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A/B Testhypothesen – Definition, Tipps und Best Practices

Wenn man das Wörterbuch nach einer Definition für Hypothese überprüfen würde, würde man sicherlich etwas in dieser Richtung finden:

Hypothese: Eine Annahme, die darauf abzielt, eine plausible Erklärung für eine Reihe von Fakten zu liefern, und die anhand von Erfahrungen kontrolliert oder in ihren Folgen überprüft werden muss.

Das scheint einfach zu sein. Und doch sind irrelevante, unvollständige oder schlecht formulierte A/B-Testhypothesen die Ursache für so manchen neutralen oder negativen Test. Im folgenden Artikel werden wir kurz und knapp erklären, wie man eine effektive Hypothese für Conversion Rate Optimierungs (CRO)-Tests aufstellt.


Oftmals stellen wir uns vor, dass die Durchführung von A/B-Tests zur Verbesserung der Leistung Ihrer E-Commerce-Seite beispielsweise eine schnelle Änderung der Farbe Ihres „Kaufen“-Buttons bedeutet. Wir denken dann, zu Recht (manchmal!) oder zu Unrecht, dass die Änderung dieses Symbols von Rot auf Grün unsere Conversion Rate drastisch erhöhen wird.

Es ist jedoch falsch, sich vorzustellen, dass schnelle, grundlegende Änderungen am Design Ihrer Seite Ihre Ergebnisse erheblich verbessern werden.

Viel zu wenige Menschen hinterfragen die wahre Ursache des Erfolgs (oder Misserfolgs!) der Veränderungen, die sie vorgenommen haben, um ihre Conversion Rate (oder andere Messdaten) zu verbessern, und es ist wichtig zu wissen, wie man sowohl das Problem als auch die Hypothesen bestimmt, die es Ihnen ermöglichen, die besten Ergebnisse zu erzielen, indem Sie langfristig bestehen, denn Sie können Ihre Ergebnisse oft verdoppeln!

Anstatt also mit dem Kopf voraus zu gehen und eine “DIY”-Lösung zu finden, ist es oftmals besser, einen Schritt zurück zu gehen:

  1. Identifizieren Sie das reale Problem am Ursprung der schlechten Leistung (z.B. eine hohe Bounce-Rate auf Ihrer Landingpage oder eine hohe Bounce Rate auf der Bestellbestätigungsseite Ihrer Website).
  2. Eine Hypothese aufstellen, die die Ursache des Problems wiedergeben könnte (z.B. „unsere Kunden verstehen die Eigenschaften unserer Produkte nicht sofort, wenn sie die Seiten auf unserer E-Commerce-Seite lesen“).

Dieser zweite Schritt, der schwierig erscheint, da er die Fähigkeit zur Selbstbeobachtung und einen kritischen Blick auf die bestehende Seite erfordert, ist nichtsdestotrotz unumgänglich für jeden, der seine KPIs drastisch verbessern möchte!

Also, die Fragen, die wir hier beantworten werden, lauten:

  • Was ist eine A/B-Testhypothese für eine E-Commerce Seite?
  • A/B-Testhypothesen: wie sieht die ideale Startformel aus?
  • Welche Elemente muss man bedenken, um sicherzustellen, dass die Hypothesen die Richtigen sind und die besten Ergebnisse hervorbringen?

Was ist eine A/B-Test Hypothese?

Wie bereits erwähnt, hat das Wort “Hypothese” eine sehr einfache Definition, wenn wir ins Wörterbuch schauen:  

Hypothese: Eine Annahme, die darauf abzielt, eine plausible Erklärung für eine Reihe von Fakten zu liefern, und die anhand von Erfahrungen kontrolliert oder in ihren Folgen überprüft werden muss.

Der erste interessante Punkt, der in dieser Definition angesprochen wird, betrifft „den zu erklärenden Sachverhalt“: Eine A/B-Testhypothese muss immer mit einem klar definierten Problem beginnen. A/B-Tests sollten nicht zufällig durchgeführt werden, da Sie sonst Gefahr laufen, Zeit zu verschwenden.

Es gibt viele Informationsquellen, um diese Probleme zu identifizieren:

  • Web Analytics Daten. Diese Daten erklären zwar nicht das Verhalten der Internetnutzer, aber sie können auf Conversionprobleme hinweisen (z.B. die Identifizierung von Warenkorbabbrüchen). Sie helfen auch, die zu testenden Seiten zu priorisieren.
  • Heuristische Bewertung und ergonomische Prüfung. Diese Analysen ermöglichen es Ihnen, die Benutzerfreundlichkeit der Website mit Hilfe einer Analysetabelle kostengünstiger zu bewerten.
  • User Test. Diese qualitativen Daten sind begrenzt durch die Stichprobengröße, können jedoch einen großen Informationsgehalt bringen, der mit quantitativen Methoden nicht erfasst worden wären. Sie zeigen oft Probleme beim Verständnis des Angebots oder der Ergonomie der Website. Auch wenn die Erfahrung angesichts des Potenzials für negative Bemerkungen schmerzhaft sein kann, ermöglicht sie es Ihnen, qualifizierte Daten mit detaillierten Erkenntnissen zu sammeln.
  • Eye Tracking oder Heatmaps. Diese Methoden bieten einen Überblick darüber, wie Personen mit Elementen innerhalb einer Seite interagieren, nicht nur zwischen den Seiten.
  • Customer Feedback. Unternehmen sammeln bereits eine Menge an Feedback von Ihren Kunden (gepostete Kommentare und Meinungen auf der Seite, gestellte Fragen beim Kundenservice, etc.). Neben der Analyse können Sie Tools wie Kundenbefragungen oder Live-Chats einsetzen, um weitere Informationen zu sammeln.

Diese Tools werden Ihnen helfen, die wahren Probleme aufzuzeigen, die sich auf die Leistungen Ihrer Seite auswirken und langfristig Zeit und Geld sparen!

Bevor wir näher auf das Thema eingehen, beginnen wir mit dem, was die Grundlage für die Hypothese eines A/B-Tests bildet!

A/B Test Hypothese: die Startformel

Zunächst mag es fast einfach erscheinen, A/B-Testhypothesen zu erstellen. Es geht vor allem um eine Veränderung und die Wirkung, die sie hervorruft:

Eine Änderung (des zu prüfende Elements) von _______________ auf _______________ erhöht/verringert (die definierte Messung).

An diesem Punkt ist die Formel nur eine theoretische Annahmen, die bewiesen oder widerlegt werden muss, aber sie wird Sie bei der Lösung des Problems leiten.

Ein wichtiger Punkt ist jedoch, dass die Auswirkungen der von Ihnen gewünschten Veränderung immer messbar und quantifizierbar sein müssen (Conversion Rate, Bounce Rate, Abbruchrate, etc.).

Hier sind einige Beispiele für Hypothesen, die nach der oben erläuterten Formel formuliert wurden und die für den E-Commerce gelten können:

Beispiel #1

“Die Änderung unseres Call-to-Actions von “KAUFEN SIE IHR TICKET JETZT!” zu “DIE TICKETS VERKAUFEN SICH SCHNELL – NUR NOCH 50 STÜCK VERFÜGBAR!” wird unseren Umsatz auf unserer E-Commerce Seite verbessern.

Beispiel #2
“Wenn Sie das Formular verkürzen, indem Sie optionale Felder wie Telefon und Postanschrift löschen, wird die Anzahl der gesammelten Kontakte erhöht.”

Wenn Sie darüber hinaus über die Lösung nachdenken, die Sie implementieren möchten, nehmen Sie die „Psychologie“ des Interessenten auf, indem Sie sich Folgendes fragen:

“Welche psychologischen Effekte könnte das Problem im Kopf des Kunden auslösen?”

Wenn Ihr Problem zum Beispiel ist: “es besteht ein Mangel an Klarheit im Registrierungsprozess der Website, der sich auf die Conversions, etwas zu kaufen auswirkt“, dann könnte ein psychologischer Effekt sein, dass Ihr Interessent irritiert ist, wenn er die Informationen liest. Vor diesem Hintergrund können Sie beginnen, konkret über die Lösung nachzudenken, um dieses Gefühl auf der „Kundenseite“ zu korrigieren. In diesem Fall können wir uns vorstellen, „einen Fortschrittsbalken einzubauen, der die verschiedenen Phasen der Registrierung anzeigt.“

Seien Sie jedoch vorsichtig: dieser “psychologische” Aspekt sollte nicht berücksichtigt werden, wenn Sie Ihre Testhypothese formulieren. Sie müssen immer das folgende Format beachten: “Wenn ich das ändere, wird es diesen Effekt hervorrufen.” Sobald Sie die Ergebnisse haben, sollten Sie in der Lage sein zu sagen: “es ist wahr”/ “es ist falsch.” Deshalb müssen wir darauf achten, dass wir uns auf konkrete und greifbare Annahmen stützen.

Und schließlich, da es schade wäre, jetzt aufzuhören, ist das Endziel der A/B-Testhypothesen, schnell zu identifizieren, was Ihrem Unternehmen am meisten helfen wird.

Optimierung von effektiven A/B-Testhypothesen im E-Commerce

Es gibt viele Elemente, die es Ihnen ermöglichen, eine effektive A/B Testhypothese zu erstellen. Hier sind fünf, um anzufangen (und Sie zu inspirieren)! Diese Best Practices ermöglichen es Ihnen, Ihre Hypothesen zu erstellen, indem Sie Ihre aktuelle Website mit den unten stehenden Vorschlägen vergleichen und die Conversion Rate direkt beeinflussen.

AUF DER HOMEPAGE

  • Der Titel/Hauptbanner, der die angebotenen Produkte/Dienstleistungen erklärt, kann die Neugier der Kunden wecken und ihre Besuchszeit auf der Website verlängern.
  • Ein direkt bei der Ankunft sichtbarer Call-to-Action erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Besucher auf diesen klicken.
  • Ein gut sichtbarer „Über“-Bereich baut das Vertrauen der Interessenten in die Marke auf, wenn sie auf der Website ankommen.

IM PRODUKTBEREICH

  • Filter sparen dem Kunden eine Menge Zeit. Sie finden schnell das, wonach sie suchen.
  • Die Hervorhebung einer Auswahl der beliebtesten Produkte am oberen Rand der Abschnitte ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für die Umsatzrealisierung.
  • Ein „Mehr erfahren“-Button oder ein Link unter jedem Produkt wird die Benutzer ermutigen.. mehr erfahren zu wollen!

IN DEN PRODUKTSEITEN

  • Produktempfehlungen schaffen eine persönlichere Erfahrung für den User und helfen, den durchschnittlichen Warenkorbwert zu steigern.
  • Wenn der “zum Warenkorb hinzufügen”-Button das sichtbarste Element der Produktauflistung ist, wird es die Aufmerksamkeit des Interessenten wecken und die Klickrate erhöhen.
  • Ein “Zum Warenkorb hinzufügen & bezahlen”-Button spart dem Kunden Zeit, da die meisten Kunden durchschnittlich eine Transaktion auf einmal bezahlen.
  • Das Hinzufügen von Social Media “Teilen”-Buttons ist eine effektive Möglichkeit, das Produktangebot in virale Inhalte zu verwandeln.

IM WARENKORB

  • Das Vorhandensein von Logos wie „Visa zertifiziert“ stärkt das Vertrauen der Kunden in die Website
  • Ein sehr sichtbarer Button/Link für “mit Bezahlvorgang fortsetzen” ermutigt die User zu klicken

BEZAHLUNG

  • Eine einzige Bezahlseite reduziert die Ladezeit zwischen zwei Seiten und sorgt für die Aufmerksamkeit des Kunden.
  • Die Bezahlung einer Bestellung ohne Registrierung wird von neuen Interessenten sehr geschätzt, die nicht unbedingt geneigt sind, ihre persönlichen Daten beim ersten Besuch der Website weiterzugeben.
  • Wenn der Benutzer die verschiedenen Zahlungsstufen sehen kann, hat er eine Übersicht über den Rest des Prozesses. Dies gibt ihnen Sicherheit und wird ihnen helfen, ihren Kauf abzuschließen.

Abschließend sei vermerkt, dass die Definition von A/B-Testhypothesen komplex und methodisch erscheinen kann, denken Sie jedoch an all die Vorteile, die diese Phase für Ihre E-Commerce-Website haben kann. Wenn Sie also das nächste Mal Ihre Leistung optimieren wollen, denken Sie „Analyse und Daten“ vor „Design und Grafik“; es ist ein guter Anfang für die Umsetzung effektiver Hypothesen.

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Ein Leitfaden zum A/B Testing im Email Marketing

Beim E-Mail Marketing dreht sich alles um die Maximierung Ihrer Öffnungs-, Klick-, und Antwort-Raten, während für eine bestimmte E-Mail-Kampagne so viele Leads und Verkäufe wie möglich generiert werden.

In unserer Zeit der überfüllten E-Mail Postfächer besteht jedoch die Gefahr, dass Ihre Interessenten Ihre E-Mails gar nicht öffnen, da sie so viele erhalten.

MailChimp schätzt die durchschnittliche Öffnungsrate je nach Branche auf 18% bis 28%Dies ist zwar keine Katastrophe, bedeutet jedoch immernoch, dass 75% bis 80% Ihrer E-Mails ungeöffnet bleiben.

Seien wir ehrlich: es gibt nicht die eine magische Formel, um die perfekte E-Mail zu entwerfen. Andernfalls hätte es sich sofort überall im Internet verbreitet und wäre nach wenigen Wochen überbeansprucht.

Die Wahrheit ist: Niemand kann die perfekte E-Mail Kampagne für Ihr Unternehmen erraten – es hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab, die wir in diesem Beitrag behandeln werden.

Die einzige Möglichkeit, die effektivsten E-Mails zu entwerfen und zu schreiben, ist, einen A/B Test durchzuführen.

Nicht nur einmal, sondern viele Male.

Auf diese Weise erhöhen Sie erheblich Ihre Chancen, „magische Tricks“ zu entdecken, die Ihre Öffnungs-, Klick- und Antwort-Raten effektiv erhöhen.

Indem Sie E-Mail A/B Testing nutzen, werden Sie außerdem herausfinden, was bei Ihren Interessenten gut ankommt und wie Sie diese ansprechen.

Lassen Sie uns also mit diesem Leitfaden beginnen, indem wir eine einfach Frage beantworten:

Warum ist E-Mail A/B Testing wichtig?

Obwohl E-Mail-Marketing einer der ältesten Online-Marketing-Kanäle ist, bleibt es eine der leistungsfähigsten Lösungen, um ein breites Publikum zu erreichen und Interessenten in Leads oder Kunden zu verwandeln.

Noch wichtiger ist, dass die E-Mail ein Marketing-Kanal ist, der beides ist:

  • Sehr profitabel
  • Erschwinglich
Return on investment of email compared to other channels
Quelle: Neil Patel & EmailMarketingGold

Wie Sie sehen, liefert E-Mail-Marketing durchschnittlich 40 US-Dollar für jeden ausgegebenen Dollar. Dies ist eine erhebliche Verbesserung im Vergleich zu Display-Kampagnen oder Banneranzeigen.

Lassen Sie uns schauen, wie A/B Tests im Email Marketing Ihrem Unternehmen wirklich helfen kann:

Es wird Ihre Öffnungs- und Klickraten verbessern

Nach den ersten A/B-Tests sollte Ihr Unternehmen damit beginenn, Trends und allgemeine Faktoren zu identifizieren, die zu höheren Öffnungs- und Klickraten führen.   

Das bedeutet, dass Sie mehr Seitenaufrufe, aber auch mehr Klicks auf Ihrer Website oder Online-Formularen erhalten, was uns zu unserem zweiten Punkt führt.

