteinführung beschleunigt und es den Teams ermöglicht, schneller auf Marktanforderungen zu reagieren.

Vor diesem Hintergrund kann ein Code Freeze die Fähigkeit von Teams, schnell einen Mehrwert zu liefern, potenziell einschränken, da sie eine Freeze-Phase festlegen.

Als Nächstes werden wir uns einige der gängigen Argumente gegen Code Freezes im Kontext einer agilen Methodik ansehen.

Argument 1: Code Freezes sind irrelevant und unnötig

Dieses Argument ist ziemlich simpel und konkret – aufgrund moderner Agile Methodiken und Tools sind spezielle QAs und Testzeitfenster nicht mehr notwendig.

Agile Methoden wie Peer Code Reviews, Pair Programming und die ständige Überwachung des Systemzustands geben dir einen viel besseren Einblick in die Leistung einer Anwendung oder eines Features, während diese entwickelt werden. Fehler und Probleme lassen sich leichter und mit größerer Wahrscheinlichkeit bereits während der Entwicklung erkennen und beheben, bevor spezielle Tests und QA-Aktivitäten durchgeführt werden.

Je ausgefeilter dein agiler Ansatz ist, desto mehr wirst du versuchen, dieses Zeitfenster zu verkleinern. Die derzeit raffiniertesten Agile-Ansätze sind Continuous Integration und Continuous Deployment (CI/CD).

Diese Prozesse zielen darauf ab, die Entwicklung in kleine, inkrementelle Änderungen aufzuteilen, um Änderungen am Code so schnell wie möglich „freizugeben“. Bei der reinsten Anwendung von CI/CD existieren Entwicklung und Release kaum noch als getrennte Phasen – neuer Code wird fast unmittelbar nach seiner Fertigstellung in die Anwendung integriert.

Neue Tools haben auch viele Tests automatisiert. Sie evaluieren permanent den Code, um sicherzustellen, dass er fehlerfrei und jederzeit produktionsfähig ist. Probleme werden in Echtzeit erkannt, und es werden sofort Warnmeldungen zu ihrer Behebung verschickt, so dass weniger manuelle Tests durchgeführt werden müssen.

Das Ergebnis dieser neuen agilen Methoden und Tools liegt klar auf der Hand. Die meisten der wichtigsten Test- und QA-Aktivitäten, die während eines Code Freeze durchgeführt werden, werden entweder während der Entwicklung oder von einer Software durchgeführt.

Bei Agile verlassen Software und Funktionen die Entwicklung jetzt mit einem deutlich höheren Maß an Vertrauen als zuvor, wodurch ein dedizierter Code Freeze immer schwerer zu rechtfertigen ist.

Argument 2: Code-Freezes brechen ein zentrales agiles Prinzip

Das zweite Argument ist ein wenig übergeordneter Natur. Es besagt, dass Code Freezes in der agilen Methodik nichts zu suchen haben, weil sie gegen eines der Grundprinzipien dieser Methodik verstoßen – die Verkürzung der Zeit zwischen Entwicklung und Release.

Im Gegensatz dazu musst du getrennte Entwicklungs- und Release-Phasen beibehalten, wenn du Code Freezes einsetzen willst. Schließlich befindet sich der Code Freeze genau zwischen diesen beiden Phasen.

Anstatt zu versuchen, das Zeitfenster zwischen Entwicklung und Release zu minimieren oder zu eliminieren, wie es bei den meisten agilen Methoden der Fall ist, zwingen Code Freezes dich dazu, dieses Zeitfenster so zu formalisieren, dass du deine Zeitpläne für Entwicklung und Release „drum herum“ erstellen musst.

Wenn Code Freezes nicht mit den Grundprinzipien der agilen Methodik übereinstimmen, dann ist es schwer zu argumentieren, sich methodisch weiter an sie zu halten.

Argument 3: Code Freezes führen zu langsameren Releases minderer Qualität

Dieses letzte Argument ist wichtig und sollte unter verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden.

Erstens wird behauptet, dass Code Freezes die Roadmap komplexer machen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass etwas schief geht und der Zeitplan durcheinander gerät.

Selbst wenn nichts schief geht, ist die Arbeit, die mit Code Freezes verbunden ist, zeitintensiv und unvorhersehbar (da man nicht weiß, welche Bugs man finden wird und wie lange es dauern wird, sie zu beheben), so dass die bloße Aufnahme von Code Freezes in die Roadmap zu langsameren Entwicklungs- und Release-Zyklen führt.

Einerseits werden die Entwickler während eines Code Freeze weiterhin Code entwickeln, ohne ihn jedoch zu integrieren oder zu testen, während sie darauf warten, dass der Freeze vorbei ist. Dies führt zu einer Anhäufung von Code und damit zu größeren Risiken und Instabilitäten, was die Dynamik deiner CI/CD-Prozesse erheblich verlangsamen könnte. 

Andererseits möchten die Entwickler vielleicht neue Code-Änderungen herausbringen, bevor der Code Freeze beginnt. Dies kann zu unvollständigem oder schlecht geschriebenem Code führen, der aus Zeitgründen nicht den üblichen gründlichen Tests unterzogen wird, da sie sich beeilen, ihre Projekte vor dem Code Freeze abzuschließen. Das Ergebnis ist eine minderwertige, weniger umfangreiche Software und Anwendung.

Außerdem können Code Freezes die Produktivität deines Entwicklungsteams reduzieren. Während agile Methodiken im Allgemeinen und CI/CD im Besonderen dafür sorgen, dass die Entwickler permanent in einer ungebrochenen Produktionskette arbeiten, zwingen Code Freezes deine Entwickler dazu, die Arbeit in vordefinierten Abständen zu unterbrechen.

Mit anderen Worten: Es könnte deine CI/CD-Pipeline unterbrechen.

Dadurch unterbrichst du den Arbeitsrhythmus deines Teams und zwingst es, deine Code-Freeze-Richtlinien zu umgehen, anstatt den Arbeitsfluss zu suchen und aufrechtzuerhalten, der die größte Produktivität verspricht.

Sich für Code Freezes einsetzen: Ein aussichtsloser Kampf?

An dieser Stelle sieht es für jeden düster aus, der Code Freezes immer noch in die agile Methodik integrieren möchte. Es gibt einige sehr überzeugende Argumente und ein insgesamt solides Argument dafür, dass Code Freezes seit der Entwicklung der modernen agilen Methodik zu etwas anderem geworden sind:

  1. Obsolet und irrelevant
  2. Nicht mit modernen Entwicklungspraktiken übereinstimmend
  3. Ein Hindernis für schnelle, qualitativ hochwertige Releases

Diese Argumente sind zwar überzeugend und enthalten viele zutreffende Informationen, aber sie sind nicht unerschütterlich. Und jedes dieser Argumente weist grundlegende Mängel auf, die diskutiert werden müssen, ehe das Kapitel über Code Freezes als nützliche Komponente des agilen Produktmanagements geschlossen werden kann.

Das Problem mit Argument 1: Automatisierte Tests sind nicht umfassend

Automatisierte QA und agile Entwicklungspraktiken haben die Qualität des Quellcodes verbessert, das ist eine Tatsache. Doch nur weil ein Stück Code die Unit-Tests bestanden hat, heißt das noch lange nicht, dass es tatsächlich produktionsreif ist.

Selbst die ausgefeiltesten CI/CD-Ansätze umfassen nicht immer entscheidende Schritte wie Regressionstests, die sicherstellen, dass ein Code-Teil fehlerfrei ist. Letzten Endes gibt es einfach einige Dinge, die man nicht testen und beheben kann, während ein Code-Teil in Produktion ist.

Wenn du dich für die Verwendung von Code Freezes entscheidest, musst du nicht auf die Vorteile der automatisierten QA und der bewährten agilen Verfahren verzichten.

Du und dein Team werden während der Produktion einfach die kleineren, trivialeren Probleme des Codes erkennen, um die Lage zu sondieren und sich auf größere Probleme mit größeren Auswirkungen während des Freeze zu konzentrieren wie zum Beispiel die Gesamtstabilität und -zuverlässigkeit der neuen Software oder Funktion.

Das Problem mit Argument 2: „Reduzieren“, nicht „eliminieren“

Agile ist zwar darauf ausgelegt, die Zeit zwischen Entwicklung und Release zu verkürzen, aber es besteht ein großer Unterschied zwischen dem Versuch, dieses Zeitfenster zu verkürzen, und dem Versuch, es vollständig zu eliminieren. Dies wäre vor allem bei größeren Projekten nahezu unmöglich.

Der Code Freeze kann bei CI/CD sehr kurz sein – oder nur für eine bestimmte Branche gelten, während die Entwicklung in anderen Branchen fortgeführt wird -, aber es existiert trotzdem.

Unabhängig davon, wie ausgefeilt Agile geworden ist, wird es fast immer einen Punkt in allen Roadmaps für Entwicklung und Releases geben, an dem ein neues Softwareteil oder ein neues Feature in einem festen Zustand evaluiert wird, bevor es an die User in der realen Welt geht.

Das Problem mit Argument 3: Geschwindigkeit und Qualität überdenken

Wenn du Code Freezes verwendest, wird die Entwicklung und dein Release-Zyklus um einen neuen Schritt erweitert, und jedes Mal, wenn du einem Prozess einen neuen Schritt hinzufügst, verlangsamst du diesen Prozess und schaffst eine neue potenzielle Schwachstelle. Code Freezes sind da keine Ausnahme.

Aber es ist wichtig, einen Schritt zurückzutreten und diese „Verlangsamung“ und den Produktivitätsverlust aus einem breiteren Blickwinkel zu betrachten.

Wenn deine Funktion Fehler aufweist, musst du diese beheben, unabhängig davon, ob du diese Fehler während eines Code Freeze entdeckt hast oder ob sie erst nach dem Release bekannt wurden. Aus der reinen Entwicklungsperspektive betrachtet, ist der Zeitaufwand für die Fehlerbehebung in beiden Szenarien in etwa gleich.

Wenn du jedoch mit Fehlern in einer Live-Umgebung zu tun hast, musst du dich für eine ganze Reihe anderer Probleme Zeit nehmen, darunter:

  • Die Entscheidung, ob du die fehlerhafte Funktion zurücknimmst oder sie in Betrieb lassen sollst.
  • Deine Entwickler von ihren neuen Projekten abziehen, nachdem sie mit der Arbeit begonnen haben.
  • Die Wiedergutmachung gegenüber den Nutzern, die von den Fehlern betroffen waren.
  • Die Beantwortung von Fragen und der Umgang mit internen Stakeholdern, die über die fehlerhafte Version nicht sehr glücklich sind.

Die Liste ließe sich weiter fortsetzen. Es gibt nichts Komplizierteres, Zeitaufwändigeres und Produktivitätsschädigenderes – für dich und dein Team – als die Veröffentlichung eines fehlerhaften Features oder Produkts. Code Freezes minimieren die Wahrscheinlichkeit, dass dies geschieht.

Und was das Argument angeht, dass Code Freezes zu qualitativ minderwertigen Funktionen und Produkten führen, weil sie die Menge der Geschäftsanforderungen reduzieren, die du sammeln kannst?

