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AB Tasty – die allererste CX-Optimierungsplattform mit Zapier-Integration

Sie möchten AB Tasty in Ihren Optimierungs-Workspace integrieren?

Wir haben gerade unsere Zapier Integration veröffentlicht, die genau das Richtige für Sie ist!

Sie ist ganz einfach anzuwenden und Sie können AB Tasty sofort mit mehr als 3.000 Applikationen verknüpfen (kein Coding erforderlich), um Ihre Abläufe zu automatisieren.

Alles was Sie tun müssen: die Ereignisse auswählen, die in Ihrem AB Tasty Account stattfinden, und verbundene Aktionen auf anderen Applikationen (wie Slack, Trello, Jira, Mailchimp, Salesforce, Google Tabellen, Google Kalender usw.) auslösen, die auf diesen Ereignissen basieren. Bisher sind folgende Trigger in Zapier verfügbar:

  • Kampagne von einem User gestartet
    Wird ausgelöst, wenn eine Kampagne von einem User in Ihrem Account gestartet wird.
  • Kampagne von einem User pausiert
    Wird ausgelöst, wenn eine Kampagne von einem User in Ihrem Account pausiert wurde.
  • Framework ist deaktiviert
    Wird ausgelöst, wenn das AB Tasty Script in Ihrem Account gelöscht wurde. Auf Ihrer Website werden keine Kampagnen mehr durchgeführt.
  • User zu Ihrem Account hinzugefĂĽgt
    Wird ausgelöst, wenn ein neuer User in Ihrem Account hinzugefügt wurde.
  • User aus Ihrem Account entfernt
    Wird ausgelöst, wenn ein User aus Ihrem Account entfernt wurde.
  • User in Ihrem Account aktualisiert
    Wird ausgelöst, wenn User-Rechte in Ihrem Account geändert wurden.
  • Framework wurde neugeladen
    Wird ausgelöst, wenn das AB Tasty Script in Ihrem Account neu erstellt wurde. Ihre Kampagnen werden nach einigen Minuten wieder „live“ geschaltet.

Wenn eines dieser Ereignisse in Ihrem AB Tasty Account auftritt, wird eine Benachrichtigung an Zapier gesendet. Wenn Sie einen „Zap“ erstellt haben, der sich auf dieses Ereignis bezieht, wird in der betreffenden Applikation eine Aktion durchgeführt.

Hier einige Beispiele, um Ihnen eine Vorstellung davon zu geben, wie Sie diese Integration nutzen können.

 

AB Tasty und Slack 

Definitiv die beliebteste Nutzung unserer Integration. Sicher haben Sie einen eigenen Slack-Channel, in dem Ihr gesamtes Team im Rahmen der CX Optimierung zusammenarbeitet und den Fortschritt Ihrer Optimierungsprojekte beobachten kann. Hier können Sie automatische Benachrichtigungen erstellen, die in diesem Channel angezeigt werden, sobald eine Kampagne von einem Ihrer Teammitglieder gestartet oder pausiert wird. Auch Framework-bezogene Benachrichtigungen können nützlich sein, sodass Sie die Aktivität Ihres AB Tasty-Accounts besser verstehen.

 

AB Tasty und Trello 

Projektmanagement-Tools sind ein gutes Ziel für Zapier-Trigger. Beispielsweise kann Ihre Kampagnenkarte auf Ihrem CX-Optimierungs-Board automatisch aktualisiert werden, wenn eine neue Kampagne in AB Tasty gestartet oder pausiert wird. Sie können auf Ihrer Kampagnenkarte auch ein neues Mitglied hinzufügen, wenn ein neuer User zu Ihrem AB Tasty-Account hinzugefügt wird.

 

 

AB Tasty und Google Calendar 

Vielleicht verwenden Sie bereits Google Kalender, um die Zusammenarbeit im Team zu verbessern und die laufenden Kampagnen besser zu verstehen. Dank unserer Zapier-Integration können Sie jetzt sofort ein existierendes Ereignis erstellen, aktualisieren oder beenden, wenn eine Kampagne gestartet oder pausiert wurde. Zapier hilft Ihnen, manuelle Arbeiten oder Arbeitsabläufe mit begrenztem Mehrwert auf ein Minimum zu reduzieren und sich auf das Wichtige zu konzentrieren.

 

Möchten Sie andere Applikationen in AB Tasty integrieren? Dann besuchen Sie unserer Seite bei Zapier und wählen Sie die Applikation aus, die Sie suchen.

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Product Manager vs. Product Owner: Wo liegt der Unterschied?

GehĂĽpft wie gesprungen? Wo liegt der Unterschied zwischen einem Product Manager und einem Product Owner … oder ist das im Grunde der gleiche Job?

Nein, ein Produktmanager und ein Product Owner haben nicht dieselbe Rolle. Sie verfolgen zwar ein gemeinsames Ziel – Produkte, die Usern lieben und nutzen – haben jedoch nicht denselben Verantwortungsbereich.

In der Regel sind Produktmanager für das Warum verantwortlich. Sie erstellen die Produkt-Roadmap auf Grundlage der Bedürfnisse und Wünsche der User. Sie konzentrieren sich auf Geschäftskennzahlen und darauf, ob sich ein Produkt in die richtige Richtung entwickelt.

Product Owner ihrerseits sind fĂĽr die Erstellung und Abwicklung des Product Backlogs verantwortlich. Sie sind im operativen Prozess involviert und an eine Deadline gebunden. FĂĽr sie dreht sich alles um Scrum, das Hin und Her mit den Entwicklern und darum, anstehende Aufgaben zu erledigen.

Doch oft lässt sich keine klare Trennlinie zwischen den beiden ziehen. Je nachdem, wo Sie arbeiten, sind Sie möglicherweise an unterschiedliche Situationen gewöhnt. Um die Unterschiede und die Ähnlichkeiten zwischen diesen beiden Jobs besser zu verstehen, haben wir unseren firmeninternen Produktmanager Yoann Grange gebeten, Klarheit zu schaffen.

Sie haben nur wenig Zeit? Klicken Sie direkt auf den Abschnitt, der Sie interessiert.

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Welche Verantwortlichkeiten hat der Product Manager? Welche der Product Owner?

Diese Frage beschäftigt mich schon seit über fünf Jahren. Und das so sehr, dass ich bereits 2016 25 Video-Interviews [auf Französisch] mit Product Ownern, Produktmanagern, Heads of Product usw. geführt habe.

Meine Antwort lautet kurz und knapp: Kommt drauf an.

Product Manager Experience

Sie denken jetzt bestimmt „Na klar! Gilt das nicht für alles?“

Aber hier, in diesem Fall, hängt dies tatsächlich von vielen verschiedenen Faktoren ab. Einige werden in diesem Artikel näher behandelt.

Product Manager vs Product Owner: Was wann in Betracht ziehen sollte

Wir dĂĽrfen nicht aus den Augen verlieren, dass es Produkte unterschiedlichster Art gibt: Industrieprodukte, landwirtschaftliche Produkte, Dienstleistungen, Chemikalien, Modeprodukte … und Softwareprodukte.

Im SaaS MarTech Bereich herrscht die Meinung vor, dass alle Produkte gleich aufgebaut sind und alle Unternehmen die gleiche Struktur aufweisen. Die Branche tendiert zur Annahme, dass hinter jedem Feature ein Produktmanager und ein Product Owner steckt.

Die Wirklichkeit sieht aber anders aus: Manchmal ist es der eine oder der andere, manchmal beide oder sogar keiner von beiden. Welche Faktoren bestimmen diese Struktur? Sehen wir uns ein paar davon näher an.

1. Dynamik

Das wichtigste Kriterium ist „die Dynamik des Unternehmens“. Was verstehe ich unter diesem Begriff?

Wie neu/alt ist das Unternehmen?

Diese Frage ist wichtig. Sie steht nicht in direktem Zusammenhang mit der Größe des Unternehmens. Sie bezieht sich auch nicht auf die Anzahl der Kunden. Ich kenne zum Beispiel ein Unternehmen mit neun Personen und über 200.000 zahlenden Kunden. Die Firma ist mittlerweile „schon“ sechs Jahre alt und die Produkt-Funktion wird hier mehr oder weniger von allen wahrgenommen.

Wie weit ist das Unternehmen von einem bestimmten „Schlüsselmoment“ entfernt?

product owner vs product manager ab tasty

Unter „Schlüsselmoment“ verstehe ich Schlüsselphasen oder Ereignisse im Lebenszyklus eines Unternehmens. Zum Beispiel:

  • GrĂĽndung des Unternehmens
  • Verkauf des Unternehmens
  • neue Finanzierung
  • SteuerprĂĽfung
  • Release eines Mitbewerbers
  • Krise
  • Neuer CEO
  • … Sie wissen, wovon ich spreche.

Diese verschiedenen SchlĂĽsseletappen wirken sich auf die Praxis der Produktentwicklung aus.

Sie bestimmen deshalb, was ein Produktmanager und was ein Product Owner macht.

Kurz nach der Gründung eines Unternehmens ist der CEO wahrscheinlich am besten geeignet, die Produktrollen zu betreuen. Häufig ist der CEO (zumindest in skalierbaren SaaS Unternehmen) derjenige, der die Funktion von PO, PM, QA und Support inne hält, was weder eine bewusste Entscheidung noch eine Strategie ist, sondern einfach nur das, was im entsprechenden Moment notwendig ist.

Wie man mit der Dynamik eines Unternehmens umgeht, bestimmt in der Regel außerdem wie „gut“ sich das Unternehmen macht.

Wurde der gegenwärtige Moment antizipiert oder ist er nur das Ergebnis der Reaktion auf den vorhergehenden Moment? Sie können davon ausgehen, dass ein Unternehmen umso „agiler“ ist, je öfter es reagiert. Je mehr Momente antizipiert werden, desto „visionärer“ das Unternehmen. Gleichzeitig agil und visionär zu sein, ist eine große Herausforderung.

2. Die Größe zählt

Mit Größe meine ich nicht nur die Anzahl der Mitarbeiter. Die Größe eines Unternehmens bezieht sich auch auf die Anzahl der:

  • Produkte
  • Modelle
  • Features
  • Scopes
  • Preistabellen
  • oder Märkte, die das Unternehmen anspricht.

Produkte auf die richtigen „Dimensionen“ zurechtzuschneiden und zu entscheiden, ob sie nach Markt, Produktlinie oder Thema aufgeteilt werden sollen, kann eine Lebensaufgabe sein: Die Dinge ändern sich ständig und je schneller sich ein Unternehmen entwickelt, desto öfter sind Änderungen nötig.

Die Größe kann auch durch die Anzahl der User, Kunden, Partner, Händler, Sprachen, Einheitensysteme usw. definiert werden. Noch häufiger aber ergibt sich aus einer Kombination all dieser Faktoren, wie viele PMs, POs und Heads of Product Ihr Unternehmen benötigt.

In vielen NGOs zum Beispiel hängt die Anzahl der Produktmanager von den Spender-Personas ab. Es gibt einen PM für kleine Spendenbeträge (z. B. 10 $ bis 500 $), einen für größere Beträge (500 $ bis 10 000 $) und einen weiteren für noch höhere Beträge. Warum? Weil sich die Erwartungen der verschiedenen Typen von Personas stark unterscheiden. Die Fähigkeit, auf jede Persona einzugehen, trägt langfristig zum Wachstum gemeinnütziger Unternehmen bei.

Kurz gesagt, die Größe eines Unternehmens (sein Kundenportfolio, sein Produktkatalog usw.) kann darüber entscheiden, was der PM macht, was der PO macht und wie viele PMs und POs eingesetzt werden.

3. Weitere Kriterien

Wie viele PMs, POs oder andere Mitarbeiter im Produktbereich benötigt werden, hängt nicht nur von den genannten Faktoren ab. Es können noch zahlreiche andere Faktoren einfließen, z. B.:

  • Anzahl der Entwickler
  • Anzahl der Designer
  • Versandgeschwindigkeit
  • technische Stacks
  • Tools
  • Produktlebenszyklus
  • individuelle WĂĽnsche
  • Wachstumspotenzial
  • abgedeckter Anteil des existierenden Bedarfs
  • Legacy-Anteil
  • Personalpolitik
  • der Markt, den Sie ansprechen
  • SchlieĂźlich kommt es auch noch darauf an, welche Politik das Unternehmen verfolgt.

Im Großen und Ganzen ist man sich (zumindest in SaaS Unternehmen) darüber einig, dass sich die Trennlinie zwischen PM und PO folgendermaßen ziehen lässt: Vision vs. operative Prozesse, Planung vs. Dringlichkeit, Nutzen vs. Kennzahlen. Doch beide gehören zusammen.

product manager vs product owner infographic

Obwohl sich die beiden Rollen voneinander abgrenzen, sind sie letztlich nicht voneinander zu trennen.

Kein Unternehmen gleicht dem anderen. Deshalb gibt es keine Standardantwort auf die Frage, was ein PM im Vergleich macht. Sie mĂĽssen Ihren eigenen Weg finden. Manche Unternehmen werden viele PMs und POs brauchen, manche ĂĽberhaupt keine. Es ist schon schwierig genug, dafĂĽr zu sorgen, dass Menschen erfolgreich zusammenarbeiten. Einfach eine Methode zu kopieren, hilft nicht. Sie mĂĽssen Ihr eigenes Konzept finden.

Sollte ich die Frage dennoch beantworten mĂĽssen, wĂĽrde ich sagen, dass PMs eher das letzte Wort bei der Priorisierung haben und fĂĽr Unternehmenskennzahlen verantwortlich sind. POs hingegen sind fĂĽr die Einhaltung der Termine des Teams verantwortlich. Doch auch diese Antwort ist immer noch zu simpel.

Kann eine Person sowohl die Rolle des Produktmanagers als auch die Rolle des Product Owners ĂĽbernehmen?

Ja. Absolut. Das bedeutet nicht, dass es so sein muss, aber dass es definitiv möglich ist.

Tatsächlich ist das bei relativ vielen Startups in ihrer Anfangsphase der Fall. Meistens treten mindestens zwei Personen auf den Plan: eine der beiden ist technikorientiert, die andere eher geschäftsorientiert. Oft übernimmt die geschäftsorientierte Person die Produktfunktion. Sie kann aber auch von beiden oder von der technikorientierten Person übernommen werden.