Es wird Ihre Conversions erhöhen und Umsatz generieren

Mit einer Marketing-Automatisierungssoftware können Sie Ihre Funnel- und Trafficquellen analysieren. Dies ist entscheidend, um festzustellen, wie viele E-Mails tatsächlich zu Leads oder Verkäufen geführt haben.

Wenn Sie das wissen, erhalten Sie eine genaue Einschätzung Ihres ROI für E-Mail-Marketing. Dies ist ein guter Anfang, um Conversions und Einnahmen weiter zu steigern.

Von dort aus können Sie zusätzliche Tests für Ihre E-Mail-Kampagnen durchführen, um mehr Umsatz zu erzielen.

Sie wissen, was für Ihre Zielgruppe funktioniert

Wie wir bereits in unserer Einführung erwähnt haben, sind nicht alle Branchen in der E-Mail Statistik identisch.

In der Zwischenzeit haben Ihre Interessenten höchstwahrscheinlich spezielle Bedürfnisse und Fragen, die auf eine bestimmte Art und Weise angegangen werden müssen – was die meisten Vermarkter nicht beim ersten Versuch tun können.

Nachdem Sie einige schlüssige Tests durchgeführt haben, werden Sie in Kürze wichtige Unterschiede feststellen, die den Erfolg Ihrer E-Mail-Marketingkampagnen ausmachen.

Mit A/B-Tests können Sie angepasste E-Mails erstellen, die zu Ihren Interessenten passen und mehr Engagement erzeugen.

Sie werden Zeit und Geld sparen

Obwohl E-Mail-Marketing nicht der teuerste Online-Kanal ist, kostet es dennoch viel Geld, E-Mails an eine große Zielgruppe zu senden und angepasste Grafiken, Landing Pages und Formulare zu erstellen.

Mit E-Mail A/B-Tests sparen Sie Zeit und Geld, indem Sie schnell das Erfolgsrezept in Ihrer Branche ermitteln und wichtige Änderungen implementieren, die zu besseren Ergebnissen führen.

Welche Elemente in meinen E-Mails sollte ich als erstes einem A/B-Test unterziehen?

An diesem Punkt fragen Sie sich wahrscheinlich, wie Sie einen ordnungsgemäßen A/B-Test für E-Mails einrichten und Insights gewinnen, was funktioniert und was nicht.

Um Ihnen dabei zu helfen, haben wir eine Liste der 8 wichtigsten Elemente zusammengestellt, die zu erheblichen Verbesserungen Ihrer E-Mail-Kampagnen führen könnten:

Betreff & Preheader

A/B test email subject & preheader

Betreffzeilen und Preheader bilden den einzigen Kontaktpunkt, bevor eine E-Mail geöffnet wird.

Daher sind sie äußerst wertvolle Bestandteile, die trotz ihrer Größe viel Aufmerksamkeit erfordern.

Merken Sie sich: Ihre Betreffzeilen und Preheader werden bestimmen, ob Ihre E-Mails geöffnet werden oder nicht.

Die optimale Länge für E-Mail Betreffzeilen sind durchschnittlich zwischen 60-70 Zeichen, nicht mehr.

Sie können versuchen, verschiedene Parameter für Ihre Betreffzeilen einzustellen, darunter:

  • Satzbau (versuchen Sie die Satzstellung zu ändern)
  • Tonfall (neutral, freundlich, provokativ)
  • Länge (probieren Sie kürzer und länger)
  • Personalisierung (versuchen Sie, den Vornamen zu integrieren)

Preheader werden normalerweise aus der ersten Zeile Ihrer E-Mail abgerufen. Da Ihr Sinn für E-Mail-Marketing nun jedoch geschärft ist, können Sie versuchen, gezielt Preheader zu erstellen, die die meisten E-Mail-Tools jetzt unterstützen.

Wenn Sie Ihre eigenen Preheader erstellen können, versuchen Sie, ergänzende Informationen zu verfassen und fügen Sie relevante Wörter hinzu, die die Neugier Ihrer potenziellen Kunden auslösen könnten.

Verschiedene Tage und Uhrzeiten

Aus verschiedenen Gründen führen E-Mail-Kampagnen nicht zu denselben Ergebnissen, je nachdem, wann Sie sie versenden.

Anfänger könnten versuchen, E-Mails an verschiedenen Tagen einer Woche zu versenden: GetResponse berichtet, dass an Dienstagen die beste Öffnungsrate erreicht wird im Vergleich zum Rest der Woche. Auch wenn der Unterschied relativ klein ist (19,9% an Dienstagen im Vergleich zu 16,9% an Samstagen).

Da Studien „gefälscht“ sein können und kulturelle Unterschiede diese Daten verändern können, ist es wichtig, dass Sie verschiedene Tage ausprobieren, um herauszufinden, welche für Ihr Unternehmen am besten geeignet sind.

Ebenso gibt es Studien wie die von MailChimp und HubSpot, die tendenziell einen bestimmten Trend für eine optimale Sendezeit zwischen 10 und 11 Uhr aufweisen.

Optimal sending time for your email campaigns
Quelle: MailChimp

Wenn Sie dies wissen, könnten Sie versuchen, Ihre Kampagne an verschiedene Tageszeiten anzupassen, nur um zu sehen, ob die Eine eine bessere Leistung erzielt als die Anderen.

Länge

Die Länge Ihres E-Mail Textes kann einen signifikanten Einfluss auf das Verhalten Ihrer Leser haben, je nachdem, was diese gewöhnt sind.

Bei mehreren Studien, in denen alle einen schwerwiegenden Rückgang unserer Aufmerksamkeitsspanne feststellen, kann es sich lohnen, ein oder zwei Absätze zu löschen, nur um zu sehen, ob Ihre E-Mail eine bessere Leistung erzielt.

Ein allgemeiner Ratschlag ist, unkompliziert zu sein und unnötige, überstrapazierte Werbesprüche rauszunehmen.

Natürlich hängt die optimale Länge Ihrer E-Mail überwiegend von den Erwartungen Ihrer Interessenten und den E-Mail Praktiken Ihrer Branche ab.

In der Modebranche geht der Trend in Richtung auffällige, ausdrucksstarke Bilder mit wenig Text, die oft einen sehr einfachen Call-to-Action (CTA) aufweisen.

Im Gegenteil dazu können B2B E-Mails absichtlich lang sein und Aufzählungslisten sowie mehrere Call-to-Actions enthalten.

Visuals

Da unser Gehirn einfach visuelle Darstellungen liebt (lesen Sie hier die vollständige Studie), kann das Hinzufügen von ansprechenden visuellen Inhalten zu Ihren E-Mails eine sehr wirksame Methode sein, um Ihre Leser stärker zu motivieren.

Add engaging visuals to your emails campaigns
House of Fraser, Quelle: PiktoChart

Ähnlich wie bei der Länge werden Bilder nicht die gleiche Effizienz in allen Branchen aufweisen.

Durch das Hinzufügen zu vieler visueller Elemente kann der Leser tatsächlich von der Kernbotschaft abgelenkt werden, was dazu führt, dass Ihre Call-to-Actions ignoriert werden.

Wenn Sie eine klare Vorstellung davon haben möchten, ob Bilder an Ihre E-Mail-Marketing-Bemühungen angepasst sind, versuchen Sie einfach, eine Version A ohne Bildmaterial (aber mit derselben Betreffzeile, demselben Text und denselben CTAs) auszuführen, im Gegensatz zu einer Version B, die Bildmaterial enthält: Sie werden sehen, welche Leistung besser ist.

Persönlicher werden

Das Anwenden einer freundlicheren, eher beiläufigen Tonart und des Textes kann die Art und Weise, wie Ihre Leser Ihre E-Mail-Aktivitäten wahrnehmen, häufig verändern.

Mit den neuesten E-Mail-Tools können Sie dynamisch Vor- und Nachnamen in Ihre E-Mails einfügen. Dadurch entsteht ein Gefühl der Personalisierung, das die meisten Menschen mögen.

Der Text

Es gibt zwar kein Geheimrezept, um einen perfekte Text zu schreiben (da dieser auch von Ihren individuellen Zielen abhängt), Sie können jedoch versuchen, verschiedene Versionen mit A/B-Tests zu testen, indem Sie nur den Text verändern: dies kann zu erheblichen Änderungen Ihrer Conversion Rate führen.

Wenn Sie unterschiedliche Hypothesen zu den Erwartungen Ihrer Leser formuliert haben, erstellen Sie zwei Texte, die auf dem erwarteten Verhalten basieren, und senden diese an dieselbe Mailing-Liste, um zu sehen, welcher Text die anderen übertrifft.

Call-to-Actions & Buttons

Ob Hypertexte, Bilder oder Schaltflächen, das Design und der Text Ihrer CTAs können schwerwiegende Folgen für die Wahrscheinlichkeit haben, dass Ihre Leser auf sie klicken.

Wenn Sie ausführliche A/B-Tests für CTAs durchführen möchten, vergleichen Sie die verschiedenen Farben und Formate, um zu sehen, ob sich eine von den anderen abhebt.

Falls das keine statistisch signifikanten Ergebnisse liefert, können Sie versuchen Ihre Value Proposition zu ändern, z.B. das Angebot hinter Ihrem Call-to-Action.

Die besten Methoden für E-Mail A/B-Testing

Nachdem wir uns mit den wichtigsten Elementen befasst haben, die mit E-Mail A/B-Tests getestet werden können, werfen wir einen Blick auf die 4 bewährten Vorgehensweisen, die vor dem Ausführen von E-Mail A/B-Tests berücksichtigt werden sollten.

Ein Ziel im Kopf haben

Das Definieren von Zielen vor dem Durchführen von A/B-Tests ist eine enorme Zeitersparnis für jeden Marketer.

Tatsächlich ist es sehr wichtig, dass wir als Marketingfachleute Hypothesen formulieren, die auf den erhobenen Daten basieren.

  • Sie müssen die Öffnungsrate erhöhen:
    In diesem Fall sollten Sie sich hauptsächlich auf Ihre Betreffzeile und Preheader konzentrieren: dies sind die beiden Hauptelemente, die diese Metrik beeinflussen werden.
  • Sie müssen Ihre Click-Through-Rate, Downloads und Abonnements erhöhen:
    Wenn Sie das Engagement erhöhen möchten, testen Sie alle Inhalte, wie z. B. den Text, den Ton, die Grafik und den Call-to-Action, da sie alle zu einer Erhöhung der Klicks, Abonnements oder Einkäufe führen können.

One-way vs. multivariates Testing

Bei A/ B-Tests bedeutet das Hinzufügen mehrerer Variablen in Ihren Tests, dass Sie eine ständig wachsende Stichprobengröße benötigen, um statistisch relevante Ergebnisse zu erhalten.

Wenn Sie zwei Versionen mit mehreren Varianten vergleichen, ist es außerdem schwierig, relevante Ergebnisse zu erzielen, da Sie nicht wissen, welches Element eine Erhöhung oder Verringerung Ihrer Schlüsselmetrik auslöste.

Wenn Sie eine kleine Stichprobengröße haben, empfehlen wir generell, jeweils eine Variable zu testen.

Es gibt jedoch Fälle, in denen Sie zwei völlig unterschiedliche Versionen Ihrer E-Mail testen möchten: Sie können dies ganz einfach tun, da der „Gewinner“ für zukünftige Benchmarks oder als Vorlage für Ihre nächsten A/B-Tests verwendet werden kann.

Gleichzeitig vs. zu unterschiedlichen Zeiten testen

Obwohl Sie Ihre E-Mails definitiv auf Basis von Tag und Zeit testen können, vermeiden Sie das Senden von Varianten zu unterschiedlichen Zeiten. Sie wissen nicht, ob die Änderungen durch die Zeit oder den E-Mail-Inhalt verursacht wurden.

Ergebnisse verfolgen und auf Ihren Erkenntnissen aufbauen

Es macht keinen Sinn, Ihre E-Mails A/B zu testen, wenn Sie nicht aktiv Ihre Kampagnen-Ergebnisse im Nachhinein verfolgen.

Es gibt 4 Einheiten, die sie verfolgen sollten, um Erfolg zu messen:

  • Öffnungsrate
  • Click-through Rate
  • Rücklaufquote
  • Nachfolgende Conversion Rate

Für die meisten Kampagnen werden Öffnungsraten und Click-through Raten Ihr wesentlicher Performance Indikator sein und Sie sollten jede sinnvolle Veränderung verfolgen, egal ob positiv oder negativ.

Bei bestimmten Kampagnen (z. B. Lead-Generierungs- und E-Commerce-Werbeangeboten) werden Sie auch die Conversion Rate Ihres Call-to-Action Buttons aktiv verfolgen wollen.

Vereinfacht gesagt sollten Sie den Umsatz oder die Anzahl der auf Ihrer Website ausgeführten E-Mail-Analysen nachverfolgen, um Ihren ROI zu messen.

In diesen Szenarien erfassen Sie echte Conversions und nicht die Anzahl der geöffneten E-Mails, die Ihnen wesentlich mehr greifbare Daten für Ihre Marketinganalyse liefern.

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A/B Testing durchführen ohne Ihre SEO-Maßnahmen zu gefährden

A/B Testing ist eine effektive Methode, um die User Experience auf Ihrer Website und die Möglichkeit, User in Kunden zu verwandeln, zu verbessern.

Während Änderungen an Ihrer Website das Verhalten Ihrer Nutzer beeinflussen können, werden sie auch von Suchmaschinen-Crawlern, insbesondere von Google, gesehen. Letzteres ist in der Lage, JavaScript zu interpretieren, die Scripting-Technologie hinter vielen A/B-Tests.

Als A/B-Testing Experten werden wir oft gefragt, welche Auswirkungen A/B-Testing auf die organischen Suchrankings unserer Kunden hat. Wenn SEO nicht berücksichtigt wird, kann eine A/B-Testkampagne die Sichtbarkeit der Website beeinflussen, insbesondere bei Tests, die auf URL-Weiterleitungen basieren.

In diesem Beitrag möchten wir die A/B-Testing Best Practices für SEO aufzeigen und Ihnen dabei zu helfen, erfolgreiche Conversion Optimierung umzusetzen, ohne Ihre Rankings und den Website-Traffic zu gefährden.

Allgemeine SEO Empfehlungen

Um anzufangen, lassen Sie uns ein paar allgemeine Empfehlungen von Google anschauen.

Google akzeptiert A/B-Testing voll und ganz und ermutigt sogar dazu, wenn es auf die Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit abzielt. Google bietet außerdem sein eigenes A/B-Testing Tool an, das JavaScript verwendet, um das DOM (Document Object Model) zum Erstellen von Seitenvariationen zu manipulieren.

Auf dem Blog teilt Google die Regeln, die beachtet werden müssen, damit die Algorithmen Ihrer Website nicht benachteiligt werden. Die Hauptregel betrifft das Öffnen Ihres Tests für die Google-Roboter, die auf derselben Version Ihrer Seiten navigieren müssen wie Ihre Besucher.

Eine der ersten Best Practices für SEO ist also, den Bot von Google nicht von Ihren A/B-Tests auszuschließen. Selbst wenn Ihre A/B-Testlösung einige erweiterte Benutzer-Targeting-Funktionen wie die Erkennung von Benutzeragenten bietet, verwenden Sie diese nicht, um den Google-Bot auszuschließen.

