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15 Top Tipps, um Ihren Blog-Traffic zu erhöhen

Sie haben also die vielen Vorteile bereits erkannt, die Blogs Ihrem Unternehmen und Ihrer Marke bieten, können aber anscheinend den Traffic nicht erhöhen? Nahezu alle Unternehmen verspĂŒren sicher eine gewisse Verdrossenheit, wenn es darum geht, mehr Klicks auf Blogs zu erzielen und somit den Leserkreis ihrer Blog-Artikel zu vergrĂ¶ĂŸern. Vor allem, wenn Geld und Zeit in den Austausch von Erkenntnissen und Fachwissen investiert wurden, wird erwartet, erste FrĂŒchte ernten zu können! 

Den Blog-Traffic zu erhöhen, kann schwierig sein, aber mit unseren 15 Tipps, wie Sie Ihren Inhalt prÀsentieren und den organischen Leserkreis erweitern können, sollte Ihr Inhalt die verdiente Aufmerksamkeit erhalten:

1. Inhalte in sozialen Medien fördern

Eine Taktik, die klar auf der Hand liegt, aber oft zweckentfremdet wird: Ihren Inhalt in sozialen Medien zu fördern, kann wirklich helfen, neue Leser zu erreichen. Es gibt ganz bestimmt eine soziale Plattform, fĂŒr die sich Ihre Zielgruppe am meisten interessiert. Also stellen Sie sicher, Ihre Blogartikel mit Suggestivfragen oder Statements mit DenkanstĂ¶ĂŸen zu posten, die sie animieren, weiter zu lesen und die Artikel zu teilen. 


Wenn Ihr Inhalt einen Leser anspricht, der seine Zeit auf Twitter oder LinkedIn verbringt, mĂŒssen Sie wissen, wann genau Sie auf diesen KanĂ€len posten sollten, und das generelle Format des Inhalts auf diesen Plattformen verfolgen.

Und Sie können auch ruhig wieder einen bereits veröffentlichten Inhalt posten, mit Social Trendings wie #Throwbackthursday und #Flashbackfriday, um Ihre Follower an einige großartige Inhalte vor ein paar Monaten zu erinnern.

Share your posts on social

2. Navigation zu Ihrer Website

Die Navigation Ihres Blogs auf Ihrer Website zu ĂŒberdenken kann dabei helfen, die Ausgestaltung von Inhalten zu verbessern und mehr Menschen zu ermutigen, ihn zu lesen. Ihr Blog kann dazu in der Top-Navigation auf der Website zu sehen und klar benannt sein, wie zum Beispiel mit „Artikel“, „News“ oder einfach „Blog“. Stellen Sie auch sicher, dass der Blog an verschiedenen Touchpoints auf der Website erscheint – nicht nur auf der Homepage! Wenn er sich einfacher entdecken lĂ€sst, wird die Anzahl der Nutzer erhöht, die auf ihn klicken, um mehr zu lesen.

3.  Finden Sie Ihre eigene Stimme

Bringen Sie ruhig Ihre Persönlichkeit zum Ausdruck und zeigen Sie den Lesern, dass Ihr Inhalt informativ UND gleichzeitig unterhaltsam ist! Verfassen Sie Ihren Inhalt im Tonfall Ihrer „Marke“, der Ihrer Hauptzielgruppe gefĂ€llt und sich durch alle Texte zieht – nicht nur in Blogs.

Wenn Sie viele Content Creators in Ihrem Unternehmen haben, sollten Sie fĂŒr einen durchgĂ€ngigen Tonfall der Marke sorgen und sicherstellen, dass sie sich alle darĂŒber im Klaren sind. Um Markenbewusstsein aufzubauen und Besucher zu animieren, den Inhalt erneut zu besuchen, ist Konsistenz von zentraler Bedeutung.

Create high quality blog content

4. KlickwĂŒrdige Überschriften als Blickfang

Ein einfacher, aber wirkungsvoller Weg, Traffic zu steigern, sind Überschriften, die ins Auge fallen und den Nutzer anregen, durch den Artikel bzw. Blog zu klicken und den Inhalt zu lesen. Sorgen Sie fĂŒr fesselnde Überschriften, um die Chance fĂŒr Ihren Inhalt zu maximieren, unter den regen sozialen Feeds herauszustechen. „KlickwĂŒrdige“ Überschriften können den Unterschied machen, inwieweit der Inhalt Ihres Blogs die Besucher erreicht. Also nehmen Sie sich die Zeit fĂŒr einprĂ€gsame und ansprechende Überschriften, um den Traffic auf Ihrem Blog zu steigern.

5. Qualitativ hochwertiger Inhalt

Das scheint selbstverstĂ€ndlich zu sein, aber qualitativ hochwertiger Inhalt muss einer ansprechenden Überschrift folgen! Ihre Überschriften können interessant sein, aber wenn der Inhalt selbst das Thema nicht lebendig gestaltet, werden Ihre Leser schnell wieder von Ihrer Website abspringen. FĂŒhren Sie Keyword-Recherchen durch, um sicherzustellen, dass die Nutzer wirklich nach diesem Thema suchen. Und vergessen Sie nicht, alles Korrektur zu lesen, bevor Sie den Artikel veröffentlichen. Wenn Sie sich selbst nicht fĂŒr das Thema interessieren, können Sie auch nicht erwarten, dass Ihre Leser sich dafĂŒr interessieren!

6.  Eindruck professioneller Bilder

Wenn Sie einen qualitativ anspruchsvollen Inhalt und eine klickwĂŒrdige Überschrift haben, sollten Sie als NĂ€chstes ebenso ansprechende und professionell wirkende Bilder verwenden. 

Bilder in Ihren Blogs können entscheidend dafĂŒr sein, ob der Nutzer am Inhalt „vorbei“ scrollt oder aber klickt, um weiterzulesen. Also lohnt es sich, hier zu investieren. UnabhĂ€ngig davon, ob Sie professionelle Fotos kaufen oder selbst machen – entscheiden Sie sich fĂŒr einen bestimmten Bilderstil wie einen Lifestyle oder sogar eine Ikonografie, und behalten Sie diesen Stil bei.

7. Auf persönlichen Accounts teilen

Egal ob es sich um ein Unternehmen mit 4 oder mit 400 Mitarbeitern handelt, es wird auf jeden Fall persönliche Social Media Accounts mit einem Potenzial neuer Leser haben! Regen Sie sie aktiv an, Blogartikel in ihren persönlichen Social Media Accounts zu teilen. Wenn andere Kolleginnen und Kollegen angeregt werden, Blog-Inhalte zu teilen, entsteht sofort ein grĂ¶ĂŸeres Netzwerk potenzieller Leser, wodurch der organische Traffic bei Ihren Posts erhöht wird, sofern sich die Plattform auch dazu eignet.

8.  Gastautoren fĂŒr BeitrĂ€ge einladen

Ob Branchenexperte örtlicher Unternehmer oder jemand, der sich lediglich brennend fĂŒr Ihr Business interessiert, gehen Sie auf ihn zu und laden Sie ihn als Gastautor ein, um seine Expertise und sein Wissen in einem Blog-Artikel zu teilen. 

Warum nicht eine Nachricht schicken und ihn fragen, ob er etwas fĂŒr Ihren Blog schreiben wĂŒrde? Oder Kontakte nutzen, um sich mit wichtigen Referenten in Verbindung zu setzen. Mit Gastautoren in Ihrem Blog sprechen Sie das Interesse einer grĂ¶ĂŸeren Zielgruppe an, dehnen Ihren Einflussbereich aus und sorgen fĂŒr vielseitige Inhalte – alles gewinnversprechende „Zutaten“, wenn es darum geht, den Traffic zu steigern.

Invite guest contributors and think of good titles

Dies kann ein wenig den Anschein eines „MitlĂ€ufers“ erwecken. Wenn Sie aber Hyperlinks zu Ihrem Blog an verschiedenen Stellen verwenden, wird Ihr Artikel mehr gesehen und hoffentlich auch öfter angeklickt. 

FĂŒhren Sie die Blog-URL in der Fußzeile einer E-Mail-Signatur auf, verlinken Sie sie mit Ihren beliebtesten Social Media Channels und fĂŒgen Sie sie auch auf gedruckten Visitenkarten hinzu. Wenn Sie die URL in möglichst vielen Stellen einbetten, erhöhen Sie die Chance, dass sie von vielen Menschen gesehen und angeklickt wird.

10. Content-Kalender anlegen

Create a content calendar

Wenn Sie regelmĂ€ĂŸig Inhalte veröffentlichen, wird der Traffic zu Ihrem Blog im Laufe der Zeit ebenfalls erhöht. Je mehr Posts veröffentlicht werden, desto grĂ¶ĂŸer ist die Chance, Ihren Inhalt zu finden. FĂŒhren Sie eine allgemeine Keyword-Recherche durch und stellen Sie einen Zeitplan in einem Content-Kalender auf. Mit einem Content-Kalender wird eine gewisse Organisation und Planung sichergestellt, sodass Sie sich wahrscheinlich eher an regelmĂ€ĂŸige Veröffentlichungen halten. Mit diesem Kalender lĂ€sst sich auch ein saisonbedingter oder fristgerechter Content fĂŒr Urlaubszeiten und Events planen.

11. Newsletter senden

Auch hier hört es sich wieder einfach an, aber viele Unternehmen erkennen die VorzĂŒge von regelmĂ€ĂŸig an ihre Kontakte gesendeten Newslettern nicht. Wenn Sie den Inhalt Ihres Blogs in einem Newsletter in ‚berichtenswerte‘ Snippets gruppieren und er dann an eine umfassende Kontaktliste gesendet wird, erhöhen sich die Chancen, qualitativ hochwertigen Traffic zu gewinnen, der sonst unerschlossen geblieben wĂ€re. 

Nutzer erreichen, die sich bereits fĂŒr Ihr Unternehmen interessieren, vergrĂ¶ĂŸert sofort den Umfang Ihrer Zielgruppe, wodurch Sie grĂ¶ĂŸere Chancen haben, mehr Leser zu gewinnen.

12. Den richtigen Zeitpunkt zum Teilen wÀhlen

Die richtige Tageszeit zum Promoten Ihres Inhalts zu wĂ€hlen kann den Unterschied ausmachen, wenn es darum geht, so viele Nutzer wie möglich zu erreichen, auch wenn es vielleicht etwas merkwĂŒrdig klingen mag. Wenn Sie einen Blogartikel in den sozialen Netzwerken zu den geschĂ€ftigsten Zeiten teilen, hat Ihr Inhalt grĂ¶ĂŸere Chancen, gesehen und gelesen zu werden. 

Die beliebtesten Zeiten können von einer Plattform zur anderen schwanken. Beispielsweise erzielen Posts auf LinkedIn an Wochentagen eine grĂ¶ĂŸere Wirkung zwischen 7 und 8 Uhr und in der Mittagszeit bis 14 Uhr, Facebook hingegen eher mittwochs zwischen 11 und 13 Uhr! Veröffentlichen Sie Ihre Blogartikel auf Ihrer Website zu einem beliebigen Zeitpunkt, aber wĂ€hlen Sie den richtigen Zeitpunkt, um fĂŒr ihn zu werben.

Ob kulturelle Trends, ein wichtiges Ereignis im TV oder virale Effekte 
 einen fesselnden Inhalt zu erstellen, der im Trend liegt, und ihn mit Ihrem Unternehmen oder Ihrem Diskussionsthema verlinken, ist ein ausgezeichneter Weg, um mehr Leser fĂŒr Ihren Blog zu gewinnen. Wenn Sie aktuelle Trendthemen aufgreifen, zeigen Sie einer weitsichtigen Zielgruppe, dass Ihr Unternehmen „den Nerv der Zeit“ trifft, wenn es um „kulturelles Bewusstsein“ geht.

14. Sicherstellen, dass Ihre Website schnell lĂ€dt

FĂŒr einen erhöhten organischen Traffic auf Ihrem Blog macht auch eine positive User Experience den Unterschied. Wenn Sie Blogartikel in sozialen Medien teilen, wird der Traffic höchstwahrscheinlich ĂŒber MobilgerĂ€te generiert. Also ist eine optimierte, mobilfreundliche Website enorm wichtig. 

Mit dem zunehmenden Fokus von Google auf eine mobilfreundliche User Experience, um Ihre Website fĂŒr MobilgerĂ€te zu optimieren, wird nicht nur der Traffic auf Ihrem Blog erhöht, sondern auch die Treffer unter den Suchergebnissen bei Ihrem Blog; ein doppelter Gewinn fĂŒr die Erhöhung des organischen Traffics.

15.  Andere in Ihren Posts erwĂ€hnen

Wenn Sie Branchenexperten, Produkte oder Zitate anderer in einem Blogartikel erwĂ€hnen und durch Hyperlinks mit der Quelle verknĂŒpfen, erhöhen Sie die Chancen, sowohl Backlinks als auch mehr potenzielle Leser zu gewinnen. Das betroffene Unternehmen oder die erwĂ€hnte Person werden Ihren Inhalt höchstwahrscheinlich in den sozialen Medien teilen oder sogar auf ihrer eigenen Website einen RĂŒckverweis zu Ihrem Inhalt einbetten; ein weiterer ausgezeichneter Weg, Sichtbarkeit und Traffic fĂŒr Ihre Website zu gewinnen.

Warum nicht den Erfolg eines oder mehrerer dieser Tipps testen, wenn Sie fĂŒr Ihren nĂ€chsten Post werben. Und vergessen Sie nicht, das Traffic-Wachstum zu verfolgen. 

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Anchoring Bias und seine Auswirkung auf den Entscheidungsprozess

Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich in einem Vintage Store. Nach einer Minute im Laden winkt Ihnen ein ausgefallenes Seidenhemd zu. Sie schauen auf das Preisschild und legen es sofort wieder zurĂŒck: 150 Euro – viel zu teuer. Jetzt sind Sie entschlossen, ein Ă€hnliches, jedoch billigeres Hemd zu suchen, finden aber nur welche in der Preislage 500 bis 850 Euro. Was machen Sie als NĂ€chstes? Sie kehren in den Laden zurĂŒck, in dem Sie das erste Hemd gesehen haben, und kaufen es. Wissen Sie warum? Aufgrund der kognitiven Verzerrung, auch Anker genannt.

Der Anker-Effekt bedeutet, dass wir dazu neigen, uns an den ersten Teil einer Information (oder Anker) zu klammern, auf den wir stoßen, und unsere anschließenden Handlungen wie EinschĂ€tzungen, Argumente und Schlussfolgerungen danach zu richten. Betrachten Sie diese Verzerrung als AbkĂŒrzung oder Heuristik, mit der unser Gehirn den Entscheidungsprozess beschleunigt.

Im Beispiel oben fungierte das Preisschild 150 Euro als Anker und half, einen Preisvergleich zu ziehen, um dann zu dem Schluss zu kommen, dass 150 Euro fĂŒr ein Hemd Wucher ist!

Ursprung des „Anchoring Bias“

Bereits 1974 fĂŒhrten Kahneman und Tversky eine Studie durch, in der eine Gruppe von Hochschulabsolventen das Ergebnis von 1x2x3x4x5x6x7x8 schĂ€tzen und eine andere Gruppe 8x7x6x5x4x3x2x1 ausrechnen sollte. Sie hatten nur fĂŒnf Sekunden Zeit, zu antworten.

Auch wenn die Antwort auf beide Fragen 40.320 lautet, gaben die beiden Gruppen verschiedene Antworten. Die erste Gruppe schĂ€tzte im Durchschnitt 512, die zweite hingegen im Durchschnitt 2.250. Welcher Grund steckt hinter diesem großen Unterschied?

Im Grunde „verankerten“ die Teilnehmer angesichts des Zeitdrucks das Produkt schnell mit den ersten Zahlen des mathematischen Ausdrucks (1x2x3=6 & 8x7x6=336), die dann ihre SchĂ€tzungen beeinflussten: eine kleinere Zahl bei aufsteigender Reihenfolge und eine grĂ¶ĂŸere bei absteigender Reihenfolge. Im Endeffekt belegte dieses Experiment die Vorhersage von Kahneman und Tversky, dass wir uns bei SchĂ€tzungen auf die Ausgangspunkte (Initial Cues) verlassen, auch wenn unsere Beurteilung dadurch verfĂ€lscht werden kann.

Beispiele des Anchoring Bias in der Praxis

Lassen Sie uns einfach einen Blick darauf werfen, wie ein paar Marken den Ankereffekt nutzen, um den Anschein eines erschwinglichen Preises zu erwecken und den wahrgenommenen Wert ihrer Produkte und Dienstleistungen zu steigern.

#1: UrsprĂŒnglichen Preis neben dem herabgesetzten Preis ausweisen

Wir verlassen uns oft auf den Preis eines Produkts, um seinen Wert zu bestimmen. Von teuren Produkten zum Beispiel wird erwartet, dass es sich um einen qualitativ hochwertigen Artikel handelt, der stylisch und langlebig ist, sodass sich der Kauf auch lohnt. Und genau das ist der Grund, warum wir in Versuchung kommen, diese Artikel im Schlussverkauf deutlich billiger zu kaufen.

Hier ein Beispiel der Website von Columbia, auf der der ursprĂŒngliche Preis durchgestrichen ist und beim User der Anker gesetzt wird, den herabgesetzten Preis als echtes SchnĂ€ppchen zu betrachten.

Price anchoring example

Das Angebot wird mit Social Proof als zweiten Anker noch ĂŒberzeugender. (Quelle)

Hinweis: Der Anker-Effekt kann zum Eigentor werden, wenn der Preisunterschied aberwitzig ist. WĂŒrden Sie nicht auch skeptisch werden, wenn ein brandneuer BMW statt 45.000 Euro nur 8000 Euro kostet?

