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Conversion Funnels: Alles, was Sie wissen müssen

Jedes Unternehmen, das Produkte oder Services online verkauft, hat einen Conversion Funnel – aber nicht jeder weiß es. Wenn Sie sich nicht sicher sind, was eine Conversion ist oder wie Sie Ihre Conversion für einen höheren Online-Umsatz verfeinern können, sind Sie hier genau richtig. In diesem Beitrag erfahren Sie alles, was Sie über Conversion Funnels wissen müssen. Wir beginnen mit den Basics: Was sind Conversion Funnels und welche drei wichtigen Phasen beinhalten sie? Anschließend gehen wir auf einige der effektivsten Strategien ein, um Ihre Funnels zu verbessern und den Umsatz zu steigern. Los geht‘s!

In diesem Artikel greifen wir folgende Punkte auf:

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Was ist ein Conversion Funnel?

Ein Conversion Funnel ist ein Prozess, der potenzielle KundInnen durch den Kauf Ihrer Produkte oder Services führt. Ein Conversion Funnel ist der Grundstein aller Geschäftsmodelle im E-Commerce und führt potenzielle KundInnen durch den gesamten Prozess: ab dem Zeitpunkt, an dem sie zum ersten Mal auf Ihre Marke aufmerksam werden, bis sie einen Kauf tätigen und darüber hinaus.

Conversion Funnel Schema
Conversion Funnel – Schema (Quelle)

 

Wenn Ihnen Conversion Funnels nicht vertraut sind, denken Sie an die Form eines Trichters – oben breit und unten schmaler. Er steht für den Besucherstrom, der sich durch Ihre Marketingstrategie bewegt. Nicht jeder, der auf Ihr Unternehmen aufmerksam wird, wird auch zu einem oder einer zahlenden KundIn. Es ist, als würde man Filterkaffee aufbrühen – oben bleibt jede Menge Kaffeesatz und unten tropft dann der hochwertige Kaffee durch den Trichter in Ihre Tasse. Ein Verkaufstrichter funktioniert genauso. Ziel ist, möglichst viele relevante Leads in den oberen Teil des Trichters zu bekommen und ungeeignete Interessenten herauszufiltern, sodass die idealen KundInnen übrig bleiben, die bei Ihnen kaufen möchten.

Wenn Sie Ihren Conversion Funnel optimieren, maximieren Sie die Wirkung Ihrer Online-Marketingstrategie und steigern den Umsatz. Dies ist keine Aufgabe, die ein für alle Mal erledigt wird, sondern die Sie im Laufe Ihres Geschäftslebens ständig verfeinern müssen. Möchten Sie wissen, wie?

Kaffeetrichter als Funnel
Kaffeetrichter (Quelle)

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Conversion Funnel und einem Sales Funnel?

Die Begriffe „Conversion Funnel“ und „Sales Funnel“ werden oft wie Synonyme gebraucht. Aber bedeuten sie wirklich dasselbe? Die Antwort auf diese Frage lautet nein, obwohl sie eng miteinander verbunden sind. Ein Sales Funnel beginnt in der Regel mit einer oder einem potenziellen KundIn, die oder der in die Verkaufspipeline eintritt. Das kann sowohl online (in einer E-Commerce-Umgebung) als auch offline geschehen. Potenzielle KundInnen treten jedoch in der Regel erst dann in Ihren Sales Funnel, wenn sie bereits mit Ihrer Marke und Ihren Produkten oder Services vertraut sind.

Online kann es eine Weile dauern, bis dieser Moment erreicht ist. Vor allem, wenn Sie Personen ansprechen, die noch nie von Ihrer Marke gehört haben. Es braucht Zeit, eine Verbindung und Vertrauen zu Ihrer Zielgruppe aufzubauen.

Genau hier kommt der Conversion Funnel ins Spiel. Hier geht es nicht nur um Verkaufen, sondern darum, eine Verbindung zu Ihrer Zielgruppe aufzubauen, Leads zu generieren und diese Leads dann bei einer Journey zu Ihrem Unternehmen zu führen. Potenzielle KundInnen kommen vielleicht „kalt“ in Ihren Trichter, ohne viel darüber zu wissen, wer Sie sind oder was Sie eigentlich machen. Mit der Zeit wird Ihr Trichter sie „aufwärmen“, Vertrauen in Ihr Angebot aufbauen und sie „kaufwillig“ machen. Der Trichter umfasst den gesamten Prozess – vom ersten Kontakt bis zum Kauf.

Die drei Phasen des Conversion Funnels

Es gibt viele verschiedene Conversion Funnel-Modelle. Alle schlagen im Großen und Ganzen dasselbe vor: die Unterteilung des Prozesses in mehrere Phasen des Conversion Funnels, die KundInnen vor einem Kauf durchlaufen müssen. Ein(e) KundIn kann den Trichter in jeder Phase betreten oder verlassen, aber Ihr personalisiertes Modell legt fest, wie KundInnen mit Ihrem Unternehmen in Kontakt treten sollen.

Das genaue Modell stellt sich bei jedem Unternehmen anders dar. Im Folgenden aber die drei Phasen, die wir Ihnen empfehlen.

 

Phase 1: Bewusstsein am oberen Ende des Trichters aufbauen

Am oberen Ende des Trichters geht es darum, auf Ihre Marke aufmerksam zu machen und die Aufmerksamkeit von Leads zu wecken. Diese Phase ist u. U. die Wichtigste. Denn wie wollen Sie jemandem etwas verkaufen, wenn Sie ihn nicht in Ihren Trichter bekommen? Dieser kritische Schritt wird oft als Awareness- bzw. Bewusstseinsphase bezeichnet. Die genaue Strategie, um dies zu erreichen, hängt von Ihrer oder Ihrem KundIn ab. Wer sind diese KundInnen? Wo halten sie sich auf? Welche grundlegenden Probleme haben sie und mit welchen Herausforderungen sind sie konfrontiert? Warum sollten sie sich für das interessieren, was Sie ihnen anbieten? Die Antworten auf diese Fragen können in der Bewusstseinsphase nützliche Hinweise liefern. Vergessen Sie nicht: Es geht nicht um Sie, es geht um den oder die KundIn. Hier einige Dinge, die am oberen Ende des Trichters geschehen sollten.

 

Content Marketing

Um online Aufmerksamkeit zu erregen, brauchen Sie Content. Dieser Content kann viele Formen annehmen. Daher sollten Sie sich Gedanken über die Arten von Content machen, die Ihre Zielgruppe am ehesten konsumiert. Zum Beispiel sprechen TikTok-Videos 18- bis 24-Jährige an, sind dann aber eventuell nicht die beste Option für eine ältere Zielgruppe.

Beim Erstellen Ihrer Content Marketing-Strategie sollten Sie sowohl Onsite- als auch Offsite-Content in Betracht ziehen. Ein effektiver Conversion Funnel braucht beides. Offsite-Content trägt dazu bei, Aufmerksamkeit zu erregen und UserInnen auf Ihre Website zu locken. Im Gegensatz dazu binden Onsite-Contents Ihre Zielgruppe ein und veranlassen sie, den nächsten Schritt zu gehen und sich z. B. in Ihre Mailingliste einzutragen.

 

Marketing-Kampagnen

Neben Ihrer Content Marketing-Strategie sollten Sie sich auch Gedanken zu den Marketingkampagnen machen, mit denen Sie die Menschen dazu bewegen, sich mit diesen Contents zu beschäftigen. Wie kann es Ihnen gelingen, dass Ihr Content gesehen wird? Wie werden Sie die Aufmerksamkeit der UserInnen gewinnen? Sind Sie nur online tätig oder werden Sie auf Offline-Marketing zurückgreifen, um Leads zu generieren?

E-Commerce-Unternehmen betrachten Offline-Marketingkampagnen als irrelevant und lehnen sie schnell ab. Dabei können besonders gezielte Offline-Kampagnen äußerst nützlich sein. Der Online-Marktplatz ist überfüllt! Innovative Möglichkeiten, um Ihre Zielgruppe offline zu erreichen und sie auf Ihren Online-Content zu lenken, kann eine kostengünstige Lösung sein, um Leads für Ihren Conversion Funnel zu generieren.

Sie könnten sich auch überlegen, wie Sie einige Ihrer Marketingkampagnen automatisieren können. Die Erstellung von Evergreen-Kampagnen, die im Hintergrund laufen können, während Sie und Ihre Mitarbeiter sich auf andere Aufgaben konzentrieren, ist für eine Gewinnmaximierung nützlich. Im Wesentlichen bedeutet dies, dass Sie Leads für Ihr Unternehmen generieren können, während Sie schlafen.

Leads erfassen

Die Erfassung von Leads ist der letzte Schritt der Awareness-Phase. Hier verschieben Sie Ihre potenziellen KundInnen vom oberen Ende Ihres Conversion Funnels in die Mitte. Sobald Sie eine(n) potenzielle(n) KundIn auf Ihre Website gelenkt und sie oder ihn dazu angeregt haben, sich mit Ihrem Content zu befassen, stellt sich die Frage, wie es weitergehen soll. Jeder Content auf Ihrer Website, mit dem sich Ihre Zielgruppe beschäftigt, sollte einen Call-To-Action enthalten – etwas, das ihnen sagt, welche Handlung sie als nächstes ausführen sollen.

Dazu sollten Sie einen Lead-Magneten in Betracht ziehen. Zum Beispiel einen Rabatt-Code. Aber um maximale Ergebnisse zu erzielen, könnten Sie etwas entwickeln, das zur Lösung eines Problems beiträgt und in direktem Zusammenhang mit dem angebotenen Produkt oder Service steht.

So stellen Sie nicht nur sicher, hochqualifizierte Leads zu erfassen, sondern auch, dass sich UserInnen anmelden, wenn sie noch nicht zu einem Kauf bereit sind. Da ein Conversion Funnel KundInnen dazu zu bringen soll, bei Ihnen zu kaufen, ist dieser Punkt beim Erstellen Ihrer Content Marketing-Strategie äußerst wichtig und sollte berücksichtigt werden.

Sobald Sie die E-Mail-Adresse erhalten haben, ist es an der Zeit, zur zweiten Phase des Conversion Funnels zu gehen: die Pflege Ihrer Zielgruppe, um das Interesse an Ihren Produkten oder Services zu wecken.

Business Dashboard
Business Dashboard (Quelle)

 

Die besten Wege, Bewusstsein aufzubauen

Um die Anzahl der Leads zu maximieren, sollten Sie Ihre Aktivitäten in der ersten Phase auf mehrere digitale Marketingkanäle konzentrieren. Hier einige der beliebtesten Optionen:

 

Social Media

Angesichts der rund 4 Milliarden Social Media-UserInnen weltweit (mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung) überrascht es nicht, dass Social Media-Marketing eine der beliebtesten Methoden zur Lead-Generierung ist. Dennoch ist es wichtig zu wissen, dass dies keine einfache Option ist! Viele Geschäftsinhaber betrachten Social Media als schnelle und kostengünstige Lösung, die ihre Zielgruppe anwachsen lässt. Doch auch hier sind Zeit und Mühe gefragt, um Ergebnisse zu erzielen – wie bei jeder anderen Marketingstrategie auch.

Arbeiten Sie mit einem Experten zusammen, um einen Social Media-Marketingplan zu entwickeln, der Ihnen hilft, sich von der Masse abzuheben. Viele Unternehmen nutzen Social Media, um Menschen in ihren Conversion Funnel zu bringen, aber nur wenige machen es richtig.

 

Paid Search

Wohin wenden Sie sich als Erstes, wenn Sie Informationen brauchen? Schätzungen zufolge werden jedes Jahr rund 2 Billionen Suchanfragen bei Google gestellt – Werbung für Ihren Content bei Google könnte also sehr lukrativ sein! Im Gegensatz zum Social Media-Marketing suchen UserInnen von Suchmaschinen aktiv nach den Informationen, die Sie anbieten. Um die beste Click-Through-Rate zu erzielen, sollten die ins Auge gefassten Suchbegriffe für den Inhalt direkt relevant sein. Und testen Sie Kampagnen mit einem kleinen Budget, bevor Sie weitere Ausgaben tätigen.

 

Organische Suche

Eine gute Idee wäre auch, Ihren Content für die organische Suche zu optimieren. Keine kurzfristige Strategie, aber durch die Suchmaschinenoptimierung (SEO) können auf Ihre Website im Laufe der Zeit höhere Traffic-Volumen generiert werden. Legen Sie den Fokus auf die Erstellung von Evergreen Content, ein Inhalt, der nicht irrelevant wird oder veraltet und noch viele Jahre lang in organischen Suchanfragen erscheinen kann. Wenn Sie Website-BesucherInnen organisch über Suchmaschinen gewinnen, sind Sie besser in der Lage, eine Liste qualifizierter Leads zu erhalten und die Qualität der BesucherInnen zu verbessern, die in Ihren Conversion Funnel treten.

 

Phase 2: Ihre Zielgruppe pflegen

Viele Online-Unternehmen machen den grundlegenden Fehler, zu früh auf einen Kauf zu drängen. Zwar können (und sollten) Sie potenziellen KundInnen immer die Möglichkeit bieten, zu ihren Bedingungen bei Ihnen zu kaufen, doch sollten Sie Ihren Conversion Funnel so gestalten, dass Sie Ihre Leads pflegen und Vertrauen zu Ihrer Marke aufbauen, bevor Sie sie in die Verkaufspipeline führen.