Es wird außerdem empfohlen, dass Sie den Benutzern keine zu unterschiedlichen Seiten anzeigen. Zum Einen ist es schwieriger zu erkennen, welche Elemente einen größeren Einfluss auf die Conversion Rate hatten. Zum Anderen kann Google die beiden Versionen für unterschiedlich halten und diese Aktion als Manipulationsversuch interpretieren. Sie könnten im Ranking nach unten fallen, oder im schlimmsten Fall kann dies dazu führen, dass Ihre Website vollständig entfernt wird.

Abhängig von Ihren Zielen kann der A/B-Testaufbau unterschiedlich sein und jede Art von Vorgehensweise kann sich auf SEO auswirken.

Best Practices für A/B-Tests mit URL-Umleitungen

A/B-Tests mit URL-Umleitungen, auch Split Tests genannt, sind eine dieser Methoden. Anstatt einen WYSIWYG-Editor (What You See Is What You Get) zu verwenden, um Ihre Variation zu gestalten, leiten Sie die Benutzer auf eine völlig separate Seite um, die oft auf Ihrer Website gehostet wird und eine eigene URL hat. Die Verwendung dieser Methode ist gerechtfertigt, wenn Sie viele Änderungen an Ihrer Seite vornehmen müssen, z.B. wenn Sie ein anderes Design oder ein anderes Landing Page Konzept testen möchten.

Dieser Anwendungsfall ist der Fehleranfälligste und kann einen dramatischen Einfluss auf Ihr Suchmaschinen-Ranking haben, d.h. Ihre ursprüngliche Seite wird aus dem Google-Index entfernt und durch Ihre Variantenseite ersetzt. Um dies zu vermeiden, beachten Sie die folgende Punkte:

  • Blockieren Sie Googles Bots niemals über die Datei robots.txt Ihrer Website mit dem Befehl ‚Disallow‘ oder durch Hinzufügen des Befehls Noindex auf Ihren alternativen Seiten. Die Erste verhindert, dass Bots den Inhalt der Zielseiten lesen, während die Zweite verhindert, dass sie die Seiten zum Index von Google hinzufügen. Es ist ein häufiger Fehler, da der Herausgeber der Website befürchtet, dass die alternative Version in den Ergebnissen erscheint. Wenn Sie die folgenden Anweisungen befolgen, gibt es keinen Grund dafür, dass Ihre alternative Version anstelle Ihrer Originalversion besser im Ranking ist.
  • Platzieren Sie ein kanonisches Tag auf der Variantenseite und setzen Sie den Wert auf die Originalseite. Dies sagt Google, dass die Originalseite diejenige ist, die sie berücksichtigen und den Internetnutzern anbieten muss. Suchmaschinen-Bots werden verstehen, dass Seite B keinen Mehrwert hat im Vergleich zu A, der einzigen Version, die indiziert werden muss. Im Falle eines Tests auf einer Reihe von Seiten (z.B. wenn Sie 2 Produktseitenversionen in Ihrem Katalog testen möchten), müssen Sie diesen Abgleich für jede Seite einrichten.
  • Leiten Sie Besucher über eine 302- oder JavaScript-Umleitung um, die beide von Google als temporäre Umleitungen interpretiert werden. Mit anderen Worten, die Suchmaschine betrachtet es als eine vorübergehende Änderung Ihrer Website und ändert ihren Index nicht entsprechend.
  • Wenn ein Redirect-Test abgeschlossen ist, müssen Sie die Änderungen, die sich als nützlich erwiesen haben, dauerhaft aufnehmen. Die ursprüngliche Seite A wird dann geändert, um die neuen Elemente aufzunehmen, die die Conversion fördern. Seite B kann unterdessen entweder mit einer 301 (permanent) oder 302 (temporär, wenn die Seite für andere Tests verwendet wird) auf Seite A umgeleitet werden.

Best Practices für Standard A/B-Tests

Die Anwendung eines JavaScript-Overlays ist bei weitem der häufigste Weg, um A/B-Tests durchzuführen. In diesem Fall sind Ihre Varianten nicht mehr oder weniger als Änderungen, die spontan beim Laden der Seite in den Browser des Benutzers übernommen werden. Die A/B-Testlösung verwaltet den gesamten Prozess von der JavaScript-Code-Interpretation von Änderungen, die Sie über einen Grafikeditor vorgenommen haben, bis hin zur Datenerfassung, indem sie Benutzer zufällig einer der Varianten zuordnet und diese Zuordnung während des gesamten Tests berücksichtigt. In diesem Fall ändern sich Ihre URLs nicht und Änderungen erfolgen nur im Client-Browser (Chrome, Firefox, Internet Explorer, etc.).

Diese Art von A/B-Test gefährdet Ihre SEO-Aktivitäten nicht. Obwohl Google durchaus in der Lage ist, JavaScript-Code zu verstehen, werden diese Änderungen kein Problem darstellen, wenn Sie nicht versuchen, ihn auszutricksen, indem Sie ihm einen anfänglichen Inhalt zeigen, der sich stark von dem unterscheidet, der den Usern präsentiert wird. Stellen Sie daher sicher, dass:

  • die Anzahl der Elemente, die von dem Overlay aufgerufen werden, angesichts der Gesamtseite begrenzt ist und dass der Test weder die Struktur noch den Inhalt der Seite überarbeitet.
  • Die Overlays löschen oder verbergen keine Elemente, die für das Ranking der Seite wichtig sind und verbessern ihre Legitimität in den Augen von Google (Textbereiche, Titel, Bilder, interne Links, etc.).
  • Führen Sie das Experiment nur so lange wie nötig durch. Google weiß, dass die Zeit, die für einen Test benötigt wird, je nachdem, wie viel Traffic die getestete Seite erhält, variiert. Sie sollten es vermeiden, Tests für eine unnötig lange Zeit auszuführen, da sie dies als Versuch der Täuschung interpretieren können, insbesondere wenn Sie einem großen Prozentsatz Ihrer Nutzer eine Contentvariante zur Verfügung stellen.

Tipps:
Es ist zwar besser, Overlay-Phasen zu vermeiden, die auf Seiten, die Traffic generieren, zu stark sind. Sie haben jedoch die völlige Freiheit für Seiten, die von Google-Bots nicht durchsucht werden oder die keine SEO-Vorteile bieten (Konto- oder Warenkorbseiten, usw.). Zögern Sie nicht, auf diesen Seiten neue Optimierungen zu testen, die für Ihre Conversion Rate entscheidend sind!

Was ist mit Mobile SEO?

Die Verwendung Ihrer A/B-Testlösung zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit auf mobilen Geräten ist ein Anwendungsfall, dem wir manchmal begegnen. Dies ist ein besonders sensibler Punkt für SEO, seitdem Google seine Mobile First Indexierung eingeführt hat.

Bisher basierte der Ranking-Algorithmus von Google in erster Linie auf dem Inhalt der Desktop-Version einer Website, um sie sowohl in den Desktop- als auch in den mobilen Suchergebnissen zu positionieren. Mit dem Mobile First Indexing-Algorithmus dreht Google diese Logik um: Die Suchmaschine verwendet nun den Inhalt der mobilen Seite als Ranking-Signal und nicht mehr die Desktop-Version, unabhängig vom Gerät.

Daher ist es besonders wichtig, dass Sie aus UX-Gründen keine Elemente aus der mobilen Navigation entfernen, die für SEO von entscheidender Bedeutung sind, wie zum Beispiel das Entfernen von Top-Inhalten, die auf dem Smartphone zu viel Platz beanspruchen.

Kann Personalisierung Auswirkungen auf SEO haben?

Einige A/B Testingtools bieten auch umfangreiche Funktionen zur Benutzerpersonalisierung an. Mit AB Tasty können Sie beispielsweise durch benutzerdefinierte Szenarien die Einbindung der Benutzer steigern. Je nach Profil Ihrer Besucher oder ihrer Journeys auf Ihrer Website können Sie ihnen ganz einfach Nachrichten oder ein personalisiertes Browsing-Erlebnis anbieten, das ihnen bei der Konvertierung eher hilft.

Können sich diese Praktiken auf Ihre SEO-Bemühungen auswirken? Wie bei A/B-Tests mit JavaScript ist die Auswirkung von SEO nur begrenzt, einige Sonderfälle sollten jedoch berücksichtigt werden.

Das Hervorheben von benutzerdefinierten Inhalten mit einem interstitial (Pop-In) ist beispielsweise eine Herausforderung in Bezug auf SEO, insbesondere auf mobilen Geräten. Google hält es seit Januar 2017 für schädlich für die Nutzererfahrung, da der Inhalt der Seite nicht leicht zugänglich ist. Daher müssen personalisierte Interstitials an die Erwartungen von Google angepasst werden. Andernfalls gehen Sie das Risiko ein, dass Ihre Website ihr Ranking und den daraus resultierenden Traffic verliert.

Beachten Sie, dass Google rechtliche Interstitials zu tolerieren scheint, die den Großteil des Bildschirms beanspruchen (Informationen zu Cookies, Altersverifizierung usw.), für die es keine Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung gibt.

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Wie die Ladezeit einer Seite wirklich Ihre Conversion beeinflusst

Kann ein einziger Faktor wie die Seitengeschwindigkeit einen großen Unterschied machen, wenn es um Conversions geht?

Mehr als Sie vielleicht erwartet hätten.

Laut einer Studie von Akamai  kann eine Verzögerung von zwei Sekunden in der Ladezeit die Bounce Rate tatsächlich um mehr als 100% erhöhen.

Richtig gelesen, Ihre Abbruchrate kann sich verdoppeln, was bedeutet, dass Sie eine enorme Anzahl an Besuchern direkt am Anfang verlieren.

How slow website load time can impact your conversions
Das könnte Ihre Webseite sein.

Als wäre das nicht genug, berichtet dieselbe Studie, dass mehr als 40% der Besucher, die eine schlechte Erfahrung mit einer Internetseite gemacht haben, ihren Freunden oder Familienmitgliedern davon erzählen würden.

Kurz gesagt, die langsame Ladezeit wirkt sich nicht nur auf Ihre eingehenden Besucher aus, sondern hindert auch zukünftige Besucher möglicherweise daran, auf Ihrer Website einzukaufen.

Das Hauptproblem in Bezug auf die Ladezeit ist, dass den meisten Marketern die Wichtigkeit der Verbesserung der Ladezeit um ein paar Millisekunden nicht bewusst ist: es ist einfach nicht greifbar genug.

Infolgedessen wird die Ladezeit häufig von den meisten Online-Retailern in ihren jährlichen Prioritäten übersehen, da sie sich auf andere “greifbare” Verbesserungen, wie das Design, SEO, Social Media, bezahlte Werbung, etc. konzentrieren.  

Und das ist ein Fehler. Studien und Daten von Industriegiganten und Experten haben alle gezeigt, dass die Ladezeit einer Seite direkten Einfluss auf die Conversion, Seitenaufrufe, SEO und direkte Einnahmen hat.

Um Ihnen zu helfen, die Auswirkungen der Seitenladezeit auf die Conversion zu ermitteln und zu quantifizieren, haben wir einige zusätzliche Erkenntnisse zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen, die Auswirkungen auf die Verbesserung der Seitengeschwindigkeit besser zu verstehen.

Lesen Sie weiter, es lohnt sich.

Ladezeit beeinflusst die User Experience

Haben wir schon erwähnt, dass Online Shopper lange Ladezeiten hassen?

Falls nicht, hier ein interessanter Fakt: laut Stress-Testerspezialist Dotcom-Monitor werden “75% aller User abbrechen, wenn die Ladezeit der Seite die 3-Sekunden-Marke überschreitet.“

Neben der Bounce Rate spielt außerdem die Ladezeit eine Rolle, wenn es um Kundenzufriedenheit geht: Aberdeen weist darauf hin, dass eine zusätzliche Sekunde Ladezeit zu einer um 16% niedrigeren Kundenzufriedenheit führt. Das ist einfach verrückt.

Eine verlängerte Ladezeit von nur ein paar Sekunden endet in unglaublich negativen Ergebnissen hinsichtlich Ihrer Fähigkeit, Ihre Besucher zu motivieren und sich für einen guten Kundenservice einzusetzen, während etwa 45% aller Online-Käufer erwarten, dass eine Website innerhalb von 2 Sekunden geladen wird.

Wenn die Seitengeschwindigkeit beeinflusst, wie Kunden mit Ihrer Webseite interagieren, hat es auch einen direkten Einfluss auf die Kaufwahrscheinlichkeit.

Wie die Website-Geschwindigkeit Ihren Umsatz direkt beeinflusst

Wenn Ihre Seite von Geschwindigkeitsprobleme geplagt ist, gibt es keinen Zweifel, dass Sie zahlreiche potenzielle Kunden auf Ihrer Webseite verlieren sowie viele Verkäufe.

Und zu diesem Punkt sollten wir nicht vergessen, was wir über unzufriedene Kunden gesagt haben: 40% von diesen würde nicht zögern, von ihren Online Shopping Erfahrungen zu erzählen.

In Bezug auf dieselben unzufriedenen Kunden merkt HubSpot an, dass 80% von ihnen mit geringerer Wahrscheinlichkeit wieder auf derselben Website einkaufen: dies ist ein enormer Verlust an potenziellen wiederkehrenden Besuchern.

Und im E-Commerce braucht man wiederkehrende Besucher: es ist ein Schlüsselelement des Customer Lifetime Values, da sie laut Business Insider bis zu 48% aller Transaktionen ausmachen.

Um zu ermitteln, wie wichtig die Seitengeschwindigkeit in Bezug auf die Conversions ist, hat Walmart eine beeindruckende Analyse hinsichtlich des Online-Umsatzes und des Verhaltens der Kunden bei verschiedenen Seitenladezeiten erstellt.

Sharp decline in conversion rate as average site load time increases from 1 to 4 seconds.

Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse: Sie stellten fest,  dass die “Conversion Rate deutlich abnahm, sobald die durchschnittliche Ladezeit der Website von 1 auf 4 Sekunden anstieg.”

Während die Conversion Rate zwischen 5 und 8 Sekunden Ladezeit konstant bleibt; beachten Sie wie groß der Unterschied für die User ist, die Ladezeiten von unter 3.5 Sekunden hatten.

Natürlich können nicht alle Webseiten mit dem Umsatzvolumen von Walmart übereinstimmen, und das ist vollkommen in Ordnung.

Es gibt immer noch große finanzielle Vorteile, die sich aus der Verbesserungen der Seitengeschwindigkeit ergeben; unabhängig von Ihrem Umsatz.

Website-Geschwindigkeit beeinflusst Ihre Online Sichtbarkeit (SEO)

Infosnack aus der kleinen Welt des SEO: die Geschwindigkeit von mobilen Seiten wurde ab Juli 2018 zu einem offiziellen Ranking-Faktor in den Suchergebnissen (Quelle: Search Engine Journal).

Da mehr als 50% des weltweiten Traffics in 2018 über Mobiltelefone generiert wurde, ist es einfach zu verstehen, wie wichtig die mobile Ladezeit einer Seite für alle Online-Unternehmen geworden ist.

Statistic: Percentage of all global web pages served to mobile phones from 2009 to 2018 | Statista
Mehr Statistiken auf Statista

Google ist sich des rasanten Anstiegs des mobilen Datenverkehrs bewusst und hat seinen Mobile-First-Index 2017 eingeführt. Dies bedeutet, dass die Suchmaschine Websites jetzt in erster Linie nach mobilen Leistungsfaktoren und nicht nach der Desktop-Leistung rankt.

Mobile page speed now directly affects SEO game
Quelle: Moz

Einfach ausgedrückt bedeutet dies, dass die Geschwindigkeit Ihrer mobilen Seite jetzt direkt Ihr SEO-Spiel beeinflusst: dies könnte Ihren Rankings schädigen.

Was ist die perfekte Ladezeit?

