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Alles, was Sie über App Store-Optimierung wissen müssen

Sie wissen, dass Ihre App großartig ist und auf großen Anklang stoßen wird. Das Problem ist nur: Wie können Sie die Menschen davon überzeugen, die App herunterzuladen und auszuprobieren?

Mit mehr als zwei Millionen Apps allein im App Store von Apple ist es schwierig, ausreichend Downloads zu erzielen, um bestenfalls auf die erste Seite zu geraten…

Glücklicherweise ist dies nicht unmöglich.

Mit der richtigen App Store-Optimierung (ASO) können Sie die sichtbare Präsenz Ihrer App steigern – vor allem, wie oft sie erscheint, wenn die User relevante Keywords eingeben. Diese Vorgehensweise, oft auch App-SEO genannt, ist eine wirksame und natürliche Methode, damit Ihre App leichter aufzufinden ist.

Hier nun alles, was Sie über App Store-Optimierung wissen müssen.

Kennen Sie Ihre Zielgruppe

Die Listing-Seite für jeden App Store hat mehrere Dinge mit einer traditionellen Landingpage gemeinsam. Sie ist das Erste, was die User sehen, wenn sie einen bestimmten Suchbegriff oder App-Namen eingeben. Sie müssen also Ihre Zielgruppe kennen und auf Ihrer App Store-Seite eine Sprache verwenden, die bei der Zielgruppe auf Resonanz stößt.

Hier sind vier Dinge, an die Sie denken sollten:

  • Auf welche Hauptprobleme stoßen die User Ihrer App?
  • Welche Keywords verwenden die User, wenn sie Ihre App suchen?
  • Welche Lösungen gibt es für die Probleme Ihrer App?
  • Was gefällt den Usern an Ihrer App am besten?

Viele Entwickler meinen zwar, die richtigen Antworten zu kennen, irren sich aber oft. Wenn Sie den Fokus auf App Store-Optimierung legen, müssen sie auch an den Gesichtspunkt Ihrer Zielgruppe denken. Wie den Entwicklern von Apps ist Ihnen möglicherweise nicht klar, dass eine Funktion Ihrer Meinung nach großartig, für viele User jedoch überflüssig ist.

Die richtigen Antworten auf diese Fragen zu finden, muss kein Ratespiel sein. Es ist genauso einfach, wie jene zu fragen, die Ihre App bereits heruntergeladen haben. Sammeln Sie Nutzerdaten und analysieren Sie sie. Wenn Sie erst einmal Ihre User Base besser verstehen, können Sie die Sprache benutzen, die diese User beim Browsen verwenden.

Erstellen Sie einen einprägsamen Titel

Nach der Listing-Seite des App Stores ist der Name der App das Nächste, was man wahrnehmen sollte. Wählen Sie einen Titel, durch den sich Ihre App von anderen abhebt. Gleichzeitig sollte aber auch der Verwendungszweck der App offensichtlich sein. Wählen Sie etwas Direktes, einen einfachen und einprägsamen Wortlaut.

Seit 2017 lässt Google Titel mit max. 50 Zeichen zu. Apple lediglich 30 Zeichen. Nutzen Sie so gut wie möglich diese begrenzte Zeichenanzahl mit dieser Formel:

Markenname + 2-3 relevante Keywords

User erfahren nicht nur, wozu Ihre App dient. Auch Ihre Sichtbarkeit wird erhöht, weil App Store Titel mit Keywords in ihrem Namen höhere Rankings erzielen.

Hier einige Modelle für einen richtig optimierten App-Namen:

  • Markenname – Keyword(s)
  • Markenname: Keyword(-s)
  • Keyword(s) – Markenname
  • Keyword(-s) Markenname

Vergessen Sie zu guter Letzt auch nicht, dass Sie weitere Titel für die Sprachen hinzufügen können, in denen Ihr App-Listing lokalisiert wird. Eine lokalisierte App ist für Entwickler von Vorteil, um zu erkennen, wo das größte Interesse liegt.

Hier einige Beispiele von Apps mit gut verfassten Titeln:

App Store Optimization_Google_Play_Optimized_App_Name
Quelle

Untertitel

Mit der Einführung von iOS 11 können Entwickler nun für ihre Produkte Untertitel mit 30 Zeichen erstellen. Untertitel sollen die größten Schwerpunkte einer App in einer kurzen Übersicht aufzeigen.

Untertitel beeinflussen Keyword-Rankings und sind ein ausgezeichnetes Mittel, zusätzliche Keywords zu nutzen. Im Apple App Store sind in den Top Charts zudem Untertitel aufgeführt, die sich auf die Click-Through-Rate auswirken, wodurch regelmäßige Internetnutzer ganz einfach zu Besuchern Ihrer Produktseite werden können.

Neben der Click-Through-Rate kann sich der Untertitel auch darauf auswirken, wie gut die Conversion ausfällt. Testen Sie Varianten von Titel, Untertitel und sonstigem Text Ihrer App mit neuen Releases, Updates und Funktionen. Sie können dann den Text sprachlich so gestalten, dass die Zielgruppe besser angesprochen wird.

Wenn Sie letztendlich den Titel und Untertitel der App ändern müssen, ist das nur durch eine aktualisierte Version der App möglich.

Logo: Das Gesicht der App!

Nachdem Sie den perfekten Titel gefunden haben, entwerfen Sie im Rahmen der Optimierung Ihres App Stores als Nächstes attraktive Designs, die den User ansprechen. Das App-Logo macht auf Ihr Produkt aufmerksam und ist einer der größten Motivatoren für User, auf Suchergebnisse zu klicken. Mit einem auffallenden optischen Design wird man schneller auf Ihre App aufmerksam.

Das Logo sollte den Zweck der App optisch widerspiegeln. Unabhängig davon, ob Sie eine App für Aus- oder Fortbildungsmaßnahmen oder einfach nur zur Unterhaltung entwickeln, das Thumbnail sollte den Zweck der App vermitteln. Weniger ist mehr. Entscheiden Sie sich also für Designs, ohne sie mit Details oder Worten zu überladen.

Ebenso sollte das Design auch bei Licht und dunklem Hintergrund optisch gefallen. Befassen Sie sich mit der Farbtheorie, um ein Logo zu erstellen, das professionell und in sich stimmig wirkt.

Die App Stores von Google und Apple stellen bestimmte Anforderungen an Icons. Lesen Sie also ihre Guidelines durch und befolgen Sie sie.

App Store Optimization - App Store Requirements
Quelle

A/B Testing

A/B-Tests sind ist eine ausgezeichnete Methode, um zu testen, inwieweit die Zielgruppe Ihrer App gegenüber aufgeschlossen ist, während Sie die Optionen für Ihr Icon begrenzen. Bei diesem Konzept werden verschiedene Logos erstellt. Anschließend wird analysiert, welche das größte Engagement bewirkt.

Entwickler können mit Farben, Zeichen und anderen Elementen experimentieren, um sich ein Bild über die Vorlieben der User zu machen. Wenn Sie die erforderlichen Informationen gesammelt haben, können Sie das Design entsprechend anpassen.

Im Folgenden wird eine Liste für A/B-Tests zur Optimierung von App Stores aufgeführt:

  • Analysen und Brainstorming
  • Änderungen entwerfen
  • Experimente
  • Bewertung der Ergebnisse
  • Durchführen von Änderungen
  • Beginn von Follow-up-Tests

A/B-Tests sind für jeden Aspekt im Rahmen der ASO nützlich, nicht nur für das Logo-Design. Ein Service zum Testen der Auswirkung der Optimierung kann einen großen Unterschied im Ranking Ihrer App ausmachen.

Keywords

Die richtigen Keywords sind die Grundlage für eine erfolgreiche App Store-Optimierung. Legen Sie den Schwerpunkt auf Begriffe mit der größten Relevanz und dem höchsten Traffic, aber mit den geringsten Schwierigkeiten und dem niedrigsten Wettbewerb. Die unterschiedlichen Taktiken für die Keyword-Suche weichen von einer App zur nächsten ab. Bei einer neuen App ist es am besten, zu Beginn mittellange bis längere Phrasen auszuwählen. Sie können später weitere Keywords hinzufügen, wenn Ihre App an Dynamik gewinnt und der Wettbewerb zunimmt.

Um die höchste Sichtbarkeit zu erzielen, stellen Sie sicher, dass Ihre App weltweit verfügbar ist und in allen Sprachen optimiert wurde.

Wenn Sie die Keywords mit dem größtmöglichen Nutzen gefunden haben, verwenden Sie sie so oft wie möglich, aber ohne zu übertreiben. Zu viele Keywords können sich auf Ihr Ranking in den Suchabfragen negativ auswirken. Hier die wichtigsten Stellen, an denen Keywords enthalten sein sollten:

  • Titel
  • Untertitel (sofern zutreffend)
  • Beschreibung
  • URL
  • Entwicklername
  • IAP

Wenn Sie nicht genau wissen, wie Sie die richtigen Keywords finden können, schauen Sie sich die App-Vorschläge in der Suchleiste des App Stores an oder verwenden Sie Tools zur Keyword-Suche. Denken Sie auch an den Nutzen oder die Lösungen, die Ihr Produkt den Usern bietet, und wählen Sie Ihre Keywords entsprechend aus.

Und wenn Sie Ihre App für Apple Store optimieren, vergessen Sie nicht, dass die Algorithmen von der Beschreibung unbeeinflusst bleiben. Entwickler können für das Ranking die Keywords in einem 100-Zeichenfeld von Apple eingeben.

100 Zeichen erscheinen wenig, aber es kann auf jedes einzelne ankommen:

  • Wenn Sie Wörter im Singular verwenden, Pluralformen vermeiden.
  • Keine Leerzeichen verwenden – stattdessen die Wörter mit Kommas trennen.
  • Keine Keywords verwenden, die bereits im Titel der App aufgeführt sind.

Screenshots

Screenshots wirken sich möglicherweise nicht direkt darauf aus, wie oft eine App in Suchabfragen erscheint, haben aber einen starken Einfluss auf die CTR und Conversion Rates. Sie erscheinen in Suchergebnissen und stehen nach dem Logo der App an zweiter Stelle der visuellen Elemente, die Nutzer zum Download veranlassen.

Screenshots werden nach der Videovorschau angezeigt und führen die Hauptfunktionen der App und weitere Informationen über sie auf. Entwickler können im Apple Store maximal 10 Screenshots einfügen. Die meisten User scrollen nicht weiter als über zwei oder drei Fotos hinaus. Trotzdem ist es wichtig, jeden Spot zum Erstellen einer Story zu nutzen.

Die Größe der Screenshots hängt von dem verwendeten Gerät ab, kann aber an das Gerät angepasst werden. Halten Sie sich an die folgenden technischen Daten und verwenden Sie Bilder mit hoher Auflösung im Hoch- oder Querformat:

  • 72 dpi, RGB, abgeflacht, ohne Transparenz
  • High-Quality-Bilddateiformate JPEG oder PNG

Screenshots müssen auch lokalisiert werden, wenn Sie Ihre App in anderen Ländern anbieten. Hier ein Beispiel für gut lokalisierter Screenshots:

App Store Optimization - Google_Play_Screenshots
Quelle

 

Hier ein paar Tipps, wie Sie vielversprechende, attraktive Screenshots erstellen können:

  • Verwenden Sie die ersten beiden Screenshots, um die überzeugendsten Merkmale Ihrer App zu präsentieren.
  • Verwenden Sie möglichst Hochformate. User können dann bei ihrer Suche zwei Screenshots statt nur einen sehen.
  • Nutzen Sie jeden Slot für eine verlockende Storyline.
  • Sorgen Sie für Konsistenz mit Screenshots, welche die geschmackvolle und ästhetische Gestaltung Ihrer App widerspiegeln.
  • Verwenden Sie Bildlegenden, um jedes Foto kurz zu erklären.
  • Verwenden Sie einen verbindlichen Text, um die User zum Download und zur Installation zu bewegen.
  • Stellen Sie exklusive Schnäppchen und Werbeangebote in den Vordergrund, um Usern einen Anreiz zu bieten.
  • Brüsten Sie sich ruhig mit Awards.
  • Verwenden Sie A/B-Tests.

Vermeiden Sie Screenshots von Signup- und Login-Bildschirmen, Kaufformularen und Startseiten. Sie erzählen den Usern nicht viel über Ihre App an sich und schmälern das Interesse der User, wenn sie diese Bilder sehen.

Beschreibungstext

Die Beschreibung ist ein Feld mit 4 000 Zeichen, das sich nicht auf Keyword-Rankings auswirkt, aber auf SEO. Wie bei einem App-Titel kann die Beschreibung nicht geändert werden, wenn nicht zuerst eine aktualisierte Version bereitgestellt wird.

Besonders wichtig bei der App-Beschreibung ist der erste Satz (oder die ersten drei Zeilen), die User lesen, bevor sie auf „Mehr anzeigen“ drücken.

Hier ein paar Tipps für Entwickler, um eine gelungene Beschreibung zu verfassen, die aus Usern Kunden macht:

  • Präsentieren Sie die Hauptfunktionen der App und lenken Sie die Aufmerksamkeit gleichzeitig auf ihre Besonderheit.
  • Verwenden Sie einen gut verfassten, kurzen und prägnanten Text, der für den Leser trotzdem relevant bleibt.
  • Als Entwickler sollten Sie eine bestimmte Brand Voice haben. Lassen Sie Ihre Zielgruppe diese Stimme hören.
  • Nennen Sie Ihre Awards.
  • Überbeanspruchen Sie nicht die Keywords.
  • Fügen Sie keine Preise ein, da sie von den einzelnen Ländern abhängen.
  • Lokalisieren Sie die Beschreibung.

Fügen Sie auch eine überzeugende CTA, News zur App (u. a. wichtige Updates), limitierte Angebote und zeitliche Fristen ein. Gliederungspunkte helfen, die Beschreibung übersichtlicher und verständlicher zu gestalten. Achten Sie auf bestimmte Regeln, die in diesem Bereich in den App Stores von Google oder Apple gelten.

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Quelle

Lokalisierung

Einer der letzten Schritte in der Optimierung von App Stores ist die Lokalisierung. Lokalisierung, auch internationale ASO genannt, ist für Ihre App auf dem globalen Markt unverzichtbar. Lokalisierung ist mehr als eine Übersetzung der Texte einer App. Bei einer richtigen Lokalisierung wird die gesamte App an die Kultur des betreffenden Landes angepasst, angefangen von Landkarten bis hin zu Währungen etc.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Entwickler die gesamte App für andere Sprachen neu entwickeln müssen. Die aktuellen Metadaten, Keywords und Screenshots können alle in anderen Sprachen lokalisiert werden.

Lokalisierung ist äußerst wichtig, um einen größeren Markt zu erschließen und mehr Umsatz zu generieren. Mit einer App in der Muttersprache erscheint die App öfter in Suchabfragen und wird Ihre Zielgruppe besser erreichen. Darüber hinaus empfinden User in der Regel Apps in ihrer Muttersprache vertrauenswürdiger.

App Stores räumen lokalisierten Apps zudem 100 weitere Zeichen für Keywords, 60 zusätzliche Zeichen für Titel und Untertitel und eine bessere UX ein. Das trägt dazu bei, Ihnen einen Wettbewerbsvorteil zu bieten.

Um Ihre App genauer und einfacher zu lokalisieren, wenden Sie sich an einen Muttersprachler oder andere Experten. Keyword-Tools oder Google Translate sind ebenfalls nützlich, auch wenn letzteres nicht exklusiv genutzt werden sollte.

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Quelle

Zusammenfassung

Mit der richtigen Optimierung des App-Stores wird Ihr Produkt garantiert nicht nur in mehr Suchergebnissen erscheinen, sondern auch Klicks in Downloads konvertieren.

Eine gute ASO bedeutet, Text und visuelle Elemente der App an Ihre Zielgruppe anzupassen. Suchen Sie als Erstes die besten Keywords und fügen Sie sie in den richtigen Bereichen ein, ohne zu übertreiben. Verwenden Sie einen einfachen Titel, der sich leicht einprägt und Ihre App einzigartig macht. Erstellen Sie ein Logo, das Ihr Produkt widerspiegelt. Fügen Sie ergänzend zum App-Icon relevante Screenshots hinzu, die eine Geschichte erzählen.