 

In Kontakt bleiben

Sobald ein(e) potenzielle(r) KundIn Ihnen mitgeteilt hat, dass sie oder er mehr von Ihnen hören möchte, ist es wichtig, mit ihr oder ihm in Kontakt zu bleiben. Dazu sollten Sie möglichst mehrere Kanäle nutzen. Fordern Sie die KundInnen auf, Ihnen in den sozialen Medien zu folgen. Sprechen Sie sie mit einem relevanten Online-Content erneut an und senden Sie ihnen regelmäßig E-Mails. Recherchen zeigen immer wieder: Je mehr Gelegenheiten potenzielle KundInnen haben, sich online mit Ihrer Marke zu beschäftigen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie bei Ihnen kaufen. (Vgl. auch Funnel Online Marketing)

Kurz gesagt, es reicht nicht aus, nur zu wissen, dass es Sie gibt. Wenn Sie etwas verkaufen wollen, müssen Sie auch dafür sorgen, dass man sich mit Ihnen beschäftigt!

 

Ihre Produkte und Services positionieren

Wenn Sie mit Ihrer Zielgruppe in Kontakt bleiben und sie pflegen, sollten Sie auch sicherstellen, dass jeder Lead mit Ihren Produkten und Services vertraut ist. In diesem Schritt geht es nicht darum, den Verkauf zu forcieren – darauf kommen wir in der nächsten Phase zurück. Sie sollten hingegen Ihr Angebot interessant und ansprechend präsentieren. Im Grunde genommen müssen Ihre Leads zu einem Kauf bereit sein, wenn Sie Ihren Sales Pitch präsentieren. Um diese Phase zu erreichen, müssen die Leads wissen, was Sie verkaufen.

 

Den Kaufwunsch wecken

Und zu guter Letzt sollten Sie Ihre Zielgruppe während der gesamten Pflege-Phase darauf vorbereiten, die gewünschte Aktion durchzuführen. In den meisten Fällen ist dies der Abschluss eines Kaufs. Wie Sie das erreichen können? Mit Emotionen.

Der Mensch ist ein emotionales Wesen. Erinnern Sie sich noch, wie wir vorhin über die Probleme und Herausforderungen gesprochen haben, die Ihr Produkt oder Ihr Service für Ihre KundInnen lösen kann? Welche Emotionen stecken hinter diesem Problem? Sprechen Sie diese Emotionen an, wenn Sie mit Ihrer Zielgruppe in Kontakt treten, und machen Sie deutlich, dass Sie ihr helfen wollen, diese Gefühle zu bewältigen, um positivere und wünschenswerte Emotionen zu wecken. Welche Gefühle werden durch Ihr Produkt oder Ihren Service ausgelöst? Können Sie einige dieser Gefühle mit Ihrem Inhalt vermitteln?

Menschen haben nicht nur Gefühle, sondern auch den angeborenen Wunsch, verstanden zu werden. Je mehr Sie ihnen zeigen, dass Sie sie verstehen, desto mehr werden sich diese BesucherInnen mit Ihrer Marke identifizieren und Lust haben, mit Ihnen Geschäfte zu machen.

Bei diesem Schritt sollten Sie auch Ihre Mitbewerber im Auge behalten, vor allem, wenn Sie auf einem wettbewerbsfähigen Nischenmarkt vertreten sind. Warum sollte sich Ihre Zielgruppe für Sie entscheiden und nicht für Ihre Mitbewerber?

 

Phase 3: Potenzielle KundInnen in zahlende KundInnen umwandeln

In Phase drei geht es darum, den Verkauf zu sichern. Ohne diese Phase ist Ihr Unternehmen nichts – ohne zahlende KundInnen erzielen Sie keine Gewinne. Hoffentlich verstehen Sie jetzt, weshalb es wichtig ist, Ihre Zielgruppe bei dieser Journey durch die vorherigen Phasen zu führen, bevor Sie versuchen, sie zu konvertieren. Wenn Sie Ihren Trichter optimiert haben, sind Ihre Leads jetzt bereit, bei Ihnen zu kaufen.

 

 

Pflegen Sie Leads weiter

Es ist wichtig, sich über Folgendes im Klaren zu sein: Bleiben Sie dabei und pflegen Sie auch weiterhin Ihre potenziellen KundInnen, sobald sie das Ende des Trichters erreicht haben. Diese Phase sollte fortgesetzt werden, solange Ihre Leads – und späteren KundInnen – mit Ihrem Unternehmen in Kontakt sind.

 

Arbeiten Sie im Rhythmus Ihrer oder Ihres potenziellen KundIn

Es ist ebenfalls wichtig, nicht zu vergessen, dass Ihre potenziellen KundInnen alle nach ihrem eigenen Rhythmus vorangehen. Einige sind eher zu einem Kauf bereit als andere. Deshalb sollten Sie Ihren Conversion Funnel als Prozess betrachten. Es geht nicht darum, Leads an einem Ende „einzuwerfen“ und sie am anderen Ende herauszuholen, sondern darum, Kontakte zu fördern, die Ihrem Unternehmen langfristig zum Erfolg verhelfen.

Wenn Sie versuchen, einen Verkauf auszulösen, Ihre KundInnen aber noch nicht bereit sind, sollten Sie sie weiter ansprechen und pflegen und später einen neuen Versuch starten. Wenn keiner Ihrer potenziellen KundInnen in dieser Phase des Conversion Funnels bei Ihnen kauft, ist das ebenso ein Zeichen, dass Sie etwas ändern müssen. Mehr dazu an späterer Stelle.

 

Lösen Sie einen Verkauf aus

Jetzt ist es an der Zeit, Ihre Leads zu zahlenden KundInnen zu machen, aber wie? Wie immer gibt es auch hier zahlreiche Möglichkeiten. Um die richtige Lösung zu finden, müssen Sie wahrscheinlich einiges ausprobieren. Eine gute Idee wäre, einige Verkaufstaktiken zu testen und zu sehen, welche funktioniert. Bei manchen Unternehmen reicht eine einfache E-Mail oder eine Retargeting-Kampagne in den sozialen Medien aus. Aber bei anderen müssen Sie sich vielleicht etwas Persönlicheres oder Kreativeres einfallen lassen.

 

Was macht einen guten Call-to-Action aus?

Calls-to-Action sind der Kern eines jeden effektiven Conversion Funnels. Aber wie stellen Sie sicher, dass CTAs effektiv sind? Hier einige Tipps für den Anfang.

 

Seien Sie klar und präzise

Ihr Call-to-Action sollte nicht zu weitschweifig sein. Am besten drücken Sie sich direkt aus, mit kurzen Sätzen. Sagen Sie Ihrer Zielgruppe genau, was sie tun soll. Verwenden Sie Verben wie „kaufen“, „einkaufen“ oder „herunterladen“. Mit „die neue Kollektion kaufen“ steigt der Umsatz wahrscheinlich eher als mit Aussagen wie „unsere neue Kollektion ist jetzt auf unserer Website verfügbar“.

 

Fragen Sie nach dem Warum

Versetzen Sie sich bei der Entwicklung Ihrer CTA in die Lage Ihrer oder Ihres potenziellen KundIn. Warum sollten sie Ihrer Bitte nachkommen? Genau hier kommt der Text in Ihrem Sales Pitch ins Spiel. Der Call-to-Action ist das letzte Puzzleteil. Wenn Ihr Lead zu diesem Teil Ihres Contents gelangt, sollte er bereits kurz davor sein, die Schaltfläche zu drücken. Es sollte selbstverständlich für ihn sein.

 

Die Rolle des Warenkorbs

Der Warenkorb auf Ihrer Website kann einer Ihrer größten Assets sein, um die Verkaufszahlen in die Höhe zu treiben. Wussten Sie, dass Sie Warenkorbabbrüche mit Ihren E-Mail-Abonnenten nachverfolgen können? Wenn nicht, verpassen Sie eines der effizientesten Conversion Tools, die Unternehmen im Bereich E-Commerce zur Verfügung stehen. Recherchen zufolge kommt es im Online-Handel in 70 % der Fälle zum Warenkorbabbruch. Denn vergessen Sie nicht: Diese BesucherInnen sind Leads, die den Conversion Funnel durchlaufen haben und kurz vor einem Kauf stehen. Was hat sie daran gehindert? Etwas so Einfaches wie eine Unterbrechung? Setzen Sie sich wieder mit ihnen in Verbindung und fragen Sie nach, ob sie ihren Kauf abschließen möchten. Wahrscheinlich werden Sie von den Ergebnissen überrascht sein.

 

Ihren Trichter mit Kennzahlen von Conversion Funnels bewerten

Wie bereits zu Beginn dieses Beitrags erwähnt, können Sie einen Conversion Funnel nicht einfach erstellen und dann links liegen lassen. Es geht hier um einen fortlaufenden, interaktiven Prozess, den Sie im Laufe der Zeit verfeinern müssen. Digitales Marketing ist dynamisch und verändert sich ständig – und Ihr Conversion Funnel muss sich mit den Trends der Branche und technologischen Fortschritten weiterentwickeln. Ihren Trichter zu bewerten ist für diesen Prozess ein wesentlicher Bestandteil und ermöglicht, jede Phase des Prozesses zu verbessern, um mehr qualifizierte Leads zu generieren und mehr dieser Leads in zahlende KundInnen zu verwandeln.

Als Erstes sollten Sie Google Analytics einrichten, um Ihren Conversion Funnel zu verfolgen. Sie können dann einen Lead verfolgen, sobald er in Ihren Trichter tritt. Und das bis zum Kauf. So erhalten Sie einen Überblick über die Performance Ihres Trichters und Zugriff auf einige der wichtigsten Kennzahlen des Conversion Funnels, die Ihnen bei der Entscheidung helfen, worauf Sie als Nächstes den Fokus setzen sollten, wie z. B.:

 

Cost per Acquisition (CPA)

Marketing kostet Geld. Und die mit Ihrem Conversion Funnel verbundenen Ausgaben können sich schnell summieren. Es ist äußerst wichtig, den Nutzen dieser Investitionen zu verstehen. Wie hoch ist der Return on Investment (ROI) für Ihren Conversion Funnel? Um die Antwort zu erhalten, müssen Sie Ihre Cost per Acquisition berechnen. Dazu teilen Sie die mit Ihrem Conversion Funnel verbundenen Kosten durch die Anzahl der zahlenden KundInnen, die der Trichter im gleichen Zeitraum generiert hat. Wenn Sie z. B. 500 US-Dollar investiert und 10 zahlende KundInnen generiert haben, beträgt Ihr CPA 50 US-Dollar.

Anschließend können Sie diese Zahl dann mit den durchschnittlichen Ausgaben vergleichen und herausfinden, ob Ihre Conversion gewinnbringend ist oder nicht. Wenn die oder der durchschnittliche KundIn wie im Beispiel oben 200 US-Dollar ausgibt, ist Ihr Trichter gewinnbringend. Liegt die durchschnittliche Lebenszeitausgabe hingegen bei 20 US-Dollar, fährt der Trichter einen Verlust ein.

 

Conversion Rate

Google Analytics berechnet die Conversion Rate Ihres Trichters danach, wie viele der BesucherInnen sowohl die Zielseite (z. B. „Danke für Ihren Kauf“) als auch eine der Seiten besucht haben, die mit den früheren Phasen Ihres Conversion Trichters verknüpft sind. So erhalten Sie nützliche Informationen darüber, wie gut Ihr Trichter im Laufe der Zeit funktioniert, was Ihnen bei der Bewertung aller Änderungen im Hinblick auf die Optimierung Ihres Trichters helfen kann.

 

Sind Sie bereit für die Optimierung Ihres Trichters?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Conversion Funnels für alle Unternehmen im Online-Handel ein unerlässliches Asset sind. Wenn Sie Ihren Umsatz steigern möchten, ist die Optimierung Ihres Trichters oft der beste Ausgangspunkt. Welche Schritte werden Sie nach dem Lesen dieses Beitrags unternehmen?

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1,000 Experiments Club: Ein Gespräch mit Ronny Kohavi (ehemals bei Airbnb, Microsoft und Amazon)

Ein Pionier des Experimentierens macht einen ernüchternden Realitätscheck: Die meisten Ideen werden scheitern (und das ist auch gut so)

Nur wenige Menschen haben so viel Erfahrung mit Experimenten gesammelt wie Ronny Kohavi. Seine Arbeit bei Tech-Giganten wie Amazon, Microsoft und Airbnb – um nur einige zu nennen – hat den Grundstein für das moderne Online-Experimentieren gelegt.

Bevor sich die Idee des „schnellen Aufbaus und der häufigen Bereitstellung“ in den Technologieunternehmen durchsetzte, folgten die EntwicklerInnen einem Wasserfallmodell mit weniger Veröffentlichungen (manchmal alle 2-3 Jahre). Die Verkürzung der Entwicklungszyklen in den frühen 2000er Jahren dank der agilen Methodik und ein Anstieg der Online-Experimente schufen den perfekten Rahmen für eine Revolution in der Softwareentwicklung – und Ronny stand im Mittelpunkt des Geschehens.

Marylin Montoya, VP Marketing von AB Tasty, hat sich aufgemacht, um die Anfänge des Experimentierens mit Ronny aufzudecken und herauszufinden, warum Scheitern eigentlich eine gute Sache ist. Hier sind einige der wichtigsten Erkenntnisse aus ihrem Gespräch.