Deine geschäftlichen Anforderungen werden immer nur eine „beste Spekulation“ darüber sein, wie dein Produkt oder dein Feature funktionieren sollte. Die wertvollsten Ansprüche werden immer von Usern in der realen Welt gestellt, wenn dein Produkt oder dein Feature in echten Szenarien eingesetzt wird.

Wie Feature Flags Code Freezes ersetzen können

Wie wir bereits erwähnt haben, wird ein Code Freeze als Präventivmaßnahme gegen riskante und/oder fehlerhafte neue Code-Änderungen in sensiblen Phasen durchgeführt. 

Ein Code Freeze könnte jedoch das Risiko sogar erhöhen. Da die Entwickler weiterhin an neuen Änderungen arbeiten, die während des Code-Freeze-Zeitraums nicht freigegeben werden, bedeutet dies, dass sich in der nächsten Version eine Reihe von Commits ansammeln wird, was diese Version unglaublich riskant macht. 

Wenn irgendwelche Probleme auftauchen, wird es viel schwieriger sein, die Quelle des Problems zu lokalisieren, was bedeutet, dass mehr Zeit damit verschwendet wird, es zu finden und zu beheben.

An dieser Stelle kommen Feature Flags ins Spiel. Durch die Verwendung von Feature Flags sind die Entwickler nicht mehr auf Code Freezes während Zeiten mit hohem Traffic angewiesen, um das Risiko von Code-Änderungen zu verringern. 

Durch die Entkopplung von Bereitstellung und Release ermöglichen es Feature Flags den Entwicklern, eine neue Funktion oder eine Code-Änderung in die Produktion zu überführen und sie für die Benutzer unsichtbar zu machen, um sie dann nach und nach für bestimmte Benutzergruppen freizugeben – zum Beispiel intern in deinem Unternehmen.

Auf diese Weise können Teams kontinuierlich neuen Code bereitstellen und an neuen Funktionen arbeiten, ohne dass die Kunden davon etwas mitbekommen, da sie hinter diesen Flags versteckt sind und jederzeit ein- oder ausgeschaltet werden können. Teams können eine fehlerhafte Änderung auch jederzeit mit einem Kill Switch ausschalten oder zurücknehmen, so dass die Benutzer während der Korrektur keinen Zugriff mehr darauf haben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Feature Flags den Teams mehr Kontrolle über den Release-Prozess geben und dazu beitragen, das Risiko der Bereitstellung in der Produktion zu verringern, insbesondere in besonders sensiblen Zeiten mit hohem Traffic, ohne die Benutzererfahrung negativ zu beeinflussen. 

Ist es an der Zeit, den Code Freeze abzuschaffen?

Letztendlich spielen Code Freezes immer noch eine wichtige Rolle, um Ausfallzeiten oder unerwartete Fehler in besonders geschäftigen Zeiten zu vermeiden.

Da jede E-Commerce-Website anders ist, musst du entscheiden, ob ein Code Freeze die richtige Wahl für deine Website ist. Wenn du dich für einen Code Freeze entscheidest, solltest du gemeinsam mit deinem Entwicklungsteam im Voraus einen detaillierten Plan aufstellen. 

So kannst du feststellen, welcher Code „eingefroren“ werden muss, welcher optimiert werden muss und welche Projekte auf Eis gelegt werden sollten, um „unsaubere“ Releases zu vermeiden, bevor du mit dem Freeze beginnst.

Es gibt Fälle, in denen sie eine weniger kritische Rolle spielen. Bei sehr kleinen Projekten sind beispielsweise keine speziellen Code-Freeze-Zeiten erforderlich.

Bei neuen Features, die relativ geringe Auswirkungen haben, lohnt sich vermutlich kein Freeze. Dasselbe gilt für Release-Pläne, die schrittweise erfolgen, wenn du neue Features nur mit einer warmen Zielgruppe testen willst, die du darauf vorbereitet hast, ein fehlerhaftes, nicht perfektes Szenario zu erwarten; in diesem Fall sind Feature Flags ein effizienter Weg, diese Funktionen schrittweise einzuführen.

Aber in den meisten Fällen lohnt sich der Zeitaufwand – auch wenn er noch so klein ist – um sicherzustellen, dass deine neuen Funktionen so perfekt sind, wie du es dir vorstellst, bevor du sie in die Hände der Menschen gibst, die am wichtigsten sind: Deine User in der realen Welt.

An dieser Stelle werden Feature Flags zu deinen größten Verbündeten, da sie es dir ermöglichen, ein optimales Kundenerlebnis zu bieten, ohne deine Implementierungen unterbrechen zu müssen.

Denke jedoch daran, dass Feature Flags ein großartiges Hilfsmittel sind, welches das ganze Jahr über und nicht nur in Zeiten hohen Traffics eingesetzt werden sollte, um das Risiko zu minimieren und die Qualität zu maximieren.

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Emotional Marketing nutzen | Talia Wolf

Talia Wolf verrät, wie emotionales Marketing deinen Experimentierprozess revolutionieren und die Conversions steigern kann.

Talia Wolf, Gründerin und CEO von Getuplift, verfolgt einen kundenorientierten Marketingansatz. Sie nutzt die Kraft emotionaler Marketingtechniken, um die Besucherzahlen zu steigern.

Ihr Interesse an Conversion-Rate-Optimierung (CRO) und Experimenten wurde durch ihre frühe Arbeit in einer Social-Media-Agentur geweckt. Später entwickelte sie sich zu einer Expertin auf diesem Gebiet, beriet viele Unternehmen zu diesem Thema und hielt Vorträge auf der Bühne bei Google, MozCon und Search Love.

Gastmoderator John Hughes, Head of Growth Marketing UK bei AB Tasty, sprach mit Talia über Emotional Marketing als Optimierungstool und wie Customer Research den Experimentierprozess erleichtern, die Fehlerquote senken und die Zustimmung der beteiligten Unternehmensakteure gewinnen kann.

Hier sind einige der wichtigsten Erkenntnisse aus ihrem Gespräch.

Die emotionale Targeting-Methode basiert auf der Idee, dass jede einzelne Entscheidung, die wir im Leben treffen, von Emotionen gesteuert wird. So wird der Schwerpunkt deiner Online-Marketing-Inhalte von deinen Lösungen, Funktionen oder Preisen auf deine Kunden verlagert. Anstatt ein Ratespiel zu spielen und einfach Elemente auf einer Seite umzustellen, erfordert diese Technik ein tieferes Verständnis des menschlichen Verhaltens. Indem du die Absichten und Kaufmotive deiner Kunden ermittelst, kannst du ein optimiertes Erlebnis schaffen, das ihren Bedürfnissen entspricht und die Conversion Rate erhöht.

Die grundlegende Rolle von Emotionen bei unseren täglichen Entscheidungen kann, gestützt durch akademische Forschung, in deine Strategie integriert werden. Dadurch kannst du deine Kunden besser bedienen, indem du a) ihre größten Herausforderungen identifizierst und b) ermittelst, wie sie sich fühlen wollen, nachdem sie eine Lösung gefunden haben. Was ist ihr gewünschtes Ergebnis?

Vor diesem Hintergrund kannst du deine digitale Kommunikation mit hochgradig konvertierenden Texten und visuellen Elementen optimieren, die direkt auf die Bedürfnisse deiner Kunden eingehen. Indem du das Gespräch vom Produkt auf den Kunden verlagerst, eröffnen sich unglaubliche Möglichkeiten zur Skalierung und Vervielfachung der Conversions.


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Erstens sollte Experimentation durch Forschung gestützt werden. Von Kunden- und Besucherbefragungen bis hin zum Review Mining, Social Listening und der emotionalen Konkurrenzanalyse – Talia ermutigt zu umfassender Forschung, um die geeignetste Hypothese zu erstellen, auf der ein A/B-Test basieren kann.

Sobald du mehr über deine Kunden weißt, kannst du beispielsweise die Texte und Bilder auf deiner Produktseite überprüfen. Vielleicht stellst du anhand deiner Recherchen fest, dass deine Inhalte für deine Zielkunden nicht relevant sind. Du kannst dann eine Hypothese aufstellen, die auf den tatsächlichen Bedürfnissen und Interessen der Kunden basiert und durch überzeugenden Social Proof untermauert wird. Auf dieser Grundlage der neuen Informationen kannst du ein Briefing für deine Designer oder Texter verfassen.

Von dort aus kannst du dein Experiment in deine A/B-Testing-Plattform mit einer ausgewählten North Star Metric einbauen, sei es Checkouts, Anmeldungen oder Add-to-Carts, um deine Hypothese zu testen. Und obwohl wir wissen, dass neun von zehn A/B-Tests fehlschlagen, erleichtert Emotional Marketing den Prozess der Hypothesenbildung. Es erhöht die Chance, ein erfolgreiches Experiment zu erstellen, indem Variablen getestet werden, die sich tatsächlich auf die Customer Journey auswirken können.

Wie du die Beteiligten davon überzeugen kannst, deine Experimente zu unterstützen.

Zu viele Köche verderben den Brei. Das gilt auch, wenn es um CRO geht, vor allem in kleineren Organisationen, deren Gründer eine konkrete Vorstellung von ihren Kunden und ihrer Botschaft haben.

Talia erklärt, dass ein forschungsbasierter Ansatz für Experimente als Teil einer langsamen, stetigen und beweisgestützter Strategie, Sicherheit bieten kann. Diese personalisierte Methodik beinhaltet Gespräche mit deinen Kunden und Website-Besuchern sowie die Suche im Internet nach Diskussionen über deine spezifische Branche, anstatt einfach dem Beispiel der Konkurrenz zu folgen.

Es ist viel einfacher, einem Gründer oder CEO einen Test vorzuschlagen, wenn deine Hypothese durch Daten und Forschung gestützt wird. Talia empfiehlt jedoch, dem Drang zu widerstehen, alles auf einmal ändern zu wollen und lieber klein anzufangen. Teste das emotionale Marketing in deinen Anzeigen oder versende eine E-Mail-Sequenz, für die du nur einen Texter benötigst, und teile die Ergebnisse.


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Wenn du versuchst, Zustimmung zu erhalten, brauchst du eine starke Hypothese gepaart mit guter Forschung, um zu beweisen, dass sie sinnvoll ist. Wenn dies der Fall ist, kannst du die Kraft des emotionalen Marketings demonstrieren, indem du einige A/B-Tests durchführst: Einen, bei dem die Kontrollgröße der aktuelle lösungsorientierte Inhalt und die Variante eine kundenorientierte Alternative ist, und einen anderen, bei dem hervorgehoben wird, wie sich die Kunden jetzt fühlen und wie sie sich fühlen möchten. Zwei wichtige Varianten, die dir helfen, eine bessere Beziehung zu deinen Kunden aufzubauen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, in kleinen Schritten vorzugehen und deine Forschungsergebnisse kontinuierlich zu teilen und zu kommunizieren.

Was kannst du noch aus unserem Gespräch mit Talia Wolf lernen?