Und zum Schluss: Wenn Sie eine breitere Zielgruppe erreichen und sich gegenüber anderen Entwicklern und Apps einen Wettbewerbsvorteil verschaffen möchten, sollten Sie Ihre App richtig lokalisieren. Und vergessen Sie selbstverständlich nicht, die Vorgaben Ihres App Stores zu befolgen.

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Sollten Sie den Haupt-CTA auf dem Handy ‚Stick-to-Scroll‘ anlegen?

„Mannomann, sorry, meine dicken Daumen!“, meint meine Freundin mit einem schiefen Lächeln. „Oh Gott, jetzt habe ich es auch noch weggeklickt!“ Ich werfe einen Blick auf ihr Display – der Kinofilm, den wir uns ansehen möchten, beginnt in zwei Minuten und wir probieren schon seit 10 Minuten, die Tickets über ihr Smartphone zu buchen. 

Auf meine Anmerkung „Wir verpassen definitiv die Vorschau …“ entgegnet sie leicht gereizt: „Sorry, aber beim Gehen zu scrollen ist wirklich schwierig!“

Ich sehe, wie sie auf dem Display scrollt und ein- und auszoomt, wahrscheinlich, um den Button „Zahlung bestätigen“ zu finden, mit dem sie vorher schon Probleme hatte.  

„Ok, jetzt mal im Ernst, wo ist dieser blöde Button?“ Sie tippt auf den Zurückpfeil. 

„Neeein, bloß nicht!“, warne ich sie. „Jetzt musst du die ganzen Kreditkartendaten neu eingeben!“  „Komm, wir kaufen die Karten am Schalter. Da müssen wir zwar anstehen, aber diese Website bringt‘s einfach nicht.“

„Ok, in Ordnung“, meint meine Freundin und steckt ihr Smartphone ein. Wir sprinten zum Kino.

Dieses kleine Szenario wirft folgende Frage auf: Wäre diese User Experience besser verlaufen, wenn einfach ein Stick-to-Scroll-CTA hinzugefügt worden wäre? Die Antwort lautet: Ja.

Mobile Mind Shift, Thumb Zone und kontextuelles Denken

“Our lives have become a collection of mobile moments in which we pull out a mobile device to get something done immediately wherever we are.”

Mit diesen Worten beschreibt Ted Schadler von Forrester Research in seinem Buch „The Mobile Mind Shift“ sein Konzept von einem Bewusstseinswandel im Umgang mit mobilen Endgeräten.

Er geht auf die Auswirkungen der mobilen Technologie auf unseren Alltag ein und was Menschen rund um die Welt mittlerweile von ihren Tablets und Smartphones – und im Allgemeinen den Marken – erwarten, nämlich:

  • Benutzerfreundlichkeit, Erreichbarkeit, Verfügbarkeit 
  • Komfort und Agilität
  • Kontextualität 

Diese Hauptkonzepte müssen selbstverständlich auf ein ganzes Businessmodell angewendet werden. 

Fokus auf den Mikrokontext im UI-Design und Anwendung der Grundsätze des Bewusstseinswandels im Umgang mit mobilen Endgeräten: Diese Ansprüche können sich durch einfache Maßnahmen umsetzen lassen, z.B. dadurch, dass ein Haupt-CTA benutzerfreundlich, zugreifbar und kontextbezogen gestaltet wird.

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Quelle

 

Oben sehen Sie eine bildliche Darstellung von Steven Hoobers Konzept der „Thumb Zone“, d.h. „dem Bereich, der bei einer Einhandbedienung am bequemsten berührt werden kann.“ 

Wenn sich Ihr Haupt-CTA nicht in dieser „natürlichen“ Reichweite befindet, baut sich Frust auf. 

Noch schlimmer kommt es, wenn die Besucher Ihrer Website oder Ihrer mobilen App zu scrollen beginnen und dabei Ihren CTA aus den Augen verlieren – wie wir wissen, ist die Platznutzung auf dem Display von Mobilgeräten eine knifflige Angelegenheit, jeder Millimeter muss genau durchdacht werden.

Das Surfen oder die zielorientierte Suche auf einem Mobilgerät und auf einem Desktop-Rechner sind zwei völlig verschiedene Dinge. Wenn wir ein Kinoticket per Smartphone buchen möchten, sind wir mit großer Wahrscheinlichkeit unterwegs, im Multitasking-Modus oder in Eile. Wenn wir uns ein Kinoticket auf einem PC kaufen, sind wir wahrscheinlich weniger abgelenkt und können uns Zeit lassen. 

Mit einem Smartphone sind wir im Hier und Jetzt. Die User Experience und das User Interface müssen diesen Kontext berücksichtigen. Größere Stick-to-Scroll CTAs – zumindest für die Haupt-CTAs – können für alle Endverbraucher hilfreich sein, die es eilig haben oder abgelenkt sind, ihr Smartphone mit einer Hand bedienen, während sie mit der anderen ein U-Bahn-Ticket kaufen, und deren Display nur ein Bruchteil ihres Laptop-Bildschirms ausmacht. 

Wie effizient ein „Sticky CTA“ ist, stellte das französische Modelabel Ünkut nach einem A/B-Test auf seinen Produktseiten für Mobilgeräte fest. Nach diesem Test stiegen die CTA-Klicks um 55 %, die Transaktionen legten um 7% zu.

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 Nach diesem Test von Ünkut stiegen die CTA-Klicks um 55%, die Transaktionen legten um 7% zu.

 

Deshalb ist die Zweckmäßigkeit von Stick-to-Scroll CTAs für mobile Apps zur Steigerung der Conversions generell kein Mythos – vom E-Commerce bis zur Telekommunikation haben wir zahlreiche Anwendungsszenarien zusammengetragen, die diese Effektivität belegen. Wir stufen diesen „Mythos“ also als wahr ein  – und falls Sie Fragen zur Anwendung eines Stick-to-Screen Elements haben: Kontaktieren Sie uns einfach.


CRO Myth Busters ist eine Miniserie für Profis im Bereich Conversion Rate Optimierung. Wir werfen einen kurzen Blick auf  allgemein verbreitete CRO-Thesen und klären, ob sie wahr, manchmal wahr oder falsch und damit schlicht und einfach CRO-Mythen sind!

 

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Anleitung zur Steigerung der Leadgenerierung mit SEO

Für einen erfolgreichen Marketingplan in unserem digitalen Zeitalter fließen mehrere Elemente ein – mit zwei wichtigen Taktiken: Leadgenerierung und SEO.

Leadgenerierung ist der Prozess, für das Interesse des Users an Ihrem Unternehmen zu sorgen und eine fortlaufende Liste potenzieller Kunden (oder „Leads“) zu erstellen. Wie ich bereits zuvor in einem anderen Artikel über Leadgenerierung in den Bereichen B2C und B2B erwähnt habe – brauchen alle Unternehmen einen konstanten Strom von Leads, um wachsen und überleben zu können.

SEO bzw. Suchmaschinenoptimierung besteht u.a. darin, in der Praxis an Webseiten zu tüfteln, um im Endeffekt das Ranking dieser Seiten in den Ergebnisseiten von Suchmaschinen zu verbessern. Dahinter steckt das Ziel, mit Suchmaschinen (wie Google) Links zu Ihrer Website zu erhalten, wenn der User eine relevante Frage oder Abfrage eingibt. Je höher das Ranking Ihrer Website desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die User klicken werden, wodurch nicht nur der organische Traffic zu Ihrer Website, sondern auch die Online-Präsenz Ihres Unternehmens erhöht wird.

seo

Jetzt stellen Sie sich möglicherweise die Frage, wo die Verbindung zwischen diesen beiden Strategien liegt. Als Erstes muss klargestellt werden, dass SEO und Leadgenerierung nicht ein und dasselbe sind. SEO legt den Fokus auf die Steigerung von Web-Traffic. Leadgenerierung hingegen richtet den Schwerpunkt darauf, die Anzahl von (potenziellen) Kunden für Ihr Unternehmen zu erhöhen. SEO kann die Leadgenerierung jedoch ergänzen, durch eine erhöhte Wahrnehmung Ihres Unternehmens über den organischen Traffic zu seiner Site.

In diesem Leitfaden werden wir uns mit den Möglichkeiten befassen, wie Sie SEO zur Unterstützung Ihrer Leadgenerierung wirkungsvoll einsetzen können:

  • Führen Sie ein Audit Ihrer Website durch
  • Führen Sie Keyword-Recherchen durch
  • Existierenden on-page Content aktualisieren
  • Benchmarken Sie die Leistung Ihrer Mitbewerber
  • Kontinuierliche Content-Strategie entwickeln
  • Entwickeln Sie eine Backlink-Strategie

Los geht’s. Fangen wir an.

Führen Sie ein Audit Ihrer Website durch

Ein Audit Ihrer Website ist notwendig, um zu wissen, welche Webseiten gut abschneiden und welche verbessert werden müssen. Deshalb schlagen wir vor, als Erstes einen Crawler für Ihre Website zu verwenden. Glücklicherweise werden verschiedene Tools angeboten, die uns dabei helfen können.

website metrics

So zum Beispiel Screaming Frog, eine Search Marketing-Agentur in Großbritannien, die eine kostenlose Version ihres Website Crawler anbietet. Dieses Tool kann Ihre Website crawlen und beschädigte Links (404-Fehler), Titel und Meta-Beschreibungen suchen, die die empfohlene begrenzte Zeichenanzahl überschreiten (oder noch schlimmer: gar keine haben), doppelte Inhalte finden usw. – sodass Sie diese Probleme lösen können, die sich andernfalls negativ auf ein Ranking auswirken.

Überprüfen Sie die Geschwindigkeit

Schnell ladende Seiten sind nicht nur wichtig für die User Experience. Langsame Ladezeiten auf einem Desktop-PC oder einem mobilen Gerät können sich auf das Ranking einer Seite negativ auswirken und zu hohen Absprung- und Ausstiegraten beitragen.

Versuchen Sie es einmal mit dem Test PageSpeed von Google, um bestimmte Seiten Ihrer Website auf Geschwindigkeit zu prüfen. Ein kostenloses Tool, mit Vorschlägen, wie sich die Leistung dieser Seiten steigern lässt – eine Win-Win-Situation.

Führen Sie Keyword-Recherchen durch

Wie bereits oben erwähnt, ist eine Content-Oberfläche für relevante Keywords ein zentrales Element von SEO. Deshalb ist die Keyword Recherche  so wichtig, um eine SEO-Strategie zu lenken und zu verstehen, für welche Themen sich Ihre Zielgruppe interessiert.

Erstellen Sie keinen Inhalt, der sich auf Vermutungen stützt, oder eine abstrakte Terminologie, nach der nicht gesucht wird – es ist ein Schuss ins Blaue, der in den meisten Fällen nicht funktioniert.

Identifizieren Sie das oder die wichtigsten Keywords für Ihr Unternehmen und arbeiten Sie eine Liste zugehöriger Begriffe und Abfragen aus. Diese Keywords sollten die Bausteine einer SEO-Content-Strategie sein. Der Magic Keyword Finder von SEMRush ist ein großartiges Tool. Oder es gibt kostenlose Optionen wie UberSuggest, die Keywords analysieren und ähnliche Begriffe generieren, die eine ausgezeichnete Hilfe bieten.

Für einen Artikel oder Blog sollte das relevante Keyword eins der ersten Wörter (wenn nicht sogar das erste) in den Titeln und der Meta-Beschreibung Ihres Inhalts sein, damit es von Search Engine Crawlern erkannt wird.

Aktualisieren Sie den existierenden On-Page Content 

Die User möchten Inhalt, der nützlich, ansprechend und zugänglich ist. SEO hilft, User zu Ihrer Website zu bringen. Aber es ist die Qualität des Inhalts und die User Experience, die sie zum Bleiben auf der Website veranlassen.

Werfen Sie also einen Blick auf den existierenden Inhalt Ihrer Website. Drücken Sie sich  klar und präzise aus? Bietet die Seite den Lesern Erkenntnisse oder einen Wert? Einige Tipps hinsichtlich SEO für den Inhalt von Websites: Organisieren Sie die Abschnitte mit Headern und legen Sie den Fokus auf eine gesunde Mischung von Kontext und Lesbarkeit (Gliederungspunkte, nummerierte Listen usw.). Binden Sie Bilder mit Alt-Text ein, die das Crawling von Suchmaschinen unterstützen.

Analysieren Sie auch die Leistung der Seiten mit Ihrem Analysetool (z.B. Google Analytics) und identifizieren Sie die Bereiche Ihrer Site mit hohen Bounce-Raten (alle, die 60% überschreiten). Genau auf diese Bereiche sollten Sie die Priorität legen, wenn Sie einen existierenden Inhalt verfeinern möchten.

Benchmarken Sie die Leistung Ihrer Mitbewerber 

Es mag relativ kompliziert sein – die Leistung Ihrer Mitbewerber mit SEO-Leadgenerierung zu analysieren —muss es aber nicht.

Behalten Sie eine Aufzeichnung über die Positionen Ihrer Mitbewerber bei der Suche mit denselben oder ähnlichen Querys und analysieren Sie die Leistung dieser Seite. Sollte ein Mitbewerber mit denselben Suchbegriffen besser abschneiden als Sie, forschen Sie nach, warum. Untersuchen Sie im Rahmen dieser Bewertung die Struktur Ihrer Posts, wie sie geschrieben sind, sowie Backlinks usw.

Wenn Sie verstehen, wie ähnlicher Inhalt abschneidet, können Sie effektive Strategien für Ihre eigenen Bestrebungen herausfiltern – und Aspekte Ihrer aktuellen Strategie in den Vordergrund stellen, die eventuell veraltet sind und aktualisiert werden müssen, oder sogar technische Probleme, die ein Hindernis für Ihr Ranking darstellen können.

Entwickeln Sie eine kontinuierliche Content Strategie 

Ein konstanter Content-Stream mit einem Wert für Ihre Zielgruppe ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Leadgenerierung. Sobald die Besucher überzeugt sind, dass Ihre Erkenntnisse für sie in ihrem Alltag nützlich sind, werden sie eher regelmäßige Newsletter abonnieren oder Formulare ausfüllen, um zu Ihrem „gated Content“ zu gelangen.

content digital

Deshalb ist es wichtig, einen Content-Kalender anzulegen, damit sich Ihr Team weiterhin mit einem regelmäßigen Zeitplan für die Veröffentlichungen organisiert. Gliedern Sie Artikel und Themen nach inhaltlichen Schwerpunkten, die auf Ihren Keyword Recherchen basieren. So bieten Sie Inhalte, nach denen gesucht wird und sorgen für eine größere Zielgruppe mit höherem Engagement.

Eine beständige Content-Strategie, zusammen mit Keyword Recherchen, kann jede SEO Leadgenerierungskampagne erheblich unterstützen, da durch die Erstellung gesuchter Inhalte die Markenpräsenz bei der Suche erhöht wird und diese wichtigen Leads gewonnen werden.

Entwickeln Sie eine Backlink-Strategie

Backlinks werden erstellt, wenn verschiedene Websites auf eine andere verweisen. Diese Links sind für die Verbesserung eines Rankings extrem wichtig, da sie von Suchmaschinen wie eine Abstimmung über die Glaubwürdigkeit Ihres Inhalts betrachtet werden. Alle Backlinks werden jedoch nicht gleich gerankt. Diese Inbound Links müssen sinnvoll sein (und nicht nur zu einem zufälligen Stückchen Inhalt ohne Zusammenhang führen). Ein Backlink aus einer vertrauenswürdigen Site mit einer hohen Domain-Autorität ist wichtig.

Damit sich ein Backlink positiv auf das Ranking Ihrer Webseite auswirkt, muss es auch das Tag „rel=follow“ enthalten. Vor allem ist es ein Signal an die Site Crawler, diesem Link zur entsprechenden Website zu folgen. „No follow‘-Links (mit dem Tag ‚rel=nofollow“’) sagen den Suchmaschinen-Crawlern das Gegenteil und hindern den Fluss der Link Equity.