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Progressive Einführungen als Sicherheitsnetz

Ein typischer Versuchszyklus sieht vor, dass der Test durchschnittlich zwei Wochen lang 50 % der Verbraucher ausgesetzt wird, bevor er schrittweise eingeführt wird. Ronny schlägt jedoch vor, die Sache aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten: Beginnen Sie mit einer kleinen Zielgruppe von nur 2 %, bevor Sie auf 50 % aufstocken. Der langsamere Anstieg gibt Ihnen die Zeit, um alle schwerwiegenden Probleme oder eine Verschlechterung der metrischen Werte nahezu in Echtzeit zu erkennen.

In einem Experiment konzentrieren wir uns vielleicht nur auf zwei Funktionen, aber wir haben eine große Anzahl von Warnhinweisen, die darauf hindeuten, dass wir X, Y oder Z nicht verschlechtern sollten. Die statistischen Daten, die Sie sammeln, könnten auch darauf hindeuten, dass Sie sich auf etwas auswirken, das Sie nicht beabsichtigt haben. Daher die Verwendung von progressiven Implementierungen, bei denen Sie externe Faktoren erkennen und Ihren Test einfach zurücksetzen können.

Das ist so, als ob Sie Wasser kühlen würden: Sie merken vielleicht, dass Sie die Temperatur ändern, aber erst wenn Sie 0 ºC erreichen, bildet sich Eis. Man merkt plötzlich, dass ab einem bestimmten Punkt etwas sehr Großes passiert. Der Einsatz mit einer sicheren Geschwindigkeit und die Überwachung der Ergebnisse können also zu enormen Verbesserungen führen.

Sie haben eine tolle Idee? Höchstwahrscheinlich wird sie scheitern.

Nichts ist ein besserer Realitätscheck als Experimente in großem Maßstab. Jeder denkt, dass er oder sie die besten Sachen der Welt macht, bis sie in den Händen der Benutzer sind. Das ist der Zeitpunkt, an dem das echte Feedback einsetzt.

Mehr als zwei Drittel der Ideen schaffen es nicht, die Metriken zu verbessern, die sie eigentlich verbessern sollten – weiß Ronny aus seiner Zeit bei Microsoft. Dort hat er das Experimentierplattform-Team mit mehr als 100 Daten-WissenschaftlerInnen, EntwicklerInnen und Programm-Managern gegründet.

Lassen Sie sich jedoch nicht entmutigen. In der Welt des Experimentierens ist das Scheitern eine gute Sache. Schnell scheitern, schnell umschwenken. Wenn Sie erkennen, dass die Richtung, in die Sie gehen, nicht so vielversprechend ist wie gedacht, können Sie diese neuen Erkenntnisse nutzen, um Ihre nächsten Schritte zu verbessern.

Bei Airbnb hat Ronnys Experimentierteam viele Algorithmen für maschinelles Lernen eingesetzt, um die Suche zu verbessern. Von 250 Ideen, die in kontrollierten Experimenten getestet wurden, hatten nur 20 eine positive Auswirkung auf die entscheidenden Kennzahlen – das heißt, mehr als 90 % der Ideen haben die Erwartungen nicht erfüllt. Aber die 20 Ideen, die in irgendeiner Form erfolgreich waren, führten zu einer Verbesserung der Booking-Conversion um 6 %, was Hunderte von Millionen Dollar wert ist.

Das Starterkit zum Experimentieren

Es ist heute einfacher, die Führungsebene davon zu überzeugen, in Experimente zu investieren, weil es viele erfolgreiche Anwendungsbeispiele gibt. Ronny rät, mit einem Team zu beginnen, das über Iterationskapital verfügt. Wenn Sie in der Lage sind, mehr Experimente durchzuführen und ein gewisser Prozentsatz davon erfolgreich ist, ist diese Fähigkeit, Ideen auszuprobieren, der entscheidende Faktor.

Wählen Sie ein Szenario, bei dem Sie den Experimentierprozess leicht in den Entwicklungszyklus integrieren können, und arbeiten Sie sich dann zu komplexeren Szenarien vor. Der Wert von Experimenten wird deutlicher, weil Implementierungen immer häufiger stattfinden. Wenn Sie in einem Team arbeiten, in dem alle sechs Monate ein Deployment stattfindet, gibt es nicht viel Spielraum, weil jeder bereits seine Bemühungen in die Vorstellung investiert hat, dass die Funktion nicht scheitern darf. Wie Ronny bereits sagte, ist die Erfolgswahrscheinlichkeit gering.

Ist das Experimentieren für jedes Unternehmen geeignet? Die kurze Antwort lautet nein. Ein Unternehmen muss bestimmte Voraussetzungen mitbringen, um vom Wert des Experimentierens profitieren zu können. Eine Voraussetzung ist, dass es in einem Bereich tätig ist, in dem Änderungen leicht vorgenommen werden können, z. B. bei Website-Diensten oder Software. Eine zweite Voraussetzung ist, dass man genügend NutzerInnen hat. Sobald Sie Zehntausende von Usern haben, können Sie mit dem Experimentieren beginnen und es in großem Maßstab durchführen. Und schließlich müssen Sie sicherstellen, dass Sie vertrauenswürdige Ergebnisse haben, auf deren Grundlage Sie Ihre Entscheidungen treffen.

Was können Sie noch aus unserem Gespräch mit Ronny Kohavi lernen?

  • Wie das Experimentieren zum zentralen Bestandteil Ihrer Produktentwicklung wird
  • Warum Experimente die Grundlage für Top-Tech-Unternehmen sind
  • Welche Rolle Führungskräfte bei der Umsetzung einer Experimentierkultur spielen
  • Wie man ein Umfeld für echte Experimente und vertrauenswürdige Ergebnisse schafft
Über Ronny Kohavi

Ronny Kohavi ist ein Experte auf dem Gebiet des Experimentierens. Er arbeitet seit fast drei Jahrzehnten an kontrollierten Experimenten, maschinellem Lernen, Personalisierung und KI. Ronny Kohavi war zuvor Vice President und Technical Fellow bei Airbnb. Davor leitete er die Abteilung für Analyse und Experimente in der Cloud- und KI-Gruppe von Microsoft und war Direktor für Data Mining und Personalisierung bei Amazon. Ronny ist außerdem Co-Autor  von “Trustworthy Online Controlled Experiments : A Practical Guide to A/B Testing.,, das derzeit das meistverkaufte Data-Mining-Buch auf Amazon ist.

Über den  1,000 Experiments Club

Der 1,000 Experiments Club ist ein von AB Tasty produzierter Podcast, der von Marylin Montoya, VP of Marketing bei AB Tasty, moderiert wird. Begleiten Sie Marylin und das Marketing-Team, wenn sie sich mit den erfahrensten ExpertInnen in der Welt des Experimentierens zusammensetzen, um ihre Erkenntnisse darüber zu enthüllen, was nötig ist, um erfolgreiche Experimente zu entwickeln und durchzuführen.

1,000 Experiments Club

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Traffic mit hohen Conversions für Ihre Marke generieren – trotz Datenschutz

AB Tasty Partner Gastblog von

Sarah Davis

Sarah Davis

Content Marketing Specialist bei ROI Revolution

Noel LiottaNoel Liotta

Business Development Managerin bei ROI Revolution

 

 

Mit der Weiterentwicklung der digitalen Möglichkeiten können Nachrichten immer präziser und wirksamer personalisiert und gezielt auf den bzw. die einzelne(n) VerbraucherIn ausgerichtet werden.

Wenn eine Marke ihre Zielgruppe versteht und die richtige Botschaft zum richtigen Zeitpunkt über den richtigen Kanal sendet, kann sie ihre Produkte gezielt den Personen präsentieren, die sie verwenden sollen. Und das ohne den Bildschirm von UserInnen zu überladen, für die diese Botschaft nie von Bedeutung sein wird (deshalb sorgen Algorithmen dafür, dass Sportbälle und Hockey-Ausrüstungen erst gar nicht auf meinem Bildschirm landen).

Diese Werbestrategie hat jedoch auch eine Schattenseite: Mit der Zunahme der Personalisierungsmöglichkeiten steigt auch das Risiko, den Schutz der personenbezogenen Daten zu verletzen.  Auf Grund der ständigen Aktualisierung der Datenschutzrichtlinien machten viele Werbeträger in den letzten Jahren bei der Detailgenauigkeit ihrer Marketingkampagnen zwei Schritte vor und einen zurück.

Mehr und mehr Hindernisse für E-Commerce Marken: Neue Datenschutzinitiativen erschweren das Tracking

Mit der neuesten Datenschutzinitiative von Apple müssen UserInnen über einen Tracking Transparency Prompt (ATT) im App Store ausdrücklich einwilligen, dass die Apps Daten sammeln und teilen. Apps, die diese Einverständnisaufforderung nicht übernehmen, werden im App Store gesperrt. Langfristige Auswirkungen sind unter anderem reduzierte Tracking-Funktionen und reduzierte Personalisierungsmöglichkeiten für UserInnen.

Man rechnet damit, dass der Prozentsatz der iPhone UserInnen, die ihren eindeutigen Identifier for Advertisers mit Apps teilen, durch diese Datenschutzinitiative mit ihren einschneidenden Veränderungen von 70 % auf gerade einmal 10 % sinkt.

Zurzeit scheint bei der Customer Journey vor allem der obere Bereich des Funnels betroffen zu sein. Die festgelegten Beschränkungen wirken sich extrem nachteilig auf unsere Möglichkeiten aus, VerbraucherInnen erneut anzusprechen und Daten über demografisches Targeting zurückzuerhalten. Nach wie vor lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, welche Auswirkungen das haben wird.

Apple ist nicht das einzige Unternehmen, das Maßnahmen ergreift, die den UserInnen mehr Kontrolle über die Verwendung ihrer Daten einräumen. Google kündigte Anfang des Monats an, nächstes Jahr Cookies von Drittanbietern zu verbannen und keine Alternative für diese Cookies zu suchen. Cookies von Drittanbietern werden 2022 schrittweise abgeschafft. Stattdessen werden interessenbasierte Werbekohorten und datenschutzfreundliche APIs „individuelles Tracking verhindern und dennoch Werbetreibenden zum Erfolg verhelfen“.

Da der Weg der VerbraucherInnen zur Marke zunehmend mit Einschränkungen verbunden ist, erscheint es heute wichtiger denn je, UserInnen eine großartige Experience auf Ihrer Website zu bieten. Bei der Implementierung einer Strategie für die Conversion-Optimierung von Websites denken wir bei ROI oft an das Sprichwort „Die Flut hebt alle Boote“. Bei einer gut konvertierenden Website zahlt sich jeder investierte Werbe-Euro nicht nur aus, sondern trägt auch dazu bei, Besucher in Markenfans zu verwandeln, sodass Sie mehr First Party-Daten sammeln können.

 

2 Teststrategien für die Personalisierung

Marken, die sich an die Datenschutzbestimmungen halten, werden das Vertrauen der Kunden gewinnen und großartige Customer Experiences bieten – ein Prozess, der sich nur durch eine zielorientierte Customer Experience Strategie erreichen lässt.

Weil sich die Personalisierung einer Website auf First-Party Cookies stützt, um zu verstehen, wer sich die Webseite ansieht, erfüllt AB Tasty schon jetzt die neuen Verordnungen und beseitigt damit die Hürden, mit denen Werbetreibende konfrontiert sind. Als ShopperIn wird mein Weg zum Kauf einfacher, wenn mich eine Werbeanzeige auf eine neue Website leitet und ich leicht finden kann, was ich suche. Noch nie war Conversion-Optimierung so wichtig in Ihrer Werbestrategie wie heute. Glücklicherweise gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, den Spirit von Tests und Personalisierungen in Ihre Strategie der Kundenakquise einfließen zu lassen.

Strategie Nr. 1: Fügen Sie für High-Consideration-Purchases ein auffälliges „Warenkorb per E-Mail“ Feature hinzu. Das hilft Ihnen, die E-Mail-Adresse für Multi-Channel-Marketing zu erhalten. Als wir dieses Feature mit einem unserer Kunden bei ROI ausprobiert haben, stieg die Conversion Rate bei einem Konfidenzniveau von 93,8 % um 19,2 % an.

Strategie Nr. 2: Versuchen Sie es mit einem Testimonial in Ihrem mobilen Warenkorb. Einen zukünftigen Kunden oder eine zukünftige Kundin zu Marketingzwecken hinzuzufügen, ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, eines Tages die Conversions zu verbessern. Aber Conversions zu verbessern, ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, den Umsatz aus Ihrer Werbung heute zu steigern. ROI stärkte das Vertrauen der KundInnen mit einem überzeugenden Testimonial im Layout des Warenkorbs und erhöhte die Conversion Rates einer Marke um 6,43 % bei einem Konfidenzniveau von 96,5 %.

Werbetreibende haben immer noch die Möglichkeit, UserInnen gezielt anzusprechen und dabei die Datenschutzbestimmungen einzuhalten. Man kann jedoch davon ausgehen, dass ständig neue Änderungen kommen und kein Ende absehbar ist. Aber gut, wer lässt sich schon auf E-Commerce ein, weil er etwas gegen Veränderungen hat?

 

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Funnel Online Marketing als Lead Booster

Der Sales Funnel ist eines der wichtigsten Instrumente im Online Marketing. Richtig eingesetzt führt er KundInnen entlang attraktiver Angebote, interessanter Zusatzkäufe und sorgt für wichtiges Feedback. Dabei geht es im Funnel Online Marketing nicht darum, die Customer Journey des stationären Einzelhandels zu ersetzen. Mit diesen Tipps bauen Sie Ihren Funnel zu einem idealen Service-Erlebnis aus.