Wie gesagt sind Vision vs. operative Prozesse, Planung vs. Dringlichkeit, Nutzen vs. Kennzahlen die zwei Seiten von drei verschiedenen Dingen, die die Product-Person bei jeder Entscheidung berĂĽcksichtigen muss.

Die Konfiguration aus einem PM mit mehreren POs ist häufiger anzutreffen als ein PO mit mehreren PMs. Aber im Endeffekt, warum nicht? Alles hängt von den oben genannten Kriterien ab.

Besteht Deiner Erfahrung nach ein Gehaltsunterschied zwischen Product Owner und Produktmanager?

Ja. Produktmanager verdienen eher mehr als Product Owner. Auch hier liegt der Grund darin, dass es für beide Rollen eine gewisse Standardauslegung gibt und die Rolle des Product Owners als weniger anspruchsvoll betrachtet wird. Dabei handelt es sich einfach nur um zwei verschiedene Rollen. Pure kognitive Verzerrung.

Product manager salary pendo report

Der Report Stand der Produktführerschaft 2020 von Pendo zeigt überraschenderweise eine negative Korrelation zwischen „Glücksgefühl“ und Gehalt der befragten Produktmanager auf. Es dreht sich also nicht alles nur ums Geld.

 

Welche Fähigkeiten muss ein guter Produktmanager und/oder Product Owner mitbringen?

Das ist meine Lieblingsfrage, auf die jeder eine andere Antwort hat. Doch sind sich mehr oder weniger alle einig, dass der Rahmen relativ weit gefasst ist.

Mir sträuben sich die Haare, wenn ein Stellenangebot in etwa so beginnt: „Fachhochschule oder Master-Abschluss in Informatik …“ FĂĽr Produktler braucht es mehr als nur technische Kompetenz. Je geradliniger die Menschen denken, die an Ihrem Produkt arbeiten, desto geradliniger ist auch Ihr Produkt. Und desto schneller wird es angenommen.

Zoom und Fokus

Ich würde sagen, dass ein PM/PO in erster Linie fähig sein muss, verschiedene Perspektiven einzunehmen, um ein Problem sowohl aus der Mikro- als auch aus der Makroperspektive zu erfassen.

Manchmal müssen Sie ins kleinste Detail gehen. In anderen Fällen müssen Sie das Gesamtproblem verstehen, das durch das Produkt oder Feature gelöst werden soll. Jederzeit die Perspektive zu ändern, ist der Schlüssel zum Erfolg. Die Makroperspektive hilft Ihnen, die Konkurrenz und den Markt zu verstehen, die Mikroperspektive ermöglicht es, die Details einer Komponente zu verstehen. Sie müssen sich jederzeit vor Augen halten, warum Sie was tun.

Semantik und Semiologie

Mein Fremdsprachen-Hintergrund hat mir gleich zu Beginn geholfen, als Schnittstelle zwischen Entwicklern und Usern/Kunden zu agieren. Ich komme auch heute noch ziemlich oft darauf zurĂĽck, um zu entscheiden, was wichtig ist und was nicht. Dieser Hintergrund hilft, sich bei einem User Test auf eine bestimmte Anmerkung zu konzentrieren und bei einem zehnminĂĽtigen Video zu erfassen, was wichtig ist. AuĂźerdem versteht man dadurch besser, warum ein Symbol problematisch ist und weshalb die Kombination eines bestimmten Labels mit einem bestimmten Symbol nicht funktioniert, warum beide notwendig sind, warum es besser wäre, ĂĽberhaupt darauf zu verzichten (allerdings nur fĂĽr einige User) …

Ob technisch oder funktional, schriftlich oder mĂĽndlich, optisch oder akustisch: Bei Sprachen geht es in erster Linie darum, den Sinn zu vermitteln. Von Team zu Team, vom User zur Maschine, von der Spezifikation zum fertigen reellen Feature: Alles dreht sich darum, einander zu verstehen. Obwohl diese Evolution seit so vielen Jahren in Gang ist, sind wir auf diesem Gebiet nicht viel besser geworden.

Das Design zählt ebenfalls dazu. Wer Wireframes und Mockups erstellen kann, hat schon viel gewonnen. Selbst wenn sie nicht in Ihren Aufgabenbereich fallen, können diese Visualisierungsformen einen Prozess beschleunigen oder den Weg für andere Lösungen ebnen.

Wichtig ist auch, was jeder Einzelne unter „Kommunikation“ versteht, denn Sie haben es mit Usern, Dritten, Stakeholdern aller Art, manchmal auch mit den Medien usw. zu tun. Deshalb ist es von Vorteil, wenn Sie eine Präsentation, ein Webinar oder eine Schulung abhalten.

Zu guter Letzt sollten Sie gerne Geschichten schreiben und erzählen. Die meisten Menschen lieben es, Geschichten zu hören, aber nicht jeder schreibt sie auch gerne.

Iteration und Lernprozess

Weitere wichtige Fähigkeiten schließen alles ein, was unter „testen -> messen -> verbessern“ fällt.

„Testen“ heißt zweifeln. Wer sich seiner Sache allzu sicher ist, riskiert zu scheitern. Die Fähigkeit, eine Hypothese aufzustellen ist ebenfalls wichtig. Nehmen Sie nie etwas als Selbstverständlich hin.

Und in puncto Messung kann die Erfahrung mit einem wissenschaftlichen Ansatz hilfreich sein, ebenso wie die Fähigkeit, die Dinge klar zu erkennen und die Performance zu messen. Das schließt analytische (quantitative) Kenntnisse oder verhaltensanalytische (qualitative) Skills ein.

Philosophisch gesehen muss ein erfolgreicher Produktmanager oder Product Owner schon im Vorfeld des Versuchs ein Scheitern in Kauf nehmen. Und er muss akzeptieren, dass er irgendwann mit den Verbesserungen Schluss machen muss, wenn sich der Erfolg einstellt. Eine hundertprozentige Perfektion ist einfach nicht möglich.

Mit welchen KPIs lässt sich der Erfolg von Product Ownern und Product Managern messen?

Ich versuche, nicht mehr jede Frage mit „Kommt ganz darauf an“ zu beantworten. Aber … es kommt wirklich ganz darauf an. Meiner Meinung nach sollten die KPIs von Produktmanagern auf Unternehmenskennzahlen basieren: Wachstum, Umsatz, Abwanderung, Kosten … FĂĽr Product Owner zählen Lieferung, Qualität, Teamzufriedenheit.

Welche Kurse kann man belegen, um ein (besserer) Produktmanager zu werden?

Wie gesagt, das erforderliche/minimale Skillset ist extrem breit gestreut. Die gute Nachricht? Etwas Neues zu lernen macht Sie zu einem besseren Menschen und damit auch zu einem besseren Product Mitarbeiter.

Sehen Sie sich selbst zunächst als Person. Wenn Sie sich als Produkt positionieren, neigen Sie dazu, sich auf fehlende oder falsche Dinge zu konzentrieren. Wenn Sie sich als Person sehen und einen ganzheitlichen Blickwinkel einnehmen, ist jede neue Fähigkeit von Interesse.

Wir fungieren auch als Bindeglied zwischen Usern und technischen Teams, um das Beste aus minimalen (oder fortgeschrittene) technischen Kenntnissen herauszuholen, damit Sie die technischen Teams und ihre komplexen Aufgabenstellungen verstehen können.

In den letzten 15 Jahren habe ich fĂĽr 17 Unternehmen gearbeitet und empfehle deshalb jedem, das Unternehmen oft zu wechseln. Sie wechseln dabei auch noch die Branche? Umso besser!

Welche LektĂĽre wĂĽrdest du empfehlen?

Die meisten PM, PO, VP, Heads of Product legen Ihnen eine lange Liste von Bestsellern zum Thema Produktmanagement nahe. In der Regel geht es dabei um Titel wie „Lean UX“, „Lean Startup“, „Wie werde ich ein erfolgreicher Produktmanager“ usw. Ich versuche mich mit einer etwas anderen Liste.

Ich empfehle eher Klassiker, weil sie sich auf die Grundlagen konzentrieren. Selbst bei Klassikern besteht nur eine geringe Chance, dass andere Produktmanager oder Product Owner sie gelesen haben. Die Welt dreht sich immer schneller, doch die Grundlagen ändern sich nicht.

Im Product arbeiten wir für die Menschen. Unser Job ist es, die Menschen zu verstehen, damit wir ihnen helfen können. Wir versuchen, echten Problemen der Menschen mit möglichst risikoarmen Lösungen zu begegnen. Wir sind weit davon entfernt, die Komplexität der Menschheit in ihrem vollen Ausmaß zu verstehen. Einige Menschen stechen jedoch aus der Masse heraus und haben uns Meisterwerke geschenkt:

NB: Lesen ist gut. Experimentieren ist besser.

 

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Verlieren Sie keine Conversions während Ihrer A/B Tests mit Dynamic Allocation

Bei einer Experimentkampagne kann es frustrierend sein, wenn Sie Ihren Besuchern eine Variante zeigen, die während der gesamten Testdauer nicht sonderlich gut konvertiert und andere Varianten bessere Ergebnisse erzielen. Wir bei AB Tasty kennen diesen Pain Point. Deshalb helfen wir unseren Kunden, „verschwendeten Traffic“ zu minimieren, der bei einem Test unweigerlich entsteht. Und das mit unserem beliebten Dynamic Traffic Allocation Feature, das auf dem Thompson Sampling-Algorithmus und dem Bayesschen Statistikmodell in Form eines Algorithmus beruht.

Die Bayessche Statistik löst das schwierige Problem des „Mehrarmigen Banditen“: Sie findet die Balance zwischen „Exploitation“ und „Exploration“ der Daten, um die Experimente fortlaufend – und schnell! – zu optimieren. Wir bieten weit mehr als nur eine Entscheidungshilfe für unsere Kunden, wie es nach einem A/B-Test weitergehen soll. Will heißen: Wir halten eine automatisierte Lösung bereit, die ideal ist, wenn fortlaufend Entscheidungen getroffen werden müssen und die Zeit knapp ist, oder wenn Sie in einer Umgebung arbeiten, die sich ständig ändert.

Stellen Sie sich vor, Sie starten während der Festtage eine einwöchige Werbekampagne. Obwohl Sie mehrere Varianten testen möchten, lautet das Ziel, den Umsatz zu optimieren, und nicht zwangsläufig statistische Relevanz zu erreichen. Angenommen, eine weltweite Pandemie wirkt sich auf Ihre Geschäftsergebnisse aus und zwingt Sie, auf neue Art zu kommunizieren. Obwohl Sie mehrere Varianten testen möchten, lautet das Ziel, möglichst schnell die Kommunikation zu optimieren und nicht zwangsläufig einen klassischen A/B-Test durchzuführen.

AB Tasty bietet schon seit längerem Dynamic Alllocation an. Vor Kurzem haben wir jedoch den gesamten Prozess gestrafft. Er wird insgesamt kohärenter und lässt sich leichter aktivieren, wenn Sie eine Kampagne erstellen.

Was ist Dynamic Traffic Allocation?

Bei der Dynamic Traffic Allocation wird mit einem Algorithmus das Trafficvolumen angepasst, das den einzelnen Live-Test-Varianten zugeteilt wird.

Der Dynamic Traffic Allocation Algorithmus ermittelt die Variante mit der höchsten Performance und teilt dieser Version mehr Traffic zu.

Warum ist es nĂĽtzlich?

Dynamic Allocation hilft, den Verlust von Conversions während eines Tests (den sogenannten „Regret“) zu begrenzen. Dazu kann es kommen, wenn ein Teil Ihres Website Traffics an eine Variante gesendet wird, die letztlich nicht die Gewinnervariante ist.

Werfen wir einen Blick auf folgenden A/B-Test: ConversionRateA = 1 %, ConversionRateB = 1,5 %, der Test wurde mit einem gleichbleibenden Traffic von 10.000 Besuchern pro Variante durchgefĂĽhrt.

Der „Regret“ dieses Tests: r = 10.000 * (0,015-0,01) = 50 verlorene Conversions. Während des Testzeitraums hätten wir im Idealfall 300 Conversions erzielen können (20.000*0,015), doch mit dem Test haben wir 50 Conversions verloren.  Während dieser Zeit wären also nur 250 Conversions erzielt worden.

Selbstverständlich können wir solche Berechnungen erst anstellen, wenn der Test abgeschlossen ist und wir die genauen Zahlen fĂĽr die Conversion Rate kennen. Das bedeutet aber nicht, dass nichts gegen „verschwendeten“ Traffic während eines Tests unternommen werden kann …

Wie funktioniert die Dynamic Traffic Allocation?

Das oben genannte Problem lässt sich lösen, indem die Traffic Allocation des Tests geändert wird, damit weniger Besucher zu den „schlechten“ Varianten und mehr Besucher zu den „guten“ Varianten geschickt werden.

Aber Achtung: Solche Änderungen manuell vorzunehmen, ist sehr riskant, da die Ergebnisse verfälscht werden können. Es gibt jedoch Algorithmen, die den Traffic so kanalisieren, dass der Regret eines Tests auf ein Minimum reduziert werden kann während die erfolgreichste Variante identifiziert wird.

Wir haben den zuverlässigsten Algorithmus für diese Aufgabe auf folgender Basis ausgewählt: Wir verwenden die Messunsicherheiten der Conversion Rate, um einen Kompromiss zwischen „Exploration und Exploitation“ zu erzielen. Bei der Exploration senden wir Traffic an eine Variante, selbst wenn sie nach den ersten Messwerten nicht als Gewinnervariante hervorgeht – wir wissen ja, dass die ersten Schlussfolgerungen nicht zuverlässig sind. Bei der Exploitation senden wir Traffic an eine Variante, die angesichts der bereits gesammelten Zahlen als Gewinnervariante gilt. So vermeiden wir, zu viele Conversions zu verlieren (vorausgesetzt, die betreffende Variante ist tatsächlich die Gewinnervariante).

Diese beiden Ziele stehen natürlich im Widerspruch zueinander.  Exploration bedeutet, Conversions zu verlieren, Exploitation bedeutet, ein Risiko einzugehen, wenn nicht die erfolgreichste Variante ausgewählt wird! Deshalb ist es entscheidend, die Messunsicherheit genau zu modellieren und dann den richtigen Kompromiss zwischen „Exploration und Exploitation“ zu finden.