In Bezug auf die perfekte Ladezeit meint Google, dass 53% der mobilen Besucher eine Seite wieder verlassen, wenn diese länger als 3 Sekunden zum Laden braucht: das sollten Sie anstreben.

Hinter dem Vorhang ist die hässliche Wahrheit eher besorgniserregend: Google weist darauf hin, dass die durchschnittliche Ladezeit einer mobilen Landingpage im Bereich von 20 Sekunden liegt: Millionen von Websites sind weit von der idealen Ladezeit entfernt.

3 kostenlose Tools, um Ihre Website Geschwindigkeit zu messen

Wenn Sie bis hierhin mitgelesen haben, wollen Sie vermutlich einen schnellen Überblick über Ihre Website Geschwindigkeit und das ist absolut in Ordnung.

Hier finden Sie 3 kostenlose Tools, die Ihnen dabei helfen, die Stolpersteine ​​zu ermitteln, die die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website einschränken, um Ihre Seitengeschwindigkeit zu verbessern:

  1. Google PageSpeed Insights
  2. GT Metrix
  3. PingDom

Diese 3 Tools sind kostenlos und benutzerfreundlich: geben Sie einfach Ihre URL ein und schon erhalten Sie eine schnelle Analyse.

Wenn Sie nach weiteren Insights über die Website Geschwindigkeit suchen, schauen Sie doch mal bei Google’s PageSpeed Rules vorbei, sodass Sie direkt etwas unternehmen können.

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6 starke kognitive Verzerrungen im Marketing für mehr Umsatz

Die menschliche Psychologie ist ein komplexes, tiefgehendes Thema, das selbst bei den heutigen wissenschaftlichen Bemühungen immer noch ein Rätsel bleibt. Auch wenn die meisten Menschen sich selbst als rational bezeichnen, die Wahrheit sieht anders aus: die meisten Menschen handeln nicht rational.

Quelle: Unsplash

„Warum?“ fragen Sie sich vielleicht.

Weil das menschliche Verhalten auch Emotionen, Gefühle, soziale Interaktionen und natürliche Instinkte zum Überleben, Leben und Gedeihen voraussetzt.

Im Laufe unseres Lebens sammeln wir Wissen, Erinnerungen und Erfahrungen, die uns helfen, Informationen zu verarbeiten und Einschätzungen sowie Entscheidungen zu treffen. Selbstverständlich verändert sich unser Verhalten, wenn wir älter werden und uns in unserer Gesellschaft entfalten – es ist eine Never-Ending Story.  

Wir sind deutlich komplizierter als Computer oder Maschinen. Und das ist ok so.

Es liegt in der Natur des Menschen tief sozial zu sein: wir neigen dazu, mit, von und für andere Menschen zu leben. Darum tendieren wir, kognitive Verzerrungen für unsere Entscheidungsfindung zu nutzen.

In diesem Artikel werden Sie lernen, dass die meisten kognitiven Verzerrungen entweder auf der Wahrnehmung oder Kognition basieren – unsere Fähigkeit, Dinge zu erleben und Informationen zu verarbeiten.

But first things first, lassen Sie uns mit einer kurzen Definition beginnen:

Was sind kognitive Verzerrungen?

Definition: Kognitive Verzerrungen sind psychologische Abweichungen von der Rationalität, die durch Verzerrungen verursacht werden, die unser Gehirn formuliert, wenn es um Urteil, Wahrnehmung, Gedächtnis und Entscheidungsfindungen geht.

Obwohl ihre Klassifizierung nach wie vor Kontroversen und Diskussionen unterliegt, werden sie von Wikipedia wie folgt klassifiziert:

  • Decision-making, belief and behavioral bias
  • Social biases
  • Memory biases

Lassen Sie uns ohne weitere Umschweife nun darüber sprechen, wie kognitive Verzerrungen im Marketing zur Steigerung von Umsatz und Gewinn eingesetzt werden.

Der Illusion of Truth Effekt

Was ist das?

Der illusorische Wahrheitseffekt beschreibt die Tendenz, Aussagen und Informationen, die zuvor bereits gehört worden, als wahr anzusehen.

Quelle: Foto von Laurent Naville auf Unsplash

Unabhängig von der Gültigkeit einer Aussage, stimmen Personen dieser eher zu, nachdem sie sie mehrmals gesehen oder gehört haben.

Da die Wiederholung ein Gefühl der Vertrautheit erzeugt, neigen Menschen eher dazu, vertrauten Aussagen zu glauben – solchen, die sie regelmäßig wahrnehmen oder hören.

Wie wird das im Marketing angewendet?

Der illusorische Wahrheitseffekt ist in verschiedenen Bereichen anwendbar, wie zum Beispiel in der Politik, im Marketing und in der Werbung.

Unternehmen nutzen den Illusion-of-Truth-Bias zu ihrem Vorteil, indem sie einfach zu verarbeitende Nachrichten erstellen und sie immer wieder wiederholen.

Ein bekannter Slogan. Quelle

Um diese kognitiven Verzerrungen auf reale Szenarien anzuwenden, nutzen Marketer diverse Techniken wie Slogans, wiederholte Anzeigen und Retargeting, um einen “Loop-Effekt” im Kopf der Kunden zu erzeugen.

Vertrauen kommt von Vertrautheit – eine wiederholte Werbebotschaft wird langsam zur Wahrheit oder zu einer allgemein anerkannten Aussage.

Der In-Group Bias

Was ist das?

Der In-Group Bias beschreibt die Tendenz, Mitglieder einer Gruppe gegenüber Außenseitern zu bevorzugen.

Dieser kognitive Bias, der tief in der Sozialpsychologie verwurzelt ist, drängt Mitglieder einer Gruppe dazu, andere Personen, die ebenfalls als Mitglieder dieser Gruppe wahrgenommen werden, bevorzugt zu behandeln.

Folglich können Mitglieder der Gruppe Verhaltensmerkmale entwickeln, die sich auf die Ressourcenzuteilung, die Kommunikation und die Wahrnehmung auswirken können.

Quelle: Foto von rawpixel auf Unsplash

Wie wird das im Marketing angewendet?

Zu einer sozialen Gruppe zu gehören ist ein soziales Bedürfnis, das zwei menschlichen Belangen entspricht: unserem Selbstwertgefühl und der Wahrnehmung unserer sozialen Identität.

Bei der Verwendung im Marketing kann der In-Group Bias ein starkes Tool sein, um den Vertrieb, den Gewinn, die Markenbekanntheit und Markenloyalität zu erhöhen.

“Hey, hast du das neue iPhone XS?” Quelle: Reuters and Business Insider

Das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gruppe zu erzeugen ist ein extrem wirkungsvolles Tool für Unternehmen, dass sowohl für B2B als auch B2C Unternehmen genutzt werden kann.

Wenn richtig umgesetzt, werden Mitglieder Ihrer Community geneigter dazu sein:

  • Mehr und unbewusster auszugeben – Die Forschung hat gezeigt, dass der In-Group Bias die Ressourcenverteilung beeinflusst: Personen fühlen sich besser, wenn sie ihr Geld für Produkte oder Dienstleistungen ausgeben, die sie mit anderen Menschen verbinden. Sie sind auch weniger zögerlich, für diese Geld auszugeben.
  • Anderen von Ihrem Geschäft/ Produkt/ Dienstleistung zu erzählen – Es sind keine besonderen Neuigkeiten – Menschen neigen dazu, mit ihren positiven Erfahrungen zu prahlen, und Gruppenerfahrungen bringen normalerweise positive Gefühle mit sich.

Siehe Fortnites Beispiel des In-Group-Bias.

Es gibt eine Menge Videospiele, die sich stark auf den In-Group-Bias verlassen haben, um die durchschnittlichen Ausgaben pro Nutzer und den Gesamtumsatz zu steigern.

Quelle

Das Spiel “Fortnite” von Epic Games erzielte im April 2018 einen unglaublichen Durchschnittswert von 58 US-Dollar pro Nutzer, der in einem einzigen Monat fast 300 Mio. US-Dollar einbrachte.

Ihr Geheimnis?

Eine riesige Community, die von einer enormen Anzahl von YouTube- und Twitch-Streamern unterstützt wird und eine echte Leidenschaft für das Spiel auslöste. Das hat viele neue Spieler angezogen und dazu gebracht, echtes Geld für In-Game Einkäufe auszugeben, die jeder sehen kann, nämlich die Fortnite-Community.

Der Authority Bias

Was ist das?

Der Authority Bias – bekannt durch Stanley Milgrams Experiment (1961) – besagt, dass Menschen dazu tendieren, der Meinung einer autoritären oder als Spezialist eingeschätzten Person einen höheren Wert zuzuschreiben.

Zudem hat der Autoritätsbias ebenfalls gezeigt, dass sich Menschen tendenziell stärker von den Informationen einer autoritären Figur beeinflussen lassen, unabhängig vom tatsächlichen Inhalt der Information.

Wie wird das im Marketing angewendet?

Obwohl auch Politiker diesen Bias nutzen, wird er von Marketern als Waffe genutzt, um potenzielle Kunden zu überzeugen.

Das bekannteste Beispiel für den Authority Bias kann in der Werbung gefunden werden: Wie oft haben Sie einen Arzt oder Zahnarzt gesehen, der Sie davon überzeugen wollte, dass dies das richtige Produkt für Ihre Gesundheit ist?

Quelle

Sie haben es erraten, der Authority Bias schlägt erneut zu.

Diese Technik ist weit verbreitet in der Werbung und in Marketing Kampagnen – denken Sie nur an die zahlreichen “Experten” und “Promis”, die in der Werbung eingesetzt werden.

Stripes nutzt Case Studies von autoritären Marken. Quelle

Wenn Sie im B2B Business arbeiten, denken Sie daran, dass Autorität viele Formen annehmen kann: Sie können sich autoritäre Publikationen zum Ziel setzen oder Case Studies von renommierten Unternehmen nutzen, um Ihre Markenwahrnehmung zu verbessern.

Der Anchoring Bias

Was ist das?

Der Anchoring Bias beeinflusst den Entscheidungsprozess und ist bekannt für seine Auswirkungen auf die Preisverhandlungen.

Es ist die Tendenz einer Person, die erste Information zu bevorzugen, die sie erhalten, wenn sie Entscheidungen treffen – auch bekannt als Anker – vor allen nachfolgenden Informationen.

Quelle: UnSplash

Ein Anker ist im Wesentlichen ein Startpunkt, von dem alle weiteren Diskussionen, Entscheidungen und Verhandlungen ausgehen. Es kann sich um einen Bereich, einen Preis oder jegliche Art von Information handeln. Preise sind jedoch das am häufigsten genannte Beispiel für diesen Bias.

Wie wird das im Marketing angewendet?

Bei der Festlegung von Preisen oder bei der Bearbeitung neuer Angebote und Designs, können clevere Marketer anhand des Ankerbias feststellen, ob ihre Ideen mit den Erwartungen der Kunden übereinstimmen oder nicht.

Diese Technik kann tolle Ergebnisse erbringen, da die große Mehrheit der Konsumenten vielen Werbeanzeigen und “Ankern” ausgesetzt ist. Es könnte also an der Zeit sein, Ihren eigenen Anker zu erstellen.

Xiaomis Beispiel des Anker Bias

Ende 2018 brachte Xiaomi das Pocophone F1 auf den Markt: ein Aushängeschild, ein erschwingliches Smartphone, das Preis-Benchmarks für einen ganzen Markt neu definierte.

Quelle: Google

Als es herauskam, bezeichneten Bewertungen und technikaffine Influencer das neue Smartphone von Xiaomi als „Schnäppchen des Jahres“.

Quelle YouTube

Dank des Pocophone F1 nutzte Xiaomi den Ankerbias, um einen neuen „Anker“ für den Smartphone-Markt der mittleren Preisklasse festzulegen: Die Kunden erwarten jetzt nahezu ausschließliche Spezifikationen zu einem erschwinglichen Preis, auch von anderen Herstellern.

Der Hyperbolic Discounting Bias (oder Present-Bias)

Was ist das?

Der Hyperbolic-Discounting Bias – auch bekannt als Present-Bias – ist eine kognitive Verzerrung, die dazu führt, dass Menschen sofortige Auszahlungen gegenüber späteren Auszahlungen bevorzugen.

Wenn man zwei positiven Ergebnissen ausgesetzt ist, entwickelt der Mensch kurzfristige Präferenzen und wählt sehr wahrscheinlich dasjenige aus, das früher eintreten wird.

Infolgedessen neigen Menschen dazu, inkonsistente Entscheidungen zu treffen, die ihr zukünftiges Selbst bereuen würde, da sie zum Zeitpunkt des Entscheidungsprozesses eine Tendenz zum aktuellen Moment haben.

Wie wird das im Marketing angewendet?

Marketers haben lange Zeit den Present-Bias genutzt, um mit den Bedürfnissen und Wünschen der Verbraucher zu spielen.

Weil wir die Gegenwart bevorzugen, können clevere Marketer sofortige Freuden und direkte Bedürfnisse bewerben, sodass wir jetzt kaufen.

Beispielsweise ist die Bezahlung mit Kreditkarten eine häufige Folge des Hyperbolic Discounting Bias: viele Menschen würden sich lieber dafür verschulden, um einen Fernseher jetzt zu kaufen (und Zinsen zahlen) statt zu warten bis sie über genug Geld verfügen.

Eine 24-monatige Finanzierung kann eine verlockende Option sein, einen Fernseher jetzt zu kaufen.

Um den Present-Bias effektiv zu nutzen, betonen Marketer zwei Hauptmerkmale:

  • Die greifbaren Vorteile (Was ist jetzt für mich drin?)
  • Die Benutzerfreundlichkeit (wie leicht und wie schnell ist es?)
Quelle: BuildFire

BuildFire ist ein Online Tool, mit dem Sie Ihre eigene mobile Anwendung entwickeln können, ohne den üblichen Aufwand: Es sind weder Codierungen erforderlich, noch müssen Entwickler eingestellt werden.

Das gesamte Exemplar der Website konzentriert sich auf den Hyperbolic Discounting Bias: Sie können Ihre App jetzt verwenden, ohne zu viel Geld auszugeben und ohne lange warten zu müssen.

Quelle: BuildFire

Das Ziel von BuildFire ist es, auf der gesamten Website sofortige Gewinne und massive Einsparungen zu demonstrieren, damit Sie jetzt handeln.

Der Observer-Expectancy Effekt

Was ist das?

Der Beobachter-Erwartungseffekt ist eine kognitive Verzerrung, die durch die Tendenz eines Forschers definiert wird, ein Experiment aufgrund seiner eigenen kognitiven Verzerrung unbewusst zu beeinflussen.

Der Erwartungseffekt hängt mit dem Bestätigungsfehler zusammen – zum Beispiel die Tendenz, Informationen zu suchen und zu bevorzugen, die bereits mit unseren Überzeugungen übereinstimmen, führt dazu, dass Marketingexperten und Forscher in ihren eigenen Experimenten Vorurteile setzen.

Wie wird das im Marketing angewendet?

Marketing (und in diesem Zusammenhang digitales Marketing) erfordert Forschung und Experimente, um höheren Umsatz zu erreichen und die Conversions zu steigern.

Als Marketer entwickeln wir Annahmen und Hypothesen, die auf unserem Wissen und unseren vergangenen Erfahrungen basieren.

Viele Marketingfachleute wissen jedoch nicht, dass ihre eigenen Annahmen ihre Experimente verzerren oder verfälschen können. Wir versuchen oft einen bestimmten Punkt zu beweisen und beeinflussen unsere Tests dabei.