Der offene Sales Funnel im Online Marketing

Als Sales Funnel oder Marketing Funnel bezeichnen ExpertInnen den Prozess, durch den der Kunde zum Verkauf geführt wird. Das klassische Modell im E-Commerce sah dafür ursprünglich einen Trichter (engl. funnel) vor, an dessen unterer Spitze der Verkauf stand. Doch Onlineshopping und Brand Experiences haben sich geändert. Heute steht der oder die KundIn als MarkenbotschafterIn im Fokus. Das bedeutet auch, dass weit nach dem Verkauf weiter Instrumente ausgespielt werden, die Produkt und Marke wieder in den Fokus des Kaufwunsches rücken.

Aus einem klassischen “Trichter” wird also ein offener Prozess, der kein konkretes Ende kennt. Bereits das Nachfassen nach Feedback 1 bis 2 Wochen nach dem Kauf ist im ursprünglichen Gedanken nicht vorgesehen. Doch ohne Feedback fehlen vielen Unternehmen die positiven Testimonials auf Plattformen und Verkaufskanälen. Der strategische Einsatz von Incentives (Anreizen und “Belohnungen” für Kundentreue) und ein kontinuierliches Mailing helfen Ihnen, den ein- oder beidseitigen Kontakt zur KundIn nicht zu verlieren.

Funnel Online Marketing Modelle

Erweiterter Sales Funnel nach Top, Middle und Bottom Modell (Quelle).

Customer Journey im Praxiskontext denken

Während der Funnel im Online Marketing ein unverzichtbares Konzept darstellt, müssen Unternehmen häufig zur Implementierung ihre gesamte Customer Journey überarbeiten. Besonders der Mittelstand hat sich in Deutschland in den letzten Jahren zwar in Richtung Digitalisierung orientiert, versucht im E-Commerce jedoch noch immer, mit breit gestreutem Marketing zu punkten.

So wird beispielsweise Retargeting auch in Branchen eingesetzt, in denen die Chance gar nicht besteht, die KundInnen zu einem sofortigen erneuten Kauf zu bewegen. Während B2B nicht grundsätzlich ausschließt, dass GroßkundInnen in kurzer Zeit wiederbestellen, wirkt beispielsweise das Weiterbewerben von spezifischen Maschinen, teuren Investitionsobjekten oder Immobilien häufig unseriös, wenn der Kauf erst abgeschlossen ist. Wie dem Retargeting ergeht es vielen Mitteln, die nur im Marketingbüro sinnvoll wirken, die Praxis der KundInnen jedoch nicht berücksichtigen.

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Aufmerksamkeit für die Marke generieren

Das moderne Funnel Online Marketing setzt dort an, wo KundInnen besonders viel Zeit verbringen, beispielsweise auf Social Media Plattformen, Suchmaschinen und Videoportalen. Ein aufmerksamkeitswirksamer Spot auf YouTube geschaltet oder eine animierte Werbung auf Facebook können ein großes, aber auch das falsche Publikum, erreichen. Um Streuungen zu minimieren und KundInnen nicht grundlos zu targeten, sollten Sie eine konkrete Zielgruppen-Vorauswahl treffen. Wer Werbung für Produkte empfängt, die zum eigenen Lifestyle gar nicht passen, wird die Marke selten weiterempfehlen, auch wenn sie für Freundeskreis und Familie interessant wäre.

Kompetenz statt Penetranz

Kampagnen, Blogs, Weiterempfehlungen, Influencer-Testimonials und vieles mehr bilden den Körper des Filters. Hier zeigt sich, wer mit Versprechen wirbt und welche Marken echte Inhalte haben. Ein Firmenblog beispielsweise kann ein tolles Tool sein, um über Fertigungsprozesse und Nachhaltigkeit zu informieren. Er kann jedoch auch zur reinen Werbeschleuder und Selbstdarstellungs-Plattform verkommen. Finden Sie ein Mittelmaß, das den Funnel im Online Marketing sinnvoll befüllt. Punkten Sie im Blog mit ExpertInnenwissen und praktischen Tipps für KundInnen. Statt NutzerInnen auf allen Plattformen über Cookies und breite Maßnahmen mit Werbung zu bombardieren, laden Sie lieber über Landingpages zu kostenlosen Tests ein oder nutzen Sie Gutscheinaktionen. .

Der Funnel besteht aus Angeboten an die Kundin oder den Kunden. Essentiell für den Erfolg ist daher eine Onsite-Optimierung mit personalisierten Features wie “Ähnlichen Artikeln” und Erkennung von Interessen. Mit Tests, beispielsweise über unser Experimentier-Tool, finden Sie die perfekte Anordnung, das effizienteste Interface, das Ihre KundInnen zum Verweilen, Suchen, Finden und Kaufen anregt. Lösen Sie die Versprechen aus Mailings und Ads ein und bieten Sie Ihren KundInnen ein individuelles und niedrigschwelliges Angebot.

Verbreitungswege im Funnel Marketing

Beliebte Instrumente zum Einsatz im Funnel Online Marketing (Quelle).

Feedback ja, “Stalking” nein

Um KundInnen nach dem Kauf zu überzeugen, Reviews zu hinterlassen, Feedback zu schicken oder sich unter FreundInnen und KollegInnen für die Marke stark zu machen, greifen viele Unternehmen zum sprichwörtlichen Holzhammer. Tägliche Marketing-Mails sind keine Seltenheit. Die Folge: Deabonnements und frustrierte VerbraucherInnen. Natürlich möchten Sie im Funnel Marketing möglichst direkt und intensiv mit Ihren KundInnen kommunizieren. Holen Sie das erste Feedback gezielt 1 bis 2 Wochen nach dem Verkauf ein und geben Sie der Kundin oder dem Kunden dann etwas Raum bis zur nächsten Rabattaktion oder einem maßgeschneiderten Angebots-Newsletter. Vertrauen und Empfehlungen entstehen nicht durch penetrantes Mailing, ungewollte Werbeanrufe oder gar automatisierte Robocalls nach US-Vorbild. Setzen Sie stattdessen im Marketing Mix auch auf starken über Social Media und Newsletter ausgespielten Content, der KundInnen durch Informationsgehalt und Qualität überzeugt.

Über 90 Prozent aller KundInnen schätzen personalisierte Angebote – aber nicht ungefragt. 

Messbarer Effekt des Funnel im Online Marketing

Jede Marketingmaßnahme ist nur so gut wie ihre Reichweite und Messbarkeit. Den Effekt einer Streuwerbung anzunehmen aber nie zu tracken ist eine sichere Art, Marketingbudget zu verbrennen. Auch in der Außen- und Printwerbung sind Kennzahlen wie die Höhe der Zeitungsauflage oder Sichtbarkeit einer Werbetafel wichtig.

Nutzen Sie daher Statistiktools, um Maßnahmen auszuprobieren, Reichweite und EmpfängerInnengruppe zu identifizieren und das Marketing daran anzupassen. Ein Funnel der sich im Online Marketing für ein Produkt bewährt hat, muss nicht das richtige Vorgehen für einen weiteren Launch sein. Diversifizieren Sie Ihre Marketingwege, aber behalten Sie dabei ein Auge darauf, was wirklich funktioniert. Der perfekte Sales Funnel sieht für jede Zielgruppe anders aus und sollte variabel aus verschiedenen Bausteinen zusammengestellt werden, statt auf ein einzelnes Erfolgsrezept zu bauen.

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Durch Zielgruppenanalyse zur perfekten Kampagne

Die richtige Zielgruppe anzusprechen, ist essentiell für den Erfolg einer Kampagne und damit auch des Unternehmens selbst. Viele EntscheiderInnen überspringen dabei die Zielgruppenanalyse um ihre Zielgruppe selbst zu definieren. Wenn Wunsch und Kaufverhalten der KundInnen kollidieren, sind Streuverluste unvermeidbar. So finden Sie eine Zielgruppe, die sich wirklich für Ihr Produkt interessiert.

Zielgruppe: Definition einer schwer fassbaren Menschenmenge

Wann ist eine KundIn Teil einer definierten Zielgruppe? Wonach entscheiden MarketingexpertInnen, wer durch eine Kampagne angesprochen wird? Und was hat die Ansprache der Zielgruppe mit der Unternehmensphilosophie zu tun? Um diese Fragen zu klären, müssen wir zunächst erörtern, was eine Zielgruppe eigentlich meint. Jede Unternehmung folgt bestimmten Zielen. Eines davon ist meist das Generieren von monetären Gewinnen. Jedes Ziel orientiert sich entlang verschiedener Etappen, von der eine die Findung einer KundInnengruppe ist, die bereit ist für Ihr Produkt zu zahlen.

Diese Gruppe ist im Idealfall mit der Zielgruppe identisch. Eine Zielgruppe ist per Definition eine Gruppe von Personen, die mit einer bestimmten Aktion erreicht werden soll. Sie ist also nicht das Ziel, sondern wird zum Ziel einer Kampagne, Marktforschung oder Studie. In vielen Branchen vertraut man darauf, diese Zielgruppe selbst definieren zu können, beispielsweise durch den Einsatz von KundInnen-Personas / KundInnen-Avataren. Eine gute Agentur wird Ihnen stets davon abraten, ausschließlich die Wunschgruppe anzuvisieren. Stattdessen wird über Statistiken und Umfragen ermittelt, an wen Sie sich richten sollten.

Die Zielgruppe als Objekt der Firmenphilosophie

Manche Zielgruppen sind attraktiver als andere. Die meisten Unternehmen suchen nach der Top-KundIn mit Kaufwunsch, die über ein hohes Budget und regelmäßigen Bedarf an neuen Produkten verfügt. Dazu stammt sie idealerweise aus der sogenannten Babyboomer-Generation, die in Deutschland über einen Hauptteil des Vermögens verfügt. Aber auch junge Menschen können interessant erscheinen, beispielsweise wenn das Produkt eine Innovation darstellt, von der man sich einen Zukunftstrend erwartet, oder besonders nachhaltig ist.

Welche Zielgruppe getargetet werden soll, entscheidet darüber, wie das Unternehmen seine Inhalte und Philosophie kommuniziert – “Einer von euch” oder doch lieber “Traditionsunternehmen mit Anspruch”? Auch darum ist eine regelmäßige Zielgruppenanalyse bei jeder Neuplanung wichtig. Ein Markenimage lässt sich anpassen, aber nur wenn Sie als EntscheiderIn ahnen, dass ein Spurwechsel notwendig ist, um KundInnen von Marke und Produkt zu überzeugen.

In 5 Schritten zur Zielgruppe

In 5 Schritten zur Zielgruppe (Quelle).

Ihr Webauftritt als responsiver KundInnenmagnet

Jede KundInnengruppe besteht aus diversen Personen, die eine eigene Lebensrealität mitbringen. Die Zielgruppenanalyse kann Ihnen jedoch Hinweise darauf geben, was die jeweilige Gruppe von Websites und Onlineshops erwartet, wo sie häufig auf Schwierigkeiten stößt und wie Sie diese Probleme vermeiden können. Über Klick- und Kaufstatistiken erkennen Sie zum Beispiel, welchen Browser Ihre KundInnen hauptsächlich nutzen. Besonders häufig sind die mobilen Varianten von Safari und Google Chrome. Mobile Nutzung minimiert das Layout und muss eine intuitivere Bedienbarkeit aufweisen, als Desktopanzeigen. Wird in Onlineshops besonders häufig nachts eingekauft, eignet sich ein dunkleres Layout. Ihre Kunden sprechen selten Deutsch? Bieten Sie die Website in verschiedenen Sprachen an.

Je mehr Ihr Webauftritt den KundInnen entgegenkommt, die Sie erreichen möchten, desto eher verweilt die Zielgruppe, stellt Anfragen oder tätigt Käufe. Denken Sie dabei immer auch Barrierefreiheit mit, denn die Einschränkungen Ihrer KundInnen können Sie telefonisch oder per Mail nicht erfassen und erfragen. Warten Sie nicht auf die ersten schlechten Bewertungen, bis Sie Readerfreundlichkeit, hohe Kontraste auf Wunsch und skalierbare Fontgrößen anbieten.

Zielgruppenanalyse – Beispiel aus dem E-Commerce

Bei einer Zielgruppenanalyse sehen Sie sich alle Eckdaten an, die Ihre KundInnen ausmachen. Beginnend bei Gender, Alter und Wohnort bis hin zu technischen Spezifikationen können Sie in einem Profil alle häufigen Daten kombinieren um einen Durchschnitt als Avatar abzubilden.

Frau B. betreibt einen Onlineshop, in dem Sie Modellbauzubehör anbietet, besonders aus dem Eisenbahnsegment.

Sie nimmt an, dass es sich bei ihren KundInnen vor allem um

  • ältere Männer (50-70)
  • mit gesichertem Einkommen oder Rentenbezug handelt, die
  • lange verheiratet sind
  • und 1 bis 2 Kinder haben.

Sie richtet ihr Angebot an alle KundInnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Eine Agentur bereitet für Frau B. die Daten aus ihren vergangenen Kampagnen und Verkäufen anonymisiert auf. Hier ergibt sich ein anderes Bild. Nicht nur scheinen Frauen ebenfalls häufig Modellzubehör einzukaufen, es ergibt sich auch ein regionales Cluster rund um den Wohnort von Frau B., in dem Sie gleichzeitig ein stationäres Geschäft betreibt. Online kaufen zudem vor allem jüngere KundInnen ein, während sie die vermutete Zielgruppe in ihrem Geschäft vor Ort begrüßt.