#2: Suggerieren

Haben Sie schon die durchsichtigen Spendenboxen fĂŒr verschiedene Charity-Organisationen an den Kassen in Stores und SB-Restaurants gesehen? Wie entscheiden Sie sich fĂŒr den Spendenbetrag? Ich schĂ€tze, Sie gucken auf die Scheine oder MĂŒnzen, die am hĂ€ufigsten in die Box eingeworfen wurden. Schließlich werden Sie von den Mitarbeitern hinter der Theke beobachtet und möchten ihnen gegenĂŒber großzĂŒgig wirken und mit der entsprechend großen Geldbörse auftreten!

Aber im Gegensatz zum Beispiel oben, ist es eine gute Idee, einem Kunden die kognitive Belastung zu nehmen. Und so handhabt es The Guardian: Der vorgegebene Spendenwert funktioniert als Anker und suggeriert, einer weitverbreiteten Option zu entsprechen, damit sich die User danach richten. Ob wir den empfohlenen Betrag nun spenden oder nicht, steht auf einem anderen Blatt, aber zumindest kann man sich an einer Zahl orientieren.

#3: Den höchsten Preis an erster Stelle anzeigen

Einverstanden, es ist nicht gerade weit verbreitet, aber diese Studie von Conversion XL könnte Sie ĂŒberzeugen, Ihre Taktik zu Ă€ndern. Sie haben nicht nur herausgefunden, dass die Reihenfolge der Preise von den höchsten zu den niedrigsten höhere UmsĂ€tze einbringt, sondern in einer anderen Studie festgestellt, wie mit einem hervorgehobenen empfohlenen Preis noch bessere Ergebnisse erzielt werden.

MailChimp macht beides. Wir verankern auf Anhieb den höchsten Preis so, dass andere Optionen im Vergleich attraktiver werden.

Exampe of pricing anchoring

Ein anderer Grund, weshalb diese Taktik funktioniert, ist die wirksame â€žTĂŒr-ins-Gesicht-Taktik“ (oder „Neuverhandeln nach ZurĂŒckweisung“ bzw. „Rejection-then-Retreat Technique“). Robert Cialdini behandelt dieses Thema ausfĂŒhrlich in seinem Buch, InfluenceIm Grunde stellt man eine erste große Forderung und im Anschluss eine kleinere (larger-then-smaller request): Wenn man diese Forderung abschlĂ€gt, gibt man nach Konzessionen der Gegenseite, d.h. nach dem Prinzip der ReziprozitĂ€t, anschließend nach.

Als Beweis, dass dies funktioniert, verweist R. Cialdini auf einen Bericht, in dem HĂ€ndler von Billardtischen ihren durchschnittlichen Umsatz um 50 % steigern konnten, indem sie die teureren Modelle zuerst vorfĂŒhrten und erst dann den Kunden ermöglichten, den Rest der Kollektion zu kaufen. Kurz gesagt, mit einer Preisgestaltung von oben nach unten ziehen potenzielle Kunden eher die mittleren Preise in Betracht.

#4: Preise bei höheren StĂŒckzahlen nutzen

Cartoon about the anchoring bias man begging
Quelle

Eine Preisgestaltungstechnik, bei der Sie einen niedrigen StĂŒckpreis anbieten, wenn grĂ¶ĂŸere Mengen gekauft werden. Zum Beispiel 3 Duschgels fĂŒr insgesamt 5 Euro statt 2 Euro pro StĂŒck.

Vor allem soll bei den Usern der Aspekt „Geldsparen“ verankert werden. Ein verlockendes Angebot, das sie bewegt, eine höhere StĂŒckzahl zu kaufen, auch wenn sie im Grunde genommen gar nicht so viel brauchen. Supermarkt-Giganten haben ĂŒber Jahre hinweg daraus Kapital geschlagen. Hier ein Beispiel der Website von E.Leclerc:

Discount anchoring effect
In großen Mengen kaufen heißt Geld sparen, etwas, bei dem wir nicht Nein sagen können.

Weitere kognitive Verzerrungen bei der Optimierung der Conversion Rate

Bandwagon Effekt

Wir neigen dazu, allein deshalb etwas zu tun, weil es andere auch tun, unabhÀngig davon, ob wir damit einverstanden sind oder nicht. Psychologen nennen das den Bandwagon-Effekt.


Eines der besten Mittel, die Vorteile der Conversion-Optimierung zu nutzen, ist der Social Proof auf Ihrer Website. Zu zeigen, wie viele Unternehmen Sie beliefern, die Namen Ihrer Kunden, Ratings, Rezensionen und Testimonials einbinden, um GlaubwĂŒrdigkeit herzustellen und Einfluss auf potenzielle Kunden zu ĂŒben, damit sie „auf den Wagen aufspringen“. Nehmen Sie sich ein Beispiel an dem Unternehmen Box und sehen Sie, wie es Zahlen und Namen prĂ€sentiert.

Social proof example on website
Quelle

Barnum Effekt

Ein psychologisches PhĂ€nomen, bei dem wir vage und allgemeine Aussagen wie eine prĂ€zise Beschreibung unserer eigenen Persönlichkeit auffassen, ohne aber daran zu denken, dass sie auch auf andere zutreffen können.

Auch Sie können diese Verzerrung mit der Personalisierung einer User Experience auslösen. Ihre potenziellen Kunden werden das GefĂŒhl haben, einzigartig zu sein und dass man ihnen zuhört. Aber in Wirklichkeit treffen diese Aussagen auf ein ganzes Segment zu, nicht nur auf eine Person. Denken Sie ĂŒber persönliche Empfehlungen mit Segmentierung der Besucher nach.

AB Tasty hat eine Kampagne mit seinem Kunden Sephora gefĂŒhrt, bei der es um die Anzeige eines Werbebanners fĂŒr Kunden mit Treuekarte ging. Und raten Sie mal … Durch den Banner konnte bei den Transaktionen ein Anstieg um 16 % verzeichnet werden.

Sephora use case AB Tasty
Quelle

Framing Effekt

Der Framing-Effekt ist eine kognitive Verzerrung, bei der Menschen Entscheidung danach treffen, wie Ihnen Informationen prĂ€sentiert werden, entweder als Gewinn oder als Verlust.

Im Allgemeinen vermeiden wir Risiken, wenn die Option positiv formuliert wird, und werden eher risikoscheu, wenn in das Bild ein negativer Bezug eingebracht wird. Warum? Weil der Verlustschmerz deutlich stĂ€rker empfunden wird als das GlĂŒcksgefĂŒhl, wenn man etwas gewonnen hat.

Um diese psychologische Eigenart zu nutzen, regen Sie „zum schnellen Handeln an“, wenn Sie das Erlebnis fĂŒr Ihre Besucher gestalten. Beispielsweise können Sie den Lagerbestand in Echtzeit, den Time Ticker oder den Wettbewerb in Szene setzen. Die Absicht, die dahinter steckt? Die Besucher sollen den unvermeidlichen Verlust spĂŒren und diesen vermeiden, komme was da wolle!

Urgency example e-commerce
Quelle

Peak-End Rule Effekt

Der Peak-End Rule-Effekt ist eine praktische kognitive AbkĂŒrzung zu unserem Gehirn, das sich erinnert, ob ein Erlebnis gut oder schlecht war, je nachdem, wie wir uns beim höchsten Punkt des Erlebnisses (wenn intensive Emotionen im Spiel waren) und am Ende gefĂŒhlt haben.

Aus CRO-Sicht bedeutet dies, dass bei einer User Journey der Fokus auf einen hohen Punkt gelegt werden muss. Zwingen Sie den User beim Bezahlvorgang zum Beispiel nicht dazu, sich registrieren zu lassen, sondern geben Sie ihm die Möglichkeit, als „Gast“ zu zahlen, um jeglichen Missmut zu vermeiden.

Barnum effect check out example
Quelle

Auslöser fĂŒr Anchoring Bias zurechtlegen

Eine ausgezeichnete psychologische Taktik, den empfundenen Wert Ihres Produkts anzuheben und den Entscheidungsprozess des KĂ€ufers zu beeinflussen. Aber zunĂ€chst mĂŒssen Sie Anker festlegen, die bei Ihren Kunden positive Reaktionen hervorrufen. Sie werden nicht alles in einem Zug perfektionieren können, weshalb zu kontinuierlichen A/B-Tests geraten wird. 

 

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Die ultimative Checkliste zur Erstellung von Facebook Ads

Facebook hat 2,32 Milliarden monatlich aktive User, von denen 74% die Plattform tĂ€glich nutzen. Es ist ein unvergleichlicher Riese in der Welt der sozialen Medien, und jeder Vermarkter, der ĂŒbersieht, wie man eine ĂŒberzeugende Facebook-Anzeige erstellt (die konvertiert), macht einen massiven GeschĂ€ftsfehler.

Dank der FĂŒlle an Informationen, die Facebook ĂŒber seine User hat, können die Anzeigen extrem zielgerichtet sein. Das erhöht die Chance, hochqualifizierte Leads fĂŒr Ihr Unternehmen zu gewinnen.

Zwischen der Wahl des richtigen Anzeigenformats, einer starken Überschrift und der Gestaltung eines ĂŒberzeugenden CTA, kann sich die Erstellung einer hochkonvertierenden Facebook-Anzeige jedoch als wahre Kunst herausstellen. Wenn Sie diesen Prozess falsch durchfĂŒhren, werden Sie keinen Return on Ad Expense (ROAS) sehen und Ihre Marketingziele nicht erreichen.

Wir haben das Ganze mal wie eine Wissenschaft betrachtet. FĂŒgen Sie dies als Ihren ultimativen Leitfaden zur Erstellung einer Facebook-Anzeige hinzu, die dann sicher fĂŒr Conversions sorgen wird.

1. WĂ€hlen Sie Ihr wichtigstes Conversionziel und bleiben Sie „dran“

Bevor wir mit dem Anzeigen-Design beginnen, ist es wichtig, das eine Conversionsziel zu definieren, das Sie sich erhoffen. Anzeigen, die versuchen, mehr als eine Sache zu bewirken, sind in der Regel erfolglos.

In diesem Fall sind Conversions die Aktion, die Sie von Ihrer Zielgruppe wĂŒnschen. Eine einfache Möglichkeit, Ihr Ziel zu identifizieren, besteht darin, zu ĂŒberlegen, in welcher Phase Ihres Verkaufstrichters Sie eine Verbesserung sehen möchten: Bewusstsein, Überlegung oder Entscheidung.

Conversions können in Form von erhöhtem Traffic, der Anmeldung zum E-Mail-Newsletter, EinkÀufen und einer Vielzahl anderer Aktionen erfolgen. Der Text Ihrer Anzeige sollte sich direkt auf dieses Ziel beziehen.

2. Sprechen Sie nur eine Buyer-Persona pro Anzeige an

Menschen sollten in der Lage sein, sich selbst in Ihrer Anzeige zu erkennen und Ihre Marke als ihre spezifische Lösung sehen.

Zielgruppensegmentierung ist hilfreich, um eine personalisierte Nachricht zu gestalten, die eine erhöhte Chance hat, eine Verbindung herzustellen. AbhÀngig von Ihrer angestrebten Conversion möchten Sie vielleicht nach Alter, Standort oder WiedereinkÀufern segmentieren.

Sagen wir beispielsweise, Sie haben Kunden, die beruflich reisen und andere, die zum VergnĂŒgen reisen. Anzeigen-Segmentierung stellt sicher, dass denjenigen, die lieber eine Werbung fĂŒr ein GetrĂ€nk am Pool sehen wĂŒrden, kein Hotel-Business-Center angeboten wird.  

3. WĂ€hlen Sie ein Anzeigenformat, das Ihren Content einfach zu erfassen macht

Facebook bietet eine Vielzahl von Ad-Optionen an, was es einem einfach macht, ein Format auszuwÀhlen, das am besten zu Ihrem Produkt oder Dienstleistung passt. Ihre Auswahl beinhaltet:

  • Bilder
  • Karussell
  • Sammlung
  • Video & Slideshow
  • Kataloge
  • Stories

Was das Richtige fĂŒr Sie ist, hĂ€ngt von Ihrer Marke und Ihren Marketingzielen ab.

facebook carousel
Facebook Karussell

Wenn Sie zum Beispiel ein E-Commerce Unternehmen mit einer Vielzahl an Produkten haben, ermöglicht ein Karussell, dass Ihre Besucher durch bis zu 10 Bilder scrollen können. Stammt Ihr Unternehmen aus der Freizeitbranche, könnte ein Video Ihres Services auffĂ€lliger sein als ein Bild. Nutzen Sie Facebook Stories, um Ihre Zielgruppe zu involvieren und ihnen ein paar Behind-the-Scenes EindrĂŒcke zu zeigen.

Wenn Sie Schwierigkeiten haben, sich zu entscheiden, betrachten Sie es aus der Perspektive Ihrer Buyer Persona. Wenn Sie versuchen wĂŒrden, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung zu prĂ€sentieren, wie wĂŒrden sie es mit einem Freund teilen?

Auch wenn es viele Möglichkeiten gibt, Ihre Anzeige zu formatieren, sollten Sie sich an dieser Stelle nicht den Kopf zerbrechen. Die gleichen Grundregeln erhöhen die Chance auf ein Engagement ĂŒber alle Formate hinweg.

4. Bringen Sie Ihr Publikum an einen Ort mit Spaß, FunktionalitĂ€t und Relevanz

Selbst wenn Ihre Facebook-Werbung eine hohe Click-Through-Rate (CTR) hat, werden sich die Nutzer abwenden, wenn das Werbeziel schwer zu navigieren oder nicht damit verbunden ist. Wenn Ihre Anzeige beispielsweise schöne Blumen zeigt, sollte der Link sie nicht auf Vasen verweisen.

Stellen Sie sicher, dass die in der Anzeige verwendete Sprache oder das Versprechen auch auf der entsprechenden Seite erscheint. Dies trÀgt zur Konsistenz der Botschaft bei und zeigt, dass der Leser am richtigen Ort angekommen ist.

Viele erfolgreiche Facebook-Anzeigen haben den Nebeneffekt, dass sie Ihre Facebook-Follower erhöhen. Manchmal ziehen es die Leute vor, Ihr Profil zu ĂŒberprĂŒfen, bevor sie zu Ihrer Website gehen. Wenn Ihre Facebook-Seite nicht gut verwaltet wird, können die Leute Ă€hnliche Dinge ĂŒber Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung annehmen.

Daher ist es wichtig, dass Ihre Facebook-Business-Seite aktuell ist und relevante und ansprechende Inhalte leicht verfĂŒgbar sind. FĂŒr konsistentes Messaging sollten Sie versuchen, die fĂŒr Ihre aktuelle Kampagne relevanten BeitrĂ€ge an den Anfang Ihrer GeschĂ€ftsseite zu setzen.

5. Eine Anzeige, die nicht direkt „ĂŒberscrollt“ wird

Menschen scrollen schnell – Ihre Anzeige muss also auffĂ€llig, leicht verstĂ€ndlich und umsetzbar sein, alles auf einen Blick. Wenn Sie Ihre Anzeige gestalten, bedenken Sie diese drei Elemente:

  • Halten Sie die Anzeige kurz & klar.  Es kann verlockend sein, mehrere Vorteile oder einzigartige Aspekte Ihrer Marke darzustellen. WĂ€hlen Sie stattdessen das ĂŒberzeugendste fĂŒr Ihre Zielgruppe.
  • Zeigen Sie die Persönlichkeit und das Ethos Ihrer Marke, indem Sie Ihre Anzeigen mit Ihrer grĂ¶ĂŸeren MarkenidentitĂ€t verbinden. 
  • Vermeiden Sie Jargon oder branchenspezifische Wörter, um zu vermeiden, dass Sie Ihr Publikum isolieren oder Verwirrung stiften. Verwenden Sie gegebenenfalls die direkte Ansprache, als „Sie“/”Du” oder „Wir“, um eine sofortige Verbindung mit Ihrem Leser herzustellen.

Bilder designen

Eine Studie von Kissmetrics zeigt, dass Bilder 53% mehr Likes erhalten, 104% mehr Kommentare und 84% mehr Klicks auf Links erhalten als textbasierte BeitrÀge auf Facebook.

WĂ€hlen Sie hochwertige Bilder oder Videos, die Ihre Anzeige begleiten. Es sollte einfach sein, das Bild zu verstehen, auch wenn es nur einen kleinen Teil der GesamtflĂ€che ausmacht. Dadurch wird sichergestellt, dass es ĂŒber verschiedene BildschirmgrĂ¶ĂŸen hinweg funktioniert.

ZusĂ€tzlich zu Ihrer Anzeige können Sie eine kleine Textmenge auf Ihrem aktuellen Bild hinzufĂŒgen. Text-Overlay wird am besten verwendet, um das Leistungsversprechen Ihrer Anzeige deutlich zu machen, z.B. ein kostenloses eBook. Facebook hat eine Grenze, wie viel Text Ihr Bild haben kann. Verwenden Sie den Image Text Check, um sicherzustellen, dass Ihre Anzeige genehmigt wird.

Wenn Sie Videos verwenden, testen Sie diese auf verschiedenen mobilen GerÀten, um sicherzustellen, dass sie korrekt angezeigt werden.

Call-to-Action einbeziehen

Der Call-to-Action (CTA) sollte sich auf Ihr Conversionsziel beziehen und die Leser zwingen, eine bestimmte Maßnahme zu ergreifen.

