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Die 5 häufigsten Gründe für Warenkorbabbrüche

Wenn Pageviews und Interesse an Produkten steigen und dennoch zu wenige Käufe wirklich zustande kommen, kann der Warenkorbabbruch ein Faktor sein, den sich ShopbetreiberInnen näher ansehen sollten. Dass KundInnen von einem Produkt plötzlich nicht mehr überzeugt sind, nachdem es bereits in den Warenkorb gelegt wurde, das ist eher die Ausnahme. Stattdessen verstecken sich die Gründe für Warenkorbabbrüche überall im Webdesign und in der Checkout Infrastruktur.

Unübersichtliches Webdesign als Grund für den Warenkorbabbruch

Wie ist ein guter Onlineshop aufgebaut? Um das herauszufinden können Sie sich an beliebten Shops orientieren, oder das sogenannte F-Schema anlegen, um zu sehen ob Ihre KundInnen alle wichtigen Navigations- und Infopunkte auf der Website wirklich auf einen Blick finden. Ist der Warenkorb beispielsweise versteckt, suchen KundInnen selten danach. Einer der gängigen Gründe für den Warenkorbabbruch ist, dass sich das Ablegen der Produkte in selbigen nicht danach anfühlt, einen Einkaufskorb zu füllen. Die KundInnen sehen häufig nicht, ob das Produkt bereits im Korb liegt, oder müssten aktiv den Checkout ansteuern um die Auflistung der gespeicherten Produkte zu sehen.

Mit einem professionellen Insights Tool, finden BetreiberInnen von Websites und Onlineshops die versteckten Schwachstellen. Was sehen Ihre KundInnen, wo verweilt der Blick oder die Mouse besonders lange? Heatmaps zeigen es. Besonders im mobilen Design verbergen sich zahlreiche potentielle Fehlerquellen. Dysfunktionale Dropdown-Menüs, Pop-Ups, die die Shopseite einfach überdecken oder interaktive Elemente, die immer wieder vom Checkout wegführen, lenken nicht nur ab – sie verhindern den Kauf und sind damit einer der Hauptgründe für Warenkorbabbrüche.

Die Lösung: Testen Sie die Nutzung Ihres Shops oder der eigenen App ausführlich und mit echten KonsumentInnen. Achten Sie darauf, Popups sinnvoll einzusetzen, um die Funktionalität für UserInnen nicht einzuschränken.

Warenkorbabbrüche durch eingeschränkten Lesefluss

Das F-Schema zeigt an, welche Bereiche KundInnen zuerst mit dem Blick scannen (Quelle).

Fehler in der Auspreisung und versteckte Kosten

Stellen Sie sich vor, Sie entdecken als KundIn ein absolutes Sonderangebot. Ein Produkt, das Sie schon lange kaufen wollten, ist um 75% reduziert. Nachdem Sie das Produkt in den Warenkorb legen, verschwindet der Aktionspreis und an seiner Stelle erscheint der Artikel mit normalem Preis in der Auflistung. Dieser Fall ist weniger selten, als Sie glauben. Das geschieht beispielsweise, wenn der Warenkorb so unübersichtlich aufgebaut ist, dass die Rabatte einen eigenen Posten bilden, der zwar von der Gesamtsumme abgezogen wird, aber dem Kunden oder der Kundin auf den ersten Blick signalisiert, der Preis sei doch nicht reduziert.

Ebenso häufig sind unterschiedliche Preise in ausländischen Währungen und Euro. Nicht jede KundIn behält Wechselkurse im Hinterkopf und oft sind VerbraucherInnen irritiert, wenn ein in Britischen Pfund ausgewiesener Artikel beim Checkout dann deutlich teurer erscheint.

Die schlimmste Falle jedoch versteckt sich bei den Versandkosten und Servicegebühren. Besonders bei Retailern digitaler Produkte werden oft Provisionen erst im Warenkorb aufgeschlagen. Auch die Versandkosten wurden nicht transparent kommuniziert und fallen höher aus als gedacht. Ihre KundInnen fühlen sich dadurch betrogen, auch wenn Sie in den AGB natürlich korrekt auf diese Umstände hingewiesen hatten.

Die Lösung: Weisen Sie deutlich im Header oder an prominenter Stelle auf Versandkosten, Mengenrabatte und Provisions-Aufschläge hin.

Wenn der Warenkorb als Merkliste dient

Wie wichtig ist eine Merkliste oder Wunschliste wirklich für den Einkauf? In der Praxis zeigt sich, dass VerbraucherInnen sich längst an die Nutzung dieses Tools gewöhnt haben. Fehlt die Möglichkeit, Produkte für später zu speichern, nutzen sie dazu den Warenkorb. Es handelt sich also nicht direkt um Warenkorbabbrüche, viel mehr war der Wunsch, diese Produkte auch wirklich zeitnah zu erwerben, gar nicht gegeben.

Für Sie als HändlerIn stellt das ein Problem da, denn viele Systeme blockieren Artikel zum Kauf für weitere KundInnen, sobald eine bestimmte Menge davon in Warenkörben liegt. Das falsche Vorgehen in diesem Fall sind Warenkörbe, die sich automatisch nach 24 oder 48 Stunden leeren. Dadurch nehmen Sie den KundInnen die Möglichkeit, später zu den Produkten zurückzukommen, wenn sie sich ausreichend darüber informiert und zum Kauf entschlossen haben.

Die Lösung: Eine Merkliste lässt sich in nahezu allen Shopsystemen problemlos hinzufügen und prominent auf den Artikelseiten platzieren.

Registrierungszwang und undurchsichtige Checkout-Prozesse

Fast jede VerbraucherIn fand sich schon einmal in der Situation, auf einen bestellten Artikel zu warten, der sich dann als nie gekauft herausstellte. Schuld daran sind selten die KundInnen. Vielmehr sind es schlecht angelegte Checkout-Prozesse, an deren Ende gleich mehrere Bestätigungen stehen, ob der Kauf auch wirklich abgeschlossen werden soll. Besonders bei der Zahlung auf Rechnung können Tage vergehen, bevor die KundIn bemerkt, dass irgendetwas schief gelaufen ist. Was für Sie einer der Gründe für Warenkorbabbrüche ist, ist für die KundIn ein Zeichen, dass Ihr Shop einen schlechten Service bietet.

Genau so frustrierend ist häufig der Zwang zur Registrierung eines Kundenkontos. Es gibt Produkte, die braucht man immer wieder und solche, die seltener als ein oder zwei Mal im Jahr erworben werden. Natürlich möchten Sie als Unternehmen Ihre KundInnen dauerhaft an sich binden und so eine Stammkundschaft für Mailings gewinnen. Die Wahl sich zu registrieren, sollten Sie allerdings den KundInnen selbst überlassen. Ist eine Registrierung nicht zu vermeiden, sollte der Kunde oder die Kundin noch vor dem ersten Speichern eines Artikels im Warenkorb darauf hingewiesen werden, dass sie sich einloggen oder neu registrieren muss.

Die Lösung: Klare Kommunikation in jedem Bereich des Bestellvorgangs. Registrierungszwang sollte generell überdacht und ein einmaliger Kauf als Gast ermöglicht werden.

Statistik Zahlungsmethoden im Onlineshopping

So zahlten deutsche VerbraucherInnen 2020 beim Onlineshopping (Quelle).

KundInnen können nicht zahlen

Einer der wohl häufigsten Gründe für Warenkorbabbrüche ist ein Mangel an Zahlungsmöglichkeiten. Ihre KundInnen gehen davon aus, dass sich das Angebot eines deutschsprachigen Shops auch an der Realität des deutschen Zahlungssystems orientiert. So haben sich Kreditkarten wie VISA und American Express in Deutschland nie wirklich durchgesetzt, auch weil der stationäre Einzelhandel sie häufig ablehnt. Bietet Ihr Shop also ausschließlich Bezahlung per Kreditkarte an, fallen bis zu 75% der KundInnen durch das Raster und brechen den Kauf ab.

Besonders beliebt sind in Deutschland PayPal, Bankeinzug, Zahlung auf Rechnung und das neu hinzugekommene Klarna-System. Das Einkaufen auf Rechnung ermöglicht es auch Personen, die ein Produkt dringend benötigen aber erst in einigen Tagen über die notwendigen Mittel verfügen, einen Kauf abzuschließen. Dieser Zahlungsweg erfordert allerdings ein eigenes Mahnwesen, denn nicht alle KundInnen sind zuverlässig. Alle anderen Zahlungsmittel sind für HändlerInnen ebenso sicher wie für die VerbraucherInnen.

Die Lösung: Bieten Sie mehrere Zahlungsmöglichkeiten an und gehen Sie auf Feedback ein, in dem sich viele KundInnen einen bestimmten Zahlungsservice wünschen.

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Call to Action: Ein einfacher Guide für mehr Conversions

Ein Call to Action bzw. CTA bezieht sich im Marketing auf ein Element, das in seinem Wording UserInnen zu einer sofortigen Handlung oder Antwort auffordert.

Calls-to-Action sind in Marketingkampagnen unbedingt notwendig und ein Mittel, um KundInnen zu einer bestimmten Aktion zu bewegen. In der Regel handelt es sich hier um Buttons. Sie können aber auch andere Formen annehmen. In diesem Leitfaden erfahren Sie alles, was Sie über CTA wissen müssen, wie sie funktionieren und wie sie auf Ihrer Website eingesetzt werden können.

Was ist ein Call to Action?

Hinter dieser geheimnisvollen Bezeichnung versteckt sich ein einfaches Marketingkonzept, dass Sie alle schon längst kennen. Calls to Action (CTA) beziehen sich auf alle Elemente, die UserInnen zu einer bestimmten Handlung bewegen sollen.

E-Commerce-Unternehmen verwenden CTA meistens in Form eines Buttons, der KäuferInnen anregen soll, einen Artikel in ihren Warenkorb zu legen oder eine Transaktion abzuschließen. Ein CTA ist nicht nur ein Schlüsselelement, um UserInnen spielerisch in Interaktionen einzubinden, sondern auch ein effizientes Mittel, um die Conversion Rate zu steigern.

Ein Call to Action soll Ihre UserInnen mit einem Wort oder Satz (meistens mit Tätigkeitsverben) wie „Hier klicken“, „Anmelden“, „Mehr erfahren“ usw. zu einer bestimmten Handlung bewegen. Diese Tätigkeitsverben können auch mit „jetzt“ verwendet werden und vermitteln so ein Gefühl der Dringlichkeit. Calls-to-Action sind erwiesenermaßen sehr wirkungsvoll und optimieren die Conversion Rates.

Mit CTAs können UserInnen tiefer in den Purchase Funnel geführt werden. Sie eignen sich aber auch für jede andere Art von Aktionen, beispielsweise, um sich anzumelden, einen Newsletter zu abonnieren oder einen Artikel in den Warenkorb zu legen.

Was macht einen effektiven CTA aus? Wenn Sie einen Call to Action für Ihre Website erstellen, zählt auch das kleinste Detail.

Achten Sie bei Ihrem Call to Action-Button besonders auf folgende Aspekte:

  • Visuelle Elemente
  • Wording
  • Tätigkeitsverb
  • Platzierung
  • Form
  • Farbe
  • Größe

Unterschätzen Sie keinesfalls, welche Auswirkungen Ihr CTA-Button auf Ihre Conversion-Rate haben kann. Ein Call to Action ist gut formuliert, wenn er auf seine Zielgruppe, das Alter, Geschlecht und die Sprache abgestimmt ist. Denken Sie daran, dass ein CTA nicht ein simpler Befehl oder eine Aufforderung für Ihre UserInnen ist, sondern Teil des gesamten Kaufprozesses. Deshalb muss der CTA diskret eingebunden, aber gleichzeitig auffällig genug sein, um von den UserInnen bemerkt zu werden.

Warum brauchen Sie einen eindeutigen Call to Action für Ihre CRO-Strategie?

Verlieren Sie nie aus den Augen, wie wichtig CTAs in Ihrem Purchase Funnel sind. Der Weg Ihres Kunden zum Abschluss einer Transaktion ist mit CTA-Buttons gepflastert. Sie sind ein Schlüsselelement für Ihre CRO-Strategie (Conversion Rate Optimierung) und müssen ziemlich eindeutig sein, weil sie die UserInnen zu den beabsichtigten Handlungen bewegen sollen.

Ein guter, klarer Call to Action bietet ein ansprechendes Design, das auf Ihre Zielgruppe abgestimmt ist, mit einer unmissverständlichen, direkten Aufforderung. So, und nur so, holen Sie das Beste aus Ihrem CTA heraus, mit Ergebnissen, die sich in Ihrer Conversion Rate UND Ihren CTR (Click-Through-Raten) widerspiegeln.

Ein effizienter CTA ist nichts weiter als ein perfekter Kompromiss zwischen dem Ziel Ihrer E-Commerce-Site, d. h. Umsatzsteigerung und Verkauf eines bestimmten Produkts, und den Bedürfnissen der UserInnen, z. B. das reibungslose Browsen beim Kauf eines Produkts. Deshalb muss Ihr CTA gut sichtbar und leicht zu finden sein, wobei aber auch die User Experience immer mit einbezogen werden muss.

Die besten Call to Action Beispiele für 2020

CTAs können viele verschiedene Formen annehmen. Um Ihnen für die A/B-Tests Ihrer CTAs zu helfen, haben wir die fünf besten CTA-Formen für das Jahr 2020 aufgelistet:

1. Direkte Calls-to-Action  

Angenommen, Sie möchten Ihre KundInnen tiefer in den Purchase Funnel pushen. Dann können Sie sich für einen direkten CTA entscheiden, z. B.:

  • Jetzt shoppen
  • Jetzt kaufen
  • In den Warenkorb legen

Call to action bei AmazonProduktseite von Amazon mit den CTA-Buttons „In den Einkaufswagen“ und „Jetzt kaufen“ (Bildquelle).

2. Call to Action mit dem Zauberwort „Kostenlos“

Mit diesen CTAs können Sie die UserInnen auf Schnäppchen aufmerksam machen. In der Regel sind diese CTAs mit einer „Abonnieren“ Box kombiniert. Sie können die E-Mail-Adressen Ihrer UserInnen sammeln und stellen im Gegenzug zum Beispiel eine kostenlose Testversion zur Verfügung. Diese CTAs präsentieren sich im Allgemeinen etwa so:

  • Kostenloser Download
  • Kostenlose 30-Tage-Testversion
  • Kostenloses Probeabo

 

CTA für Free trial bei Tidal

Die Homepage von Tidal bietet den UserInnen mit einem kostenlosen Probeabo einen Anreiz, sich zu registrieren (Bildquelle).