Mit diesem Wissen kann Frau B. nun gezielt Ads schalten, die sich an junge Hobby-ModellbauerInnen aus ihrer Region richten, die sich, so die Analyse über Google und Facebook, auch für Haustierzubehör und Natur begeistern. Eine jüngere Ansprache, modernes Design und eine Verbindung von Print-, Regional-TV- und Onlinewerbung machen aus dem Nischengeschäft schnell einen beliebten Hobbyshop.

Mehr als nur eine demografische Zielgruppe

Wenn wir von Wunschzielgruppen und idealen Zielgruppen sprechen, ist es wichtig, im Hinterkopf zu behalten, dass jede neu gewonnene KundIn ein potenzieller Multiplikator ist. Je eher sich die Zielgruppe mit der Marke identifizieren kann und mit dem Produkt zufrieden ist, desto eher wirbt sie auch aktiv neue KundInnen an.

Es ist daher wichtig, die Zielgruppenanalyse nicht nur auf demografische Werte zu beschränken, sondern einen Überblick zu erhalten, wer Ihre KundInnen wirklich sind. Nur so finden Sie Kommunikations- und Marketingwerkzeuge, um jede Entscheidung, jedes Design und alle Neuentwicklungen auf organisches Wachstum von Stammkundschaft und Umsätzen auszurichten.

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Die 5 häufigsten Gründe für Warenkorbabbrüche

Wenn Pageviews und Interesse an Produkten steigen und dennoch zu wenige Käufe wirklich zustande kommen, kann der Warenkorbabbruch ein Faktor sein, den sich ShopbetreiberInnen näher ansehen sollten. Dass KundInnen von einem Produkt plötzlich nicht mehr überzeugt sind, nachdem es bereits in den Warenkorb gelegt wurde, das ist eher die Ausnahme. Stattdessen verstecken sich die Gründe für Warenkorbabbrüche überall im Webdesign und in der Checkout Infrastruktur.

Unübersichtliches Webdesign als Grund für den Warenkorbabbruch

Wie ist ein guter Onlineshop aufgebaut? Um das herauszufinden können Sie sich an beliebten Shops orientieren, oder das sogenannte F-Schema anlegen, um zu sehen ob Ihre KundInnen alle wichtigen Navigations- und Infopunkte auf der Website wirklich auf einen Blick finden. Ist der Warenkorb beispielsweise versteckt, suchen KundInnen selten danach. Einer der gängigen Gründe für den Warenkorbabbruch ist, dass sich das Ablegen der Produkte in selbigen nicht danach anfühlt, einen Einkaufskorb zu füllen. Die KundInnen sehen häufig nicht, ob das Produkt bereits im Korb liegt, oder müssten aktiv den Checkout ansteuern um die Auflistung der gespeicherten Produkte zu sehen.

Mit einem professionellen Insights Tool, finden BetreiberInnen von Websites und Onlineshops die versteckten Schwachstellen. Was sehen Ihre KundInnen, wo verweilt der Blick oder die Mouse besonders lange? Heatmaps zeigen es. Besonders im mobilen Design verbergen sich zahlreiche potentielle Fehlerquellen. Dysfunktionale Dropdown-Menüs, Pop-Ups, die die Shopseite einfach überdecken oder interaktive Elemente, die immer wieder vom Checkout wegführen, lenken nicht nur ab – sie verhindern den Kauf und sind damit einer der Hauptgründe für Warenkorbabbrüche.

Die Lösung: Testen Sie die Nutzung Ihres Shops oder der eigenen App ausführlich und mit echten KonsumentInnen. Achten Sie darauf, Popups sinnvoll einzusetzen, um die Funktionalität für UserInnen nicht einzuschränken.

Warenkorbabbrüche durch eingeschränkten Lesefluss

Das F-Schema zeigt an, welche Bereiche KundInnen zuerst mit dem Blick scannen (Quelle).

Fehler in der Auspreisung und versteckte Kosten

Stellen Sie sich vor, Sie entdecken als KundIn ein absolutes Sonderangebot. Ein Produkt, das Sie schon lange kaufen wollten, ist um 75% reduziert. Nachdem Sie das Produkt in den Warenkorb legen, verschwindet der Aktionspreis und an seiner Stelle erscheint der Artikel mit normalem Preis in der Auflistung. Dieser Fall ist weniger selten, als Sie glauben. Das geschieht beispielsweise, wenn der Warenkorb so unübersichtlich aufgebaut ist, dass die Rabatte einen eigenen Posten bilden, der zwar von der Gesamtsumme abgezogen wird, aber dem Kunden oder der Kundin auf den ersten Blick signalisiert, der Preis sei doch nicht reduziert.

Ebenso häufig sind unterschiedliche Preise in ausländischen Währungen und Euro. Nicht jede KundIn behält Wechselkurse im Hinterkopf und oft sind VerbraucherInnen irritiert, wenn ein in Britischen Pfund ausgewiesener Artikel beim Checkout dann deutlich teurer erscheint.

Die schlimmste Falle jedoch versteckt sich bei den Versandkosten und Servicegebühren. Besonders bei Retailern digitaler Produkte werden oft Provisionen erst im Warenkorb aufgeschlagen. Auch die Versandkosten wurden nicht transparent kommuniziert und fallen höher aus als gedacht. Ihre KundInnen fühlen sich dadurch betrogen, auch wenn Sie in den AGB natürlich korrekt auf diese Umstände hingewiesen hatten.

Die Lösung: Weisen Sie deutlich im Header oder an prominenter Stelle auf Versandkosten, Mengenrabatte und Provisions-Aufschläge hin.

Wenn der Warenkorb als Merkliste dient

Wie wichtig ist eine Merkliste oder Wunschliste wirklich für den Einkauf? In der Praxis zeigt sich, dass VerbraucherInnen sich längst an die Nutzung dieses Tools gewöhnt haben. Fehlt die Möglichkeit, Produkte für später zu speichern, nutzen sie dazu den Warenkorb. Es handelt sich also nicht direkt um Warenkorbabbrüche, viel mehr war der Wunsch, diese Produkte auch wirklich zeitnah zu erwerben, gar nicht gegeben.

Für Sie als HändlerIn stellt das ein Problem da, denn viele Systeme blockieren Artikel zum Kauf für weitere KundInnen, sobald eine bestimmte Menge davon in Warenkörben liegt. Das falsche Vorgehen in diesem Fall sind Warenkörbe, die sich automatisch nach 24 oder 48 Stunden leeren. Dadurch nehmen Sie den KundInnen die Möglichkeit, später zu den Produkten zurückzukommen, wenn sie sich ausreichend darüber informiert und zum Kauf entschlossen haben.

Die Lösung: Eine Merkliste lässt sich in nahezu allen Shopsystemen problemlos hinzufügen und prominent auf den Artikelseiten platzieren.

Registrierungszwang und undurchsichtige Checkout-Prozesse

Fast jede VerbraucherIn fand sich schon einmal in der Situation, auf einen bestellten Artikel zu warten, der sich dann als nie gekauft herausstellte. Schuld daran sind selten die KundInnen. Vielmehr sind es schlecht angelegte Checkout-Prozesse, an deren Ende gleich mehrere Bestätigungen stehen, ob der Kauf auch wirklich abgeschlossen werden soll. Besonders bei der Zahlung auf Rechnung können Tage vergehen, bevor die KundIn bemerkt, dass irgendetwas schief gelaufen ist. Was für Sie einer der Gründe für Warenkorbabbrüche ist, ist für die KundIn ein Zeichen, dass Ihr Shop einen schlechten Service bietet.

Genau so frustrierend ist häufig der Zwang zur Registrierung eines Kundenkontos. Es gibt Produkte, die braucht man immer wieder und solche, die seltener als ein oder zwei Mal im Jahr erworben werden. Natürlich möchten Sie als Unternehmen Ihre KundInnen dauerhaft an sich binden und so eine Stammkundschaft für Mailings gewinnen. Die Wahl sich zu registrieren, sollten Sie allerdings den KundInnen selbst überlassen. Ist eine Registrierung nicht zu vermeiden, sollte der Kunde oder die Kundin noch vor dem ersten Speichern eines Artikels im Warenkorb darauf hingewiesen werden, dass sie sich einloggen oder neu registrieren muss.

Die Lösung: Klare Kommunikation in jedem Bereich des Bestellvorgangs. Registrierungszwang sollte generell überdacht und ein einmaliger Kauf als Gast ermöglicht werden.

Statistik Zahlungsmethoden im Onlineshopping

So zahlten deutsche VerbraucherInnen 2020 beim Onlineshopping (Quelle).

KundInnen können nicht zahlen

Einer der wohl häufigsten Gründe für Warenkorbabbrüche ist ein Mangel an Zahlungsmöglichkeiten. Ihre KundInnen gehen davon aus, dass sich das Angebot eines deutschsprachigen Shops auch an der Realität des deutschen Zahlungssystems orientiert. So haben sich Kreditkarten wie VISA und American Express in Deutschland nie wirklich durchgesetzt, auch weil der stationäre Einzelhandel sie häufig ablehnt. Bietet Ihr Shop also ausschließlich Bezahlung per Kreditkarte an, fallen bis zu 75% der KundInnen durch das Raster und brechen den Kauf ab.

Besonders beliebt sind in Deutschland PayPal, Bankeinzug, Zahlung auf Rechnung und das neu hinzugekommene Klarna-System. Das Einkaufen auf Rechnung ermöglicht es auch Personen, die ein Produkt dringend benötigen aber erst in einigen Tagen über die notwendigen Mittel verfügen, einen Kauf abzuschließen. Dieser Zahlungsweg erfordert allerdings ein eigenes Mahnwesen, denn nicht alle KundInnen sind zuverlässig. Alle anderen Zahlungsmittel sind für HändlerInnen ebenso sicher wie für die VerbraucherInnen.

Die Lösung: Bieten Sie mehrere Zahlungsmöglichkeiten an und gehen Sie auf Feedback ein, in dem sich viele KundInnen einen bestimmten Zahlungsservice wünschen.

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Call to Action: Ein einfacher Guide für mehr Conversions

Ein Call to Action bzw. CTA bezieht sich im Marketing auf ein Element, das in seinem Wording UserInnen zu einer sofortigen Handlung oder Antwort auffordert.

Calls-to-Action sind in Marketingkampagnen unbedingt notwendig und ein Mittel, um KundInnen zu einer bestimmten Aktion zu bewegen. In der Regel handelt es sich hier um Buttons. Sie können aber auch andere Formen annehmen. In diesem Leitfaden erfahren Sie alles, was Sie über CTA wissen müssen, wie sie funktionieren und wie sie auf Ihrer Website eingesetzt werden können.

Was ist ein Call to Action?

Hinter dieser geheimnisvollen Bezeichnung versteckt sich ein einfaches Marketingkonzept, dass Sie alle schon längst kennen. Calls to Action (CTA) beziehen sich auf alle Elemente, die UserInnen zu einer bestimmten Handlung bewegen sollen.

E-Commerce-Unternehmen verwenden CTA meistens in Form eines Buttons, der KäuferInnen anregen soll, einen Artikel in ihren Warenkorb zu legen oder eine Transaktion abzuschließen. Ein CTA ist nicht nur ein Schlüsselelement, um UserInnen spielerisch in Interaktionen einzubinden, sondern auch ein effizientes Mittel, um die Conversion Rate zu steigern.

Ein Call to Action soll Ihre UserInnen mit einem Wort oder Satz (meistens mit Tätigkeitsverben) wie „Hier klicken“, „Anmelden“, „Mehr erfahren“ usw. zu einer bestimmten Handlung bewegen. Diese Tätigkeitsverben können auch mit „jetzt“ verwendet werden und vermitteln so ein Gefühl der Dringlichkeit. Calls-to-Action sind erwiesenermaßen sehr wirkungsvoll und optimieren die Conversion Rates.

Mit CTAs können UserInnen tiefer in den Purchase Funnel geführt werden. Sie eignen sich aber auch für jede andere Art von Aktionen, beispielsweise, um sich anzumelden, einen Newsletter zu abonnieren oder einen Artikel in den Warenkorb zu legen.

Was macht einen effektiven CTA aus? Wenn Sie einen Call to Action für Ihre Website erstellen, zählt auch das kleinste Detail.

Achten Sie bei Ihrem Call to Action-Button besonders auf folgende Aspekte:

  • Visuelle Elemente
  • Wording
  • Tätigkeitsverb
  • Platzierung
  • Form
  • Farbe
  • Größe

Unterschätzen Sie keinesfalls, welche Auswirkungen Ihr CTA-Button auf Ihre Conversion-Rate haben kann. Ein Call to Action ist gut formuliert, wenn er auf seine Zielgruppe, das Alter, Geschlecht und die Sprache abgestimmt ist. Denken Sie daran, dass ein CTA nicht ein simpler Befehl oder eine Aufforderung für Ihre UserInnen ist, sondern Teil des gesamten Kaufprozesses. Deshalb muss der CTA diskret eingebunden, aber gleichzeitig auffällig genug sein, um von den UserInnen bemerkt zu werden.

Warum brauchen Sie einen eindeutigen Call to Action für Ihre CRO-Strategie?

Verlieren Sie nie aus den Augen, wie wichtig CTAs in Ihrem Purchase Funnel sind. Der Weg Ihres Kunden zum Abschluss einer Transaktion ist mit CTA-Buttons gepflastert. Sie sind ein Schlüsselelement für Ihre CRO-Strategie (Conversion Rate Optimierung) und müssen ziemlich eindeutig sein, weil sie die UserInnen zu den beabsichtigten Handlungen bewegen sollen.