Backlinks sind eine besonders wichtige Komponente von SEO. Diese Inbound Links zu erstellen kann schwieriger sein als man vermuten mag. Vergessen Sie nicht, dass Google bei jeder künstlichen Link-Aktivität höchst misstrauisch ist und Websites mit Backlinks bestraft, die nicht organisch zu sein scheinen oder mit einem irrelevanten Inhalt verlinkt sind – wir raten Ihnen davon ab, Links zu kaufen oder auf zweifelhafte Strategien zurückzugreifen, wenn es um eingehende Links geht. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass der Schuss nach hinten losgeht und Ihr Ranking beeinträchtigt wird.

Stattdessen sehen Sie sich das aktuelle Backlink-Profil Ihrer Website an und suchen Sie nach beschädigten Links, die behoben werden müssen – ein einfacher Weg für eine bessere SEO, während Sie daran arbeiten, Backlinks hoher Domain-Authoritäten von anderen Sites zu erhalten. Zu diesem Zweck sollten Sie existierende Beziehungen Ihrer Marke untersuchen und prüfen, ob es dort Möglichkeiten gibt, einen Backlink zu erhalten – vielleicht mit einem Gastblog oder einem Artikel, der mit einem der Artikel Ihrer Website verlinkt werden kann (um weiteren Kontext zum Thema zu bieten).

Wichtige Takeaways

Mit einer Kampagne zur SEO Leadgenerierung stellen Sie nicht nur sicher, durch Ihre fortlaufenden Marketingaktivitäten in einem übersättigten Markt große Chancen auf Erfolg zu haben, sondern maximieren auch die Möglichkeiten, mit einer starken Onlinepräsenz und einer großartigen User Experience neue Leads zu gewinnen und somit Ihren Webinhalt zukunftsfähig zu machen.

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14min. Lesezeit

Wie verfassen Sie eine perfekte E-Mail für Warenkorbabbrecher, um ihren Kaufwunsch wieder zu entfachen

Einen Online-Store zu betreiben, kann eine äußerst lukrative Geschäftsstrategie sein. Aber trotz der Vorteile, gibt es einen großen Nachteil: Sie können Ihre Kunden nicht persönlich durch den Kaufprozess führen wie im stationären Handel.

Kunden fühlen sich nicht nur weniger gezwungen, Online-Käufe zu Ende zu bringen, auch gibt es niemanden, der bei der Kaufentscheidung des Kunden die Zurückhaltung auffangen kann, was zum Verlassen des Sales Funnels führen kann. Die Chancen sind groß, dass Ihre Kunden Ihre Website verlassen, bevor Sie einen Kauf abschließen (was als Warenkorbabbruch bezeichnet wird). Doch wie reduziere ich Warenkorbabbrüche?

Warum Kunden ihren Kauf im Warenkorb abbrechen

Zu verstehen, warum es zum Warenkorbabbruch kommt, ist wichtig, um versäumte Chancen zu nutzen. Es gibt viele Gründe, weshalb manche User die Seite verlassen, bevor sie den Kauf beenden. Hier die 5 häufigsten Gründe für Warenkorbabbrüche:

  • Unübersichtliches Webdesign
  • Versteckte Kosten
  • Warenkorb als Merkliste
  • Registrierungszwang & undurchsichtiger Checkout-Prozess
  • Mangel an Zahlungsmöglichkeiten

Aber Warenkorbabbrüche bedeuten noch lange nicht das Ende Ihres Geschäfts. Sie sind Chancen, Ihre Kunden zu kontaktieren. Wenn sich diese Gelegenheit bietet, ist ein mehrstufiges E-Mail-Programm zum Warenkorbabbruch eine der besten Methoden, potenzielle Kunden anzusprechen und sie zurück zum Zahlungsvorgang zu holen.

Warum sind E-Mails zum Warenkorbabbruch so wichtig?

Es gibt Wege, Warenkorbabbrüche zu verhindern. Aber wenn Abbrüche passieren, sind gut verfasste E-Mails nützlich, um Warenkorbabbrüche zurückzuerobern und mit Kunden zu interagieren. Verglichen zu anderen Methoden, Warenkorbabbrecher zurückzugewinnen, wie zum Beispiel Retargetingsind E-Mails persönlicher und unkomplizierter, da sie direkt im Postfach des Kunden landen.

E-Mails stellen einen effektiven Kanal dar, über den Marken personalisierte Nachrichten und Angebote an Kunden senden können. Ebenso sind Follow-up E-Mails ein einfaches Mittel, Targeting-Spezifikationen umzusetzen.

Ohne eine E-Mail zu Warenkorbabbrüchen bleibt der Kunde unentschlossen. Danach vergisst er oft seinen Warenkorb oder kauft ein ähnliches Produkt bei Ihren Mitbewerbern.

Es geht ganz einfach, ein automatisiertes E-Mail-Programm zu Warenkorbabbrüchen einzurichten. Viele Websites bieten Services an, um E-Mails zu Warenkorbabbrüchen zu erstellen, zu planen und zu senden. Sie müssen lediglich die Strategien für eine perfekte E-Mail zum Warenkorbabbruch kennen, die beim Kunden den Kaufwunsch erneut auslöst.

9 Strategien für eine perfekte E-Mail zum Warenkorbabbruch

1. Verfassen Sie eine ansprechende Betreffzeile

Bei der Betreffzeile muss besonders sorgfältig vorgegangen werden, weil sie das Erste ist, was der Kunde sieht. Als wesentlicher Bestandteil einer E-Mail zum Warenkorbabbruch muss sie die Aufmerksamkeit des Kunden wecken sowie sein Interesse, damit er sie auch öffnet.

Eine ansprechende E-Mail Kopfzeile sollte klar und präzise sein. Einer Fallstudie von AWeber Communications zufolge haben zielgerichtete Betreffzeilen eine um 541% höhere Öffnungsrate als schlaue, aber ungenaue Betreffzeilen. Zwischen Sprachgewandtheit und griffigen Worten liegt ein schmaler Grat, der aber durchaus bewältigt werden kann.

Zum Beispiel ist die Kopfzeile in dieser E-Mail von ASOS amüsant und individuell verfasst und erinnert die Shopper an ihren Warenkorb, ohne zu aufdringlich zu sein.

E-Mail wie reduziere ich Warenkorbabbrüche

Quelle

Rabatte, Werbeaktionen, etwas Humorvolles oder Spitzfindiges oder eine Frage, die einen neugierig macht, sind ausgezeichnete Beispiele für eine Betreffzeile. Wenn Sie wissen möchten, welche Betreffzeile bei Ihrer Zielgruppe am besten funktioniert, sind A/B-Tests ein gutes Mittel, die Kopfteile mit den besten Öffnungsraten zu finden.

2. Personalisieren Sie den Content

Personalisierte Inhalte sind wichtig, weil sie Vertrauen aufbauen und die Markenerkennung stärken. Sie können zu Ihren Kunden sprechen wie zu Ihren Freunden, um den verkaufstechnischen Aspekt aus Ihrer Nachricht abzuschwächen.

Ansprechender Text und CTA-Buttons erinnern die Shopper an das Produkt und den Grund, warum sie das Produkt überhaupt kaufen wollten. Eine gute, personalisierte E-Mail zum Warenkorbabbruch zeichnet sich durch Merkmale aus, wie zum Beispiel…

  • den Namen des Kunden
  • den im Warenkorb hinterlassenen Artikel oder Service
  • Statements zur Wertigkeit, die diesen bestimmten Kunden zusagen

Darüber hinaus sollte die E-Mail die ursprünglichen Gründe des Kunden für seinen Abbruch zwanglos ansprechen und versuchen, Bedenken auszuräumen.

Warenkorbabbrüche E-mail Beispiel

Quelle

Dieses Beispiel von Virgin Atlantic fordert Kunden mit ansprechendem Inhalt und CTA-Buttons auf, ihren Kauf zu beenden.

Sie möchten sich noch mehr inspirieren lassen? Dann klicken Sie auf Beispiele für funktionierende E-Mail-Templates zum Warenkorbabbruch.

3. Kurz, bündig und auf den Punkt gebracht

Eine kurz und bündig formulierte E-Mail zum Warenkorbabbruch lässt irrelevante und ablenkende Informationen aus dem Spiel. Ihr Kunde kann sich einzig auf den Zweck Ihrer E-Mail konzentrieren, sodass eine größere Chance besteht, dass er den Kaufprozess abschließt.

Diese E-Mail zum Warenkorbabbruch von 23 And Me ist gut geschrieben und kurz gefasst. Eine einfache Nachricht, lediglich mit einer Einleitung und einem abschließenden Text.

Warenkorbabbruch Email 23andme

Quelle

 

4. Treffen Sie den richtigen Ton: die Brand Voice

Die Brand Voice ist ein wichtiger Bestandteil im Marketing und für eine Fan Base. Ob der Ton Ihres Unternehmen professionell oder verspielt klingt, spielt keine Rolle. Aber halten Sie an diesem Ton in jeder Kundeninteraktion fest, auch bei E-Mails zum Warenkorbabbruch. Er lässt Ihren Online Store seriös und professionell wirken.

Humor zählt zu den Mitteln, mit denen Marken ihre Zielgruppe am besten ansprechen können. Originelle Brand Voices stoßen bei den Menschen nicht nur auf Resonanz, sondern helfen Unternehmen auch, sich von anderen zu unterscheiden und die Marke bekannter zu machen. Ein lustiger und unterhaltsamer Inhalt in den E-Mails zu Warenkorbabbrüchen spricht User an und bestärkt sie, den Kaufprozess abzuschließen.

Ein gutes Beispiel für einen humorvollen Text ist diese E-Mail von Dote. Sie steckt nicht nur voller Humor, sondern ist auch kurz und bündig und lässt sich einfach überfliegen.

Warenkorbabbrecher shopping cart email

Quelle

5. Social Proof

Laut einer Studie von CompUSA and iPerceptions kaufen 63 % der Kunden eher in einem Online Store, der Social Proof einsetzt. Social Proof ist wichtig, um Markentreue und Vertrauen auszubauen und gleichzeitig die Reputation des E-Commerce Stores zu stärken.

Rezensionen sind vom User generierte Inhalte, welche die Entscheidungen der Kunden beeinflussen sollen. Erfahrungsberichte von zufriedenen Kunden veranschaulichen, wie zufrieden sie sind, und geben Ihren Besuchern ein Gefühl der Ermutigung, ihre Einkäufe abzuschließen.

Social Proof ist mehr als eine Marketingstrategie. Social Proof ist ein legitimer, identifizierbarer psychologischer Vorgang, der auftritt, wenn jemand eine Entscheidung basierend auf Handlungen anderer trifft. Und ein wichtiger Teil für Ihre E-Mail an Warenkorbabbrecher.

Warenkorb dollar shave club e-mail

Quelle

 

Dollar Shave Club nutzte Social Proof und integrierte Testimonials am Ende der E-Mails, ohne dabei sein Brand Voice zu vergessen.

Andere Formen von Social Proof sind:

  • Zertifizierungen, Badges usw.
  • Anzahl bedienter Kunden
  • Meinungen von Fachleuten aus der Branche
  • Anzahl von Likes, Posts oder Tweets
  • Anzahl der Follower

Potenzielle Kunden suchen in Rezensionen nach früheren zufriedenen Kunden, um sich abzusichern, da diese bei demselben Produkt ihren Nutzen gefunden haben. Social Proof beruhigt die Verbraucher und macht sie aufgeschlossener, wenn Sie ihnen einen kleinen Anstoß geben.

6. Produktfotos

Als visuell geprägte Wesen reagieren wir auf Bilder und Fotos. Wenn Sie Produktbilder in die E-Mails zu Warenkorbabbrüchen einbinden, werden die Shopper an ihre nicht abgeschlossene Transaktion erinnert und dazu motiviert, den Warenkorb nochmals durchzusehen.

Sie können hier sogar noch einen Schritt weiter gehen und den Bildern Rezensionen zum Produkt hinzufügen.

88 % der Shopper geben an, die meisten Kaufentscheidungen abhängig von der Bewertung des Artikels getroffen zu haben. Während Bilder uns an bestimmte Produkte erinnern, die wir im Auge hatten, helfen Rezensionen, den Shoppern in Erinnerung zu rufen, weshalb sie den Artikel anfangs überhaupt wollten. Wenn Sie in Ihrer E-Mail zum Warenkorbabbruch auf Rezensionen mit besonders guten Bewertungen hinweisen, kann der Besucher dem Produkt quasi nicht widerstehen. Der Shopper wird motiviert, den Kauf abzuschließen.

Ebenso sollten Sie sich darauf konzentrieren, nur einen Artikel statt alle zu verkaufen, wenn im Warenkorb mehrere Artikel abgelegt wurden. Wählen Sie den Bestseller oder einen Artikel aus, der ausgezeichnete Bewertungen erhalten hat. Und stellen Sie den besonderen Nutzen in den Mittelpunkt und die Gründe, weshalb der Shopper den Kauf zum Abschluss bringen sollte. Sie können gleichzeitig auch auf einige Einwände aus dem Weg räumen.

wie reduziere ich Warenkorbabbrüche

Adidas hat Personalisierung mit Humor und Rezensionen kombiniert und den Fokus auf einziges Produkt gelegt und so ein Beispiel für eine überzeugende E-Mail zum Warenkorbabbruch geschaffen.

7. Nutzen Sie die Kundentreue

Rabatt-Coupons zählen derzeit zu den meist verbreiteten Techniken, Shopper mit Warenkorbabbrüchen zurückzugewinnen, weil sie Kunden einfacher zum Kaufabschluss bringen. Die Kehrseite von Rabatten ist jedoch, dass sie letztendlich den Umsatz senken und weniger geeignet sind, da sie von den Shoppern in gewisser Weise auch erwartet werden. Genauso tragen sie potenziell dazu bei, dass der wahrgenommene Wert Ihrer Produkte sinkt. (Siehe Strategie 9 – Setzen Sie Incentives richtig)

Für Unternehmen mit einer starken Markenbindung lassen sich Rabatte nur schwer nachvollziehen. Wiederkehrende Kunden sind bereits von Ihren Produkten überzeugt und bereit, sie zu kaufen, mit oder ohne Rabatt. Die Verwendung von Coupons schadet Ihren Verkäufen nur.

Nutzen Sie statt Coupons Ihre bereits implementierten Treue- oder Rewards-Programme. Und so wird‘s gemacht:

  • Suchen Sie Ihren globalen durchschnittlichen Bestellwert (AOV).
  • Schauen Sie sich die einzelnen Stufen für Rewards in Ihrem Treueprogramm an und legen Sie die Punktezahl fest, die für einen bestimmten Rabatt notwendig sind.
  • Segmentieren Sie die Mitglieder des Treueprogramms nach ihren gesammelten Punkten.
  • Senden Sie eine E-Mail zum Warenkorbabbruch an Untergruppen, die für einen Rabatt in Frage kommen. Statt einen Coupon anzubieten, weisen Sie darauf hin, dass die User ihre Punkte einlösen können, um Prozente auf das Produkt zu erhalten.

Sie können auch eine allgemein gehaltene Nachricht an die Mitglieder senden und sie an ihre gesammelten Punkte und eventuellen Vergünstigungen erinnern. Diese Strategien erzielen bei Kundenrückgewinnung und Conversion hohe Raten und bewahren gleichzeitig den Wert Ihres Produkts.

Airlines sind das beste Beispiel, wie sie Kundentreue mit Rewards nutzen.

Airlines Email Warenkorbabbrüche

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8. Eindeutiger Call-to-Action (CTA)

Selbst wenn der Body Ihrer E-Mail besonders ansprechend ist, können Sie von Ihren Kunden nicht erwarten, zu wissen, was sie als nächstes machen müssen. Deshalb zeigen Sie Ihnen den direkten Link zur Zahlungsseite an. Wie bereits gesagt, ein Nachteil des E-Commerce Stores ist, Besucher nicht direkt zum Kauf herausfordern zu können. Aber Sie können indirekt mit einem (oder mehreren) gut platzierten und -geschriebenen CTAs fragen.

Eine ausführliche E-Mail zum Warenkorbabbruch bringt Shopper zum Abschluss der Transaktion mit einem eindeutigen CTA und einem direkten Link zur Zahlung. Sie sollten dem Kunden die Rückkehr in ihren Store so einfach wie möglich machen. Manchmal binden Unternehmen mehrere CTA-Buttons in ihre E-Mail ein, weil mobile Kunden dann mit der Zahlung fortfahren können, ohne die gesamte E-Mail durchblättern zu müssen.