3. Einfacher Call to Action

CTA können eine reine Aufforderung sein. Zum Beispiel in einer Werbeanzeige in den sozialen Medien oder als Abkürzung für einen langen Text. Diese Art von CTA wird oft in Blogs oder Facebook Werbeanzeigen verwendet. Sie sollen die Neugier der UserInnen wecken und Lust auf mehr machen. Typische CTA-Texte dafür sind:

  • Erfahren Sie mehr
  • Starten Sie hier
  • Weitere Informationen
  • Mehr dazu

Call to Action Mehr erfahren von boseBose-Homepage mit CTA „Mehr erfahren“ (Bildquelle).

4. Calls to Action zum Registrieren

Diese Art von CTA ist oft in den sozialen Medien oder auf E-Commerce-Websites zu finden. Ziel ist, die UserInnen mit folgenden und ähnlichen Aufforderungen dazu zu bewegen, ein Konto zu erstellen und sich anzumelden:

  • Konto erstellen
  • Registrieren
  • Anmelden

Call to Action Philips AnmeldenHomepage von Philips USA mit mehreren CTAs (Bildquelle).

5. Calls-to-Action zum Erfassen von E-Mails

Die meisten genannten CTAs haben eines gemeinsam: Die E-Mail-Adressen Ihrer UserInnen erfassen und sie ansprechen, was für Ihre E-Mail-Marketingkampagnen nützlich ist. Je nachdem, was Sie anbieten, können die UserInnen ihre E-Mail-Adresse eingeben, um etwas zu erhalten, z. B. einen Rabatt, einen Gutschein oder eine kostenlose PDF-Datei. Dazu eignen sich Formulierungen wie:

  • Abonnieren
  • Gutschein sichern
  • Kostenloses PDF herunterladen
  • Registrieren

Anastasia CTA E-Mail

Popup mit CTA zur Newsletter-Anmeldung bei Anastasia (Bildquelle).

Neugierig auf noch mehr Inspiration? Lesen Sie unseren Beitrag über „14 Beispiele von CTA, denen Sie nicht widerstehen können“.

A/B-testen Sie Ihre CTA für bessere Ergebnisse

A/B-Testing

A/B-Testing ist präziser als jede andere CRO-Methode. Bei dieser digitalen Marketingstrategie nehmen Sie Änderungen auf Ihrer Website vor, um festzustellen, wie sie sich auf ein User Segment auswirken.

Es ist die beste Methode, um Ihre Conversion Rate zu verbessern, da Sie jedes Merkmal ausprobieren und im Anschluss das mit den besten Ergebnissen wählen können. A/B-Testing ist zuverlässiger, weil mithilfe der UserInnen bestimmt wird, welche Merkmale am besten funktionieren. Mit dieser Methode können Sie Ihre Idee bei Ihrer Zielgruppe oder Ihren potenziellen KundInnen testen.

Mit einem A/B-Test Ihres CTA-Buttons lässt sich die UX Ihrer Website am besten verbessern und gleichzeitig Ihre Conversion Rate steigern. Bei AB Tasty bieten wir Ihnen ein Instrument, mit dem Sie solche Tests extrem schnell und einfach durchführen können: unser Drag-and-Drop-Visual-Editor.

Wie führen Sie einen A/B-Test für Ihren CTA durch? 

Hier erfahren Sie, welche Schritte für einen A/B-Test Ihres Call to Action-Buttons nötig sind

  • Definieren Sie Ihr Testziel und die KPIs, die Sie verbessern möchten

Wenn Sie ein Merkmal Ihres Buttons ändern, müssen Sie ein klares Ziel vor Augen haben. Es hätte keinen Sinn, die Farbe Ihres CTA zu ändern, den Test durchzuführen und dann auf beliebige Ergebnisse zu warten. Sie könnten sich zum Beispiel zum Ziel setzen, mehr AbonnentInnen für Ihren Newsletter zu gewinnen.

  • Legen Sie eine Originalversion und eine Variante fest (Version A und Version B)

Wählen Sie den CTA für Ihren A/B-Test, z. B. den roten Button „Newsletter abonnieren“. Dieser rote Button ist Ihre Version A.

Was möchten Sie ändern? Die UserInnen würden vielleicht eher auf einen blauen Button klicken? Dann ändern Sie einfach die Farbe des Buttons. (Mit dem Drag-and-Drop-Editor von AB Tasty ist das in Sekundenschnelle erledigt). Die blaue Version des CTA-Buttons ist dann Ihre Version B.

  • Führen Sie Ihren A/B Test durch 

Stört Sie der Gedanke, die Hälfte Ihrer Website-BesucherInnen mit dieser Änderung zu konfrontieren?  Wenn Sie genügend Traffic haben, können Sie Ihren Test für einen kleineren Prozentsatz der gesamten Zielgruppe Ihrer Website durchführen und so das Risiko für einen potenziellen Conversion-Verlust mindern.

  • Sammeln Sie Daten und prüfen Sie Ihre Analysedaten

In der Regel benötigen A/B-Tests mehrere Wochen, bevor sie zuverlässige Ergebnisse liefern. Verfolgen Sie in diesem Zeitraum die Reports Ihres Testing-Tools. Hat sich Ihre Conversion Rate erhöht? Ist sie gesunken?

  • Hartcode ändern (oder auch nicht)

Zahlen lügen nicht. Ändern Sie auf Basis der Testergebnisse, was geändert werden muss, und lassen Sie den Rest wie gehabt. So gelangen Sie Schritt für Schritt zur besten Kombination der Merkmale für den perfekten CTA.

Zusammenfassung

CTAs sind ein entscheidendes Element für Ihre Strategie zur Optimierung der Conversion Rate. Sie sollen jedoch nicht wahllos eingeblendet werden oder wie altbekannter Button aussehen. Sie müssen gut durchdacht sein, weil sie sonst möglicherweise nicht den gewünschten Effekt erzielen.

Dank A/B-Testing können Sie herausfinden, mit welchen Merkmalen ein CTA die beste Performance erzielt. Denken Sie daran, dass sich visuelle Aspekte (wie Form, Farbe oder Größe), Wording, das gewählte Tätigkeitsverb und die Positionierung auf die Performance Ihres CTA auswirken.

Was zeigt uns das? Ein effektiver Call to Action kann die KPIs Ihrer Website steigern, Sie können für jede beliebige Webseite einen A/B-Test durchführen – hier sind keine Grenzen gesetzt.

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Was ist Personalisierung im digitalen Marketing?

Personalisierung ist der Prozess, bei dem die Ansprüche bzw. Bedürfnisse und Vorlieben Ihrer Zielgruppe berücksichtigt werden, um das richtige Produkt und Erlebnis der richtigen Person zum richtigen Zeitpunkt anzubieten. Damit haben Sie eine größere Chance, KundInnen das Gefühl zu geben, gehört zu werden, zielorientierte Interaktionen zu bewirken und sie zum Konvertieren zu bewegen.

Manche Unternehmen haben sich jedoch dagegen gesträubt und wurden zu Recht für ihre Ignoranz und ihr Desinteresse gegenüber ihren KundInnen bestraft. Sie brauchen einen Beweis? Hier ist er: 2017 berichtete Accenture, dass 41 % der VerbraucherInnen aufgrund mangelnder Personalisierung und fehlendem Vertrauen die Marke wechselten, was US-Unternehmen die enorme Summe von 756 Milliarden US-Dollar kostete.

Kurz gesagt: VerbraucherInnen wünschen sich Personalisierung. Ihr Verlangen nach personalisierten Produkten ist heute noch stärker – so stark, dass sie bereit sind, für Produkte zu zahlen, die für sie einmalig sind. Sie haben auch nichts dagegen, ihre personenbezogenen Daten zu teilen, wenn sie im Gegenzug personalisierte Empfehlungen und Angebote erhalten.

Was Personalisierung von Individualisierung unterscheidet

Es tut fast schon weh zu sehen, dass die Begriffe Personalisierung und Individualisierung wie Synonyme gebraucht werden. Tatsächlich stellen beide die UserInnen in den Mittelpunkt und möchten sie mit spannenden, kontextrelevanten Erlebnissen ansprechen. Sie funktionieren aber vollkommen unterschiedlich.

Inwiefern unterscheiden sich diese beiden Begriffe?

Wie Sie wissen, geht es bei der Personalisierung darum, ein One-to-One-Marketingerlebnis für KundInnen zu schaffen. Das beginnt damit, umfassende, qualitative Daten über Ihre Zielgruppe zu sammeln. Amazon ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie man bei der Personalisierung alles richtig macht, so auch Netflix und YouTube. Es hagelt nur so an Empfehlungen abhängig von den Aktivitäten der UserInnen auf den Websites.

Hier eine Produktempfehlung von Lancôme, die sagt, welches Produkt ich zusätzlich in Betracht ziehen sollte, nachdem ich ein Produkt in meinem Warenkorb gelegt habe:

Produktempfehlungen von Lancome

Bei der Individualisierung geht es aber darum, den VerbraucherInnen die Möglichkeit zu bieten, ein Produkt oder einen Service ganz nach ihrem persönlichen Geschmack individuell anzupassen. Einfach ausgedrückt, sie stehen im Mittelpunkt und haben eine vollständige Kontrolle über alles, was sie akzeptieren oder ablehnen möchten.

Zum Beispiel bietet Canva, ein kostenloser Anbieter von Grafiken und Tabellen, eine Vielzahl an individualisierbaren Vorlagen an. UserInnen können Schriftarten, Farben, Layouts usw. ändern und Elemente in einem Design hinzufügen/löschen oder ganz von vorne anfangen.

Individualisierung bei Canva
Canva enthält mehrere individualisierbare Vorlagen

Im E-Commerce ist die Individualisierung von Produkten das häufigste Individualisierungskonzept ShopperInnen haben das Gefühl, Mitspracherecht zu haben, da sie ihre eigene Kleidung und Accessoires entwerfen können – für Einzelstücke ganz nach ihrer Vorstellung von Styling. Es liegt auf der Hand: Mit der Individualisierung ihrer eigenen Produkte steigt die Zufriedenheit der KundInnen, da sie die Früchte ihrer eigenen Arbeit ernten!

Nike setzt auf Individualisierung, um eine große Wirkung zu erzielen und lässt ShopperInnen das Design ihrer Schuhe selbst bestimmen. Sie können das Customized Design sogar in den sozialen Netzwerken teilen. Natürlich sind diese persönlichen Statements in den sozialen Medien eine weitere Möglichkeit, dem Ego der ShopperInnen einen Schub zu geben, weil sie dann von anderen Komplimente erhalten können! Bei Nike könnte das dazu führen, dass mehr UserInnen auf der Website vorbeischauen und die Produkte kaufen.

Beispiel Individualisierung - Nike
Quelle

Was ist Web-Personalisierung?

Bei der Website-Personalisierung werden relevante und einmalige Erlebnisse auf jede(n) BesucherIn der Website zugeschnitten. Der Ansatz „One size fits all“ hat ausgedient. Personalisierung hingegen zielt darauf ab, dass sich die VerbraucherInnen als etwas Besonderes fühlen.

Übertragen auf unseren Alltag erklärt das, weshalb wir lieber in ein Café gehen, in dem die KellnerInnen nicht nur unser Gesicht und unseren Namen kennt, sondern auch weiß, wie wir uns fühlen. Es gibt doch nichts Schöneres, als das wohltuende Gefühl, bestätigt zu werden!

Beim Marketing ist Personalisierung jedoch wesentlich mehr, als die KundInnen nur beim Namen zu nennen. Laut SoDA Bericht sind sich 83 % der Marketer und Top Manager darüber im Klaren und haben vor, ihre Investitionen in Personalisierungsmaßnahmen 2019 zu erhöhen, wobei 32 % auf eine „deutliche Budgeterhöhung“ hinweisen.

Klingt vielversprechend? Das ist noch nicht alles.

Darüber hinaus bewerten dem Bericht zufolge 67 % der weltweit führenden Unternehmen ihr Unternehmen als „Master“ oder „Experten“ mit umfassenden und fortschrittlichen Personalisierungsfähigkeiten. Aber nur 40 % von ihnen nutzen die einfachsten Targeting-Kriterien für die Personalisierung.

Seltsam, aber wahr. Laut Tom Beck, xEecutive Director bei SoDA, lässt sich das Ganze bei einem Großteil der Unternehmen durch folgende Gründe erklären:

Begrenzte Budgets, Einschränkungen ihrer Technologieplattformen und Schwierigkeiten bei ihren Daten sind die größten Hindernisse. Nicht zu vergessen, dass mehr als die Hälfte aller Unternehmen keine adäquate Roadmap und keinen Investitionsplan für ihre Personalisierungsfähigkeiten hat.

Sie kennen das Problem? Wahrscheinlich überzeugt Sie der nächste Abschnitt davon, sich einen Ruck zu geben und nicht mehr nach Ausreden oder Gründen zu suchen, um die Wünsche und Erwartungen Ihrer KundInnen nicht an erste Stelle zu setzen.

Warum personalisierte digitale Erfahrungen erstellen?

Weil sich die Personalisierung darauf auswirkt, wie die KundInnen Ihre Marke wahrnehmen und wie sie shoppen:

  • 74 % der KundInnen sind frustriert, wenn der Inhalt der Website nicht personalisiert ist. (Business 2 Community)
  • Fast drei Viertel (74 %) der Online-VerbraucherInnen sind frustriert, wenn auf der Website Inhalte (z. B. Angebote, Anzeigen, Aktionen) angezeigt werden, die nichts mit Ihren Interessen zu tun haben. (HubSpot)
  • 77 % haben eine Marke mit einem personalisierten Service oder einer personalisierten Erfahrung gewählt, weiterempfohlen oder mehr für die Produkte einer solchen Marke bezahlt. (Forrester)
  • Über 78 % der VerbraucherInnen werden nur auf Angebote eingehen, wenn diese im Hinblick auf ihre früheren Engagements mit der Marke personalisiert wurden. (Marketo:)
  • Personalisierte Homepage-Aktionen haben 85 % der VerbraucherInnen zum Kauf veranlasst, während personalisierte Kaufempfehlungen beim Einkaufswagen 92 % der Online-ShopperInnen beeinflussten. (Business 2 Community)

Was sagen Sie dazu? Ich schätze, Sie brennen darauf, ein paar Personalisierungstaktiken kennenzulernen. Dann nichts wie los. Überlegen wir uns, wie manche Marken Psychologie nutzen und ihren KundInnen einige der besten gesamtheitlichen und ansprechendsten Website-Erfahrungen bieten.