Mit der Wahrscheinlichkeitsverteilung können wir für jede Variante die Messunsicherheit der Conversion Rate berücksichtigen. Diese Grafiken zeigen, wo der wahre Conversion Rate-Wert am ehesten zu finden ist. Je höher der Wert auf der Y-Achse der Kurve, desto größer die Chance, dass der entsprechende X-Wert dem wahren Wert entspricht.

Hier ist ein Beispiel:

ne-perdez-plus-de-conversions

Variante A verzeichnet 7 Erfolge bei 600 Besuchen (schwarze Kurve), Variante B verzeichnet 27 Erfolge bei 600 Besuchen (rote Kurve). Die Situation ist eindeutig: Die Conversion Rate der Variante A liegt wahrscheinlich zwischen 0 % und 0,2 %, die der Variante B wahrscheinlich zwischen 0,25 % und 0,7 %. Da es sich um zwei getrennte Intervalle handelt, können wir mit ziemlicher Sicherheit behaupten, dass B die Gewinnervariante ist, selbst wenn wir nicht sicher sein können, dass die Messwerte stimmen. Es besteht praktisch kein Zweifel daran, dass B die Gewinnervariante ist, da sich die Kurven nicht überschneiden.

Hier ein weiteres Beispiel:

ne-perdez-plus-de-conversions

Variante A verzeichnet 7 Erfolge bei 300 Besuchen (schwarze Kurve), Variante B verzeichnet 14 Erfolge bei 400 Besuchen (rote Kurve). Die einfache Berechnung der Conversion Rate ergibt ConversionRateA = 2,39 %, ConversionRateB = 3,63 %. Augenscheinlich besteht ein Unterschied in der Conversion Rate, sodass wir versucht sind, Variante B als Gewinner zu betrachten, doch das ist falsch … Wenn wir die Wahrscheinlichkeitsverteilung näher betrachten, lässt sich die Messunsicherheit besser erkennen. Da sich die beiden Kurven ĂĽberschneiden, zeigt sich, dass noch Zweifel bestehen können.

Der Kompromiss zwischen „Exploration und Exploitation“

Sehen wir uns das letzte Beispiel noch einmal genauer an. Genauso wahrscheinlich ist, dass die ConversionRateA bei 3 % und die ConversionRateB ebenfalls bei 3 % liegt (Schnittpunkt der beiden Kurven). Mit diesem Ansatz können wir die Wahrscheinlichkeit berechnen, dass A die Gewinnervariante ist, selbst wenn B im Moment besser zu sein scheint. Wir verwenden diese Art von Berechnungen, um die richtige Balance zwischen „Exploration und Exploitation“ zu finden. Mithilfe eines Algorithmus wie Thompson Sampling können wir den Nutzen der Exploration und das mit der Exploitation verbundene Risiko einschätzen.

Dieser Algorithmus:

  • findet im Laufe der Zeit mit Sicherheit die Gewinnervariante
  • verliert garantiert weniger Conversions als ein stabiler Traffic
  • findet die Gewinnervariante schneller (falls mehr als 2 Varianten getestet werden) als das bei einem stabilen Traffic der Fall wäre. Je mehr Varianten, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass ein paar (sehr) schlechte Varianten dabei sind. Die erfolgloseren Varianten werden schnell identifiziert und erhalten weniger Traffic als Varianten, die besser performen. Bei einer stabilen Traffic Allocation wĂĽrden diese (sehr) schlecht abschneidenden Varianten auch weiterhin ein nicht unerhebliches Trafficvolumen verlieren.

Wie können Sie die Dynamic Traffic Allocation verwenden?

Mit AB Tasty ist die Dynamic Traffic Allocation besonders einfach zu bewerkstelligen: Sie müssen nur auf die Schaltfläche „Change to Dynamic allocation“ klicken und den primären KPI auswählen, der optimiert werden soll. Anfangs wird der Traffic noch gleichmäßig verteilt. Im Laufe des Tests wird er angepasst und automatisch so verteilt, dass die Gewinnervariante identifiziert und der Conversion-Gewinn maximiert werden kann.

Nach dem Teststart verläuft alles wie bei einem herkömmlichen Test (mit gleichmäßiger Traffic-Verteilung). Selbstverständlich berücksichtigen alle statistischen Messungen die Dynamic Allocation. Die Testergebnisse können deshalb genau gleich interpretiert werden.

New Dynamic Traffic Allocation interface by AB Tasty

Warum Dynamic Allocation?

Wenn die Zeit knapp ist, haben User dank der Dynamic Allocation die Möglichkeit, den Traffic direkt auf die beste Variante zu leiten, ohne in die Kampagne einzugreifen. Das sorgt für schnellere Ergebnisse und einen besseren ROI!

Dynamic Allocation kann in folgenden Fällen äußerst nützlich sein:

  • Wenn Benutzer Mikro-Conversions optimieren möchten, die in einem kurzen Zeitraum erwartet werden, nachdem der User einer Variation ausgesetzt war. Auf E-Commerce-Websites bevorzugen einige Kunden z. B. den „In den Warenkorb“-CTA gegenĂĽber dem Transaktionsereignis als primäres Ziel.
  • Wenn User nur eine kurze Zeit zur VerfĂĽgung haben, einen Test laufen zu lassen.
  • Bei speziellen Werbeangeboten in der Weihnachtszeit mit einigen Varianten und dem Ziel, in diesem kurzen Zeitraum den Umsatz zu maximieren.
  • Während der Corona-Krise muss ein Unternehmen möglicherweise schnell mit Kunden kommunizieren. Das Unternehmen möchte möglichst rasch die Gewinnervariante verwenden.
  • Wenn die zu testende Seite ein sehr geringes Trafficvolumen verzeichnet. Bei einem niedrigen Traffic kann es schwierig sein, wahre statistische Signifikanz zu erreichen, doch das hindert Sie nicht daran, die Customer Experience zu optimieren. Die Dynamic Allocation wäre die logische Wahl.
  • Wenn viele Varianten zu testen sind, d. h. mehr als 6 Varianten, bietet die Dynamic Allocation Usern die Möglichkeit, schlecht funktionierende Varianten schnell zu identifizieren, um den Test nur fĂĽr die relevantesten Varianten durchzufĂĽhren.

Sie möchten mehr über AB Tasty, Dynamic Allocation und andere KI-gestützte Funktionen wie Engagement Level und Content Interest erfahren, um Ihre Marken- und Produkterlebnisse zu optimieren? Wir zeigen sie Ihnen live in einer persönlichen Demo.

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Conversion Rate Definition: Alles, was Sie wissen mĂĽssen

Nehmen wir uns doch 10 Minuten Zeit und kehren wir zu den Basics einer Conversion Rate zurĂĽck: Was ist die Definition von einer Conversion Rate? Wie wird sie gemessen? Wie kann sie verbessert werden? Und wie kann sichergestellt werden, dass Sie sich dabei nicht selbst im Weg stehen? Sind Sie bereit? Dann los!

Definition: Eine Conversion kann sich auf nahezu alles beziehen. Nicht nur auf eine bestimmte Aktion, sondern auf jede Aktion, die ein Unternehmen für nützlich hält. Conversions können Klicks, Käufe, ein Wischen über das Display, eine Registrierung, ein Download und vieles mehr sein. Im Prinzip wird jede vom Unternehmen gewünschte Aktion eines Users (auch Event genannt) als Conversion betrachtet.

Und die Conversion „Rate“? Was ist damit? Hier handelt es sich lediglich um die Anzahl der Conversions, die verglichen zur Gesamtanzahl der möglichen Conversions in einem bestimmten Zeitrahmen tatsächlich erzielt werden. Dazu später mehr.

Alles was Sie ĂĽber Conversion Rate wissen mĂĽssen – eine Definition

Am einfachsten lässt sich die Conversion Rate Definition im Kontext von E-Commerce erklären. Die Conversion Rate wird von E-Commerce-Websites oft mit dem Ziel verwendet, die Besucher (in Prozenten) zu messen, die schlussendlich Produkte kaufen. Mit anderen Worten, wie viele User den gesamten Conversion Funnel durchlaufen. Wenn Sie ein E-Commerce-Unternehmen sind, wird Ihr Ziel lauten, Ihre Conversion Rate zu optimieren, wodurch Ihre Ergebnisse steigen sollten. Über jede Web Analytics-Plattform wie Google Analytics, Adobe Analytics oder Mixpanel kann für jeden beliebigen Zeitraum die Technik des Conversion Trackings genutzt werden.

conversion rate definition
Quelle

Wie wird eine Conversion Rate gemessen?

Also, wie sollten Sie die Conversion Rate messen? Es ist relativ einfach: Sie mĂĽssen nur die Anzahl der abgeschlossenen Aktionen in einem bestimmten Zeitraum durch die Gesamtanzahl der Besucher Ihrer Website teilen und anschlieĂźend das Ergebnis mit 100 multiplizieren. Mit anderen Worten:

 Conversion Rate = (Conversions oder erreichte Ziele / Gesamtanzahl der Besucher) * 100

Stellen Sie sich vor, Ihre E-Commerce-Website hat in einem bestimmten Zeitraum 25.746 Besucher. Von diesen 25.746 Besuchern haben 4.832 eine Transaktion abgeschlossen. Dann liegt Ihre Conversion Rate bei 18,76 %. Ziemlich gut!

Je nachdem, was Sie messen möchten, können Sie Conversion Rates auch wie folgt berechnen:

Conversion Rate = (Gesamtanzahl der Conversions/Gesamtanzahl der Sitzungen) * 100

ODER

Conversion Rate = (Gesamtanzahl der Conversions/Gesamtanzahl der Leads) * 100

Wenn Sie keine eigene Rechnung aufstellen möchten, können Sie für die präzise Berechnung der Conversion Rate Ihrer Website auch einen automatischen Conversion Rate-Rechner verwenden.

Was ist eine gute Conversion Rate?

Wenn es um einen Vergleich oder Maßstab für Conversion Rates geht, dann gibt es keine Einheitsgröße. Die Conversion Rate einer E-Commerce-Website für Alltagsprodukte (FMCG) mit der einer Kfz-Versicherung zu vergleichen, würde bedeuten, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Es wird Ihnen nicht helfen herauszufinden, ob Ihre Website gute Conversion Rates erzielt. Das vorausgeschickt – und mit Vorsicht zu genießen – hier einige Richtwerte:

Diese Kennzahlen stammen aus dem E-Commerce 2020 KPI Report von Wolfgang Digital.  Die Daten wurden zwischen November 2018 und Oktober 2019 von den Kunden des Unternehmens in den USA und Europa erhoben.

A Conversion Rate Benchmark from Wolfgang Digital
Quelle

Und im Kontext von SEM erhalten wir einige interessante Daten ĂĽber die Click-Through-Rates von Google Adwords:

A CTR Benchmark on mobile by Google Adwords
Quelle

 

Was ist CRO? (und wie Sie damit mehr Geschäft machen)

Ob Sie sich mit einer Website fĂĽr B2B-Software beschäftigen oder mit einer E-Commerce-Website fĂĽr Fashion … Sie werden immer mehr Umsatz generieren wollen. Häufig neigen Marketer zu Kurzschlussreaktionen und geben mehr Geld fĂĽr Werbung aus, um mehr Traffic zu generieren, und – wie sie hoffen – auch mehr Umsatz.

Aber das ist das Gute an Conversion Rate Optimierung: Statt Geld auszugeben, um mehr Traffic zu erhalten, können Sie begründete, datenbasierte Anpassungen an Ihrer Website vornehmen, damit der bereits gewonnene Traffic besser konvertiert.

Sie könnten den Fokus auf Micro-Conversions legen – auf ausgefüllte Formulare oder Klicks auf wichtige CTAs – die Ihnen Macro Conversions verschaffen wie zum Beispiel bestätigte Käufe. Aber um sicher zu sein, dass die Änderungen an Ihrer Website tatsächlich die gewünschte Wirkung erzielen, müssen Sie ein paar statistisch valide Experimente durchführen. Lassen Sie uns eine dieser Techniken genauer betrachten: A/B-Testing.

A/B Testing

A/B-Testing ist eine weit verbreitete CRO-Technik, mit der ein Aspekt Ihrer Website geändert wird, wie die Farbe eines CTA, die Länge eines Formulars etc. Ziel ist, zu sehen, ob sich diese Änderung positiv oder negativ auf Ihre KPIs auswirkt. Wenn Ihre Variante bessere Ergebnisse erzielt, können Sie sie in Ihrer Website hartcodieren.

An illustration of A/B Testing
Quelle

Angenommen, Sie sind ein Kunde von AB Tasty und möchten, dass sich auf Ihrer Warenkorbseite die Anzahl der Klicks auf den CTA „Kauf bestätigen“ erhöht. Mit Ihrem WYSIWYG-Editor können Sie testen, ob hier die Änderung der CTA-Farbe von Blau auf Grün hilft. Da Sie das AB Tasty-Tag in Ihre Seite bereits eingebunden haben, kann dieser Test in kürzester Zeit eingerichtet und durchgeführt werden.

Ohne es zu wissen, sieht der Shopper auf Ihrer Website die Originalversion oder aber die Variante. Dieser Prozess wird nach dem Zufallsprinzip durchgeführt, sodass der Pool, der die Version A sieht, mehr oder weniger mit den Usern identisch ist, denen die Version B angezeigt wird. Da die KPIs für den Test auf „Klicks auf CTA“ eingestellt sind, können Sie aus dem Report entnehmen, welche Variation am besten abgeschnitten hat, nachdem der Test bei genügend Besuchern durchgeführt wurde, um statistisch relevant zu sein.

A/B-Testing ist ein leistungsfähiges Tool für die Optimierung Ihrer Conversion Rate, da Sie in Ihren Conversion Funnel jegliche Blockaden beseitigen und somit sicherstellen können, dass zunehmend mehr User konvertieren, ohne Ihre Akquisitionskosten erhöhen zu müssen. Sie können Insight-Techniken wie Heatmaps und NPS-Umfragen ausprobieren, um herauszufinden, wo sich Reibungspunkte „verstecken“ könnten.