Auf diese Weise führen Marketer oft inhärent voreingenommene Experimente durch: Sie versuchen sich selbst zu beweisen, dass sie richtig liegen, anstatt ein tatsächliches Experiment durchzuführen.

Hier kommt A/B Testing ins Spiel.

Durch die korrekte Verwendung von A/B-Tests können Markter statistisch relevante Experimente mit beliebigen Stichproben und fairer Zuordnung durchführen. Einfach ausgedrückt: A/B-Tests können ein leistungsfähiges Mittel sein, um die Observer-Expectancy zu Ihrem Vorteil zu nutzen. Sie können Ihre Annahmen statistisch überprüfen und Ihren Umsatz drastisch steigern – oder sich als falsch herausstellen und mit Ihrer nächsten Annahme fortfahren.

Ein A/B testing Beispiel

Quelle: How Long Should Your A/B Tests Last?

Schauen Sie sich die Grafik oben an.

Zunächst könnte man denken, dass die Variation (=die blaue Linie) die Kontrollversion (=grüne Linie) übertroffen hätte. Im Laufe der Zeit stellte sich jedoch heraus, dass die Variation und die Kontrollversion tatsächlich die gleiche Leistung zeigten. Ohne diesen 18-tägigen A/B-Test hätte ein Marketer die ersten Ergebnisse leicht für einen eindrucksvollen Anstieg der Conversions halten können, obwohl der Test ihn langfristig als falsch erwiesen hat.

Das war’s für unsere erste Einführung in kognitive Verzerrungen im Marketing.

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„Above the Fold“ vs. „Below the Fold“: Zählt das heute immer noch?

„Above the fold“ bleibt ein wichtiger Bestandteil im Design von Webseiten, auch wenn dieser Begriff mit jedem Jahr komplexer wird. Webseiten, die ihren Benutzern eine gute Experience bieten wollen, sollten dieses Konzept immer noch verstehen und berücksichtigen, auch wenn es nicht mehr als so entscheidend gilt, wie es einmal war.

Was ist „above the fold“?

Das Konzept „above the fold“ reicht Jahrhunderte zurück bis hin zu den Anfängen der Druckerei. Zeitungen wurden gefaltet, sobald sie im Zeitungskiosk ankamen, da sie auf großen Blättern gedruckt wurden. Somit war nur die obere Hälfte der Zeitung für Passanten direkt zu sehen.

Die Zeitungsindustrie verstand schnell, dass sie Schlagzeilen, Inhalte und Bilder auf der oberen Hälfte der Titelseite präsentieren mussten, um Aufmerksamkeit zu erregen. Dieses Grundprinzip gilt auch für digitale Inhalte.

Webseiten haben natürlich keinen fühlbaren Knick wie Zeitungen, der „fold“ bezieht sich hier auf die Scrollbarkeit.

Alles was nicht unmittelbar sichtbar ist und scrolling benötig, wird als „below the fold“ gesehen. Leider ist die digitale Version von „above the fold“ nicht ganz so einfach zu definieren wie die gedruckte Version.

Dimensionen

Für eine Webseite sollte demnächst über deren Dimensionen und wie diese auf den Leser wirken nachgedacht werden. Nicht alle Screens sind gleich. Zusätzlich wird jede Seite durch die weite Verbreitung von Tablets und Smartphones in sehr verschiedenen Ausführungen angezeigt. Weitere Themen sind hier Bildschirmauflösungen und Browser Plug-Ins.

Die Dimensionen von Smartphones sollten hierbei besonders berücksichtigt und durchdacht werden, vor allem da deren Nutzung seit 2016 die von Desktops übertrifft. Smartphones, genauso wie ihre Screens, werden in verschiedensten Formen und Größen produziert; im Gegensatz zur einheitlichen Zeitung ist der „fold“ hier ein sehr viel schlechter definierbares Konzept.

Online Tools zur Definition von „above the fold“ Platzierung

Es gibt viele kostenlose Online-Tools die Sie benutzen können, um Ihre Webseite visuell zu testen und einzelne Aspekte an verschiedenen Stellen bezogen auf den „fold“ zu platzieren. Sie sind sehr hilfreich um eine greifbare Idee des Layouts zu erhalten, zeigen aber nur eine oberflächliche Präsentation der Webseite und keine ausführliche Analyse. Daher wird empfohlen, eine vollständige Websiteoptimierung durchzuführen.

Best Practices

Auch wenn es keine festen Regeln für „above the fold“-Platzierung gibt, können ein paar Best Practices als hilfreiche Guidelines dienen. Manche davon basieren auf gesundem Menschenverstand, wie zum Beispiel die Platzierung des interessantesten Inhaltes „above the fold“. Andere Empfehlungen beziehen sich auf die bereits genannten Dimensionen wie zum Beispiel die standardisierte 1.000 Pixel breite/ 600 Pixel hohe „fold“-Größe bei 1,024/768px Screens. Die meisten Bildschirmgrößen sind heute allerdings größer, daher ist eine entsprechende Anpassung Ihrer Webseite wichtig.

Man sollte auch im Hinterkopf behalten, dass Best Practices nicht in Stein gemeißelt sind. Webseiten wurden lange wie die Titelseite einer Zeitung designt, was zu einer Art Schablone wurde und dazu geführt hat, dass die meisten Seiten gleich aussehen. Neuentwicklungen wie vertikales Scrolling (oder Klicken) bedeuten, dass das Konzept von „above the fold“ sprichwörtlich auf den Kopf gestellt wird und sich das Nutzererlebnis sehr viel natürlicher anfühlt.

Manche Webseiten haben das „above the fold“ Konzept komplett aufgegeben und Seiten designt, die überhaupt keinen Inhalt unterhalb des „folds“ haben, und somit das Problem komplett gelöst. Diese „kompakten“ Designs sind ästhetisch für das Auge und passen für alle Bildschirmgrößen.

https://designmodo.com/scrolling-web-design/

Einer der größten Fehler von Webseiten ist, wenn sie einen „False Bottom“, also ein falsches Ende der Seite anzeigen. Dabei bietet eine Seite mehr Informationen, die durch Scrolling erreicht werden können; dass diese Informationen existieren ist für den Besucher aber nicht sichtbar. Das ist der Worst Case. Ein „fold“ muss kein Hindernis sein, er sollte natürlich fließen und den Besucher einnehmen.

Call To Actions „above“ oder „below the fold“?

Eine der Mythen im „above the fold“-Design ist die Best Practice, einen Call to Action (CTA) immer so zu platzieren, dass er sofort sichtbar ist. Dies ist, wie vieles rund um dieses Thema, eine Vereinfachung des Konzepts. Wo ein CTA platziert werden sollte hängt von mehreren Faktoren ab, entscheidend zum Beispiel von:

  • Überzeugten Besuchern
  • Unsicheren Besuchern, die Ihr Produkt kennen – oder wenn die Proposition einfach ist
  • Unsicheren Besuchern, denen eine komplexe Proposition gezeigt wird

Überzeugte Besucher sind diejenigen, die sehr wahrscheinlich auf den CTA reagieren, da sie schon vor dem Besuch der Webseite ihre Entscheidung zum großen Teil bereits getroffen haben. Hier haben bekannte Marken Vorteile, ein überzeugter Besucher braucht wenig Informationen über ein Produkt oder einen Service. In diesen Fällen hat die Platzierung eines CTAs über dem „fold“ eher praktische Gründe.

Im Fall von unsicheren Besuchern, die den CTA einfach verstehen oder etwas Vorwissen über das Produkt oder den Service mitbringen, ist die Platzierung des CTAs über dem „fold“ aus den oben bereits erwähnten Gründen im allgemeinen Best Practice, auch wenn die informativen Inhalte hier auch wichtig sind.

Für unsichere Besucher, die mit einer komplexen Proposition konfrontiert werden, wie einem Produkt oder Service, das für sie nicht offensichtlich vorteilhaft ist, ist die Platzierung des CTAs über dem „fold“ nicht ausreichend. Sie benötigen eine tiefergehende Erklärung, warum sie dem Call to Action folgen sollen. Hier kann die Positionierung zu Beginn aufdringlich wirken.

Einfach gesagt sollte der CTA dort platziert werden, wo der Besucher am ehesten überredet werden kann, die gewünschte Aktion durchzuführen.

Platzierung von Werbung

Es sollte immer klar sein, dass der Großteil der Aufmerksamkeit „above the fold“ gerichtet sein wird, egal wie taktisch Sie Ihre Webseite designen. Sollte man daher, um Werbeeinahmen zu erhöhen, diesen Bereich mit Werbung pflastern? Die Antwort ist nein. Google Algorithmen bestrafen dieses Verhalten schwer, Sie könnten damit das Ranking Ihrer Webseite stark beschädigen, wenn Sie nicht vorsichtig sind. Zusätzlich können Sie so wichtige Informationen nicht nur „below the fold“ schieben, sondern potentiell auch über die Geduld des Besuchers hinaus.

Die Platzierung von Werbung ist eine komplexe Balance, welches Wissen über Bounce Rates, sowie Analysen von Engagements und Nutzerverhalten erfordert. Diese Entscheidungen werden am besten getroffen, wenn man die richtigen Daten zur Hand hat.

Warum „above the fold“ wichtig ist

An diesem Punkt sollte klar geworden sein, dass das „above the fold“-Design wichtig und unverzichtbar, gleichzeitig aber auch komplex ist. Daher sollte man Ratschlägen, die von Absoluten sprechen, misstrauisch gegenüber treten. Man kann sicherlich sagen, dass die heutigen Nutzergewohnheiten sich stark von denen aus der Anfangszeit des Internets unterscheiden. In den 1990ern lasen die meisten „Surfer“ selten unterhalb der „fold“, durch langsame Verbindungsgeschwindigkeiten und sich langsam aufbauenden Webseiten. Heutzutage benutzen User viel eher das Scroll-Rad ihrer Maus.

Dies führt glücklicherweise dazu, dass vollgestopften Seiten, bei denen die Informationen über dem „fold“ gehäuft werden, aussterben. Heutzutage sind minimalistische, elegante Designs, die dem Besucher erlauben selber zu entdecken, was die Seite zu bieten hat, viel häufiger.

Eine kürzlich durchgeführte Google-Studie hat gezeigt, dass Werbung, die „above the fold“ liegt, eine Sichtbarkeit von 73% erreicht, während die „below the fold“ nur 44% erreicht. Hier sollte allerdings berücksichtigt werden, dass Inhalt, der den Besucher abholt, diese Lücke stark verkleinert, und Werbung hierfür ein Hindernis sein kann. Wie bei diesem Thema bereits üblich, sind Kontext und Balance die wichtigsten Faktoren, die es zu beachten gilt.

 

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Wie die Erstellung von Personas helfen kann, Ihre Webseite zu personalisieren

Personas sind eines der wichtigsten Marketinginstrumente, die ein Unternehmen in der gegenwärtigen Zeit hat. Es ist umfassend genug, sodass es nicht diverse Ressourcen benötigt, wie sie für die Personalisierung erforderlich sind. Trotzdem ist es spezifisch genug, um Designteams zu informieren und die Aufmerksamkeit und Loyalität der Kunden zu gewinnen. Es benötigt kreatives Denken, konkrete Daten und ein tiefes Verständnis von Kundenmerkmalen, Anforderungen und Erwartungen.

Was ist eine Persona

Eine Buyer-Persona ist eine umfangreiche, fiktive Figur, die ein Unternehmen aus Daten erstellt und die sich auf die Bedürfnisse, Wünsche, Merkmale und Ziele seiner Kunden beziehen. Obwohl eine Persona keine echte Person ist, basiert sie auf realen Eigenschaften der Kundenbasis eines Unternehmens und kann abhängig von der durchgeführten Untersuchung auch potenzielle Kunden umfassen.

Personas schränken im Wesentlichen die Parameter ein und verstärken den Fokus der Geschäftspraktiken auf die spezifischen sowie umfassenden Bedürfnisse ihrer Kunden. Dies geschieht, indem Hauptgruppen gebildet werden, die die Hauptnutzer einer Webseite und deren Bedürfnisse repräsentieren.

Persona vs. Kognitive Stile

Es besteht eine gewisse Verwirrung zwischen der Definition eines kognitiven Stils und der einer Persona. Dies wird weiter verwirrt durch die Tatsache, dass nur wenige Definitionen des kognitiven Stils miteinander vereinbar sind und dass zwischen diesem Konzept und dem von Personas einige Überschneidungen bestehen.

Wie zuvor beschrieben, sind Personas umfangreiche, fiktive Figuren, die helfen, die Parameter für verschiedene Aspekte eines Unternehmens und dessen Zielgruppe oder Kundenbasis zu definieren. Kognitive Stile hingegen sind Denkstile, ein Persönlichkeitsmerkmal, wenn man so will, das beschreibt, wie eine Person bestimmte Informationen wahrnimmt. Als solches ist es deutlich komplexer und individueller. Im Gegensatz zu Personas sind kognitive Stile fest verdrahtet und daher unveränderlich. In der Praxis hat eine Person wenig mit kognitiven Stilen zu tun, jedoch können kognitive Stile die Erstellung einer Persona, neben anderen Daten, beeinflussen.

Vorteile durch das Erstellen von Personas

Personas zu erstellen hat viele Vorteile, wenn das richtige Forschungsniveau durchgeführt wurde.
In gewisser Weise sind Buyer-Personas eine Methode der Vereinfachung.

Wenn ein Unternehmen einmal die umfangreichen Bedürfnisse und Erwartungen seiner Kunden verstanden hat, kann es dementsprechend handeln. Durch diese Einschränkung der Parameter kann die Aufmerksamkeit auf relevante Bereiche mit spezifischen Ideen gerichtet werden.

Beispielsweise kann das Design einer Webseite von Wireframe bis zum Farbschema mit den richtigen Daten verfeinert werden, um das gesamte Designteam darüber zu informieren, was erforderlich ist. Währenddessen können neue Ideen unter Berücksichtigung der Kundenbedürfnisse verfolgt werden, anstatt Ideen zu implementieren, die auf Vermutungen und einem reinen Bauchgefühl basieren.

Arten von Personas

Buyer-Personas werden normalerweise in verschiedene Arten unterteilt und hängen stark von den Zielen des Unternehmens ab, das sie erstellt. Es gibt einige Überschneidungen bei Personas, jedoch gibt es vier am häufigsten definierte Personas:

  • Goal Personas
  • Role Personas
  • Engaging Personas
  • Fictional Personas

Goal Personas

Eine der einfachsten, jedoch wichtigsten Personas, ist die zielorientierte Persona. Diese sagt überwiegend vorher, was der Kunde in einem Produkt oder einer Dienstleistung sucht. Die zielorientierte Persona wurde zu einem bestimmten Grad bereits auf Grundlage von Daten definiert. Die Persona selbst (die Art der Persona, die von der Gruppe definiert wurde), das Szenario (welches im Wesentlichen die Erzählung der Interaktion beschreibt – wo, wie und warum) und das Ziel selbst, das die Motivation und Bedürfnisse der Persona darstellt.

Role Personas

Die Persona, die von den vier Rollen am stärksten von Daten abhängt, ist die Rollen Persona. Es gibt einige Überschneidungen mit der Ziel Persona, da sie sehr verhaltensorientiert ist, jedoch aus einer anderen Perspektive betrachtet. In gewisser Hinsicht ist die rollenbasierte Persona eine empathischere Sichtweise, wenn sie die Rolle des Nutzers betrachtet und nicht dessen Wünsche und Probleme, mit denen er konfrontiert wird. Was benötigt zum Beispiel die Rolle der Persona? Wie genau wird das Produkt genutzt und in welcher Umgebung? Was sind die Belastungen und die Anforderung der Personarolle im Geschäftsalltag? Diese Persona benötigt sowohl qualitative als auch quantitative Daten und muss daher sehr spezifisch sein. In diesem Sinne kann es sich auch auf die Personalisierung auswirken. Mehr dazu später.