Beispiele und Strategien, um die Personalisierung zu optimieren

  1.  Erstbesucher mit einem exklusiven Angebot locken

Zum Auftakt rühre ich die Werbetrommel für die Erfolgsgeschichte eines unserer Kunden! Für BesucherInnen, die nicht eingeloggt waren und gezielt einen Aufenthalt von mindestens zwei Nächten suchten, löste Best Western® Hotels & Resorts ein Pop-in mit einem Angebot speziell für InhaberInnen eines Rewards Kontos aus. Raten Sie mal, was dann geschah? Die Kontoerstellung machte einen Sprung von 12 %.

Kundenbeispiel Best western Personalisierung

Und hier noch ein weiteres Beispiel, diesmal auf der Website von Steve Madden:

Offer personalized, unique offers for first-time visitors - Steve Madden

  1. Personalisierte Empfehlung bei der Zahlung

Wenn Sie ergänzende Produkte zu den Artikeln im Warenkorb oder weitere Produkte anzeigen, die den KundInnen gefallen könnten, ist das auch von Vorteil für Sie. Erstens, weil die KundInnen so neue Produkte entdecken, ohne danach zu suchen – sie werden ihnen sozusagen auf dem Silbertablett serviert. Und zweitens haben sie das Gefühl, dass man sich exklusiv um sie kümmert! Das Ergebnis? Höherer durchschnittlicher Warenkorbwert. Wer ist hier der Gewinner? Sie natürlich!

Personalisierung mit Recommendation Ending Ebay
Ebay lockt ShopperInnen mit „Wird oft zusammen gekauft“

Hier sehen Sie, wie Amazon den Browsing- und Shoppinghistorie einbezieht, um auf drei verschiedene Arten Produktempfehlungen zu geben.

Amazons Personalsierungstool

  1. Setzen Sie auf Geo-Targeting

Die Standortbestimmung Ihrer BesucherInnen ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, Inhalte bereitzustellen, mit denen sie sich identifizieren können. Leiten Sie die BesucherInnen direkt zu den länderspezifischen Shops. Es schafft Vertrauen, wenn der Text in einer bekannten Sprache angezeigt wird und Inhalte und Angebote geografisch relevanter für die BesucherInnen sind.

Angenommen, die Website-BesucherInnen kommen aus einem Land, in dem Winter herrscht. Hier können sie Winterkleidung empfehlen. Das hält ihr Interesse wach und stimmt sie darauf ein, etwas zu kaufen, was zu dem Zeitpunkt gerade angebracht scheint.

Geolocation Personalisierung - ASOS
Auf der Asos Website werden UserInnen auf die länderspezifischen Shops weitergeleitet.

Die Hemmschwelle sinkt ebenfalls, wenn mehrere Währungen und bevorzugte Zahlungsoptionen angezeigt werden. Mit einer lokalisierten Zahlungsabwicklung konnte inMusic die Abbruchrate im Warenkorb offenbar um 30 % reduzieren.

  1. Beziehen Sie interaktive Inhalte ein

Mit einem interaktiven Quiz können Sie das Shoppen zum Vergnügen machen, indem Sie das Paradox der Wahl ausschalten. Wie? Dieses Format ist die Online-Version eines Verkäufers im stationären Handel, der Ihnen hilft, bei einer riesigen Auswahl genau das Richtige zu finden! Damit das jedoch funktioniert, müssen Sie einen überzeugenden Text und interessante Fragen bereitstellen. Ähnlich wie der Charme und die Wortgewandtheit des Verkäufers!

Nachstehend finden Sie die Startseite des „The Original Fit“ Quiz. Der Text ist unterhaltsam, er verspricht ein angenehmes Shopping-Erlebnis, die Claims werden durch Daten untermauert. Wie könnte man da nicht beim Quiz mitmachen?

-interaktives Quiz Personalization digitale Experiences
Quelle

Sie befürchten, dass Sie nicht genügend Zeit haben, interaktive Quizze zu erstellen? Kein Problem, dafür gibt es Plattformen wie Outgrow, SnapApp und LeadQuizzes. Sie bieten Vorlagen, die Sie ganz ohne Programmierkenntnisse leicht anpassen können.

  1. Locken Sie KundInnen mit Exit-Intent Pop-ups zum Kaufabschluss

Wenn sich jemand schon länger auf einer bestimmten Produktseite aufhält, an einem Produkt interessiert ist, aber noch nicht zum Kaufen bereit ist, können Sie den Deal in einem Exit-Intent-Pop-up mit einem Rabatt schmackhaft machen. Und vielleicht sogar ein Testimonial einfügen. Oder Sie können je nachdem, welche Artikel im Warenkorb liegen, einen kostenlosen Versand anbieten, falls der Kauf in den nächsten Stunden abgeschlossen wird (denken Sie an das Knappheitsprinzip).

Personalisierung Beispiel - Warenkorbabbrüche verringern

  1. Sorgen Sie für einen schnellen, bequemen Zugriff

Von einer Homepage, die den Browserverlauf Ihrer KundInnen widerspiegelt, bis zum einfachen Auffinden der letzten Bestellungen: Entscheidend ist, dass der Fokus immer auf die UserInnen gerichtet bleibt. Das verkürzt den Weg zum Kauf und erhöht die Chancen auf Conversion. Nehmen Sie zum Beispiel eine Seite von Amazon. Eine Dropdown-Liste mit allen Optionen = viele Probleme gelöst!

Personalisierung Beispiel Dashboard Amazon

  1. Machen Sie kürzlich gesuchte Produkte leicht auffindbar

Online-Shopping ist anstrengend, keine Frage. Die UserInnen springen von einem Produkt zum nächsten, sind sich nicht sicher, ob es wirklich „das Richtige“ ist. Ihnen zuliebe sollten Sie die vorher angesehenen Produkte anzeigen, solange die UserInnen auf Ihrer Website sind. Das erhöht die Verweildauer auf der Website und gibt den UserInnen das Gefühl, dass Sie ihnen zur Seite stehen und helfen, frühere Suchergebnisse nicht aus den Augen zu verlieren.

E-Commerce Plattformen wie Shopify, WooComerce und andere haben bereits Apps entwickelt, die das möglich machen. Also nichts wie los!

Shopify Personalisierung App
Quelle

Für die Zukunft

Die UserInnen erwarten von Ihnen äußerst personalisierte Erlebnisse. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, sich als Marke zu positionieren, der es gelingt, sich in die Bedürfnisse ihrer KundInnen hineinzuversetzen. Sie haben schon gesehen, wie einige Ihrer Mitbewerber die Messlatte höher legen. Außerdem wissen Sie bereits, welche Strippen Sie ziehen müssen, um alle, die auf Ihrer Website vorbeischauen, wie von Zauberhand zu überraschen. Deshalb nichts wie los!

Der Schlüssel zum Erfolg? Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen. In Nullkommanichts bedanken sich Ihre KundInnen bei Ihnen dafür, dass Sie Gedanken lesen können! Dann wissen Sie, dass Sie es geschafft haben!

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5 Customer Experience Trends für 2021

2020 war ein schwierige Zeit.

Es überrascht niemanden, dass der Begriff „Pandemie“ von Merriam-Webster und Dictionary.com offiziell zum Wort des Jahres gewählt wurde. In Marketingkreisen zählen „neue Normalität“, „Pivotieren“ und „noch nie dagewesen“ zu den Top-Begriffen.

Worauf laufen alle diese Änderungen für CX-Spezialisten 2021 hinaus? Wie werden sich CX-Trends auf die Erwartungen der Kunden auswirken und wie sollten sich Marken auf ihre CX-Strategie vorbereiten? Wir sollten Folgendes nicht vergessen: Auch wenn die Customer Experience als wichtiges Unterscheidungsmerkmal vermutlich Preis und Produkt überholen wird, fahren nur einige Marken eine solide Strategie.

Wir haben uns mit den Experten von TrendWatching zusammengeschlossen, um die Trends der digitalen Customer Experience zu analysieren, die sich unserer Meinung nach 2021 abzeichnen, und bieten unten eine kurze Übersicht mit 5 dieser 11 Trends. Wenn Sie sich jedoch ein umfassendes Bild machen möchten, können Sie den vollständigen Report herunterladen.

5 Trends, die wir genauer untersucht haben:

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1. Business as Social: Social Shopping und Social Commerce

Vielleicht, weil wir uns nicht persönlich mit unseren Freunden, Familienmitgliedern und Kollegen treffen. Vielleicht, weil wir deutlich mehr Zeit in den sozialen Medien verbringen – laut GlobalWebIndex sind 23 % der Internet-Nutzer erheblich länger als vor dem Lockdown in den sozialen Netzwerken unterwegs.

Aus welchem Grund auch immer … wir beobachten einen Aufwärtstrend bei Shopping Erlebnissen, bei denen soziale Medien oder Livestream Technologien eine große Rolle spielen. Der gemeinsame Nenner? „Business as Social“ Shopping bedeutet gemeinsames und erlebnisorientiertes Shoppen, das  weit mehr ist als nur ein hinzugefügter Button „Jetzt kaufen“.

Beispiel Social Commerce Customer Experience Trends Squadded
Quelle

Beispielsweise können Sie sich dank der Google Chrome Erweiterung Squadded mit Freunden zusammenschließen, um ein Produkt auszuwählen, zu kaufen oder sich über diesen Artikel zu unterhalten, vor allem, wenn es um Outfits geht. Die Erweiterung bringt die Freunde der Kunden in einem Online-Chat zusammen, als Ersatz für einen „Tag in der Mall“.

Musikfans können auf DroppTV Produkte direkt in den Videoclips in Echtzeit und per Maus-Klick kaufen.

Was das für Sie bedeutet: Diese beiden Beispiele basieren auf demselben standardmäßigen E-Commerce-Baustein, dem Produktbild. Nur dass diese Bilder jetzt noch genauer unter die Lupe genommen werden. Produktbilder sind für Conversions von entscheidender Bedeutung, vor allem, wenn Verbraucher keine Möglichkeit haben (werden), das Produkt im echten Leben zu sehen.

2. Virtuelle Experience Economy

„Die Experience Economy“ beschäftigt sich mit dem Erlebniswert von Produkten. Bei der virtuellen Experience Economy hingegen geht es um die soziale Währung, die von unseren „virtuellen Identitäten“ gesammelt wird. Mit anderen Worten, was wir online machen, trägt mehr und mehr zu unserem Identitätsbewusstsein bei.

Wir gehen davon aus, dass Verbraucher mehr Zeit, Geld und Energie für Erlebnisse in digitalen Umgebungen aufwenden werden, ob in einem Videospiel, auf einem Rechner oder in einer VR/AR-Welt. Auch wenn die Grundlagen dieses Verhaltens bereits vor COVID gelegt wurden, haben die pandemiebedingten Lockdowns und Social Distancing dieses Wachstum beschleunigt.

virtual experience economy trend example with swift app
Quelle

Zum Beispiel hat National Geographic ein AR-Erlebnis über Instagram gestartet, bei dem User den Mount Everest besteigen. Oder wie sieht‘s mit Spielern von Animal Crossing aus, die digitale Kunstwerke, beruhend auf echten Gemälden aus dem J. Paul Getty Museum in ihre Spieleumgebungen einfügen können? Und Sportfans können mit der Zwift Sports App (siehe oben) durch virtuelle Welten (auf ihrem TV-Bildschirmschirm) biken oder laufen.

Was das für Sie bedeutet:  VR/AR-Erlebnisse – welcher Art auch immer – in eine Customer Journey zu integrieren, ist aus Sicht des Produktmanagements sicher eine Herausforderung. Wenn dies Ihrer Meinung nach ein sinnvoller Weg ist, könnte es ebenfalls sinnvoll sein, ein Feature Management-System (progressives Rollout/Rollback, Feature Flagging usw.) einzubetten, um diesen neuen Ansatz sicher zu testen und zu bekräftigen, dass diese Lösung für das Unternehmen von Interesse ist.

3. Für komfortable Omnichannel-Experience mit synchronen Services sorgen

Wenn sich der durchschnittliche Arbeitstag aufgrund einer Pandemie um 48 Minuten verlängert und Eltern alle Hände voll zu tun haben, die Betreuung ihrer Kinder und Homeschooling in Einklang zu bringen, erwarten Verbraucher, dass alles schnell, einfach und an einer Stelle erledigt wird. Kurz: Bequemlichkeit.

Marken, die verschiedene Services – eigene oder von Drittanbietern – in einem einzigen Produkt anbieten können, sind gut aufgestellt, um genau diesen praktischen Aspekt zu bieten. Das gilt für das Kauferlebnis, den Kundenservice, Interaktionen nach dem Kauf und vieles mehr.

Customer experience trend of synced services with uber
Quelle

Zu einigen Beispielen zählen Panera, das seinen mobilen Bestellservice durch die Zusammenarbeit mit Google Maps aufgerüstet hat. Nutzer, die nach „Panera in meiner Nähe“ suchen, erfahren in den Ergebnissen, welche Restaurants Gerichte zum Abholen oder einen Lieferservice anbieten, und können einen Standort auswählen, um die Bestellung zu starten. Ebenso hat Uber vor Kurzem das Uber- und Transit-Feature in Sydney eingeführt. Sydney war die erste Stadt mit dem integrierten ÖPNV-Feature, d. h. der besten Kombination für Fahrten mit UberX und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Was das für Sie bedeutet: Wenn Sie Erlebnisse anbieten, bei denen man Ihre Produkte bequemer kaufen kann, sind Sie Ihren Mitbewerbern einen Schritt voraus. Dabei kann es sich um alles handeln, ob die Integration eines Drittanbieters wie in den Beispielen oben oder einfach eine interne lückenlose Customer Journey.

4. Segment of One: Hyper-Personalisierung

Marketers personalisieren die Customer Experience nun schon seit einiger Zeit. Die Idee ist nicht neu, im Gegensatz zur Erwartungshaltung der Verbraucher diesbezüglich.