FĂŒgen Sie Aktionswörter ein, wie „Jetzt starten, Jetzt anmelden, Download, Kontaktieren Sie uns oder Reservieren Sie Ihren Platz“ usw.

Ein guter CTA sollte ein gewisses Leistungsversprechen beinhalten. Dies macht dem Leser deutlich, was er davon hat, wenn er dem CTA folgt.

Falls anwendbar, fĂŒgen Sie einen Aspekt der Dringlichkeit hinzu. Eine negative VerstĂ€rkung könnte z.B. die Limitierung von verfĂŒgbaren Mengen des Produkts oder der Dienstleistung beinhalten. Eine positive VerstĂ€rkung könnte das HinzufĂŒgen eines Bonusrabatts oder einer anderen Belohnung fĂŒr eine begrenzte Zeitspanne beinhalten. 

6. Messen Sie Ihren Erfolg im AdManager

Ob Ihre Anzeige erfolgreich war oder nicht, ein wichtiger Teil des Werbeerfolgs ist die Messung der Ergebnisse. Durch die Analyse Ihrer Ergebnisse können Sie versuchen festzustellen, wie oder warum Ihre Anzeige so abgeschnitten hat.

Facebooks eigener AdManager bietet eine sehr detaillierte Analyse fĂŒr Ihre Kampagne.

Das Anpasse der Spalten ermöglicht Ihnen, nach mehr als 15 Kennzahlen zu filtern, darunter soziale Reichweite, Lieferung, Ausspielungen und vieles mehr.

Facebook AdManager dashboard
Facebook AdManager Dashboard

Durch die Aufgliederung können Sie die demografischen Daten Ihrer Zielgruppe einsehen, einschließlich ihres Alters, wo sie Ihre Anzeige angesehen hat, welches GerĂ€t sie verwendet hat etc.

Der AdManager hilft Ihnen auch bei der Visualisierung Ihrer Daten durch Leistungsdiagramme, demografische Daten oder Platzierungen. Sie können Ihre Filter fĂŒr einfache Monatsberichte und zukĂŒnftige Entscheidungen speichern.

7. Sehen Sie, was mit Split-Test Ads funktioniert

Der Split-Test Ihrer Anzeigen ist entscheidend fĂŒr die kontinuierliche Verbesserung von Werbekampagnen, die wirklich konvertieren. Selbst wenn Ihre erste Anzeige nicht funktioniert, kann der Splittest helfen aufzuzeigen, welche Aspekte einer Anzeige fĂŒr Ihren Erfolg wichtig sind. Diese können Sie dann in weiteren Kampagnen beachten.

Wenn Sie beispielsweise vermuten, dass das Bild einer Anzeige nicht das Richtige war, sollten Sie das Foto austauschen und alle weiteren Bestandteile unverÀndert lassen. Wenn die Ergebnisse sich dann bessern, wissen Sie, dass Sie das alte Bild nicht noch einmal zum Einsatz kommen sollte.

Sobald Sie Ihre Kampagne beendet haben, behalten Sie eine Datenbank mit den Anzeigen, die am erfolgreichsten waren. In Zukunft können Sie eine neue Anzeige gegen Ihre alte, erfolgreiche Kampagne testen und sehen, welche bessere Ergebnisse liefert.

Zusammenfassung

In diesem Leitfaden haben wir sieben Schritte beschrieben, die Ihnen helfen, kontinuierlich hochkonvertierende Facebook-Anzeigen zu erstellen. Nicht jede Anzeige wird ein Hit sein. Aber Ihre FĂ€higkeit, kreativ zu werden, Ihre Ergebnisse zu analysieren und den Splittest durchzufĂŒhren, wird Ihrer Marke langfristigen Erfolg bringen.

Wenn Sie Hilfe benötigen, um bei Ihrer nĂ€chsten Werbekampagne kreativ zu werden, probieren Sie unser kostenloses Creativity in Experimentation Toolkit aus. Im Toolkit teilen wir unsere besten Testideen von Kunden, Vorlagen, die Sie zur Leistungsverfolgung verwenden können, ein Roadmap-Arbeitsblatt, Tipps, wie Sie Ihren Wettbewerbern einen Schritt voraus bleiben können – und vieles mehr! Schauen Sie sich das an, bevor Sie Ihre nĂ€chste Kampagne planen.

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10 Best Practices von Immobilien-Landingpages

Es ist fair zu sagen, dass das Kundenerlebnis ein wichtiger Fokus fĂŒr jedes Unternehmen ist: Es fördert das Wachstum, pflegt bestehende Kunden und fördert die Bindung. Die Customer Experience im digitalen Bereich, oft auch als CX bezeichnet, ist ebenso wichtig und konzentriert sich auf das Erlebnis, das ein Kunde hat, wenn er mit einer Marke online interagiert.

In der sich stĂ€ndig weiterentwickelnden digitalen Welt mussten viele Branchen ihren Ansatz fĂŒr das Kundenerlebnis Ă€ndern, um relevant zu bleiben und nicht von der Technologie zurĂŒckgelassen zu werden. Die Immobilienbranche ist ein Paradebeispiel fĂŒr eine Branche, die stark auf ein exzellentes Kundenerlebnis angewiesen ist, da sie fĂŒr einige der grĂ¶ĂŸten KĂ€ufe im Leben ihrer Kunden verantwortlich ist.

Wir haben 10 Beispiele von Immobilien Landingpages gesammelt, die das Kundenerlebnis online fesseln und die Hauptfeatures hervorheben, die diesen Marken helfen, sich abzuheben.

1. Savills: Ästhetisch ansprechend sein

Wenn es um den Verkauf von HĂ€usern geht, ist die Visualisierung alles. (Dasselbe gilt im Allgemeinen fĂŒr Landingpages, wie wir es in unserem vorherigen Artikel fĂŒr Hero Images befĂŒrwortet haben).

savills real estate landing page
Bildquelle: Savills

Das Premium-Immobilienunternehmen Savills (mit Sitz in Großbritannien) wendet diese Regel mit den hochwertigen, auffĂ€lligen und gut sichtbar auf seiner Homepage dargestellten Visuals an. Das Bild zeigt eine malerische Nachbarschaft mit schönen HĂ€usern und Landschaften, die auf die Arten von HĂ€usern hinweist, die Savills aufgelistet hat.

Die Navigationsleiste ist ebenfalls klar und ĂŒbersichtlich, ohne versteckte MenĂŒs oder obskure Überschriften, die die Besucher verwirren und frustrieren könnten. Dies ist ein ausgezeichnetes Beispiel fĂŒr eine Immobilien-Landingpage, die Ă€sthetisch ansprechend, markenkonform und funktional ist.

2. Ruby Home:  Lokales SEO perfektionieren

RubyHome hat gute Arbeit geleistet und jede Location als einzelne Seite gekennzeichnet, was die Chancen steigert, in den lokalen Suchergebnissen zu erscheinen.

ruby homes landing page
Image source: RubyHome

Die Anwendung von lokalem SEO ist fĂŒr jede Immobilien-Webseite wichtig, da ihre Hauptkunden die standortbezogene Suche nutzen werden, um ihr nĂ€chstes Zuhause zu finden. Da mehr Menschen als je zuvor Mobiltelefone fĂŒr die Suche verwenden, ist die Fokussierung auf lokale Suchmaschinenoptimierung unerlĂ€sslich, um die erforderliche Aufmerksamkeit zu erlangen.

Landingpages fĂŒr jede Stadt, mit klaren Metadaten, sind der SchlĂŒssel zu jeder erfolgreichen Immobilien-Website, die ihre lokale SEO-Strategie verfolgt.

3. Richardson & Wrench: Einen starken Call-to-Action haben

Ein klarer, prĂ€gnanter Call-to-Action ist eine gute Möglichkeit ein einfaches und angenehmes Erlebnis auf einer Website zu gewĂ€hrleisten. Die Homepage von Richardson & Wrench ist ein gutes Beispiel dafĂŒr, wie ein klares Banner den Nutzern eine Vielzahl von Möglichkeiten bietet, die Navigation schnell und einfach zu gestalten. Das Banner wird durch hilfreiche Symbole ergĂ€nzt und dieses MenĂŒ eignet sich hervorragend fĂŒr den mobilen Einsatz.

landing page navigation
Bildquelle: R&W

Eine einfache und vollstÀndige Navigationsleiste verringert die Besucherfrustration, die wiederum die Bounce Rate reduziert und hilft, eine noch bessere User Experience zu bieten.

4. Keller Williams Realty: Liefern hilfreiche Informationen

WĂ€hrend diese „KĂ€ufer“-Landingpage von Keller Williams einen eher kleinen Call-to-Action haben mag, werden wichtige Themen rund um den Kauf eines neuen Hauses aufgegriffen, um den Besuchern hilfreiche Kriterien fĂŒr eine fundierte Entscheidung zu liefern. 

real estate buying page
Bildquelle: Keller Williams Realty

Die Seite hat eine erkennbare Bildsprache und fĂŒhrt zu weiteren Informationen darĂŒber, wie man ein Haus auf den Markt bringt, und zu anderen Themen, die fĂŒr diejenigen relevant sind, die sich umziehen wollen (oder darĂŒber nachdenken). Das Team von Keller Williams hat ein klares VerstĂ€ndnis fĂŒr die Informationen, die EigenheimkĂ€ufer suchen, und hat diese Seite als großartige Ressource fĂŒr Interessenten und Kunden erstellt.

5. Foxtons: Beantworten Sie Long-Tail-Fragen mit qualitativ hochwertigen Inhalten

Die Verwendung einer Landing Page zur Beantwortung von direkten Anfragen (z.B. „Tipps zum schnellen Verkauf Ihrer Immobilie“) bietet potenziellen Kunden und neugierigen Lesern ein solides Kundenerlebnis.

foxtons landing page
Bildquelle: Foxtons

Foxtons bietet eine einfache aber informative Liste mit hilfreichen Tipps fĂŒr Personen, die darĂŒber nachdenken, ihr Haus zu verkaufen.

6. Marsden Real Estate: Testimonials teilen

Wenn es darum geht, Vertrauen bei potenziellen Kunden zu schaffen, mĂŒssen sich Immobilienmakler auf das Sammeln von Bewertungen konzentrieren. Die Marsden Real Estate Website hat ein großartiges Beispiel fĂŒr eine testimoniale Landing Page (siehe unten), die den Erfolg zeigt, den sie in der Vergangenheit bei Kunden erzielt hat.

marsden real estate
Bildquelle: Marsden Real Estate

Testimonials oder Bewertungsseiten sind die perfekte Möglichkeit, um Vertrauen aufzubauen und den Leuten zu versichern, dass sie sich auf dieses Unternehmen verlassen können, um die komplizierten Teile des Umzugs oder der Vermietung einer Immobilie zu meistern.

7. Barfoot & Thompson: Transparenz ĂŒber GebĂŒhren

Kostentransparenz ist ein seltenes Merkmal, da nur wenige Immobilienunternehmen sich dafĂŒr entscheiden, in einem ersten GesprĂ€ch im Voraus ĂŒber die GebĂŒhren zu sprechen. Hier kann die digitale Landschaft Immobilienmaklern wie Barfoot&Thompson wirklich helfen, transparent und ehrlich ĂŒber GebĂŒhren im Voraus zu sein.

barfoot and thompson landing page
Bildquelle: Barfoot&Thompson

Indem Barfoot diese Informationen auf einer einfach zu bedienenden Landingpage des Provisionsrechners anbietet, gibt Barfoot seinen Kunden ein Werkzeug an die Hand, um die möglicherweise anfallenden Kosten zu verstehen und bietet ihnen im Allgemeinen eine unverbindliche, ehrliche Erfahrung, wenn es um die Preisgestaltung von Maklern geht.

8. RiverCity Real Estate: Leicht erreichbar sein

Es mag offensichtlich erscheinen, aber die einfache Kontaktaufnahme ist fĂŒr jedes Unternehmen unerlĂ€sslich, insbesondere in der Immobilienbranche. Die RiverCity Real Estate Group beschreibt genau, wie sie ihr BĂŒro kontaktieren und den zustĂ€ndigen Makler, und listet mehrere Optionen auf der unten stehenden Landingpage auf.

river city real estate
Bildquelle: RiverCity Real Estate Group

Menschen, die ein Haus verkaufen (oder suchen), wollen das GefĂŒhl haben, dass sie leicht auf einen Immobilienmakler zugreifen und ihre Fragen schnell beantwortet bekommen können. Das auf der Seite eingebettete Formular erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Engagements, ohne dass Besucher die Website verlassen mĂŒssen, und die zahlreichen Optionen implizieren, dass Mitarbeiter leicht verfĂŒgbar sind, um ĂŒber den Kanal zu sprechen, der fĂŒr potenzielle Kunden am bequemsten ist.

9. Michael Graham: Qualitativen Content bieten

WĂ€hrend Bilder auf Landingpages wichtig sind, ĂŒbersehen viele Immobilienagenturen die Bedeutung von Content.

michael graham buyers
Bildquelle: Michael Graham

Qualitativ hochwertige Inhalte können der Unterschied zwischen jemandem sein, der sich weiter mit Ihrer Marke beschĂ€ftigt, oder einfach nur von der Seite springt. Nehmen Sie die Michael Graham KĂ€uferseite oben, die die Arten von Immobilien vorstellt, auf die sie sich spezialisieren, sowie die Bezirke, in denen ihre Niederlassungen sind. Dies ist ein großes Detail fĂŒr jeden Benutzer, der nur die HĂ€user in einem bestimmten Bezirk durchsuchen möchte und ein Erlebnis bietet, das mehr Kontext bietet, als nur die Auflistung der verfĂŒgbaren Objekte.

10. Zillow: wie viel ist mein Haus wert

Eine der universell meistgesuchten SÀtze laut Google Trends lautet: wie viel ist mein Haus wert. Zillow hat diese Gelegenheit clever genutzt und eine Möglichkeit geschaffen, diese Frage auf ihrer Landingpage zu beantworten.

zillow-how-much-is-house-worth
Bildquelle: Zillow

Es ist eine einfache, aber effektive Landingpage mit nur einem Ziel, nĂ€mlich prĂ€zise Informationen zu einem bestimmten Thema zu bieten und sicherzustellen, dass Besucher nicht woanders suchen mĂŒssen. Ein sehr gutes Beispiel fĂŒr eine einfache, aber effektive Landingpage.

Fazit

WĂ€hrend es viele weitere Beispiele fĂŒr Immobilien-Landingpages gibt, die ein klares VerstĂ€ndnis des Kundenerlebnisses demonstrieren, waren die oben genannten einige wenige, die ihre Absichten klar, einfach und effektiv umgesetzt haben. Die 10 Takeaways, die wir aus diesen Beispielen gewonnen haben, können in den meisten Branchen angewendet werden, aber besonders fĂŒr den Einzelhandel gilt, die SchlĂŒsselfaktoren anzusprechen, nach denen potenzielle KĂ€ufer (oder KĂ€ufer) suchen.

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Ein Leitfaden zur Conversion Rate Optimierung

Hier ist die unschöne Wahrheit: 78% der Unternehmen sind unzufrieden mit ihrer Conversion Rate. Dies zeigt zwar, dass sich die Unternehmen dessen bewusst sind, bedeutet jedoch auch, dass die Umwandlung von Besuchern in Kunden eine große Herausforderung fĂŒr die meisten Unternehmen darstellt.

Als Marketer ist es wahrscheinlich, dass Sie ebenfalls mit wichtigen geschÀftlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Conversion Optimierung konfrontiert werden. Wenn ja, dann sind Sie hier genau richtig.

In diesem Leitfaden geben wir einen umfassenden Überblick ĂŒber die Conversion Rate Optimierung  (CRO), um Ihnen die Strategien, Tools und das Expertenwissen zu vermitteln, das fĂŒr erfolgreiche CRO-Kampagnen erforderlich ist.

Conversion Rate Optimierung Leitfaden Index

  • Was ist Conversion Rate Optimierung?
  • Warum ist CRO so wertvoll fĂŒr Unternehmen?
  • Definieren der Hauptziele fĂŒr Ihre CRO-Kampagnen
  • Einrichten einer freundlichen CRO-Umgebung
  • SchlĂŒssel zu einer erfolgreichen Conversion Optimierungsstrategie
  • Wrap-up

Was ist Conversion Rate Optimierung?

Conversion Rate Optimierung ist der Prozess, mit dem Online-Unternehmen ihre Online-Assets optimieren, um mehr Besucher zu einer gewĂŒnschten Aktion zu bringen. 

An diesem Punkt denken Sie sich vielleicht “Moment, ich dachte CRO bedeutet, Besucher in Kunden zu verwandeln”. Dies ist zwar nicht völlig falsch, aber nicht alle Webseiten sollen neue Kunden anziehen. Einige Webseiten sind informativ oder mediengesteuert, was bedeutet, dass eine „Videoansicht“ oder ein „Newsletter-Abonnement“ auch als Conversion fĂŒr sie gilt. Wie man Conversion Rates berechnet, analysiert und trackt, erklĂ€ren wir in diesem Artikel.

AbhÀngig vom primÀren Ziel Ihrer Website wird CRO daher die Umwandlung passiver Besucher in aktive Besucher in einer Weise bewirken, die Ihren Marketingzielen entspricht. Um es einfach zu halten: CRO bedeutet, User Insights und Daten zu nutzen, um Ihren Key Performance Indicator (KPI) zu verbessern.

Warum ist CRO so wertvoll fĂŒr Unternehmen?

Stellen Sie sich vor, Sie betreiben Adidas.com (15 Millionen Besucher pro Monat) und entscheiden, dass Sie Ihre jĂ€hrlichen Online-UmsĂ€tze um 10% steigern mĂŒssen.