Ein guter, klarer Call to Action bietet ein ansprechendes Design, das auf Ihre Zielgruppe abgestimmt ist, mit einer unmissverständlichen, direkten Aufforderung. So, und nur so, holen Sie das Beste aus Ihrem CTA heraus, mit Ergebnissen, die sich in Ihrer Conversion Rate UND Ihren CTR (Click-Through-Raten) widerspiegeln.

Ein effizienter CTA ist nichts weiter als ein perfekter Kompromiss zwischen dem Ziel Ihrer E-Commerce-Site, d. h. Umsatzsteigerung und Verkauf eines bestimmten Produkts, und den Bedürfnissen der UserInnen, z. B. das reibungslose Browsen beim Kauf eines Produkts. Deshalb muss Ihr CTA gut sichtbar und leicht zu finden sein, wobei aber auch die User Experience immer mit einbezogen werden muss.

Die besten Call to Action Beispiele für 2020

CTAs können viele verschiedene Formen annehmen. Um Ihnen für die A/B-Tests Ihrer CTAs zu helfen, haben wir die fünf besten CTA-Formen für das Jahr 2020 aufgelistet:

1. Direkte Calls-to-Action  

Angenommen, Sie möchten Ihre KundInnen tiefer in den Purchase Funnel pushen. Dann können Sie sich für einen direkten CTA entscheiden, z. B.:

  • Jetzt shoppen
  • Jetzt kaufen
  • In den Warenkorb legen

Call to action bei AmazonProduktseite von Amazon mit den CTA-Buttons „In den Einkaufswagen“ und „Jetzt kaufen“ (Bildquelle).

2. Call to Action mit dem Zauberwort „Kostenlos“

Mit diesen CTAs können Sie die UserInnen auf Schnäppchen aufmerksam machen. In der Regel sind diese CTAs mit einer „Abonnieren“ Box kombiniert. Sie können die E-Mail-Adressen Ihrer UserInnen sammeln und stellen im Gegenzug zum Beispiel eine kostenlose Testversion zur Verfügung. Diese CTAs präsentieren sich im Allgemeinen etwa so:

  • Kostenloser Download
  • Kostenlose 30-Tage-Testversion
  • Kostenloses Probeabo

 

CTA für Free trial bei Tidal

Die Homepage von Tidal bietet den UserInnen mit einem kostenlosen Probeabo einen Anreiz, sich zu registrieren (Bildquelle).

3. Einfacher Call to Action

CTA können eine reine Aufforderung sein. Zum Beispiel in einer Werbeanzeige in den sozialen Medien oder als Abkürzung für einen langen Text. Diese Art von CTA wird oft in Blogs oder Facebook Werbeanzeigen verwendet. Sie sollen die Neugier der UserInnen wecken und Lust auf mehr machen. Typische CTA-Texte dafür sind:

  • Erfahren Sie mehr
  • Starten Sie hier
  • Weitere Informationen
  • Mehr dazu

Call to Action Mehr erfahren von boseBose-Homepage mit CTA „Mehr erfahren“ (Bildquelle).

4. Calls to Action zum Registrieren

Diese Art von CTA ist oft in den sozialen Medien oder auf E-Commerce-Websites zu finden. Ziel ist, die UserInnen mit folgenden und ähnlichen Aufforderungen dazu zu bewegen, ein Konto zu erstellen und sich anzumelden:

  • Konto erstellen
  • Registrieren
  • Anmelden

Call to Action Philips AnmeldenHomepage von Philips USA mit mehreren CTAs (Bildquelle).

5. Calls-to-Action zum Erfassen von E-Mails

Die meisten genannten CTAs haben eines gemeinsam: Die E-Mail-Adressen Ihrer UserInnen erfassen und sie ansprechen, was für Ihre E-Mail-Marketingkampagnen nützlich ist. Je nachdem, was Sie anbieten, können die UserInnen ihre E-Mail-Adresse eingeben, um etwas zu erhalten, z. B. einen Rabatt, einen Gutschein oder eine kostenlose PDF-Datei. Dazu eignen sich Formulierungen wie:

  • Abonnieren
  • Gutschein sichern
  • Kostenloses PDF herunterladen
  • Registrieren

Anastasia CTA E-Mail

Popup mit CTA zur Newsletter-Anmeldung bei Anastasia (Bildquelle).

Neugierig auf noch mehr Inspiration? Lesen Sie unseren Beitrag über „14 Beispiele von CTA, denen Sie nicht widerstehen können“.

A/B-testen Sie Ihre CTA für bessere Ergebnisse

A/B-Testing

A/B-Testing ist präziser als jede andere CRO-Methode. Bei dieser digitalen Marketingstrategie nehmen Sie Änderungen auf Ihrer Website vor, um festzustellen, wie sie sich auf ein User Segment auswirken.

Es ist die beste Methode, um Ihre Conversion Rate zu verbessern, da Sie jedes Merkmal ausprobieren und im Anschluss das mit den besten Ergebnissen wählen können. A/B-Testing ist zuverlässiger, weil mithilfe der UserInnen bestimmt wird, welche Merkmale am besten funktionieren. Mit dieser Methode können Sie Ihre Idee bei Ihrer Zielgruppe oder Ihren potenziellen KundInnen testen.

Mit einem A/B-Test Ihres CTA-Buttons lässt sich die UX Ihrer Website am besten verbessern und gleichzeitig Ihre Conversion Rate steigern. Bei AB Tasty bieten wir Ihnen ein Instrument, mit dem Sie solche Tests extrem schnell und einfach durchführen können: unser Drag-and-Drop-Visual-Editor.

Wie führen Sie einen A/B-Test für Ihren CTA durch? 

Hier erfahren Sie, welche Schritte für einen A/B-Test Ihres Call to Action-Buttons nötig sind

  • Definieren Sie Ihr Testziel und die KPIs, die Sie verbessern möchten

Wenn Sie ein Merkmal Ihres Buttons ändern, müssen Sie ein klares Ziel vor Augen haben. Es hätte keinen Sinn, die Farbe Ihres CTA zu ändern, den Test durchzuführen und dann auf beliebige Ergebnisse zu warten. Sie könnten sich zum Beispiel zum Ziel setzen, mehr AbonnentInnen für Ihren Newsletter zu gewinnen.

  • Legen Sie eine Originalversion und eine Variante fest (Version A und Version B)

Wählen Sie den CTA für Ihren A/B-Test, z. B. den roten Button „Newsletter abonnieren“. Dieser rote Button ist Ihre Version A.

Was möchten Sie ändern? Die UserInnen würden vielleicht eher auf einen blauen Button klicken? Dann ändern Sie einfach die Farbe des Buttons. (Mit dem Drag-and-Drop-Editor von AB Tasty ist das in Sekundenschnelle erledigt). Die blaue Version des CTA-Buttons ist dann Ihre Version B.

  • Führen Sie Ihren A/B Test durch 

Stört Sie der Gedanke, die Hälfte Ihrer Website-BesucherInnen mit dieser Änderung zu konfrontieren?  Wenn Sie genügend Traffic haben, können Sie Ihren Test für einen kleineren Prozentsatz der gesamten Zielgruppe Ihrer Website durchführen und so das Risiko für einen potenziellen Conversion-Verlust mindern.

  • Sammeln Sie Daten und prüfen Sie Ihre Analysedaten

In der Regel benötigen A/B-Tests mehrere Wochen, bevor sie zuverlässige Ergebnisse liefern. Verfolgen Sie in diesem Zeitraum die Reports Ihres Testing-Tools. Hat sich Ihre Conversion Rate erhöht? Ist sie gesunken?

  • Hartcode ändern (oder auch nicht)

Zahlen lügen nicht. Ändern Sie auf Basis der Testergebnisse, was geändert werden muss, und lassen Sie den Rest wie gehabt. So gelangen Sie Schritt für Schritt zur besten Kombination der Merkmale für den perfekten CTA.

Zusammenfassung

CTAs sind ein entscheidendes Element für Ihre Strategie zur Optimierung der Conversion Rate. Sie sollen jedoch nicht wahllos eingeblendet werden oder wie altbekannter Button aussehen. Sie müssen gut durchdacht sein, weil sie sonst möglicherweise nicht den gewünschten Effekt erzielen.

Dank A/B-Testing können Sie herausfinden, mit welchen Merkmalen ein CTA die beste Performance erzielt. Denken Sie daran, dass sich visuelle Aspekte (wie Form, Farbe oder Größe), Wording, das gewählte Tätigkeitsverb und die Positionierung auf die Performance Ihres CTA auswirken.

Was zeigt uns das? Ein effektiver Call to Action kann die KPIs Ihrer Website steigern, Sie können für jede beliebige Webseite einen A/B-Test durchführen – hier sind keine Grenzen gesetzt.

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Was ist Personalisierung im digitalen Marketing?

Personalisierung ist der Prozess, bei dem die Ansprüche bzw. Bedürfnisse und Vorlieben Ihrer Zielgruppe berücksichtigt werden, um das richtige Produkt und Erlebnis der richtigen Person zum richtigen Zeitpunkt anzubieten. Damit haben Sie eine größere Chance, KundInnen das Gefühl zu geben, gehört zu werden, zielorientierte Interaktionen zu bewirken und sie zum Konvertieren zu bewegen.

Manche Unternehmen haben sich jedoch dagegen gesträubt und wurden zu Recht für ihre Ignoranz und ihr Desinteresse gegenüber ihren KundInnen bestraft. Sie brauchen einen Beweis? Hier ist er: 2017 berichtete Accenture, dass 41 % der VerbraucherInnen aufgrund mangelnder Personalisierung und fehlendem Vertrauen die Marke wechselten, was US-Unternehmen die enorme Summe von 756 Milliarden US-Dollar kostete.

Kurz gesagt: VerbraucherInnen wünschen sich Personalisierung. Ihr Verlangen nach personalisierten Produkten ist heute noch stärker – so stark, dass sie bereit sind, für Produkte zu zahlen, die für sie einmalig sind. Sie haben auch nichts dagegen, ihre personenbezogenen Daten zu teilen, wenn sie im Gegenzug personalisierte Empfehlungen und Angebote erhalten.

Was Personalisierung von Individualisierung unterscheidet

Es tut fast schon weh zu sehen, dass die Begriffe Personalisierung und Individualisierung wie Synonyme gebraucht werden. Tatsächlich stellen beide die UserInnen in den Mittelpunkt und möchten sie mit spannenden, kontextrelevanten Erlebnissen ansprechen. Sie funktionieren aber vollkommen unterschiedlich.

Inwiefern unterscheiden sich diese beiden Begriffe?

Wie Sie wissen, geht es bei der Personalisierung darum, ein One-to-One-Marketingerlebnis für KundInnen zu schaffen. Das beginnt damit, umfassende, qualitative Daten über Ihre Zielgruppe zu sammeln. Amazon ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie man bei der Personalisierung alles richtig macht, so auch Netflix und YouTube. Es hagelt nur so an Empfehlungen abhängig von den Aktivitäten der UserInnen auf den Websites.

Hier eine Produktempfehlung von Lancôme, die sagt, welches Produkt ich zusätzlich in Betracht ziehen sollte, nachdem ich ein Produkt in meinem Warenkorb gelegt habe:

Produktempfehlungen von Lancome

Bei der Individualisierung geht es aber darum, den VerbraucherInnen die Möglichkeit zu bieten, ein Produkt oder einen Service ganz nach ihrem persönlichen Geschmack individuell anzupassen. Einfach ausgedrückt, sie stehen im Mittelpunkt und haben eine vollständige Kontrolle über alles, was sie akzeptieren oder ablehnen möchten.

Zum Beispiel bietet Canva, ein kostenloser Anbieter von Grafiken und Tabellen, eine Vielzahl an individualisierbaren Vorlagen an. UserInnen können Schriftarten, Farben, Layouts usw. ändern und Elemente in einem Design hinzufügen/löschen oder ganz von vorne anfangen.

Individualisierung bei Canva
Canva enthält mehrere individualisierbare Vorlagen

Im E-Commerce ist die Individualisierung von Produkten das häufigste Individualisierungskonzept ShopperInnen haben das Gefühl, Mitspracherecht zu haben, da sie ihre eigene Kleidung und Accessoires entwerfen können – für Einzelstücke ganz nach ihrer Vorstellung von Styling. Es liegt auf der Hand: Mit der Individualisierung ihrer eigenen Produkte steigt die Zufriedenheit der KundInnen, da sie die Früchte ihrer eigenen Arbeit ernten!

Nike setzt auf Individualisierung, um eine große Wirkung zu erzielen und lässt ShopperInnen das Design ihrer Schuhe selbst bestimmen. Sie können das Customized Design sogar in den sozialen Netzwerken teilen. Natürlich sind diese persönlichen Statements in den sozialen Medien eine weitere Möglichkeit, dem Ego der ShopperInnen einen Schub zu geben, weil sie dann von anderen Komplimente erhalten können! Bei Nike könnte das dazu führen, dass mehr UserInnen auf der Website vorbeischauen und die Produkte kaufen.

Beispiel Individualisierung - Nike
Quelle

Was ist Web-Personalisierung?

Bei der Website-Personalisierung werden relevante und einmalige Erlebnisse auf jede(n) BesucherIn der Website zugeschnitten. Der Ansatz „One size fits all“ hat ausgedient. Personalisierung hingegen zielt darauf ab, dass sich die VerbraucherInnen als etwas Besonderes fühlen.