Beauty-, Fitness- und Modemarken setzen neue Maßstäbe, wenn es um Hyper-Personalisierung geht. Durch künstliche Intelligenz können zukunftsorientierte Marken für jeden einzelnen Kunden wirklich ein „Segment of One“ für einzigartige Erlebnisse erstellen.

Wir wissen, Spotify kuratiert personalisierte Playlists für User. Aber wussten Sie, dass Spotify im Sommer mit dem Künstler Weeknd zusammengearbeitet hat, um einen digitalen Avatar des Sängers zu erstellen, der mit den Usern namentlich gechattet hat?

The yes AI personalization CX trend (1)
Quelle

Oder die App The Yes, die durch maschinelles Lernen Modeartikel für User Feeds kuratiert. Durch ein Ja oder Nein bei jedem Artikel helfen die User von The Yes der App, ihren Geschmack besser zu treffen. Auf gleiche Weise haben sich Dior und Meitu zusammengeschlossen, um eine personalisierte, quiz-basierte Hautpflegediagnose anzubieten und den Kunden die entsprechenden Produkte zu empfehlen, während Nestle und with/n ähnlich kooperieren, um ihren Usern individuelle Fitnessprogramme anzubieten.

Eine einfache demografische Personalisierung wird nicht ausreichen, wenn es um die Erwartungen der Kunden an Personalisierung geht. Künstliche Intelligenz hat einer wirklichen One-to-One-Segmentierung die Türen geöffnet. Verbraucher erwarten zunehmend von Marken, ihre Produkte, Erlebnisse und Services an den persönlichen Bedarf anzupassen.

Was das für Sie bedeutet: Schauen Sie über den eigenen Tellerrand hinaus, wenn es um Personalisierung geht. Wenn Sie gerade erst am Anfang stehen, müssen Sie nicht von null auf hundert Fahrt aufnehmen, sondern können das Problem von einer anderen Seite aus angehen. Beispielsweise können Sie die Zielgruppe nach Kaufneigung und psychografischen Daten segmentieren, anstelle nach oder zusätzlich zu demografischen Daten. Wenn Sie Kunde von AB Tasty sind, dann sind Segmentierungskriterien wie Engagement Level und Content Interest ein optimaler Ausgangspunkt.

5. Nützliche (künstliche) Intelligenz

„Genau das ist das Interessante an Technologien wie KI, Maschinelles Lernen, Bilderkennung und mehr – die Verbraucher wissen nicht, wie sie funktionieren oder interessieren sich nicht dafür. Aber sie verstehen, dass sie ihnen helfen können, Aufgaben zu erledigen, das Leben einfacher und bequemer zu machen und nicht überfordert zu werden.” – Ihre Karten in der (virtuellen) Experience Economy richtig ausspielen

Ja, tatsächlich.

Auch wenn manche Angst davor haben, dass „Automatisierung den Job wegnimmt“, oder eine zunehmende Verbreitung von Algorithmen befürchten, sobald eine AI-Technologie ihnen das Leben erleichtert, erkennen sie den Wert. Da die Verbraucher mit Entscheidungsmüdigkeit, einer zunehmend längeren „To Do“-Liste und schwierigen Zeiten in der Pandemie konfrontiert sind, begrüßen sie künstliche Intelligenz, die ihnen die tägliche Routine einfacher macht.

 

Example of CX trend around AI whisk app
Quelle

Nehmen Sie die kürzlich erschienene App Whisk, die erschöpften Verbrauchern mit künstlicher Intelligenz hilft, Einkaufslisten zu schreiben, Speisepläne aufzusetzen und mehr, auf allen Geräten und allen Websites. In ähnlicher Weise bietet Google Assistant eine neue Funktion mit dem Namen Hold for Me an, die für Sie in der Warteschlange steht. So müssen Sie nicht fast eine Stunde die Musik am anderen Ende hören.

Was das für Sie bedeutet: Nicht nur der Endverbraucher in der B2C-Welt möchte sich mit Maschinellem Lernen das Leben einfacher machen! Wenn es um Martech geht, erwarten B2B-Käufer von Softwareanbietern Lösungen mit integrierter KI, um Zeit zu sparen und nicht ihren Arbeitstag kompliziert zu machen.

Takeaway

Wir begeben uns 2021 in vielfacher Weise in eine „schöne neue Welt“.

Wenn alles gesagt und getan ist, suchen Verbraucher nach Marken, die sich nach der Corona-Pandemie an diese neue Welt anpassen. Sie möchten etwas kaufen, das sicher, einfach und genau auf ihren Bedarf zugeschnitten ist. Aber die Pandemie löscht die veränderten Kundenerwartungen, die sich im Hintergrund vor März 2020 abgezeichnet hatten, nicht aus. „Fühlende Räume“, „Daten-Tore“ und „Grüner Druck“ sind nur einige weitere Punkte, die von Interesse sind und sich in diesem Jahr zuspitzen werden.

Wenn es jemals Bedarf für das Mindset „Testen und Lernen“ gab, dann jetzt.

Sie können sich näher über diese 5 Trends informieren und mehr über die restlichen 6 Trends in unserem Report mit TrendWatching hier erfahren.

Blogartikel

4min. Lesezeit

AB Tasty – die allererste CX-Optimierungsplattform mit Zapier-Integration

Sie möchten AB Tasty in Ihren Optimierungs-Workspace integrieren?

Wir haben gerade unsere Zapier Integration veröffentlicht, die genau das Richtige für Sie ist!

Sie ist ganz einfach anzuwenden und Sie können AB Tasty sofort mit mehr als 3.000 Applikationen verknüpfen (kein Coding erforderlich), um Ihre Abläufe zu automatisieren.

Alles was Sie tun müssen: die Ereignisse auswählen, die in Ihrem AB Tasty Account stattfinden, und verbundene Aktionen auf anderen Applikationen (wie Slack, Trello, Jira, Mailchimp, Salesforce, Google Tabellen, Google Kalender usw.) auslösen, die auf diesen Ereignissen basieren. Bisher sind folgende Trigger in Zapier verfügbar:

  • Kampagne von einem User gestartet
    Wird ausgelöst, wenn eine Kampagne von einem User in Ihrem Account gestartet wird.
  • Kampagne von einem User pausiert
    Wird ausgelöst, wenn eine Kampagne von einem User in Ihrem Account pausiert wurde.
  • Framework ist deaktiviert
    Wird ausgelöst, wenn das AB Tasty Script in Ihrem Account gelöscht wurde. Auf Ihrer Website werden keine Kampagnen mehr durchgeführt.
  • User zu Ihrem Account hinzugefügt
    Wird ausgelöst, wenn ein neuer User in Ihrem Account hinzugefügt wurde.
  • User aus Ihrem Account entfernt
    Wird ausgelöst, wenn ein User aus Ihrem Account entfernt wurde.
  • User in Ihrem Account aktualisiert
    Wird ausgelöst, wenn User-Rechte in Ihrem Account geändert wurden.
  • Framework wurde neugeladen
    Wird ausgelöst, wenn das AB Tasty Script in Ihrem Account neu erstellt wurde. Ihre Kampagnen werden nach einigen Minuten wieder „live“ geschaltet.

Wenn eines dieser Ereignisse in Ihrem AB Tasty Account auftritt, wird eine Benachrichtigung an Zapier gesendet. Wenn Sie einen „Zap“ erstellt haben, der sich auf dieses Ereignis bezieht, wird in der betreffenden Applikation eine Aktion durchgeführt.

Hier einige Beispiele, um Ihnen eine Vorstellung davon zu geben, wie Sie diese Integration nutzen können.

 

AB Tasty und Slack 

Definitiv die beliebteste Nutzung unserer Integration. Sicher haben Sie einen eigenen Slack-Channel, in dem Ihr gesamtes Team im Rahmen der CX Optimierung zusammenarbeitet und den Fortschritt Ihrer Optimierungsprojekte beobachten kann. Hier können Sie automatische Benachrichtigungen erstellen, die in diesem Channel angezeigt werden, sobald eine Kampagne von einem Ihrer Teammitglieder gestartet oder pausiert wird. Auch Framework-bezogene Benachrichtigungen können nützlich sein, sodass Sie die Aktivität Ihres AB Tasty-Accounts besser verstehen.

 

AB Tasty und Trello 

Projektmanagement-Tools sind ein gutes Ziel für Zapier-Trigger. Beispielsweise kann Ihre Kampagnenkarte auf Ihrem CX-Optimierungs-Board automatisch aktualisiert werden, wenn eine neue Kampagne in AB Tasty gestartet oder pausiert wird. Sie können auf Ihrer Kampagnenkarte auch ein neues Mitglied hinzufügen, wenn ein neuer User zu Ihrem AB Tasty-Account hinzugefügt wird.

 

 

AB Tasty und Google Calendar 

Vielleicht verwenden Sie bereits Google Kalender, um die Zusammenarbeit im Team zu verbessern und die laufenden Kampagnen besser zu verstehen. Dank unserer Zapier-Integration können Sie jetzt sofort ein existierendes Ereignis erstellen, aktualisieren oder beenden, wenn eine Kampagne gestartet oder pausiert wurde. Zapier hilft Ihnen, manuelle Arbeiten oder Arbeitsabläufe mit begrenztem Mehrwert auf ein Minimum zu reduzieren und sich auf das Wichtige zu konzentrieren.

 

Möchten Sie andere Applikationen in AB Tasty integrieren? Dann besuchen Sie unserer Seite bei Zapier und wählen Sie die Applikation aus, die Sie suchen.

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13min. Lesezeit

Product Manager vs. Product Owner: Wo liegt der Unterschied?

Gehüpft wie gesprungen? Wo liegt der Unterschied zwischen einem Product Manager und einem Product Owner … oder ist das im Grunde der gleiche Job?

Nein, ein Produktmanager und ein Product Owner haben nicht dieselbe Rolle. Sie verfolgen zwar ein gemeinsames Ziel – Produkte, die Usern lieben und nutzen – haben jedoch nicht denselben Verantwortungsbereich.

In der Regel sind Produktmanager für das Warum verantwortlich. Sie erstellen die Produkt-Roadmap auf Grundlage der Bedürfnisse und Wünsche der User. Sie konzentrieren sich auf Geschäftskennzahlen und darauf, ob sich ein Produkt in die richtige Richtung entwickelt.

Product Owner ihrerseits sind für die Erstellung und Abwicklung des Product Backlogs verantwortlich. Sie sind im operativen Prozess involviert und an eine Deadline gebunden. Für sie dreht sich alles um Scrum, das Hin und Her mit den Entwicklern und darum, anstehende Aufgaben zu erledigen.

Doch oft lässt sich keine klare Trennlinie zwischen den beiden ziehen. Je nachdem, wo Sie arbeiten, sind Sie möglicherweise an unterschiedliche Situationen gewöhnt. Um die Unterschiede und die Ähnlichkeiten zwischen diesen beiden Jobs besser zu verstehen, haben wir unseren firmeninternen Produktmanager Yoann Grange gebeten, Klarheit zu schaffen.

Sie haben nur wenig Zeit? Klicken Sie direkt auf den Abschnitt, der Sie interessiert.

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Welche Verantwortlichkeiten hat der Product Manager? Welche der Product Owner?

Diese Frage beschäftigt mich schon seit über fünf Jahren. Und das so sehr, dass ich bereits 2016 25 Video-Interviews [auf Französisch] mit Product Ownern, Produktmanagern, Heads of Product usw. geführt habe.

Meine Antwort lautet kurz und knapp: Kommt drauf an.

Product Manager Experience

Sie denken jetzt bestimmt „Na klar! Gilt das nicht für alles?“

Aber hier, in diesem Fall, hängt dies tatsächlich von vielen verschiedenen Faktoren ab. Einige werden in diesem Artikel näher behandelt.

Product Manager vs Product Owner: Was wann in Betracht ziehen sollte

Wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, dass es Produkte unterschiedlichster Art gibt: Industrieprodukte, landwirtschaftliche Produkte, Dienstleistungen, Chemikalien, Modeprodukte … und Softwareprodukte.

Im SaaS MarTech Bereich herrscht die Meinung vor, dass alle Produkte gleich aufgebaut sind und alle Unternehmen die gleiche Struktur aufweisen. Die Branche tendiert zur Annahme, dass hinter jedem Feature ein Produktmanager und ein Product Owner steckt.

Die Wirklichkeit sieht aber anders aus: Manchmal ist es der eine oder der andere, manchmal beide oder sogar keiner von beiden. Welche Faktoren bestimmen diese Struktur? Sehen wir uns ein paar davon näher an.

1. Dynamik

Das wichtigste Kriterium ist „die Dynamik des Unternehmens“. Was verstehe ich unter diesem Begriff?

Wie neu/alt ist das Unternehmen?

Diese Frage ist wichtig. Sie steht nicht in direktem Zusammenhang mit der Größe des Unternehmens. Sie bezieht sich auch nicht auf die Anzahl der Kunden. Ich kenne zum Beispiel ein Unternehmen mit neun Personen und über 200.000 zahlenden Kunden. Die Firma ist mittlerweile „schon“ sechs Jahre alt und die Produkt-Funktion wird hier mehr oder weniger von allen wahrgenommen.

Wie weit ist das Unternehmen von einem bestimmten „Schlüsselmoment“ entfernt?

product owner vs product manager ab tasty

Unter „Schlüsselmoment“ verstehe ich Schlüsselphasen oder Ereignisse im Lebenszyklus eines Unternehmens. Zum Beispiel:

  • Gründung des Unternehmens
  • Verkauf des Unternehmens
  • neue Finanzierung
  • Steuerprüfung
  • Release eines Mitbewerbers
  • Krise
  • Neuer CEO
  • … Sie wissen, wovon ich spreche.

Diese verschiedenen Schlüsseletappen wirken sich auf die Praxis der Produktentwicklung aus.

Sie bestimmen deshalb, was ein Produktmanager und was ein Product Owner macht.

Kurz nach der Gründung eines Unternehmens ist der CEO wahrscheinlich am besten geeignet, die Produktrollen zu betreuen. Häufig ist der CEO (zumindest in skalierbaren SaaS Unternehmen) derjenige, der die Funktion von PO, PM, QA und Support inne hält, was weder eine bewusste Entscheidung noch eine Strategie ist, sondern einfach nur das, was im entsprechenden Moment notwendig ist.