In diesem Beispiel nehmen wir an, dass Adidas.com eine 1.5%-ige Conversion Rate und einen durchschnittlichen Bestellwert von 80$ hat. Dies bedeutet, dass wir jÀhrlich 2,7 Millionen Bestellungen mit einem geschÀtzten Jahresumsatz von 216$ Millionen erzielen.

Conversion Optimization on Adidas.com

An diesem Punkt haben Sie 3 Optionen:

  1. Mehr Traffic erzeugen (das wird jedoch sehr teuer)
  2. Mehr Produkte hinzufĂŒgen (bedeutet Produktionskosten)
  3. Mehr Besucher in Kunden verwandeln (einfachste Lösung)

Die beiden ersten Optionen haben große Nachteile: sie bedeuten erhebliche Investitionen in bezahlte Werbung, SEO, Social Media und HR. Auch wenn Sie das theoretisch machen können, gibt es keine Beweise dafĂŒr, dass die Kosten den Nutzen solcher Maßnahmen nicht ĂŒbersteigen werden.

Das ist der Punkt, an dem die Conversion Rate Optimierung wirklich nĂŒtzlich ist.

Anstatt monatlich 1.5 Millionen zusĂ€tzliche Besucher zu erwerben (vorausgesetzt, sie wĂŒrden so viel konvertieren wie die aktuellen), könnten Sie auch einige Ihrer Webseite-Merkmale optimieren, um Ihre Conversion entsprechend zu erhöhen.

Um 10% mehr Jahresumsatz zu erzielen, mĂŒssen Sie zusĂ€tzliche Einnahmen in Höhe von 21,6 Mio. USD erzielen. Um dieses Ziel zu erreichen, mĂŒssen Sie jĂ€hrlich 270.000 Besucher mehr konvertieren.

Das ist das Gute an CRO: kleine VerĂ€nderungen fĂŒhren zu großen Ergebnissen.

Hier sind die guten Nachrichten: um einen jĂ€hrlichen Anstieg des Umsatzes um 10% zu generieren, mĂŒssen Sie Ihre Conversion Rate nur von 1.5% auf 1.65% steigern. Sie haben richtig gehört, eine Steigerung der Conversion Rate um 10% kann zu einer Steigerung des Jahresumsatzes um 10% fĂŒhren.

Definieren der Hauptziele fĂŒr Ihre CRO-Kampagnen

Keine Marketingkampagne sollte ohne genaue Ziele durchgefĂŒhrt werden. Es ist nicht einmal möglich, eine vernĂŒnftige CRO-Strategie zu entwickeln, ohne klare Ziele zu setzen und die richtigen KPIs zu ĂŒberwachen.

Wie wir bereits bei unserem Versuch, Conversion Rate zu definieren gesagt haben, haben nicht alle Websites Àhnliche Ziele. Bevor Sie eine CRO-Kampagne starten, sollten Sie versuchen, Ihre wichtigsten Ziele zu definieren.

FĂŒr E-Commerce Webseiten

Wenn Sie eine E-Commerce Website betreiben versuchen Sie wahrscheinlich, die Anzahl der VerkĂ€ufe zu steigern. Und das ist total in Ordnung. Es gibt viele Möglichkeiten, die E-Commerce Conversions zu verbessern. So viele, dass es Stunden dauern wĂŒrde, sie alle aufzulisten.

Mehr Einnahmen zu generieren sollte definitiv eines Ihrer Hauptziele sein, auch wenn CRO es erfordern kann, dass Sie detailliertere Ziele festlegen.

Hier sind eine paar Ziele, die Sie erreichen könnten:

  • Senken Sie Ihre Bounce Rate um 15%
  • Erhöhen Sie die durchschnittliche Verweildauer Ihrer Besucher um eine Minute
  • Wandeln Sie 35% mehr Blogleser in Kunden
  • Verringern Sie Ihre WarenkorbabbrĂŒche um 20%
  • Reduzieren Sie die Ladezeit um 1.5 Sekunden
  • Verwandeln Sie 25% mehr Social Media Follower in Kunden
  • Verbessern Sie die Leistung Ihrer Produktseiten

All diese Ziele werden Ihre Conversion Rate erhöhen (und damit Ihren Umsatz). Von dort hĂ€ngt alles von der FĂ€higkeit Ihres Teams ab, ordentliche A/B-Tests durchzufĂŒhren und kreative Lösungen zu finden.

FĂŒr Media-Webseiten

Media und Social Media Webseiten sind typischerweise dafĂŒr bekannt, eine Menge monatlicher Besucher zu generieren, weil sie so viel Content erstellen. Und das ist eine gute Nachricht.

Besucher in zahlende Kunden oder Abonnenten zu verwandeln ist jedoch eine große Herausforderung, die umfangreiche Marketingtricks und Kampagnen erfordert.  Von Paywalls bis Videoinhalt, Banner und E-Books; es gibt eine Menge Möglichkeiten die Conversion auf Media Websites zu erhöhen.

Hier sind eine paar Ziele, die Sie erreichen könnten:

  • Verwandeln Sie mehr Leser in Abonnenten
  • Erhöhen Sie die monatliche Anzahl von E-Book Downloads
  • Überzeugen Sie mehr Besucher von einem Webinar
  • Erhöhen Sie Ihre Newsletter Click-Through-Rate
  • Holen Sie mehr GastbeitrĂ€ge rein
  • Erhöhen Sie die Anzahl der geteilten Links
  • Verwandeln Sie mehr Besucher in Social Media Follower
  • Erhöhen Sie Ihre Seitenaufrufe
  • Generieren Sie mehr Leads von Blogposts

Einrichten einer freundlichen CRO-Umgebung

Testen und Optimieren fĂŒr Conversions erfordert einen wissenschaftlichen Ansatz, um unverzerrte und statistisch relevante Ergebnisse zu erhalten. Dazu mĂŒssen Sie verschiedene Tools wirksam einsetzen, um die gesammelten Daten zu kombinieren.

Das Sammeln von Daten spart viel Zeit und Sie erfahren:

  • Wer ist Ihre Zielgruppe?
  • Wonach suchen sie?
  • Woher kommen sie?
  • Was ist ihre Suchabsicht?
  • Welche Seiten besuchen sie?
  • Wie lange bleiben sie auf Ihrer Webseite?
  • Wie viele Besucher werden zu Kunden?

ZunĂ€chst sollten Sie  Google Analytics oder Adobe Analytics verwenden, um wertvolle Einblicke in die demografischen Merkmale und Verhaltensweisen Ihrer Besucher zu erhalten. Wenn Sie Ihre Website in eines dieser Tools einbinden, können Sie sogenannte „Funnel“ (Trichter) erstellen, die Ihre Conversion Rate bei jedem Schritt des KĂ€ufers quantifizieren. Falls Sie es noch nicht gelesen haben: wir haben einen vollstĂ€ndigen Survival-Guide erstellt, der Tipps zur Optimierung eines E-Commerce-Conversion-Funnels enthĂ€lt.

Purchase Funnel
Die Idee hinter dem Conversion Funnel (oder “Kauftrichter”, “Sales funnel”…) ist eine Trichter Metapher: viele Menschen werden auf Ihrer Seite landen aber nur ein kleiner Anteil wird am Ende etwas kaufen.

Durch diesen Conversion-Trichter gesehen, werden Ihre Besucher regelmĂ€ĂŸig auf Conversion-Hindernisse stoßen, die Ihre Conversion Rate einschrĂ€nken. In Marketingfachsprache definieren wir diese Hindernisse als Elemente der ‘Friktion’: je mehr Friktion eine Webseite generiert, desto weniger Besucher werden Sie konvertieren.

An diesem Punkt soll Ihnen die Datenanalyse Einblicke geben, um zu bestimmen, in welchen Phasen sich Ihre Besucher nicht gemĂ€ĂŸ dem Plan verhalten.

Stellen Sie sich vor: Ihre Website ist ein Eimer, den Sie mit Wasser fĂŒllen, um Traffic mit bezahlten Anzeigen, Google Adwords, SEO und Social Media-Kampagnen zu bringen…An einem Punkt Ihres Conversion-Funnels merken Sie, dass ein erheblicher Teil Ihrer Besucher Ihre Seite wieder verlĂ€sst: etwas Wasser leckt definitiv. Zu erfahren, warum Ihr Eimer undicht ist, sollte dann Ihre oberste PrioritĂ€t sein bevor Sie versuchen, mehr Wasser hinzuzufĂŒgen.

Das Verhalten Ihrer Nutzer zu verstehen, ist ein kritischer Punkt, der die grundlegenden erforderlichen Annahmen vor der DurchfĂŒhrung einer CRO-Kampagne aufstellt. Aber es gibt noch eine Menge anderer Tools, um Erkenntnisse ĂŒber Ihre Zielgruppe zu erhalten. Hier sind unsere 3 Top Tools, um Besucherdaten zu sammeln:

Session Recording

Die Live-Aufzeichnung Ihrer Besucher, wĂ€hrend sie auf Ihrer Website navigieren, ist eine großartige Gelegenheit, mit der Ihr Team deren Verhalten und Interaktionen besser verstehen kann. Mit diesem Tool versetzen Sie sich auf natĂŒrlichste und unvoreingenommenste Weise in die Lage Ihrer Besucher.

Heatmaps

Heatmaps dienen dazu, Ihre Website abzubilden und zu sehen, welche Bereiche die meisten Klicks und Aufmerksamkeit von Ihren Besuchern erhalten. GrundsĂ€tzlich zeichnen Heatmaps die AktivitĂ€ten Ihrer Website auf und zeigen die Bereiche an, in denen Ihre Besucher am hĂ€ufigsten klicken und die meiste Zeit verbringen. Das Testen Ihrer Annahmen mit Heatmaps ist ein kluger Schachzug, mit dem Sie feststellen können, ob Ihre Besucher den Conversion-Funnel herunterfließen oder nicht.

Heatmap example

Umfragen und User Feedback

Durch das HinzufĂŒgen eines Umfrage-Tools kann Ihr Team Feedback zur Zufriedenheit Ihrer Besucher und zur Wahrscheinlichkeit sammeln, mit der sie Ihre Dienstleistungen weiterempfehlen wĂŒrden (Net Promoter Score). Sind Sie auf der Suche nach diesen Tools? Wir bieten alle in unseren Data Insight Features an. Klicken Sie hier, um eine Demo anzufragen.

Ein weiteres wichtiges Tool fĂŒr Ihre Conversion Optimierung ist Ihre A/B-Testlösung. Sie können Ihre Annahmen testen und Ihre Entscheidungen mit echten Benutzerdaten untermauern. Sehen Sie hier die meistgenutzten A/B Testing Lösungen im Vergleich oder die Grundlagen von A/B Testing in unserem vollstĂ€ndigen Leitfaden lernen.

SchlĂŒssel zu einer erfolgreichen Conversion Optimierungsstrategie

Bei der Bewertung Ihrer Conversion Rate gibt es ein paar Schritte zu beachten:

  • Identifizieren Sie Hindernisse
  • Ziehen Sie qualifizierten Traffic heran
  • Machen Sie Ihre Nachrichten leicht verstĂ€ndlich
  • ErfĂŒllen Sie die Erwartungen Ihrer Besucher mit einem relevanten Angebot
  • Stellen Sie sicher, dass es keine technischen Probleme gibt
  • Minimieren Sie den Aufwand fĂŒr Ihre User

Identifizieren Sie Hindernisse

Sie sollten mit einer umfassenden Bewertung Ihrer Website beginnen, um bestehende Probleme zu identifizieren. Indem Sie “Lecks” in Ihrem Conversion-Funnel identifizieren und die wahrscheinlichen Ursachen durch qualitative und quantitative Daten bestimmen, die mit Ihrem Webanalysetool erfasst werden, können Sie herausfinden, welche Webseiten wahrscheinlich ein Problem darstellen, und das Verhalten Ihrer User verstehen. Auf diese Weise werden Sie wissen, worauf Sie Ihre Anstrengungen konzentrieren und wie Sie mit CRO starten.

Qualifizierten Traffic gewinnen

Um Ihre Conversions zu optimieren, mĂŒssen Sie sich die Zeit nehmen, um an Ihren Quellen zu arbeiten, um möglichst qualifizierten Traffic anzuregen, der wirklich an Ihrem Angebot interessiert ist. Der Moment in dem ein Besucher auf Ihrer Seite landet, ist er bereits mit Ihrer Nachricht in Kontakt gekommen und ist bereits so gut wie möglich ĂŒber Ihr Angebot informiert und kann daher eher konvertieren.

#CRO Tipps: Perfektionieren Sie Ihre Akquisitionsstrategie, um möglichst qualifizierten Traffic zu erzielen. Wenn Sie bereits interessierte Menschen anziehen, sparen Sie viel Zeit und MĂŒhe auf Ihrer Optimierungsreise.

Wie können Sie das angehen? Als Erstes mĂŒssen Sie in den wichtigsten Keywords Ihrer Branche so gut wie möglich platziert sein, indem Sie die fĂŒr Ihr Angebot spezifischen Wörter auswĂ€hlen, um die beste Chance zur Optimierung Ihrer Conversion Rate zu erhalten. Arbeiten Sie an Ihrer AdWords Werbung, indem Sie gezielte Werbung fĂŒr jedes Zielgruppensegment ausspielen. Sie können außerdem Ihre SEO BemĂŒhungen anpassen, um mehr qualifizierte Leads zu erreichen. Schließlich verwenden Sie Zugehörigkeit, indem Sie Anzeigen auf Websites in der NĂ€he von oder in Ihrem Sektor platzieren, um eine Zielgruppe zu erreichen, die Ihrer Ă€hnelt und die wahrscheinlich interessiert ist und konvertiert.

Machen Sie Ihre Botschaft einfach verstÀndlich

Ihre Seite muss eine Message haben, die einfach zu verstehen ist, wenn Sie eine gute Conversion Rate haben wollen. Identifizieren Sie die Botschaft, die Sie senden möchten (AKA: Value Proposition) und optimieren Sie die Art und Weise, wie diese auf Ihrer Website eingebunden ist.

Indem Sie die Besonderheiten und Vorteile Ihres Produkts/Angebots ermitteln und deren Erfolg bei Ihrer Zielgruppe testen, indem Sie beispielsweise eine schnellere Lieferung als Ihre Konkurrenten anbieten, können Sie bestimmen, welche Vorteile Sie hervorheben sollten, um Ihr Leistungsversprechen und Ihre CRO zu stĂ€rken. Haben Sie erst Ihre Value Proposition genau identifiziert, stellen Sie sicher, dass es Ihren Besuchern klar und deutlich prĂ€sentiert wird. Wenn Sie verschiedene Darstellungsweisen von Daten testen, finden Sie diejenige, die am besten fĂŒr Ihre Zielgruppe geeignet ist. Sie erhalten eine klare und einfache Navigation fĂŒr Ihre Website, die die Konvertierung Ihrer Besucher beschleunigt.

ErfĂŒllen Sie die Erwartungen Ihrer Besucher mit einem relevanten Angebot

Jeder Nutzer, der auf Ihrer Website ankommt, muss ein Angebot finden, das seinen speziellen BedĂŒrfnissen entspricht, um Kunde zu werden. Um die Besucher auf Ihrer Website nicht zu enttĂ€uschen, mĂŒssen Sie die grĂ¶ĂŸtmögliche KohĂ€renz zwischen der von Ihren Beschaffungsquellen gesendeten Nachricht und der Nachricht auf der Website sicherstellen, auf der Ihre Besucher ankommen. Um Ihre Conversion zu optimieren ist es hilfreich, die selbe Sprache und dieselben Begriffe zu verwenden. Ihr Angebot wird als relevant wahrgenommen, wenn Ihre Besucher das finden, was sie erwarten und was ihnen auf der Website versprochen wurde.

Sie können auch die Relevanz Ihres Angebots gewĂ€hrleisten, indem Sie Ihre Zielgruppe segmentieren und Ihre Nachricht an jedes Segment anpassen. Ihre Zielgruppe ist nicht völlig homogen und jedes Verbrauchersegment hat andere BedĂŒrfnisse und Erwartungen.

Achten Sie auf Ihre technische Leistung

Damit ein CRO-Programm abgeschlossen werden kann, muss es auch die Leistung beinhalten. Sie mĂŒssen die Ladezeit Ihrer Webseite so gut es geht verkĂŒrzen. UnabhĂ€ngig davon, welche Optimierungen Sie auf Ihrer Seite vornehmen, sie haben keine Auswirkungen auf die Konvertierungen, wenn das Laden der Webseite zu lange dauert.  Eine zu lange Ladezeit kann nicht nur dazu fĂŒhren, dass Ihre Besucher aus Langeweile fliehen, sondern auch das Vertrauen der User in Ihre Website schĂ€digen und somit die Conversion Rate verringern.

Nicht nur der Kaufprozess sollte reibungslos verlaufen, sondern auch Ihre Produktseiten: Es ist wichtig, dass ein Benutzer frei und schnell durch Ihre Produkte wandert, da dies eine Form der Bindung ist, die sich indirekt auf Ihre Conversions auswirkt.

Minimieren Sie den Aufwand fĂŒr Ihre User

Ziel dieses Schrittes ist es, die Reibung, auf die ein Benutzer stĂ¶ĂŸt, auf ein Minimum zu reduzieren und die Benutzererfahrung so weit wie möglich zu vereinfachen, um Conversion auf Ihrer Website zu fördern. Ihre Website muss eine klare und prĂ€zise Navigation bieten, da der Benutzer nicht viel Zeit darauf verwendet, ein komplexes Navigationssystem zu verstehen.