Engaging Personas

Eine der Gefahren beim Erstellen von Personas ist die Tendenz, diese in einen Stereotyp zu verwandeln. Ein Stereotyp ist die Verwendung von Annahmen, um Personen oder sogar Gruppen basierend auf vorherigen Ideen und nicht auf Daten, in gewisse Cluster zu stecken. Genau das Gegenteil von dem, was Personas sind. Anspruchsvolle Personas stellen grob gesagt, einen Mix aus der rollen- und zielbasierten Persona dar und werden von den Designer dazu genutzt, die Persona zu vervollständigen, um einen runden Charakter zu bilden. Die einnehmende Persona ist die einfühlsamste der Personas. Sie wird durch die Beschreibung der Gefühle und Hintergründe erstellt, während Geschichten geschaffen werden, die den Designern helfen, Ideen zu formulieren, die die Kunden auf einer tieferen Ebene ansprechen.

Fictional Personas

Zwar sind alle Personas in dem Sinne fiktiv, dass sie Charaktere sind, die erstellt wurden, um Hauptgruppen zu repräsentieren, sie basieren jedoch auf konkreten Daten. Fiktive Personas hingegen werden anhand des UX-Designs erstellt und basieren auf ihren Erfahrungen mit Kunden. Von fiktiven Personas wird grundsätzlich angenommen, dass sie auf einer fundamentalen Ebene fehlerhaft sind, da bei ihrer Erstellung diverse Annahmen mit einbezogen werden. Allerdings kann durch die Einbeziehung des Designteams in den Entscheidungsprozess eine gewisse Weisheit erreicht werden, sodass diese wahrscheinlich nicht in den Daten auftauchen.

Wie werden Personas erstellt?

Es ist eine Sache zu verstehen, wie Personas funktionieren, jedoch eine völlig Andere zu verstehen, wie Personas erstellt werden. Wie bei allem, was zu Beginn komplex erscheint, ist es wichtig, das Ganze Schritt für Schritt anzugehen.

Wo fängt man an?

Kunden-Personas sollten ganz zu Beginn eines Projektes erstellt werden. Dies erfordert etwas Planung, aber wie bei der vielfach verwendeten Analogie eines Hausbaus, sollte als erstes das Fundament gebaut werden, nicht das Dach.

Wie es generell zu Beginn bei der Planung eines Projektes ist, ist die Definition der Ziele wichtig. Dadurch wird wiederum definiert, welche Art und wie viele Personas benötigt werden. Jedes Projekt ist einzigartig, aber die eine feste Regel in Bezug auf Personas ist die Einbeziehung der Hauptgruppen für die Internetseite. Außerdem sollte bedacht werden, dass Personas keine wirklichen Individuen sind, sondern fiktiv erstellte Individuen, die diese Hauptgruppen repräsentieren.

Von hier an dreht sich alles um Forschung. Finden Sie heraus:

  • Wie verhalten sich Ihre Kunden?
  • Wer sind diese?
  • Warum nutzen sie Ihre Webseite?
  • Was sind ihre Erwartungen?

Woraus besteht eine Kunden-Persona?

Jede Kunden-Persona besteht aus verschiedenen Eigenschaften, die bis zu einem gewissen Grad von dem Unternehmen, den Zielen des Projekts und dem Zweck der Webseite abhängen. Es gibt jedoch einige bewährte Elemente, die beim Erstellen von Personas allgegenwärtig bleiben.

Als erstes gibt es die Persona Gruppe, die die Arbeitsrolle enthalten kann, wie zuvor beschrieben. Dazu gehören Verantwortlichkeiten und Probleme, mit denen eine Person möglicherweise im Alltag konfrontiert wird. Ein weiterer wichtiger Faktor wird die Demographie sein. Diese beinhaltet das Alter, Nationalität, Geschlecht, Identität und den Familienstand. Ziele sind eine wichtige Säule bei der Erstellung von Personas, da sie die zuvor genannten inhärenten und statusbasierten Merkmale verfeinern und weiter personalisieren, sodass Sie eine genauere Persona erstellen können. Zuletzt kann auch die Umwelt ein großer Faktor sein, insbesondere wenn die Dienstleistung international ist.

Best Practices für das Erstellen von Käufer Personas

Auch wenn jedes Projekt unterschiedlich sein mag, gibt es einige Anwendungstipps, die für fast jedes Projekt relevant sind. Zunächst einmal, Personas sind fiktiv. Diese jedoch so real wie möglich und dadurch so verständlich wie möglich zu gestalten, bedeutet, dass sie dem Designteam dabei helfen werden, sich bei der Entwicklung der Webseite an der Persona zu orientieren, für die sie die Website erstellen.

In der Regel ist es am besten, drei bis fünf Personas (manchmal bis zu sieben) pro Projekt zu erstellen, da diese Anzahl das Spektrum an Eigenschaften enthält, das erforderlich ist, um tatsächliche und potenzielle Kunden zu repräsentieren.

Einer der häufigsten Fehler bei der Erstellung von Personas besteht darin, in die Stereotypisierung überzugehen. Das ist zu einem gewissen Grad auch nachvollziehbar, da versucht wird, eher mit allgemeinen als mit individuellen Merkmalen zu arbeiten. Wie zuvor bereits erwähnt sind Stereotype Annahmen, die gedankenlos sind und auf Tendenzen beruhen, sowohl implizit als auch explizit. Generalisierungen sind jedoch nicht explizit Stereotype und werden bei Personas durch konkrete Daten gebildet.

Beispiele

Jede Persona sollte einen Namen erhalten, der zu ihr passt. Sie können auch ein typisches Profilbild hinzufügen, das die Persona im weitesten Sinne darstellt.

Die Persona sollte vollständig und glaubwürdig sein, das bedeutet jedoch nicht, dass sie komplexe psychologische Profile entwickeln müssen. Personas reichen von ziemlich umfangreich bis sehr detailliert, sollten jedoch niemals über das Verständnis Ihres Teams oder das Verständnis Ihrer Kunden hinausgehen. Vermeiden Sie es daher, zu persönlich zu werden.

User persona

Achten Sie auf die Verwendung des Profilbildes, um ein Gefühl für den Charakter zu erzeugen.

 

Buyer persona example

Der detaillierte Abschnitt über das Kaufverhalten unterstützt E-Commerce-Experten bei der Erstellung präziser, sowie detaillierterer Informationen, um auf einer tieferen Ebene zu informieren.

 

Buyer persona example for retail

Personas können einem Unternehmen helfen, sich auf Gruppen zu beziehen, die nicht unbedingt ihre eigenen sind. Auf diese Weise kann ein Unternehmen über Millennial Kunden informiert werden, unabhängig davon, ob sie zu derselben Generation gehören oder nicht.

Wie verwende ich Personas

Nachdem Sie Käufer Personas erstellt haben ist der nächste Schritt, diese zu implementieren. Dies beinhaltet die Vermeidung einiger Fallstricke, die das gesamte Projekt entgleisen oder zumindest die Bemühungen zu einer Zeit- und Ressourcenverschwendung machen können.

Die erste Hürde tritt häufig auf, bevor das Projekt in Gang gesetzt wurde. Für einige gibt es ein inhärentes Misstrauen gegenüber Personas, in der Regel von Stakeholdern oder dem Management, die der Meinung sind, dass Menschen nicht durch die breiten Grundzüge definiert werden können, die zur Erstellung von Personas gehören. Dies ist an sich ein Missverständnis: Personas sollen nicht wie bei Personalisierungstechniken als Individuen erscheinen, sondern sind hilfreiche Parameter, auf die sich Ideen fokussieren können. Eine Möglichkeit, um dies vermeiden, ist die Darstellung der riesigen Datenmenge, die in die Erstellung der einzelnen Persona und in die Denkprozesse, aus denen sie entstehen, einfließt.

Fundamentale Missverständnisse darüber, was eine Persona ist und wie sie implementiert werden sollte, ist für das UX-Designteam besonders giftig. Eine der schlimmsten Fehler bei der Implementierung von Personas ist der Versuch, eine zuvor erfolgreiche Persona für ein neues Projekt zu verwenden. Dies ist genauso als würde man versuchen, einen quadratischen Stift in ein rundes Loch zu stecken, es funktioniert einfach nicht. Personas mögen umfangreich und repräsentativ sein, aber sie sind auch einzigartig.

Personas in der Web-Personalisierung

Wie bereits erwähnt, sind Personas keine Personalisierung. Obwohl es einige Überschneidungen gibt und ihre Ziele ähnlich sind, wird bei genauerer Betrachtung jedoch klar, dass die beiden gegensätzlich sind. Allerdings können Personas ein äußerst hilfreicher erster Schritt zum Verständnis der komplexen Welt der Personalisierung sein und, was noch wichtiger ist, ein erster Schritt in diese Richtung.

Wie können Personas für die Personalisierung genutzt werden?

Da es sich bei der Personalisierung um ein mehrstufiges Konzept handelt, ist zu Starten oft ein produktiver Ansatz auf dem Weg zur vollständigen Implementierung. Personas sind eine tolle Möglichkeit dafür, da sie die Vorgehensweise spezifizieren, ohne auf die komplexen Details der Personalisierung einzugehen, wie beispielsweise sehr kleine Daten, Datenschutzbestimmungen und Content.

An dieser Stelle wäre es wohl hilfreich, die Unterschiede zwischen Personas und Segmentierung festzustellen. Die Personalisierung der Zielgruppensegmentierung ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Personalisierung. Es ist spezifischer als eine Person und dadurch komplexer und detailgetreuer bei der Verwendung von Daten. Beispielsweise kann eine Persona verschiedene Eigenschaften und Bedürfnisse einer Gruppe beschreiben (möchte Informationen über vegane Lebensmittelprodukte) während die Segmentierung diese Gruppe weiter unterteilt (möchte Informationen über biologische oder glutenfreie vegane Produkte).

Der Lebenszyklus einer Persona

Buyer Personas sind nicht das Gerüst des Hauses, sie sind die Dekoration, und als solche müssen sie sich mit der Zeit ändern. Viele Dinge können den Lebenszyklus einer Persona beeinflussen. Änderungen in Technologie, Mode, Wirtschaft und Demografie können Änderungen der Persona Profile erforderlich machen. Daher ist es wichtig, stets auf dem Laufenden über jegliche Änderungen zu sein, die erforderlich werden könnten.

Das persona-basierte Konzept der Mass Customization

Die „Mass Customization“ hat in den letzten Jahren enorm zugenommen und bietet Kunden die Möglichkeit, Produkte an ihre Bedürfnisse und ihren Geschmack anzupassen, und ist besonders im Modeeinzelhandel beliebt. Es wächst jedoch als Konzept, da immer mehr Menschen nach Personalisierung suchen, als Ausdruck von Individualität.

Personas sind eines der wichtigsten Instrumente, um Mass Customization Plattformen zu erstellen, da sie spezifisch genug sind, um zu informieren und gleichzeitig umfassend genug, um ein Gefühl der Individualität zu bewahren. Personas können erstellt werden, um die Parameter einer Mass Customization Plattform einzugrenzen, damit diese für den Hersteller handhabbar sind, während sie gleichzeitig die Auswahl bieten, die sich die Kunden im Jahr 2018 wünschen.

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Umsatz pro Besucher: Definition, Formel & Best Practice

Umsatz pro Besucher (Revenue per Visitor = RPV) ist ein extrem effektiver Weg zu messen, wie Ihre Online-Umsätze performen. Unter den zahlreichen Business-Metriken ist er einer der umfassendsten, da eine große Zahl von Blindspots abgedeckt werden, die in vielen anderen Daten-Metriken stecken.

Was bedeutet Umsatz pro Besucher?

Umsatz pro Besucher ist eine Möglichkeit, die durchschnittlichen Einnahmen pro Besucher Ihrer Webseite genau zu bewerten.

Die Berechnung erfolgt in dem die gesamten Einnahmen durch die Anzahl der Besucher in einer bestimmten Zeitspanne geteilt wird. Wenn zum Beispiel Ihre Einnahmen von Januar bis März 20.000€ betragen und sie in dieser Zeit 5.000 Besucher angelockt haben, wäre der RPV 4€. Der RPV funktioniert anders als die Conversionrate (CVR), auch wenn es eine ähnliche Metrik ist, die teilweise dieselben Daten benutzt. Wir werden sehen, dass die CVR nicht so genau ist wie der RPV, und dadurch ein Business in eine Sackgasse führen und sowohl Website-Design als auch Marketingkampagnen beeinflussen kann.

Warum werden Unique Visitors benutzt?

In der Kalkulation des Umsatzes pro Besucher wird nicht die Gesamtzahl der Besucher auf Ihrer Webseite verwendet. Stattdessen werden nur Unique Visitors gezählt, wobei jedes Individuum als ein einzelner Besucher zählt. Anders gesagt werden Besucher gezählt, nicht Besuche. Der Grund liegt darin, dass fast alle Besucher, die zum ersten Mal auf eine Seite kommen, nämlich mehr als 99%, keinen Kauf tätigen werden. Typischerweise vergleichen Nutzer zunächst die Preise und Angebote auf einer anderen Seite oder wollen über ihre Kaufentscheidung noch einmal nachdenken, vor allem wenn diese teuer ist.

Dies kann Ergebnisse stark verdrehen und zu falsch-negative Daten über den pro Besucher erzielten Umsatz führen. Auf der anderen Seite kann es sein, dass Sie durch wiederkehrende Besucher viele Einnahmen generieren, diesen Trend dokumentieren wollen und daher alle Besucher benutzen. Dies hängt auch davon ab, welches Produkt Sie verkaufen und ob Sie sowohl individuelle Gewohnheiten als auch den Umsatz tracken wollen.

Warum sollte ich Umsatz pro Besucher benutzen?

Der RPV ist für diejenigen, die Online-Verkäufe messen wollen, als Metrik sehr viel genauer und aufschlussreicher als die Conversionrate (CVR).

Tatsächlich haben viele Metriken, die im E-Commerce benutzt werden, große Blindspots die zu falschen Entscheidungen durch akkurate, aber unvollständige Daten führen können.

Einfach gesagt trackt die Conversionrate die Prozentzahl der Besucher Ihrer Webseite, die einen Kauf tätigen. Wenn das Produkt oder die Produkte, die Sie verkaufen, den gleichen Preis haben, würde dies ein ganzheitliches Bild über die Performance Ihres Unternehmens liefern. Die meisten E-Commerce Plattformen verkaufen jedoch Produkte von unterschiedlichem Wert. Eine Conversionrate von 3% für einen Fidget Spinner von 2€ zum Beispiel ist ziemlich schlecht; für ein Sofa mit einem Wert von 1000€ ist sie sehr erstrebenswert. Was Sie also brauchen ist eine Metrik, die den durchschnittlichen Bestellwert (Average Order Value = AOV) in Betracht zieht.

Der durchschnittliche Bestellwert ist die durchschnittliche Einnahme, die pro Besucher gemacht wurden. Der bereits erwähnte Fidget Spinner hat einen AOV von nur 6 Cent, das Sofa jedoch einen von 30€. Warum wird also nicht diese Metrik benutzt, um zu berechnen, wie viel ein Unternehmen pro Besucher verdient? Nur weil die Conversionrate einen eingebauten Blindspot hat, heißt das nicht, dass sie eine Metrik ohne Wert ist. Woher wollen Sie wissen, ob Ihre Webseite ihr Potential voll ausschöpft, wenn Sie nur den AOV beachten? Zusätzlich beeinflusst eine niedrige Conversionrate direkt das Ranking Ihrer Webseite. Je tiefer das Ranking desto weniger wahrscheinlich ist es, dass Kunden Sie finden werden. Die Antwort hierauf? Man kombiniere beide Metriken. So entstand der RPV.