Wie man mit der Dynamik eines Unternehmens umgeht, bestimmt in der Regel außerdem wie „gut“ sich das Unternehmen macht.

Wurde der gegenwärtige Moment antizipiert oder ist er nur das Ergebnis der Reaktion auf den vorhergehenden Moment? Sie können davon ausgehen, dass ein Unternehmen umso „agiler“ ist, je öfter es reagiert. Je mehr Momente antizipiert werden, desto „visionärer“ das Unternehmen. Gleichzeitig agil und visionär zu sein, ist eine große Herausforderung.

2. Die Größe zählt

Mit Größe meine ich nicht nur die Anzahl der Mitarbeiter. Die Größe eines Unternehmens bezieht sich auch auf die Anzahl der:

  • Produkte
  • Modelle
  • Features
  • Scopes
  • Preistabellen
  • oder Märkte, die das Unternehmen anspricht.

Produkte auf die richtigen „Dimensionen“ zurechtzuschneiden und zu entscheiden, ob sie nach Markt, Produktlinie oder Thema aufgeteilt werden sollen, kann eine Lebensaufgabe sein: Die Dinge ändern sich ständig und je schneller sich ein Unternehmen entwickelt, desto öfter sind Änderungen nötig.

Die Größe kann auch durch die Anzahl der User, Kunden, Partner, Händler, Sprachen, Einheitensysteme usw. definiert werden. Noch häufiger aber ergibt sich aus einer Kombination all dieser Faktoren, wie viele PMs, POs und Heads of Product Ihr Unternehmen benötigt.

In vielen NGOs zum Beispiel hängt die Anzahl der Produktmanager von den Spender-Personas ab. Es gibt einen PM für kleine Spendenbeträge (z. B. 10 $ bis 500 $), einen für größere Beträge (500 $ bis 10 000 $) und einen weiteren für noch höhere Beträge. Warum? Weil sich die Erwartungen der verschiedenen Typen von Personas stark unterscheiden. Die Fähigkeit, auf jede Persona einzugehen, trägt langfristig zum Wachstum gemeinnütziger Unternehmen bei.

Kurz gesagt, die Größe eines Unternehmens (sein Kundenportfolio, sein Produktkatalog usw.) kann darüber entscheiden, was der PM macht, was der PO macht und wie viele PMs und POs eingesetzt werden.

3. Weitere Kriterien

Wie viele PMs, POs oder andere Mitarbeiter im Produktbereich benötigt werden, hängt nicht nur von den genannten Faktoren ab. Es können noch zahlreiche andere Faktoren einfließen, z. B.:

  • Anzahl der Entwickler
  • Anzahl der Designer
  • Versandgeschwindigkeit
  • technische Stacks
  • Tools
  • Produktlebenszyklus
  • individuelle Wünsche
  • Wachstumspotenzial
  • abgedeckter Anteil des existierenden Bedarfs
  • Legacy-Anteil
  • Personalpolitik
  • der Markt, den Sie ansprechen
  • Schließlich kommt es auch noch darauf an, welche Politik das Unternehmen verfolgt.

Im Großen und Ganzen ist man sich (zumindest in SaaS Unternehmen) darüber einig, dass sich die Trennlinie zwischen PM und PO folgendermaßen ziehen lässt: Vision vs. operative Prozesse, Planung vs. Dringlichkeit, Nutzen vs. Kennzahlen. Doch beide gehören zusammen.

product manager vs product owner infographic

Obwohl sich die beiden Rollen voneinander abgrenzen, sind sie letztlich nicht voneinander zu trennen.

Kein Unternehmen gleicht dem anderen. Deshalb gibt es keine Standardantwort auf die Frage, was ein PM im Vergleich macht. Sie müssen Ihren eigenen Weg finden. Manche Unternehmen werden viele PMs und POs brauchen, manche überhaupt keine. Es ist schon schwierig genug, dafür zu sorgen, dass Menschen erfolgreich zusammenarbeiten. Einfach eine Methode zu kopieren, hilft nicht. Sie müssen Ihr eigenes Konzept finden.

Sollte ich die Frage dennoch beantworten müssen, würde ich sagen, dass PMs eher das letzte Wort bei der Priorisierung haben und für Unternehmenskennzahlen verantwortlich sind. POs hingegen sind für die Einhaltung der Termine des Teams verantwortlich. Doch auch diese Antwort ist immer noch zu simpel.

Kann eine Person sowohl die Rolle des Produktmanagers als auch die Rolle des Product Owners übernehmen?

Ja. Absolut. Das bedeutet nicht, dass es so sein muss, aber dass es definitiv möglich ist.

Tatsächlich ist das bei relativ vielen Startups in ihrer Anfangsphase der Fall. Meistens treten mindestens zwei Personen auf den Plan: eine der beiden ist technikorientiert, die andere eher geschäftsorientiert. Oft übernimmt die geschäftsorientierte Person die Produktfunktion. Sie kann aber auch von beiden oder von der technikorientierten Person übernommen werden.

Wie gesagt sind Vision vs. operative Prozesse, Planung vs. Dringlichkeit, Nutzen vs. Kennzahlen die zwei Seiten von drei verschiedenen Dingen, die die Product-Person bei jeder Entscheidung berücksichtigen muss.

Die Konfiguration aus einem PM mit mehreren POs ist häufiger anzutreffen als ein PO mit mehreren PMs. Aber im Endeffekt, warum nicht? Alles hängt von den oben genannten Kriterien ab.

Besteht Deiner Erfahrung nach ein Gehaltsunterschied zwischen Product Owner und Produktmanager?

Ja. Produktmanager verdienen eher mehr als Product Owner. Auch hier liegt der Grund darin, dass es für beide Rollen eine gewisse Standardauslegung gibt und die Rolle des Product Owners als weniger anspruchsvoll betrachtet wird. Dabei handelt es sich einfach nur um zwei verschiedene Rollen. Pure kognitive Verzerrung.

Product manager salary pendo report

Der Report Stand der Produktführerschaft 2020 von Pendo zeigt überraschenderweise eine negative Korrelation zwischen „Glücksgefühl“ und Gehalt der befragten Produktmanager auf. Es dreht sich also nicht alles nur ums Geld.

 

Welche Fähigkeiten muss ein guter Produktmanager und/oder Product Owner mitbringen?

Das ist meine Lieblingsfrage, auf die jeder eine andere Antwort hat. Doch sind sich mehr oder weniger alle einig, dass der Rahmen relativ weit gefasst ist.

Mir sträuben sich die Haare, wenn ein Stellenangebot in etwa so beginnt: „Fachhochschule oder Master-Abschluss in Informatik …“ Für Produktler braucht es mehr als nur technische Kompetenz. Je geradliniger die Menschen denken, die an Ihrem Produkt arbeiten, desto geradliniger ist auch Ihr Produkt. Und desto schneller wird es angenommen.

Zoom und Fokus

Ich würde sagen, dass ein PM/PO in erster Linie fähig sein muss, verschiedene Perspektiven einzunehmen, um ein Problem sowohl aus der Mikro- als auch aus der Makroperspektive zu erfassen.

Manchmal müssen Sie ins kleinste Detail gehen. In anderen Fällen müssen Sie das Gesamtproblem verstehen, das durch das Produkt oder Feature gelöst werden soll. Jederzeit die Perspektive zu ändern, ist der Schlüssel zum Erfolg. Die Makroperspektive hilft Ihnen, die Konkurrenz und den Markt zu verstehen, die Mikroperspektive ermöglicht es, die Details einer Komponente zu verstehen. Sie müssen sich jederzeit vor Augen halten, warum Sie was tun.

Semantik und Semiologie

Mein Fremdsprachen-Hintergrund hat mir gleich zu Beginn geholfen, als Schnittstelle zwischen Entwicklern und Usern/Kunden zu agieren. Ich komme auch heute noch ziemlich oft darauf zurück, um zu entscheiden, was wichtig ist und was nicht. Dieser Hintergrund hilft, sich bei einem User Test auf eine bestimmte Anmerkung zu konzentrieren und bei einem zehnminütigen Video zu erfassen, was wichtig ist. Außerdem versteht man dadurch besser, warum ein Symbol problematisch ist und weshalb die Kombination eines bestimmten Labels mit einem bestimmten Symbol nicht funktioniert, warum beide notwendig sind, warum es besser wäre, überhaupt darauf zu verzichten (allerdings nur für einige User) …

Ob technisch oder funktional, schriftlich oder mündlich, optisch oder akustisch: Bei Sprachen geht es in erster Linie darum, den Sinn zu vermitteln. Von Team zu Team, vom User zur Maschine, von der Spezifikation zum fertigen reellen Feature: Alles dreht sich darum, einander zu verstehen. Obwohl diese Evolution seit so vielen Jahren in Gang ist, sind wir auf diesem Gebiet nicht viel besser geworden.

Das Design zählt ebenfalls dazu. Wer Wireframes und Mockups erstellen kann, hat schon viel gewonnen. Selbst wenn sie nicht in Ihren Aufgabenbereich fallen, können diese Visualisierungsformen einen Prozess beschleunigen oder den Weg für andere Lösungen ebnen.

Wichtig ist auch, was jeder Einzelne unter „Kommunikation“ versteht, denn Sie haben es mit Usern, Dritten, Stakeholdern aller Art, manchmal auch mit den Medien usw. zu tun. Deshalb ist es von Vorteil, wenn Sie eine Präsentation, ein Webinar oder eine Schulung abhalten.

Zu guter Letzt sollten Sie gerne Geschichten schreiben und erzählen. Die meisten Menschen lieben es, Geschichten zu hören, aber nicht jeder schreibt sie auch gerne.

Iteration und Lernprozess

Weitere wichtige Fähigkeiten schließen alles ein, was unter „testen -> messen -> verbessern“ fällt.

„Testen“ heißt zweifeln. Wer sich seiner Sache allzu sicher ist, riskiert zu scheitern. Die Fähigkeit, eine Hypothese aufzustellen ist ebenfalls wichtig. Nehmen Sie nie etwas als Selbstverständlich hin.

Und in puncto Messung kann die Erfahrung mit einem wissenschaftlichen Ansatz hilfreich sein, ebenso wie die Fähigkeit, die Dinge klar zu erkennen und die Performance zu messen. Das schließt analytische (quantitative) Kenntnisse oder verhaltensanalytische (qualitative) Skills ein.

Philosophisch gesehen muss ein erfolgreicher Produktmanager oder Product Owner schon im Vorfeld des Versuchs ein Scheitern in Kauf nehmen. Und er muss akzeptieren, dass er irgendwann mit den Verbesserungen Schluss machen muss, wenn sich der Erfolg einstellt. Eine hundertprozentige Perfektion ist einfach nicht möglich.

Mit welchen KPIs lässt sich der Erfolg von Product Ownern und Product Managern messen?

Ich versuche, nicht mehr jede Frage mit „Kommt ganz darauf an“ zu beantworten. Aber … es kommt wirklich ganz darauf an. Meiner Meinung nach sollten die KPIs von Produktmanagern auf Unternehmenskennzahlen basieren: Wachstum, Umsatz, Abwanderung, Kosten … Für Product Owner zählen Lieferung, Qualität, Teamzufriedenheit.

Welche Kurse kann man belegen, um ein (besserer) Produktmanager zu werden?

Wie gesagt, das erforderliche/minimale Skillset ist extrem breit gestreut. Die gute Nachricht? Etwas Neues zu lernen macht Sie zu einem besseren Menschen und damit auch zu einem besseren Product Mitarbeiter.

Sehen Sie sich selbst zunächst als Person. Wenn Sie sich als Produkt positionieren, neigen Sie dazu, sich auf fehlende oder falsche Dinge zu konzentrieren. Wenn Sie sich als Person sehen und einen ganzheitlichen Blickwinkel einnehmen, ist jede neue Fähigkeit von Interesse.

Wir fungieren auch als Bindeglied zwischen Usern und technischen Teams, um das Beste aus minimalen (oder fortgeschrittene) technischen Kenntnissen herauszuholen, damit Sie die technischen Teams und ihre komplexen Aufgabenstellungen verstehen können.

In den letzten 15 Jahren habe ich für 17 Unternehmen gearbeitet und empfehle deshalb jedem, das Unternehmen oft zu wechseln. Sie wechseln dabei auch noch die Branche? Umso besser!

Welche Lektüre würdest du empfehlen?

Die meisten PM, PO, VP, Heads of Product legen Ihnen eine lange Liste von Bestsellern zum Thema Produktmanagement nahe. In der Regel geht es dabei um Titel wie „Lean UX“, „Lean Startup“, „Wie werde ich ein erfolgreicher Produktmanager“ usw. Ich versuche mich mit einer etwas anderen Liste.

Ich empfehle eher Klassiker, weil sie sich auf die Grundlagen konzentrieren. Selbst bei Klassikern besteht nur eine geringe Chance, dass andere Produktmanager oder Product Owner sie gelesen haben. Die Welt dreht sich immer schneller, doch die Grundlagen ändern sich nicht.

Im Product arbeiten wir für die Menschen. Unser Job ist es, die Menschen zu verstehen, damit wir ihnen helfen können. Wir versuchen, echten Problemen der Menschen mit möglichst risikoarmen Lösungen zu begegnen. Wir sind weit davon entfernt, die Komplexität der Menschheit in ihrem vollen Ausmaß zu verstehen. Einige Menschen stechen jedoch aus der Masse heraus und haben uns Meisterwerke geschenkt:

NB: Lesen ist gut. Experimentieren ist besser.

 

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Verlieren Sie keine Conversions während Ihrer A/B Tests mit Dynamic Allocation

Bei einer Experimentkampagne kann es frustrierend sein, wenn Sie Ihren Besuchern eine Variante zeigen, die während der gesamten Testdauer nicht sonderlich gut konvertiert und andere Varianten bessere Ergebnisse erzielen. Wir bei AB Tasty kennen diesen Pain Point. Deshalb helfen wir unseren Kunden, „verschwendeten Traffic“ zu minimieren, der bei einem Test unweigerlich entsteht. Und das mit unserem beliebten Dynamic Traffic Allocation Feature, das auf dem Thompson Sampling-Algorithmus und dem Bayesschen Statistikmodell in Form eines Algorithmus beruht.