Durch eine vielfĂ€ltige Navigation kann der Benutzer Ihren Katalog durchgehen, indem er seine Suchkriterien im Handumdrehen anpasst, anstatt von Bereich zu Bereich zu navigieren. Fragen Sie in Ihren Formularen nur nach wichtigen Informationen, da Ihre Besucher gehen, wenn sie zu viele Felder ausfĂŒllen mĂŒssen.

Wrap up

Conversion Optimierung ist eine Wissenschaft fĂŒr sich, dass Zeit und Geduld benötigt. DarĂŒber hinaus erfordert CRO eine anstĂ€ndige Menge an Traffic, um statistisch realisierbare Ergebnisse durch A/B-Tests zu erzielen, obwohl auch kleinere Websites von CRO profitieren können, wenn sie korrekt durchgefĂŒhrt werden.

Letztendlich nutzen leistungsstarke Websites A/B-Test- und CRO-Lösungen, um ihre Shops und Websites zu stÀrken, um massive Umsatz- und Conversionsteigerungen zu erzielen.

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Segmentierung & Definition: Wie Sie Ihre User segmentieren

Bei der Besuchersegmentierung, auch Kundensegmentierung genannt, handelt es sich um eine Methode zur Segmentierung potenzieller Kunden in Gruppen, mit denen Unternehmen eine zielgerichtete Botschaft an die richtige Zielgruppe richten können. Segmentierung kann anhand von großen Kategorien, wie dem Standort, erfolgen, oder nach kleineren Kategorien. Durch die Verwendung dieser Daten-Tools können Marketingkampagnen kostengĂŒnstiger die FrĂŒchte Ihrer Anstrengungen ernten.

Definition: Was sind unterschiedliche Kriterien in der Segmentierung?

Segmentierungskriterien werden im weitesten Sinne typischerweise in vier verschiedene Kategorien unterteilt. Diese sind:

  • Verhaltensorientierte Kriterien – beziehen sich in der Regel auf bestimmte BedĂŒrfnisse und wie das Produkt genutzt wird
  • Geographische Kriterien – Land, Region, Stadt oder Gebiet
  • Demographische Kriterien – Alter oder Geschlecht
  • Psychographische Kriterien – beziehen sich in der Regel auf Fragen des Lebensstils und der Meinung bezieht

Zwar sind diese vier Kundensegmente klar definiert und verstanden, sie sind jedoch in der Regel oberflĂ€chlich und mĂŒssen noch weiter gefiltert werden bevor Insights generiert werden können. Zum Beispiel, ein Mann mittleren Alters und eine junge Frau können beide aus unterschiedlichen GrĂŒnden, wie Komfort, Aussehen oder Sport, an Laufschuhen interessiert sein. Diese können nicht einfach anhand der oben aufgefĂŒhrten breiten Kriterien definiert werden. Um wirklich nĂŒtzlich zu sein, mĂŒssen wir weiter in jedes Segment einsteigen.

Segmentierung Definition

Verhaltensorientiertes Targeting

Nutzersegmentierung ist in der Theorie einfach, aber schwierig in der Praxis. Jede Definition der Segmentierung ist wie eine Matrjoschka (russische Puppe) mit jeweils immer kleineren Kategorien in jeder von ihnen. Dies kann insbesondere fĂŒr das Verhalten der Fall sein. Big Data hat die verhaltensorientierte Kundensegmentierung auf eine noch nie dagewesene Weise beleuchtet. Die Einzigartigkeit des Online-Verhaltens sowie die Tiefe, die es bietet, ermöglichen einen großen Einblick in die Segmentierung und ist fĂŒr die effiziente Fokussierung des Marketings enorm nĂŒtzlich.

„Jede Definition der Segmentierung ist wie eine russische Puppe mit jeweils immer kleineren Kategorien in jeder von ihnen.“

Beispielsweise können bestimmte Einkaufsgewohnheiten zu gezielten Kampagnen fĂŒr hochwertige Produkte wie Schmuck fĂŒhren. Die Gewohnheiten beim Surfen im Internet könnten ein Interesse am Wandern aufdecken und relevante Produkte wie Zelte oder Wanderschuhe können dementsprechend der richtigen Gruppe prĂ€sentiert werden. Das Verhalten kann außerdem tiefergehende Informationen liefern. Jemand, der nach einer dunklen Haartönung gesucht hat, reagiert eher auf ein Shampoo, das fĂŒr dunkles Haar entwickelt wurde. Der Wert eines Produktes, die ZuverlĂ€ssigkeit und wie hĂ€ufig das Produkt oder der Service genutzt wird spielt alles eine wichtige Rolle. Diese Art von Informationen ist deshalb besonders wertvoll, komplex und anwenderspezifisch.

  • Preisbewusstsein
  • LoyalitĂ€t
  • Besondere Vorteile erforderlich
  • Verhaltensbasierte Nutzung

Geographisches Targeting

Bei keinem anderen Segment ist die Frage “Was ist Kunden-Segmentierung?” besser definiert als geographisch. Das liegt teilweise daran, dass es hier deutlich einfacher zu erklĂ€ren und verstehen ist, als bei den anderen drei. Geographische Segmentierung kann hĂ€ufig selbsterklĂ€rend sein, z.B. Sonnenliegen, die in Florida beworben werden, nicht in Alaska. Dies bedeutet jedoch nicht, dass alle Beispiele der geografischen Segmentierung offensichtlich sind.

Auf der ersten Ebene erfordert die nationale Segmentierung wenig ErklĂ€rung, da unterschiedliche LĂ€nder aufgrund von Kultur (z. B. Musik), Klima (z. B. Kleidung) oder Standort (z. B. lĂ€nderspezifische Unternehmen) unterschiedliche Arten von Produkten erfordern. Auf der anderen Seite können Communities innerhalb einer Stadt oder eines Ortes jedoch aus diversen GrĂŒnden sehr unterschiedlich sein und mĂŒssen entsprechend angesprochen werden.

Andere bestimmende Faktoren können lĂ€ndliche oder stĂ€dtische, kĂŒstennahe oder Binnengebiete sowie Gebiete mit hohem oder niedrigem Einkommen sein. Auch wenn die geographische Segmentierung wichtig ist, wird sie typischerweise zusammen mit anderen Segmenten eingesetzt, beispielsweise der demographischen Segmentierung bezĂŒglich des Einkommens, wie oben erwĂ€hnt wurde.

  • National
  • Nord/SĂŒd/Ost/West
  • Community
  • StĂ€dtisch/LĂ€ndlich

Demographisches Targeting

Die Definition der demographischen Segmentierung ist eine der am einfachsten zu verstehenden, aber sie kann sehr kompliziert werden, wenn die detaillierteren Elemente definiert werden.

Andererseits lÀsst sich das Alter sehr leicht definieren und ist seit einiger Zeit eines der erfolgreichsten Bestandteile der Segmentierung. Diese bestehen derzeit aus:

  • Senioren – geboren vor 1945.  In der Regel mehr an Gesundheit, Sparsamkeit interessiert und sind nicht mit dem Internet vertraut
  • Baby Boomer – geboren 1946-1964. Große Bevölkerung, die die HĂ€lfte aller Ausgaben ausmacht
  • Generation X – geboren 1965-1979. Abgeneigt zu Kreditaufnahmen
  • Generation Y (Millenials) – geboren 1980-2000. Angeborene technologische FĂ€higkeiten, Offen fĂŒr Kreditaufnahmen

Mit diesen genau definierten Merkmalen können sich Vermarkter auf bestimmte Tendenzen und BedĂŒrfnisse jeder Generation konzentrieren. Mit dem meisten verfĂŒgbaren Geld, können beispielsweise Retro-Artikel mit großem Erfolg auf Baby-Boomer fokussiert werden, wĂ€hrend die grĂ¶ĂŸte Generation, Millennials, wahrscheinlich mit der grĂ¶ĂŸten Begeisterung auf die neueste Technologie reagieren wird.

Das Geschlecht ist ein weiterer wichtiger Aspekt des demographischen Marketings, wobei gut definierte Einkaufsgewohnheiten Kampagnen erfolgreich informieren. Damit Segmentierung jedoch wirklich effektiv ist, muss das VerstĂ€ndnis weitergehender als das allgemeine VerstĂ€ndnis der geschlechtsspezifischen PrĂ€ferenzen sein. Dies können Hausfrauen, MĂŒtter, VĂ€ter oder BerufstĂ€tige und der oft damit verbundene Familienstand.

  • Alter
  • EthnizitĂ€t
  • Geschlecht
  • Familienstand
  • Religion
  • Beruf
  • Gehalt

Psychographisches Targeting

Die Psychographie ist weitgehend mit dem Lebensstil verbunden und gehört zu den inhÀrent komplexen Segmenten der vier Hauptkategorien. Im Gegensatz zu demographischen Merkmalen  wie Geschlecht oder Alter können diese sich auf so unterschiedliche Elemente wie ethische Bedenken, Hobbys und Glaube beziehen. Die gÀngigste Methode zur Erfassung der Hauptaspekte dieses Segmentes ist durch umfangreiche Befragungen und Feedback.

Die wohl berĂŒhmteste dieser Umfragen wurde in den 80er Jahren durchgefĂŒhrt, namens VLAS (Values, Attitudes and LifeStyles).  Bei der Umfrage wurden mehrere tausend Amerikaner gebeten, bestimmte Fragen mit einem einfachen “Stimme zu” oder “Stimme nicht zu” zu beantworten. Jede Frage war dazu gedacht,  die drei Aspekte der Psychografie zu verstehen und den Forschern dabei zu helfen, die Bevölkerung in acht Gruppen zu unterteilen. Diese waren:

  • Innovators – Selbstbewusst, LeistungstrĂ€ger
  • Thinkers – Reif, idealistisch und verantwortungsbewusst
  • Achievers – Karriere- und familienorientiert
  • Experiencers – Enthusiastisch und impulsiv
  • Believers – Traditionell und konservativ
  • Strivers – Modebewusst, Anerkennung suchend
  • Makers – Hart arbeitend und ausdrucksstark
  • Survivors – Sicherheit suchend, vermeidet VerĂ€nderung

Diese weitere Segmentierung dient dazu, diejenigen Aspekte der Kundensegmentierung abzudecken, die die anderen Kriterien nicht können.

Segmentierungsfehler, die Sie vermeiden sollten

Da die Besuchersegmentierung so komplex sein kann, ist es verstÀndlich, wie Fehler auftreten können. Doch wÀhrend die Vorteile gut dokumentiert sind, sind es die Fehler ebenso. Fehler können Segmentierung nicht nur ineffektiv machen, sie können auch ein Hindernis sein.

Typische Fehler sind:

  • Übersegmentierung
  • Segmentierung ohne Strategie
  • Neue Segmentierungs-Definition
  • Zu starke Fokussierung auf demographische Merkmale
  • Zu viele Segmente

Übersegmentierung

Wie zuvor erlĂ€utert wurde, kann die Segmentierung sehr spezifische Informationen hervorbringen, die bei richtiger Verwendung zu signifikanten Ergebnissen fĂŒhren können. Das Problem ist, es kann auch so detailliert segmentiert werden, dass die Ergebnisse zu klein sind, um von Nutzen zu sein. Übersegmentierung. Eine Übersegmentierung setzt Ergebnisse voraus, wĂ€hrend die richtige Segmentierung so breit wie möglich beginnt.

Segmentierung ohne Strategie

Was ist Kundensegmentierung ohne eine klar definierte Strategie? Es ist schön und gut einen Plan zu haben, um die benötigten Daten zu maximieren, aber was wird wirklich benötigt wird? Gerade die Definitionen der Segmentierung machen das gesamte Projekt erst effektiv und dies erfordert mehr als nur ein bisschen Voraussicht.

Neue Definition der Segmentierung

Die grundlegenden Prinzipien der Segmentierung Ă€ndern sich nicht, aber die Segmente selbst Ă€ndern sich, wenn auch nur leicht. Dies kann generationsbedingt sein, zum Beispiel, was passiert, wenn die Generation Z erwachsen wird, oder psychographisch, wie etwa politische VerĂ€nderungen. Es ist wichtig, diese Änderungen zu ĂŒberwachen, indem die Kundensegmentierung regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒft wird, um ihre Effizienz zu erhöhen.

Zu starke Fokussierung auf demographische Merkmale

Einer der hĂ€ufigsten Fehler bei der Benutzersegmentierung ist der ĂŒbermĂ€ĂŸige Fokus auf Demografie, insbesondere auf Kosten des Verhaltens.
Auch wenn demographische Merkmale ein Ă€ußerst wichtiger Teil des Prozesses sind, sollte dies jedoch nicht auf Kosten anderer Segmente gehen. Verhalten, wie beispielsweise Einkaufsgewohnheiten zu bestimmten Zeiten im Monat, können Ihnen deutlich mehr ĂŒber Ihre Kunden erzĂ€hlen, als Ihr Hintergrund.

Zu viele Segmente

Kundensegmentierung ist nur erfolgreich, wenn sie fokussiert ist. Zu viele Segmente fĂŒhren zu verwirrenden Daten, die zu mehr Problemen fĂŒhren als sie lösen. Es gibt keine magische Zahl, wenn es um die Anzahl der zu verwendenden Segmente geht. Dies hĂ€ngt von den spezifischen Erfordernissen der Kampagne ab, aber eine angemessene Faustregel besteht darin, sie auf fĂŒnf zu beschrĂ€nken.

Wie kann Segmentierung fĂŒr Website-Personalisierung genutzt werden?

Personalisierung ist der SchlĂŒssel fĂŒr die Zukunft des Online-Marketings, und die Segmentierung ist eine SchlĂŒsselkomponente, um es zum effektivsten Werkzeug zu machen. KĂŒrzlich durchgefĂŒhrte Untersuchungen der Boston Consulting Group haben gezeigt, dass diejenigen, die digitale Tools und Daten fĂŒr Personalisierungszwecke eingesetzt haben, den Umsatz zwischen 6% und 10% steigern konnten, was bis zu dreimal so schnell ist wie bei denjenigen, die dies nicht getan haben.

Die Segmentierung kann dabei helfen, die richtige Person mit der richtigen Nachricht zum richtigen Zeitpunkt zu erreichen, wodurch beispielsweise E-Mail-Kampagnen wesentlich effizienter werden. Segmentierung ist nicht Personalisierung, jedoch kann Segmentierung ein effektiver Teil der Personalisierungsstrategie sein. Die Segmentierung unterscheidet sich von der Personalisierung, da sie sich nicht auf Einzelpersonen, sondern auf Gruppen bezieht. Sie kann jedoch dazu beitragen, eine Aktion vorherzusagen und zu beeinflussen und anschließend eine Meldung auszulösen, um eine Interaktion zu verstĂ€rken (möglicherweise Upselling oder ein Abonnement).

Letztendlich kann Segmentierung aus diversen GrĂŒnden nĂŒtzlich sein und ist eine bewĂ€hrte Methode zur Fokussierung von Werbekampagnen und zur Steigerung der Kundenzufriedenheit.

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Wie Sie ein starkes Leistungsversprechen schreiben

Das Leistungsversprechen (engl. Value Proposition) ist eine Methode, die Aspekte eines Produktes oder einer Dienstleistung klar zu definieren, die ein Kunde möglicherweise braucht. Dies ist eine Möglichkeit, die eigenen inhĂ€renten Vorteile aufzuzeigen, die ein Wettbewerber eventuell nicht bieten kann und wird daher hĂ€ufig auch als Unique Selling Point (USP) bezeichnet. Der beste Weg, ein Leistungsversprechen zu prĂ€sentieren ist mit dem Value Proposition Canvas, bei dem das Produkt oder die angebotenen Dienstleistungen so prĂ€zise wie möglich dargelegt werden und wie diese den spezifischen BedĂŒrfnissen der Kunden gerecht werden können. Es ist im Wesentlichen eine Erweiterung des hĂ€ufig genutzten Business Model Canvas und hat sich in allen Bereichen der GeschĂ€ftswelt zu einer Ă€ußerst beliebten PrĂ€sentationsmethode entwickelt.

Was ist eine Value Proposition?

Warum sollte ein Kunde Ihren Service nutzen oder genau Ihr Produkt kaufen anstatt das Ihrer Wettbewerber? Was bieten Sie an, was keiner sonst kann? Wie können Sie die BedĂŒrfnisse einer bestimmten Person oder eines Unternehmens bedienen? Diese Fragen stehen im Zentrum dessen, was Ihr Leistungsversprechen definiert. Auf den ersten Blick ist es ein sehr einfaches und breites Konzept, aber was das Leistungsversprechen besonders effektiv macht, ist, dass es tĂ€uschend komplex und tiefgrĂŒndig ist.

Warum sollte ein Kunde Ihren Service nutzen oder genau Ihr Produkt kaufen anstatt das Ihrer Wettbewerber? Was bieten Sie an, was keiner sonst kann?

Aus der obigen ErklĂ€rung mögen Sie denken, dass ich einfache Sales-Techniken beschrieben habe, aber es sind die Details,  die die StĂ€rken des Leistungsversprechens ausmachen. Es ist keine Positionierungsaussage, die so viele Personen wie möglich ansprechen soll, sondern es ist ein spezifischer Vorschlag, der auf die speziellen BedĂŒrfnisse eines bestimmten Kunden zugeschnitten ist. Es ist so gut es geht eine Nische.

Zum Beispiel, ein Unternehmen sucht nach einem Softwarepaket, das Kundensupport beinhaltet, der umfassender ist als normal, da sie nur wenig Erfahrung mit dem bestimmten Produkt haben. Eine clevere Value Proposition wĂŒrde das top-bewertete Kunden Service Team und die erschwinglichen, laufenden Supportoptionen hervorheben, die die Wettbewerber nicht bieten können.