Übertragen auf unseren Alltag erklärt das, weshalb wir lieber in ein Café gehen, in dem die KellnerInnen nicht nur unser Gesicht und unseren Namen kennt, sondern auch weiß, wie wir uns fühlen. Es gibt doch nichts Schöneres, als das wohltuende Gefühl, bestätigt zu werden!

Beim Marketing ist Personalisierung jedoch wesentlich mehr, als die KundInnen nur beim Namen zu nennen. Laut SoDA Bericht sind sich 83 % der Marketer und Top Manager darüber im Klaren und haben vor, ihre Investitionen in Personalisierungsmaßnahmen 2019 zu erhöhen, wobei 32 % auf eine „deutliche Budgeterhöhung“ hinweisen.

Klingt vielversprechend? Das ist noch nicht alles.

Darüber hinaus bewerten dem Bericht zufolge 67 % der weltweit führenden Unternehmen ihr Unternehmen als „Master“ oder „Experten“ mit umfassenden und fortschrittlichen Personalisierungsfähigkeiten. Aber nur 40 % von ihnen nutzen die einfachsten Targeting-Kriterien für die Personalisierung.

Seltsam, aber wahr. Laut Tom Beck, xEecutive Director bei SoDA, lässt sich das Ganze bei einem Großteil der Unternehmen durch folgende Gründe erklären:

Begrenzte Budgets, Einschränkungen ihrer Technologieplattformen und Schwierigkeiten bei ihren Daten sind die größten Hindernisse. Nicht zu vergessen, dass mehr als die Hälfte aller Unternehmen keine adäquate Roadmap und keinen Investitionsplan für ihre Personalisierungsfähigkeiten hat.

Sie kennen das Problem? Wahrscheinlich überzeugt Sie der nächste Abschnitt davon, sich einen Ruck zu geben und nicht mehr nach Ausreden oder Gründen zu suchen, um die Wünsche und Erwartungen Ihrer KundInnen nicht an erste Stelle zu setzen.

Warum personalisierte digitale Erfahrungen erstellen?

Weil sich die Personalisierung darauf auswirkt, wie die KundInnen Ihre Marke wahrnehmen und wie sie shoppen:

  • 74 % der KundInnen sind frustriert, wenn der Inhalt der Website nicht personalisiert ist. (Business 2 Community)
  • Fast drei Viertel (74 %) der Online-VerbraucherInnen sind frustriert, wenn auf der Website Inhalte (z. B. Angebote, Anzeigen, Aktionen) angezeigt werden, die nichts mit Ihren Interessen zu tun haben. (HubSpot)
  • 77 % haben eine Marke mit einem personalisierten Service oder einer personalisierten Erfahrung gewählt, weiterempfohlen oder mehr für die Produkte einer solchen Marke bezahlt. (Forrester)
  • Über 78 % der VerbraucherInnen werden nur auf Angebote eingehen, wenn diese im Hinblick auf ihre früheren Engagements mit der Marke personalisiert wurden. (Marketo:)
  • Personalisierte Homepage-Aktionen haben 85 % der VerbraucherInnen zum Kauf veranlasst, während personalisierte Kaufempfehlungen beim Einkaufswagen 92 % der Online-ShopperInnen beeinflussten. (Business 2 Community)

Was sagen Sie dazu? Ich schätze, Sie brennen darauf, ein paar Personalisierungstaktiken kennenzulernen. Dann nichts wie los. Überlegen wir uns, wie manche Marken Psychologie nutzen und ihren KundInnen einige der besten gesamtheitlichen und ansprechendsten Website-Erfahrungen bieten.

Beispiele und Strategien, um die Personalisierung zu optimieren

  1.  Erstbesucher mit einem exklusiven Angebot locken

Zum Auftakt rühre ich die Werbetrommel für die Erfolgsgeschichte eines unserer Kunden! Für BesucherInnen, die nicht eingeloggt waren und gezielt einen Aufenthalt von mindestens zwei Nächten suchten, löste Best Western® Hotels & Resorts ein Pop-in mit einem Angebot speziell für InhaberInnen eines Rewards Kontos aus. Raten Sie mal, was dann geschah? Die Kontoerstellung machte einen Sprung von 12 %.

Kundenbeispiel Best western Personalisierung

Und hier noch ein weiteres Beispiel, diesmal auf der Website von Steve Madden:

Offer personalized, unique offers for first-time visitors - Steve Madden

  1. Personalisierte Empfehlung bei der Zahlung

Wenn Sie ergänzende Produkte zu den Artikeln im Warenkorb oder weitere Produkte anzeigen, die den KundInnen gefallen könnten, ist das auch von Vorteil für Sie. Erstens, weil die KundInnen so neue Produkte entdecken, ohne danach zu suchen – sie werden ihnen sozusagen auf dem Silbertablett serviert. Und zweitens haben sie das Gefühl, dass man sich exklusiv um sie kümmert! Das Ergebnis? Höherer durchschnittlicher Warenkorbwert. Wer ist hier der Gewinner? Sie natürlich!

Personalisierung mit Recommendation Ending Ebay
Ebay lockt ShopperInnen mit „Wird oft zusammen gekauft“

Hier sehen Sie, wie Amazon den Browsing- und Shoppinghistorie einbezieht, um auf drei verschiedene Arten Produktempfehlungen zu geben.

Amazons Personalsierungstool

  1. Setzen Sie auf Geo-Targeting

Die Standortbestimmung Ihrer BesucherInnen ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, Inhalte bereitzustellen, mit denen sie sich identifizieren können. Leiten Sie die BesucherInnen direkt zu den länderspezifischen Shops. Es schafft Vertrauen, wenn der Text in einer bekannten Sprache angezeigt wird und Inhalte und Angebote geografisch relevanter für die BesucherInnen sind.

Angenommen, die Website-BesucherInnen kommen aus einem Land, in dem Winter herrscht. Hier können sie Winterkleidung empfehlen. Das hält ihr Interesse wach und stimmt sie darauf ein, etwas zu kaufen, was zu dem Zeitpunkt gerade angebracht scheint.

Geolocation Personalisierung - ASOS
Auf der Asos Website werden UserInnen auf die länderspezifischen Shops weitergeleitet.

Die Hemmschwelle sinkt ebenfalls, wenn mehrere Währungen und bevorzugte Zahlungsoptionen angezeigt werden. Mit einer lokalisierten Zahlungsabwicklung konnte inMusic die Abbruchrate im Warenkorb offenbar um 30 % reduzieren.

  1. Beziehen Sie interaktive Inhalte ein

Mit einem interaktiven Quiz können Sie das Shoppen zum Vergnügen machen, indem Sie das Paradox der Wahl ausschalten. Wie? Dieses Format ist die Online-Version eines Verkäufers im stationären Handel, der Ihnen hilft, bei einer riesigen Auswahl genau das Richtige zu finden! Damit das jedoch funktioniert, müssen Sie einen überzeugenden Text und interessante Fragen bereitstellen. Ähnlich wie der Charme und die Wortgewandtheit des Verkäufers!

Nachstehend finden Sie die Startseite des „The Original Fit“ Quiz. Der Text ist unterhaltsam, er verspricht ein angenehmes Shopping-Erlebnis, die Claims werden durch Daten untermauert. Wie könnte man da nicht beim Quiz mitmachen?

-interaktives Quiz Personalization digitale Experiences
Quelle

Sie befürchten, dass Sie nicht genügend Zeit haben, interaktive Quizze zu erstellen? Kein Problem, dafür gibt es Plattformen wie Outgrow, SnapApp und LeadQuizzes. Sie bieten Vorlagen, die Sie ganz ohne Programmierkenntnisse leicht anpassen können.

  1. Locken Sie KundInnen mit Exit-Intent Pop-ups zum Kaufabschluss

Wenn sich jemand schon länger auf einer bestimmten Produktseite aufhält, an einem Produkt interessiert ist, aber noch nicht zum Kaufen bereit ist, können Sie den Deal in einem Exit-Intent-Pop-up mit einem Rabatt schmackhaft machen. Und vielleicht sogar ein Testimonial einfügen. Oder Sie können je nachdem, welche Artikel im Warenkorb liegen, einen kostenlosen Versand anbieten, falls der Kauf in den nächsten Stunden abgeschlossen wird (denken Sie an das Knappheitsprinzip).

Personalisierung Beispiel - Warenkorbabbrüche verringern

  1. Sorgen Sie für einen schnellen, bequemen Zugriff

Von einer Homepage, die den Browserverlauf Ihrer KundInnen widerspiegelt, bis zum einfachen Auffinden der letzten Bestellungen: Entscheidend ist, dass der Fokus immer auf die UserInnen gerichtet bleibt. Das verkürzt den Weg zum Kauf und erhöht die Chancen auf Conversion. Nehmen Sie zum Beispiel eine Seite von Amazon. Eine Dropdown-Liste mit allen Optionen = viele Probleme gelöst!

Personalisierung Beispiel Dashboard Amazon

  1. Machen Sie kürzlich gesuchte Produkte leicht auffindbar

Online-Shopping ist anstrengend, keine Frage. Die UserInnen springen von einem Produkt zum nächsten, sind sich nicht sicher, ob es wirklich „das Richtige“ ist. Ihnen zuliebe sollten Sie die vorher angesehenen Produkte anzeigen, solange die UserInnen auf Ihrer Website sind. Das erhöht die Verweildauer auf der Website und gibt den UserInnen das Gefühl, dass Sie ihnen zur Seite stehen und helfen, frühere Suchergebnisse nicht aus den Augen zu verlieren.

E-Commerce Plattformen wie Shopify, WooComerce und andere haben bereits Apps entwickelt, die das möglich machen. Also nichts wie los!

Shopify Personalisierung App
Quelle

Für die Zukunft

Die UserInnen erwarten von Ihnen äußerst personalisierte Erlebnisse. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, sich als Marke zu positionieren, der es gelingt, sich in die Bedürfnisse ihrer KundInnen hineinzuversetzen. Sie haben schon gesehen, wie einige Ihrer Mitbewerber die Messlatte höher legen. Außerdem wissen Sie bereits, welche Strippen Sie ziehen müssen, um alle, die auf Ihrer Website vorbeischauen, wie von Zauberhand zu überraschen. Deshalb nichts wie los!

Der Schlüssel zum Erfolg? Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen. In Nullkommanichts bedanken sich Ihre KundInnen bei Ihnen dafür, dass Sie Gedanken lesen können! Dann wissen Sie, dass Sie es geschafft haben!

Blogartikel

9min. Lesezeit

5 Customer Experience Trends für 2021

2020 war ein schwierige Zeit.

Es überrascht niemanden, dass der Begriff „Pandemie“ von Merriam-Webster und Dictionary.com offiziell zum Wort des Jahres gewählt wurde. In Marketingkreisen zählen „neue Normalität“, „Pivotieren“ und „noch nie dagewesen“ zu den Top-Begriffen.

Worauf laufen alle diese Änderungen für CX-Spezialisten 2021 hinaus? Wie werden sich CX-Trends auf die Erwartungen der Kunden auswirken und wie sollten sich Marken auf ihre CX-Strategie vorbereiten? Wir sollten Folgendes nicht vergessen: Auch wenn die Customer Experience als wichtiges Unterscheidungsmerkmal vermutlich Preis und Produkt überholen wird, fahren nur einige Marken eine solide Strategie.

Wir haben uns mit den Experten von TrendWatching zusammengeschlossen, um die Trends der digitalen Customer Experience zu analysieren, die sich unserer Meinung nach 2021 abzeichnen, und bieten unten eine kurze Übersicht mit 5 dieser 11 Trends. Wenn Sie sich jedoch ein umfassendes Bild machen möchten, können Sie den vollständigen Report herunterladen.

5 Trends, die wir genauer untersucht haben:

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1. Business as Social: Social Shopping und Social Commerce

Vielleicht, weil wir uns nicht persönlich mit unseren Freunden, Familienmitgliedern und Kollegen treffen. Vielleicht, weil wir deutlich mehr Zeit in den sozialen Medien verbringen – laut GlobalWebIndex sind 23 % der Internet-Nutzer erheblich länger als vor dem Lockdown in den sozialen Netzwerken unterwegs.

Aus welchem Grund auch immer … wir beobachten einen Aufwärtstrend bei Shopping Erlebnissen, bei denen soziale Medien oder Livestream Technologien eine große Rolle spielen. Der gemeinsame Nenner? „Business as Social“ Shopping bedeutet gemeinsames und erlebnisorientiertes Shoppen, das  weit mehr ist als nur ein hinzugefügter Button „Jetzt kaufen“.

Beispiel Social Commerce Customer Experience Trends Squadded
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Beispielsweise können Sie sich dank der Google Chrome Erweiterung Squadded mit Freunden zusammenschließen, um ein Produkt auszuwählen, zu kaufen oder sich über diesen Artikel zu unterhalten, vor allem, wenn es um Outfits geht. Die Erweiterung bringt die Freunde der Kunden in einem Online-Chat zusammen, als Ersatz für einen „Tag in der Mall“.

Musikfans können auf DroppTV Produkte direkt in den Videoclips in Echtzeit und per Maus-Klick kaufen.

Was das für Sie bedeutet: Diese beiden Beispiele basieren auf demselben standardmäßigen E-Commerce-Baustein, dem Produktbild. Nur dass diese Bilder jetzt noch genauer unter die Lupe genommen werden. Produktbilder sind für Conversions von entscheidender Bedeutung, vor allem, wenn Verbraucher keine Möglichkeit haben (werden), das Produkt im echten Leben zu sehen.