Die Bayessche Statistik löst das schwierige Problem des „Mehrarmigen Banditen“: Sie findet die Balance zwischen „Exploitation“ und „Exploration“ der Daten, um die Experimente fortlaufend – und schnell! – zu optimieren. Wir bieten weit mehr als nur eine Entscheidungshilfe für unsere Kunden, wie es nach einem A/B-Test weitergehen soll. Will heißen: Wir halten eine automatisierte Lösung bereit, die ideal ist, wenn fortlaufend Entscheidungen getroffen werden müssen und die Zeit knapp ist, oder wenn Sie in einer Umgebung arbeiten, die sich ständig ändert.

Stellen Sie sich vor, Sie starten während der Festtage eine einwöchige Werbekampagne. Obwohl Sie mehrere Varianten testen möchten, lautet das Ziel, den Umsatz zu optimieren, und nicht zwangsläufig statistische Relevanz zu erreichen. Angenommen, eine weltweite Pandemie wirkt sich auf Ihre Geschäftsergebnisse aus und zwingt Sie, auf neue Art zu kommunizieren. Obwohl Sie mehrere Varianten testen möchten, lautet das Ziel, möglichst schnell die Kommunikation zu optimieren und nicht zwangsläufig einen klassischen A/B-Test durchzuführen.

AB Tasty bietet schon seit längerem Dynamic Alllocation an. Vor Kurzem haben wir jedoch den gesamten Prozess gestrafft. Er wird insgesamt kohärenter und lässt sich leichter aktivieren, wenn Sie eine Kampagne erstellen.

Was ist Dynamic Traffic Allocation?

Bei der Dynamic Traffic Allocation wird mit einem Algorithmus das Trafficvolumen angepasst, das den einzelnen Live-Test-Varianten zugeteilt wird.

Der Dynamic Traffic Allocation Algorithmus ermittelt die Variante mit der höchsten Performance und teilt dieser Version mehr Traffic zu.

Warum ist es nützlich?

Dynamic Allocation hilft, den Verlust von Conversions während eines Tests (den sogenannten „Regret“) zu begrenzen. Dazu kann es kommen, wenn ein Teil Ihres Website Traffics an eine Variante gesendet wird, die letztlich nicht die Gewinnervariante ist.

Werfen wir einen Blick auf folgenden A/B-Test: ConversionRateA = 1 %, ConversionRateB = 1,5 %, der Test wurde mit einem gleichbleibenden Traffic von 10.000 Besuchern pro Variante durchgeführt.

Der „Regret“ dieses Tests: r = 10.000 * (0,015-0,01) = 50 verlorene Conversions. Während des Testzeitraums hätten wir im Idealfall 300 Conversions erzielen können (20.000*0,015), doch mit dem Test haben wir 50 Conversions verloren.  Während dieser Zeit wären also nur 250 Conversions erzielt worden.

Selbstverständlich können wir solche Berechnungen erst anstellen, wenn der Test abgeschlossen ist und wir die genauen Zahlen für die Conversion Rate kennen. Das bedeutet aber nicht, dass nichts gegen „verschwendeten“ Traffic während eines Tests unternommen werden kann …

Wie funktioniert die Dynamic Traffic Allocation?

Das oben genannte Problem lässt sich lösen, indem die Traffic Allocation des Tests geändert wird, damit weniger Besucher zu den „schlechten“ Varianten und mehr Besucher zu den „guten“ Varianten geschickt werden.

Aber Achtung: Solche Änderungen manuell vorzunehmen, ist sehr riskant, da die Ergebnisse verfälscht werden können. Es gibt jedoch Algorithmen, die den Traffic so kanalisieren, dass der Regret eines Tests auf ein Minimum reduziert werden kann während die erfolgreichste Variante identifiziert wird.

Wir haben den zuverlässigsten Algorithmus für diese Aufgabe auf folgender Basis ausgewählt: Wir verwenden die Messunsicherheiten der Conversion Rate, um einen Kompromiss zwischen „Exploration und Exploitation“ zu erzielen. Bei der Exploration senden wir Traffic an eine Variante, selbst wenn sie nach den ersten Messwerten nicht als Gewinnervariante hervorgeht – wir wissen ja, dass die ersten Schlussfolgerungen nicht zuverlässig sind. Bei der Exploitation senden wir Traffic an eine Variante, die angesichts der bereits gesammelten Zahlen als Gewinnervariante gilt. So vermeiden wir, zu viele Conversions zu verlieren (vorausgesetzt, die betreffende Variante ist tatsächlich die Gewinnervariante).

Diese beiden Ziele stehen natürlich im Widerspruch zueinander.  Exploration bedeutet, Conversions zu verlieren, Exploitation bedeutet, ein Risiko einzugehen, wenn nicht die erfolgreichste Variante ausgewählt wird! Deshalb ist es entscheidend, die Messunsicherheit genau zu modellieren und dann den richtigen Kompromiss zwischen „Exploration und Exploitation“ zu finden.

Mit der Wahrscheinlichkeitsverteilung können wir für jede Variante die Messunsicherheit der Conversion Rate berücksichtigen. Diese Grafiken zeigen, wo der wahre Conversion Rate-Wert am ehesten zu finden ist. Je höher der Wert auf der Y-Achse der Kurve, desto größer die Chance, dass der entsprechende X-Wert dem wahren Wert entspricht.

Hier ist ein Beispiel:

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Variante A verzeichnet 7 Erfolge bei 600 Besuchen (schwarze Kurve), Variante B verzeichnet 27 Erfolge bei 600 Besuchen (rote Kurve). Die Situation ist eindeutig: Die Conversion Rate der Variante A liegt wahrscheinlich zwischen 0 % und 0,2 %, die der Variante B wahrscheinlich zwischen 0,25 % und 0,7 %. Da es sich um zwei getrennte Intervalle handelt, können wir mit ziemlicher Sicherheit behaupten, dass B die Gewinnervariante ist, selbst wenn wir nicht sicher sein können, dass die Messwerte stimmen. Es besteht praktisch kein Zweifel daran, dass B die Gewinnervariante ist, da sich die Kurven nicht überschneiden.

Hier ein weiteres Beispiel:

ne-perdez-plus-de-conversions

Variante A verzeichnet 7 Erfolge bei 300 Besuchen (schwarze Kurve), Variante B verzeichnet 14 Erfolge bei 400 Besuchen (rote Kurve). Die einfache Berechnung der Conversion Rate ergibt ConversionRateA = 2,39 %, ConversionRateB = 3,63 %. Augenscheinlich besteht ein Unterschied in der Conversion Rate, sodass wir versucht sind, Variante B als Gewinner zu betrachten, doch das ist falsch … Wenn wir die Wahrscheinlichkeitsverteilung näher betrachten, lässt sich die Messunsicherheit besser erkennen. Da sich die beiden Kurven überschneiden, zeigt sich, dass noch Zweifel bestehen können.

Der Kompromiss zwischen „Exploration und Exploitation“

Sehen wir uns das letzte Beispiel noch einmal genauer an. Genauso wahrscheinlich ist, dass die ConversionRateA bei 3 % und die ConversionRateB ebenfalls bei 3 % liegt (Schnittpunkt der beiden Kurven). Mit diesem Ansatz können wir die Wahrscheinlichkeit berechnen, dass A die Gewinnervariante ist, selbst wenn B im Moment besser zu sein scheint. Wir verwenden diese Art von Berechnungen, um die richtige Balance zwischen „Exploration und Exploitation“ zu finden. Mithilfe eines Algorithmus wie Thompson Sampling können wir den Nutzen der Exploration und das mit der Exploitation verbundene Risiko einschätzen.

Dieser Algorithmus:

  • findet im Laufe der Zeit mit Sicherheit die Gewinnervariante
  • verliert garantiert weniger Conversions als ein stabiler Traffic
  • findet die Gewinnervariante schneller (falls mehr als 2 Varianten getestet werden) als das bei einem stabilen Traffic der Fall wäre. Je mehr Varianten, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass ein paar (sehr) schlechte Varianten dabei sind. Die erfolgloseren Varianten werden schnell identifiziert und erhalten weniger Traffic als Varianten, die besser performen. Bei einer stabilen Traffic Allocation würden diese (sehr) schlecht abschneidenden Varianten auch weiterhin ein nicht unerhebliches Trafficvolumen verlieren.

Wie können Sie die Dynamic Traffic Allocation verwenden?

Mit AB Tasty ist die Dynamic Traffic Allocation besonders einfach zu bewerkstelligen: Sie müssen nur auf die Schaltfläche „Change to Dynamic allocation“ klicken und den primären KPI auswählen, der optimiert werden soll. Anfangs wird der Traffic noch gleichmäßig verteilt. Im Laufe des Tests wird er angepasst und automatisch so verteilt, dass die Gewinnervariante identifiziert und der Conversion-Gewinn maximiert werden kann.

Nach dem Teststart verläuft alles wie bei einem herkömmlichen Test (mit gleichmäßiger Traffic-Verteilung). Selbstverständlich berücksichtigen alle statistischen Messungen die Dynamic Allocation. Die Testergebnisse können deshalb genau gleich interpretiert werden.

New Dynamic Traffic Allocation interface by AB Tasty

Warum Dynamic Allocation?

Wenn die Zeit knapp ist, haben User dank der Dynamic Allocation die Möglichkeit, den Traffic direkt auf die beste Variante zu leiten, ohne in die Kampagne einzugreifen. Das sorgt für schnellere Ergebnisse und einen besseren ROI!

Dynamic Allocation kann in folgenden Fällen äußerst nützlich sein:

  • Wenn Benutzer Mikro-Conversions optimieren möchten, die in einem kurzen Zeitraum erwartet werden, nachdem der User einer Variation ausgesetzt war. Auf E-Commerce-Websites bevorzugen einige Kunden z. B. den „In den Warenkorb“-CTA gegenüber dem Transaktionsereignis als primäres Ziel.
  • Wenn User nur eine kurze Zeit zur Verfügung haben, einen Test laufen zu lassen.
  • Bei speziellen Werbeangeboten in der Weihnachtszeit mit einigen Varianten und dem Ziel, in diesem kurzen Zeitraum den Umsatz zu maximieren.
  • Während der Corona-Krise muss ein Unternehmen möglicherweise schnell mit Kunden kommunizieren. Das Unternehmen möchte möglichst rasch die Gewinnervariante verwenden.
  • Wenn die zu testende Seite ein sehr geringes Trafficvolumen verzeichnet. Bei einem niedrigen Traffic kann es schwierig sein, wahre statistische Signifikanz zu erreichen, doch das hindert Sie nicht daran, die Customer Experience zu optimieren. Die Dynamic Allocation wäre die logische Wahl.
  • Wenn viele Varianten zu testen sind, d. h. mehr als 6 Varianten, bietet die Dynamic Allocation Usern die Möglichkeit, schlecht funktionierende Varianten schnell zu identifizieren, um den Test nur für die relevantesten Varianten durchzuführen.

Sie möchten mehr über AB Tasty, Dynamic Allocation und andere KI-gestützte Funktionen wie Engagement Level und Content Interest erfahren, um Ihre Marken- und Produkterlebnisse zu optimieren? Wir zeigen sie Ihnen live in einer persönlichen Demo.

Blogartikel

7min. Lesezeit

Conversion Rate Definition: Alles, was Sie wissen müssen

Nehmen wir uns doch 10 Minuten Zeit und kehren wir zu den Basics einer Conversion Rate zurück: Was ist die Definition von einer Conversion Rate? Wie wird sie gemessen? Wie kann sie verbessert werden? Und wie kann sichergestellt werden, dass Sie sich dabei nicht selbst im Weg stehen? Sind Sie bereit? Dann los!

Definition: Eine Conversion kann sich auf nahezu alles beziehen. Nicht nur auf eine bestimmte Aktion, sondern auf jede Aktion, die ein Unternehmen für nützlich hält. Conversions können Klicks, Käufe, ein Wischen über das Display, eine Registrierung, ein Download und vieles mehr sein. Im Prinzip wird jede vom Unternehmen gewünschte Aktion eines Users (auch Event genannt) als Conversion betrachtet.

Und die Conversion „Rate“? Was ist damit? Hier handelt es sich lediglich um die Anzahl der Conversions, die verglichen zur Gesamtanzahl der möglichen Conversions in einem bestimmten Zeitrahmen tatsächlich erzielt werden. Dazu später mehr.

Alles was Sie über Conversion Rate wissen müssen – eine Definition

Am einfachsten lässt sich die Conversion Rate Definition im Kontext von E-Commerce erklären. Die Conversion Rate wird von E-Commerce-Websites oft mit dem Ziel verwendet, die Besucher (in Prozenten) zu messen, die schlussendlich Produkte kaufen. Mit anderen Worten, wie viele User den gesamten Conversion Funnel durchlaufen. Wenn Sie ein E-Commerce-Unternehmen sind, wird Ihr Ziel lauten, Ihre Conversion Rate zu optimieren, wodurch Ihre Ergebnisse steigen sollten. Über jede Web Analytics-Plattform wie Google Analytics, Adobe Analytics oder Mixpanel kann für jeden beliebigen Zeitraum die Technik des Conversion Trackings genutzt werden.

conversion rate definition
Quelle

Wie wird eine Conversion Rate gemessen?

Also, wie sollten Sie die Conversion Rate messen? Es ist relativ einfach: Sie müssen nur die Anzahl der abgeschlossenen Aktionen in einem bestimmten Zeitraum durch die Gesamtanzahl der Besucher Ihrer Website teilen und anschließend das Ergebnis mit 100 multiplizieren. Mit anderen Worten:

 Conversion Rate = (Conversions oder erreichte Ziele / Gesamtanzahl der Besucher) * 100

Stellen Sie sich vor, Ihre E-Commerce-Website hat in einem bestimmten Zeitraum 25.746 Besucher. Von diesen 25.746 Besuchern haben 4.832 eine Transaktion abgeschlossen. Dann liegt Ihre Conversion Rate bei 18,76 %. Ziemlich gut!

Je nachdem, was Sie messen möchten, können Sie Conversion Rates auch wie folgt berechnen:

Conversion Rate = (Gesamtanzahl der Conversions/Gesamtanzahl der Sitzungen) * 100

ODER

Conversion Rate = (Gesamtanzahl der Conversions/Gesamtanzahl der Leads) * 100

Wenn Sie keine eigene Rechnung aufstellen möchten, können Sie für die präzise Berechnung der Conversion Rate Ihrer Website auch einen automatischen Conversion Rate-Rechner verwenden.