Sie müssen wissen, dass nicht alle CTAs gleich geschaffen sind. Vergessen Sie nicht: Ziel einer E-Mail zum Warenkorbabbruch ist, den Warenkorbabbrecher zurückzugewinnen. Bauen Sie also einen direkten Link zur Zahlungsseite ein, statt Social Media-Buttons zu integrieren.

Sie können Ihren CTA in eine E-Mail zum Warenkorbabbruch auf verschiedene Art und Weise umwandeln, wie dieses Beispiel von Google zeigt. Hier schließt Google mit einem CTA für die Beantwortung von Fragen oder ein Abo für Updates ab.

Warenkorbabbrüche

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9. Verwenden Sie Incentives (Coupon, Discount…etc.) richtig

Tatsächlich können Rabatte unter dem Strich kontraproduktiv sein.

Incentives wecken Interesse und verlocken Ihre Kunden schneller zum Kauf, sofern sie diskret eingesetzt werden. Statt ein Incentive gleich am Anfang zu senden, warten Sie bis zur dritten oder vierten E-Mail oder vier bis fünf Tage ab dem Warenkorbabbruch. Besonders unwiderstehliche Incentives beinhalten oftmals folgende Dinge:

  • einen hohen Rabatt oder ein Angebot, das nicht zu schlagen ist
  • Ein FOMO-Element mit begrenzter Zeit oder Produktverfügbarkeit

Incentives Warenkorbabbrecher

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Hier bietet French Connection Shoppern bis zu 50 % Rabatt auf ihren Kauf. Für viele Shopper darf man sich so einen Rabatt einfach nicht entgehen lassen.

Unternehmen können den Incentive personalisieren, mit Humor und in Umgangssprache. Auch zusätzliche Freebies beim Kauf eines Produkts sind eine gute Methode, Shopper dazu zu bringen „ihren Warenkorb zu begleichen“.

Bevor Sie mit dem E-Mail-Programm für Warenkorbabbrüche beginnen …

Wichtig ist das Timing. Behalten Sie das Timing der einzelnen E-Mails im Blick, wenn Sie Ihre Marketingstrategie für E-Mails zum Warenkorbabbruch planen. Kunden ignorieren Nachrichten oder melden sich ab, wenn sie „zugemüllt“ werden. Also ist es äußerst wichtig, das richtige Gleichgewicht zu finden. Hier ein paar allgemeine Regeln zum Timing für E-Mails zum Warenkorbabbruch:

  • Senden Sie die erste E-Mail 1 bis 3 Stunden nach dem Abbruch und fassen Sie sich kurz.
  • Senden Sie 24 Stunden später eine zweite E-Mail, um Ihre Marke im Postfach ganz oben zu halten.
  • Warten Sie 24 Stunden zwischen den einzelnen E-Mails zum Warenkorbabbruch.

Ein E-Mail-Programm zum Warenkorbabbruch ist ein ausgezeichnetes Mittel, ihre Kunden für Ihre Marke zu begeistern und wieder aufs Neue anzusprechen. Es gibt viele Strategien für gute E-Mails zu Warenkorbabbrüchen. Maßgeblich für die Rückeroberung von noch mehr Warenkörben und somit für Ihren Profit ist eine überzeugende, gut verfasste Botschaft.

Um es (nochmal) zusammenzufassen, hier nun wie Sie eine perfekte E-Mail zum Warenkorbabbruch verfassen können:

  1. Verfassen Sie eine ansprechende Betreffzeile.
  2. Sorgen Sie für eine besonders personalisierten Inhalt.
  3. Drücken Sie sich in Ihrer Nachricht klar und präzise aus.
  4. Sprechen Sie Ihre Kunden mit Ihrer Brand Voice an.
  5. Verwenden Sie Bewertungen, Testimonials und andere Formen von Social Proof.
  6. Binden Sie Fotos von Produkten ein und halten Sie die Anzahl der erwähnten Artikel auf ein Minimum.
  7. Nutzen Sie Treueprogramme als Kaufköder.
  8. Führen Sie Ihre Kunden mit einem klaren CTA „zur Kasse“
  9. Seien Sie sich im Klaren, wie und wann Incentives zu verwenden sind, damit Ihre Produkte nicht abgewertet werden.

Gehen Sie einen Schritt weiter und segmentieren Sie Ihre Zielgruppe mit AB-Tests, um die beste Kampagne zu finden, damit diese Warenkorbabbrüche zu einer echten Chance werden.

 

Blogartikel

7min. Lesezeit

Die richtigen „Knöpfe“ drücken: Grüne CTAs – funktionieren sie besser?

Schon gewusst? User brauchen nur 90 Sekunden, um sich eine Meinung über Ihre Marke zu bilden. Was, wenn wir Ihnen nun verraten, dass diese Bewertung zum Großteil allein auf den Farben beruht, die Sie verwenden? Bei Call-to-Action Buttons tendieren wir dazu, uns auf drei spezifische Aspekte zu konzentrieren: Farbe, Position und Text. Heute nehmen wir Sie auf eine Tour durch die besten Farbtöne für Ihre CTAs mit!

Was haben Yoda, Kermit der Frosch und die traumhafte Emerald City gemeinsam? Die Farbe Grün natürlich! Grün ist mit vielen positiven Assoziationen belegt und profiliert sich damit für ganz normale Marketers beim Design ihrer Website zur Farbe der Wahl.

Doch wir wissen auch, dass in Sachen Best Practices für den Call-to-Action nicht immer alles schwarz oder weiß ist. Ist Grün immer das Maß aller Dinge? Welche anderen Alternativen generieren die höchste CTR? Gibt es wirklich eine Farbe, die uneingeschränkt den Ton angibt?

CRO-Mythos, Fakt oder Fiktion: Wir stellen die Aussage, dass Grün die besten CTA-Ergebnisse erzielt, auf den Prüfstand.

Die Macht der Farbpsychologie

Jeder Marketing-Profi, der sein Geld wert ist, kann stundenlang darüber schwadronieren, wie Social Proof, Retargeting und Dringlichkeit handfeste Möglichkeiten bieten, Conversion Rates anzukurbeln. Doch die Antwort auf die Frage, welcher Farbton sich am besten für den Call-to-Action Button eignet, ist nach wie vor umstritten.

Farben spielen eine wichtige Rolle bei unseren alltäglichen Entscheidungen, denn sie lösen vielfältige unbewusste Impulse aus. Wenn schon eine Debatte über die Farbe eines Kleides zu einer viralen Internetsensation werden kann, liegt es klar auf der Hand, dass Farben ein entscheidendes Element für Ihre Markenwahrnehmung sind.

Können uns die Farben eines Produkts dazu verleiten, genau dieses und nicht ein anderes Produkt zu kaufen? Wie verhält es sich mit den Farben der Markenlogos? Oder auch der Farbe eines Call-to-Action Buttons? Die Antwort lautet Ja! Wenn Sie Ihre Trümpfe richtig ausspielen, werden Sie feststellen, dass es einfacher ist als gedacht, die Entscheidungen der Kunden in die gewünschte Richtung zu lenken.

Wie Farbpsychologie Kaufentscheidungen beeinflusst

Bevor wir in die Welt der CTAs eintauchen – und in die entsprechenden Farben – werfen wir noch einen Blick darauf, wie genau Farben die Emotionen der User beeinflussen können.

„Malen ist der Beruf eines Blinden: Er malt nicht, was er sieht, sondern was er fühlt, was er sich selbst darüber erzählt, was er gesehen hat.“

– Pablo Picasso

Die Farbpsychologie, untersucht – kurz gefasst – wie die mit einer Farbe verknüpften Gefühle und Assoziationen, unsere Entscheidungen beeinflussen. Marketer sind seit Jahrzehnten in dieses „Geheimnis“ eingeweiht und nutzen die Erkenntnisse, um Verkaufszahlen zu steigern und ihre Personalisierungen zu optimieren.

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum sich viele Unternehmen für grüne CTA-Knöpfe entscheiden: Aufgrund all der positiven Assoziationen, die mit der Farbe verbunden sind (sie steht für Sicherheit, Ausgewogenheit, Vertrauenswürdigkeit…), setzen viele ihr Geld auf ihre Fähigkeit, unsichere Käufer in den Kauftrichter zu locken.

Für den E-Commerce ist Überzeugungskunst eine Schlüsselkomponente, um die User zu steuern. Weil wir visuelle Wesen sind, könnte strategisches Design sehr wohl der Schlüssel zu einer neuen Ära für Ihre Marke sein! Diese Infografik von Ecommerce Nation und Kissmetrics analysiert die Wirkung der Farben auf das Kundenverhalten:

color psychology
Quelle

Farben und CTAs: Best Practices

Grün ist die vorherrschende Farbe bei anklickbaren Buttons: Die meisten Websites, die Sie besuchen, scheinen unweigerlich mit Grün übersät zu sein. Tag für Tag werden wir an die überwältigenden positiven Assoziationen dieser Farbe erinnert. Von der Verkehrsampel bis zum grünen Häkchen wird den Usern eingetrichtert: Wo es weitergehen soll, vertrauen wir auf Grün.

Wie bereits erwähnt, scheinen Sie mit Grün immer auf der sicheren Seite zu sein. Bevor Sie jedoch alle Bedenken über Bord werfen und mit dem Strom schwimmen, sollten Sie daran denken, dass es kein Einheitskonzept gibt. Denken Sie zum Beispiel an Luxusmarken: Wann haben Sie zum letzten Mal einen grünen CTA auf einer Website für Luxusartikel gesehen? Schwer zu sagen? Das liegt wahrscheinlich daran, dass Supermärkte und Discounter große grüne Buttons zu einem ihrer Hauptkennzeichen gemacht haben. Premium-Unternehmen sahen sich dadurch gezwungen, auf dieses Design zu verzichten.

Bevor Sie sich in die Arbeit stürzen und die Farbe für Ihren Call-to-Action Button auswählen, sollten Sie an folgende vier Punkte denken:

  1. Der Kontext ist das A und O: Holen Sie tief Luft. Zu wissen, wie viel von dieser einen Entscheidung abhängt, schreckt ab – der CTA muss nicht nur zu Ihren Buyer Personas passen, sondern auch zu den Farben Ihrer Marke, dem Website-Design usw. Zudem lässt sich kaum herauszufinden, ob hinter einer gesteigerten Conversion Rate dann tatsächlich der neue CTA steckt! Glücklicherweise bleibt Ihnen immer das A/B-Testing, um Ihre Bemühungen signifikant zu optimieren und „datengetriebene“, schlüssige Beweise zu erhalten.
  2.  CTA, der ins Auge sticht: Wie können Sie die Aufmerksamkeit Ihres Besuchers erregen? Wenn Ihr Call-to-Action Button auffällt! Den Kontrast zu erhöhen, kann eine gute Idee sein und Conversion Rates in die Höhe treiben. Mit der Komplementärfarbe (die Farbe, die im Farbrad Ihrer Hauptfarbe gegenüberliegt) und den triadischen Farben (eine der beiden Farben, die im Farbrad ein Drittel von Ihrer Hauptfarbe entfernt ist) liegen Sie immer richtig.

color wheel complementary

color wheel triadic
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  1. Stimmige Designs: Marketers können mit den Vorstellungen spielen, die die Kunden mit bestimmten Farben verbinden. Ein weit verbreitetes Beispiel dafür ist die Verwendung von Blautönen für Hyperlinks – die Verknüpfung beider Elemente lässt uns automatisch davon ausgehen, dass uns der entsprechende Text auf eine andere Website weiterleitet.  Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, diese Richtlinien für jede einzelne Seite Ihrer Website zu beachten: Halten Sie sich konsequent an die Farben, die für jede Aktion verwendet wird. Vergessen Sie nicht: Gut gestaltete Websites machen zufriedene User.
  2.  Halten Sie es möglichst einfach: Wie oft sind Sie schon auf eine Website mit schrillen Farben gestoßen oder mit unangenehmen Farbkombinationen, die nicht zusammenpassen? Diese gedankenlosen Versuche bequemer Marketer wecken zwar die Aufmerksamkeit der User … jedoch nur für wenige Sekunden. Danach setzt sich eine Negativ-Spirale nach unten in Bewegung: Geschädigte Glaubwürdigkeit und angeschlagenes Markenimage sind die Folge. Investieren Sie in das Design und beobachten Sie, wie die Conversions „angerollt kommen“!

Schlussfolgerung: Welche Farbe generiert die meisten Conversions?

Ein Call-to-Action Button mag im Rahmen einer erfolgreichen CRO-Strategie zwar eines von vielen Elementen sein, spielt aber eine entscheidende Rolle. Behalten Sie immer im Auge, dass jede Website ein Unikat ist – demnach funktionieren für jede Website jeweils andere Farben besser! Was Ihre Transaktionen möglicherweise verdoppelt oder verdreifacht, kann sich für Ihre Mitbewerber als Flop erweisen. Was heißt das jetzt für einen Marketer?

Denken Sie daran, dass die Prinzipien der Farbpsychologie (zum Beispiel Grün steht für Vertrauen, Gesundheit, Bewegung …) als Ausgangspunkt für Ihre Hypothese genommen werden können. Sie müssen herausfinden, ob das Prinzip gut zu Ihrer Zielgruppe und Ihrer Website passt und dabei Folgendes berücksichtigt: Ihr Website-Design und die grafischen Richtlinien (sticht die Farbe ausreichend hervor? Beißen sich die Farben oder fügt sich die Farbe harmonisch ein?); der Kontext Ihrer Marke (wie etwa das vorhergehende Beispiel mit den grünen CTAs, die mit Lebensmittelgeschäften in Verbindung gebracht und daher von den Luxusmarken verbannt werden) und Ihre Zielgruppe (jede Kultur interpretiert Farben anders. Daher ist es wichtig, beim Design Ihrer Website Ihre User zu berücksichtigen).

Wenn Sie sich in Sachen Verwendung und Wahl der Farben für Ihre Call-to-Action Buttons etwas überfordert fühlen, haben Sie nichts zu befürchten: A/B-Testing hält Ihnen den Rücken frei! Auch wenn es ein Mythos ist, dass grüne CTAs stets besser funktionieren, können Sie sie als solide Ausgangsbasis für Ihre Tests einsetzen – denn oft funktionieren sie tatsächlich!


CRO Myth Busters ist eine Miniserie für Profis im Bereich Conversion Rate Optimierung.Wir werfen einen kurzen Blick auf allgemein verbreitete CRO-Thesen und klären, ob sie wahr, manchmal wahr oder falsch und damit schlicht und einfach CRO-Mythen sind!

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Die Vorteile von Storytelling im digitalen Marketing

Denken Sie an heute Morgen zurück: Können Sie sich noch an das Banner auf der News-Seite erinnern, auf die Sie einen Blick geworfen haben, als Sie auf dem Weg zur Arbeit waren? Oder welche Werbung lief, als Sie Ihr Video geladen haben? Aller Wahrscheinlichkeit nach haben Sie keine Ahnung mehr…

Wenn selbst wir als Marketer kaum auf diese Botschaften achten, wie soll man es dann vom „Normalbürger“ erwarten? Geben Sie einfach ein: Storytelling im digitalen Marketing.

Beim Marketing geht es nicht mehr darum, was Sie tun, sondern um die Geschichten, die Sie erzählen.
– Seth Godin (US-Marketingexperte und Blogger) 

Beim digitalen Marketing  sind die Zeiten, in denen man User unaufhörlich mit derselben Nachricht bombardierte, bis sich die Jingles in ihrem Kopf festsetzten, längst vorbei. Stattdessen wollen Marketer Verbrauchern einzigartige Erlebnisse anbieten. Die User sollen dazu gebracht werden, sie aufzusuchen, in der Hoffnung, ihre neuesten Kreationen zu sehen.
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Die Grundlagen von Storytelling

Storytelling aktiviert den Teil unseres Gehirns, der für unsere Gefühle als Käufer verantwortlich ist. Bei uns als Käufer wirken sich diese Emotionen aus, wie wir die Marke wahrnehmen. Sprechen Sie mir nach: Verbraucher sollten nicht auf Zahlen in einem Spreadsheet reduziert werden! Kehren Sie zu Ihren Wurzeln als Geschichtenerzähler zurück und versetzen Sie sich in ihre Emotionen. Kreieren Sie etwas so Verblüffendes, dass Besucher gleich zu ihren Freunden laufen und laut ausrufen: „Hey! Hast du diese brillante neue Werbung gesehen?“

Sagen Sie allen, wer Sie sind, was Sie repräsentieren und warum Sie existieren. Auch wenn Ihre Story höchstwahrscheinlich mit Ihrem Produkt zu tun hat, das Wichtigste ist, dass die Kunden auf Sie aufmerksam werden. Kunden sind der Meinung, dass Ihr Ziel sein sollte, sie dazu zu bringen, Sie aus freien Stücken aufzusuchen, statt sie zu „zwingen“, Ihre Nachricht zu lesen bzw. zu sehen oder Ihrer Botschaft zuzuhören.