  • Warum B2B-Käufe emotionaler sind als B2C. (15:50)
  • Wie du in einem überfüllten Markt herausstichst, indem du deine Kunden kennst. (20:00)
  • Wie sich emotionales Marketing auf die gesamte Customer Journey auswirkt. (25:50)
  • Wie du eine Beziehung zu deinen Kunden aufbauen und die Conversion Rate verbessern kannst. (32:40)
Über Talia Wolf

Talia Wolf, Spezialistin für Conversion-Optimierung, ist Gründerin und CEO von Getuplift. Ein Unternehmen, das Optimierungsstrategien wie emotionales Targeting, überzeugendes Design und Verhaltensdaten einsetzt, um Unternehmen dabei zu helfen, mehr Umsatz, Leads, Engagement und Verkäufe zu erzielen.

Talia begann ihre Karriere in einer Social-Media-Agentur, wo sie das Konzept der Conversion-Optimierung kennenlernte. Anschließend wurde sie Marketing Director bei monday.com, bevor sie 2013 ihre erste Agentur für Conversion-Optimierung, Conversioner, gründete.

Heute unterrichtet Talia mit ihrer bewährten Strategie Unternehmen auf der ganzen Welt darin, ihre Online-Präsenz mit emotionalen Techniken zu optimieren.

Über den 1,000 Experiments Club

Der 1,000 Experiments Club ist ein von AB Tasty produzierter Podcast, der von Marylin Montoya, VP of Marketing bei AB Tasty, moderiert wird. Begleite Marylin und das Marketing-Team, wenn sie sich mit den erfahrensten Experten in der Welt des Experimentierens zusammensetzen, um ihre Erkenntnisse darüber zu enthüllen, was nötig ist, um erfolgreiche Experimente zu entwickeln und durchzuführen.

Kennst du diese Folge schon?

Wenn nicht, wirf doch gerne direkt einen Blick in unseren letzten Artikel zur Podcast-Episode mit Rand Fishkin, mit dem wir über die Culture of Experimentation gesprochen haben.

Blogartikel

3min. Lesezeit

AB Tasty ist jetzt im Shopify App Store verfügbar

Wir freuen uns, dass wir AB Tasty jetzt auch im Shopify App Store anbieten können. Das bedeutet, dass es einfacher ist, die führenden Experimentier- und Personalisierungslösungen von AB Tasty direkt auf Shopify Websites zu nutzen.

Die Markteinführung ist ein wichtiger Meilenstein für die Partnerschaft zwischen AB Tasty und Shopify, die eine nahtlose User Experience ermöglicht und die Experience Optimization mit einfach zu bedienenden Lösungen zugänglich macht.

Was das für Shopify-Händler bedeutet

Marken, die Shopify nutzen, können ihre Commerce Websites mit AB Tasty verbessern, um die Conversion Rate zu erhöhen und das Erlebnis zu optimieren. Die Einrichtung ist ein Kinderspiel: Such im Shopify App Store nach AB Tasty und installiere das Tag in nur drei Schritten.

Sobald eine Website mit AB Tasty ausgestattet ist, kannst du ganz einfach auf deine bevorzugten Features zugreifen, Tests durchführen und den Inhalt im gesamten Shopping Funnel von der Startseite bis zur Warenkorbseite personalisieren.

Bessere Erlebnisse auf deinen Shopify Websites zu schaffen, ist mit der gebrauchsfertigen Widget-Bibliothek von AB Tasty, die interaktive Features wie die Rubbelkarte enthält, ebenfalls einfach. Oder du kannst dein eigenes benutzerdefiniertes Widget erstellen.

Wenn es an der Zeit ist, die Performance deiner Kampagnen zu überprüfen, verfolge deinen Erfolg mit Analysen, die automatisch Shopify Transaktionen (Transaktionsrate, Gesamtzahl der Transaktionen, durchschnittlicher Warenkorb, Artikel pro Transaktion, durchschnittlicher Artikelpreis pro Transaktion usw.) und andere Transaktionsdaten (wie Währung, Gutscheine, Zahlungsmethode usw.) mit deinen AB Tasty Kampagnen verknüpfen. Ermittle schnell, welche Kampagnen für deine Zielgruppe funktionieren und wo du Anpassungen vornehmen kannst.

Wie funktioniert das?

Wenn du bereit bist, loszulegen, verbinde AB Tasty in drei Schritten mit deiner Shopify Website.

  1. Installiere die AB Tasty App direkt aus dem Shopify App Store.
  2. Aktiviere die Extension mit deiner AB Tasty Kennung.
  3. Klicke auf Speichern.

Jetzt kannst du dich an die Arbeit machen und für bessere Erlebnisse für deine Besucher sorgen. Das war’s dann auch schon.

Über 100 Marken nutzen bereits AB Tasty & Shopify zur Optimierung ihrer Websites

Erfahre mehr darüber, wie die E-Commerce-Teams von Embark Veterinary die Experimentation-Lösung von AB Tasty nutzen, um Produkttexte zu testen und den Umsatz pro Session sowie die Conversion Rate zu steigern.

Abschließende Bemerkung

Wir bei AB Tasty sind deine Optimierungspartner, die den Wandel von innen heraus vorantreiben. Deshalb verbessern wir kontinuierlich die Erfahrungen unserer Kunden, von neuen Integrationen bis hin zu gestärkten Partnerschaften und darüber hinaus.

Um AB Tasty mit deiner Shopify Website zu verbinden, beginne hier.

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3min. Lesezeit

Next Level Analytics: Google BigQuery Integration

AB Tasty und Google BigQuery haben sich zusammengeschlossen, um eine nahtlose Integration zu ermöglichen. Diese erlaubt es Kunden mit umfangreichen Datensätzen, auf Erkenntnisse zuzugreifen, zu automatisieren und datengesteuerte Entscheidungen zu treffen, um ihre Experimente voranzutreiben.

Wir haben schon oft darüber gesprochen, wie komplex es ist, Daten zu verstehen, um dein Testprogramm zu unterstützen. Wenn Unternehmen mit riesigen Datensätzen zu tun haben, müssen sie einen agilen und effektiven Weg finden, um diese Informationen zur Bereicherung ihrer Testing Performance und zur Ermittlung von Mustern, Trends und Erkenntnissen zu nutzen.

Mehr erreichen mit Datenanalyse

Google BigQuery ist eine vollständig verwaltete Cloud-Data-Warehouse-Lösung, die eine schnelle Speicherung und Analyse großer Datenmengen ermöglicht. Diese serverlose Plattform ist hochgradig skalierbar, kosteneffizient und darauf zugeschnitten, Unternehmen bei der Analyse umfangreicher Datensätze zu unterstützen, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

Mit Google BigQuery können Nutzer mühelos komplexe analytische SQL-Abfragen ausführen und dabei die integrierten Funktionen für maschinelles Lernen nutzen.

Durch die Integration mit AB Tasty’s Experience Optimization Platform, können Kunden mit großen Datensätzen BigQuery zum Speichern und Analysieren großer Mengen von Testdaten verwenden. Durch die Nutzung der Funktionen von BigQuery kannst du Datenanalyseprozesse rationalisieren, Experimentierzyklen beschleunigen und Innovationen effektiver vorantreiben.

Im Folgenden findest du einige der vielen Vorteile der Integration von Google BigQuery in AB Tasty, die dir dabei helfen, deine Prozesse zu verbessern:

  • BigQuery als Datenquelle

Mit der Integration von AB Tasty können bestimmte Daten von AB Tasty regelmäßig an dein BigQuery-Set gesendet werden. Jeder Data Ingestion Task hat einen Namen, eine zeitliche Häufigkeit für den Datenabruf und eine SQL-Abfrage, um die benötigten Daten zu erhalten. Diese Informationen helfen bei der Erstellung von zielgerichteten Anzeigen und Botschaften und erleichtern es, die richtigen Personen zu erreichen.

  • Zentrale Speicherung von Daten aus AB Tasty

Die Integration von AB Tasty und BigQuery vereinfacht außerdem die Kampagnenanalyse, da keine SQL- oder BI-Tools mehr benötigt werden. Dein Dashboard zeigt einen klaren Vergleich von Metriken auf einer einzigen Seite an, was die Effizienz steigert. Du kannst BigQuery für die Analyse von Experimenten nutzen, ohne das Reporting in AB Tasty zu duplizieren, und so das Beste aus beiden Plattformen herausholen. Integriere deine komplexen Metriken und Segmente, indem du unseren angereicherten Ereignisdatensatz abfragst und Ereignisdaten mit wichtigen Geschäftsdaten aus anderen Plattformen verknüpfst. Ob durch Web oder Feature Experimentation, es bedeutet genauere Experimente in großem Umfang, um das Unternehmenswachstum und den Erfolg zu fördern.

  • Machine Learning

BigQuery kann auch für Machine Learning bei Testprogrammen genutzt werden und hilft dir, Ergebnisse vorherzusagen und deine spezifischen Ziele besser zu verstehen. BigQuery bietet dir KI-gesteuerte prädiktive Analysen für die Skalierung personalisierter Multichannel-Kampagnen, frei von komplexen Attributionen oder Unsicherheiten. Greife auf Segmente zu, die sich dynamisch und in Echtzeit an das Kundenverhalten anpassen, um flexible, personalisierte und datengesteuerte Marketingstrategien zu entwickeln, die in deine Experimente einfließen.

  • Verbesserte Segmentierung und umfassender Einblick

Durch die Fähigkeit von BigQuery, Verhalten zu verstehen, kannst du besser segmentieren. Die Datensegmentierung ermöglicht die Kategorisierung von Nutzern auf der Grundlage verschiedener Attribute oder Verhaltensweisen. Mit Daten, die aus Experimenten an BigQuery gesendet werden, kannst du personalisierte Inhalte oder Funktionen erstellen, die auf bestimmte Benutzergruppen zugeschnitten sind und so das Engagement und die Conversion Rate optimieren.

Der größte Vorteil dieser Integration ist letztendlich das gemeinsame Reporting – vollautomatische und umsetzbare Experimentation Reports sowie die Möglichkeit, Daten aus anderen Quellen einzuspeisen, um ein vollständiges Bild zu erhalten.

Eine fortlaufende Partnerschaft

Diese Integration erfolgt, nachdem Google AB Tasty im letzten Jahr zum offiziellen Google Cloud Partner ernannt und uns auf dem Google Cloud Marketplace zugänglich gemacht hat, um die Transaktionen auf dem Marktplatz zu optimieren. Wir sind auch vollständig in Google Analytics 4 integriert. Wir waren außerdem sehr erfreut darüber, nach dem Google Optimize Sunset als einer der bevorzugten Anbieter für Experimentation von Google genannt zu werden.

Wir arbeiten weiterhin eng mit dem Tech-Giganten zusammen, um unseren Kunden zu helfen, weiter zu wachsen. Mehr über diese Integration erfährst du hier.

Blogartikel

4min. Lesezeit

„Find your Better“: AB Tasty’s neue Brand Identity

Ein Hoch auf die Veränderung

Wer sich verändert, dem geschieht Gutes. Und genau das haben wir getan.

Durch Veränderung erzielen wir Fortschritt.
Durch Veränderung finden wir das gewünschte „Bessere“.
Durch Veränderung wagen wir mehr.