Conversion Killer (und wie Sie sie verhindern können)

Reibungspunkte in Ihrem Funnel beseitigen, ist gut. Sie aber von vornherein zu vermeiden, ist noch besser! Hier eine kurze Liste von „Conversion Killern“, die wir häufig antreffen und die Sie bei der Optimierung Ihrer Website direkt ansteuern können:

  • Zu viel Ablenkung: Zu viel Schnickschnack steht nur im Weg. Besucher sollten leicht das finden können, was sie suchen. Vermeiden Sie ĂĽberladene Seiten und EntscheidungsmĂĽdigkeit. Verwenden Sie stattdessen klare, intuitive und organisierte Optionen.
  • Eine langsame Website. Besucher sind es gewohnt, dass Websites in Lichtgeschwindigkeit laden – langsame Websites sind dann nicht nur hinsichtlich SEO benachteiligt, sondern sind auch in puncto Conversions kontraproduktiv.
  • UnĂĽbersichtliche Navigation. Das Stichwort hier lautet: intuitiv. Wenn User zu lange ĂĽberlegen mĂĽssen, wie sie auf Ihrer Website zu einem bestimmten Abschnitt gelangen, dann ist die UX nicht benutzerfreundlich. Viele Besucher werden dann abspringen.
  • Extrem lange Formulare. Ja, die Länge von Formularen festzulegen, ist immer ein Spagat zwischen dem Nutzen, mehr Informationen zu sammeln, und der Gefahr, dass User abspringen. Aber die Faustregel heiĂźt: Je kĂĽrzer, desto besser.
  • Erzwungene Erstellung eines Accounts. In der Regel ist es am besten, wenn der User die Möglichkeit hat, als „Gast“ zu zahlen, und ihn nicht mit der Einrichtung eines Kontos in die Enge zu treiben.

Fazit

Die Conversion Rate ist ein äußerst wichtiger KPI, den Sie immer im Auge behalten sollten; denn eine gute Conversion Rate ist gleichbedeutend mit einem florierenden Unternehmen und ermöglicht Ihnen, Ihr Akquisitionsbudget in Schach zu halten. Versuchen Sie es mit User Insight-Techniken, um herauszufinden, wo Schwachstellen liegen. Führen Sie Experimente durch, um Probleme zu beheben, und sorgen Sie für einen reibungslosen Conversion Funnel. Vergessen Sie nicht, CRO ist keine Strategie nach dem Motto „Einmal eingestellt, läuft immer“. Sie sollten Ihre Website kontinuierlich optimieren, um agil zu bleiben und der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Ihre Ergebnisse – und Ihre Kunden – werden es Ihnen danken.

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4 Top-Strategien zur B2C Leadgenerierung

Alle Unternehmen sind darauf angewiesen, neue Kunden zu gewinnen.

Es wird jedoch immer schwieriger, den modernen Verbraucher anzusprechen. Die Leadgenerierung muss personalisiert, innovativ und darauf ausgerichtet sein, Ihrer Zielgruppe einen Mehrwert zu bieten. Dabei soll eine Beziehung zu Usern gepflegt werden, in der sie zunehmend mehr davon überzeugt werden, dass Ihr Produkt oder Ihr Service genau das ist, wonach sie gesucht haben. 

Genau damit grenzen sich Marken von ihren Mitbewerbern ab und wecken das Interesse der Verbraucher. Denn diese sind mittlerweile ziemlich gut darin geworden, Benachrichtigungen und Werbeanzeigen einfach zu ĂĽbergehen, die fĂĽr sie auf den ersten Blick nicht relevant sind.

Im Gegensatz zur B2B Leadgenerierung, die sich in der Regel durch längere Verkaufszyklen auszeichnet und zahlreiche Entscheidungsträger involviert, richtet sich die B2C Leadgenerierung an den einzelnen Verbraucher. Das bedeutet, dass der Verkaufszyklus im Allgemeinen kürzer ist und Entscheidungen eher auf Emotionen beruhen. 

Wir stellen Ihnen im Folgenden vier effiziente Strategien vor, die Ihre Strategie zur B2C Leadgenerierung in Gang setzen. (Wenn sich Ihr Fokus oder Interesse mehr auf die B2B Leadgenerierung richtet,  klicken Sie hier.)

1. Verbinden Sie E-Mail Marketing und Social Media

Wenn Sie eine innovative Strategie zur B2C Leadgenerierung entwickeln möchten, beginnen Sie am besten bei den Social Media Kanälen und dem E-Mail-Marketing Ihres Unternehmens.

Über Social Media und E-Mails können Sie eine breite Zielgruppe oder einen Kundenstamm mit relevanten Botschaften erreichen, die das Interesse der User wecken. Schlagen Sie eine Brücke zwischen diesen beiden Ökosystemen, damit regelmäßige Besucher Ihrer Website Ihnen auch auf den Social Media folgen (und umgekehrt).

connect social and email

 

Fügen Sie Social Media Buttons in Ihre Newsletter und Ihre E-Mail-Kommunikation ein und/oder schalten Sie in den Social Media Anzeigen für Ihren Newsletter. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und veranstalten Sie einen Social Media Contest, der das Besucherinteresse weckt und die Anzahl der Follower erhöht!

 

2. Legen Sie den Fokus auf Content Marketing und SEO

Um in einem übersättigten Verbrauchermarkt vielversprechende neue Leads zu generieren, ist eine hieb- und stichfeste Content-Strategie der Schlüssel zum Erfolg. Ob E-Mail Marketing, Posts in Social Media oder Blog-Beiträge: Sie müssen hochwertige Inhalte erstellen, damit Ihre Lead Gen Strategie tatsächlich an Fahrt gewinnt. 

Informative, gut ausgefeilte Inhalte fördern das Vertrauen in Ihre Marke bei bestehenden und potenziellen Kunden. Noch einen Schritt weiter gehen Sie, wenn Sie Ihren Content personalisieren, um die Inhalte passgenau auf die jeweiligen Personen abzustimmen.  

Binden Sie auf jeden Fall SEO in Ihre Strategie ein, damit sich Ihre Sichtbarkeit erhöht und Ihr Content bei Google-Suchergebnissen weit oben landet. Eruieren Sie mit einer Keyword-Suche, wonach Ihre Kunden und Ihre Zielgruppe suchen, und lassen Sie sich davon zu Content-Themen inspirieren. Die Keywords sollten in der Überschrift und (gegebenenfalls) im gesamten Text platziert werden. Gliedern Sie den Inhalt in Abschnitte mit Überschriften, um eine bessere Indexierung zu erzielen. 

 

seo web

 

Vor allem aber sollten Sie den Fokus auf informative und ansprechende Inhalte legen. Der Content sollte nicht zu übermäßig werbelastig sein oder aufdringlich wirken, denn das könnte User schon in einer frühen Phase davon abhalten, mit Ihrer Marke zu interagieren. Das erklärte Ziel besteht darin, Ihr Unternehmen sichtbar zu machen, es als führenden Anbieter in seinem Bereich zu etablieren und zu zeigen, dass Sie die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden  erfüllen können. 

3. Investieren Sie in Ihre Website

Damit Ihre Marke relevant bleibt und den modernen Verbraucher anspricht, müssen Sie Ihre Website optimieren und für eine reibungslose Customer Journey sorgen. Verlieren Sie dabei nie den User aus den Augen. 

Digitale Plattformen sind weiter auf dem Vormarsch. Dadurch hat sich das Verbraucherverhalten in den letzten Jahren massiv verändert. Immer mehr Menschen nutzen ihr Smartphone, um (zu Hause und in Ladengeschäften) ein Produkt zu suchen. Sie erwarten dabei dieselbe hochwertige Customer Experience wie auf einem Desktop oder Tablet. Schnelle Ladezeiten  (auf allen Geräten) und eine responsive Website sind ein Muss für B2C Leadgenerierung. Denn laut Think With Google, schießt die Absprungrate in die Höhe, sobald die Ladezeit einer Website mehr als 3 Sekunden beträgt. 

optimizing mobile web pages

Kontinuierliche Tests stellen sicher, dass Ihre Website auf die Interessen der Besucher abgestimmt bleibt und navigationsfreundlich ist. Selbst kleine Änderungen (z. B. Neuanordnung oder Umbenennung der Header in der Navigationsleiste) können sich erheblich auf die generelle User Experience – und Ihre Leadgenerierung – auswirken.

4. KanalĂĽbergreifende bezahlte Werbeanzeigen

Man spricht von kanalübergreifender Werbung, wenn ein Unternehmen bezahlte Werbeanzeigen schaltet, die kanalübergreifend und auf verschiedenen Geräten angezeigt werden (Sie haben sicher schon bezahlte Werbeanzeigen auf Social Media, Suchergebnisseiten und sogar auf Websites von Drittanbietern gesehen). 

Social Media Kanäle wie Instagram und Facebook eignen sich optimal, um Kunden auf Basis der User-Interessen gezielt anzusprechen. Personalisierte Werbeanzeigen nutzen künstliche Intelligenz aus Social Media Kanälen. In der Folge können Unternehmen Kundenprofile für ein präziseres Targeting erstellen. Wenn ein potenzieller Lead zu einer ansprechenden Anzeige geleitet wird, kann die Marke mehr über den User erfahren (durch ein  einfaches Formular, eine Anmelde-Benachrichtigung oder ein E-Mail Pop-up), bevor er seine Journey zur Website fortsetzt. 

Mit bezahlten Google Anzeigen, die auch als PPC-Anzeigen bezeichnet werden, „erkaufen“ Sie sich einen Platz weit oben auf der Liste der relevanten Suchergebnisse, was hohe Sichtbarkeit bedeutet. Auch hier kann bezahlter Traffic direkt auf eine Landingpage mit einem Formular oder einer Erfassung von E-Mail-Adressen führen, bevor der Besucher auf die Website weitergeleitet wird. 

Bezahlte Kampagnen sind recht effektiv, selbst bei kleineren Budgets. Damit Sie gezielt qualitativ hochwertige Leads ansprechen können, die mit größerer Wahrscheinlichkeit zu Kunden werden, benötigen Sie jedoch möglichst viele Daten. Behalten Sie „Cost Per Click“ vs. „Cost Per Lead“ genau im Blick, um sicherzustellen, dass Ihnen nicht hohe Werbekosten für einen geringeren Return on Investment entstehen. Sie überlegen sich, bezahlte Werbeanzeigen in Ihre nächste Strategie zur Leadgenerierung einzubeziehen? Investieren Sie in ein Kampagnen-Tool, das Ihnen hilft, Informationen über potenzielle Kunden zu erhalten. In der Folge können Sie diese Kunden mit höchst relevanten Inhalten ansprechen, damit sie sich besser an Ihre Marke erinnern (und auch weiter mit ihr interagieren). 

Zusammenfassung

Jede dieser Strategien funktioniert für sich genommen bestens, wenn es darum geht, wichtige neue Leads für eine B2C Marke zu gewinnen. Gleichzeitig ergänzen sie sich optimal und können auch kombiniert gut funktionieren. Wenn Sie Ihre Markenpräsenz verbessern und neue Kontakte gewinnen möchten, müssen Sie Kreativität beweisen. Daten, die von Usern gewonnen und aus ihrem Online-Verhalten abgeleitet werden, führen zu einem zunehmend personalisierten B2C Marketing, wodurch der Druck auf die Marken erhöht wird, neue und geschickte Kampagnen zu entwickeln, um mit den Kunden in Kontakt zu treten.

Wie bei jeder Marketing-Kampagne sind wir auch hier dafür, bei jeder dieser Strategien A/B-Tests durchzuführen, weil Sie dadurch wesentlich besser nachvollziehen können, worauf potenzielle Leads am besten ansprechen. Egal, ob Sie A/B-Tests für Ihre bezahlten Werbeanzeigen in Social Media durchführen, die Sprache in Ihren E-Mail-Kampagnen ändern, verschiedene Versionen derselben Landingpage erstellen oder A/B-Tests für Sprache, Farben und sogar die Positionierung der Call-to-Actions laufen lassen – die Testing-Möglichkeiten sind praktisch unbegrenzt. Wenn Sie möglichst viele Informationen über unbekannte Leads sammeln, können Sie ihr Interesse leichter wecken und sie auf den von ihnen besuchten Plattformen mit personalisierten Inhalten ansprechen, die voraussichtlich einen Lead generieren. 

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9min. Lesezeit

EntscheidungsmĂĽdigkeit und ihre Auswirkungen auf die Conversion Rates einer Website

Jeden Tag treffen wir etwa 35.000 Entscheidungen. Das ist enorm. 

Von der Wahl des Outfits bis zu Finanzentscheidungen, die dem Leben eine neue Wende geben – unsere Tage sind vollgepackt mit Situationen, die uns eine Entscheidung abverlangen. 

Klar, dass wir uns da am Ende des Tages langsam, aber sicher müde fühlen. Wie Untersuchungen belegen, verringert sich unsere Fähigkeit, richtige oder überhaupt irgendwelche Entscheidung zu treffen, wenn uns der Kopf raucht. 

Was ist eigentlich EntscheidungsmĂĽdigkeit?

Entscheidungsmüdigkeit ist die nachlassende Fähigkeit, nach vielen vorangegangenen Entscheidungen gute Entscheidungen zu treffen. 

Mit anderen Worten: Der Versuch, eine Unmenge von Entscheidungen zu verarbeiten, überfordert das menschliche Gehirn. 

Je mehr Entscheidungen man trifft, desto schwieriger wird es, die richtige Entscheidung zu treffen. 

Entscheidungsvermeidung

Was die Sache noch schlimmer macht: Statt eine schlechte Entscheidung zu treffen, vermeidet unser überfordertes Gehirn oftmals, überhaupt eine Entscheidung zu treffen. Es ist schlicht und einfach leichter, gar nichts zu tun, als sich für etwas zu entscheiden. 

Mittlerweile erhärten viele Untersuchungen diese These. Doch als eine der ersten Studien warf das berühmte Marmeladen-Experiment aus dem Jahr 2000 ein Schlaglicht auf dieses Phänomen.

 

decision fatigue - the jam experiment

Bei diesem Experiment hatten Kunden eines Lebensmittelgeschäfts am Tag eins die Wahl zwischen 24 Marmeladensorten. Am Tag zwei wurde die Auswahl auf sechs Marmeladensorten reduziert.

Interessanterweise war die Kaufbereitschaft bei der Gruppe mit der kleineren Auswahl zehnmal höher als bei der anderen Gruppe. 