Als der Umsatz von Old Spice vollkommen einbrach, reagierte die Marke mit einer Reihe witziger Werbespots, die nicht auf das männliche Geschlecht abzielten, sondern auf … Frauen. Wie konnte das sein, wo die Marke doch Pflegeprodukte für Männer verkauft? Nach zahlreichen Umfragen hatte die Marke herausgefunden, dass es die Frauen waren, die in der Regel das Shampoo ihres Partners kauften. Diese Werbespots hatten eine spektakuläre Wirkung auf ihre Zielgruppe. Das ging sogar so weit, dass eine Welle von Memes und andere Parodien aufkamen – sogar Oprah Winfrey  machte dabei mit!

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Warum erzählen wir Geschichten?

Jeder kann eine Geschichte erzählen, von der erfahrensten Führungskraft bis zum vollkommen neuen Praktikanten. Aber woher kommt diese Liebe zum Narrativ?

Es gibt Hunderte von Gründen, Geschichten zu erzählen: vom Unterhaltungswert bis zum Verkaufen und erzieherischen Maßnahmen … Sie sind unsere Art, Informationen mitzuteilen. Um Zeit zu sparen, werden wir auf folgende drei Gründe näher eingehen:

  1. Beziehungen zu Ihrer Zielgruppe aufbauen: Verbraucher nehmen Marken in der Regel als unantastbare Entitäten wahr, die über den „einfachen Leuten“ stehen (jeder Verbraucher ohne ein pralles Schweizer Bankkonto). Demnach wirken Unternehmen in der Regel fremd, die sich nicht zu- oder einordnen lassen und Marketingexperten daran hindern, sie authentisch „rüberzubringen“. Storys nutzen die Gefühle der Menschen, bringen sie dazu, sich mit der Marke zu beschäftigen und sorgen für eine emotionale Bindung zwischen ihnen. Überzeugen Sie Käufer von sich, mit einem Narrativ rund um Ihre Marke!
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  2. Komplexe Botschaften einfach machen: Wie kann ich in ein paar Sekunden die Aufmerksamkeit eines Users erregen? Angesichts dieser schnelllebigen Umgebung, in der sich die User bewegen, haben Sie nur extrem begrenzte Möglichkeiten, Ihre Idee zum Ausdruck zu bringen! Storys sind ein Weg, dieses Hindernis zu umgehen und das Konzept realistisch näher zu bringen.
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  3. Menschen zusammenbringen: Auf der ganzen Welt verstehen die Menschen aller Kulturen das Konzept von Held, Suche (Quest) bzw. Heldenreise und Sieg. Geschichten sind eine universelle Sprache, die einen Sinn für Gemeinschaft bei den Menschen schafft, so verschieden sie auch sein mögen. Nehmen Sie Gillette zum Beispiel: Mit Vätern als Zielgruppe, die zu Hause ihr neugeborenes Kind umsorgen, hat die Marke eine Bewegung geschaffen, die ihren Umsatz steigen ließ, weil sie eine Community zusammengeschweißt hat, die sieht, dass die Marke für einen sorgt.

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Was macht eine gute Story aus?

Das Gute, das Schlechte, das Hässliche … diese Wörter sind alle relativ und Ansichtssache des Lesers. Dennoch gibt es eine Handvoll unantastbarer Elemente, die ein außergewöhnliches Storytelling ausmachen.

Die „besten“ Storys fallen auf, weil sie …

  • universell sind: Alle Leser identifizieren sich mit den Charakteren und können sich in sie hineinversetzen, während sie in ihrer Quest immer mehr riskieren.
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  • fortdauern: Sie werden mit Sicherheit von einer Person zur nächsten übertragen, von einer Generation zur nächsten, sei es wegen der Fröhlichkeit, Dreistigkeit oder den reinen Emotionen der Story.
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  • fesselnd sind: Halten Sie den Leser in Bann! Was wird als Nächstes passieren?

  • gut strukturiert sind: Geschichten transportieren eine klar definierte Kernbotschaft, wodurch die Leser sie regelrecht aufsaugen.

Sehen Sie sich den Kurs Power of Storytelling von HubSpot Academy’s an und entdecken Sie die drei Elemente, die eine gute Story ausmachen!

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Der Storytelling Prozess

Storytelling ist eine Kunst. Genauso wie Künstler müssen Geschichtenerzähler Geschick, Kreativität und eine Menge (und wir meinen wirklich eine Menge) Praxis haben. Einleitung: der beeindruckende Storytelling Prozess:

  • Definieren Sie Ihre Kernbotschaft: Bevor Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen, mit Formaten, Längen und Designideen, müssen Sie erst die Kernbotschaft Ihrer Story definieren. Wie ein Haus, das auf einem Fundament aufbaut, müssen Sie klare Vorstellungen darüber haben, was Ihr Narrativ aufrechterhält – fassen Sie das Konzept in 7 bis 10 Worten zusammen. Sollte Ihnen das nicht gelingen, dann ist die Botschaft noch nicht klar.
  • Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen: Stürzen Sie sich in Ihre Daten. Wer würde Ihre Story gerne hören? Wie würde der Leser auf die Botschaft reagieren? Untersuchen Sie Ihren Zielmarkt, definieren Sie Ihre Buyer Personas und erzählen Sie jede Story dem richtigen Segment Ihrer Zielgruppe.
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  • Entscheiden Sie, welche Story Sie erzählen werden: Stricken Sie an Ihrer Story und vergessen Sie währenddessen nicht die Reaktionen, die Sie sich von Ihren Usern erhoffen. Welches Ziel verfolgen Sie?
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  • Bauen Sie einen Sinn für Gemeinschaft auf: Spinnen Sie eine Geschichte, die Leser anregt, Ihre Story mit anderen zu teilen, mit nachvollziehbaren Situationen und Charakteren.
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  • Transportieren Sie die Werte Ihrer Marke: Dies ist besonders relevant, wenn Werte unterstützt werden sollen, die von manchen Usern nicht geteilt oder nachvollzogen werden. Verwenden Sie vertraute Charaktere und Handlungen, um besser zu zeigen, wie die Story auf ihre eigenen Erfahrungen zutrifft.
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  • Animieren Sie zum Handeln: Erzählen Sie, wie Charaktere eine Aufgabe meistern und wie Leser dasselbe machen können.

.......................... How to tell a story

  • Wählen Sie das wirksamste Medium: Die Story kann mehrere Formen haben: Manche Geschichten werden gelesen, andere gehört oder angeschaut. In den meisten Fällen hängt die Wahl des Mediums von der Geschichte selbst ab, ebenso wie von den verfügbaren Mitteln (d.h. Zeit und Geld). Die beliebtesten sind:

-Schriftlich überlieferte Storys. Sie werden in Form von Blog Posts, Artikeln etc. erzählt. Da für diese Storys lediglich ein Textbearbeitungsprogramm (Google Docs ist eine beliebte kostenlose Option) ausreicht, ist diese Methode die kostengünstigste Form.

-Visuelle Storys. Sie kommen für eine Vielzahl von Medien in Frage, wie Videos, Spiele und sogar interaktive Storys.

-Mündlich überlieferte Storys (wie Podcasts, Radiosendungen und sogar Live Events). Sie werden natürlich „live“ erzählt. Da sie von einer Person erzählt werden, zeichnen sie sich durch ihren „ungeschnittenen“ Charakter aus. Der Erzähler muss also mehr Praxis und Geschick haben, um die richtigen Botschaften zu vermitteln und emotionale Reaktionen beim Zielpublikum auszulösen.

Gehen Sie einen Schritt weiter und finden Sie die bevorzugten sozialen Plattformen der User heraus, mit der Frage, wo (und wann) sie ihren Inhalt teilen und womit sie sich „einlassen“. Denken Sie darüber hinaus daran, wer das Gerät besitzt und gebraucht: Das unterstützt Ihre Optimierungsbemühungen.

  • Legen Sie Ihren CTA fest: Überlegen Sie, welche Aktion Sie von Ihrer Zielgruppe erwarten, wenn sie Ihre Nachricht erhält. Sollen die User einen Newsletter abonnieren, einen Artikel kaufen, für wohltätige Zwecke spenden?
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  • Teilen Sie Ihre Story: Werben Sie für Ihre Story! Vergessen Sie nicht, dass eine gebastelte Geschichte nur die halbe Miete ist – sie Freunden beim Essen zu erzählen, ist gut, aber ist das wirklich alles, was die Geschichte verdient? Vergessen Sie nicht, je größer Ihre Präsenz (also je mehr Plattformen Sie zum Teilen der Story nutzen), desto mehr Engagement werden Sie antreffen!

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Tipps für wirkungsvolles Brand Storytelling

Wie oft wurden Sie von dem Titel eines Posts angesprochen und mit einem einleitenden Absatz neugierig gemacht … um dann ganz müde Augen zu bekommen, weil es sich im Endeffekt um eine langweilige und schlecht verschleierte Eigenwerbung handelte? Ärgern Sie sich nicht – das passiert auch den Besten unter uns.

Das Zielpublikum zu kennen mag das endgültige Ziel eines jeden Marketingprofis sein, der seine Kampagne in der Überzeugung verpackt, dass seine Präsenz auf den von seinen Zielgruppen am häufigsten besuchten Websites ausreicht, damit die Verbraucher mit seiner Marke ihr Glück finden.

Aber es gehört noch etwas mehr dazu, nämlich herauszufinden, wie Ihr Storytelling für den Leser attraktiv gemacht werden kann. Denn wozu das Ganze, wenn die Leser letztlich nichts davon haben?

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Entdecken Sie Hero’s Journey

Marketers müssen die drei Kernelemente ihrer Botschaft klar und deutlich identifizieren, bevor sie ihre Geschichte erzählen: Einleitung, narrativer Bogen und Lösung. Gehen Sie einen Schritt weiter und wenden Sie die klassische Erzähltechnik an, die sich langfristig bewährt hat: die Heldenreise. Die 1949 von Joseph Campbell entwickelte Technik wurde sofort weltweit übernommen und beschreibt, wie die Hauptfigur eine Reihe von Ereignissen durchläuft, die ihr inneres Heldenpotenzial zum Vorschein bringen und die Welt für immer verändern.

Stages of the Hero's Journey
Source: USC Viterbi

All dies klingt fabelhaft. Aber wie können Sie dies im Rahmen des Brand-Storytelling verwenden? Langer Rede kurzer Sinn, Ihr Zielkunde (also unser kühner Held) begibt sich auf die Suche (Quest) bzw. Reise und überwindet Schwierigkeiten, um zum Schluss triumphierend mit seinem zu Recht verdienten Preis (Ihr Produkt oder Service) zurückzukehren.

Da aufgrund einer zunehmenden Skepsis hinsichtlich Werbebotschaften Verbraucher die Produkte eher selbst entdecken möchten, statt von Werbungen überflutet zu werden,  lassen Marketer die Kunden an die Stelle des Helden treten, wodurch eine emotionale Bindung zwischen der Marke und ihren Usern aufgebaut wird – weshalb sie immer wieder zurückkehren wollen. Versuchen Sie, prominente Personen Ihre Geschichte erzählen zu lassen und vergewissern Sie sich, dass es ein Erfolg wird!

Setzen Sie bei Ihren Marketingaktionen den Fokus auf Ihren Kunden: Ihr Kunde ist der Retter in der Not, und Sie sind der weise Mentor. Ihr Produkt ist die Belohnung, die am Ende seiner gewagten Reise winkt!

Die Heldenreise wird in 12 Phasen und in zwei gleiche Hälften unterteilt: Der obere Bereich ist die „normale Welt“, in der unser Held als freundlich gestimmter Kunde lebt; der untere Teil ist die „unbekannte“ Welt, d. h. die ganz neue Welt, die sich vor seinen Augen öffnet, wenn er auf die Reise geht. Jeder Prospect, dem Sie begegnen, wird eine dieser Phasen durchlaufen – als Marketingexperte ist Ihr Ziel, zu identifizieren, wo er sich gerade befindet, und eine Strategie festzulegen, um ihn in den Helden der Geschichte zu verwandeln. Zeigen Sie ihm, wie Ihr Produkt die ultimative Belohnung ist!

Der Heros verlässt die Welt des gemeinen Tages und sucht einen Bereich übernatürlicher Wunder auf, besteht dort fabelartige Mächte und erringt einen entscheidenden Sieg, dann kehrt er mit der Kraft, seine Mitmenschen mit Segnungen zu versehen, von seiner geheimniserfüllten Fahrt zurück.

– Joseph Campbell, The Hero With a Thousand Faces

Lassen Sie uns die wichtigsten Takeaways der Heldenreise für digitales Marketing zusammenfassen:

  • Ihr Held ist auf dem Weg in ein Abenteuer: Ihr Besucher muss vielleicht kein Königreich retten, aber er muss das richtige Paar Wanderschuhe für sein nächstes Trekking mit seinem Schwager finden, obwohl sie bisher noch nie trainiert haben und eigentlich einfach nur den ganzen Tag in der Sonne liegen wollen, UND WIE KANN DAS EINE GANZE WOCHE GUT GEHEN?!
  • Ihr Held wird in der Quest einige Strapazen auf sich nehmen müssen: Welche Stolpersteine stehen zwischen Ihrem Kunden und dem, was er will (d. h. Ihr Produkt)? Nehmen Sie diese Hürden genau unter die Lupe, da Ihr Champion jede einzelne nehmen muss! Welche Hindernisse können Sie aus dem Weg räumen? Wie viele stehen im direkten Zusammenhang mit Ihrer Marke oder Ihrem Produkt? Wie können Sie Ihren Kunden durch all diese Schwierigkeiten führen, um Ihren wahren Wert zu entdecken? Was können Sie machen, um ihn nach diesem ersten Kauf zu binden?
  • Der Feind Ihres Helden ist auch Ihr Feind: Den Worten von James Fahy zufolge, vereint Menschen nichts schneller als ein gemeinsamer Feind; eine Lektion, die sich nahtlos in die Heldenreise – übertragen auf das Digital Marketing – einfügt. Suchen Sie einen gemeinsamen Feind, beweisen Sie Ihren Wert und beobachten Sie, wie rasant die Kundenbindung steigt.

Ihr Kunde wird sich wertgeschätzt fühlen (schließlich ist er ja der Held Ihrer Geschichte!), sodass er über Ihre Produkte und Ihre Marke nur Lobeshymnen singen wird!

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Wann sollten Sie A/B Testing und Storytelling nutzen?

Jeder Marketingprofi träumt davon, seine Conversion Rates zu steigern und A/B-Tests und Personalisierungsstrategien anzuwenden, um seine Ergebnisse zu verbessern. Dennoch lassen viele die Gelegenheit außer Acht, beides miteinander zu verbinden.

Marketingexperten greifen zunehmend auf AB-Tests und Künstliche Intelligenz zurück, wenn sie an der Geschichte für bestimmte Zielgruppen einer Marke basteln. Mit der Künstlichen Intelligenz lassen sich die Ansprüche der einzelnen Segmente bestimmen. Und A/B-Tests decken jeweils die ideale Alternative für jedes einzelne Segment auf.

Mit diesem Tool können Änderungen im großen Umfang auf einer ganzen Plattform vorgenommen werden, aber auch nur kleinste Details auf einer einzigen Seite. Nehmen wir als Beispiel die CTAs auf der Website oder in der Betreffzeile einer E-Mail: Welche Farbe soll ich nehmen? Welches Wording, welche Schriftart und Größe? Haben User in der ersten Version der Betreffzeile mehr E-Mails geöffnet als in der zweiten? Welche CTA-Version hat mehr Klicks von Ihren Kunden erzielt?