Heute ist ein wichtiger Tag in unserer Unternehmensgeschichte. Richtig cool, dass wir dir heute unsere aktualisierte Markenidentität vorstellen können. Wir beginnen eine neue Ära, die unser fortwährendes Engagement für „Test and Learn“ besser mit unserer Position in Einklang bringt. Wir positionieren uns als Partner, der gemeinsam mit anderen Marken Ideen noch weiter vorantreibt und sie auf neue Höhenflüge schickt.

In den mehr als 13 Jahren, die wir in der Branche tätig sind, haben wir dynamische Veränderungen auf dem Markt erlebt. Marken verstehen jetzt die Bedeutung und die Auswirkung einer kontinuierlichen Experience Optimization. Der boomende Experimentiersektor hat unsere erfolgreichsten Quartale nach den strategischen Technologie-Akquisitionen befeuert. Neben unserem gestärkten KI- und Personalisierungsportfolio ist uns klar geworden, dass das, was uns einzigartig macht, unsere Mitarbeiter sind. Und unsere Mitarbeiter sind es, die unsere Kunden glücklich machen.

Zeit für Tasty Talk

Vielleicht hast du schon einige Änderungen bei AB Tasty bemerkt – und wir meinen nicht nur unsere neuen Markenfarben.

„Experimentation-Blau“ und „Crashtest-Gelb“

Auch wenn unsere lebendige visuelle Identität vielleicht überraschend wirkt, ist das Rebranding viel mehr als nur ein „kosmetisches Makeover“. Wir haben unsere Entscheidungen bei jedem einzelnen Schritt sehr bewusst getroffen.

In den letzten 14 Monaten haben wir einige aufregende technologische Neuerungen in unsere Plattform integriert: 

  • Im Oktober 2022 sahen wir einen großen Bedarf am Markt für mehr Personalisierung und übernahmen ein Unternehmen, das sich auf Recommendation- und Search-Lösungen spezialisiert hat.
  • Im Juni 2023 haben wir unser Personalisierungsangebot erweitert, um Teams dabei zu helfen, besser auf ihre verschiedenen Zielgruppen einzugehen und auf einem höheren Niveau zu konkurrieren. Wir haben eine emotionsbasierte Personalisierungstechnologie erworben, die unser Portfolio bereichert und erweitert.
  • Anschließend haben wir diese Plattformen mit unserer eigenen API-basierten Experimentier-, Personalisierungs- und Weblösung vereinheitlicht.

Gut Ding will Weile haben. Das beste Beispiel dafür ist unsere einheitliche Plattform, die alles bietet, was Marken für eine umfassende Experience Optimization benötigen. Wir können jetzt – mit unserer neuen Markenidentität – mit Stolz für alles werben, was wir sind, was wir sein können und was wir sein wollen.

Dieser strategische Wandel war der logische, für uns einzige Weg, den wir nach unserer enormen Wachstumsphase einschlagen konnten.

Neuer Look, gleiche Hingabe

Eines hat sich nicht geändert – und das ist unsere Hingabe für unsere Kunden. Sie stehen für uns im Mittelpunkt und werden es auch immer bleiben.

Alles, was wir getan haben, wird noch besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt. Die Vereinheitlichung unserer Produkte in einer harmonischen Plattform ermöglicht endlose Optimierungsmöglichkeiten, und unser Messaging spiegelt unseren Human Touch und die führende Expertise wider.

Wir sind die Optimierungspartner, die mutige Ideen in die Welt tragen.

Unsere Markengeschichte

Unsere Kunden müssen anders sein, nicht nur besser. Und dafür brauchen sie einen Partner, der sie bei der Optimierung ihrer Prozesse unterstützt. Unser Engagement für den Kunden-Support wird auf G2 immer wieder gewürdigt und ist etwas, was unsere Kunden sehr schätzen. Unser Team und das Maß an Unterstützung, das wir unseren Kunden bieten, waren schon immer und werden auch in Zukunft das sein, was AB Tasty einzigartig macht. Deshalb verankern wir uns im Herzen der Unternehmenskultur, um mutige Ideen von innen heraus zu fördern.

Wie können wir das erreichen? Indem wir uns auf unsere drei Säulen als Fundament konzentrieren.

  1. Unser Human Touch: Unsere Mitarbeiter sind das Wichtigste – sie verleihen unserer Technologie Leib und Seele. Wir bauen Verbindungen zu unseren Kunden auf, indem wir über oberflächliche Beziehungen hinausgehen und tiefgreifende Partnerschaften mit Kundenverständnis eingehen.
  2. Unsere außerordentliche Expertise: Wir untermauern mutige Ideen mit Daten und Know-how. Als Branchenführer sind wir immer einen Schritt voraus und lernen durch unsere „Test and Learn“-Kultur ständig dazu. Wir machen jeden Schritt bewusst und nicht zufällig, indem wir mutige Ideen risikofrei machen.
  3. Unser verbindendes Produkt: Unser Produkt verbindet Teams, Plattformen, Tools und Partner. Wir transformieren Kulturen und verändern die Art und Weise, wie unsere Kunden arbeiten und denken. Wir arbeiten als ein Team mit einer Vision und gemeinsamen Zielen.

All das tun wir, damit unsere Kunden das nächste Level erreichen können. Wir machen ihren nächsten Schritt zu unserer nächsten Herausforderung. Wir geben ihnen den Mut und den Anstoß, den sie brauchen, um mehr zu wagen. 

Fazit

Jeder nächste Schritt sieht für unsere Kunden, Unternehmen und Menschen anders aus. Deshalb sorgen wir für den Mut und die Überzeugung, ihn zu gehen.

Wir helfen unseren Kunden MEHR ZU WAGEN.

Blogartikel

11min. Lesezeit

Client-Side vs. Server-Side A/B-Testing: Wann solltest du zu serverseitigen Tests übergehen?

Wenn Unternehmen mit dem Experimentieren beginnen, experimentieren sie zunächst vielleicht mit kleinen Änderungen auf ihrer Website, wie z. B. dem Design eines CTA und anderen kleinen Änderungen, um zu untersuchen, wie sie funktionieren und welche Auswirkungen sie auf wichtige KPIs wie die Conversion Rate und Transaktionen haben.

Mit zunehmender Reife eines Experimentierprogramms ist es jedoch wahrscheinlicher, dass sich Unternehmen mit anspruchsvolleren Arten von Tests befassen wollen, die mehr Fachwissen und ein fortschrittlicheres Tool erfordern.

Das ist der Zeitpunkt, an dem viele Unternehmen bereit sind, den Schritt von client- zu serverseitigen Experimenten zu wagen.

In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit dem Thema Client-Side vs. Server-Side A/B-Testing und gehen der Frage nach, wann der richtige Zeitpunkt für den Umstieg auf serverseitige Tests gekommen ist. Darüber hinaus erörtern wir die Bedeutung dieser Art von Tests, indem wir die verschiedenen Szenarien skizzieren, in denen serverseitige Experimente besser geeignet sind.

Diese Inhalte erwarten dich in diesem Blogartikel:

Client-Side vs. Server-Side A/B-Testing

Was sind die Vorteile von serverseitigen Tests?
Omnichannel-Experimente
Verbesserte Leistung
Unendliche Testmöglichkeiten

Wann ist es sinnvoll, zu serverseitigen Tests überzugehen?

Serverseitige Tests und Feature Flags

Fazit: Client-Side vs. Server-Side A/B-Testing – Der Kontext zählt

Client-Side vs. Server-Side A/B-Testing

Bevor wir uns näher mit dem serverseitigen Testen befassen, wollen wir kurz auf die Unterschiede zwischen Client-Side und Server-Side A/B-Testing eingehen, um zu verstehen, warum du beide Arten von Tests benötigst, wenn sich dein Experimentier- und Optimierungsprogramm weiterentwickeln soll.

Bei clientseitigen Tests erfolgt das Experimentieren auf der Client-Seite durch JavaScript, das im Browser ausgeführt wird. Mit clientseitigen Tools kannst du also Variationen deiner Seiten erstellen, indem du den Inhalt änderst, der von deinem Server an die Benutzer im Webbrowser gesendet wird. Der Benutzer erhält dann eine Variante des geänderten Inhalts auf der Grundlage deiner Targeting-Regeln.

Einfach ausgedrückt: Die gesamte Arbeit findet dank JavaScript auf der Ebene des Browsers statt. Aus diesem Grund eignen sich clientseitige Tests in der Regel am besten für „oberflächliche“ Änderungen wie Layout, Design und Farben, um deren Leistung und Auswirkungen auf wichtige KPIs zu messen.

Beim serverseitigen Testen findet die gesamte Arbeit auf der Serverebene und nicht im Browser statt. Mit anderen Worten: Es ist dein Server, der einem Benutzer die geänderte Variante zufällig sendet. Folglich arbeitet das Experimentierwerkzeug auf dem Server und nicht in den Browsern deiner Benutzer. 

Einer der größten Vorteile von clientseitigen Tests besteht vielleicht darin, dass sie einfach zu implementieren sind und keine besonderen Fachkenntnisse erforderlich sind, um diese Tests auf dem Frontend der Website durchzuführen.

Aufgrund ihrer fortschrittlichen Funktionen erfordern serverseitige Tests dagegen technisches Fachwissen und Programmierkenntnisse, so dass in der Regel Entwickler die Tests im Backend durchführen.


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Was sind die Vorteile von serverseitigen Tests?

Bevor wir darauf eingehen, wann du serverseitige Tests einsetzen solltest, werden wir auf einige ihrer Vorteile eingehen, um ihre Use Cases besser zu verstehen.

Omnichannel-Experimente

Clientseitige Lösungen sind in der Regel auf Geräte mit Webbrowsern beschränkt, sei es auf dem Desktop, dem Handy oder dem Tablet. Das bedeutet, dass du keine Experimente auf mobilen Apps oder verbundenen Geräten durchführen kannst.

Serverseitige Lösungen hingegen ermöglichen es dir, über mehrere Kanäle hinweg zu experimentieren, einschließlich mobiler Apps, was deinen Spielraum erheblich erweitert und dir zahlreiche Möglichkeiten für A/B-Tests über Webbrowser hinaus eröffnet, sodass du alle Bereiche abdecken kannst.

Verbesserte Leistung

Einer der vielleicht größten Vorteile von serverseitigen Tests ist das Ausbleiben des Flickering-Effekts, der bei clientseitigen Lösungen oft ein großer Nachteil ist.  

Der Flickering-Effekt tritt auf, wenn die Originalseite geladen und durch die Testvariante ersetzt wird, und wird normalerweise vom Benutzer wahrgenommen.

Im Gegensatz zu clientseitigen Tools, die das Hinzufügen eines JavaScript Tags zu deinen Seiten erfordern, musst du dieses Tag bei serverseitigen Tools nicht hinzufügen. Das liegt daran, dass die Experimente auf dem Server gerendert werden, bevor sie an den Client weitergegeben werden, so dass die gesamte Hauptarbeit auf der Serverebene stattfindet und auf der Client-Seite nicht auffällt. 

Mit anderen Worten: Bei einem serverseitigen Test wird die Variation vom Server abgerufen und an den Browser des Benutzers übermittelt. Folglich finden keine Änderungen am Frontend oder Browser statt, so dass es keinen Flickering-Effekt gibt.