Wie man den Umsatz pro Besucher verbessert

Es gibt viele Methoden und Ideen, die dabei helfen, den durchschnittlichen Umsatz pro Besucher zu verbessern; jedoch passt nicht jeder dieser Tipps automatisch zu jeder Situation. Tatsächlich ist ein niedriger RPV nicht immer ein Zeichen für eine schlecht performende Seite. Viel Traffic, der niedrigere Verkäufe und somit einen niedrigen RPV generiert zum Beispiel, kann zu mehr Verkäufen über längere Zeit führen. Daher ist es oft Good Practice, jede Metrik proportional zu anderen Daten zu sehen.

Trotzdem besteht wenig Zweifel an der Stärke und den Erkenntnissen, die der Umsatz pro Besucher bietet. Dazu gehören:

  • Upsells
  • Empfehlungen
  • Bonus-Programme
  • Warenkorberinnerungen
  • Live Chat
  • Optimierung

Upselling

Upsells sind eine Methode, bei der Upgrades oder zusätzliche Produkte zusätzlich zum ursprünglichen Kauf vorgeschlagen werden, und ist seit Anbeginn von Handlungsbeziehungen eine bewährte Methode im Verkauf. Ein Verkäufer im Bereich Technik würde zum Beispiel vorschlagen, 50€ zusätzlich für einen schnelleren Prozessor auszugeben, wodurch eine rasche Überalterung des Laptops in der nahen Zukunft vermieden werden könnte. Oder vielleicht beinhaltet das nächst-höhere Modell, dass nur 70€ mehr kostet, ein kostenloses Upgrade zum neusten Betriebssystem.

Upsells sind ein Balance-Akt, bei dem es wichtig ist dem Kunden das Gefühl zu geben, dass sie etwas Wertvolles erhalten oder es vielleicht dumm wäre, nicht ein wenig mehr auszugeben. Laut einer Studie von Predictive Intent erhöhen Upsells im E-Commerce Business Verkäufe um mehr als 4% und ist 20-mal so effektiv wie nicht passende Empfehlungen.

Empfehlungen

Trotz unserer vorherigen Aussagen sind Empfehlungen ein sehr effektiver Weg um den Umsatz zu erhöhen. Es gibt wenig Zweifel, dass das einfache Suggerieren von anderen Artikeln den Wert des gesamten Warenkorbs erhöht. In welchem Umfang hängt von der Effektivität des Recommendation-Engines ab. Dies kann ein Knackpunkt für kleine Unternehmen mit wenig oder keinen Daten über ihre Kunden sein, denn je mehr Informationen Sie haben, desto besser funktionieren Empfehlungen; ein bisschen gesunder Menschenverstand kann hier allerdings schon Wunder wirken.

Passende Empfehlungen, die zum aktuellen Kauf passen führen zum Beispiel eher zu höheren Gesamtkaufpreisen. Wenn jemand einen Laptop kauft wird das Vorschlagen einer kabellosen Maus oder eines externen Laufwerks wahrscheinlich bessere Ergebnisse erzielen als Stereozubehör.

Bonusprogramme

Es ist schwierig genug, Kunden zu finden; wenn Sie ihre Aufmerksamkeit endlich haben ist es wesentlich eine gute Kauferfahrung und Anreize für eine Wiederkehr zu bieten. Bonusprogramme sind dafür besonders geeignet.

Ähnlich wie Supermarkt Treuepunkte regen diese Systeme Kunden dazu an, auf eine E-Commerce Webseite zurück zu kehren anstatt zu Konkurrenz zu gehen, indem man eine Rückkehr lohnenswert macht. Treuepunkte sind dabei nur eine Methode um Loyalität zu fördern. Exklusive Angebote für wiederkehrende Besucher haben sich als sehr effektiv erwiesen, wenn sie richtig angewandt werden. Das kann besonders in der Weihnachtszeit nützlich sein, wenn Unternehmen am ehesten neue Kunden gewinnen können.

Warenkorberinnerungen

Der Umsatz pro Besucher kann durch diejenigen, die den Kauf mittendrin abbrechen stark verringert werden. Manche Schätzungen zu Warenkorbabbrüchen liegen bei fast 70%. Es gibt viele Gründe, warum dies passieren kann; einige, wie ein zu langer Checkout-Prozess, können durch ein Re-Design von Teilen der Webseite gelöst werden. Was auch immer der Grund ist, es ist möglich einige dieser Fehlschläge in Erfolge umzuwandeln.

Einfache Apps und Email-Kampagnen können diese leicht ablenkbaren User in Großkunden verwandeln; diese Lösungen sind außerdem sehr kosteneffektiv. Das Aufsetzen solcher Apps und Kampagnen ist in der Regel mit geringem Aufwand verbunden und kann zu loyalen Kunden führen, die regelmäßig kaufen.

Live Chat

Abhängig von der Größe eines Unternehmens kann ein Live-Chat Feature den Umsatz in überraschender Weise erhöhen. Zunächst haben Kunden mehr Vertrauen in Webseiten, die eine einfach zu bedienende Kundenservice-Plattform bieten; ein Live-Chat ist hier die praktischste online Ressource.

Weiterhin suchen Kunden nach Absicherung oder mehr Informationen über ein Produkt, vor allem bei größeren Anschaffungen. Diese Absicherung macht es nicht nur wahrscheinlicher, dass ein Verkauf stattfindet, sondern auch, dass Rücksendungen und unbefriedigende Erfahrungen stark reduziert werden.

Außerdem können Sie durch Upsells oder besondere Angebote, die dem Kunden persönlich angeboten werden, zusätzliche Umsätze generieren. Vergessen Sie nicht, auch Ihre Chat-Lösung A/B zu testen. Die Ergebnisse werden Sie überraschen!

Optimierung

Conversion Optimierung ist der Schlüssel zu Best Pratices im E-Commerce und der genauste und datenorientierteste Aspekt für das Verständnis einer gut performenden Webseite. Hierzu gehören zum Beispiel Heatmaps, anhand derer Unternehmen sehen können, mit welchem Teil des Seiteninhalts am meisten interagiert wird oder das Testen von verschiedenen Versionen einer Webseite um festzustellen, welches Setup am Besten funktioniert. Das versteht man unter A/B-Testing.

Optimierung stellt Daten, die über simple Metriken hinausgehen und erlaubt es einem Unternehmen, die Daten auf einem höheren Level zu analysieren und einen Kontext für anderweitig kalte, zusammenhanglose Zahlen zu bieten.

Umsätze im Jahresvergleich kalkulieren

Der Umsatz einer Webseite über ein Jahr ist vergleichsweise einfach zu errechnen. Der Umsatz von Unternehmen A im Jahr 2014 war zum Beispiel 200€ und 2015 250€. Einfach 200€ von 250€ abziehen, übrig bleiben 50€. Danach wird der Gesamtgewinn durch die Ursprungszahl von 2014 geteilt (50 geteilt durch 200), was 0,25 ergibt. Zum Schluss muss diese Zahl mit 100 multipliziert werden, was Ihnen ein Wachstum von 25% gibt.

Für Jahresübergreifende Kalkulationen müssen Sie Excel verwenden, da diese Berechnung, wie Sie sich vorstellen können, nicht ganz so simpel ist. Diese Methode funktioniert für alle Wachstumsberechnungen von mehr als einem Jahr

Jahr Einnahmen
2014 200€
2015 250€
2016  350€

Um das Gesamtwachstum von 2014 bis 2016 zu berechnen, benutzen Sie einfach die oben genannte Formel; allerdings benötigt eine jahresübergreifende Berechnung drei Schritte. Benutzen Sie zunächst die Endjahreszahlen von 2016 und teilen Sie diese dann durch die jährlichen Zahlen von 2014 (350 geteilt durch 200 = 1,75)

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Wie eine Customer Journey Map die User Experience verbessert

Eine Customer Journey Map ist eine visuelle Darstellung der Interaktion eines Kunden mit einem Unternehmen oder einer Website. Sie wird verwendet, um zu definieren, welche Teile dieses Prozesses nicht reibungslos funktionieren, um so das Erlebnis für den Kunden zu verbessern. Bei richtiger Anwendung kann es zu Kundenbindung, positiver Mundpropaganda und einem effizienteren Geschäftsmodell führen.

Customer Journey Definition

Der Begriff Customer Journey bezeichnet die Reise eines (potenziellen) Kunden über verschiedene Kontaktpunkte, d.h. vom ersten Kontakt bis zum Kauf eines Produktes oder einer vergleichbaren, vorab definierten Handlung wie z.B. eine Anfrage, Registrierung oder Bestellung. Dabei werden alle Touchpoints (Berührungspunkte) des Kunden mit der Marke, dem Produkt oder der Dienstleistung, die er bis zur Conversion hatte, berücksichtigt. Zur besseren Übersicht kann die Customer Journey in Form einer Customer Journey Map visualisiert werden.

Was ist eine Customer Journey Map?

Die Customer Journey Map ist ein (meist) visuelles Werkzeug, das Unternehmen hilft, zu verstehen, was ein Kunde durchlebt, wenn er ein Produkt oder eine Dienstleistung von ihnen kauft. Es beschreibt in klaren, prägnanten und visuellen Begriffen die Reise, die jeder Kunde wahrscheinlich durch Käuferpersönlichkeiten und Benutzerdaten erleben wird.

Käuferpersönlichkeiten bilden das Herzstück einer Customer Journey Map und sind umfassende Darstellungen, die als fiktive Charaktere dargestellt werden und auf konkreten Daten und Kundenfeedback basieren. In der Regel erstellt jedes Projekt zwischen drei und sieben Käuferpersönlichkeiten, von denen jede ihre eigene Customer Journey Map benötigt.

Der Zweck der Customer Journey Map besteht darin, so klar wie möglich zu verstehen, was ein Kunde bei der Nutzung Ihrer Website oder Dienstleistung erwartet. Es wird Ihnen auch helfen, die Elemente zu verbessern, die nicht optimal funktionieren, nicht einfach zu navigieren sind und Ihnen zeigen, wie Sie das gesamte Kundenerlebnis verbessern können.

Jede Persona und damit auch die Customer Journey Map selbst sind nicht als perfekte Darstellung der tatsächlichen Interaktionen gedacht. Vielmehr handelt es sich um Mapping der Erfahrung aus der Perspektive jeder Persona. Es ist jedoch zu beachten, dass komplexere Informationen auf der Map möglicherweise auch Text erfordern.

Die Map selbst hebt „Touchpoints“ hervor, die spezifische Phasen der Interaktion des Kunden mit einem Unternehmen sind. Jeder dieser Berührungspunkte – zum Beispiel die Suche nach einem Produkt, die Recherche eines Contents, der Kauf des Produkts, das Warten auf die Lieferung und die Rückgabe bei Unzufriedenheit – kann aus Kundensicht als negativ, neutral oder positiv bewertet werden.

Customer Journey Maps erfordern verschiedene Forschungstechniken, die auf Daten, Kundenfeedback und kreatives Denken setzen. Daher sind keine Maps gleich und jede ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig, die nicht pauschal vereinfacht oder stereotypisiert werden können.

Customer Journey

Wem nutzt eine Customer Journey Map?

Es gibt viele Gründe, warum eine Costumer Journey Map für ein Unternehmen nützlich sein kann. Das Marketing ist heute stark auf den Einzelnen ausgerichtet, die Personalisierung gewinnt in fast allen Bereichen an Bedeutung.

Das bedeutet, dass die Kundenzufriedenheit für ein Unternehmen wichtiger denn je ist und an Loyalität in einem Ausmaß gebunden ist, das es bisher nicht gegeben hat. Die Kunden sind anspruchsvoller, wissen um ihre Möglichkeiten und sind bereit, sich zu informieren.

Durch die Zuordnung jedes der zuvor genannten Berührungspunkte kann eine gut gestaltetes Template für die Customer Journey Map alle Probleme aufzeigen, die Kunden im Prozess der Interaktion mit einem Unternehmen haben könnten. Sie kann auch dazu beitragen, eine Beziehung zu einer Organisation, einem Produkt, einer Dienstleistung oder einer Marke aufzubauen. Dies kann über mehrere Kanäle und über längere Phasen erfolgen.

Sobald eine Template für eine Customer Journey Map erstellt wurde, kann das gesamte Unternehmen den Kunden an der Spitze des Entscheidungsprozesses halten. Mit dem Fokus auf den Kunden und seine Benutzererfahrung (UX) können alle Schwachstellen und Hürden innerhalb der Berührungspunkte der Timeline ausgebügelt werden.

Zusammenführung aller Aspekte des Unternehmens

Ein weiterer Nutzen der Customer Journey Map ist die Zusammenführung aller Abteilungen eines Unternehmens mit Fokus auf das Kundenerlebnis. Zunächst einmal können alle Abteilungen beauftragt werden, jene Fragen zu definieren, mit denen Kunden konfrontiert werden, wenn sie mit ihnen zu tun haben. Das ist durchaus „nicht mal eben erledigt“, da viele Abteilungen möglicherweise nicht an den Umgang mit Kunden gewöhnt sind. Doch die Entscheidungen, die sie treffen, können einen signifikanten Einfluss auf die UX haben. Durch die Schaffung eines allgemeinen Verständnisses, wie sich jeder Touchpoint auf die UX im gesamten Unternehmen auswirkt, können Entscheidungen aus einer empathischeren Perspektive getroffen werden.

Traditionelles Marketing endet am Point of Purchase, aber das Kundenerlebnis hört nicht unbedingt dort auf. Ein Beispiel: vielleicht war der Kauf nicht zur vollen Zufriedenheit des Kunden und er möchte die Ware zurückgeben. Abteilungen, die nicht an Touchpoints vor dem Kauf beteiligt sind, spielen nun eine zentrale Rolle. Wie einfach ist es für den Kunden, die Rückgabeinformationen auf einer Website zu finden? Wenn sie Informationen über die Lieferung oder die Abholzeiten benötigen, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Antwort erhalten, die sie zufrieden stellt? Das erfordert Voraussicht und eine Richtlinie, die die Kundenzufriedenheit in den Mittelpunkt von Design und Organisation stellt.

So erstellen Sie eine Customer Journey Map

Templates für Customer Journeys erscheinen auf den ersten Blick komplex, aber es gibt einige bewährte Methoden, die den Prozess erheblich vereinfachen können.

Darunter:

  • Personas bilden
  • Definition von Berührungspunkten
  • Ausrichtung der Ziele auf jeden Berührungspunkt
  • Entscheiden wo diese Ziele liegen und wo sie nicht erreicht werden
  • Priorisierung von Änderungen

Personas bilden

Personas zu bauen ist an sich eine Methode, auf die wir an dieser Stelle nicht näher eingehen werden, aber im Großen und Ganzen ist dies sicherlich der zeitaufwändigste Teil des Prozesses. Sie erfordert detaillierte Forschung, einschließlich qualitativer und quantitativer Daten, und ist die Grundlage für den gesamten Prozess. Eine Persona ist ein hochgradig relativer und abgerundeter fiktiver Charakter, verallgemeinert aber nicht stereotyp.