Bei A/B-Tests im Storytelling für digitales Marketing gelten dieselben Normen: Sie sollten immer auf die Ziele Ihres Unternehmens ausgerichtet sein. Viel Vergnügen und probieren Sie es aus! Welche Designs und Botschaften generieren mehr Umsatz?

Bei all den Daten, die Ihr Unternehmen sammelt, stellt sich die ewige Frage, wie sie richtig eingesetzt werden können – auch wenn Sie Ihre Zielgruppe wie die eigene Westentasche kennen … Trends ändern sich, User auch, und jedes Segment kann auf die Botschaft anders reagieren!

Optimieren Sie Ihre digitalen Erfahrungen mit A/B-Tests – bieten Sie Ihren Usern nur das Beste an. Sie werden sehen, langfristig wird es sich auszahlen.

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Gehen Sie einen Schritt weiter

Big Data haben nun auch den Weg in personalisierte Nachrichten gefunden und sind schnell zu einer Norm in dieser neuen, datenüberfluteten Gesellschaft geworden. Die Geschwindigkeit, in der Unternehmen heutzutage Informationen sammeln, ist ohnegleichen. Trotz dieser unvorstellbaren Fülle an Lösungen, haben die Unternehmen dennoch Mühe, die bahnbrechenden Möglichkeiten, die ihnen nun zur Verfügung stehen, in vollem Umfang zu nutzen.

Die besten Marketers wissen, dass es beim Erstellen personalisierter Erlebnisse maßgeblich um Daten geht, und darum, wie sie verwendet werdenNehmen wir nur einmal die Marken, die das Beste aus personalisiertem Marketing herausholen: mit individuell zugeschnittenen Produkten, Erlebnissen und Botschaften für ihre User. Laut Salesforce sind die meisten Kunden (vor allem die Generation X und Millennial Shoppers) bereit, persönliche Informationen gegen Personalisierung preiszugeben.

Die Marketers denken sich auch weiter raffinierte Ideen aus, diese Fülle von Daten zu nutzen, aber es gibt noch so viel auszukundschaften! Wie können sie jetzt diese wertvolle Ressource eventuell in Profit verwandeln?

Die Antwort liegt direkt vor Ihnen: Führen Sie eine personalisierte Storytelling-Kultur ein!

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Wie Besucher mit Hero Images auf Ihrer Website stärker angesprochen werden

Der erste Eindruck ist wichtig. Er entsteht innerhalb weniger Sekunden und lässt sich oft nur schwer revidieren.  Bei der Website-Optimierung kann ein schlechter erster Eindruck Ihre Conversion Rates abdriften lassen.

Die Optimierung der Conversion Rate stellt die User Experience in den Mittelpunkt. Besucher müssen angesprochen und mit appellierenden visuellen Elementen,  überzeugenden CTAs und einem einprägsamen Inhalt durch eine reibungslose Customer Journey geführt werden. Die Optimierung der Conversion Rate ist ein ganzheitlicher Prozess, der für alle Seiten einer Website gelten sollte. Wenn Sie nicht wissen, an welcher Stelle Sie beginnen sollen, legen Sie den Fokus auf bestimmte Schwerpunkte für User. Einer der beliebtesten Schwerpunkte ist das Hero Image oder Heldenbild.

Hero Images (gelegentlich auch als „Hero Headers“ bezeichnet) können einen großen Einflussfaktor darstellen, um Besucher dazu zu bringen, auf Ihrer Website zu bleiben und letztendlich zum Käufer zu „konvertieren“. Hier nun das, was Sie wissen müssen.

Was sind Hero Images?

Ein Hero Image ist ein großes Banner oben auf einer Webseite. Das Banner-Bild nimmt in der Regel die volle Bildschirmbreite ein und befindet sich unter der Navigationsleiste. Das Bild stellt das Unternehmen/Produkt optisch ansprechend dar (oder sollte mit diesem in gewisser Weise in Verbindung stehen). Ein Hero Image hat in der Regel einen Text-Overlay und einen Call-to-Action, um neuen Besuchern einen Kontext zu geben und sie durch den Funnel zu führen.

deliveroo header
Deliveroo’s Hero Image

Wie können Hero Images helfen, Besucher zu binden?

Wenn es richtig angewendet wird, kann ein Hero Image über den Anstieg der Conversion Rate oder einer  schadenden Bounce Rate entscheiden. Visuelle Elemente sind wirksam, um – in der Regel innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde – Interesse zu wecken, mit der Persönlichkeit Ihrer Marke und der Leistungsfähigkeit Ihres Produkts zu überzeugen. Hero Images zur Hervorhebung von Werbeangeboten oder von Anmeldeformularen für Abos (um nur zwei Beispiele zu nennen) können dem Besucher die konkreten Informationen bieten, die er braucht, um mit seiner Customer Journey fortzufahren.

Wie können Sie also Hero Images so optimieren, dass sie ihre bestmögliche Wirkung erzielen? Im Folgenden haben wir die wichtigsten Komponenten aufgeführt.

Der Schlüssel ist „Relevanz“

Wie bereits oben erwähnt, stellt ein Hero Image das Unternehmen oder den Inhalt auf der Landingpage dar. Zwischen der Marke und den Bannern sollte eine gewisse Kontinuität bestehen. Es sollte nicht aus dem Rahmen fallen. Der Besucher nimmt diese Inkongruenzen wahr – oder noch schlimmer – wird von ihnen verwirrt — was bei beiden Szenarien auf eine eher suboptimale User Experience hinausläuft.

Wenn wir über Relevanz sprechen, meinen wir mehr als die visuelle Identität Ihrer Marke. Hero Images dienen Besuchern als Wegweiser. Der Text und der CTA auf diesen Headern sollte klar verständlich und auf die User Journey abgestimmt sein.

Nehmen wir Airbnb als Beispiel: Auf der Homepage der Website sieht der Besucher das Bild einer wunderschönen Landschaft und einer Unterkunft mit einem CTA, damit er die Verfügbarkeit an bestimmten Daten und bestimmten Orten überprüfen kann.

airbnb homepage header
Hero Image auf der Homepage von Airbnb

Auf der Landingpage von AirBnB für Hosts wird im Hero Header ein glückliches Pärchen gezeigt und ein CTA eingebunden, um die Verdienstmöglichkeiten mit Ihrer Unterkunft anzuzeigen.

host airbnb header image
Hero Image auf der Landingpage von Airbnb

Diese Hero Images wurden geändert, um die Bedürfnisse und Interessen bestimmter Besucher widerzuspiegeln (User, die nach einer Urlaubsunterkunft suchen und User, die Gastgeber bei Airbnb werden möchten). Allgemein gehaltene Hero Images führen nicht so gut (oder gar nicht) zu einer Conversion. Also ist es immer besser, konkrete Bilder zu verwenden.

Erregen Sie die Aufmerksamkeit der Besucher

Wenn es darum geht, den Besucher dazu zu bringen, auf Ihrer Website zu bleiben, reißen publikumswirksame Headers den Besucher mit und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass er eine gewünschte Aktion durchführt.

Ziel eines Hero Image ist, eine Verbindung zum User zeitnah aufzubauen. Das Hero Image beantwortet Fragen, hallt emotional nach, bringt die Menschen zum Lachen oder spricht ihre Neugierde an.

Bei Moz ist das Hero Image ein Statement, das im Wesentlichen sagt, dass es eine bessere (und effektivere) Methode für SEO gibt. Und Moz ist eine. Mit dem CTA für einen kostenlosen Test wird klar zum Ausdruck gebracht, dass neugierige Besucher die Möglichkeit haben, sich selbst ein Bild zu machen, bevor sie langfristig investieren.

moz header image

Ein eindeutiger Call-to-Action

Call-to-Actions müssen informativ, überzeugend, kurz und schnell auf der Seite zu sehen sein (Hier eine großartige Zusammenstellung überzeugender, anklickbarer CTAs, um mehr darüber zu erfahren).

Achten Sie auf den Wortlaut der CTAs und führen Sie Tests durch, denn selbst kleinste Änderungen an den Formulierungen können sich auf Conversion Rates auswirken. Stellen Sie auch sicher, dass der CTA nicht in einem überladenen Design „unter geht“. Der CTA muss vom User sofort erkannt werden.

Verwenden Sie hochwertige Visuals

Bilder im Header müssen nicht zwangsläufig statisch sein. Als Banner können Videos, Gifs, Illustrationen oder Animationen verwendet werden, wie der Hero Header von HubSpot unten.

hubspot hero image
Hero Image von HubSpot

Videos sind mittlerweile eine besonders beliebte Option für Hero Banner; ein kürzlich von Forbes durchgeführtes Experiment hat gezeigt, dass Hero Banner mit Video die Conversion Rates um mehr als 90 % ansteigen lassen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie als Hero Image verwenden sollen, sind Tests das beste Mittel, eine Entscheidung zu treffen – führen Sie einen A/B-Test mit statischen Bildern und Videos/bewegten Bildern durch, um zu sehen, was für Ihre Website oder eine bestimmte Landingpage am besten funktioniert.

Optimieren Sie Ihre Hero Images für verschiedene Bildschirmgrößen

User besuchen Ihre Website über verschiedene Geräte (oftmals am gleichen Tag). Achten Sie sorgfältig darauf, wie Ihr Hero Image auf einem Desktop, Tablet und Smartphone erscheint – diese Geräte haben unterschiedliche Abmessungen und Ausrichtungen (vertikal vs. horizontal).

Hero Images, die nicht unter Berücksichtigung der verschiedenen Geräte optimiert wurden, können wichtige Textteile oder CTAs auf dem Banner ausschneiden, wodurch der Eindruck von Nachlässigkeit entstehen und die Gelegenheit verpasst werden kann, neue Besucher zu überzeugen.

Ganz zu schweigen davon, dass 57 % der Internet-Nutzer ein Unternehmen mit einer schlecht entworfenen Website für Mobilgeräte nicht weiterempfehlen würden. Wenn das Hero Image das Erste ist, was Ihre Besucher auf der Seite sehen, dann muss es optimiert und gut designt sein.

Wichtige Takeaways

Hero Images können der „Köder“ sein, den Sie brauchen, um die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zu lenken und sie davon zu überzeugen, dass Ihre Website genau das ist, wonach sie suchen. Mit Hero Images kann sich Ihre Marke von Ihren Mitbewerbern abheben, vor allem, wenn sie clever, empathisch und humorvoll sind und optisch überraschen. Vergessen Sie nicht, dass Hero Images für den Besucher, den Inhalt auf der Landingpage und Ihre Marke von Belang sein müssen.

Optimieren Sie die Images für alle Geräte, stellen Sie sicher, dass wichtige Details auffällig angezeigt werden und führen Sie weitere Tests durch, um sicherzustellen, dass diese Hero Headers den Traffic nicht umleiten, sondern Conversions vorantreiben.

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Usability-Tests von Apps – so geht‘s

Dies ist ein Gastbeitrag von Alex Birkett. Alex arbeitet an der Akquisition von Freemium-Benutzern bei HubSpot und verbringt seine Zeit damit, Daten zu analysieren, Experimente durchzuführen und regelmäßig auf seiner persönlichen Website zu schreiben.

 

Wussten Sie, dass wir mit dem Smartphone 90 % unserer Zeit einzig in Apps verbringen? Eine App für Ihr Unternehmen zu entwickeln, ist eine ausgezeichnete Lösung, wenn man Ihre Services sofort auf Smartphones finden soll.

Eine App ohne Pepp kann Ihrer Kundenbeziehung und Ihrem Markenimage jedoch schaden. Durch regelmäßige Usability-Tests Ihrer mobilen App können Sie erfahren, wie Sie dieses praktische Marketingtool verbessern können.

Lesen Sie weiter, um mehr darüber zu erfahren, wie Sie anspruchsvolle Usability-Tests für Ihre mobilen Apps durchführen können.

Zuverlässige Usability-Tests: Die Vorteile

Usability-Tests für Apps werden entwickelt, um Testnutzer zu beobachten, während sie diese App nutzen. Ziel des Tests ist, die Bedienerfreundlichkeit der App zu messen und zu erfahren, wie diese App die wichtigsten Marketingziele einer Marke besser unterstützen kann.

Usability-Tests stellen sicher, dass Ihre App Ihrem Unternehmen einen Mehrwert bietet und gleichzeitig die Erwartungen der Endnutzer erfüllt. Eine gute Nutzungsfähigkeit Ihrer App hilft Ihrem Unternehmen, die Kundenzufriedenheit zu steigern, die Zeiten für den Kundendienst zu reduzieren und für größeren Umsatz und Gewinn zu sorgen.

Sieben Schritte für einen effizienten Usability-Test

Legen Sie Ihre Ziele fest

An erster Stelle legen Sie für Ihren Usability-Test bestimmte Ziele fest. Beim Konzipieren Ihrer Ziele halten Sie an fünf Usability-Attributen fest:

 

 

usability-attributes
Quelle

Nachdem Sie die großen Ziele definiert haben, legen Sie die Besonderheiten dieser Ziele fest.

Ein Ziel könnte die Antwort auf die Frage sein, was genau Ihren Nutzern bei Ihrer App gefällt. Vielleicht die Bedienerfreundlichkeit oder die Farben, die Sie gewählt haben. Ein weiteres Ziel könnte auch sein, eine neue Funktion darauf zu prüfen, ob sie Nutzer helfen, eine bestimmte Aufgabe zu beenden, oder sie eher daran hindert.

Was auch immer Sie entscheiden, stellen Sie sicher, dass Sie sowohl ein paar Kernziele als auch einige flexible Ziele haben. Kernziele sollten Fragen sein, die Sie jedes Mal stellen, wenn Sie einen Usability-Test durchführen. Flexible Ziele hängen von neuen Updates oder Änderungen ab, die zuvor nicht existierten.

Entwerfen Sie die Aufgaben

Als nächstes müssen die Aufgaben entworfen werden, die Ihre Nutzer abarbeiten müssen. Hier gibt es einige wichtige Anleitungen, die beim Entwerfen von Usability-Aufgaben befolgt werden sollten.

Sollte Ihre mobile App noch in der Entwicklung sein, entwerfen Sie als Erstes die Elemente, die anstelle des Blindtexts wie „lorem ipsum“ erscheinen sollen. Dadurch erhalten Sie ein besseres Gespür dafür, wie Nutzer durch die Website navigieren und welche Informationen wichtig sind. Wenn sie überall nur Blindtext sehen, bekommen sie kein Gefühl dafür, wie sie die angezeigten Informationen einordnen können.

Vermeiden Sie Tipps in Ihren Anweisungen. Durch zusätzliche Hinweise und Ratschläge führen sie möglicherweise Aktionen durch, an die sie sonst nicht gedacht hätten.

Bevor Sie einen Test durchführen, stellen Sie sicher, dass Ihre Anweisungen klar und eindeutig sind. Wenn Sie in den Anweisungen Raum für Interpretationen lassen, entsteht womöglich der Eindruck, dass Ihre App nicht benutzerfreundlich ist.

Entscheiden Sie sich zwischen einem Labor und Remote Testing

Es gibt keine richtige Option beim Entscheiden zwischen einem Labor oder einem Remote-Test. Bei jeder Wahlmöglichkeit gibt es Pros und Kontras.

Sie brauchen für einen Test in einer Lab-Einrichtung kein wirkliches Labor. Gemeint ist hier nur, dass Sie den Test selbst in einem kontrollierten Umfeld durchführen.

In Lab-Einrichtungen haben Sie den Vorteil, weitere Feststellungen machen zu können. Selbst kleine Dinge wie Zögern oder hochgezogene Augenbrauen können eine Menge über die User Experience aussagen. Zudem haben Sie eine vollständige Kontrolle über die User Experience und die Testumgebung.

Ein Nachteil von Lab-Einrichtungen ist das Risiko, die Ergebnisse mit dem Framing-Effekt in gewisser Weise zu verfälschen. Wenn Sie unbeabsichtigt eine Suggestivfrage stellen oder zu viele Informationen geben, erhalten Sie im Endeffekt Ergebnisse, die Ihre Kenntnisse und Erfahrungen mit der App widerspiegeln und nicht die des Nutzers.