Unendliche Testmöglichkeiten

Deine Teams haben bei serverseitigen Tests viel mehr Möglichkeiten, da sie alle Aspekte deiner Website ändern können.

Da serverseitige Tests vom Backend Server gerendert werden, kannst du komplexere dynamische Inhalte testen, während dies bei clientseitigen Tests nicht so einfach möglich ist und die Benutzerfreundlichkeit beeinträchtigen kann. 

Mit anderen Worten: Du kannst viel komplexere Tests erstellen, die über den Rahmen von UI- oder kosmetischen Änderungen hinausgehen und eine völlig neue Welt des Experimentierens eröffnen. 

Mit solchen tiefgreifenden Experimentiermöglichkeiten können Teams alle Facetten eines Produkts gründlich testen, um seine Funktionalität zu validieren, z. B. die zugrundeliegenden Funktionen, Algorithmen und Backend-Logik.

Im nächsten Abschnitt zeigen wir dir diese verschiedenen Use Cases, bei denen du die Durchführung von serverseitigen Tests in Betracht ziehen solltest.

Wann ist es sinnvoll, zu serverseitigen Tests überzugehen?

Wie wir bereits erwähnt haben, werden serverseitige Tests in der Regel dazu verwendet, fortgeschrittene Tests durchzuführen und tiefgreifende Experimente innerhalb deines Tech Stacks durchzuführen, um die Funktionsweise eines Produkts gründlich zu untersuchen.

Einfach ausgedrückt, ermöglichen serverseitige Testlösungen Teams die Durchführung robusterer und sicherer Experimente, die sich auf die Änderung der Produktfunktionen konzentrieren

Hier sind einige Anwendungsfälle, in denen serverseitige Tests gegenüber clientseitigen Tests zu empfehlen sind:

  • Führe Experimente auf deiner mobilen App durch

Wie bereits erwähnt, besteht einer der Hauptvorteile des serverseitigen Testens darin, dass es Omnichannel- und plattformübergreifende Experimente ermöglicht.

Da clientseitige Lösungen auf JavaScript und Cookies angewiesen sind, ist es nicht möglich, sie zum Testen nativer mobiler Apps zu verwenden und du bist auf Geräte beschränkt, die über einen Standard-Webbrowser verfügen.

Das bedeutet, dass du für die Durchführung von Experimenten mit deiner mobilen Anwendung eine fortschrittlichere serverseitige Testlösung benötigst, um mit den Technologien für mobile Apps umzugehen, die komplexer sind und sich erheblich von den Webtechnologien unterscheiden. 

Da das serverseitige Testen sowohl für Webanwendungen als auch für mobile Apps funktioniert, kannst du außerdem denselben Test mit denselben Variationen durchführen, unabhängig davon, welcher Kanal verwendet wird. Auf diese Weise kannst du die Daten der einzelnen Kanäle vergleichen und das Benutzererlebnis an den verschiedenen Customer Journey Touchpoints entsprechend optimieren.

Wenn du schließlich Feature Flags verwendest, um serverseitige Tests für mobile Apps durchzuführen, kannst du die mühsame und zeitaufwändige Genehmigung im App Store umgehen. Vereinfacht gesagt, kannst du mit Feature Flags Funktionen aus der Ferne ein- oder ausschalten, ohne den Code erneut in den App Stores bereitzustellen und auf die Genehmigung zu warten oder darauf warten zu müssen, dass alle Änderungen zur gleichen Zeit fertig sind, um deine eigenen Änderungen zu veröffentlichen.

  • Teste deine Suchalgorithmen

Serverseitige A/B-Tests sind effizient für das Testen von Änderungen auf tieferer Ebene, die mit dem Backend und der Architektur deiner Website zusammenhängen.

Dies ist der Fall bei Suchalgorithmen, die Änderungen an deinem bestehenden Code erfordern. E-Commerce-Websites greifen in der Regel auf serverseitige Tests zurück, um sicherzustellen, dass Kunden ihre Website problemlos durchsuchen und das gewünschte Produkt finden können. 

Suchalgorithmen sind also der Schlüssel dazu, dass Kunden das gesuchte Produkt finden, indem sie ein nahtloses Sucherlebnis bieten, das sie schließlich zum Kauf veranlasst.

Du kannst z. B. testen, was den Kunden in den Suchergebnissen angezeigt wird, ob dies auf der Grundlage des Preises, der Beliebtheit oder der Bewertungen geschehen soll oder ob du Produkte auf der Grundlage dessen priorisieren solltest, was Kunden in der Vergangenheit gekauft/gemerkt/angesehen haben. 

Mit serverseitigen Tests kannst du solche komplexen Szenarien und Regeln erstellen, um deinen Kunden personalisierte Empfehlungen zu geben und ihre Sucherfahrung auf deiner Website zu optimieren. Diese sind mit clientseitigen Lösungen schwieriger zu testen, da die Suchseiten auf der Suchanfrage basieren und daher dynamisch gerendert werden.

Daher bieten serverseitige Tests umfassendere Möglichkeiten und ermöglichen es dir, mit mehreren Algorithmen zu experimentieren, indem du den vorhandenen Code änderst.


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  • Optimiere deine Produktempfehlungen

In ähnlicher Weise kannst du mit serverseitigen Tools mehrere Produktempfehlungsalgorithmen testen, die in der Regel unten auf den Produktseiten zu finden sind, um zu messen, welche Arten von Layouts die meisten Verkäufe generieren oder den durchschnittlichen Bestellwert erhöhen. Ist es z. B. besser, ähnliche Produkte, die beliebtesten Produkte oder die zuletzt angesehenen Produkte zu empfehlen?

Solche Empfehlungen basieren auf einer Vielzahl von Kriterien, wie z. B. dem Browserverlauf, deinem eigenen PIM-System (Product Information Management) und anderen Datenquellen. Serverseitige Tests ermöglichen es dir, diese verschiedenen Algorithmen zu testen, um die beste Auswahl an empfohlenen Produkten zu ermitteln.

  • Teste datenschutzrelevante Seiten

Serverseitige Tests eignen sich hervorragend zum Testen von Seiten, bei denen die Datensicherheit von entscheidender Bedeutung ist, da sie gewährleisten, dass die Daten innerhalb des Servers sicher bleiben, ohne dass man sich um eine Sicherheitsbedrohung sorgen muss.

Dies ist ideal zum Testen von E-Commerce-Zahlungsseiten oder für Bankanwendungen oder andere Webseiten oder Anwendungen, die sensible Daten enthalten.

Du kannst auch Feature Flags verwenden, um eine neue Zahlungsmethode an einer Untergruppe von Nutzern zu testen und zu sehen, wie sie sich anpassen, bevor du sie für alle anderen einführst.

  • Bestimme die ideale Formularlänge

Dies ist besonders wichtig für SaaS-Unternehmen, die sich auf Formulare für kostenlose Testversionen und Demoanfragen verlassen, um Informationen von ihren Besuchern zu sammeln. Daher müssen sie die beste Länge für solche Formulare ermitteln, ohne dabei Abbrüche zu riskieren, aber dennoch in der Lage zu sein, alle erforderlichen Informationen über einen potenziellen Kunden zu erfassen. 

Serverseitige Tests sind in diesem Szenario der richtige Weg, da deine Formulare direkt mit der Struktur deiner Datenbank verknüpft sind. Wenn ein Feld obligatorisch ist, kannst du es nicht mit JavaScript ausblenden, da die Validierung des Formulars serverseitig fehlschlägt.

Daher sollte die Prüfung der Länge und Komplexität eines Formulars, die sich am positivsten auf die Conversion Rate auswirkt, serverseitig erfolgen.

Dies gilt auch für andere Websites, die solche Formulare von Besuchern verwenden, wie z. B. Hotelreservierungs- oder Versicherungsseiten. Beachte, dass verschiedene Sektoren je nach Art und Zweck der zu erfassenden Informationen unterschiedliche und mehr oder weniger Informationen benötigen.

  • Teste die Grenze für den kostenlosen Versand

E-Commerce-Unternehmen sollten in der Lage sein, den Bestellwert zu ermitteln, ab dem ein kostenloser Versand möglich ist. Dies ist wichtig, da die Versandkosten eine der Hauptursachen für Warenkorbabbrüche sind.

Da die Versandkosten einer der ausschlaggebenden Faktoren für die Kaufentscheidung eines Kunden sind, sollten Unternehmen verschiedene Schwellenwerte für den Warenkorb testen, um die optimale Grenze für den kostenlosen Versand herauszufinden und so die Transaktionsraten zu verbessern.  

Da die Versandkosten in der Regel dynamisch vom Backend Server gerendert werden, musst du sie serverseitig testen. Alle vorgenommenen Änderungen sollten sich auf alle folgenden Schritte auswirken und sollten serverseitig verwaltet werden.

  • Validiere deine Funktionen

Serverseitige Tests ermöglichen dir die Durchführung von Funktionstests, um deine Produktfeatures zu validieren, indem du Variationen deiner Features an verschiedene Benutzergruppen ausrollst, um deren Leistung zu bewerten, bevor du eine allgemeine Freigabe vornimmst. 

Mit Hilfe von Feature Flags kannst du serverseitige A/B-Tests durchführen und deine Benutzer segmentieren, indem du sie zu der einen oder anderen Variante leitest. Wenn mit einer Variante etwas schief geht, kannst du diese leicht wieder rückgängig machen, indem du das Flag deaktivierst, bevor es die Benutzererfahrung weiter beeinträchtigt. 

Anhand des Feedbacks dieser Nutzer kannst du dann deine Features optimieren und sie für alle Nutzer freigeben, in der Gewissheit, dass sie den Kundenanforderungen entsprechen.

Serverseitige Tests und Feature Flags

Die beste Möglichkeit, serverseitige Tests durchzuführen, sind Feature Flags. Durch die Entkopplung von Bereitstellung und Veröffentlichung kannst du serverseitige A/B-Tests durchführen, indem du neue Funktionen an eine kleine Gruppe von Benutzern ausrollst. Anschließend kannst du die Leistung dieser Benutzergruppe messen, bevor du sie für alle anderen Benutzer einführst.

Serverseitige Tests erfordern zwar technisches Fachwissen und Programmierkenntnisse, sind aber nicht nur für technische Teams relevant. Häufig arbeiten nicht-technische Mitarbeiter mit Produktteams zusammen, um Experimente zu definieren, die dann von den Entwicklern durchgeführt werden. Sobald ein Experiment implementiert ist, kann es in der Regel über ein Dashboard gesteuert, überwacht und analysiert werden.

Mit der richtigen Feature-Management-Lösung können alle Teams eines Unternehmens mit Hilfe eines einfach zu bedienenden Dashboards serverseitige Tests durchführen, ohne dass es zu technischen Problemen kommt.

Fazit: Client-Side vs. Server-Side A/B-Testing – Der Kontext zählt

Letztendlich ist es wichtig zu wissen, dass es nicht darum geht, ob serverseitig besser ist als clientseitig. Es handelt sich um zwei sich ergänzende Ansätze und für welchen sich ein Unternehmen entscheidet, hängt davon ab, welcher Ansatz für seine Optimierungs- und allgemeinen Geschäftsziele besser geeignet ist.