Was ist eine gute Conversion Rate?

Wenn es um einen Vergleich oder Maßstab für Conversion Rates geht, dann gibt es keine Einheitsgröße. Die Conversion Rate einer E-Commerce-Website für Alltagsprodukte (FMCG) mit der einer Kfz-Versicherung zu vergleichen, würde bedeuten, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Es wird Ihnen nicht helfen herauszufinden, ob Ihre Website gute Conversion Rates erzielt. Das vorausgeschickt – und mit Vorsicht zu genießen – hier einige Richtwerte:

Diese Kennzahlen stammen aus dem E-Commerce 2020 KPI Report von Wolfgang Digital.  Die Daten wurden zwischen November 2018 und Oktober 2019 von den Kunden des Unternehmens in den USA und Europa erhoben.

A Conversion Rate Benchmark from Wolfgang Digital
Quelle

Und im Kontext von SEM erhalten wir einige interessante Daten über die Click-Through-Rates von Google Adwords:

A CTR Benchmark on mobile by Google Adwords
Quelle

 

Was ist CRO? (und wie Sie damit mehr Geschäft machen)

Ob Sie sich mit einer Website für B2B-Software beschäftigen oder mit einer E-Commerce-Website für Fashion … Sie werden immer mehr Umsatz generieren wollen. Häufig neigen Marketer zu Kurzschlussreaktionen und geben mehr Geld für Werbung aus, um mehr Traffic zu generieren, und – wie sie hoffen – auch mehr Umsatz.

Aber das ist das Gute an Conversion Rate Optimierung: Statt Geld auszugeben, um mehr Traffic zu erhalten, können Sie begründete, datenbasierte Anpassungen an Ihrer Website vornehmen, damit der bereits gewonnene Traffic besser konvertiert.

Sie könnten den Fokus auf Micro-Conversions legen – auf ausgefüllte Formulare oder Klicks auf wichtige CTAs – die Ihnen Macro Conversions verschaffen wie zum Beispiel bestätigte Käufe. Aber um sicher zu sein, dass die Änderungen an Ihrer Website tatsächlich die gewünschte Wirkung erzielen, müssen Sie ein paar statistisch valide Experimente durchführen. Lassen Sie uns eine dieser Techniken genauer betrachten: A/B-Testing.

A/B Testing

A/B-Testing ist eine weit verbreitete CRO-Technik, mit der ein Aspekt Ihrer Website geändert wird, wie die Farbe eines CTA, die Länge eines Formulars etc. Ziel ist, zu sehen, ob sich diese Änderung positiv oder negativ auf Ihre KPIs auswirkt. Wenn Ihre Variante bessere Ergebnisse erzielt, können Sie sie in Ihrer Website hartcodieren.

An illustration of A/B Testing
Quelle

Angenommen, Sie sind ein Kunde von AB Tasty und möchten, dass sich auf Ihrer Warenkorbseite die Anzahl der Klicks auf den CTA „Kauf bestätigen“ erhöht. Mit Ihrem WYSIWYG-Editor können Sie testen, ob hier die Änderung der CTA-Farbe von Blau auf Grün hilft. Da Sie das AB Tasty-Tag in Ihre Seite bereits eingebunden haben, kann dieser Test in kürzester Zeit eingerichtet und durchgeführt werden.

Ohne es zu wissen, sieht der Shopper auf Ihrer Website die Originalversion oder aber die Variante. Dieser Prozess wird nach dem Zufallsprinzip durchgeführt, sodass der Pool, der die Version A sieht, mehr oder weniger mit den Usern identisch ist, denen die Version B angezeigt wird. Da die KPIs für den Test auf „Klicks auf CTA“ eingestellt sind, können Sie aus dem Report entnehmen, welche Variation am besten abgeschnitten hat, nachdem der Test bei genügend Besuchern durchgeführt wurde, um statistisch relevant zu sein.

A/B-Testing ist ein leistungsfähiges Tool für die Optimierung Ihrer Conversion Rate, da Sie in Ihren Conversion Funnel jegliche Blockaden beseitigen und somit sicherstellen können, dass zunehmend mehr User konvertieren, ohne Ihre Akquisitionskosten erhöhen zu müssen. Sie können Insight-Techniken wie Heatmaps und NPS-Umfragen ausprobieren, um herauszufinden, wo sich Reibungspunkte „verstecken“ könnten.

Conversion Killer (und wie Sie sie verhindern können)

Reibungspunkte in Ihrem Funnel beseitigen, ist gut. Sie aber von vornherein zu vermeiden, ist noch besser! Hier eine kurze Liste von „Conversion Killern“, die wir häufig antreffen und die Sie bei der Optimierung Ihrer Website direkt ansteuern können:

  • Zu viel Ablenkung: Zu viel Schnickschnack steht nur im Weg. Besucher sollten leicht das finden können, was sie suchen. Vermeiden Sie überladene Seiten und Entscheidungsmüdigkeit. Verwenden Sie stattdessen klare, intuitive und organisierte Optionen.
  • Eine langsame Website. Besucher sind es gewohnt, dass Websites in Lichtgeschwindigkeit laden – langsame Websites sind dann nicht nur hinsichtlich SEO benachteiligt, sondern sind auch in puncto Conversions kontraproduktiv.
  • Unübersichtliche Navigation. Das Stichwort hier lautet: intuitiv. Wenn User zu lange überlegen müssen, wie sie auf Ihrer Website zu einem bestimmten Abschnitt gelangen, dann ist die UX nicht benutzerfreundlich. Viele Besucher werden dann abspringen.
  • Extrem lange Formulare. Ja, die Länge von Formularen festzulegen, ist immer ein Spagat zwischen dem Nutzen, mehr Informationen zu sammeln, und der Gefahr, dass User abspringen. Aber die Faustregel heißt: Je kürzer, desto besser.
  • Erzwungene Erstellung eines Accounts. In der Regel ist es am besten, wenn der User die Möglichkeit hat, als „Gast“ zu zahlen, und ihn nicht mit der Einrichtung eines Kontos in die Enge zu treiben.

Fazit

Die Conversion Rate ist ein äußerst wichtiger KPI, den Sie immer im Auge behalten sollten; denn eine gute Conversion Rate ist gleichbedeutend mit einem florierenden Unternehmen und ermöglicht Ihnen, Ihr Akquisitionsbudget in Schach zu halten. Versuchen Sie es mit User Insight-Techniken, um herauszufinden, wo Schwachstellen liegen. Führen Sie Experimente durch, um Probleme zu beheben, und sorgen Sie für einen reibungslosen Conversion Funnel. Vergessen Sie nicht, CRO ist keine Strategie nach dem Motto „Einmal eingestellt, läuft immer“. Sie sollten Ihre Website kontinuierlich optimieren, um agil zu bleiben und der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Ihre Ergebnisse – und Ihre Kunden – werden es Ihnen danken.

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4 Top-Strategien zur B2C Leadgenerierung

Alle Unternehmen sind darauf angewiesen, neue Kunden zu gewinnen.

Es wird jedoch immer schwieriger, den modernen Verbraucher anzusprechen. Die Leadgenerierung muss personalisiert, innovativ und darauf ausgerichtet sein, Ihrer Zielgruppe einen Mehrwert zu bieten. Dabei soll eine Beziehung zu Usern gepflegt werden, in der sie zunehmend mehr davon überzeugt werden, dass Ihr Produkt oder Ihr Service genau das ist, wonach sie gesucht haben. 

Genau damit grenzen sich Marken von ihren Mitbewerbern ab und wecken das Interesse der Verbraucher. Denn diese sind mittlerweile ziemlich gut darin geworden, Benachrichtigungen und Werbeanzeigen einfach zu übergehen, die für sie auf den ersten Blick nicht relevant sind.

Im Gegensatz zur B2B Leadgenerierung, die sich in der Regel durch längere Verkaufszyklen auszeichnet und zahlreiche Entscheidungsträger involviert, richtet sich die B2C Leadgenerierung an den einzelnen Verbraucher. Das bedeutet, dass der Verkaufszyklus im Allgemeinen kürzer ist und Entscheidungen eher auf Emotionen beruhen. 

Wir stellen Ihnen im Folgenden vier effiziente Strategien vor, die Ihre Strategie zur B2C Leadgenerierung in Gang setzen. (Wenn sich Ihr Fokus oder Interesse mehr auf die B2B Leadgenerierung richtet,  klicken Sie hier.)

1. Verbinden Sie E-Mail Marketing und Social Media

Wenn Sie eine innovative Strategie zur B2C Leadgenerierung entwickeln möchten, beginnen Sie am besten bei den Social Media Kanälen und dem E-Mail-Marketing Ihres Unternehmens.

Über Social Media und E-Mails können Sie eine breite Zielgruppe oder einen Kundenstamm mit relevanten Botschaften erreichen, die das Interesse der User wecken. Schlagen Sie eine Brücke zwischen diesen beiden Ökosystemen, damit regelmäßige Besucher Ihrer Website Ihnen auch auf den Social Media folgen (und umgekehrt).

connect social and email

 

Fügen Sie Social Media Buttons in Ihre Newsletter und Ihre E-Mail-Kommunikation ein und/oder schalten Sie in den Social Media Anzeigen für Ihren Newsletter. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und veranstalten Sie einen Social Media Contest, der das Besucherinteresse weckt und die Anzahl der Follower erhöht!

 

2. Legen Sie den Fokus auf Content Marketing und SEO

Um in einem übersättigten Verbrauchermarkt vielversprechende neue Leads zu generieren, ist eine hieb- und stichfeste Content-Strategie der Schlüssel zum Erfolg. Ob E-Mail Marketing, Posts in Social Media oder Blog-Beiträge: Sie müssen hochwertige Inhalte erstellen, damit Ihre Lead Gen Strategie tatsächlich an Fahrt gewinnt. 

Informative, gut ausgefeilte Inhalte fördern das Vertrauen in Ihre Marke bei bestehenden und potenziellen Kunden. Noch einen Schritt weiter gehen Sie, wenn Sie Ihren Content personalisieren, um die Inhalte passgenau auf die jeweiligen Personen abzustimmen.  

Binden Sie auf jeden Fall SEO in Ihre Strategie ein, damit sich Ihre Sichtbarkeit erhöht und Ihr Content bei Google-Suchergebnissen weit oben landet. Eruieren Sie mit einer Keyword-Suche, wonach Ihre Kunden und Ihre Zielgruppe suchen, und lassen Sie sich davon zu Content-Themen inspirieren. Die Keywords sollten in der Überschrift und (gegebenenfalls) im gesamten Text platziert werden. Gliedern Sie den Inhalt in Abschnitte mit Überschriften, um eine bessere Indexierung zu erzielen. 

 

seo web

 

Vor allem aber sollten Sie den Fokus auf informative und ansprechende Inhalte legen. Der Content sollte nicht zu übermäßig werbelastig sein oder aufdringlich wirken, denn das könnte User schon in einer frühen Phase davon abhalten, mit Ihrer Marke zu interagieren. Das erklärte Ziel besteht darin, Ihr Unternehmen sichtbar zu machen, es als führenden Anbieter in seinem Bereich zu etablieren und zu zeigen, dass Sie die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden  erfüllen können. 

3. Investieren Sie in Ihre Website

Damit Ihre Marke relevant bleibt und den modernen Verbraucher anspricht, müssen Sie Ihre Website optimieren und für eine reibungslose Customer Journey sorgen. Verlieren Sie dabei nie den User aus den Augen. 

Digitale Plattformen sind weiter auf dem Vormarsch. Dadurch hat sich das Verbraucherverhalten in den letzten Jahren massiv verändert. Immer mehr Menschen nutzen ihr Smartphone, um (zu Hause und in Ladengeschäften) ein Produkt zu suchen. Sie erwarten dabei dieselbe hochwertige Customer Experience wie auf einem Desktop oder Tablet. Schnelle Ladezeiten  (auf allen Geräten) und eine responsive Website sind ein Muss für B2C Leadgenerierung. Denn laut Think With Google, schießt die Absprungrate in die Höhe, sobald die Ladezeit einer Website mehr als 3 Sekunden beträgt. 

optimizing mobile web pages

Kontinuierliche Tests stellen sicher, dass Ihre Website auf die Interessen der Besucher abgestimmt bleibt und navigationsfreundlich ist. Selbst kleine Änderungen (z. B. Neuanordnung oder Umbenennung der Header in der Navigationsleiste) können sich erheblich auf die generelle User Experience – und Ihre Leadgenerierung – auswirken.

4. Kanalübergreifende bezahlte Werbeanzeigen

Man spricht von kanalübergreifender Werbung, wenn ein Unternehmen bezahlte Werbeanzeigen schaltet, die kanalübergreifend und auf verschiedenen Geräten angezeigt werden (Sie haben sicher schon bezahlte Werbeanzeigen auf Social Media, Suchergebnisseiten und sogar auf Websites von Drittanbietern gesehen). 

Social Media Kanäle wie Instagram und Facebook eignen sich optimal, um Kunden auf Basis der User-Interessen gezielt anzusprechen. Personalisierte Werbeanzeigen nutzen künstliche Intelligenz aus Social Media Kanälen. In der Folge können Unternehmen Kundenprofile für ein präziseres Targeting erstellen. Wenn ein potenzieller Lead zu einer ansprechenden Anzeige geleitet wird, kann die Marke mehr über den User erfahren (durch ein  einfaches Formular, eine Anmelde-Benachrichtigung oder ein E-Mail Pop-up), bevor er seine Journey zur Website fortsetzt. 

Mit bezahlten Google Anzeigen, die auch als PPC-Anzeigen bezeichnet werden, „erkaufen“ Sie sich einen Platz weit oben auf der Liste der relevanten Suchergebnisse, was hohe Sichtbarkeit bedeutet. Auch hier kann bezahlter Traffic direkt auf eine Landingpage mit einem Formular oder einer Erfassung von E-Mail-Adressen führen, bevor der Besucher auf die Website weitergeleitet wird. 