Die riesige Auswahl schränkte die Entscheidungsfähigkeit der Kunden ein. Viele von ihnen entschieden sich für die einfachste Option – überhaupt keine Entscheidung zu treffen.

Kaufreue

Wenn die Auswahl zu groß ist, fällt es uns nicht nur schwer, eine Wahl zu treffen, sondern wir fühlen uns auch schlecht, nachdem wir unsere Entscheidung getroffen haben. 

Wenn Sie jede Menge Optionen haben und sich schließlich für eine davon entscheiden, stellen Sie sich unweigerlich die Frage, ob Sie die richtige Wahl getroffen haben. 

Es geht immer noch besser und zu viele Optionen können zu Verunsicherung, Unzufriedenheit und Bedauern führen. 

Egal, wofĂĽr wir uns letztlich entscheiden, im Nachhinein zweifeln wir an der Richtigkeit unserer Wahl.

Das Paradox der Wahl

Ist Ihnen aufgefallen, dass Steve Jobs immer dieselbe „Uniform“ trug? 

Zu seinen Markenzeichen gehörten ein schwarzer Rollkragenpulli, Jeans und New Balance-Turnschuhe – dasselbe Outfit Tag ein, Tag aus. 

decision fatigie - steve jobs

Warum?

Ihm war klar, dass sich über den ganzen Tag gestreute kleine Entscheidungen auf seine Fähigkeit, wichtige Entscheidungen zu treffen auswirkte. 

Er wusste, dass er jeden Tag Tausende von großen und kleinen Entscheidungen treffen musste – die alle ein wenig an seinen Kräften zehren und seine Entscheidungsfähigkeit verringern würden. 

Er verbannte nebensächliche Entscheidungen aus seiner täglichen Routine und sparte sich sein intellektuelles Potenzial für wichtigere Entscheidungen auf.  

Weniger ist mehr

Sie fragen sich vielleicht, was Marmelade, Steve Jobs und Kaufreue mit der Conversion Rate auf Ihrer Website zu tun haben. 

Wie sich zeigt, eine ganze Menge. 

Das Paradox der Wahl ist ein Knackpunkt für Websitebetreiber, die auf Conversions angewiesen sind. 

Wenn Sie den Besuchern Ihrer Website zu viele Entscheidungen zumuten, trifft ein Kunden entweder eine schlechte Entscheidung (die Retouren steigen) oder womöglich überhaupt keine Entscheidung (Ihre Conversion Rate sinkt). 

Die Auswirkungen einer zu groĂźen Auswahl auf Websites

Wie für das Marmeladen-Experiment in einem Ladengeschäft gilt das Paradox der Wahl auch in einer digitalen Umgebung. 

decision fatigue - less is more

Wenn Sie Ihren Usern viele Auswahlmöglichkeiten bieten, wirkt das lähmend statt die Conversion Rates zu steigern. 

Für E-Commerce Websites, Leadgenerierungsplattformen oder alle anderen Arten von Websites, auf denen die Besucher in Aktion treten (Produkt kaufen, Kontakt aufnehmen, Newsletter abonnieren), kann sich zu viel Auswahl als Nachteil entpuppen. 

Wenn die Auswahl zu groß ist, kann der Kunde zögern und eine gefühlte Ewigkeit die Vor- und Nachteile seiner Entscheidung abwägen. 

Wie Sie die Paralyse durch Analyse auf Ihrer Website mindern

Angenommen, Sie betreiben einen E-Commerce-Shop (das Prinzip gilt jedoch für jede Art von Conversion-fokussierter Website). 

Sie haben es geschafft, qualifizierten Traffic auf Ihrer Website zu generieren. Jetzt soll dieser Traffic zu Conversions führen. 

Am besten, Sie mustern alle Elemente aus Ihrer Website aus, die den User dazu bewegen, sich folgende Frage zu stellen: „Welche ist die beste Entscheidung?“ oder „Was soll ich jetzt tun?“. 

Nehmen Sie sich Ihre Website vor und räumen Sie mit unnötigen oder allzu verwirrenden Entscheidungen auf. Das gilt ganz klar für die Zahl der angebotenen Produkte, aber auch für andere Bereiche der Website, die eine Entscheidung verlangen. 

Sehen Sie sich diese Bereiche Ihrer Website genauer an und denken Sie an unseren Ratschlag, Entscheidungen möglichst einfach zu machen: 

#1 Website Navigation

Wenn ein Kunde Ihre Website besucht, muss er schnell zur gewünschten Rubrik gelangen. 

Stellen Sie sicher, dass Sie keine unnötigen Links in Ihre primäre Navigation einbinden. Das könnte zu Entscheidungsmüdigkeit führen. 

Als Faustregel gilt, dass Ihr primäres Menü für die primären Conversion-Ziele Ihrer Website da ist (z. B. jetzt shoppen, kontaktieren, Termin vereinbaren) und Ihr sekundäres Menü mit weniger wichtigen Informationen (z. B. Datenschutzerklärung, Jobangebote, rechtliche Hinweise) in den Footer setzen. 

#2 Promotions

Klar, kaum jemand kann einem Deal widerstehen, doch manchmal sind zu viele Deals einfach nur kontraproduktiv. 

Wenn auf einer Website tonnenweise Angebote angezeigt werden, fällt die Wahl – wie bei jeder anderen Entscheidung – schwer. 

Werfen Sie einen Blick auf Fabletics: 

 

Fabletics
Quelle

 

Das Layout ist sehr ĂĽbersichtlich, doch allein in einem kleinen Screenshot werden drei Aktionen beworben:

  • Zwei Leggings fĂĽr £ 24 fĂĽr VIP-Mitglieder
  • Outfits ab £ 20 fĂĽr neue VIP-Mitglieder
  • Mitgliedschaft fĂĽr nur ÂŁ 44 pro Monat

Damit Unübersichtlichkeit und Entscheidungsvermeidung keine Chance haben, sollte sich eine Website im Idealfall auf eine klare und überschaubare Werbeaktion konzentrieren. 

#3 Eindeutiger Call-to-Action (CTA)

Mit einem CTA sagen Sie dem User, was er als Nächstes tun soll. Ein CTA muss klar, einfach und auf Ihre Geschäftsziele abgestimmt sein. 

Mit anderen Worten: Wenn Sie Kunden dazu bewegen möchten, etwas auf Ihrer Website zu kaufen, sollte sie der CTA nicht zur Kontaktaufnahme auffordern. 

Zudem sollten sich Ihre CTAs stimmig durch die ganze Seite ziehen, idealerweise mit einem einzigen Haupt-CTA. Das könnte „Jetzt kaufen“ oder „Jetzt kontaktieren“ sein – zu welcher Handlung Sie den Kunden eben auffordern möchten. 

Wenn Sie potenziellen Kunden zu viele Optionen bieten, treffen diese im Endeffekt vielleicht überhaupt keine Entscheidung. 

#4 Content Overload

Content ist King: Die meisten Menschen sind sich darüber einig, dass nichts über gute Inhalte geht – oder zumindest, dass sie eine extrem wichtige Komponente Ihres Online-Auftritts sind. 

Herausragende Inhalte ziehen die organische Suche wie ein Magnet an und positionieren Sie als Experten in Ihrer Nische. 

Doch zu viel Inhalt kann zur Content-Schwemme werden. 

Präsentieren Sie Ihre Titel nicht als lange Liste von Thumbnails. Denn das zwingt die User, jeden einzelnen Titel zu lesen und zu entscheiden, ob er den entsprechenden Inhalt lesen möchte.

Stellen Sie stattdessen lieber eine Rubrik „Neueste Beiträge“ ein, in der nur der neueste Beitrag angezeigt wird. Interessierte User können in Ihrer Hauptnavigation den „Blog“ aufrufen, wenn sie weitere Beiträge lesen möchten. 

#5 Filter und Sortierfunktion

Für E-Commerce-Shops ist das der springende Punkt, speziell bei einem großen Sortiment. 

Wenn Sie eine Vielzahl von Produkten anbieten, schlagen Sie der Entscheidungsvermeidung am besten dadurch ein Schnippchen, dass Sie die Suchergebnisse durch Suchfilter einschränken. 

Angenommen, die Kollektion „Damenoberteile“ in einem E-Commerce-Shop zeigt 100 Oberteile an. 

Wenn die Kunden aber gezielt nach einem weißen Crop-Top in Größe M suchen, sollten die Filter auf der Website entsprechende Kriterien anbieten. 

decision fatigue - sort and filter
Quelle

 

Die User können dann die Optionen filtern und erhalten eine deutlich kleinere Liste von weißen Crop-Tops in Größe M. 

Die Zahl der Entscheidungen lässt sich auch durch eine Sortierfunktion für die Optionen reduzieren. Wer ein Eigenheim kaufen möchte, kann sich jeden Tag die Anzeigen ansehen und sich ein genaues Bild vom Immobilienmarkt machen. 

Wenn sich die Suche jedoch auf „Aktuellste Angebote“ eingrenzen lässt, müssen Sie nicht erneut Hunderte von Annoncen durchforsten, die Sie schon am Vortag gesehen haben. 

Und zum Schluss noch ein K.I.S.S.

Entscheidungsvermeidung, Kundenreue und das Paradox der Wahl klingen nach komplexen wissenschaftlichen Studien. Im Grund genommen läuft aber alles auf eins hinaus: 

KISS (Keep it simple, stupid). 

Gestalten Sie Ihre Webseiten minimalistisch – mit ein oder zwei Kernaktionen, die Ihren Geschäftszielen dienen. Sorgen Sie dafür, dass die Aktion sowohl für Ihr Unternehmen als auch für Ihre Kunden relevant und nutzbringend ist.

Zu viel Auswahl kann ganz schön anstrengend sein und zu schlechten Entscheidungen, Kaufreue und Unentschlossenheit führen.  

Halten Sie sich an die Techniken in diesem Beitrag: Setzen Sie auf Minimalismus und verbannen Sie unnötige Entscheidungsmöglichkeiten aus Ihrer Website. 

Sie werden Ihre Conversion Rate verbessern, die Kundenzufriedenheit steigern und Retouren reduzieren – dem KISS-Prinzip sei Dank!

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5 Beispiele einer erfolgreichen Personalisierung

Wir möchten Ihnen hier einen Überblick über einige der besten Personalisierungskampagnen der letzten Jahren geben. Manche sind schon etwas älter, haben sich aber bis heute bewährt. Andere dagegen sind brandneu. Von der Reise- bis zu Medienbranche und vieles mehr, hier ein paar hervorragende Ideen, wie Sie Ihren Kunden eine User Experience bieten können, die sie noch stärker anspricht.

SaaS: Spotify weiterhin an der Spitze

Spotify hat sich – wie Netflix and Amazon – mittlerweile in puncto Personalisierung zurecht einen ausgezeichneten Namen gemacht. Mit personalisierten Playlisten, ganz zu schweigen von seinen lustigen Werbeanzeigen, lassen sich die Vorlieben und Daten der Kunden clever nutzen.

Und 2019 hat Spotify uns wirklich nicht im Stich gelassen. Ende des Jahres veröffentlichte das Unternehmen auf der App die gemixte Liste „Your Top Songs 2019“, um mit den richtigen Songs das Neue Jahr einzuläuten.

Spotify Personalization

Travel: EasyJet erzählt personalisierte Kunden-Stories

2015 war für die Airline easyJet ein großartiges Jahr. Damals feierte sie ihr 20jähriges Jubiläum. Wenn Sie schon einmal mit der Fluggesellschaft geflogen sind, dann haben Sie vielleicht eine E-Mail wie unten erhalten. Die E-Mail führte alle Ort auf, die der Empfänger mit easyJet besucht hatte. Gleichzeitig schlug die Airline ein paar Destinationen für künftige Reisen vor – wie ein Fotoalbum:

easyjet personalization
Wishpond

 

Uns gefällt dieser Personalisierungsansatz – hier wird eine nette Geschichte erzählt, die an schöne Momente und gute Zeiten erinnert, die Sie mit der Marke erlebt haben. Und sie ist ausgesprochen Social Media-freundlich.

Vor Kurzem kündete easyJet weitere Personalisierungspläne für sein neues Urlaubspaket an, das 2020 eingeführt werden soll.

Der Manager für Digital von easyJet und easyJet Holidays, James Hardy, erklärte Marketing Week kürzlich: „Wir werden auch eine Reihe neuer Features in den nächsten sechs Monaten einführen, mit dem Ziel, die Buchungsseite der Reisebranche zu werden, die am stärksten auf die Endkunden zugeschnitten ist.” Wir können es kaum abwarten, zu erfahren, was sie uns anbieten werden!

Medien: Die New York Times perfektioniert ihre Personalisierung

Laut Nieman Lab ging die NYTimes in Sachen Personalisierung der UX für ihre Leserschaft im letzten Frühling sogar noch einen Schritt weiter. Der neue Abschnitt „For You“ – beim Launch nur auf iOS-Geräten angeboten – sollte es den Lesern einfach machen, auf noch mehr Inhalte zuzugreifen, für die sie sich interessierten. Mit einer solchen Personalisierung wird das Engagement der Leser erhöht (was mehr Abonnements und mehr Umsatz bedeutet) und den Lesern u. U. eine größere Bandbreite an Artikeln angeboten. Mit anderen Worten „man kann „For You“ als Versuch betrachten, den Leser auf Stories aufmerksam zu machen, die ihm ansonsten verborgen geblieben wären …“

Was uns an dieser Kampagne gefällt, ist das bewusste Bestreben, „Filter-Bubbles“ zu vermeiden, und auf eine aktive Personalisierung zu setzen. Die Meinung von Journalisten wird nach wie vor berücksichtigt und die Vorlieben der Leser, die den Inhalt in „For You“ bestimmen, basieren hauptsächlich darauf, was sie bewusst ausgewählt haben:

NYTimes personalizationFor You Personalization

Fashion: UNTUCKit weiĂź, wie Personalisierung funktioniert

Die Modemarke UNTUCKit setzt eher auf eine Produktpersonalisierung statt auf eine Standardpersonalisierungskampagne und lässt die User ihr eigenes Hemd auf der Website kreieren. Mit einer einfachen Größenbestimmung und einem Online-Kundenprofil können sie im Store ganz einfach genau das finden, was zu ihnen passt Wer aber noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann sein Hemd nach seinen eigenen Kriterien kreieren und Gewebe und Stil bis zu den Taschen bestimmen – ebenfalls ganz einfach.