Ein weiteres Beispiel könnte sein, dass ein Unternehmen ein durchdachtes Produkt anbietet, das die Anforderungen des Kunden vereinfacht oder ein Reisedienstleister, der die Anforderungen Low-Cost und On-Demand erfĂŒllt, wie beispielsweise Uber. Unmittelbarkeit, Bequemlichkeit, Einfachheit- all dies sind Begriffe, die einem wohl durchdachten Leistungsversprechen zugrunde liegen sollten.

Im Wesentlichen ist die Philosophie, die dem Leistungsversprechen zu Grunde liegt, Einzigartigkeit.

Im Wesentlichen ist die Philosophie, die dem Leistungsversprechen zu Grunde liegt, Einzigartigkeit. Was ist der einzigartige Vorteil, den Sie bieten? Wenn Sie dies einfach, kurz und prÀzise definieren können, haben Sie eine wertvolle Value Proposition.

 

Wie erstellt man ein Leistungsversprechen?

Es gibt eine Menge Dinge, die Sie beachten sollten, wenn Sie ein Leistungsversprechen erstellen wollen. Im Kern gibt es jedoch einige grundlegende Template-Konzepte. Wir verhelfen (Kunden) zum (Ziel) durch (einzigartige Leistungsversprechen). Und nochmal, auf den ersten Blick so einfach wie es nur geht, doch der Teufel steckt im Detail.

Wir verhelfen (Kunden) zum (Ziel) durch (einzigartige Leistungsversprechen)

Zu beachten ist auch, dass Value Propositions nicht subtil sein mĂŒssen. TatsĂ€chlich können sie eher stumpfe Instrumente sein, um neue Kunden anzuziehen. Sobald ein Leistungsversprechen definiert wurde, ist der nĂ€chste Schritt, es mit sanfter Beharrlichkeit zu verfestigen. Je einfacher, desto besser. Leistungsversprechen sollten nicht mit Fachjargon oder KomplexitĂ€ten gefĂŒllt sein. Sie sollten eher an einen gut recherchierten Werbespruch als an eine Dissertation erinnern.

Forschung

Da das Leistungsversprechen stark davon abhÀngig ist, wem das Produkt oder die Dienstleistung verkauft wird, ist es unerlÀsslich zu definieren, wer die Zielgruppe ist.  Anstatt jedermanns Freund zu sein, wen sollten Sie beeindrucken? Wie schaffen Sie es, herauszustechen? Dies erfordert viel Forschung, wird sich aber auf lange Sicht zweifellos auszahlen. Alter, Demographie, Familienstand, selbst Lieblings-Fernsehserien können allesamt darauf hinweisen, wie ein Leistungsversprechen gestaltet wird.

Erforschung der Wettbewerber

Es hat wenig Sinn zu versuchen, sich von der Masse abzuheben, wenn Sie nicht wissen, was die Masse anbietet. Wenn ein großer Konkurrent den gleichen USP (Unique Selling Point) anbietet, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dieser potenzielle Kunden auf Grundlage Ihrer eigenen Leistungsversprechen gewinnt. Dies erfordert also auch wieder etwas Forschung, um neue und ertragreiche Grundlagen zu finden oder zumindest zu definieren.

Wie erfĂŒllen Sie die BedĂŒrfnisse eines Kunden?

Zu Beginn empfiehlt es sich, genau zu definieren, was ein Produkt oder eine Dienstleistung bietet. Dies kann eine allgemeine Übersicht sein, um anzufangen. Von nun an wird es einfacher sein zu definieren, was an dem Angebot einzigartig ist. Umfangreicher Kundenservice? Wie sieht es mit Erschwinglichkeit aus? Vielleicht ist ein einfacheres Design als das Ihrer Wettbewerber ein Alleinstellungsmerkmal? Nachdem Sie das einmal definiert haben, wird es Zeit, spezifischer zu werden ohne, zu komplex zu werden. Wenn der Kundenservice hoch bewertet wird, warum genau ist das so? Erschwinglichkeit ist großartig aber stimmt die QualitĂ€t des Produktes mit der Ihrer Wettbewerber ĂŒberein oder verbessert sich sogar? Einfachheit ist großartig, doch wie verbessert das die Kundenzufriedenheit? Wenn Sie das so einfach wie möglich definieren können, haben Sie ein sehr effektives Leistungsversprechen.

MitgrĂŒndung von Stereotypen

Jede Branche hat ihren eigenen negativen Stereotyp, der allen Unternehmen schadet, bevor sie ĂŒberhaupt erst begonnen haben. Lieferdienste, die nicht wie vereinbart erscheinen, aufdringliche GebrauchtwagenhĂ€ndler und Fast Food, das ungesund oder von schlechter QualitĂ€t ist – dies sind alles Beispiele fĂŒr unĂŒberlegte Reaktionen, die die meisten Menschen haben, bevor sie die Verwendung eines Produkts oder einer Dienstleistung in Betracht ziehen.

Eine der stĂ€rksten Arten von Leistungsversprechen sind diejenigen, die sich gegen die Erwartungen richten. Und so manches Unternehmen wurde gegrĂŒndet, um genau dies zu tun. Wenn Ihre Branche fĂŒr eine negative Praxis bekannt ist, kann die GewĂ€hrleistung, dass dies nicht nur unzutreffend ist, sondern dass genau das Gegenteil zutrifft, eine prĂ€zise und verlockende Positionierungsaussage liefern.

Value Proposition Canvas

Ein Value Proposition Canvas ist eine fokussierte Methode, die wichtigsten Komponenten eines Leistungsversprechens zu strukturieren, um möglichst prĂ€zise Lösungen fĂŒr potenzielle und spezifische Kunden bereitzustellen. Es ist im Wesentlichen ein Baustein des Business Model Canvas und wird manchmal als Osterwalder’s Business Modeling Value Proposition Canvas bezeichnet.

Value Proposition Canvas Segmente

Das Value Proposition Canvas besteht aus zwei Segmenten: dem Kunden Segment und dem Leistungsversprechen selbst. Jedes Segment besteht aus drei Bereichen, wobei das Kundensegment die spezifischen BedĂŒrfnisse der Kunden und das Value Proposition-Segment aus drei Bereichen entsprechender Lösungen besteht. (s.a. Definition der Segmentierung)

valueproposition1
Quelle

Die drei Bereiche des Kundensegmentes sind:

  • Kundenaufgaben / Customer Jobs – Dazu gehören funktionale, persönliche oder sogar emotionale Faktoren
  • Schmerzen / PainsDazu gehören Hindernisse fĂŒr die gewĂŒnschten Ergebnisse und Risiken
  • Nutzen / GainsIn der Regel dreht es sich um erforderliche, erwartete und unerwartete Gewinne

Die Value Proposition Map auf der anderen Seite des Canvas versucht, diese Faktoren zu berĂŒcksichtigen und gleichzeitig einzigartige Lösungen und unerwarteten Gewinne zu prĂ€sentieren. Diese sind:

  • Produkte und Dienstleistungen – Die die Kundenjobs adressieren und sich auf bestimmte Produkte und Dienstleistungen beziehen
  • Schmerzmittel Diese beziehen sich auf die Schmerzen der Kunden und zeigen, wie die Produkte und Dienstleistungen Faktoren wie unerwĂŒnschte Kosten oder emotionale Negative beseitigen können
  • Gewinnbringer – Dies sind mögliche materielle und immaterielle Gewinne, vorzugsweise solche, die einzigartig sind

So erstellen Sie einen Value Proposition Canvas

Das Erste, was Sie bei der Erstellung eines Value Proposition Canvas beachten sollten, ist der Kunde. Dieser Teil ist zentral fĂŒr die gesamte PrĂ€misse. Die Frage nach dem “Warum” sollte in der Diskussion eine wichtige Rolle spielen.

Die Versuchung besteht darin, sich ausschließlich auf das Funktionale zu konzentrieren, z. B. wie man von A nach B gelangt. Auch wenn die Funktion wichtig ist, mĂŒssen auch das Emotionale und das Soziale tiefgrĂŒndig ĂŒberlegt sein. Kundenschmerzen sind im Allgemeinen unkomplizierter, daher sind Schmerzmittel oft leichter zu definieren.

Kundennutzen sind komplexere Elemente des Value Proposition Canvas, da sie schwieriger zu definieren sind. TatsÀchlich können diese oft nur durch weitere Fragestellungen und KreativitÀt entdeckt werden. Im Wesentlichen können diese nicht ohne ein umfassendes VerstÀndnis des Unternehmens selbst entdeckt werden.

Sobald das Kundensegment vollstÀndig ist, kann die Value Proposition des Canvas beginnen, Gestalt anzunehmen. Eine Auflistung der möglichen Aufgaben, die in Bezug auf Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung zu erledigen sind, ist ein guter Anfang. Dies könnte auch die Bekanntheit der Marke und ihre Beziehung zu potenziellen Kunden bestÀtigen. Zum Beispiel könnte es wichtiger sein, sich von der Masse abzuheben als die ZuverlÀssigkeit und sollte bei der Konstruktion des Produkt- und Dienstleistungsbereichs im Value Proposition Segment dargestellt werden.

Nach Fertigstellung sollte das Value Proposition Canvas nicht nur auf die oberflĂ€chlichen BedĂŒrfnisse des Kunden eingehen, sondern auf verschiedene Aspekte hinweisen, die möglicherweise noch nicht berĂŒcksichtigt wurden. All dies muss so dargestellt werden, dass Sie diesen spezifischen Anforderungen auf eine Weise gerecht werden können, wie es Ihre Konkurrenten nicht können. Dies wird als “Fit” bezeichnet. Jeder Teil der rechten Seite des Canvas wird mit Lösungen und Gewinnen auf der linken Seite abgeglichen. Letztendlich strebt ein Leistungsversprechen nach der perfekten Ausrichtung.

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A/B Testhypothesen – Definition, Tipps und Best Practices

Wenn man das Wörterbuch nach einer Definition fĂŒr Hypothese ĂŒberprĂŒfen wĂŒrde, wĂŒrde man sicherlich etwas in dieser Richtung finden:

Hypothese: Eine Annahme, die darauf abzielt, eine plausible ErklĂ€rung fĂŒr eine Reihe von Fakten zu liefern, und die anhand von Erfahrungen kontrolliert oder in ihren Folgen ĂŒberprĂŒft werden muss.

Das scheint einfach zu sein. Und doch sind irrelevante, unvollstĂ€ndige oder schlecht formulierte A/B-Testhypothesen die Ursache fĂŒr so manchen neutralen oder negativen Test. Im folgenden Artikel werden wir kurz und knapp erklĂ€ren, wie man eine effektive Hypothese fĂŒr Conversion Rate Optimierungs (CRO)-Tests aufstellt.


Oftmals stellen wir uns vor, dass die DurchfĂŒhrung von A/B-Tests zur Verbesserung der Leistung Ihrer E-Commerce-Seite beispielsweise eine schnelle Änderung der Farbe Ihres „Kaufen“-Buttons bedeutet. Wir denken dann, zu Recht (manchmal!) oder zu Unrecht, dass die Änderung dieses Symbols von Rot auf GrĂŒn unsere Conversion Rate drastisch erhöhen wird.

Es ist jedoch falsch, sich vorzustellen, dass schnelle, grundlegende Änderungen am Design Ihrer Seite Ihre Ergebnisse erheblich verbessern werden.

Viel zu wenige Menschen hinterfragen die wahre Ursache des Erfolgs (oder Misserfolgs!) der VerÀnderungen, die sie vorgenommen haben, um ihre Conversion Rate (oder andere Messdaten) zu verbessern, und es ist wichtig zu wissen, wie man sowohl das Problem als auch die Hypothesen bestimmt, die es Ihnen ermöglichen, die besten Ergebnisse zu erzielen, indem Sie langfristig bestehen, denn Sie können Ihre Ergebnisse oft verdoppeln!

Anstatt also mit dem Kopf voraus zu gehen und eine “DIY”-Lösung zu finden, ist es oftmals besser, einen Schritt zurĂŒck zu gehen:

  1. Identifizieren Sie das reale Problem am Ursprung der schlechten Leistung (z.B. eine hohe Bounce-Rate auf Ihrer Landingpage oder eine hohe Bounce Rate auf der BestellbestÀtigungsseite Ihrer Website).
  2. Eine Hypothese aufstellen, die die Ursache des Problems wiedergeben könnte (z.B. „unsere Kunden verstehen die Eigenschaften unserer Produkte nicht sofort, wenn sie die Seiten auf unserer E-Commerce-Seite lesen“).

Dieser zweite Schritt, der schwierig erscheint, da er die FĂ€higkeit zur Selbstbeobachtung und einen kritischen Blick auf die bestehende Seite erfordert, ist nichtsdestotrotz unumgĂ€nglich fĂŒr jeden, der seine KPIs drastisch verbessern möchte!

Also, die Fragen, die wir hier beantworten werden, lauten:

  • Was ist eine A/B-Testhypothese fĂŒr eine E-Commerce Seite?
  • A/B-Testhypothesen: wie sieht die ideale Startformel aus?
  • Welche Elemente muss man bedenken, um sicherzustellen, dass die Hypothesen die Richtigen sind und die besten Ergebnisse hervorbringen?

Was ist eine A/B-Test Hypothese?

Wie bereits erwĂ€hnt, hat das Wort “Hypothese” eine sehr einfache Definition, wenn wir ins Wörterbuch schauen:  

Hypothese: Eine Annahme, die darauf abzielt, eine plausible ErklĂ€rung fĂŒr eine Reihe von Fakten zu liefern, und die anhand von Erfahrungen kontrolliert oder in ihren Folgen ĂŒberprĂŒft werden muss.

Der erste interessante Punkt, der in dieser Definition angesprochen wird, betrifft „den zu erklĂ€renden Sachverhalt“: Eine A/B-Testhypothese muss immer mit einem klar definierten Problem beginnen. A/B-Tests sollten nicht zufĂ€llig durchgefĂŒhrt werden, da Sie sonst Gefahr laufen, Zeit zu verschwenden.

Es gibt viele Informationsquellen, um diese Probleme zu identifizieren:

  • Web Analytics Daten. Diese Daten erklĂ€ren zwar nicht das Verhalten der Internetnutzer, aber sie können auf Conversionprobleme hinweisen (z.B. die Identifizierung von WarenkorbabbrĂŒchen). Sie helfen auch, die zu testenden Seiten zu priorisieren.
  • Heuristische Bewertung und ergonomische PrĂŒfung. Diese Analysen ermöglichen es Ihnen, die Benutzerfreundlichkeit der Website mit Hilfe einer Analysetabelle kostengĂŒnstiger zu bewerten.
  • User Test. Diese qualitativen Daten sind begrenzt durch die StichprobengrĂ¶ĂŸe, können jedoch einen großen Informationsgehalt bringen, der mit quantitativen Methoden nicht erfasst worden wĂ€ren. Sie zeigen oft Probleme beim VerstĂ€ndnis des Angebots oder der Ergonomie der Website. Auch wenn die Erfahrung angesichts des Potenzials fĂŒr negative Bemerkungen schmerzhaft sein kann, ermöglicht sie es Ihnen, qualifizierte Daten mit detaillierten Erkenntnissen zu sammeln.
  • Eye Tracking oder Heatmaps. Diese Methoden bieten einen Überblick darĂŒber, wie Personen mit Elementen innerhalb einer Seite interagieren, nicht nur zwischen den Seiten.
  • Customer Feedback. Unternehmen sammeln bereits eine Menge an Feedback von Ihren Kunden (gepostete Kommentare und Meinungen auf der Seite, gestellte Fragen beim Kundenservice, etc.). Neben der Analyse können Sie Tools wie Kundenbefragungen oder Live-Chats einsetzen, um weitere Informationen zu sammeln.

Diese Tools werden Ihnen helfen, die wahren Probleme aufzuzeigen, die sich auf die Leistungen Ihrer Seite auswirken und langfristig Zeit und Geld sparen!

Bevor wir nĂ€her auf das Thema eingehen, beginnen wir mit dem, was die Grundlage fĂŒr die Hypothese eines A/B-Tests bildet!

A/B Test Hypothese: die Startformel

ZunÀchst mag es fast einfach erscheinen, A/B-Testhypothesen zu erstellen. Es geht vor allem um eine VerÀnderung und die Wirkung, die sie hervorruft:

Eine Änderung (des zu prĂŒfende Elements) von _______________ auf _______________ erhöht/verringert (die definierte Messung).

An diesem Punkt ist die Formel nur eine theoretische Annahmen, die bewiesen oder widerlegt werden muss, aber sie wird Sie bei der Lösung des Problems leiten.

Ein wichtiger Punkt ist jedoch, dass die Auswirkungen der von Ihnen gewĂŒnschten VerĂ€nderung immer messbar und quantifizierbar sein mĂŒssen (Conversion Rate, Bounce Rate, Abbruchrate, etc.).

Hier sind einige Beispiele fĂŒr Hypothesen, die nach der oben erlĂ€uterten Formel formuliert wurden und die fĂŒr den E-Commerce gelten können:

Beispiel #1

“Die Änderung unseres Call-to-Actions von “KAUFEN SIE IHR TICKET JETZT!” zu “DIE TICKETS VERKAUFEN SICH SCHNELL – NUR NOCH 50 STÜCK VERFÜGBAR!” wird unseren Umsatz auf unserer E-Commerce Seite verbessern.

Beispiel #2
“Wenn Sie das Formular verkĂŒrzen, indem Sie optionale Felder wie Telefon und Postanschrift löschen, wird die Anzahl der gesammelten Kontakte erhöht.”