2. Virtuelle Experience Economy

„Die Experience Economy“ beschäftigt sich mit dem Erlebniswert von Produkten. Bei der virtuellen Experience Economy hingegen geht es um die soziale Währung, die von unseren „virtuellen Identitäten“ gesammelt wird. Mit anderen Worten, was wir online machen, trägt mehr und mehr zu unserem Identitätsbewusstsein bei.

Wir gehen davon aus, dass Verbraucher mehr Zeit, Geld und Energie für Erlebnisse in digitalen Umgebungen aufwenden werden, ob in einem Videospiel, auf einem Rechner oder in einer VR/AR-Welt. Auch wenn die Grundlagen dieses Verhaltens bereits vor COVID gelegt wurden, haben die pandemiebedingten Lockdowns und Social Distancing dieses Wachstum beschleunigt.

virtual experience economy trend example with swift app
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Zum Beispiel hat National Geographic ein AR-Erlebnis über Instagram gestartet, bei dem User den Mount Everest besteigen. Oder wie sieht‘s mit Spielern von Animal Crossing aus, die digitale Kunstwerke, beruhend auf echten Gemälden aus dem J. Paul Getty Museum in ihre Spieleumgebungen einfügen können? Und Sportfans können mit der Zwift Sports App (siehe oben) durch virtuelle Welten (auf ihrem TV-Bildschirmschirm) biken oder laufen.

Was das für Sie bedeutet:  VR/AR-Erlebnisse – welcher Art auch immer – in eine Customer Journey zu integrieren, ist aus Sicht des Produktmanagements sicher eine Herausforderung. Wenn dies Ihrer Meinung nach ein sinnvoller Weg ist, könnte es ebenfalls sinnvoll sein, ein Feature Management-System (progressives Rollout/Rollback, Feature Flagging usw.) einzubetten, um diesen neuen Ansatz sicher zu testen und zu bekräftigen, dass diese Lösung für das Unternehmen von Interesse ist.

3. Für komfortable Omnichannel-Experience mit synchronen Services sorgen

Wenn sich der durchschnittliche Arbeitstag aufgrund einer Pandemie um 48 Minuten verlängert und Eltern alle Hände voll zu tun haben, die Betreuung ihrer Kinder und Homeschooling in Einklang zu bringen, erwarten Verbraucher, dass alles schnell, einfach und an einer Stelle erledigt wird. Kurz: Bequemlichkeit.

Marken, die verschiedene Services – eigene oder von Drittanbietern – in einem einzigen Produkt anbieten können, sind gut aufgestellt, um genau diesen praktischen Aspekt zu bieten. Das gilt für das Kauferlebnis, den Kundenservice, Interaktionen nach dem Kauf und vieles mehr.

Customer experience trend of synced services with uber
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Zu einigen Beispielen zählen Panera, das seinen mobilen Bestellservice durch die Zusammenarbeit mit Google Maps aufgerüstet hat. Nutzer, die nach „Panera in meiner Nähe“ suchen, erfahren in den Ergebnissen, welche Restaurants Gerichte zum Abholen oder einen Lieferservice anbieten, und können einen Standort auswählen, um die Bestellung zu starten. Ebenso hat Uber vor Kurzem das Uber- und Transit-Feature in Sydney eingeführt. Sydney war die erste Stadt mit dem integrierten ÖPNV-Feature, d. h. der besten Kombination für Fahrten mit UberX und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Was das für Sie bedeutet: Wenn Sie Erlebnisse anbieten, bei denen man Ihre Produkte bequemer kaufen kann, sind Sie Ihren Mitbewerbern einen Schritt voraus. Dabei kann es sich um alles handeln, ob die Integration eines Drittanbieters wie in den Beispielen oben oder einfach eine interne lückenlose Customer Journey.

4. Segment of One: Hyper-Personalisierung

Marketers personalisieren die Customer Experience nun schon seit einiger Zeit. Die Idee ist nicht neu, im Gegensatz zur Erwartungshaltung der Verbraucher diesbezüglich.

Beauty-, Fitness- und Modemarken setzen neue Maßstäbe, wenn es um Hyper-Personalisierung geht. Durch künstliche Intelligenz können zukunftsorientierte Marken für jeden einzelnen Kunden wirklich ein „Segment of One“ für einzigartige Erlebnisse erstellen.

Wir wissen, Spotify kuratiert personalisierte Playlists für User. Aber wussten Sie, dass Spotify im Sommer mit dem Künstler Weeknd zusammengearbeitet hat, um einen digitalen Avatar des Sängers zu erstellen, der mit den Usern namentlich gechattet hat?

The yes AI personalization CX trend (1)
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Oder die App The Yes, die durch maschinelles Lernen Modeartikel für User Feeds kuratiert. Durch ein Ja oder Nein bei jedem Artikel helfen die User von The Yes der App, ihren Geschmack besser zu treffen. Auf gleiche Weise haben sich Dior und Meitu zusammengeschlossen, um eine personalisierte, quiz-basierte Hautpflegediagnose anzubieten und den Kunden die entsprechenden Produkte zu empfehlen, während Nestle und with/n ähnlich kooperieren, um ihren Usern individuelle Fitnessprogramme anzubieten.

Eine einfache demografische Personalisierung wird nicht ausreichen, wenn es um die Erwartungen der Kunden an Personalisierung geht. Künstliche Intelligenz hat einer wirklichen One-to-One-Segmentierung die Türen geöffnet. Verbraucher erwarten zunehmend von Marken, ihre Produkte, Erlebnisse und Services an den persönlichen Bedarf anzupassen.

Was das für Sie bedeutet: Schauen Sie über den eigenen Tellerrand hinaus, wenn es um Personalisierung geht. Wenn Sie gerade erst am Anfang stehen, müssen Sie nicht von null auf hundert Fahrt aufnehmen, sondern können das Problem von einer anderen Seite aus angehen. Beispielsweise können Sie die Zielgruppe nach Kaufneigung und psychografischen Daten segmentieren, anstelle nach oder zusätzlich zu demografischen Daten. Wenn Sie Kunde von AB Tasty sind, dann sind Segmentierungskriterien wie Engagement Level und Content Interest ein optimaler Ausgangspunkt.

5. Nützliche (künstliche) Intelligenz

„Genau das ist das Interessante an Technologien wie KI, Maschinelles Lernen, Bilderkennung und mehr – die Verbraucher wissen nicht, wie sie funktionieren oder interessieren sich nicht dafür. Aber sie verstehen, dass sie ihnen helfen können, Aufgaben zu erledigen, das Leben einfacher und bequemer zu machen und nicht überfordert zu werden.” – Ihre Karten in der (virtuellen) Experience Economy richtig ausspielen

Ja, tatsächlich.

Auch wenn manche Angst davor haben, dass „Automatisierung den Job wegnimmt“, oder eine zunehmende Verbreitung von Algorithmen befürchten, sobald eine AI-Technologie ihnen das Leben erleichtert, erkennen sie den Wert. Da die Verbraucher mit Entscheidungsmüdigkeit, einer zunehmend längeren „To Do“-Liste und schwierigen Zeiten in der Pandemie konfrontiert sind, begrüßen sie künstliche Intelligenz, die ihnen die tägliche Routine einfacher macht.

 

Example of CX trend around AI whisk app
Quelle

Nehmen Sie die kürzlich erschienene App Whisk, die erschöpften Verbrauchern mit künstlicher Intelligenz hilft, Einkaufslisten zu schreiben, Speisepläne aufzusetzen und mehr, auf allen Geräten und allen Websites. In ähnlicher Weise bietet Google Assistant eine neue Funktion mit dem Namen Hold for Me an, die für Sie in der Warteschlange steht. So müssen Sie nicht fast eine Stunde die Musik am anderen Ende hören.

Was das für Sie bedeutet: Nicht nur der Endverbraucher in der B2C-Welt möchte sich mit Maschinellem Lernen das Leben einfacher machen! Wenn es um Martech geht, erwarten B2B-Käufer von Softwareanbietern Lösungen mit integrierter KI, um Zeit zu sparen und nicht ihren Arbeitstag kompliziert zu machen.

Takeaway

Wir begeben uns 2021 in vielfacher Weise in eine „schöne neue Welt“.

Wenn alles gesagt und getan ist, suchen Verbraucher nach Marken, die sich nach der Corona-Pandemie an diese neue Welt anpassen. Sie möchten etwas kaufen, das sicher, einfach und genau auf ihren Bedarf zugeschnitten ist. Aber die Pandemie löscht die veränderten Kundenerwartungen, die sich im Hintergrund vor März 2020 abgezeichnet hatten, nicht aus. „Fühlende Räume“, „Daten-Tore“ und „Grüner Druck“ sind nur einige weitere Punkte, die von Interesse sind und sich in diesem Jahr zuspitzen werden.

Wenn es jemals Bedarf für das Mindset „Testen und Lernen“ gab, dann jetzt.

Sie können sich näher über diese 5 Trends informieren und mehr über die restlichen 6 Trends in unserem Report mit TrendWatching hier erfahren.

Blogartikel

4min. Lesezeit

AB Tasty – die allererste CX-Optimierungsplattform mit Zapier-Integration

Sie möchten AB Tasty in Ihren Optimierungs-Workspace integrieren?

Wir haben gerade unsere Zapier Integration veröffentlicht, die genau das Richtige für Sie ist!

Sie ist ganz einfach anzuwenden und Sie können AB Tasty sofort mit mehr als 3.000 Applikationen verknüpfen (kein Coding erforderlich), um Ihre Abläufe zu automatisieren.

Alles was Sie tun müssen: die Ereignisse auswählen, die in Ihrem AB Tasty Account stattfinden, und verbundene Aktionen auf anderen Applikationen (wie Slack, Trello, Jira, Mailchimp, Salesforce, Google Tabellen, Google Kalender usw.) auslösen, die auf diesen Ereignissen basieren. Bisher sind folgende Trigger in Zapier verfügbar:

  • Kampagne von einem User gestartet
    Wird ausgelöst, wenn eine Kampagne von einem User in Ihrem Account gestartet wird.
  • Kampagne von einem User pausiert
    Wird ausgelöst, wenn eine Kampagne von einem User in Ihrem Account pausiert wurde.
  • Framework ist deaktiviert
    Wird ausgelöst, wenn das AB Tasty Script in Ihrem Account gelöscht wurde. Auf Ihrer Website werden keine Kampagnen mehr durchgeführt.
  • User zu Ihrem Account hinzugefügt
    Wird ausgelöst, wenn ein neuer User in Ihrem Account hinzugefügt wurde.
  • User aus Ihrem Account entfernt
    Wird ausgelöst, wenn ein User aus Ihrem Account entfernt wurde.
  • User in Ihrem Account aktualisiert
    Wird ausgelöst, wenn User-Rechte in Ihrem Account geändert wurden.
  • Framework wurde neugeladen
    Wird ausgelöst, wenn das AB Tasty Script in Ihrem Account neu erstellt wurde. Ihre Kampagnen werden nach einigen Minuten wieder „live“ geschaltet.

Wenn eines dieser Ereignisse in Ihrem AB Tasty Account auftritt, wird eine Benachrichtigung an Zapier gesendet. Wenn Sie einen „Zap“ erstellt haben, der sich auf dieses Ereignis bezieht, wird in der betreffenden Applikation eine Aktion durchgeführt.

Hier einige Beispiele, um Ihnen eine Vorstellung davon zu geben, wie Sie diese Integration nutzen können.

 

AB Tasty und Slack 

Definitiv die beliebteste Nutzung unserer Integration. Sicher haben Sie einen eigenen Slack-Channel, in dem Ihr gesamtes Team im Rahmen der CX Optimierung zusammenarbeitet und den Fortschritt Ihrer Optimierungsprojekte beobachten kann. Hier können Sie automatische Benachrichtigungen erstellen, die in diesem Channel angezeigt werden, sobald eine Kampagne von einem Ihrer Teammitglieder gestartet oder pausiert wird. Auch Framework-bezogene Benachrichtigungen können nützlich sein, sodass Sie die Aktivität Ihres AB Tasty-Accounts besser verstehen.

 

AB Tasty und Trello 

Projektmanagement-Tools sind ein gutes Ziel für Zapier-Trigger. Beispielsweise kann Ihre Kampagnenkarte auf Ihrem CX-Optimierungs-Board automatisch aktualisiert werden, wenn eine neue Kampagne in AB Tasty gestartet oder pausiert wird. Sie können auf Ihrer Kampagnenkarte auch ein neues Mitglied hinzufügen, wenn ein neuer User zu Ihrem AB Tasty-Account hinzugefügt wird.

 

 

AB Tasty und Google Calendar 

Vielleicht verwenden Sie bereits Google Kalender, um die Zusammenarbeit im Team zu verbessern und die laufenden Kampagnen besser zu verstehen. Dank unserer Zapier-Integration können Sie jetzt sofort ein existierendes Ereignis erstellen, aktualisieren oder beenden, wenn eine Kampagne gestartet oder pausiert wurde. Zapier hilft Ihnen, manuelle Arbeiten oder Arbeitsabläufe mit begrenztem Mehrwert auf ein Minimum zu reduzieren und sich auf das Wichtige zu konzentrieren.

 

Möchten Sie andere Applikationen in AB Tasty integrieren? Dann besuchen Sie unserer Seite bei Zapier und wählen Sie die Applikation aus, die Sie suchen.