Bezahlte Kampagnen sind recht effektiv, selbst bei kleineren Budgets. Damit Sie gezielt qualitativ hochwertige Leads ansprechen können, die mit größerer Wahrscheinlichkeit zu Kunden werden, benötigen Sie jedoch möglichst viele Daten. Behalten Sie „Cost Per Click“ vs. „Cost Per Lead“ genau im Blick, um sicherzustellen, dass Ihnen nicht hohe Werbekosten für einen geringeren Return on Investment entstehen. Sie überlegen sich, bezahlte Werbeanzeigen in Ihre nächste Strategie zur Leadgenerierung einzubeziehen? Investieren Sie in ein Kampagnen-Tool, das Ihnen hilft, Informationen über potenzielle Kunden zu erhalten. In der Folge können Sie diese Kunden mit höchst relevanten Inhalten ansprechen, damit sie sich besser an Ihre Marke erinnern (und auch weiter mit ihr interagieren). 

Zusammenfassung

Jede dieser Strategien funktioniert für sich genommen bestens, wenn es darum geht, wichtige neue Leads für eine B2C Marke zu gewinnen. Gleichzeitig ergänzen sie sich optimal und können auch kombiniert gut funktionieren. Wenn Sie Ihre Markenpräsenz verbessern und neue Kontakte gewinnen möchten, müssen Sie Kreativität beweisen. Daten, die von Usern gewonnen und aus ihrem Online-Verhalten abgeleitet werden, führen zu einem zunehmend personalisierten B2C Marketing, wodurch der Druck auf die Marken erhöht wird, neue und geschickte Kampagnen zu entwickeln, um mit den Kunden in Kontakt zu treten.

Wie bei jeder Marketing-Kampagne sind wir auch hier dafür, bei jeder dieser Strategien A/B-Tests durchzuführen, weil Sie dadurch wesentlich besser nachvollziehen können, worauf potenzielle Leads am besten ansprechen. Egal, ob Sie A/B-Tests für Ihre bezahlten Werbeanzeigen in Social Media durchführen, die Sprache in Ihren E-Mail-Kampagnen ändern, verschiedene Versionen derselben Landingpage erstellen oder A/B-Tests für Sprache, Farben und sogar die Positionierung der Call-to-Actions laufen lassen – die Testing-Möglichkeiten sind praktisch unbegrenzt. Wenn Sie möglichst viele Informationen über unbekannte Leads sammeln, können Sie ihr Interesse leichter wecken und sie auf den von ihnen besuchten Plattformen mit personalisierten Inhalten ansprechen, die voraussichtlich einen Lead generieren. 

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Entscheidungsmüdigkeit und ihre Auswirkungen auf die Conversion Rates einer Website

Jeden Tag treffen wir etwa 35.000 Entscheidungen. Das ist enorm. 

Von der Wahl des Outfits bis zu Finanzentscheidungen, die dem Leben eine neue Wende geben – unsere Tage sind vollgepackt mit Situationen, die uns eine Entscheidung abverlangen. 

Klar, dass wir uns da am Ende des Tages langsam, aber sicher müde fühlen. Wie Untersuchungen belegen, verringert sich unsere Fähigkeit, richtige oder überhaupt irgendwelche Entscheidung zu treffen, wenn uns der Kopf raucht. 

Was ist eigentlich Entscheidungsmüdigkeit?

Entscheidungsmüdigkeit ist die nachlassende Fähigkeit, nach vielen vorangegangenen Entscheidungen gute Entscheidungen zu treffen. 

Mit anderen Worten: Der Versuch, eine Unmenge von Entscheidungen zu verarbeiten, überfordert das menschliche Gehirn. 

Je mehr Entscheidungen man trifft, desto schwieriger wird es, die richtige Entscheidung zu treffen. 

Entscheidungsvermeidung

Was die Sache noch schlimmer macht: Statt eine schlechte Entscheidung zu treffen, vermeidet unser überfordertes Gehirn oftmals, überhaupt eine Entscheidung zu treffen. Es ist schlicht und einfach leichter, gar nichts zu tun, als sich für etwas zu entscheiden. 

Mittlerweile erhärten viele Untersuchungen diese These. Doch als eine der ersten Studien warf das berühmte Marmeladen-Experiment aus dem Jahr 2000 ein Schlaglicht auf dieses Phänomen.

 

decision fatigue - the jam experiment

Bei diesem Experiment hatten Kunden eines Lebensmittelgeschäfts am Tag eins die Wahl zwischen 24 Marmeladensorten. Am Tag zwei wurde die Auswahl auf sechs Marmeladensorten reduziert.

Interessanterweise war die Kaufbereitschaft bei der Gruppe mit der kleineren Auswahl zehnmal höher als bei der anderen Gruppe. 

Die riesige Auswahl schränkte die Entscheidungsfähigkeit der Kunden ein. Viele von ihnen entschieden sich für die einfachste Option – überhaupt keine Entscheidung zu treffen.

Kaufreue

Wenn die Auswahl zu groß ist, fällt es uns nicht nur schwer, eine Wahl zu treffen, sondern wir fühlen uns auch schlecht, nachdem wir unsere Entscheidung getroffen haben. 

Wenn Sie jede Menge Optionen haben und sich schließlich für eine davon entscheiden, stellen Sie sich unweigerlich die Frage, ob Sie die richtige Wahl getroffen haben. 

Es geht immer noch besser und zu viele Optionen können zu Verunsicherung, Unzufriedenheit und Bedauern führen. 

Egal, wofür wir uns letztlich entscheiden, im Nachhinein zweifeln wir an der Richtigkeit unserer Wahl.

Das Paradox der Wahl

Ist Ihnen aufgefallen, dass Steve Jobs immer dieselbe „Uniform“ trug? 

Zu seinen Markenzeichen gehörten ein schwarzer Rollkragenpulli, Jeans und New Balance-Turnschuhe – dasselbe Outfit Tag ein, Tag aus. 

decision fatigie - steve jobs

Warum?

Ihm war klar, dass sich über den ganzen Tag gestreute kleine Entscheidungen auf seine Fähigkeit, wichtige Entscheidungen zu treffen auswirkte. 

Er wusste, dass er jeden Tag Tausende von großen und kleinen Entscheidungen treffen musste – die alle ein wenig an seinen Kräften zehren und seine Entscheidungsfähigkeit verringern würden. 

Er verbannte nebensächliche Entscheidungen aus seiner täglichen Routine und sparte sich sein intellektuelles Potenzial für wichtigere Entscheidungen auf.  

Weniger ist mehr

Sie fragen sich vielleicht, was Marmelade, Steve Jobs und Kaufreue mit der Conversion Rate auf Ihrer Website zu tun haben. 

Wie sich zeigt, eine ganze Menge. 

Das Paradox der Wahl ist ein Knackpunkt für Websitebetreiber, die auf Conversions angewiesen sind. 

Wenn Sie den Besuchern Ihrer Website zu viele Entscheidungen zumuten, trifft ein Kunden entweder eine schlechte Entscheidung (die Retouren steigen) oder womöglich überhaupt keine Entscheidung (Ihre Conversion Rate sinkt). 

Die Auswirkungen einer zu großen Auswahl auf Websites

Wie für das Marmeladen-Experiment in einem Ladengeschäft gilt das Paradox der Wahl auch in einer digitalen Umgebung. 

decision fatigue - less is more

Wenn Sie Ihren Usern viele Auswahlmöglichkeiten bieten, wirkt das lähmend statt die Conversion Rates zu steigern. 

Für E-Commerce Websites, Leadgenerierungsplattformen oder alle anderen Arten von Websites, auf denen die Besucher in Aktion treten (Produkt kaufen, Kontakt aufnehmen, Newsletter abonnieren), kann sich zu viel Auswahl als Nachteil entpuppen. 

Wenn die Auswahl zu groß ist, kann der Kunde zögern und eine gefühlte Ewigkeit die Vor- und Nachteile seiner Entscheidung abwägen. 

Wie Sie die Paralyse durch Analyse auf Ihrer Website mindern

Angenommen, Sie betreiben einen E-Commerce-Shop (das Prinzip gilt jedoch für jede Art von Conversion-fokussierter Website). 

Sie haben es geschafft, qualifizierten Traffic auf Ihrer Website zu generieren. Jetzt soll dieser Traffic zu Conversions führen. 

Am besten, Sie mustern alle Elemente aus Ihrer Website aus, die den User dazu bewegen, sich folgende Frage zu stellen: „Welche ist die beste Entscheidung?“ oder „Was soll ich jetzt tun?“. 

Nehmen Sie sich Ihre Website vor und räumen Sie mit unnötigen oder allzu verwirrenden Entscheidungen auf. Das gilt ganz klar für die Zahl der angebotenen Produkte, aber auch für andere Bereiche der Website, die eine Entscheidung verlangen. 

Sehen Sie sich diese Bereiche Ihrer Website genauer an und denken Sie an unseren Ratschlag, Entscheidungen möglichst einfach zu machen: 

#1 Website Navigation

Wenn ein Kunde Ihre Website besucht, muss er schnell zur gewünschten Rubrik gelangen. 

Stellen Sie sicher, dass Sie keine unnötigen Links in Ihre primäre Navigation einbinden. Das könnte zu Entscheidungsmüdigkeit führen. 

Als Faustregel gilt, dass Ihr primäres Menü für die primären Conversion-Ziele Ihrer Website da ist (z. B. jetzt shoppen, kontaktieren, Termin vereinbaren) und Ihr sekundäres Menü mit weniger wichtigen Informationen (z. B. Datenschutzerklärung, Jobangebote, rechtliche Hinweise) in den Footer setzen. 

#2 Promotions

Klar, kaum jemand kann einem Deal widerstehen, doch manchmal sind zu viele Deals einfach nur kontraproduktiv. 

Wenn auf einer Website tonnenweise Angebote angezeigt werden, fällt die Wahl – wie bei jeder anderen Entscheidung – schwer. 

Werfen Sie einen Blick auf Fabletics: 

 

Fabletics
Quelle

 

Das Layout ist sehr übersichtlich, doch allein in einem kleinen Screenshot werden drei Aktionen beworben:

  • Zwei Leggings für £ 24 für VIP-Mitglieder
  • Outfits ab £ 20 für neue VIP-Mitglieder
  • Mitgliedschaft für nur £ 44 pro Monat

Damit Unübersichtlichkeit und Entscheidungsvermeidung keine Chance haben, sollte sich eine Website im Idealfall auf eine klare und überschaubare Werbeaktion konzentrieren. 

#3 Eindeutiger Call-to-Action (CTA)

Mit einem CTA sagen Sie dem User, was er als Nächstes tun soll. Ein CTA muss klar, einfach und auf Ihre Geschäftsziele abgestimmt sein. 

Mit anderen Worten: Wenn Sie Kunden dazu bewegen möchten, etwas auf Ihrer Website zu kaufen, sollte sie der CTA nicht zur Kontaktaufnahme auffordern. 

Zudem sollten sich Ihre CTAs stimmig durch die ganze Seite ziehen, idealerweise mit einem einzigen Haupt-CTA. Das könnte „Jetzt kaufen“ oder „Jetzt kontaktieren“ sein – zu welcher Handlung Sie den Kunden eben auffordern möchten. 

Wenn Sie potenziellen Kunden zu viele Optionen bieten, treffen diese im Endeffekt vielleicht überhaupt keine Entscheidung. 

#4 Content Overload

Content ist King: Die meisten Menschen sind sich darüber einig, dass nichts über gute Inhalte geht – oder zumindest, dass sie eine extrem wichtige Komponente Ihres Online-Auftritts sind. 

Herausragende Inhalte ziehen die organische Suche wie ein Magnet an und positionieren Sie als Experten in Ihrer Nische. 

Doch zu viel Inhalt kann zur Content-Schwemme werden. 

Präsentieren Sie Ihre Titel nicht als lange Liste von Thumbnails. Denn das zwingt die User, jeden einzelnen Titel zu lesen und zu entscheiden, ob er den entsprechenden Inhalt lesen möchte.

Stellen Sie stattdessen lieber eine Rubrik „Neueste Beiträge“ ein, in der nur der neueste Beitrag angezeigt wird. Interessierte User können in Ihrer Hauptnavigation den „Blog“ aufrufen, wenn sie weitere Beiträge lesen möchten. 

#5 Filter und Sortierfunktion

Für E-Commerce-Shops ist das der springende Punkt, speziell bei einem großen Sortiment. 

Wenn Sie eine Vielzahl von Produkten anbieten, schlagen Sie der Entscheidungsvermeidung am besten dadurch ein Schnippchen, dass Sie die Suchergebnisse durch Suchfilter einschränken. 

Angenommen, die Kollektion „Damenoberteile“ in einem E-Commerce-Shop zeigt 100 Oberteile an. 

Wenn die Kunden aber gezielt nach einem weißen Crop-Top in Größe M suchen, sollten die Filter auf der Website entsprechende Kriterien anbieten. 

decision fatigue - sort and filter
Quelle

 

Die User können dann die Optionen filtern und erhalten eine deutlich kleinere Liste von weißen Crop-Tops in Größe M. 

Die Zahl der Entscheidungen lässt sich auch durch eine Sortierfunktion für die Optionen reduzieren. Wer ein Eigenheim kaufen möchte, kann sich jeden Tag die Anzeigen ansehen und sich ein genaues Bild vom Immobilienmarkt machen. 

Wenn sich die Suche jedoch auf „Aktuellste Angebote“ eingrenzen lässt, müssen Sie nicht erneut Hunderte von Annoncen durchforsten, die Sie schon am Vortag gesehen haben. 

Und zum Schluss noch ein K.I.S.S.

Entscheidungsvermeidung, Kundenreue und das Paradox der Wahl klingen nach komplexen wissenschaftlichen Studien. Im Grund genommen läuft aber alles auf eins hinaus: 

KISS (Keep it simple, stupid). 

Gestalten Sie Ihre Webseiten minimalistisch – mit ein oder zwei Kernaktionen, die Ihren Geschäftszielen dienen. Sorgen Sie dafür, dass die Aktion sowohl für Ihr Unternehmen als auch für Ihre Kunden relevant und nutzbringend ist.

Zu viel Auswahl kann ganz schön anstrengend sein und zu schlechten Entscheidungen, Kaufreue und Unentschlossenheit führen.  

Halten Sie sich an die Techniken in diesem Beitrag: Setzen Sie auf Minimalismus und verbannen Sie unnötige Entscheidungsmöglichkeiten aus Ihrer Website. 

Sie werden Ihre Conversion Rate verbessern, die Kundenzufriedenheit steigern und Retouren reduzieren – dem KISS-Prinzip sei Dank!