Remote-Tests haben den Vorteil, dass Sie für die Nutzer weder Zeit noch Ort einplanen müssen. Die User führen den Test in ihrer Freizeit durch. Die Ergebnisse werden Ihnen zugesendet, wodurch Ihr Team Zeit spart. Und wie gesagt, Remote-Tests sind ein ausgezeichnetes Mittel, Framing-Effekte zu vermeiden.

Es gibt eine Reihe von Test-Tools für die mobile UX. Wählen Sie also eins, das die Messung Ihrer wichtigsten Ziele unterstützt.

Und jetzt zum Test!

Jetzt, wo alles vorbereitet ist, führen Sie Ihren Test durch. Sie können eine der Moderationsmethoden wählen.

Bei einer der Optionen bitten Sie Ihre Teilnehmer, ihre Gedanken laut auszusprechen, wenn sie die Aufgaben durcharbeiten. „Hoppla, das hatte ich nun aber nicht erwartet“  ist ein aufschlussreiches Feedback. Wenn Sie einen Remote Test durchführen, können Sie zusätzliche Informationen zu ihrem Denkmuster erhalten. Ein Nachteil ist, dass der User abgelenkt wird oder den Test langsamer durchführt, wenn er laut aussprechen soll, was er denkt.

Bei einem Lab-Test haben Sie den Vorteil, den User im Laufe des Tests persönlich Fragen stellen zu können. Wichtig ist aber, keine Fragen in einem voreingenommenen Ton oder mit einem suggerierenden Charakter zu stellen.

Sie können auch nachträglich moderieren. Bei dieser Art von Moderation bitten Sie den User, sich ein Video über sich selbst anzusehen und seine Aktionen zu erklären. Oder Sie bitten ihn, bestimmte Entscheidungen genau darzulegen.

Organisieren und analysieren Sie Ihre Daten

Jetzt haben Sie Ihre Usability-Daten gesammelt und können sie organisieren und analysieren. Aussagekräftige Schlussfolgerungen zu ziehen, ist wohl der wichtigste Schritt, um die Wirkung Ihres Tests zu verstärken.

Die beste Vorgehensweise ist, Test Sessions eine nach der anderen aufzuarbeiten. Schauen Sie sich das ganze Material an, das Sie über diesen User haben, einschließlich Notizen zu Aufzeichnungen, Texte und andere Informationen, die Sie eventuell haben.

Organisieren Sie Ihre Daten einfach und verständlich. Zu einigen Standardkategorien für Reportings können der Name des Nutzers oder seine ID-Nummer, der Titel der Aufgabe und angetroffene Probleme zählen. Sie können auch Probleme kategorisieren, um sie einfacher sortieren zu können – beispielsweise nach Unübersichtlichkeit, fehlerhaften Links oder Enttäuschung.

Unabhängig davon, wie Sie Ihre Recherche analysieren, vergessen Sie nicht, sowohl quantitative als auch qualitative Daten zu untersuchen. Quantitative Daten sind gut, um Ihrer App eine globale Scorecard zu geben und Ihrem Chef Übersichten zu bieten. Aber qualitative Daten sind wichtig, um sich an die Einzelheiten Ihrer Tests zu erinnern.

Identifizieren Sie positive Trends und Muster sowie Schwierigkeiten und Blockaden, mit denen Ihre User konfrontiert werden. Überprüfen Sie Ihre Daten auf verschiedene Kennzahlen, um festzustellen, ob bestimmte Muster nur bei bestimmten Geräten oder demografischen Daten Ihrer Zielgruppe auftreten.

Gewöhnen Sie sich an, einen standardisierten Report auszuarbeiten, um im Laufe der Zeit Veränderungen einfacher vergleichen zu können. Dadurch stellen Sie sicher, dass Sie und Ihr Team, verglichen zum letzten Usability Test, Fortschritte und Rückschläge einfach nachprüfen können.

Zeit zu handeln: Wie Sie Verbesserungen auf Grundlage Ihrer neuen Erkenntnisse umsetzen können

Usability-Tests mobiler Apps können einen erdrücken. Sie erhalten so viele Informationen auf einmal… als würde man aus einem Feuerwehrschlauch Wasser trinken. Um das Gefühl zu vermeiden, überwältigt zu werden, sollten Sie als Erstes bei den Rückmeldungen Prioritäten setzen.

Sehen Sie sich Ihre Daten an und legen Sie die Aspekte mit der höchsten Priorität fest. Sie können Prioritäten von 1 bis 10 oder mit Kategorien von geringfügig wichtig bis kritisch festlegen. Verteilen Sie diese Aufgaben nach ihrer Wichtigkeit.

Notieren Sie sorgfältig, was Ihr Team erreicht hat und was noch bis zum nächsten Test abgeschlossen werden muss.

Was uns zum nächsten Schritt bringt …

Planen Sie Ihren nächsten Test

Für Vertriebsmitarbeiter heißt die Devise „ABC – Always Be Closing”, also immer eine Abschluss-Chance suchen. Bei den Entwicklern lautet das Motto: ABT – Always Be Testing, also immer testen.

Usability-Tests sollten regelmäßig und geplant durchgeführt werden. Diese Tests können als Orientierungshilfe für neue Design-Merkmale und für Updates zur Verbesserung von Funktionen dienen.

Mit Ihren neuen Erkenntnissen aus absolvierten Usability-Tests sollten Sie sicherstellen, dass große Probleme der Vergangenheit in der Zwischenzeit behoben wurden. Über  A/B-Tests können Sie Ihr neuestes Update Ihrer älteren Version testen.

Unabhängig davon, ob Ihre mobile App noch entwickelt wird oder Sie ein Update vornehmen, Sie sollten immer ein Auge auf die mobilen Apps Ihrer Mitbewerber haben. Sie können einen Schritt voraus sein und die Erwartungen Ihrer Branche an die Nutzungsfähigkeit erfüllen. Auch kann es zu Änderungen führen, die das Prinzip der Vertrautheit nutzen.

Feedback zur Usability Ihrer App kann manchmal schwer zu „verdauen“ sein. Aber eins sollten Sie nicht vergessen: Viele Rückmeldungen zu erhalten bedeutet, dass Ihr Usability-Test erfolgreich war und nicht, dass Ihre App ein Fehlschlag ist. Jeder Test bringt Sie ein Stückchen näher zu einer perfekten User Experience und zur Unterstützung größerer Unternehmensziele.

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Die besten Versandzeiten für E-Mails

Im Durchschnitt werden 23,8 % der E-Mails in der ersten Stunden nach ihrer Zustellung geöffnet. Und nach 24 Stunden sinken die Chancen, dass sie geöffnet werden auf unter 1 %. Wissen Sie, was das bedeutet? Ganz einfach: Marketing-E-Mails sollten nicht wahllos und zu einer x-beliebigen Uhrzeit versendet werden, da sich die Zeit auf die Öffnungsrate, die CTR und letztendlich auf den Traffic und Conversions auswirkt.

Jetzt werden Sie sich bestimmt fragen, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit Sie am besten E-Mails senden sollen. Habe ich recht? Wenn Sie jetzt denken, die Frage lässt sich einfach beantworten, dann muss ich Sie leider enttäuschen: Nichts lässt sich spielend gewinnen.

Allerdings verweist ein Großteil von Studien trotz widersprüchlicher Informationen auf einen Trend, den man nicht außer Acht lassen sollte. Lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr.

Der beste Tag zum Versenden von E-Mails

GetResponse hat 21 Millionen E-Mails analysiert und konnte donnerstags die höchsten Inbox-Aktivitäten beobachten. Wie sich herausstellt, ist dieser Tag auch einer der Spitzentage für alle Kennzahlen: gesendete E-Mails in Prozent, Öffnungsrate und CTR. Zudem ergab sich im Rahmen einer anderen Studie und Analyse von mehr als 300 Millionen E-Mails, dass die Öffnungsraten dienstags die besten Ergebnisse erzielen.

marketing email open rate times
Quelle

MailChimp stellte ebenfalls hohe Öffnungsraten an Donnerstagen  und die zweithöchsten an Dienstagen fest. Wenn Sie genauer hinsehen, gibt es eine geringfügige Differenz zwischen den Wochentagen.

Bedeutet dass, Sie können an jedem beliebigen Tag Marketing-E-Mails senden? Nun, wir sagen, es ist noch zu früh, daraus Rückschlüsse zu ziehen.

best time to send marketing emails
Quelle

Einem Bericht von HubSpot zufolge ist Dienstag ein idealer Tag zum Versenden von E-Mails, gefolgt von Montag und Mittwoch.

HubSpot days to send emails
Quelle

Dienstag war laut einer MailerMailer Studie ebenfalls ein beliebter Tag, mit Mittwoch auf Platz zwei für Öffnungsraten von E-Mails.

Mailer study email days
Quelle

Haben wir wenigstens jetzt einen klaren Sieger? Ja. Für höhere Öffnungsraten senden Sie E-Mails am besten an Dienstagen, gefolgt von Donnerstag und Mittwoch.  Wenn Sie E-Mails zwei Mal in der Woche senden, sollte laut CoSchedule im Grunde genommen die zweite an einem Donnerstag gesendet werden.

Ist das Wochenende also nun tabu? Nicht unbedingt.

Laut Recherchen von Dan Zarella schießen die Öffnungsraten von E-Mails und Click-Through-Rates am Samstag und am Sonntag nach oben.

marketing emails on weekends
Quelle

Verglichen mit B2B-Inhalten lässt sich laut MailChimp bei Inhalten, in denen es um Freizeitbeschäftigungen geht, am Wochenende eine bessere Performance erzielen.

Marketing Emails are opened on weekends too - MailChimp study
Quelle

Sollte man das Urteil Dienstag, Donnerstag, Mittwoch doch revidieren?

Nein. Und so wie E-Mail-Experten die Trends interpretieren, gibt es doch merklich ideale Tage, Marketing-E-Mails zu versenden. 

Abgesehen davon, gibt es keine Regel, die auf den Punkt genau befolgt werden muss. Sie sollten diese Tage lediglich als gute Ausgangsgröße betrachten und A/B Tests durchführen.

Beste Zeiten zum Versenden von Marketing-E-Mails

Campaign Monitor empfiehlt, E-Mails während Arbeitszeiten zu senden. Seinen Daten zufolge werden 53 % der E-Mails zwischen 9 Uhr und 17 Uhr geöffnet, jedoch außerhalb der Mittagszeit. Bei näherer Betrachtung werden Sie feststellen, dass die Spitzenzeiten zwischen 9 Uhr und 11 Uhr vormittags und nach der Mittagszeit erst bei 16 Uhr liegen.

Campaign Monitor - Marketing emails open rate peaks between 9am-11am
Quelle

HubSpot bestätigt die Ergebnisse von Campaign Monitor, da sie herausgefunden haben, dass die meisten E-Mails gegen 11 Uhr vormittags geöffnet werden.

HubSpot - Around 11 am mail marketing emails are opened
Quelle

Dann gibt es Daten von MailerMailer, nach denen um 10 Uhr morgens die meisten E-Mails geöffnet werden.

MailerMailer- Around 11am maximum marketing emails are read
Source

Auch MailChimp hat festgestellt, dass 10 Uhr morgens in der Zeitzone des Empfängers eine gute Zeit ist, um E-Mails zu senden.

MailChimp - Marketing emails are read late afternoon
Source

Aber nicht jeder checkt seine E-Mails am Vormittag. Die Empfänger öffnen ihre E-Mails eher am späten Nachmittag, nach 12 Uhr, laut SuperOffice. Und Studenten zum Beispiel checken ihre E-Mails zwischen Mittag und 14 Uhr.

marketing email send times

Analysen von Ryan McCready zeigen, dass keiner seiner 500 per E-Mail erhaltenen Newsletter in den Zeitfenstern 11 bis 12 Uhr, 13 bis 14 Uhr und 15 Uhr gesendet wurde. In dieser Zeit war seine Inbox inaktiv.

Ryann McCready - late afternoon is a good time to send marketing emails
Quelle

Zwar stimmt es, dass die Daten nur von einem einzigen Empfänger stammen, aber genau genommen können Sie auch diese so genannten unbeliebten „goldenen“ Stunden nutzen. Ryans Anregung, E-Mails im Zeitfenster 14 bis 15 Uhr zu checken, mag nach seinen eigenen Worten eine gute Ausrede sein, nicht zu arbeiten und alles aufzuschieben!

Ryann McCready - Late afternoon ideal to send emails to your target audience
Quelle

Nicht überzeugt? Customer.io hat festgestellt, dass E-Mails am häufigsten zwischen 20 und 24 Uhr geöffnet werden, mit einer zweiten Spitzenzeit zwischen 16 und 20 Uhr. Darüber hinaus liegt auch das höchste Engagement zwischen 20 und 24 Uhr. Ja, E-Mails werden auch nachts gecheckt (wer hätte das gedacht?).

Customer.io - Between 8pmand midnight is a good time to slide into your customer's inbox
Quelle

Dann gibt es die Recherche von Dan Zarella, die von GetResponse analysiert wurde. Die Daten schlagen 6 Uhr morgens vor, gefolgt vom Abend zwischen 20 bis 24 Uhr, wo die Öffnungsraten und CTRs am höchsten sind, was durchaus möglich ist, weil wir es bevorzugen, E-Mails möglichst außerhalb der Bürozeiten zu öffnen.

Dan Zarella - Send marketing emails around 6am and between 8pm till midnight

Wissen wir also jetzt, zu welcher Uhrzeit wir am besten E-Mails versenden sollten? 

10 Uhr vormittags steht an erster Stelle, denn genau dann stecken die Menschen mitten in der Arbeit, gefolgt von 20 Uhr abends, 14 Uhr und am frühen Morgen gegen 6 Uhr, wenn wir im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnen und einen Blick auf unsere Smartphones werfen.

Aber genau dann versenden Ihre Mitbewerber auch ihre E-Mails, oder? Wie können Sie sich in einer überfluteten Inbox, wo jede ungelesene E-Mail um Aufmerksamkeit ringt, von anderen abheben?

Nun, wie bereits erwähnt, diese Statistiken sollen Ihnen nur eine ungefähre Vorstellung geben. Im Grunde genommen sollten Sie sich auf Ihr Zielpublikum konzentrieren und es aufmerksam beobachten. Orientieren Sie sich an dieser Gruppe, wie am Polarstern!

Denken Sie nach, wie ihr durchschnittlicher Tag aussieht. Sind sie Unternehmer, Manager eines kleinen Unternehmens, im Ruhestand usw. Um wie viel Uhr wacht diese Zielgruppe auf? Wie sieht ihr Tagesablauf aus? Wann werden sie wahrscheinlich ihre E-Mails checken?

Wenn Sie diese Fragen beantwortet haben, dann führen Sie A/B-Tests durch, mit unterschiedlichen Tagen und verschiedenen Uhrzeiten, zu denen Sie die E-Mails versenden. Je nachdem, wann Ihre Abonnenten sich am häufigsten mit Ihren E-Mails befassen, „schleichen“ Sie in ihre Inboxes!

CoSchedule - Best days and times to test sending your marketing emails
Quelle

Abgesehen von den besten Tagen und Uhrzeiten zum Versenden von E-Mails, gibt es ein paar Variablen, die dazu beitragen, höhere Öffnungsraten für E-Mails und Klicks zu erzielen. Welche? Das sehen Sie unten.

Weitere Einflussfaktoren für ein erfolgreiches E-Mail-Marketing

Segmentierte Liste

Segmentierte E-Mail-Kampagnen verzeichnen eine Öffnungsrate, die um 14,32 % höher liegt  als nicht-segmentierte Kampagnen. Auch generieren Sie eine CTR in Höhe von 8 % verglichen mit allgemeinen E-Mails mit einer CTR von nur 3 %. Eine Ahnung warum? Weil auf Ihrer Liste kein Mensch dem anderen gleicht oder sich im selben Stadium des Kaufzyklus befindet.

Lange Rede kurzer Sinn, segmentieren Sie Ihre Zielgruppe nach folgenden Kriterien: Online-Verhalten, demografische Daten Psychografie und Standort. Mit diesen Daten erreichen Sie die richtigen Nutzer und können besser verkaufen. Isotoner hat seinen Umsatz aus E-Mail-Marketing um 7.000 % steigern können, mit einer Liste , die nach den Produkten segmentiert wurde, nach denen seine Kunden auf seiner Internetseite gesucht haben.