Customization Untuckit

Und das i-Tüpfelchen? Das Unternehmen hatte für eine begrenzte Zeit kostenlos ein Monogramm angeboten.  Uns gefällt dieser einfache Ansatz der Personalisierung ohne Schnickschnack, mit dem der Kunden genau das richtige Look & Feel erhält.

untuckit monogramming

Social Media: Facebook im JahresrĂĽckblick

Wie beim Beispiel von easyJet oben bietet auch Facebook schon mehrere Jahre einen Jahresrückblick mit den schönsten Momenten, die von den Usern auf der Plattform im Laufe des Jahres veröffentlicht wurden.

Facebook Year in Review

Sie können auch auf ein Video mit den Highlights des Jahres zugreifen, das sie auf ihrer Pinwand posten können. Angesichts der vielen User, die Facebook und andere soziale Medien als persönliches Fotoalbum nutzen, wird hier eine einfache und angenehme Möglichkeit geboten, auf das vergangene Jahr zurückzublicken.

Takeaway

Personalisierung muss nicht zwangsläufig komplex und übermäßig datenlastig sein. Selbst einfachste Ideen können zur Steigerung von Bekanntheitsgrad, Markentreue, Engagement und Absatz beitragen. Es kann auch einfach nur Spaß machen. Unabhängig von Ihrem Unternehmen sind wir sicher, dass Sie sich aus diesen Beispielen einige Anregungen holen und Sie Ihre Personalisierungsstrategie 2020 weiter ausbauen können.

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10 Tipps zur Optimierung Ihrer Website: So steigern Sie Ihren durchschnittlichen Warenkorbwert

Um Umsatzziele zu erreichen, versuchen Marketingexperten häufig, Kunden beim Kauf zu höheren Ausgaben zu bewegen, um ihren durchschnittlichen Warenkorbwert zu steigern . Tatsächlich ist es finanziell deutlich günstiger, an bestehende Kunden zu verkaufen als mit Pitchs neue Kunden zu akquirieren.

Was ist der durchschnittliche Warenkorbwert?

Der durchschnittliche Warenkorbwert: ist der durchschnittliche Geldbetrag, den ein Kunde pro Bestellung ausgibt. Um den durchschnittlichen Warenkorbwert (AOV) zu berechnen, wird der Gesamtumsatz durch die Anzahl der erhaltenen Bestellungen geteilt.

AOV = Gesamtumsatz / Gesamtanzahl der bestätigten Bestellungen

Warum ist der Anstieg Ihres durchschnittlichen Warenkorbwerts so wichtig?

Diese Frage lässt sich leicht beantworten. Ein hoher AOV bedeutet, dass Sie während desselben Zeitraums pro zahlenden Kunden mehr Geld verdienen. Im Grunde genommen erhalten Sie nicht nur das Geld zurück, das Sie für die Kundenakquise investiert haben, sondern entwickeln sich auch zu einem profitableren Unternehmen.

Ein anderer Grund, weshalb der durchschnittliche Warenkorbwert wichtig ist, sind die gewonnenen Kenntnisse über Ihre Kunden, d. h. wie zum Beispiel Ihre Kunden mit Ihrer Website interagieren, für welche Produkte sie sich interessieren, was sie im Endeffekt kaufen und wie viel sie pro Bestellung ausgeben. Mit diesen Informationen können Sie Ihre Strategie der Kundenakquise verbessern und Möglichkeiten erkennen, wie sie die durchschnittlichen Ausgaben Ihrer Kunden pro Bestellung weiter steigern können.

Angenommen, Sie wissen zum Beispiel genau, welche Traffic-Quelle die höchsten Umsätze generiert. Dann können Sie diesen Top Performing Channels mehr Ressourcen zuweisen und Ihren AOV steigern.

10 wertvolle Techniken fĂĽr die AOV-Optimierung

Im Folgenden stellen wir einige Ideen fĂĽr die AOV-Optimierung vor. Welche Sie auch immer implementieren … denken Sie immer aus der Sicht des Kunden. Anders gesagt, bringen Sie die Kunden dazu, eine Summe auszugeben, mit der sie zurechtkommen. Alles, was darĂĽber hinaus gehen wĂĽrde, könnte sie zu einem Warenkorbabbruch veranlassen.

#1 Cross-Selling

Was genau ist Cross-Selling? Cross-Selling beinhaltet die Empfehlung von Produkten, die den in Betracht gezogenen Kauf ergänzen. Nehmen wir zum Beispiel Mango. Beim Cross-Selling bietet das Unternehmen nicht ein Produkt an, sondern einen kompletten Look, da es genau weiß, dass die Kunden gerne verschiedene Artikel im einheitlichen Stil miteinander kombinieren.

Example of Mango Cross-Sell
Mango bietet im Rahmen seines Cross-Sellings Produkte im Abschnitt Complete Your Outfit (runden Sie Ihr Outfit ab) an.

#2 Upselling

Beim Upselling können Sie bei Ihrem Kunden’ mit der Angst spielen, etwas zu verpassen, und ihn dazu bringen, sich für einen kostspieligeren Artikel zu entscheiden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss im Angebot jedoch deutlich erkennbar sein.

Als Faustregel gilt hier, die Preissteigerung im Vergleich zum ursprünglichen Budget spürbar niedrig und unter 25 % zu halten. Gleichzeitig darf der Kunde nicht von zu vielen Optionen erdrückt werden, was zu einem Paradox-of-Choice führen würde, er also die Qual der Wahl hätte.

Wir sollten uns eine Scheibe von Levi’s abschneiden – bzw. der Produktseite des Jeans-Unternehmens. Sie haben Upsell-Möglichkeiten mit nur gering preisintensiveren Jeans geschaffen:

Upsell example from Levis

Hinweis: Cross-Selling und Upselling dürfen nicht verwechselt werden. Hätte Levi’s im Beispiel oben zum Cross-Selling gegriffen, dann hätte die Marke T-Shirts, Hemden oder sogar Schuhe angeboten, um den Look abzurunden.

#3 Stellen Sie Bundles zusammen

Pakete sind eine Kombination aus Produkten, die in den Augen der Kunden durchaus ein gutes Preis-Leistungsverhältnis versprechen. Damit das Ganze aber funktioniert, müssen Sie genau darauf achten, welche Produkte Sie bündeln. E-Commerce-Marken verkaufen in der Regel entweder mehr von denselben Produkten oder packen Produkte zusammen, die sich ergänzen.

Product Bundles
Bombas wirbt mit seinem Paketangebot und betont die Gesamtersparnis, um Conversions und AOV zu steigern.

Weitere Tipps für Produktpakete: 

  • Bei kostspieligen „Spar-Abo“-Paketen sollten Sie dem Kunden die Möglichkeit bieten, in Raten zu zahlen.
  • Lassen Sie die Kunden selbst entscheiden und ihr eigenes Paket zusammenstellen.
  • Verkaufen Sie Produkte einzeln, aber auch als Paket. Durch diese Flexibilität, die Preise zu vergleichen, greift der Kunde zum Kauf des Pakets zurĂĽck, wenn er im Begriff war, die Produkte einzeln zu kaufen.
  • Verankern Sie sie in den Köpfen der Kunden mit Rabatten, um die Verlustaversion zu aktivieren. In dem Moment, in dem sie denken, dass viel auf dem Spiel steht, greifen sie zu Ihrem Rabattangebot.

Verkaufen Sie keine hochwertigen Premium-Produkte zusammen mit einem preiswerten Produkt. Es würde den wahrgenommenen Wert des Pakets gefährden.

#4 Lassen Sie Raum fĂĽr Individualisierung

Bei Etsy setzen die Verkäufer auf Individualisierung, um den Bestellwert zu steigern. Das funktioniert, weil Shopper an Produkten ihren eigenen Wünschen entsprechend mitkreieren und zum Schluss ein Produkt erhalten, das nur auf sie zugeschnitten ist.

Example of Etsy customized bag
Etsy weist bei den Optionen zur Individualisierung von Lederhandtaschen unterschiedliche Preise aus, um den AOV zu steigern.

 

Ein anderes Beispiel ist Nike By You. In seinem virtuellen Workshop können Kunden ihrer Kreativität freien Lauf lassen und eigene, individuell gestaltete Designs von Schuhmodellen einbringen.

#5 Führen Sie zeitlich begrenzte Angebote 

Wenn Sie zeitbegrenzte Rabatte anbieten, entsteht bei Ihren Kunden ein Dringlichkeitsgefühl. Aufgrund dessen überlegen sie sofort, ob es richtig ist, sich sofort zum Kauf zu entscheiden. In den meisten Fällen entscheiden sich die Kunden jedoch sofort für den Kauf, vor allem bei Marken, die nicht das ganze Jahr hindurch Sonderangebote führen oder Rabatte anbieten, weil sie sonst bedauern, nicht rechtzeitig gehandelt zu haben. Ein Gedanke, den sie später nicht ertragen können.

Hier ein Beispiel, wie die Top Marke für Baby- und Kinderkleidung Carter’s Riesenerfolge erzielt: Sie löst bei den Besuchern dieses Gefühl von „ich muss jetzt sofort zuschlagen“ aus.

Discount urgency
Bei seinem zeitbegrenzten Angebot setzt Carter auf seiner Homepage sowohl auf Dringlichkeit als auch auf knappen Lagervorrat, um das Kaufverhalten zu beeinflussen.

#6 Bieten Sie Freebies fĂĽr einen Mindestbestellwert an

Ganz zu Anfang scheint die Idee von Geschenken absurd zu sein; aber es funktioniert, weil hier der Ăśberraschungseffekt miteinflieĂźt. Und genau deshalb geben Kunden glĂĽcklich nach, wenn Sie sie anspornen, mehr Geld ausgeben sollen, um das Geschenk zu erhalten.

Kiehl’s ist es gelungen, mit einem Werbegeschenk seinen Umsatz um 31 % zu steigern. Das Unternehmen optimierte seine Warenkorbseite mit einer Botschaft und einem Barometer (für die visuelle Wirkung), um die Shopper daran zu erinnern, wie greifbar nah ein Werbegeschenk ist.

 

Kiehl's AB Tasty A/B Test

#7 Legen Sie einen Mindestwert fĂĽr den kostenlosen Versand fest

Mit Mindestwerten für den kostenlosen Versand bewirken Sie bei den Shoppern die Wahrnehmung, dass der Versand tatsächlich kostenlos ist. Und so packen sie noch mehr Produkte in den Warenkorb.

Um sich auf Ihre magische Grenze zu konzentrieren, finden Sie Ihren aktuellen durchschnittlicher Warenkorbwert. Sagen wir 50 Euro. Führen Sie jetzt Tests durch, um zu sehen, ob Ihr durchschnittlicher Warenkorbwert bei einem Mindestwert von 65 Euro für den kostenlosen Versand ansteigt oder nicht. Wenn ja, dann testen Sie jetzt, wie hoch Sie den Mindestwert anheben können, ohne dass er sich negativ auf Ihre Conversion Rate und Gewinn auswirkt.

Dann können Sie die Botschaft für den kostenlosen Versand auf den Werbebannern oder der Zahlungsseite einfügen. Auf diese Weise und wie Sie am Beispiel unten sehen können, werden die Kunden wiederholt an die kostenlose Lieferung erinnert, die auf sie wartet.

Free delivery example
Die durchdachte Platzierung und Botschaft von Comptoirs des Cotonniers reichen aus, um Kunden dazu zu bewegen, mehr auszugeben und somit Anspruch auf kostenlosen Versand zu haben.

#8 Richten Sie verlockende Treueprogramme ein

Wir lassen uns für Treuerprogramme registrieren, weil uns die exklusiven Vorteile gefallen. Aber Treueproggamme an sich steigern nicht den durchschnittlichen Warenkorbwert. Sie müssen die Teilnehmer aktiv ansprechen und an diese exklusiven Vorteile erinnern. Für neue Teilnehmer ist es eine gute Idee, sie über die Anzahl der gesammelten Reward-Punkte zu benachrichtigen und ihnen zu erklären, wie sie zur nächsten Stufe aufsteigen können, um noch mehr Vorteile zu ergattern.

Wenn Sie nach dem Modell „Freunde werben“ vorgehen, können Sie sie in Pop-Up-Fenstern an die durch Empfehlung erhaltenen Punkte erinnern, die sie gewinnen können. Und während der Sales-Zeit können Sie gezielte E-Mail-Kampagnen senden, damit sie ihre Punkte eintauschen und größere Einkäufe tätigen und so wiederum ihr Konto mit Punkten auffüllen.

Rewards example
Auf der Website von Columbia werden Nicht-Mitglieder an die exklusiven Privilegien erinnert, die nur Mitgliedern vorbehalten sind.

#9 Nutzen Sie Social Proof

Laut Search Engine Land, vertrauen 88 % der Kunden den Bewertungen anderer User genauso viel wie Empfehlungen von Leuten, die sie kennen. Noch bemerkenswerter ist, dass 94 % der Kunden nur eine Leistung von einem Unternehmen kaufen oder nutzen, wenn sie mit mindestens 4 Sternen bewertet wurde.

Kurz gesagt, Social Proof auf Ihrer Website ist eine überzeugende Conversion-Strategie. Es löst Vertrauen zu Ihnen aus. Und sobald sie eine solide Beziehung zu Ihnen aufgebaut haben, können Sie die Marke werden, bei der sie kaufen, nicht nur ein Mal, sondern viele Male. Langer Rede, kurzer Sinn, Social Proof kann sich positiv auf Ihren durchschnittlichen Warenkorbwert auswirken.

Social proof example
Auf der Website von Caudalie konnten die massiven Bewertungen die VertrauenswĂĽrdigkeit der Marke etablieren.

#10 UnterstĂĽtzen Sie eine gemeinnĂĽtzige Einrichtung oder Stiftung

Wenn Kunden erfahren, dass Sie einen Teil Ihrer Gewinne fĂĽr soziale Zwecke spenden, werden sie voraussichtlich bei Ihnen kaufen. Weil sie durch Sie das GefĂĽhl bekommen, ihrer sozialen Verantwortung nachzukommen und etwas zu einer besseren Welt beitragen.