Definition von Berührungspunkten

Alle Beispiele für die Darstellung von Customer Journeys sind einzigartig. Denn jeder Sektor, jede Branche, jedes Geschäftsfeld und jede Website ist bis zu einem gewissen Grad einzigartig. Daher ist es unwahrscheinlich, dass Berührungspunkte auf einer Map gleichermaßen für eine andere Map funktionieren. Tatsächlich muss jedes Unternehmen seine Käuferpersönlichkeiten und Kundenkarten anpassen, wenn sich sein Geschäft wandelt. Auch geringe Änderungen können tiefgreifende Auswirkungen auf die Vorlage für die Customer Journey Map haben.

Wie bereits beschrieben, sind Touchpoints Orte auf der Map, an denen der Kunde mit Ihrem Unternehmen oder Ihrer Website interagiert. Diese sollten sorgfältig überdacht werden und alle Aspekte des Unternehmens einbeziehen. Bei der UX kann es stets sein, dass Sie von dem Input scheinbar unbeteiligter Abteilungen überrascht werden.

Ausrichtung der Ziele auf jeden Berührungspunkt

Je nach Art der Map wird dies oft als der schwierigste Teil des gesamten Prozesses angesehen. Die Definition basiert auf den zuvor beschriebenen Daten und muss auf die zuvor definierten Touchpoints abgebildet werden.

Der Hauptgrund für die Komplexität ist, dass die Kundenziele bei der Gestaltung von Websites weitgehend übersehen werden. Aufmerksamkeit erregende Elemente, Upselling und Website-Engagement werden über die Benutzerfreundlichkeit und Effizienz einer Website gestellt. Die richtige Balance zu finden, ist entscheidend für die Stärke einer Customer Journey.

Entscheiden wo diese Ziele liegen und wo sie nicht erreicht werden

Da Sie nun Ihre Daten, das Template für die Customer Journey Map, Touchpoints und Ziele haben, ist es an der Zeit, alles zusammenzufassen und genau zu definieren, wo die UX die Erwartungen erfüllt und wo die Dinge verbessert werden können. Es ist wichtig zu beachten, dass das Mapping von Stärken fast so wichtig ist wie die Definition von Schwachstellen. Einige Elemente der Customer Journey können auf andere Bereiche ausgedehnt werden.

Priorisierung von Änderungen

Sie werden nun sicherlich mehr als einen „toten Winkel“ in Ihrer Customer Journey festgestellt haben. An dieser Stelle ist es wichtig, zu priorisieren, auf welche Berührungspunkte zuerst reagiert werden soll. Gelegentlich wird das ganz offensichtlich sein, z.B. sollte ein schwacher Check-Out-Prozess, bei dem Kunden ihre Warenkörbe mit einer höheren Rate als normal verlassen, priorisiert werden. Doch nicht alle Schwachstellen werden so einfach zu definieren oder priorisieren sein.

Eine der besten Möglichkeiten, um zu definieren, welche Teile einer Website geändert werden müssen, ist die Kosteneffizienz einer Seite. Das Optimieren der wichtigsten Aspekte der Website, basierend auf konkreten Daten, A/B-Tests und anderen Methoden, kann zu sofortigen Ergebnissen führen.

Best Practices

Jede Website ist anders, doch es gibt ein paar allgemeingültige Aussagen, die auf alle zutreffen. Bei den Customer Journeys geht es um Vereinfachung, und das Gleiche gilt für die Maps selbst. Der Sinn der visuellen Gestaltung einer Karte besteht darin, dass es leicht ist, Themen zu verstehen, die leicht hervorgehoben und umgesetzt werden können. Diese Karten sind keine komplexen Collagen, sie können sogar kaum mehr sein als farbcodierte, lineare Linien mit Punkten als Berührungspunkt. Wie auch immer Sie die Karte aufbauen, sie sollte leicht verständlich sein.

Customer Journey Map Beispiele

Die Vorlagen für Customer Journeys sind vielfältig, einige erscheinen wie Kunstwerke, andere sind ganz simpel, aber solange sie klar und prägnant sind, können sie in den verschiedensten Gestaltungsformen nützlich sein.

Customer Journey Map Beispiele

Diese Customer Journey Map für die Wohltätigkeitsorganisation „The Samaritans“ konzentriert sich auf den Zweck der Wohltätigkeitsorganisation selbst.

Beachten Sie, dass der Text sehr visuell ist und es daher leicht macht, sich auf das Bild der Karte selbst zu beziehen.

Weiteres Beispiel customer journey

Dies ist ein Beispiel für eine Map, die den Eindruck einer Reise vermittelt und nicht einer linearen UX. Das verstärkt die Ansichtsweise, dass eine Customer Experience selten einfach als eine Reise von A nach B zu definieren ist.

Digital Experience

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15 kostenlose Bootstrap Landingpage Templates

2018: Landingpages sind überall! Es fällt schwer im Web auch nur einen Schritt zu tun, ohne auf einer auffälligen Webseite zu landen, die nach Ihrer Email-Adresse, einer Anmeldung oder Ihren Kontaktinformationen fragt.

Die Wahrheit ist: das Landingpage-Format funktioniert und bleibt einer der besten Wege, um qualifizierte Leads zu generieren.

Es ist allerdings nicht so einfach sich durch den Dschungel von Lösungen zu kämpfen, die anbieten, Landingpages einfach und schnell zu erstellen.

Zur Erinnerung, eine Landingpage ist eine Seite Ihrer Webseite, auf der Ihre Nutzer ‚landen‘ und die so designt wurde, dass sie für einen bestimmten Zweck konvertiert: für einen erfolgreichen Verkauf, um eine E-Mail Adresse zu erhalten, für eine Registrierung, um ein Video anzuschauen, usw.
Landingpages sind zu einem wichtigen Tool zur schnellen Generierung von Verkäufen geworden, besonders zu einem Zeitpunkt an dem A/B-Testing essentiell ist, um seine Ideen und Konzepte schnell anhand der Besucherreaktionen zu testen.

Wir wollen Ihnen Zeit sparen und präsentieren hier eine Auswahl von 15 Bootstrap-Templates zur schnellen und einfachen Erstellung von Landingpages.

Als Bonus sind diese Bootstrap-Templates kostenlos.

Sollten Sie ein CMS verwenden, haben wir für Sie auch eine Auswahl an WordPress Landingpage-Templates und andere Beispiele zum Landinpage-Design.

REGNA

One page bootstrap landing page template

Regna ist ein Bootstrap-basiertes Landinpage-Template, das klar und einfach anpassbar ist.
Als einfach nutzbare One-Page-Seite ist es ideal für alle Arten von Agenturen und Business Services.
Wir mögen vor allem das vorgefertigte Menü, dass schnell an ihr Business angepasst werden kann.

Insgesamt ist die Präsentation klar und direkt, was vor allem für die Firmen perfekt ist, die eine leicht zugängliche Seite haben wollen, die die Präsentation von Services, Kunden, Team etc. direkt auf den Punkt bringt.

Das Browsing ist geschmeidig und komplett responsive auf allen Geräten.

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Zum Download von Regna

SAILOR

Corporate bootstrap landing page template

Sailor ist das perfekte Bootstrap-Template für Firmenkunden Landingpages.

Das Design lässt sich einfach anpassen und hat viele Features wie zum Beispiel Transition-Animationen, voreingebaute Farbpaletten usw.

Dieses komplett responsive Template ist ideal um Ihre Firma, Ihr Kundenportfolio, Ihre Geschichte usw. vorzustellen.

To preview Sailor

To download Sailor

Bell

Quick start your bootstrap landing page template

Bell ist das ultimative rundum-sorglos Paket, damit Sie schnell Ihre neue Landingpage erstellen können.

Es ist einfach zu beherrschen, 100% Smartphone-freundlich und passt sich an fast alle Arten von Projekten (außer E-Commerce) an, wie zum Beispiel Agenturen, Immobilien, Industrie, Bauwesen, Finance, Consulting, Haushaltsservice usw.

Das Design ist modern und elegant, und die Übergänge und Scroll-Animationen sind genau abgestimmt. Zusammengefasst ist es ein Must-Have!

Zur Vorschau von Bell

Zum Download von Bell

MediLab

Bootstrap landing page template for medical industry

MediLab ist ein Muss für Firmen des medizinischen Sektors, Kliniken und allen Bereichen, die mit Gesundheit und Medizin zusammenhängen.

Dieses einfach anpassbare Bootstrap-Template ist 100% responsive und enthält alle Funktionalitäten, die der medizinische Sektor braucht: Terminvergabe, Anzeige von Patienten-Testimonials, Kartenanzeige, Öffnungszeiten etc.

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Zum Download von MediLab

Laura

Bootstrap landing page template for photographs

Laura ist ein Template, dass vor allem für Photographen, Webdesigner, Startups und Firmen, die visuell durch Story-Telling auf ihrer Landingpage kommunizieren wollen, interessant ist.

Das Bootstrap-Template ist einfach zu erlernen, anpassbar und mobil-freundlich, egal auf welchem Gerät.

Wir mögen vor allem die (anpassbare) Farbauswahl und die geschmeidige Navigation, die es einfach macht, auf der Landingpage zu browsen und das Leistungsversprechen klar herüberzubringen.

Zur Vorschau von Laura

Zum Download Laura

Maundy

Coming soon bootstrap landing page template

Maundy ist ein Landingpage-Template das speziell für „Coming Soon“-Seiten designt wurde.

Damit ist es perfekt für die Fälle, wo Sie an einem Produkt arbeiten (zum Beispiel einer Crowdfunding Kampagne), aber gleichzeitig immer noch eine Landingpage haben wollen, die E-Mail Adressen oder Registrierungen sammelt.

Das klare, einfache und elegante Template hat das perfekte Countdown-Feature um ein bevorstehendes Event oder die Veröffentlichung Ihres zukünftigen Services/Produktes anzukündigen.

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Bethany

Modern bootstrap landing page template

Bethany ist ein einfach zu bedienendes, modernes und minimalistisches Bootstrap-Template.

Es ist ideal für Webdesigner, kreative Agenturen, und Berufszweige, die mit Gestaltung, Photographie oder Entwicklung zu tun haben.

Es ist 100% responsive und integriert interne Templates um Formen, Buttons oder eine maßgeschneiderte Navigation zu erstellen.

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Instant

Bootstrap landing page template for freelances

Instant ist das perfekte Bootstrap WordPress-Theme für Freelancer.

Es enthält drei einfachen und eleganten Seiten, die es Ihnen ermöglichen, schnell eine Homepage, eine Kontakt- oder Informationsseite und eine Portfolioseite zu erstellen, um Ihre Erzeugnisse zu präsentieren.

Es ist einfach anpassbar und erlaubt es Freelancer eine Seite zu haben, die ihre Aktivitäten vorstellt.

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Zum Download von Instant

Stylish Portfolio

Bootstrap landing page template for portfolio

Stylish Portfolio ist ein ultra-modernes Template und designt, um Ihre Kreationen zu präsentieren.

Dieses geschmeidige und klare Landingpage-Template ist ideal für Agenturen und Freelancer aller Arten (Web, Photographie, Design, usw.)

Es ist 100% responsive, hat ein durch jQuery verbessertes Scroll-Feature und sein Footer enthält ein Google Maps Modul das ideal ist, um Ihren Kunden Ihren Standort anzuzeigen.

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Zum Download von Stylish Portfolio

New Age

Bootstrap landing page template for mobile app

New Age ist das perfekte Bootstrap-Template für alle Entwickler mobiler Apps.

Es ist gezielt designt, um die Features einer App zu präsentieren; das Template ist 100% mobil-freundlich und das Browsing ist geschmeidig und intuitiv.

Es enthält fertige „App Store“ und „Play Store“ Buttons sowie CTAs, die Ihre Nutzer zum Download Ihrer App anregen.

Das glatte, moderne Design kann einfach an Ihre App-Farben angepasst werden, Logo und Features können schnell hinzugefügt werden.

Zusammengefasst ist dieses Template ein Muss für jedes mobil-basierte Business.

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Clean Blog

Bootstrap landing page template for blogging

Clean Blog ist ein Template, dass mit Bootstrap 4 erstellt wurde.

Es hat einfach anpassbare Elemente und ist 100% responsive und ist somit perfekt, um einen Blog zu starten.

Das Template ist einfach nutz- und veränderbar und ist die perfekte Unterstützung für Blogger, die eine verlässliche und höchst anpassbare Basis für den Start ihres Blogs wollen.

Es enthält ein Kontaktformular in PHP mit einer Bestätigungsfunktion und einem Footer mit schon integrierten Links zu sozialen Netzwerken.

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Butterfly

Bootstrap landing page template for SaaS startup

Butterfly ist ein allumfassendes Template für Startups und Firmen, die Software oder SaaS-Lösungen anbieten.

Neben seiner glatten und professionellen Navigation enthält das Template Unterseiten von Services sowie eine Präsenttion des Portfolios, des Teams und Kundenfeedbacks auf einer einzigen Seite.

Es enthält vorgefertigte Kontaktformulare und hervorstechende CTA-Designs, um zukünftige Kunden anzulocken.
Das moderne und elegante Design macht die Vorstellung Ihres Angebots glasklar und präzise.

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Tempo

Bootstrap landing page template example

Tempo ist ein einfaches aber effektives Landinpage-Template.

Es ist einfach anpassbar und enthält verschiedene Farb-Schema und alle anderen Features, die man von einer effektiven Landingpage erwartet, die Ihre Lösung, Services und Kunden präsentiert und selbstverständlich auch die Möglichkeit bietet, mit Prospects in Kontakt zu treten.

Durch seine komplette Responsivität passt es sich gut an Tablets und mobile Geräte an und enthält zusätzlich fortgeschrittene Features wie Image-Slider usw.

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Company

Bootstrap landing page template for SMBs

Company ist ein universelles Template, das perfekt zu kleinen und mittleren Unternehmen aus allen Branchen passt.

Es ist einfach zu bedienen, 100% responsive und erlaubt es Ihnen, Ihre Dienstleistungen einfach und wirkungsvoll zu präsentieren.

Es ist eine gute Wahl für das Handwerk, Juristen oder persönliche Services.

Es enthält fortgeschrittene Kontakt-Features und erlaubt es Ihnen, einen integrierten Blog und eine News-Seite zu erstellen, was perfekt für die Akquise neuer Kunden ist, oder um über Ihre Marke zu sprechen.

Zur Vorschau von Company

Zum Download von Company

Delicious

Bootstrap landing page template for restaurant

Wir können diesen Artikel nicht beenden ohne eine verlässliche und einfach aufsetzbare Lösung für Restaurant Besitzer vorzustellen!

Delicious ist das perfekte Template für Restaurants, Bars, und Catering & Wein-Businesses.

Es funktioniert mit HTML5, CSS 3 und BootStrap 3 und beinhaltet fortgeschrittene Features, um dynamische Effekte zu erstellen.

Kreativ und modern stellt das elegante Design die Atmosphäre Ihres Restaurants nach und zeigt Ihre Speisekarte.

Eine kostenpflichtige Option (9€ lebenslang) erlaubt es Ihnen, ein Reservierungsmodul zu integrieren, dass einwandfrei mit PHP/Ajax funktioniert.

Zur Vorschau von Delicious

Zum Download von Delicious

Haben Sie Ihr ideales Landingpage-Template gefunden? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen. Und vergessen Sie nicht, egal welches Template Sie auswählen, es ist essentiell dieses zu testen um zu sehen, ob es Ihre Conversions positiv beeinflusst.

Wenn Sie A/B-Testing noch nicht kennen, können Sie auch unser entsprechendes Whitepaper herunterladen.

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen! Wie Erkenntnisse aus der Psychologie Ihre Conversion Rates steigern, erfahren Sie in diesem E-Book.