Wenn Sie darĂŒber hinaus ĂŒber die Lösung nachdenken, die Sie implementieren möchten, nehmen Sie die „Psychologie“ des Interessenten auf, indem Sie sich Folgendes fragen:

“Welche psychologischen Effekte könnte das Problem im Kopf des Kunden auslösen?”

Wenn Ihr Problem zum Beispiel ist: “es besteht ein Mangel an Klarheit im Registrierungsprozess der Website, der sich auf die Conversions, etwas zu kaufen auswirkt“, dann könnte ein psychologischer Effekt sein, dass Ihr Interessent irritiert ist, wenn er die Informationen liest. Vor diesem Hintergrund können Sie beginnen, konkret ĂŒber die Lösung nachzudenken, um dieses GefĂŒhl auf der „Kundenseite“ zu korrigieren. In diesem Fall können wir uns vorstellen, „einen Fortschrittsbalken einzubauen, der die verschiedenen Phasen der Registrierung anzeigt.“

Seien Sie jedoch vorsichtig: dieser “psychologische” Aspekt sollte nicht berĂŒcksichtigt werden, wenn Sie Ihre Testhypothese formulieren. Sie mĂŒssen immer das folgende Format beachten: “Wenn ich das Ă€ndere, wird es diesen Effekt hervorrufen.” Sobald Sie die Ergebnisse haben, sollten Sie in der Lage sein zu sagen: “es ist wahr”/ “es ist falsch.” Deshalb mĂŒssen wir darauf achten, dass wir uns auf konkrete und greifbare Annahmen stĂŒtzen.

Und schließlich, da es schade wĂ€re, jetzt aufzuhören, ist das Endziel der A/B-Testhypothesen, schnell zu identifizieren, was Ihrem Unternehmen am meisten helfen wird.

Optimierung von effektiven A/B-Testhypothesen im E-Commerce

Es gibt viele Elemente, die es Ihnen ermöglichen, eine effektive A/B Testhypothese zu erstellen. Hier sind fĂŒnf, um anzufangen (und Sie zu inspirieren)! Diese Best Practices ermöglichen es Ihnen, Ihre Hypothesen zu erstellen, indem Sie Ihre aktuelle Website mit den unten stehenden VorschlĂ€gen vergleichen und die Conversion Rate direkt beeinflussen.

AUF DER HOMEPAGE

  • Der Titel/Hauptbanner, der die angebotenen Produkte/Dienstleistungen erklĂ€rt, kann die Neugier der Kunden wecken und ihre Besuchszeit auf der Website verlĂ€ngern.
  • Ein direkt bei der Ankunft sichtbarer Call-to-Action erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Besucher auf diesen klicken.
  • Ein gut sichtbarer „Über“-Bereich baut das Vertrauen der Interessenten in die Marke auf, wenn sie auf der Website ankommen.

IM PRODUKTBEREICH

  • Filter sparen dem Kunden eine Menge Zeit. Sie finden schnell das, wonach sie suchen.
  • Die Hervorhebung einer Auswahl der beliebtesten Produkte am oberen Rand der Abschnitte ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt fĂŒr die Umsatzrealisierung.
  • Ein „Mehr erfahren“-Button oder ein Link unter jedem Produkt wird die Benutzer ermutigen.. mehr erfahren zu wollen!

IN DEN PRODUKTSEITEN

  • Produktempfehlungen schaffen eine persönlichere Erfahrung fĂŒr den User und helfen, den durchschnittlichen Warenkorbwert zu steigern.
  • Wenn der “zum Warenkorb hinzufĂŒgen”-Button das sichtbarste Element der Produktauflistung ist, wird es die Aufmerksamkeit des Interessenten wecken und die Klickrate erhöhen.
  • Ein “Zum Warenkorb hinzufĂŒgen & bezahlen”-Button spart dem Kunden Zeit, da die meisten Kunden durchschnittlich eine Transaktion auf einmal bezahlen.
  • Das HinzufĂŒgen von Social Media “Teilen”-Buttons ist eine effektive Möglichkeit, das Produktangebot in virale Inhalte zu verwandeln.

IM WARENKORB

  • Das Vorhandensein von Logos wie „Visa zertifiziert“ stĂ€rkt das Vertrauen der Kunden in die Website
  • Ein sehr sichtbarer Button/Link fĂŒr “mit Bezahlvorgang fortsetzen” ermutigt die User zu klicken

BEZAHLUNG

  • Eine einzige Bezahlseite reduziert die Ladezeit zwischen zwei Seiten und sorgt fĂŒr die Aufmerksamkeit des Kunden.
  • Die Bezahlung einer Bestellung ohne Registrierung wird von neuen Interessenten sehr geschĂ€tzt, die nicht unbedingt geneigt sind, ihre persönlichen Daten beim ersten Besuch der Website weiterzugeben.
  • Wenn der Benutzer die verschiedenen Zahlungsstufen sehen kann, hat er eine Übersicht ĂŒber den Rest des Prozesses. Dies gibt ihnen Sicherheit und wird ihnen helfen, ihren Kauf abzuschließen.

Abschließend sei vermerkt, dass die Definition von A/B-Testhypothesen komplex und methodisch erscheinen kann, denken Sie jedoch an all die Vorteile, die diese Phase fĂŒr Ihre E-Commerce-Website haben kann. Wenn Sie also das nĂ€chste Mal Ihre Leistung optimieren wollen, denken Sie „Analyse und Daten“ vor „Design und Grafik“; es ist ein guter Anfang fĂŒr die Umsetzung effektiver Hypothesen.

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Ein Leitfaden zum A/B Testing im Email Marketing

Beim E-Mail Marketing dreht sich alles um die Maximierung Ihrer Öffnungs-, Klick-, und Antwort-Raten, wĂ€hrend fĂŒr eine bestimmte E-Mail-Kampagne so viele Leads und VerkĂ€ufe wie möglich generiert werden.

In unserer Zeit der ĂŒberfĂŒllten E-Mail PostfĂ€cher besteht jedoch die Gefahr, dass Ihre Interessenten Ihre E-Mails gar nicht öffnen, da sie so viele erhalten.

MailChimp schĂ€tzt die durchschnittliche Öffnungsrate je nach Branche auf 18% bis 28%. Dies ist zwar keine Katastrophe, bedeutet jedoch immernoch, dass 75% bis 80% Ihrer E-Mails ungeöffnet bleiben.

Seien wir ehrlich: es gibt nicht die eine magische Formel, um die perfekte E-Mail zu entwerfen. Andernfalls hĂ€tte es sich sofort ĂŒberall im Internet verbreitet und wĂ€re nach wenigen Wochen ĂŒberbeansprucht.

Die Wahrheit ist: Niemand kann die perfekte E-Mail Kampagne fĂŒr Ihr Unternehmen erraten – es hĂ€ngt von einer Vielzahl an Faktoren ab, die wir in diesem Beitrag behandeln werden.

Die einzige Möglichkeit, die effektivsten E-Mails zu entwerfen und zu schreiben, ist, einen A/B Test durchzufĂŒhren.

Nicht nur einmal, sondern viele Male.

Auf diese Weise erhöhen Sie erheblich Ihre Chancen, „magische Tricks“ zu entdecken, die Ihre Öffnungs-, Klick- und Antwort-Raten effektiv erhöhen.

Indem Sie E-Mail A/B Testing nutzen, werden Sie außerdem herausfinden, was bei Ihren Interessenten gut ankommt und wie Sie diese ansprechen.

Lassen Sie uns also mit diesem Leitfaden beginnen, indem wir eine einfach Frage beantworten:

Warum ist E-Mail A/B Testing wichtig?

Obwohl E-Mail-Marketing einer der Àltesten Online-Marketing-KanÀle ist, bleibt es eine der leistungsfÀhigsten Lösungen, um ein breites Publikum zu erreichen und Interessenten in Leads oder Kunden zu verwandeln.

Noch wichtiger ist, dass die E-Mail ein Marketing-Kanal ist, der beides ist:

  • Sehr profitabel
  • Erschwinglich

Return on investment of email compared to other channels
Quelle: Neil Patel & EmailMarketingGold

Wie Sie sehen, liefert E-Mail-Marketing durchschnittlich 40 US-Dollar fĂŒr jeden ausgegebenen Dollar. Dies ist eine erhebliche Verbesserung im Vergleich zu Display-Kampagnen oder Banneranzeigen.

Lassen Sie uns schauen, wie A/B Tests im Email Marketing Ihrem Unternehmen wirklich helfen kann:

Es wird Ihre Öffnungs- und Klickraten verbessern

Nach den ersten A/B-Tests sollte Ihr Unternehmen damit beginenn, Trends und allgemeine Faktoren zu identifizieren, die zu höheren Öffnungs- und Klickraten fĂŒhren.   

Das bedeutet, dass Sie mehr Seitenaufrufe, aber auch mehr Klicks auf Ihrer Website oder Online-Formularen erhalten, was uns zu unserem zweiten Punkt fĂŒhrt.

Es wird Ihre Conversions erhöhen und Umsatz generieren

Mit einer Marketing-Automatisierungssoftware können Sie Ihre Funnel- und Trafficquellen analysieren. Dies ist entscheidend, um festzustellen, wie viele E-Mails tatsĂ€chlich zu Leads oder VerkĂ€ufen gefĂŒhrt haben.

Wenn Sie das wissen, erhalten Sie eine genaue EinschĂ€tzung Ihres ROI fĂŒr E-Mail-Marketing. Dies ist ein guter Anfang, um Conversions und Einnahmen weiter zu steigern.

Von dort aus können Sie zusĂ€tzliche Tests fĂŒr Ihre E-Mail-Kampagnen durchfĂŒhren, um mehr Umsatz zu erzielen.

Sie wissen, was fĂŒr Ihre Zielgruppe funktioniert

Wie wir bereits in unserer EinfĂŒhrung erwĂ€hnt haben, sind nicht alle Branchen in der E-Mail Statistik identisch.

In der Zwischenzeit haben Ihre Interessenten höchstwahrscheinlich spezielle BedĂŒrfnisse und Fragen, die auf eine bestimmte Art und Weise angegangen werden mĂŒssen – was die meisten Vermarkter nicht beim ersten Versuch tun können.

Nachdem Sie einige schlĂŒssige Tests durchgefĂŒhrt haben, werden Sie in KĂŒrze wichtige Unterschiede feststellen, die den Erfolg Ihrer E-Mail-Marketingkampagnen ausmachen.

Mit A/B-Tests können Sie angepasste E-Mails erstellen, die zu Ihren Interessenten passen und mehr Engagement erzeugen.

Sie werden Zeit und Geld sparen

Obwohl E-Mail-Marketing nicht der teuerste Online-Kanal ist, kostet es dennoch viel Geld, E-Mails an eine große Zielgruppe zu senden und angepasste Grafiken, Landing Pages und Formulare zu erstellen.

Mit E-Mail A/B-Tests sparen Sie Zeit und Geld, indem Sie schnell das Erfolgsrezept in Ihrer Branche ermitteln und wichtige Änderungen implementieren, die zu besseren Ergebnissen fĂŒhren.

Welche Elemente in meinen E-Mails sollte ich als erstes einem A/B-Test unterziehen?

An diesem Punkt fragen Sie sich wahrscheinlich, wie Sie einen ordnungsgemĂ€ĂŸen A/B-Test fĂŒr E-Mails einrichten und Insights gewinnen, was funktioniert und was nicht.

Um Ihnen dabei zu helfen, haben wir eine Liste der 8 wichtigsten Elemente zusammengestellt, die zu erheblichen Verbesserungen Ihrer E-Mail-Kampagnen fĂŒhren könnten:

Betreff & Preheader

A/B test email subject & preheader

Betreffzeilen und Preheader bilden den einzigen Kontaktpunkt, bevor eine E-Mail geöffnet wird.

Daher sind sie Ă€ußerst wertvolle Bestandteile, die trotz ihrer GrĂ¶ĂŸe viel Aufmerksamkeit erfordern.

Merken Sie sich: Ihre Betreffzeilen und Preheader werden bestimmen, ob Ihre E-Mails geöffnet werden oder nicht.

Die optimale LĂ€nge fĂŒr E-Mail Betreffzeilen sind durchschnittlich zwischen 60-70 Zeichen, nicht mehr.

Sie können versuchen, verschiedene Parameter fĂŒr Ihre Betreffzeilen einzustellen, darunter:

  • Satzbau (versuchen Sie die Satzstellung zu Ă€ndern)
  • Tonfall (neutral, freundlich, provokativ)
  • LĂ€nge (probieren Sie kĂŒrzer und lĂ€nger)
  • Personalisierung (versuchen Sie, den Vornamen zu integrieren)

Preheader werden normalerweise aus der ersten Zeile Ihrer E-Mail abgerufen. Da Ihr Sinn fĂŒr E-Mail-Marketing nun jedoch geschĂ€rft ist, können Sie versuchen, gezielt Preheader zu erstellen, die die meisten E-Mail-Tools jetzt unterstĂŒtzen.

Wenn Sie Ihre eigenen Preheader erstellen können, versuchen Sie, ergĂ€nzende Informationen zu verfassen und fĂŒgen Sie relevante Wörter hinzu, die die Neugier Ihrer potenziellen Kunden auslösen könnten.

Verschiedene Tage und Uhrzeiten

Aus verschiedenen GrĂŒnden fĂŒhren E-Mail-Kampagnen nicht zu denselben Ergebnissen, je nachdem, wann Sie sie versenden.

AnfĂ€nger könnten versuchen, E-Mails an verschiedenen Tagen einer Woche zu versenden: GetResponse berichtet, dass an Dienstagen die beste Öffnungsrate erreicht wird im Vergleich zum Rest der Woche. Auch wenn der Unterschied relativ klein ist (19,9% an Dienstagen im Vergleich zu 16,9% an Samstagen).

Da Studien „gefĂ€lscht“ sein können und kulturelle Unterschiede diese Daten verĂ€ndern können, ist es wichtig, dass Sie verschiedene Tage ausprobieren, um herauszufinden, welche fĂŒr Ihr Unternehmen am besten geeignet sind.

Ebenso gibt es Studien wie die von MailChimp und HubSpot, die tendenziell einen bestimmten Trend fĂŒr eine optimale Sendezeit zwischen 10 und 11 Uhr aufweisen.

Optimal sending time for your email campaigns
Quelle: MailChimp

Wenn Sie dies wissen, könnten Sie versuchen, Ihre Kampagne an verschiedene Tageszeiten anzupassen, nur um zu sehen, ob die Eine eine bessere Leistung erzielt als die Anderen.

LĂ€nge

Die LÀnge Ihres E-Mail Textes kann einen signifikanten Einfluss auf das Verhalten Ihrer Leser haben, je nachdem, was diese gewöhnt sind.

Bei mehreren Studien, in denen alle einen schwerwiegenden RĂŒckgang unserer Aufmerksamkeitsspanne feststellen, kann es sich lohnen, ein oder zwei AbsĂ€tze zu löschen, nur um zu sehen, ob Ihre E-Mail eine bessere Leistung erzielt.

Ein allgemeiner Ratschlag ist, unkompliziert zu sein und unnötige, ĂŒberstrapazierte WerbesprĂŒche rauszunehmen.

NatĂŒrlich hĂ€ngt die optimale LĂ€nge Ihrer E-Mail ĂŒberwiegend von den Erwartungen Ihrer Interessenten und den E-Mail Praktiken Ihrer Branche ab.

In der Modebranche geht der Trend in Richtung auffÀllige, ausdrucksstarke Bilder mit wenig Text, die oft einen sehr einfachen Call-to-Action (CTA) aufweisen.

Im Gegenteil dazu können B2B E-Mails absichtlich lang sein und AufzÀhlungslisten sowie mehrere Call-to-Actions enthalten.

Visuals

Da unser Gehirn einfach visuelle Darstellungen liebt (lesen Sie hier die vollstĂ€ndige Studie), kann das HinzufĂŒgen von ansprechenden visuellen Inhalten zu Ihren E-Mails eine sehr wirksame Methode sein, um Ihre Leser stĂ€rker zu motivieren.

Add engaging visuals to your emails campaigns
House of Fraser, Quelle: PiktoChart

Ähnlich wie bei der LĂ€nge werden Bilder nicht die gleiche Effizienz in allen Branchen aufweisen.

Durch das HinzufĂŒgen zu vieler visueller Elemente kann der Leser tatsĂ€chlich von der Kernbotschaft abgelenkt werden, was dazu fĂŒhrt, dass Ihre Call-to-Actions ignoriert werden.

Wenn Sie eine klare Vorstellung davon haben möchten, ob Bilder an Ihre E-Mail-Marketing-BemĂŒhungen angepasst sind, versuchen Sie einfach, eine Version A ohne Bildmaterial (aber mit derselben Betreffzeile, demselben Text und denselben CTAs) auszufĂŒhren, im Gegensatz zu einer Version B, die Bildmaterial enthĂ€lt: Sie werden sehen, welche Leistung besser ist.

Persönlicher werden

Das Anwenden einer freundlicheren, eher beilÀufigen Tonart und des Textes kann die Art und Weise, wie Ihre Leser Ihre E-Mail-AktivitÀten wahrnehmen, hÀufig verÀndern.

Mit den neuesten E-Mail-Tools können Sie dynamisch Vor- und Nachnamen in Ihre E-Mails einfĂŒgen. Dadurch entsteht ein GefĂŒhl der Personalisierung, das die meisten Menschen mögen.