Mit anderen Worten: Die eine Art des Testens ersetzt die andere nicht. Es kommt darauf an, welche Art von Experimenten du durchführen möchtest und welche Art in dem jeweiligen Kontext besser geeignet ist und welche Teams die Experimente durchführen möchten – Marketingspezialisten bevorzugen und verwenden häufiger clientseitige Tests, während Produktmanager und Entwickler sich in der Regel für serverseitige Tests entscheiden. Es hängt auch von den Ressourcen ab, die Unternehmen zur Verfügung haben, und vom Reifegrad ihrer Optimierungsprogramme.

Um sicherzustellen, dass deine Website optimiert ist und ein nahtloses Benutzererlebnis bietet, ist es wichtig, beide Testtechniken zur Hand zu haben, um in einer wettbewerbsorientierten digitalen Welt zu bestehen. 

Beide Arten von Tests sind unverzichtbar, wenn es darum geht, großartige Produkte zu entwickeln, die maximale Einnahmen bringen. Der Schlüssel liegt darin, beide zusammen einzusetzen, um die Produktivität zu steigern und eine maximale Wirkung zu erzielen.

Blogartikel

12min. Lesezeit

Mobile App Deployment: Wie Teams Feature Flags gezielt nutzen können

Im digitalen Zeitalter können sich Unternehmen nicht mehr nur auf die Optimierung für den Desktop konzentrieren, zumal immer mehr Verbraucher ihre mobilen Geräte nutzen, um Websites zu besuchen und Einkäufe über Apps zu tätigen.

Da es jedoch Millionen von Apps gibt, sind der Wettbewerb und die Ansprüche und Erwartungen der Verbraucher so hoch wie nie zuvor. Das bedeutet, dass deine App in einem überfüllten Markt herausstechen muss.

Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Entwicklung mobiler Apps nicht demselben Prozess folgt wie die einer Website App.

In diesem Artikel gehen wir auf die Herausforderungen beim Mobile App Deployment – also der Bereitstellung und Veröffentlichung von mobilen Apps – ein und erläutern, wie du mithilfe von Feature Flags optimierte Mobile Apps erstellen kannst, die den Bedürfnissen deiner Kunden entsprechen.

 

Diese Inhalte erwarten dich in diesem Blogartikel:

Die Herausforderungen beim Mobile App Deployment

Der Wert von Feature Flags für die Bereitstellung und Freigabe mobiler Apps

Wie kannst du Feature Flags beim Mobile App Deployment verwenden?

Mobile Feature Flags: Use Cases
Use Case 1: Decathlon
Use Case 2: EDF
Use Case 3: Ornikar

Fazit: Feature Flags – Das ultimative Tool für Mobile App Deployment und bessere mobile Erlebnisse

 

Die Herausforderungen beim Mobile App Deployment

Mobile Entwicklungsteams sind besonders anfällig für Bugs und lange, langwierige Veröffentlichungszyklen.

Kurz gesagt gibt es zwei Hauptprobleme, wenn es um die Freigabe oder Aktualisierung von Funktionen für mobile Anwendungen geht:

  1. Du musst warten, bis die App-Stores die Freigabe erteilen (was einige Zeit dauern und die Veröffentlichung erheblich verzögern kann).
  2. Danach musst du warten, bis die Nutzer die Aktualisierung manuell aus dem Store herunterladen (was ebenfalls viel Zeit in Anspruch nehmen kann).

Betrachten wir zum Beispiel folgendes Szenario: Du arbeitest an einem Update für deine mobile App. Du gibst es schließlich frei, um dann festzustellen, dass du einen Fehler übersehen hast, der zum Absturz deiner App führt.

In der Zeit, in der du ein neues Update mit einer Fehlerbehebung veröffentlichst, auf die Veröffentlichung im App Store wartest und darauf wartest, dass die Benutzer das Update herunterladen, riskierst du den Verlust einer beträchtlichen Anzahl von Benutzern.

Entwickler und Techniker von Mobilgeräten sind mit einem solchen Szenario nur allzu vertraut. 

Daher kann es ein mühsamer und langwieriger Prozess sein, bis eine Version genehmigt wird. Nach der Genehmigung muss jede fehlerhafte Version korrigiert werden und den App-Store-Genehmigungsprozess von neuem durchlaufen, was zu weiteren Verzögerungen führt. 

Obwohl sich die Überprüfungszeit in den letzten Jahren verbessert hat, kann es zu weiteren Verzögerungen kommen, wenn deine App nicht den Prüfungsrichtlinien des App Stores entspricht. Dies bedeutet, dass du keine Echtzeit-Updates für die Produktion bereitstellen kannst, wie dies bei Web Apps der Fall ist.

Vereinfacht gesagt, ist der Prozess des Mobile App Deployments nicht so einfach wie die Bereitstellung von Web Apps. 

Im Gegensatz zu Web Apps, die automatisch aktualisiert werden, sobald Besucher auf die Website zugreifen, müssen Benutzer eine Aktualisierung der mobilen App in ihrem Store herunterladen, um die neueste Version zu erhalten.  Da sich die Updates nach dem Überprüfungsprozess stapeln, hast du keine Kontrolle darüber, ob die Nutzer die neuesten Versionen herunterladen. 

Daher kann die Bereitstellung von Updates für mobile Apps im Vergleich zu Web Apps mehr Zeit in Anspruch nehmen. Und in einer Zeit, in der die Kunden immer das Beste verlangen, ist es nicht machbar, sie so lange auf ein Update warten zu lassen, vor allem, wenn es sich um einen Fehler handelt, ganz zu schweigen von der Bereitstellung einer neuen App-Version, sobald der Fehler behoben ist.  

In der modernen Softwareentwicklung, in der eine kontinuierliche Bereitstellung unerlässlich ist, um wettbewerbsfähig zu bleiben und die sich schnell ändernden Anforderungen der Kunden zu erfüllen, müssen die Teams auf eine andere Lösung zurückgreifen, um eine höhere Veröffentlichungsfrequenz zu erreichen.


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Der Wert von Feature Flags für die Bereitstellung und Freigabe mobiler Apps

An dieser Stelle kommen Feature Flags ins Spiel.

Im Gegensatz zu clientseitigen Tests, bei denen sich die Experimente auf Webbrowser konzentrieren, geben Feature Flags den Teams die Möglichkeit, serverseitige Experimente über mehrere Kanäle, einschließlich mobiler Apps, durchzuführen.

Feature Flags ermöglichen es Teams, Funktionen für Benutzer ihrer Wahl zu aktivieren oder zu deaktivieren, um Risiken und negative Auswirkungen zu minimieren.

Das bedeutet, dass du Funktionen aus der Ferne ein- oder ausschalten kannst, ohne den Code erneut in den App-Stores bereitzustellen und auf die Genehmigung zu warten oder darauf warten zu müssen, dass alle Änderungen zur gleichen Zeit fertig sind, um deine eigenen Änderungen zu veröffentlichen. Auf diese Weise kannst du Code bereitstellen, wann immer du willst.

Lies mehr dazu: Was ist Remote-Konfiguration in der App-Entwicklung?

Auf diese Weise kannst du deine App auf der Grundlage des Feedbacks deiner Nutzer kontinuierlich und in Echtzeit aktualisieren, ohne ein Update an den App Store zu senden oder auf dessen Genehmigung zu warten. Außerdem kannst du nach und nach neue Funktionen freigeben, ohne dass die Nutzer ständig ihre App-Version aktualisieren müssen.

Mit Feature Flags können Mobile-Entwickler in der Produktion sicher mit einer vordefinierten Zielgruppe testen und Funktionen mit einem Kill Switch deaktivieren, falls Probleme auftauchen. Die Entwickler können dann daran arbeiten, das Problem zu lokalisieren und zu beheben, bevor sie die Funktion für alle Benutzer freigeben.

 

Wie kannst du Feature Flags beim Mobile App Deployment verwenden?

Feature Flags können nicht nur von Entwicklern, sondern auch von Produkt- und Release-Managern verwendet werden, um das mobile Erlebnis auf verschiedene Weise zu optimieren.

Hier sind einige Beispiele für den Einsatz von Feature Flags in mobilen Anwendungen:

  • A/B-Testing: Mit Feature Flags kannst du deine Nutzer in Untergruppen aufteilen, wobei jede Gruppe von Nutzern eine andere Variante der Funktion erhält. Auf diese Weise kannst du testen und feststellen, welche Variante am besten abschneidet und an alle Benutzer verteilt werden sollte. Einfach ausgedrückt: A/B-Tests ermöglichen dir, wertvolles Live Feedback von deinen Nutzern zu sammeln, so dass du fundierte Entscheidungen über die Optimierung deiner Funktionen und Produkte treffen kannst.
  • Gezielte Rollouts: Teams können Feature Flags verwenden, um ihre Ideen zu testen, indem sie ihre Funktion schrittweise einführen und nur einer begrenzten Anzahl von Nutzern einen “Early Access” zur App gewähren, z. B. durch Betatests. Auf diese Weise kannst du die Begeisterung für die neue Funktion wecken und die Auswirkungen auf diese ausgewählten Nutzer überwachen. Gezielte Rollouts ermöglichen es den Teams, fundiertere Entscheidungen darüber zu treffen, was zu optimieren ist, und die App auf der Grundlage des Live-Nutzerfeedbacks fein abzustimmen.
  • Personalisierung: Feature Flags sind eine großartige Möglichkeit, das Erlebnis für verschiedene Arten von Nutzern zu personalisieren, anstatt ein einheitliches Erlebnis für alle Nutzer zu bieten. Indem du die Funktionen änderst, die bestimmte Benutzer erhalten, kannst du das Benutzererlebnis in mobilen Apps auf einzelne Benutzer oder Benutzersegmente abstimmen. So kannst du z. B. je nach Land, in dem sich der Nutzer aufhält, ein einzigartiges Erlebnis bieten.
  • Rollback/Kill Switch: Das wirklich Einzigartige an Feature Flags ist, dass sie Teams in die Lage versetzen, fehlerhafte Updates schnell wieder rückgängig zu machen. Durch einfaches Deaktivieren des entsprechenden Feature Flags kannst du einen Fehler beheben, ohne den langwierigen App-Store-Review-Prozess zu durchlaufen.

Mobile Feature Flags: Use Cases

Wir haben bisher vor allem darüber gesprochen, wie Feature Flags beim Mobile App Deployment eingesetzt werden können. Sie sind aber auch eine großartige Möglichkeit, das Risiko bei der Bereitstellung und beim Testen mobiler Websites zu verringern, insbesondere wenn es um tiefgreifende Änderungen geht, die mit der Backend-Architektur verbunden sind, wie z. B. das Testen neuer Zahlungsmethoden.

Dies lässt sich mit einer Feature-Flagging-Plattform leicht bewerkstelligen, auf der Teams mit einer benutzerfreundlichen Plattform, die von allen Teams genutzt werden kann, regelmäßige Releases sicher bereitstellen können. 