Einen Text für die Marketing-E-Mail verfassen zu können, der zu jedem Abonnententyp auf Ihrer Liste passt, ist ein weiterer Vorteil der Listensegmentierung. Wenn die Empfänger dann Ihre E-Mail lesen, müssen sie nicht groß nachdenken, sondern reagieren stattdessen auf Ihre Call-to-Action. Obendrein werden weniger Abos abbestellt, weil Ihre E-Mail relevant für sie war.

Einige Dinge, die Sie beim Verfassen von Texten bei E-Mails einbinden, andere, die Sie vermeiden sollten:

  • Achten Sie auf einen freundlichen Tonfall
  • Achten Sie besonders auf die Inhaltshierarchie und Verwendung von Whitespaces.
  • Fügen Sie Ihren Bildern Alt-Text hinzu, für sehbehinderte Leser und Kontext, sollten die Bilder nicht hochgeladen werden.
  • Vermeiden Sie Buzzwords der Branche, verwenden Sie stattdessen die Worte Ihrer Prospects, um für eine gewisse Vertrautheit zu sorgen.
  • B2B-Marken müssen kategorisch zur Schau stellen, dass sie die Schwachpunkte der Prospects verstehen. Keine aggressive Verkaufstaktik anwenden.
  • Der Text von CTAs muss Emotionen auslösen. Beispielsweise ködert Curioos seine Leser mit dem Versprechen, sich in einer traumhaften Welt zu verirren.
Curioos uses curiosity to make their email CTA more compelling
Quelle

Betreffzeile der E-Mail

Jedes Mal aufs Neue: Betreffzeilen von E-Mails zu erstellen, kann kompliziert sein, aber nicht, wenn Sie alle Puzzleteile zur Hand haben. Hier erfahren Sie, um welche es sich dabei handelt:

Preview text

Sprichwörtlich eine Verlängerung der Betreffzeile einer E-Mail. Und er kann entweder zum Erstellen der Betreffzeile oder eigenständig verwendet werden. Wie auch immer Sie sich entscheiden, wenn die Abonnenten Ihres Newsletters bei beiden nicht geködert werden, sinken die Chancen, dass Ihre E-Mails gelesen werden.

Danach kommt der Absendername, selbstverständlich eines der ersten Dinge, die ein Empfänger bemerkt. Deshalb ist es eine gute Idee, Ihre Kunden mit einer Person vertraut zu machen, von der sie immer wieder hören. Sie sorgen nicht nur für eine gewisse Erleichterung bei ihnen, sondern verleihen Ihrer E-Mail auch einen persönlichen Ton.

Tipp: Testen Sie, mit welchem Absendernamen und welcher Art von Preview Text die Öffnungsraten steigen.

Sender name + email subject line and preview affect marketing email open rate

Personalisieren Sie

E-Mails mit personalisierten Betreffzeilen werden zu 26 % häufiger geöffnet als mit nicht personalisierten Betreffzeilen. Nutzen Sie zuerst den Barnum-Effekt und sorgen Sie dafür, dass die Betreffzeile exklusiv klingt.

Examples of personalized marketing email subject lines

Verwenden Sie Dringlichkeit, geringe Verfügbarkeit und Social Proof

Wenn Sie mit der Angst spielen, etwas zu verpassen, geben die Menschen in der Regel nach. Im Grunde genommen kann es nicht schaden zuzugeben, dass man auch dabei war! Genau so funktionieren wir doch, oder? Warum diesen Punkt also nicht nutzen, um die Antwortraten Ihrer E-Mails zu erhöhen?

Sehen wir uns zur Inspiration einige der Beispiele unten an. Oder gehen Sie später zu einer umfangreichen Liste von 101 Betreffzeilen für E-Mails, die von Mitarbeitern bei Optinmonster zusammengestellt wurde.

Examples of triggering emotion in email subject lines

Fügen Sie Emojis hinzu

Sie verleihen einen amüsanten Touch , und bieten die Möglichkeit, den Inhalt einer E-Mail in möglichst wenigen Worten zu vermitteln. Und ⬆️ E-Mail-Öffnungsraten. Experian berichtet, dass 56 % der Marken, die in ihrer Betreffzeile Emojis verwenden, eine höhere Öffnungsrate von E-Mails haben. ✌️

Gleichzeitig stimmt es aber auch, dass 30 % der E-Mail-Abonnenten Emojis lästig finden. Übertreiben Sie es also nicht mit den Emoticons und führen Sie immer A/B-Tests durch, um festzustellen, wie sie sich auf Ihre Conversion-Ziele auswirken.

Experimentieren Sie mit der Länge

Angenommen, Sie sind ein E-Mail-Marketer, der nicht viele Worte braucht. Dann sind 17-24 Zeichen ideal. Wenn Sie aber eine lange Betreffzeile verfassen, sollte laut Joanna Weibe  das Interessanteste an erster Stelle gesetzt werden, um bemerkt zu werden.

Abgesehen davon, sollten Sie die Betreffzeilen der E-Mail optimieren, indem Sie die mobilen E-Mail-Top-Kunden Ihrer Zielgruppe identifizieren, weil die Öffnungsraten von E-Mails auf mobilen Geräten zunehmen. Denn genau hier liegt der Punkt: Wenn Ihre E-Mail-Kampagnen nicht mobiloptimiert sind, verpassen Sie eine Menge an Conversion-Gelegenheiten.

Schlussfolgerungen

Wenn Sie wissen, wann Sie Ihre E-Mails versenden müssen, gleichzeitig Ihre Zielgruppe segmentieren und E-Mails gezielter versenden, dann können Sie sich von Ihren Mitbewerbern abheben. Ihre Abonnenten werden Ihnen danken, dass Sie Ihre Inbox nicht überfluten oder ihre Zeit verschwenden.

Aber (ja, es gibt ein „aber“!) erst, wenn Sie einen A/B-Test durchführen. Wie wäre es, wenn Sie mit der Optimierung loslegen und die hier beschriebenen Taktiken ausprobieren?

Teilen Sie uns mit, was bei Ihnen funktioniert hat, oder nennen Sie uns andere Strategien, die sich in der Vergangenheit bereits bewährt haben.

Blogartikel

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7 Beispiele für großartige Personalisierung von Retail Brands

One-to-One Personalisierung, auch Personalisierungsmarketing genannt, ist eine Strategie, die Inhalte basierend auf Zielgruppensegmenten und User-Verhalten mit dem Ziel erstellt, Conversion Rates zu steigern, Daten zu sammeln oder eine Beziehung zu Prospects aufzubauen. Personalisierungsmarketing ist eine der beliebtesten und erfolgreichsten Möglichkeiten für Unternehmen, sowohl bereits vorhandene Kunden als auch Prospects anzusprechen – vorausgesetzt, sie machen es richtig. 

57% der Kunden bestätigen, sie würden gerne persönliche Informationen preisgeben, um Sonderangebote und personalisierte Rabatte zu erhalten. Einem Bericht von Infosys zufolge wünschen sich mehr als 31% der befragten Verbraucher ein besser auf sie zugeschnittenes Kauferlebnis.

Maßgeblich für erfolgreiches Personalisierungsmarketing ist eine Beziehung von Marke und Kunde, die langfristig auf Vertrauen aufbaut. Im Einzelhandel (insbesondere im Online-Handel) kann Personalisierungsmarketing verschiedene Formen annehmen, wie zum Beispiel:

  • Empfehlungs-E-Mails
  • Abfrage von Geo-Lokalisierungsdaten
  • Spezielle Rabattcodes
  • Erinnerungs-E-Mails an Kunden, die die Website bereits eine Weile nicht mehr besucht haben

Wir haben uns mit 7 Marken befasst, die auf One-to-One Personalisierung setzen und einige der Gründe untersucht, warum Kunden auf diese Kampagnentaktik so gut ansprechen.

1. ASOS’s Social Connection 

7 Beispiele Personalisierung

Der Onlinehändler ASOS rühmt sich damit, sowohl neuen als auch bereits vorhandenen Kunden eine Reihe personalisierter Rabatte und Schnäppchen zu bieten, die jeweils davon abhängen, um welche Art von Kunden es sich handelt:

  • einen neuen Kunden 
  • einen wiederkehrenden Kunden, der ein bestimmtes Interesse gezeigt hat (z.B. Schuhe)
  • einen Stammkunden (dem zum Beispiel eine Premium-Lieferung für den nächsten Tag angeboten werden könnte)

Doch wie erhält ASOS diese Informationen? Eine mögliche Methode wäre, die Kunden dazu zu bringen, sich auf der Website über Social-Media-Plattformen anzumelden. Auf diese Weise könnte ASOS auf weitere Daten wie Alter, Geschlecht und Wohnort zugreifen, um noch persönlichere Botschaften oder Nachrichten zu senden.

Warum diese Methode funktioniert: Die Möglichkeit, über eine Social-Media-Plattform einen Account zu erstellen, vereinfacht Shoppern den Prozess und bietet ASOS gleichzeitig einen tieferen Einblick in die Schnäppchen oder Sonderangebote, die den Kunden am meisten interessieren könnten.

 2. Nordstrom speichert Ihre Größe

Nordstrom hat seinem Online-Warenkorb eine ebenso einfache wie effiziente persönliche Note verliehen: Die Kleidergröße wiederkehrender Kunden wird gespeichert. Ein nicht unbedingt überwältigendes Konzept für eine personalisierte Erfahrung; aber sie sorgt für einen nahtlosen Bezahlungsprozess beim Nutzer und bringt ihn dem Kauf einen Schritt näher. Ein ziemlich cleverer Schachzug von Nordstrom, der nicht unbemerkt geblieben ist.

Warum diese Methode funktioniert: Mit dem Speichern der bevorzugten Kleidergröße des Kunden (anhand vorheriger Käufe) kommt sofort die Aufmerksamkeit der Marke gegenüber dem Kunden zum Ausdruck. Gleichzeitig wird die Bezahlung auch noch einfacher. 

3.  Amazon’s ‘Das könnte Ihnen auch gefallen’-Ansatz

Personalisierung E-Commerce

Auch für Amazon ist personalisiertes Marketing kein Fremdwort. Im Grunde genommen war das Unternehmen der erste E-Commerce-Händler, der Personalisierung tatsächlich umgesetzt hat. Amazon ist für seine E-Mails mit Produktempfehlungen und seine personalisierten Homepages für angemeldete Kunden bekannt. Mit seinem unternehmenseigenen Algorithmus A9 geht Amazon noch einen Schritt weiter und versucht zunächst, die Kaufgewohnheiten der Kunden zu verstehen, um ihnen dann ein Erlebnis zu bieten, das bewusst auf Relevanz ausgelegt ist. 

Warum diese Methode funktioniert: Die Kunden fühlen sich wertgeschätzt und vom Händler verstanden, wenn sie E-Mails und empfohlene „Picks“ sehen, die auf ihre Interessen zugeschnitten sind. Konsistenz spielt beim Konzept von Amazon ebenfalls eine große Rolle, da das Unternehmen bei seiner Ansprache der Kunden ins Detail geht.

 4. Nike und sein personalisierter Ansatz

customize products

Nike lässt nichts unversucht, um Shopping-Erlebnisse zu personalisieren, wie wir bei der App SNKRs sehen, die einen Premium-Zugang (Kundentreue, Nike+ Shopper) zu einem großen Katalog von Produkten bietet, die dann individuell angepasst werden können. Eine ideale Möglichkeit, die Kunden noch stärker zu binden, da ihnen die einzigartige Gelegenheit geboten wird, die Produkte an ihren Geschmack anzupassen. 

Warum diese Methode funktioniert: Nike gibt den Kunden eine gewisse Entscheidungsfreiheit beim Design und damit die Möglichkeit, ihre Individualität zum Ausdruck zu bringen, auch wenn das Unternehmen weiterhin denselben Schuhstil auf der ganzen Welt produziert. Obwohl Nike eine sehr bekannte Marke ist, wollte das Unternehmen ein umfassendes Kundenbindungsprogramm schaffen, das die Kunden fesselt und ihre Begeisterung beim Gedanken an den Kauf von Nike-Produkten anheizt.

5. Personalisierter Touch von Net-A-Porter

Der Luxus-Onlinehändler Net-A-Porter hat sich für das Konzept „für Sie empfohlen“ entschieden, allerdings mit einer Besonderheit für High-End-Kunden, die beim Shoppen einen absoluten Premium-Service wollen. Das Unternehmen bietet seinen Kunden Freebies auf Grundlage ihrer vorherigen Käufe und verleiht der sonst normalen Online-Shopping-Erfahrung eine persönliche Note, was eigentlich keinen großen Unterschied zu den Empfehlungs-E-Mails von Amazon macht, nur dass die Net-A-Porter Kunden hier wirklich ein handfestes Produkt erhalten – wer mag schließlich keine Geschenke!

Warum diese Methode funktioniert:  Diese Geschenke zeigen die Wertschätzung der Kunden bei Net-A-Porter und tragen dazu bei, die Luxus-Shopping-Erfahrung online rüber zu bringen. 

6. Namenskampagne von Coca-Cola

2011 hat Coca-Cola seine Share a Coke Kampagne in Australien eingeführt und Tausende von Namen auf ihre Diet- und Original-Softdrinks aufgedruckt. Diese ebenso einfache wie effiziente Kampagne hat den Absatz sprunghaft ansteigen lassen und bestätigt damit die Auffassung, dass sich Kunden für Marken interessieren, von denen sie mit ihrem Vornamen angesprochen werden (wenn auch eher im weiteren Sinne!). Personalisierte Flaschen erfreuten sich größter Beliebtheit und die Käufer versuchten, ihre eigenen Namen zusammen mit denen ihrer Freunde und Familienmitglieder zu finden. Die Kampagne erhielt weltweit Anerkennung und brachte den Stein für andere Marken wie Marmite ins Rollen, die mit einer Namenskampagne ebenfalls großen Erfolg hatte.

Warum diese Methode funktioniert: Ist es einzig und allein Eitelkeit, die diese Kampagnen so populär macht? Verbraucher sehen gerne ihre eigenen Namen auf beliebten Produkten, die dadurch fast zum Sammlerobjekt werden und ihnen das Gefühl geben, einzigartig zu sein! 

 7.  Target’s Gast-ID

Der amerikanische Handelsriese Target hat beschlossen, sein personalisiertes Kampagnenspiel aufzupeppen, indem jedem Kunden bei seiner ersten Interaktion mit der Marke eine Gast-ID zugewiesen wird. Target hat dann die Daten dazu benutzt, Einzelheiten wie Kaufverhalten und sogar Job-Historie des Kunden in Erfahrung zu bringen! Die Daten haben Target dabei geholfen, die Konsumgewohnheiten seiner Kunden zu verstehen und sich einen Überblick über ihren jeweiligen Lifestyle zu verschaffen. Target hat sich insbesondere auf Kunden mit einer Baby-Wunschliste konzentriert und sogar ihre Marketing-Daten dazu benutzt, „Prognosen zur Schwangerschaftswahrscheinlichkeit“ von Kunden abzugeben, die nach bestimmten Artikeln suchten!

Warum diese Methode funktioniert: Jedem Kunden, der ein Geschäft betritt, ein personalisiertes Kauferlebnis zu bieten, ist für den Händler bereits eine echte Herausforderung. Durch die Zuweisung einer ‚Gast-ID‘ ist es Target gelungen, Kaufmuster und Kaufverhalten seiner Kunden im Geschäft zu verstehen. Diese Informationen hat das Unternehmen dann dazu genutzt, ihnen Vorschläge für Produkte zu unterbreiten, an denen sie interessiert sein könnten.

Zusammenfassung

Personalisierung kann mehrere Formen annehmen: E-Mails, die den Kunden mit seinem Vornamen ansprechen, Freebies basierend auf Verhaltensanalysen, Historie der vorherigen Käufe, Geo-Targeting… Die Erfolgsquote einer One-to-One-Personalisierungskampagne hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie vorhandenes Vertrauen des Kunden in die Marke, sorgfältig durchdachte Kampagne und Art der Verbreitung personalisierter Nachrichten und Botschaften (und sogar die Plattform, über die sie verbreitet werden).