Zum Beispiel spendet Toms 1 von 3 Dollar Umsatz und macht seine Kunden wiederholt darauf auf seiner Website aufmerksam, auch auf der Zahlungsseite.

Example from Tom's website

Fazit

Den durchschnittlichen Warenkorbwert zu steigern, ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, Ihren Umsatz zu steigern.  Überdenken Sie also Ihre Conversion-Strategie, richten Sie einige Widgets ein und optimieren Sie Ihr Messaging. Beobachten Sie, wie der Zeiger nach oben geht!

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Womit steigt und fällt SaaS Onboarding?

Neue User sollen bei Ihrer Software bleiben? Also ist eine positive Customer Experience wichtig, wenn sich ein neuer Kunde für Ihr Produkt registriert. Zu diesem Zweck können Sie einen Kunden-Onboarding-Prozess implementieren.

Was ist Onboarding und warum ist es so wichtig?

Kunden-Onboarding ist ein Prozess, den Sie im Hinblick auf höhere Kundenbindungsraten implementieren. Vor allem sollen neue User gehalten werden, die sich für Ihr Produkt interessieren. Dieser Prozess wird nach dem Kauf eingeleitet, wenn sich die Nutzer mit dem Produkt vertraut machen. Ein kritischer Moment, der die Kundentreue stärken oder aber eine Abwanderung bewirken kann. Daher ist ein einfacher Integrationsprozess von zentraler Bedeutung, der es den Usern leichter machen soll, die Nutzung Ihres Produkts zur Gewohnheit werden zu lassen.

Onboarding sollte als Zeitraum verstanden werden, in dem Usern ein positives Erlebnis geboten wird und die besten Seiten Ihres Produkts gezeigt werden sollen, d. h. die Gründe, weshalb sie in ihrem Bekanntenkreis darüber erzählen sollten! Bei dieser ersten Interaktion und dem anschließenden Onboarding-Erlebnis geht es um Alles oder Nichts für eine kontinuierliche Beziehung Ihrer Zielgruppe zu Ihrem Produkt.

Onboarding ist mehr als nur die Präsentation eines Produkt-Tutorials. Erfolgreiche Onboarding-Strategien richten sich nach den Zielen der Kunden und ihrer Vorstellung von Erfolg. 

Dieser Prozess tritt ein, wenn der Lead Kunde wird und sich bei Ihrem Produkt anmeldet. In der Regel werden dann Kenntnisse über das Produkt mit Tutorials, Online-Hilfen weitergegeben und die User Experience verbessert, sobald der User beginnt, Ihr Produkt zu nutzen. 

Usern ist das Ergebnis ihres Erlebnisses wichtiger als die Funktionen Ihres Produkts. Ihre Aufgabe ist, User zu unterstĂĽtzen, damit sie dieses Ergebnis schnell erzielen.

4 entscheidende Vorteile von Onboarding

  1. Niedrigere Abwanderungsraten – Die Kundenabwanderungsrate stellt prozentual die User dar, die ein Produkt nicht mehr nutzen. Wenn die Abwanderungsrate reduziert wird, wird auch das Risiko gemindert, dass Kunden zu einem Mitbewerber wechseln oder sich von Ihrem Produkt abwenden. 
  2. Erhöhtes Vertrauen – Wenn er weiterhin unterstützt wird, fühlt sich der Kunde wertgeschätzt und kann mit Ihrem Produkt besser umgehen. 
  3. Stärkere Bindung – Bestehende Kunden geben 67 % mehr aus als Neukunden. User zu binden, ist deutlich einfacher und lukrativer als neue Kunden zu suchen.
  4. Mundpropaganda – Kunden mit positiven Erfahrungen können über Mundpropaganda neue Leads für Sie generieren und schwärmen für Ihr Produkt, wenn sie sich an Bewertungen setzen.

Was bremst SaaS-Onboarding aus?

Jede Schwachstelle in Ihrem Plan riskiert eine Abwanderung. Ihre Kunden müssen kontinuierlich an den Wert Ihres Produkts erinnert werden, sodass sie sich nicht an einen anderen Provider wenden oder Ihre Pläne durchkreuzen.

Hier 4 allgemein verbreitete Fehler, die Unternehmen beim Customer Onboarding begehen und Kunden abschrecken, und wie diese Fehler vermieden werden können:

Zu viele Optionen

Auswählmöglichkeiten sind gut. Aber wenn es zu viele sind, können sich Kunden überwältigt fühlen und sich von Ihrem Produkt abwenden. 

Wenn Sie zu viele Elemente auf einmal präsentieren, entsteht bei den Usern der Eindruck, Ihre Software sei kompliziert. Zu lernen, wie sie funktioniert, lohnt sich in ihren Augen dann nicht. Bei diesen Elementen kann es sich um eine Tour durch das Produkt, Hotspots, Tutorial Prompts, CTAs oder um etwas handeln. 

Andere Möglichkeiten, wie Kunden unbeabsichtigt erdrückt werden können:

  • im Anmeldeformular nach zu vielen Informationen fragen
  • Popup-Fenster fĂĽr Newsletter-Abos während der ersten Schritte 
  • nach nur wenigen Nutzungen um eine Bewertung bitten
  • ein Versionsupdate verlangen, bevor sich die User an die aktuelle Version gewöhnt haben.

Stattdessen sollten Sie während der anfänglichen Einführung des Produkts Ihre Kunden das Produkt erst einmal allein erkunden lassen. Sie können später nach Tutorials suchen, wenn sie die Software besser verstanden haben. Konzentrieren Sie sich auf die Hauptfunktionen und implementieren Sie mehr Schritte mit kleinerem Inhalt, damit der User beim Erkunden nicht abgelenkt wird. 

Slack macht hier eine glänzende Figur und präsentiert immer nur eine Funktion, während die anderen abgeblendet sind.

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Source

Zu lange warten, um nach Feedback zu fragen

Sollte Ihr Kunde mit seinem Erlebnis nicht zufrieden sein, wird er es Ihnen nicht immer mitteilen. Stattdessen kann er versuchen, das Problem selbst in den Griff zu bekommen und sich ausreichend einzugewöhnen, um sich nicht weiter beschweren zu müssen oder Ihr Produkt ganz und gar sein zu lassen! 

Wenn Sie darauf warten, dass sich die User beschweren, um den Onboarding-Prozess erst dann zu verbessern, riskieren Sie, Ihre Kunden zu verlieren. Umfragen, Telefonanrufe und persönliche E-Mails sind gute Möglichkeiten, Feedback zu sammeln und nützliche Fragen zu stellen, die Ihren Service verbessern können.

Einige Kunden lehnen es ab, dass ihre Daten gesammelt werden oder beantworten nicht Ihre Fragen. In diesem Fall gibt es verschiedene Tools, um Informationen zu sammeln, ohne Kunden einbeziehen zu mĂĽssen:

  • Heatmaps
  • Session Replay Tools
  • Funnel-Analysen
  • User mit Risiken identifizieren
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Quelle

Eine „Einheitslösung“ verwenden

Jeder User hat andere Wünsche, Motivationen, Erfahrungen, Fähigkeiten und Aufgaben. Deshalb sollte auch das Onboarding-Erlebnis für jeden einzelnen User differenziert ausfallen. Bauen Sie einen Prozess auf, der auf bestimmte Kunden abgestimmt ist, oder Sie riskieren, die Customer Journey zu erschweren und Kunden zu verscheuchen.

Nutzen Sie die Daten, die Sie über Ihre User gesammelt haben, und entwickeln Sie eine personenbezogene Strategie. Erkennen Sie entsprechende Trends wie Standort, Sprache, Berufslaufbahn, Hobbys, Alter, Geschlecht usw. der Kunden. So sorgen Sie für ein solideres Onboarding-Erlebnis und fördern das Zugehörigkeitsgefühl zu Ihrem Produkt.

Auf gleiche Weise muss auch das Erlebnis mit den spezifischen Bedürfnissen oder Pain Points korrelieren. Nutzen Sie Daten, um zu erfahren, was sich Ihre Kunden von Ihrer Software erhoffen. Stellen Sie einen Plan auf, der dazu beiträgt, dass sie Erfolg haben.

Nicht jeder User hat dieselben Fachkenntnisse. Also muss der von Ihnen präsentierte Prozess verhindern, dass er sich über- oder unterfordert fühlt. Andernfalls stellt er möglicherweise seine Fähigkeiten oder Ihre Produkte in Frage. 

Das Tool für Prototypen Justinmind bietet die Möglichkeit, ein Onboarding-Programm auf Grundlage von UX zu nutzen. Jedes Level bietet ein anderes Erlebnis, das zu jedem User entsprechend seiner Kenntnisse passt.

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Quelle

Prozess erstellen, der keine sofortigen Ergebnisse liefert

Eine Schlüsselkomponente des Onboarding-Prozesses ist, Kunden mit Hilfe Ihres Produkts einen Vorgeschmack auf die süße Seite des Lebens zu geben. Wenn Sie also eine Customer Journey voller Hürden entwerfen, durch die erste Erfolge auf sich warten lassen, haben Ihre User ein Problem. User erwarten von Ihnen, dass Sie ihre aktuelle Situation verbessern. Sie möchten nicht viel Zeit damit verbringen, das zu erreichen. 

Kunden auf Ergebnisse warten zu lassen, wirft bei ihnen Zweifel auf. Sie sind frustriert und meinen, ihre kostbare Zeit und Geld sowie Energie fĂĽr Ihr Produkt verschwendet zu haben. Entwerfen Sie also einen Prozess, in dem jeder Schritt fĂĽr den Erfolg des Kunden sorgt:

  • Konzentrieren Sie sich auf die Vorteile, die Ihr Produkt den Kunden bietet
  • Erstellen Sie ein benutzerfreundliches Interface
  • Geben Sie Ihren Kunden an verschiedenen Kontrollpunkten Anregungen
  • Entwickeln Sie einen Inhalt, damit sich Probleme einfacher lösen lassen

Auch mit einer kurzen „Glückwunsch“-Meldungen fühlen sich Kunden nach Abwicklung von Kontrollpunkten bestätigt.

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Quelle

Was macht ein ausgezeichnetes SaaS-Onboarding aus?

Der „Aha“-Moment, wenn sich User über den Wert Ihres Produkts bewusst werden und Unternehmen Kundendaten nutzen können, damit dieser Moment schneller eintritt. In diesem Moment wird der Kunde motiviert, weiterhin Ihre Software zu nutzen. Sie erzielen also weiterhin Ergebnisse. 

Hier einige erfolgreiche Onboarding-Strategien:

  • Stellen Sie Onboarding-Experten ein: Ein Team von Onboarding-Experten zusammenzustellen, fĂĽr Kunden, die Ihr Produkt zum ersten Mal benutzen, ist eine ausgezeichnete Idee. 
  • Meilensteine setzen: Meilensteine halten die Kommunikation zwischen Ihrem Unternehmen und Ihren Kunden aufrecht und vereinfachen den Onboarding-Prozess. 
  • MaĂźgeschneidertes Erlebnis aufbauen: UnterstĂĽtzen Sie Ihre Kunden durch den gesamten Onboarding-Prozess hindurch, damit sie ihre Ziele erreichen können.
  • Verhelfen Sie Ihren Usern zu schnellen Ergebnissen: Lassen Sie Ihre Kunden den Wert aus Ihrer Lösung von Anfang an schöpfen. 
  • Bitten Sie um kontinuierliches Feedback: Verbessern Sie die User Experience durch Umfragen, personalisierte E-Mails, Telefonanrufe und mehr.

Wenn Sie Ihren Kunden die erforderlichen Informationen und Ressourcen bieten, die sie durch die Lernkurve führen, helfen Sie ihnen schnell, ihre ersten Erfolge einzuheimsen. 

Antworten Sie Ihren Kunden nach ihren Bedingungen

Ihre Kunden können sich über verschiedene Kanäle an Sie wenden. Wenn Sie ihnen antworten, lassen Sie Ihre User den Kanal wählen, der für sie am bequemsten ist, wie Social Media, E-Mail oder Telefon.  

Auch Bewertungen sind eine Art von Kontakt. Anrufe ebenso. Seien Sie proaktiv und zeigen Sie Ihren Kunden, dass Sie sich ĂĽber ihre BedĂĽrfnisse im Klaren sind.

Achten Sie auf die Pain Points

Verschiedene Probleme für User riskieren, dass sie sich abwenden. Also müssen Sie Pain Points schnellstmöglich beseitigen. Die Probleme von Kunden zu erkennen und proaktiv zu lösen, ist einer der besten Wege, um ihnen zu zeigen, dass sie sich darum kümmern.

Anmeldeprozess

Am besten halten Sie das Originalanmeldeformular einfach und fragen nur das Notwendigste. Sie können verschiedene Aspekte testen und sehen, was bei Ihren Kunden funktioniert. Funktionen wie die Bestätigung von Formularfeldern und Buttons zur Registrierung bei sozialen Medien sollten auf ein Minimum beschränkt werden, um die Kunden nicht zu übermannen.

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E-Mails zur BegrĂĽĂźung

Halten Sie sie einfach und erschlagen Sie die Kunden nicht mit zu vielen Informationen. Bieten Sie Ressourcen an, die sie während ihrer Journey und ihrem Engagement unterstützen wie zum Beispiel ein Qualitätspost aus Ihrem Blog. 

Sie können diese Kontaktstelle nutzen, um zu zeigen, dass Sie die Zeit und die Bereitwilligkeit schätzen, die Ihre Kunden aufgebracht haben, um Ihr Produkt auszuprobieren. Sie können auch das Motto Ihres Unternehmens wiederholen und einige Vorteile nennen, die Ihre neuen Kunden erwarten können.

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Erste Anmeldung

Das Erlebnis der ersten Registrierung Ihrer Kunden beeinflusst ihren ersten Eindruck. Verwenden Sie ein Popup-Fenster zur Begrüßung der Kunden, mit einer Übersicht über alle Vorteile, ein klarer Wegweiser für die nächste Aktion. Und bekräftigen Sie das Ganze in positiver Form, beispielsweise mit einem Dankeschön.