Nehmen wir zum Beispiel an, du hast zwei Zahlungsfunktionen entwickelt: eine für den Desktop und eine für das Handy. Bevor du ein vollständiges Release veröffentlichst, möchtest du sie mit einer kleinen Gruppe von Early Adopters testen, um die Auswirkungen zu überwachen und die Nutzungsrate zu bestimmen.

Mit AB Tasty kannst du ganz einfach einen Anwendungsfall für das Umschalten von Funktionen in deinem AB Tasty Konto erstellen und den KPI auswählen, den du beobachten möchtest, in diesem Fall wären das die Klicks auf den Button „Zur Kasse gehen“ und dann „Conversion Rate“ als Unter-KPI.

Anschließend kannst du zwei Szenarien definieren: eines zur Aktivierung der Funktion auf dem Desktop und ein anderes zur Aktivierung auf mobilen Geräten. Du konfigurierst dann das Flag, das die neue Zahlungsmethode für jedes Szenario aktiviert, wie im Bild unten bei „Scenario mobile“ auf dem Dashboard zu sehen ist.

Mit AB Tasty kannst du ein Szenario speziell für mobile Geräte definieren. (Quelle: Screenshot von der AB Tasty Plattform für Feature Experimentation & Rollouts)

Als Nächstes sehen wir uns Beispiele aus der Praxis an, wie AB Tasty Kunden Feature Flags für mobile Tests verwenden:

Use Case 1: Decathlon

Decathlon, ein französischer Sportartikelhändler mit mehr als 2.000 Filialen in 56 Ländern, wollte die Platzierung von CTAs testen, um deren Wirkung auf allen Geräten, einschließlich Mobilgeräten, und Produktübersichtsseiten, auch Product Listing Pages (PLPs), mit Hilfe von Feature Flags zu messen.

In der ursprünglichen Version, die unten zu sehen ist, wollte das Team von Decathlon APAC eine frühere Platzierung des „In den Warenkorb“-Buttons auf Mobilgeräten auf der Hauptseite unterhalb des Produktbildes testen, um einen positiven Rollout zu gewährleisten und den Uplift zu messen. In der ursprünglichen Version mussten die Nutzer erst auf das Produkt klicken, um zur Produktdetailseite zu gelangen, bevor sie diesen Button sehen konnten.

Decathlon testete für die mobile Version das Hinzufügen eines Warenkorb-Buttons direkt auf der Produktübersichtsseite. (Quelle: Screenshots von Decathlon)

Mit der zuverlässigen Lösung von AB Tasty war das Team in der Lage, die Auswirkungen dieser neuen Funktion auf die Conversions zu testen. Die Änderung der CTA-Platzierung erwies sich als Erfolg und führte zu einem Anstieg der Transaktionsrate um 10,37 % und einem Anstieg des durchschnittlichen Bestellwerts um 11,27 $.

Use Case 2: EDF

EDF (Electricité de France) ist seit über 70 Jahren der größte Stromlieferant in Frankreich. Das Team von EDF wollte die Zahl der Online-Abonnements und -Anrufe über seine App erhöhen.

Insbesondere wollten sie die Auswirkungen einer Änderung des CTA-Designs in der App überwachen. Durch die Verwendung von Feature Flags zur Erhöhung der Sichtbarkeit der CTAs konnte das Team die Auswirkungen auf die Klicks für Online-Abonnements bzw. -Anrufe bei EDF-Beratern messen (und steigern).

Das Team führte einen A/B-Test durch, bei dem der CTA für das Abonnement vor einem orangefarbenen Hintergrund und der CTA für den Anruf vor einem grünen Hintergrund angezeigt wurde. Sie fügten auch Text hinzu, um die Öffnungszeiten zu kommunizieren.

EDF testete die Auswirkungen einer Änderung des CTA-Designs in seiner App. (Quelle: Screenshots von EDF)

Der Anruf-CTA war derjenige, der positivere Ergebnisse lieferte und es dem Team ermöglichte, mehr qualifizierte Leads zu generieren und die Zahl der Anrufe mit EDF-Beratern zu erhöhen.

Mit einem Anstieg der Anrufe um 20 % konnte das Team dann zuversichtlich eine angepasste Variante in der App entwickeln und einführen, bei welcher der neue Anruf-CTA besser sichtbar war.             


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Use Case 3: Ornikar

Oft sind A/B-Tests eine todsichere Methode, um potenzielle Verzerrungen zu beseitigen, und können ein Unternehmen davor bewahren, in eine Optimierungskampagne zu investieren, die ansonsten viel wertvolle Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen würde.

Das war der Fall bei Ornikar, einer Fahrschulplattform in Frankreich mit mehr als 2,5 Millionen Kunden. Das Team wollte den Startbildschirm seiner App überarbeiten und musste herausfinden, welche Änderungen beibehalten und welche verworfen werden sollten.

Das Team richtete einen A/B-Test auf AB Tasty ein, um das bestehende Karussell mit vier Slides und zwei CTAs (linkes Bild) durch einen neuen Startbildschirm mit den Vorteilen von Ornikar, einer neuen CTA-Anordnung und einem detaillierteren Karussell (rechtes Bild) zu ersetzen.

Ornikar testete eine neue Variante des Startbildschirms seiner App. (Quelle: Screenshots von Ornikar)

Der Test wurde über einen Zeitraum von drei Wochen durchgeführt. Nach einer Woche stellte das Team fest, dass die neue Variante nicht so gut funktionierte wie erwartet. Daher pausierte das Team den Test, passte den CTA an und führte den Test erneut zwei Wochen lang durch.

Die Ergebnisse waren nach zwei Wochen immer noch negativ und das Team beschloss, den neuen Startbildschirm nicht in Betrieb zu nehmen.

Dank der Flexibilität der AB Tasty Plattform war das Team in der Lage, innerhalb eines kurzen Zeitraums schnelle Iterationen vorzunehmen. Vor allem konnte Ornikar den Verlust von Konversionen und die Verschwendung von Zeit und Ressourcen vermeiden und die negativen Auswirkungen minimieren, indem es den neuen Startbildschirm zunächst testete, bevor es ihn für alle seine Nutzer einführte.

 

Fazit: Feature Flags – Das ultimative Tool für Mobile App Deployment und bessere mobile Erlebnisse

Wie wir gesehen haben, sind Feature Flags ein leistungsfähiges Tool, mit dem Teams in einem Unternehmen mehr Kontrolle über mobile Tests und Veröffentlichungen haben und gleichzeitig Risiken reduzieren können.

Feature Flags unterstützen dich nicht nur beim Mobile App Deployment und geben dir die volle Kontrolle über die Veröffentlichung neuer Funktionen trotz der Genehmigungsprozesse im App und Play Store, sondern ermöglichen es den Teams auch, ihre mobilen Anwendungen zu optimieren und das Benutzererlebnis zu personalisieren. Sie ermöglichen dir auch, Funktionen häufiger zu veröffentlichen und schnelles Feedback von deinen wichtigsten Nutzern zu erhalten.

Angesichts der zunehmenden Nutzung mobiler Geräte und der Millionen von Apps, mit denen du konkurrieren musst, ist es von entscheidender Bedeutung, die bestmögliche Benutzererfahrung auf mobilen Geräten zu bieten. Die Durchführung von Experimenten und die Verwendung progressiver Rollouts mit Feature Flags sind der Schlüssel zur Bereitstellung optimaler und großartiger mobiler Erlebnisse.

Die Verwendung einer Plattform eines Drittanbieters für Feature Flags erleichtert das Ein- und Ausschalten von Funktionen und die Fernkonfiguration deiner Flags direkt von der Benutzeroberfläche aus. Indem du alle deine Feature Flags in einem benutzerfreundlichen Web Dashboard kontrollierst, stellst du sicher, dass du mit den wichtigsten Best Practices Schritt hältst, um erfolgreich zu sein und dich von der Konkurrenz abzuheben.

Blogartikel

10min. Lesezeit

Digitales Consumer Engagement: Aktiviere deine mittelständische Zielgruppe

Eine der größten Herausforderungen für mittelständische Unternehmen ist es, die Besucher deiner Website zu binden und damit digitales Consumer Engagement zu erreichen. Du hast deine Marke so weit aufgebaut, dass du eine beträchtliche Anzahl von Besuchern hast, bist aber auf der Suche nach der richtigen Strategie, um deine passiven Besucher in zahlende Kunden zu verwandeln.

Wenn du eine große Anzahl passiver Besucher hast, ist es von entscheidender Bedeutung, sie zum Handeln zu bewegen, um deine Geschäftstätigkeit zu steigern, deine Business-Ziele zu erreichen und Loyalität zu schaffen.

Wie kannst du diese Besucher ansprechen, nachdem du fleißig daran gearbeitet hast, Traffic auf deine Website zu bekommen?

In diesem Artikel beantworten wir diese brennende Frage mit einigen praktischen Strategien zur Verbesserung deiner Conversions.

Diese Inhalte erwarten dich in diesem Blogartikel:

Was sind passive User?
Wie du passive User identifizierst
Warum du deine Zielgruppe ansprechen musst

Wie man Besucher mit Widgets anspricht
Sende Alerts und Benachrichtigungen mit einem Pop-up
Nutze Geotargeting-Banner
Vermeide übermäßige Nutzung
Teste, was funktioniert und was nicht

Vorteile beim digitalen Consumer Engagement mit Widgets
Fördere Conversions
Erhöhe die Warenkorbgröße
Baue Loyalität auf

Fazit: Binde deine digitale Zielgruppe ein

Was sind passive User?

Passive User sind Besucher auf deiner Website, die nicht tätig werden.

Sie durchlaufen zwar einige Inhalte auf deiner Website, verlassen sie aber wieder, bevor sie sich positiv auf deine Conversion Rate auswirken.

Sie stöbern einfach nur auf deiner Website, statt Formulare auszufüllen, Newsletter zu abonnieren, auf CTAs zu reagieren oder einen Kauf zu tätigen.

Wie du passive User identifizierst

Um passive User anzusprechen, musst du sie identifizieren.

Website-Analyse-Tools wie Google Analytics können dir helfen, diese User zu identifizieren, indem sie bei der Analyse des User-Verhaltens Muster erkennen.

Mit Analysetools kannst du sehen:

  • Welche Seiten eher passive Besucher anziehen
  • Wie viele passive Besucher deine Website verzeichnet
  • Welche Seiten aktive User anziehen
  • Welche Aktionen auf den einzelnen Seiten durchgeführt werden
  • Wie viel Zeit die Besucher auf jeder Seite verbringen
  • Woher deine Besucher kommen
  • Und vieles mehr

Hinweis: Viele Analysetools bieten mehr Kennzahlen als du verwalten kannst. Mit anderen Worten: Es ist leicht, sich im Meer der Daten und Kennzahlen zu verlieren. Es ist entscheidend, wichtige KPIs zu ermitteln, um das Verhalten deiner User konsequent zu messen.

Wenn du sie richtig analysierst, können dir diese Informationen helfen, das User-Verhalten zu verstehen und zu erkennen, was die Besucher zum Handeln motiviert. Sobald du diese Motivatoren identifiziert hast, kannst du eine Strategie entwickeln, um ähnliche Taktiken auch auf anderen Seiten mit Blick auf ein konsistentes Consumer Engagement anzuwenden.