Der Text

Es gibt zwar kein Geheimrezept, um einen perfekte Text zu schreiben (da dieser auch von Ihren individuellen Zielen abhĂ€ngt), Sie können jedoch versuchen, verschiedene Versionen mit A/B-Tests zu testen, indem Sie nur den Text verĂ€ndern: dies kann zu erheblichen Änderungen Ihrer Conversion Rate fĂŒhren.

Wenn Sie unterschiedliche Hypothesen zu den Erwartungen Ihrer Leser formuliert haben, erstellen Sie zwei Texte, die auf dem erwarteten Verhalten basieren, und senden diese an dieselbe Mailing-Liste, um zu sehen, welcher Text die anderen ĂŒbertrifft.

Call-to-Actions & Buttons

Ob Hypertexte, Bilder oder SchaltflĂ€chen, das Design und der Text Ihrer CTAs können schwerwiegende Folgen fĂŒr die Wahrscheinlichkeit haben, dass Ihre Leser auf sie klicken.

Wenn Sie ausfĂŒhrliche A/B-Tests fĂŒr CTAs durchfĂŒhren möchten, vergleichen Sie die verschiedenen Farben und Formate, um zu sehen, ob sich eine von den anderen abhebt.

Falls das keine statistisch signifikanten Ergebnisse liefert, können Sie versuchen Ihre Value Proposition zu Àndern, z.B. das Angebot hinter Ihrem Call-to-Action.

Die besten Methoden fĂŒr E-Mail A/B-Testing

Nachdem wir uns mit den wichtigsten Elementen befasst haben, die mit E-Mail A/B-Tests getestet werden können, werfen wir einen Blick auf die 4 bewĂ€hrten Vorgehensweisen, die vor dem AusfĂŒhren von E-Mail A/B-Tests berĂŒcksichtigt werden sollten.

Ein Ziel im Kopf haben

Das Definieren von Zielen vor dem DurchfĂŒhren von A/B-Tests ist eine enorme Zeitersparnis fĂŒr jeden Marketer.

TatsÀchlich ist es sehr wichtig, dass wir als Marketingfachleute Hypothesen formulieren, die auf den erhobenen Daten basieren.

  • Sie mĂŒssen die Öffnungsrate erhöhen:
    In diesem Fall sollten Sie sich hauptsÀchlich auf Ihre Betreffzeile und Preheader konzentrieren: dies sind die beiden Hauptelemente, die diese Metrik beeinflussen werden.
  • Sie mĂŒssen Ihre Click-Through-Rate, Downloads und Abonnements erhöhen:
    Wenn Sie das Engagement erhöhen möchten, testen Sie alle Inhalte, wie z. B. den Text, den Ton, die Grafik und den Call-to-Action, da sie alle zu einer Erhöhung der Klicks, Abonnements oder EinkĂ€ufe fĂŒhren können.

One-way vs. multivariates Testing

Bei A/ B-Tests bedeutet das HinzufĂŒgen mehrerer Variablen in Ihren Tests, dass Sie eine stĂ€ndig wachsende StichprobengrĂ¶ĂŸe benötigen, um statistisch relevante Ergebnisse zu erhalten.

Wenn Sie zwei Versionen mit mehreren Varianten vergleichen, ist es außerdem schwierig, relevante Ergebnisse zu erzielen, da Sie nicht wissen, welches Element eine Erhöhung oder Verringerung Ihrer SchlĂŒsselmetrik auslöste.

Wenn Sie eine kleine StichprobengrĂ¶ĂŸe haben, empfehlen wir generell, jeweils eine Variable zu testen.

Es gibt jedoch FĂ€lle, in denen Sie zwei völlig unterschiedliche Versionen Ihrer E-Mail testen möchten: Sie können dies ganz einfach tun, da der „Gewinner“ fĂŒr zukĂŒnftige Benchmarks oder als Vorlage fĂŒr Ihre nĂ€chsten A/B-Tests verwendet werden kann.

Gleichzeitig vs. zu unterschiedlichen Zeiten testen

Obwohl Sie Ihre E-Mails definitiv auf Basis von Tag und Zeit testen können, vermeiden Sie das Senden von Varianten zu unterschiedlichen Zeiten. Sie wissen nicht, ob die Änderungen durch die Zeit oder den E-Mail-Inhalt verursacht wurden.

Ergebnisse verfolgen und auf Ihren Erkenntnissen aufbauen

Es macht keinen Sinn, Ihre E-Mails A/B zu testen, wenn Sie nicht aktiv Ihre Kampagnen-Ergebnisse im Nachhinein verfolgen.

Es gibt 4 Einheiten, die sie verfolgen sollten, um Erfolg zu messen:

  • Öffnungsrate
  • Click-through Rate
  • RĂŒcklaufquote
  • Nachfolgende Conversion Rate

FĂŒr die meisten Kampagnen werden Öffnungsraten und Click-through Raten Ihr wesentlicher Performance Indikator sein und Sie sollten jede sinnvolle VerĂ€nderung verfolgen, egal ob positiv oder negativ.

Bei bestimmten Kampagnen (z. B. Lead-Generierungs- und E-Commerce-Werbeangeboten) werden Sie auch die Conversion Rate Ihres Call-to-Action Buttons aktiv verfolgen wollen.

Vereinfacht gesagt sollten Sie den Umsatz oder die Anzahl der auf Ihrer Website ausgefĂŒhrten E-Mail-Analysen nachverfolgen, um Ihren ROI zu messen.

In diesen Szenarien erfassen Sie echte Conversions und nicht die Anzahl der geöffneten E-Mails, die Ihnen wesentlich mehr greifbare Daten fĂŒr Ihre Marketinganalyse liefern.

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Blogartikel

7min. Lesezeit

A/B Testing durchfĂŒhren ohne Ihre SEO-Maßnahmen zu gefĂ€hrden

A/B Testing ist eine effektive Methode, um die User Experience auf Ihrer Website und die Möglichkeit, User in Kunden zu verwandeln, zu verbessern.

WĂ€hrend Änderungen an Ihrer Website das Verhalten Ihrer Nutzer beeinflussen können, werden sie auch von Suchmaschinen-Crawlern, insbesondere von Google, gesehen. Letzteres ist in der Lage, JavaScript zu interpretieren, die Scripting-Technologie hinter vielen A/B Tests.

Als A/B-Testing Experten werden wir oft gefragt, welche Auswirkungen A/B-Testing auf die organischen Suchrankings unserer Kunden hat. Wenn SEO nicht berĂŒcksichtigt wird, kann eine A/B-Testkampagne die Sichtbarkeit der Website beeinflussen, insbesondere bei Tests, die auf URL-Weiterleitungen basieren.

In diesem Beitrag möchten wir die A/B-Testing Best Practices fĂŒr SEO aufzeigen und Ihnen dabei zu helfen, erfolgreiche Conversion Optimierung umzusetzen, ohne Ihre Rankings und den Website-Traffic zu gefĂ€hrden.

Allgemeine SEO Empfehlungen

Um anzufangen, lassen Sie uns ein paar allgemeine Empfehlungen von Google anschauen.

Google akzeptiert A/B-Testing voll und ganz und ermutigt sogar dazu, wenn es auf die Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit abzielt. Google bietet außerdem sein eigenes A/B-Testing Tool an, das JavaScript verwendet, um das DOM (Document Object Model) zum Erstellen von Seitenvariationen zu manipulieren.

Auf dem Blog teilt Google die Regeln, die beachtet werden mĂŒssen, damit die Algorithmen Ihrer Website nicht benachteiligt werden. Die Hauptregel betrifft das Öffnen Ihres Tests fĂŒr die Google-Roboter, die auf derselben Version Ihrer Seiten navigieren mĂŒssen wie Ihre Besucher.

Eine der ersten Best Practices fĂŒr SEO ist also, den Bot von Google nicht von Ihren A/B-Tests auszuschließen. Selbst wenn Ihre A/B-Testlösung einige erweiterte Benutzer-Targeting-Funktionen wie die Erkennung von Benutzeragenten bietet, verwenden Sie diese nicht, um den Google-Bot auszuschließen.

Es wird außerdem empfohlen, dass Sie den Benutzern keine zu unterschiedlichen Seiten anzeigen. Zum Einen ist es schwieriger zu erkennen, welche Elemente einen grĂ¶ĂŸeren Einfluss auf die Conversion Rate hatten. Zum Anderen kann Google die beiden Versionen fĂŒr unterschiedlich halten und diese Aktion als Manipulationsversuch interpretieren. Sie könnten im Ranking nach unten fallen, oder im schlimmsten Fall kann dies dazu fĂŒhren, dass Ihre Website vollstĂ€ndig entfernt wird.

AbhÀngig von Ihren Zielen kann der A/B-Testaufbau unterschiedlich sein und jede Art von Vorgehensweise kann sich auf SEO auswirken.

Best Practices fĂŒr A/B-Tests mit URL-Umleitungen

A/B-Tests mit URL-Umleitungen, auch Split Tests genannt, sind eine dieser Methoden. Anstatt einen WYSIWYG-Editor (What You See Is What You Get) zu verwenden, um Ihre Variation zu gestalten, leiten Sie die Benutzer auf eine völlig separate Seite um, die oft auf Ihrer Website gehostet wird und eine eigene URL hat. Die Verwendung dieser Methode ist gerechtfertigt, wenn Sie viele Änderungen an Ihrer Seite vornehmen mĂŒssen, z.B. wenn Sie ein anderes Design oder ein anderes Landing Page Konzept testen möchten.

Dieser Anwendungsfall ist der FehleranfĂ€lligste und kann einen dramatischen Einfluss auf Ihr Suchmaschinen-Ranking haben, d.h. Ihre ursprĂŒngliche Seite wird aus dem Google-Index entfernt und durch Ihre Variantenseite ersetzt. Um dies zu vermeiden, beachten Sie die folgende Punkte:

  • Blockieren Sie Googles Bots niemals ĂŒber die Datei robots.txt Ihrer Website mit dem Befehl ‚Disallow‘ oder durch HinzufĂŒgen des Befehls Noindex auf Ihren alternativen Seiten. Die Erste verhindert, dass Bots den Inhalt der Zielseiten lesen, wĂ€hrend die Zweite verhindert, dass sie die Seiten zum Index von Google hinzufĂŒgen. Es ist ein hĂ€ufiger Fehler, da der Herausgeber der Website befĂŒrchtet, dass die alternative Version in den Ergebnissen erscheint. Wenn Sie die folgenden Anweisungen befolgen, gibt es keinen Grund dafĂŒr, dass Ihre alternative Version anstelle Ihrer Originalversion besser im Ranking ist.
  • Platzieren Sie ein kanonisches Tag auf der Variantenseite und setzen Sie den Wert auf die Originalseite. Dies sagt Google, dass die Originalseite diejenige ist, die sie berĂŒcksichtigen und den Internetnutzern anbieten muss. Suchmaschinen-Bots werden verstehen, dass Seite B keinen Mehrwert hat im Vergleich zu A, der einzigen Version, die indiziert werden muss. Im Falle eines Tests auf einer Reihe von Seiten (z.B. wenn Sie 2 Produktseitenversionen in Ihrem Katalog testen möchten), mĂŒssen Sie diesen Abgleich fĂŒr jede Seite einrichten.
  • Leiten Sie Besucher ĂŒber eine 302- oder JavaScript-Umleitung um, die beide von Google als temporĂ€re Umleitungen interpretiert werden. Mit anderen Worten, die Suchmaschine betrachtet es als eine vorĂŒbergehende Änderung Ihrer Website und Ă€ndert ihren Index nicht entsprechend.
  • Wenn ein Redirect-Test abgeschlossen ist, mĂŒssen Sie die Änderungen, die sich als nĂŒtzlich erwiesen haben, dauerhaft aufnehmen. Die ursprĂŒngliche Seite A wird dann geĂ€ndert, um die neuen Elemente aufzunehmen, die die Conversion fördern. Seite B kann unterdessen entweder mit einer 301 (permanent) oder 302 (temporĂ€r, wenn die Seite fĂŒr andere Tests verwendet wird) auf Seite A umgeleitet werden.

Best Practices fĂŒr Standard A/B-Tests

Die Anwendung eines JavaScript-Overlays ist bei weitem der hĂ€ufigste Weg, um A/B-Tests durchzufĂŒhren. In diesem Fall sind Ihre Varianten nicht mehr oder weniger als Änderungen, die spontan beim Laden der Seite in den Browser des Benutzers ĂŒbernommen werden. Die A/B-Testlösung verwaltet den gesamten Prozess von der JavaScript-Code-Interpretation von Änderungen, die Sie ĂŒber einen Grafikeditor vorgenommen haben, bis hin zur Datenerfassung, indem sie Benutzer zufĂ€llig einer der Varianten zuordnet und diese Zuordnung wĂ€hrend des gesamten Tests berĂŒcksichtigt. In diesem Fall Ă€ndern sich Ihre URLs nicht und Änderungen erfolgen nur im Client-Browser (Chrome, Firefox, Internet Explorer, etc.).

Diese Art von A/B-Test gefĂ€hrdet Ihre SEO-AktivitĂ€ten nicht. Obwohl Google durchaus in der Lage ist, JavaScript-Code zu verstehen, werden diese Änderungen kein Problem darstellen, wenn Sie nicht versuchen, ihn auszutricksen, indem Sie ihm einen anfĂ€nglichen Inhalt zeigen, der sich stark von dem unterscheidet, der den Usern prĂ€sentiert wird. Stellen Sie daher sicher, dass:

  • die Anzahl der Elemente, die von dem Overlay aufgerufen werden, angesichts der Gesamtseite begrenzt ist und dass der Test weder die Struktur noch den Inhalt der Seite ĂŒberarbeitet.
  • Die Overlays löschen oder verbergen keine Elemente, die fĂŒr das Ranking der Seite wichtig sind und verbessern ihre LegitimitĂ€t in den Augen von Google (Textbereiche, Titel, Bilder, interne Links, etc.).
  • FĂŒhren Sie das Experiment nur so lange wie nötig durch. Google weiß, dass die Zeit, die fĂŒr einen Test benötigt wird, je nachdem, wie viel Traffic die getestete Seite erhĂ€lt, variiert. Sie sollten es vermeiden, Tests fĂŒr eine unnötig lange Zeit auszufĂŒhren, da sie dies als Versuch der TĂ€uschung interpretieren können, insbesondere wenn Sie einem großen Prozentsatz Ihrer Nutzer eine Contentvariante zur VerfĂŒgung stellen.

Tipps:
Es ist zwar besser, Overlay-Phasen zu vermeiden, die auf Seiten, die Traffic generieren, zu stark sind. Sie haben jedoch die völlige Freiheit fĂŒr Seiten, die von Google-Bots nicht durchsucht werden oder die keine SEO-Vorteile bieten (Konto- oder Warenkorbseiten, usw.). Zögern Sie nicht, auf diesen Seiten neue Optimierungen zu testen, die fĂŒr Ihre Conversion Rate entscheidend sind!

Was ist mit Mobile SEO?

Die Verwendung Ihrer A/B-Testlösung zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit auf mobilen GerĂ€ten ist ein Anwendungsfall, dem wir manchmal begegnen. Dies ist ein besonders sensibler Punkt fĂŒr SEO, seitdem Google seine Mobile First Indexierung eingefĂŒhrt hat.

Bisher basierte der Ranking-Algorithmus von Google in erster Linie auf dem Inhalt der Desktop-Version einer Website, um sie sowohl in den Desktop- als auch in den mobilen Suchergebnissen zu positionieren. Mit dem Mobile First Indexing-Algorithmus dreht Google diese Logik um: Die Suchmaschine verwendet nun den Inhalt der mobilen Seite als Ranking-Signal und nicht mehr die Desktop-Version, unabhÀngig vom GerÀt.

Daher ist es besonders wichtig, dass Sie aus UX-GrĂŒnden keine Elemente aus der mobilen Navigation entfernen, die fĂŒr SEO von entscheidender Bedeutung sind, wie zum Beispiel das Entfernen von Top-Inhalten, die auf dem Smartphone zu viel Platz beanspruchen.

Kann Personalisierung Auswirkungen auf SEO haben?

Einige A/B Testingtools bieten auch umfangreiche Funktionen zur Benutzerpersonalisierung an. Mit AB Tasty können Sie beispielsweise durch benutzerdefinierte Szenarien die Einbindung der Benutzer steigern. Je nach Profil Ihrer Besucher oder ihrer Journeys auf Ihrer Website können Sie ihnen ganz einfach Nachrichten oder ein personalisiertes Browsing-Erlebnis anbieten, das ihnen bei der Konvertierung eher hilft.

Können sich diese Praktiken auf Ihre SEO-BemĂŒhungen auswirken? Wie bei A/B-Tests mit JavaScript ist die Auswirkung von SEO nur begrenzt, einige SonderfĂ€lle sollten jedoch berĂŒcksichtigt werden.

Das Hervorheben von benutzerdefinierten Inhalten mit einem interstitial (Pop-In) ist beispielsweise eine Herausforderung in Bezug auf SEO, insbesondere auf mobilen GerĂ€ten. Google hĂ€lt es seit Januar 2017 fĂŒr schĂ€dlich fĂŒr die Nutzererfahrung, da der Inhalt der Seite nicht leicht zugĂ€nglich ist. Daher mĂŒssen personalisierte Interstitials an die Erwartungen von Google angepasst werden. Andernfalls gehen Sie das Risiko ein, dass Ihre Website ihr Ranking und den daraus resultierenden Traffic verliert.

Beachten Sie, dass Google rechtliche Interstitials zu tolerieren scheint, die den Großteil des Bildschirms beanspruchen (Informationen zu Cookies, Altersverifizierung usw.), fĂŒr die es keine Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung gibt.