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Zusammenfassung

SaaS-Onboarding ist einer der wichtigsten Prozesse der Kundeninteraktion, der Ihr Unternehmen vorantreibt. Es gibt keine Einheitslösung für eine Strategie, die für alle Marken funktioniert. Es liegt an Ihnen, die einzigartigen Attribute Ihres Kunden und den Wert Ihres Produkts auszuwerten.

Onboarding macht bessere Kundenbeziehungen vom ersten Moment an leichter, d. h. personalisiertere und effizientere Beziehungen. Darüber hinaus werden den Usern die Funktionen und der Nutzen Ihres Produkts mitgeteilt. Wenn Ihre Kunden den Wert Ihrer Lösung klar verstehen, sind sie eher bereit, bei Ihrem Produkt zu bleiben.

Das Internet ist ein großartiges Mittel, um mit Ihren Kunden zu kommunizieren. Nutzen Sie also alle verfügbaren Mittel, um sich auf dem bestehenden kundenzentrierten Markt einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Wenn Sie bei ihnen für diesen ersten Eindruck sorgen, profitieren Sie vom wichtigsten Nutzen, den Onboarding bietet: reduzierte Abwanderung und höhere Raten der Kundentreue.

Blogartikel

9min. Lesezeit

Was macht einen besonders kompetenten Product Lifecycle Manager aus?

In der Regel nehmen wir Produkte oder Services erst wahr, wenn sie auf dem Markt sind. 

Aber bevor ein Produkt in den Geschäften angeboten wird – ob physisch oder virtuell – ist zunächst ein umfassender Prozess erforderlich. Selbst wenn ein Produkt oder Service für den Endverbraucher nutzbar ist, sind eine Reihe von entscheidenden Überlegungen anzustellen, um den Erfolg und die Marktstabilität des betreffenden Artikels sicherzustellen.

Ein effektives Product Lifecycle Management (PLM) ist in jeder erdenklichen Branche ein ganzheitlicher Prozess. Es ist die Aufgabe des Product Lifecycle Managers, den gesamten Prozess anzufĂĽhren, von der Entwicklung bis zur Einstellung des Produkts.

Aber was macht einen besonders kompetenten Product Lifecycle Manager aus? 

Genau das werden wir herausfinden. Aber lassen Sie uns vorher etwas tiefer darauf eingehen, wie wichtig PLM ist und welche zentralen Aufgaben ein moderner Product Lifecycle Manager zu erfĂĽllen hat.

Warum ist Product Lifecycle Management (PLM) so wichtig?

Product Lifecycle Management ist das Bindeglied, das den gesamten Prozess zusammenhält, von der Ideengenerierung und Entwicklung bis zur Produktion, Werbung etc. Ohne einen effektiven PLM-Prozess ist es relativ unwahrscheinlich, dass eine Produktion oder ein Service jemals das Licht der Welt erblickt.

Wenn ein Produkt, Service oder eine Innovation realisiert werden muss, kommen mehrere Prozesse und Entitäten ins Spiel. Es liegt in der Verantwortung des Product Lifecycle Managers, all diese Elemente zusammenzuführen und sicherzustellen, dass jede Etappe dieser „Reise“ erfolgsorientiert optimiert wird.

Die Funktion eines Product Lifecycle Managers ist genauso vielseitig wie unverzichtbar und beinhaltet eine FĂĽlle von Verantwortungsbereichen.

Was wird von einem modernen Product Lifecycle Manager erwartet?

Kein Tag im Leben eines guten Product Lifecycle Manager gleicht im Prinzip dem anderen. Aber zu Ihrer Orientierung hier die Kernaufgaben eines Project Lifecycle Managers:

  • EinfĂĽhrung Die Funktion eines Experten fĂĽr den Markt oder das Fachgebiet ĂĽbernehmen, um das Produkt oder die Innovation marktfähig zu machen. An dieser Stelle des Prozesses ist eine umfangreiche Marktforschung erforderlich und auch hier ist wieder der Product Lifecycle Manager gefragt. Er hat sicherzustellen, dass in der Entwicklung, Produktion und Lancierung alle Abteilungen eng miteinander zusammenarbeiten.
  • Wachstum: Sobald das Produkt fĂĽr den öffentlichen Verbrauchermarkt geeignet ist, hat der Product Lifecycle Manager die Aufgabe, eine gesunde Marktexpansion und Skalierbarkeit und gleichzeitig die betreffenden Abteilungen oder Entitäten bei der Optimierung eines nachhaltigen Wachstums zu unterstĂĽtzen.
  • Reife: Wenn das betreffende Produkt an Reife und Dynamik gewinnt, muss der Product Lifecycle Manager mit internen und externen Interessengruppen zusammenarbeiten, um den Marktanteil zu halten und fĂĽr den weiteren „Reiseverlauf“ des Produkts zu sorgen, wodurch er einen nachhaltigen Return on Investment (ROI) sichert.
  • Einstellung: Wenn ein Produkt oder eine Innovation die Phase der Einstellung erreicht hat, wird ein besonders kompetenter Product Lifecycle Manager eine Lösung suchen. In dieser Phase hat der Product Lifecycle Manager nun die besten strategischen FolgemaĂźnahmen fĂĽr das Produkt zu bestimmen – ob Rekonsolidierung und Neuentwicklung oder Einstellung des Produkts.

Product Lifecycle Manager: Wichtige Merkmale fĂĽr den Erfolg

Product Lifecycle Manager zu sein, ist gelinde gesagt, eine Herausforderung. Aber wenn Sie das Talent und die Fähigkeiten haben, besonders kompetent zu sein, dann stehen Ihnen in Ihrer Karriere alle Türen offen.

Möchten Sie wissen, was es braucht, um ein besonders kompetenter Product Lifecycle Manager zu sein? Hier die wichtigsten Merkmale eines erfolgreichen PLM. 

Qualifikationen und Referenzen

Es gibt zwar keinen klar vorgegebenen Weg, um ein besonders kompetenter Product Lifecycle Manager zu werden, aber um Ihre Aufgaben unter allen Aspekten effektiv zu erfüllen, brauchen Sie einschlägige Erfahrungen und entsprechende Qualifikationen hinsichtlich Produktmanagement und -entwicklung.

Sie müssen auch den digitalen Durchblick haben. Um ein besonders kompetenter Product Lifecycle Manager zu sein, müssen Sie zum Beispiel in den Bereichen Technologie, Tools und Plattformen versiert sein, die in dieser Branche Standard sind. 

Wenn Sie in einer bestimmten Marktnische arbeiten, führen Sie umfangreiche Recherchen durch und holen Sie sich möglichst jede relevante Referenz ein. Sie werden dadurch nicht nur glaubwürdiger, sondern gewinnen auch ein gewisses Niveau an praktischen Kenntnissen, durch die Sie einen entscheidenden Wettbewerbsvorsprung erhalten – genau den, der Ihnen dazu verhilft, jede von Ihnen ergriffene Initiative effektiver anzugehen und zu optimieren.

Kontinuierliche Anpassungsfähigkeit

Im Zeitalter der Information verändert sich die Technologie in rasanter Geschwindigkeit. Das heißt, dass ein besonders kompetenter Product Lifecycle Manager stets flexibel und in der Lage sein muss, sich den ständig ändernden Methoden, Innovationen und Konzepten kontinuierlich anzupassen.

Als Product Lifecycle Manager ist es von grundlegender Bedeutung, viel Zeit in die  Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten zu investieren und am Puls der Zeit zu bleiben. Ein Lifecycle Manager muss belastbar und innovativ sein. Um kontinuierlich erfolgreich zu sein, muss er sich an den Gedanken gewöhnen, ein Leben lang zu lernen.

Wenn Sie regelmäßig branchenspezifische Veröffentlichungen lesen, Messen und Webinare besuchen und sich bei Kursen anmelden, können Sie Ihre Fähigkeiten ausbauen (oder neue erlernen). Sie werden sich von einem guten zu einem außerordentlichen PLM katapultieren.

Analytische Fähigkeiten

Wir leben in einem Zeitalter voller digitaler Daten. Genau genommen wird bis Ende 2020 nahezu jeder Mensch 1,7 Megabyte in einer einzigen Sekunde generieren.

Das heißt, um ein ausgezeichneter Product Lifecycle Manager zu sein, muss man ein scharfes Auge haben und entsprechende analytische Fähigkeiten.

In jeder einzelnen Phase der Produktion werden Sie durch Daten aufkommende Trends ausfindig machen, Schwachpunkte finden und fundierte Entscheidungen treffen, die den Erfolg des Prozesses beschleunigen. Wenn Sie darüber hinaus Datenanalysen voll ausschöpfen, können Sie mit Key Performance Indicators (KPIs) arbeiten, um Maßstäbe für den Erfolg zu setzen und die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Abteilungen zu fördern. 

Im Folgenden finden Sie als Leitfaden drei wichtige Kennzahlen, die Sie im Detail kennen sollten (Diese Indikatoren sind während den Anfangsphasen von Launch und Entwicklung von besonders zentraler Bedeutung):

  • Traffic auf Produktseiten: Ein Indikator fĂĽr Engagement und Produktinteresse
  • Conversion Rate: Prozent der User oder Kunden, die die gewĂĽnschte Aktion durchfĂĽhren
  • Adoption Rate: Die Rate, zu der ein Produkt gekauft oder auf bestimmten Marktplätzen verwendet wird

Wenn Sie die wesentlichen PLM-Kennzahlen gut verstehen und lernen, wie Sie diese Daten bis zum Letzten nutzen können, während Sie mit dynamischen Business Intelligence (BI) Tools arbeiten, erhalten Sie Erkenntnisse, die Sie zu einem unglaublich kompetenten Product Lifecycle Manager machen.

Umgang mit Worten

Diese Eigenschaft wird oft ĂĽbersehen, wenn es um Product Lifecycle Management geht. Aber um sich als ausgezeichneter PLM durchzusetzen, ist es besonders wichtig, selbstbewusst und wortgewandt zu sein.

Product Lifecycle Manager müssen in ihrem Berufsleben nahezu jeden Tag unzählige Gespräche führen, sei es persönlich oder über Projektplattformen, in Videokonferenzen oder per E-Mail.

Als Produktmanager ist es Ihre Aufgabe, unterschiedlichen – internen als auch externen – Interessengruppen eine Fülle an Informationen über das Produkt mitzuteilen. Sie müssen also handfeste soziale Kompetenzen, ausgezeichnete kommunikative Fähigkeiten aufweisen, aber auch das schriftliche Wort beherrschen, um sich in Ton und Sprache an die jeweilige Kontaktperson anpassen zu können.

Ein besonders kompetenter Product Lifecycle Manager ist besonders wortgewandt – in jeder Situation und auf allen Plattformen. Arbeiten Sie an diesen Fähigkeiten und Sie werden in dieser schnelllebigen Welt eines PLM rasch Erfolge verzeichnen. 

Verkaufskompetenz

Als Product Lifecycle Manager mĂĽssen Sie bei jedem Projekt potenziellen Partnern eine Vision verkaufen.

Selbstverständlich hilft Redegewandtheit, Ihre eine Vision potenziellen Ingenieuren, Herstellern, Marketingexperten usw. zu verkaufen. Die Liste würde sich endlos fortführen lassen Aber im digitalen Zeitalter sind auch  digitale Verkaufsfähigkeiten unentbehrlich. Zu diesen Kompetenzen zählen:

  • Gezielten Inhalt erstellen, um eine bestimmte User-Gruppe anzusprechen und Leads zu generieren
  • Vertrauen ĂĽber die sozialen Medien aufbauen
  •  Conversions durch innovative Werbekampagnen optimieren
  • Bessere digitale und gezielte Recherchen durchfĂĽhren um tiefere und aussagekräftigere Erkenntnisse ĂĽber Ihre Branche zu erhalten

Um Leads an den verschiedenen Touchpoints zu generieren und zu pflegen, ob in den sozialen Medien oder über E-Mails bis zu mobile Apps und mehr – müssen Sie clever vorgehen und einen scharfen Verstand haben, um Überzeugungsarbeit zu leisten und Beziehungen aufzubauen, seien es persönliche oder virtuelle Kontakte. Mit dieser Kompetenz werden Sie Ihre beruflichen Perspektiven exponentiell verbessern.

Verantwortung und Führungsqualität

Vermutlich ist die wichtigste Soft Skill eines Product Lifecycle Managers, die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und ein Projekt mit respektabler Kompetenz zu leiten.

Sie müssen nicht nur in jeder Phase der Reise bei strategischen Entscheidungen das Ruder übernehmen, sondern auch jede Entität im Rahmen des Projekts zum gemeinsamen Ziel führen. 

Wenn Sie auf dem Weg auf eine Hürde stoßen oder sich ein Problem stellt, müssen Sie Verantwortung übernehmen und die Sache in die Hand nehmen. Und wenn bestimmte Personen Ihrer Meinung nach weitere Unterstützung oder Orientierungshilfen brauchen, liegt es an Ihnen, aufmerksam zu sein und sich als Mentor anzubieten – nun, als besonders kompetenter Product Lifecycle Manager werden Sie dieser Aufgabe auch nicht aus dem Weg gehen wollen.

Darüber hinaus müssen Sie während des Lebenszyklus in den Phasen Wachstum und Reife beeindruckende Führungsqualitäten an den Tag legen, um neue Geschäftsbeziehungen zu knüpfen und riskante, neue Märkte zu erreichen.

Wenn Sie nicht in der Lage sind, Verantwortung und durch Inspiration eine FĂĽhrungsrolle zu ĂĽbernehmen, dann ist es relativ unwahrscheinlich, dass Sie ĂĽber einen durchschnittlichen Product Lifecycle Manager hinausgehen.

“The details are details. They make the product. The connections, the connections, the connections. It will, in the end, be these details that give the product its life.” 

Charles Eames

Eine Idee konkret umzusetzen, ist kein Kinderspiel, und das ist noch untertrieben und tiefgestapelt. Aber mit der Bereitschaft, der Entschlossenheit und dem Einsatz, die richtigen Qualifikationen zu erlangen, ist es durchaus machbar. 

Ein Product Lifecycle Manager muss sich in der Tat vielen Herausforderungen stellen, wenn Sie aber bereit sind, alle Kraft einzusetzen, die es braucht, um ein besonders kompetenter Product Lifecycle Manager zu sein, werden Sie eine lange, von Erfolg gekrönte und spannende Karriere vor sich haben. Viel Glück!