Das Verhalten deiner digitalen Kunden zu erkennen und zu verstehen, ist der erste Schritt, um deine Conversion-Ziele zu erreichen.


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Warum du deine Zielgruppe ansprechen musst

Die Konversion von passiven Besuchern in zahlende Kunden ist entscheidend für den Erfolg. Eine höhere Conversion Rate bedeutet mehr Umsatz und Wachstumschancen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Um deine Zielgruppe anzusprechen, musst du sie anhand der Daten verstehen, die du über ihr Verhalten sammelst. Die gesammelten Informationen helfen dir, Best Practices zu entwickeln und Richtlinien für deine zukünftigen Bemühungen aufzustellen. Ganz zu schweigen davon, dass du auch sehen wirst, was nicht funktioniert.

Wenn du diesen ersten Schritt zum Consumer Engagement erfolgreich hinter dir hast, kannst du gleichzeitig für ein nahtloses und attraktives digitales Kundenerlebnis sorgen.

Ganz gleich, ob dein Ziel darin besteht, mehr Leads auf deiner Landingpage zu konvertieren, die Conversion Rate deines Sign-Up-Formulars zu erhöhen, den Bekanntheitsgrad deiner Marke zu steigern oder Besucher dazu zu bringen, Artikel in den Warenkorb zu legen: Du musst deine Zielgruppe erobern, um diese Ziele zu erreichen.

Wenn dein Unternehmen die Conversion Rate steigert, wächst parallel dazu auch der Ruf deiner Marke. Ein guter Ruf zieht neue Kunden an und sorgt für weitere Markentreue.

Nun stellt sich die Frage, wie du deine User im mittleren Marktsegment ansprichst.

Wie man Besucher mit Widgets anspricht

Leider kann dein digitales Consumer Engagement nicht von heute auf morgen maximiert werden. Auf der Grundlage deiner Verbraucherforschung auf deiner Website musst du einen Plan erstellen, um deine digitale Customer Journey zu optimieren.

Anreize wie Rabatte, kostenlose Testversionen oder exklusive Angebote sind eine gute Möglichkeit, passive Besucher einer Website anzusprechen. So gibst du den Usern einen Grund, aktiv zu werden.

Wie kannst du ein solches digitales Consumer Engagement auf mittelständischer Ebene erreichen? Mit Widgets.

Widgets sind die besten Werkzeuge für die Optimierungsstrategie deiner Website, da sie wenig bis gar keinen Code benötigen. Der Einsatz flexibler, optisch ansprechender und wirkungsvoller Komponenten wie Widgets ist ein besonders einfaches Mittel, um das digitale Consumer Engagement zu erhöhen.

Hier ein paar Ideen und Tipps, wie du Widgets implementieren kannst, um das Engagement zu steigern:

Ein Exit Intent Pop-up ist ein beliebtes Widget, das auf deiner Seite eingerichtet werden kann, um deine Besucher zurückzuhalten, bevor sie die Seite verlassen. Wenn du wichtige Informationen einblendest, die dein Besucher vielleicht verpasst hätte, gibst du ihm eine weitere Gelegenheit, deine Botschaft zur Kenntnis zu nehmen.

Le Slip Français, ein französischer Bekleidungshersteller, zeigte am Valentinstag ein saisonales Exit Pop-up an, mit der Ankündigung einer kostenlosen Lieferung, was zu einem Anstieg der Klicks um 22 % führte.

slip français alert pop-up banner

Mit einem Exit Intent Pop-up kannst du auf eine kostenlose Lieferung hinweisen. (Quelle: Eigene Darstellung am Beispiel von Le Slip Français)

Nutze Geotargeting-Banner

Wenn du in mehreren Regionen vertreten bist, musst du deine Kommunikation differenzieren. Mit standortbezogenen Bannern kannst du deine Chancen auf eine Conversion maximieren, indem du die richtige Botschaft an die richtigen digitalen Verbraucher am richtigen Ort sendest.

Diese Art von Widget kann auf vielfältige Weise eingesetzt werden, z. B. indem du ein individuell anpassbares Banner erstellst, das Rabatte oder Dienstleistungen im nächstgelegenen Shop anbietet und den User so dazu verleitet, deinen Standort aufzusuchen.

Vermeide übermäßige Nutzung

Es ist wichtig, dass du dir über die richtige Zeit und den richtigen Ort für deine Informationen Gedanken machst. Versetze dich in die Lage deiner digitalen Zielgruppe und frage dich, welche Informationen verlockend und welche überwältigend wären.

Es ist wichtig, bei deinen Botschaften Freiräume zu schaffen, damit die Besucher nicht mit zu vielen Pop-ups und Bannern überschüttet werden. Auch wenn du aus verschiedenen Gründen Rabatte anbietest, solltest du es nicht übertreiben.


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Teste, was funktioniert und was nicht

Jede Zielgruppe ist einzigartig. Was bei dem einen Unternehmen funktioniert, muss bei dem anderen nicht funktionieren.

Deshalb sind A/B-Tests deiner neuen Ideen wichtig, um herauszufinden, was deiner Zielgruppe gefällt. Ohne Tests können deine persönlichen Vorlieben und Abneigungen einer datengestützten Entscheidungsfindung in die Quere kommen. Nur durch Experimente kannst du ohne grundlegende Annahmen herausfinden, was bei deinen Kunden gut ankommt.

Willst du deine Kunden mit Widgets locken und A/B-Tests auf deiner Website nutzen? AB Tasty ist eine erstklassige Plattform zur Optimierung der User Experience, mit der du für bessere digitale Erlebnisse sorgen kannst – und zwar schnell. Von Experimenten bis zum Hinzufügen von Widgets kann diese Lösung dir helfen, deine Zielgruppe zu aktivieren und das digitale Consumer Engagement zu erhöhen, um deine Conversions zu steigern.

AB Tasty Demo Banner

Vorteile beim digitalen Consumer Engagement mit Widgets

Wenn du deinen Besuchern zusätzliche Möglichkeiten bietest, sich mit deiner Website zu beschäftigen, kann das deinem Unternehmen eine Reihe von Vorteilen bringen:

Fördere Conversions 

Mit dem Besuch deiner Website haben deine Besucher bereits ihr Interesse an deinen Produkten bekundet. Jetzt müssen sie davon überzeugt werden, dass sich deine Produkte oder Serviceleistungen lohnen, damit sie den Funnel weiter durchlaufen.

Finde mit verschiedenen Taktiken heraus, was die Entscheidungsfindung deiner digitalen Kunden beeinflusst:

  • Ein Countdown-Timer weckt die Begeisterung der digitalen Verbraucher. Wenn du die Besucher auf einen bevorstehenden Preisnachlass hinweist, entsteht ein Gefühl der Dringlichkeit, das ihnen hilft, schnell eine Entscheidung zu treffen.
  • Zusätzlicher Social Proof auf deinen Produktseiten ist eine beliebte Taktik auf Knappheit und Dringlichkeit hinzuweisen, die im Marketing viel genutzt wird, um die Aufmerksamkeit auf bestimmte Produkte zu lenken. Wenn du die Besucher wissen lässt, dass Gleichgesinnte ebenfalls am betreffenden Produkt interessiert sind, beruhigt sie das Gefühl, zu wissen, dass sie nicht die Einzigen sind.

NYX Cosmetics hat zum Beispiel das Social-Proof-Banner-Widget von AB Tasty auf seinen Produktseiten genutzt, um ein gewisses Begehren auszulösen. NYX hat diesen Test ohne Programmierkenntnisse erstellt und konnte die Transaktionsrate im Vergleich zur ursprünglichen Version verdoppeln.

nyx social proof

Social-Proof-Banner-Widgets können den Kaufwunsch eines Produkts noch verstärken. (Quelle: Eigene Darstellung am Beispiel von NYX Cosmetics)

Erhöhe die Warenkorbgröße 

Ein weiterer Vorteil, der sich aus dem digitalen Consumer Engagement auf deiner Website bietet, ist die Steigerung der durchschnittlichen Warenkorbgröße.

Mit dem Hinzufügen von Widgets, die deinen Kunden ergänzende Produkte zu ihren Einkäufen vorschlagen, regst du sie aktiv dazu an, mehr in ihren Warenkorb zu legen. Gleichzeitig lenkst du ihre Aufmerksamkeit auf die Vorteile, die sich ihnen bieten.

Lass Nicht-Abonnenten wissen, dass sie für einen Rabatt in Frage kommen, wenn sie ein Upgrade durchführen, oder mach einen kostenlosen Versandrabatt mit einem hinzugefügten Fortschrittsbalken sichtbar.

Decathlon, ein französischer Sportartikelhändler, hat mit den benutzerfreundlichen Widgets von AB Tasty einen Fortschrittsbalken implementiert. Mit diesem besonderen „Geschenk“, d. h. dem kostenlosen Versand für Kunden, bei denen der Fortschrittsbalken vollkommen ausgefüllt ist, konnte das Unternehmen einen Anstieg der Transaktionsrate um 10 % verzeichnen.

Decathlon progress bar

Der Einsatz eines Fortschrittsbalken macht die Spanne bis zum kostenlosen Versand sichtbar. (Quelle: Eigene Darstellung am Beispiel von Decathlon)

Baue Loyalität auf 

Mit zunehmender Marktsättigung wird es immer schwieriger, Loyalität aufzubauen. Nach dem Kauf solltest du dich darauf konzentrieren, die Loyalität deiner Kunden zu stärken und neue Markenbotschafter zu gewinnen.

Eine Strategie zur Steigerung der Loyalität ist die Implementierung von Widgets, um Informationen über die Erfahrungen der Kunden in Form einer Pop-up-Umfrage zu sammeln. Ein Exit Pop-up ist eine gute Möglichkeit, die Aufmerksamkeit deiner Kunden zu wecken, solange ihnen der Transaktionsprozess noch präsent ist.

Unicef, eine Organisation der Vereinten Nationen, die weltweit humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe für Kinder leistet, nutzte ein Iframe-Widget, um schnell Informationen über die Erfahrungen ihrer digitalen Kunden zu sammeln, und erhielt in kurzer Zeit über 300 Antworten.

unicef survey

Durch ein Iframe-Widget kannst du deine Kunden zu ihrer Erfahrung auf deiner Website befragen. (Quelle: Eigene Darstellung am Beispiel von Unicef)

Fazit: Binde deine digitale Zielgruppe ein

Wenn du nur wenige interaktive Elemente hast, gibt es nichts, was die Besucher zum Bleiben auf deiner Website verleiten könnte. Das bedeutet, dass du am Ende mehr passive Kunden hast.

Mit einfach zu bedienenden Widgets dagegen kannst du die Aufmerksamkeit deiner Kunden wecken und ihnen den nötigen Anstoß geben, sich mehr mit deiner Website zu beschäftigen. Wenn du deine digitalen Kunden dazu bringst, von passiv auf aktiv umzuschalten, wird sich das positiv auf die KPIs auswirken, die dir am wichtigsten sind.

Wenn du die Konversionsrate erhöhen, die Größe der Warenkörbe steigern oder die Kundenbindung stärken willst, sind Widgets die perfekte Ergänzung für deine Roadmap zur Optimierung.